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#336 Silvesterfeuerwerk in anderen Ländern – ein Kulturschock?

Den Jahreswechsel im Ausland zu erleben ist eine ganz besondere Erfahrung. Im Vorhinein weißt du wahrlich nicht, wie es wohl wird. Außer du feierst in den bekanntesten Silvester-Städten wie New York oder Sydney. Aber auch dann wirst du feststellen, dass der äußere Schein trügt und den Feierlichkeiten aus der Nähe beizuwohnen doch komplett anders ist als erwartet. Ich war zwar weder in den Vereinigten Staaten noch in Australien zu Silvester, aber dafür schon einmal im schönen Italien – genauer gesagt in der Ewigen Stadt – und ein anderes Mal im schönen Split an der kroatischen Mittelmeerküste.

Eines kann ich schon einmal verraten: Keine der Neujahrsfeiern war so wie bei uns daheim. In Italien werden fast gar keine privaten Böller gezündet. Zum Glück gehen Fans von Feuerwerkskörpern nicht komplett leer aus. Die Römer lieben es genauso, den Himmel erleuchtet zu sehen, weswegen mehrere öffentliche Feuerwerke die Stadt von oben erhellen. Die größte Feier ist für gewöhnlich – wie könnte es auch anders sein – im alten Circus Maximus. Passender kann man doch gar nicht ins neue Jahr starten, oder?

Dazu komplett im Kontrast stehend war das Feuerwerk in Kroatien. Auch wenn vor dem Glockenschlag im Gegensatz zu unseren heimischen Gefilden noch keine Böller flogen, ging es um 24 Uhr dann so richtig los. Nicht nur das städtische Feuerwerk lief auf Hochtouren – auch die Einwohner von Split ließen den Himmel in buntesten Farben erstrahlen. Die komplette Hafenpromenade leuchtete im Schein der unzähligen Bengalischen Feuer feuerrot auf. Ein Wahnsinnsanblick!

Beide Silvesterfeste im Ausland – und damit meine ich nicht nur das Feuerwerk – waren so unterschiedlich, dass ich ehrlich gesagt, ganz gespannt darauf bin, nächstes Jahr Silvester wieder im Ausland zu feiern. Mal sehen, wo ich in einem Jahr ganz sehnsüchtig das Feuerwerk erwarten werde…

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#327 Europas Zwergstaaten

Wir haben schon einen Franzosen getroffen, der dachte, Monaco gehöre zu Frankreich und dass San Marino keine italienische Stadt ist, weiß auch nicht jeder. Monaco und San Marino sind allerdings nur zwei Beispiele von den insgesamt sechs europäischen Zwergstaaten. Als Zwergstaat werden sie bezeichnet, da sie flächenmäßig besonders klein sind und meist eine sehr geringe Einwohnerzahl aufweisen. Die Grenze zur Einordnung als Zwerg- oder Microstaat zieht man bei ungefähr 1000km².

Wer sich jetzt fragt, welche sechs Staaten das bitte sein sollen – hier kommt die Auflösung: Die Vatikanstadt im Herzen von Rom ist der kleinste Staat und das sogar weltweit! Gerade einmal 440 Quadratmeter (0,44km²) ist der Sitz des römisch-katholischen Oberhauptes groß. Dicht dahinter folgt Monaco – Platz 2 weltweit. Der berühmte Stadtstaat am Mittelmeer nahe Nizza misst 2km². San Marino mit 62km² ist dagegen schon fast ein Riese. San Marino liegt unweit von Rimini, komplett umringt von Italien. Liechtenstein verfügt über 160km² zwischen Österreich und der Schweiz. Weiter geht es mit einer eigenständigen Mittelmeerinsel: Malta. Mit 316km² ist das Land der zweitgrößte Microstaat in Europa. Größer ist sonst nur noch Andorra. Eingekuschelt zwischen den hohen Gipfeln der Pyrenäen ringsum, trotz das 468km² Andorra dem eisigen Winter – im Umkehrschluss bedeutet das, dass es ideale Skibedingungen hat! Im Sommer dagegen darf man sich an dem Paradies für Wanderer, Mountainbiker, Kletterer und Gleitschirmflieger erfreuen.

Ich war zusammen mit Julia im Laufe der letzten fünf Jahre tatsächlich in jedem Einzelnen dieser sechs Staaten. Durch die geringe Größe haben die Staaten meiner Meinung nach einen ganz besonderen Charme. Jeder Besuch war einzigartig und eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Am besten gefallen haben mir übrigens die Vatikanstadt, San Marino und Liechtenstein.

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#325 Liechtenstein – ein erstes Reinschnuppern

Als Julia und ich dieses Jahr endlich die Möglichkeit hatten, auf dem Rückweg aus Italien noch einen Zwischenstopp in Liechtenstein einzulegen, war ich ehrlich gesagt begeistert. Unsere letzte Nacht in Italien verbrachten wir am Comer See (Lago di Como). Nachdem wir mit der Sonne aufgestanden waren, gab es ein schnelles Frühstück in unserem Honda Schlafmobil und nach ein paar obligatorischen Morgenfotos ging es dann gleich in Richtung Schweizer Grenze. Die wirklich extrem kurvenreiche und teils enge Straße zum 2113 Meter hohen Splügenpass (Passo dello Spluga) überraschte uns nicht nur mit einem unglaublichen Ausblick, sondern auch mit dem ersten Schnee des kommenden Winters. In der Schweiz angekommen, erwartete uns die volle Schönheit der Schweizer Natur. Durch enge Schluchten und über reißende Gebirgsbäche führte uns die Straße beständig unserem eigentlichen Ziel entgegen. Die Freude und Aufregung wurde immer größer mit jedem Kilometer, den wir uns der Grenze näherten. Liechtenstein, wir kommen!

Im Fürstentum Liechtenstein angekommen, erwartete uns zuerst einmal die durch Fotos weit bekannte Burg Gutenberg. Auch wir hatten sie natürlich schon einmal gesehen, aber es ist doch immer etwas besonderes, wenn man das Fotomotiv dann mit seinen eigenen Augen zu sehen bekommt. Nach einem kurzen Zwischenstopp ging es direkt weiter in den Hauptort Vaduz.

Vaduz selbst ist noch einmal ein wenig aufgehübschter als das generell sehr ansprechende Liechtenstein. Gerade das Zentrum mit dem Landtagsgebäude, daneben dem Sitz der Regierung und der imposanten Kathedrale St. Florin hat uns unglaublich gefallen. Ein wenig darüber – umgeben von Wald – liegt das Schloss der fürstlichen Familie.

Da wir am gleichen Tag noch zu hause ankommen wollten, konnten wir leider nach unserer ausführlichen Tour durch Vaduz Liechtenstein nicht mehr weiter erkunden. Für uns bedeutet das, dass wir auf jeden Fall noch einmal wiederkommen und dann auch die malerische Bergwelt des Fürstentums erkunden werden!

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#321 Seen im Süden von München – Starnberger See

Eine meiner schönsten Kindheitserinnerungen mit meinem Onkel ist der Tag, an dem wir gemeinsam mit dem Segelboot meiner Oma hinaus auf den Starnberger See gefahren sind. Der Wind spannt die weißen Segel und die Sonne lässt das Wasser glänzen. Während mein Onkel die kleine Nussschale zielsicher durch den See navigiert, springe ich vom Bug ins glasklare Wasser und ziehe mich an der kleinen Leiter am Heck wieder an Bord.

Heute schätze ich den Starnberger See aber nicht nur wegen dieser Erinnerung. Immer wieder hat er mich wie magisch angezogen. Kein Wunder! Während man ein entspannendes Bad genießt, kann man in der Ferne das fantastische Bergpanorama der Alpenkette genießen. Besonders schön ist es, wenn die Berggipfel schon durch eine feine Schneeschicht bedeckt sind – auch wenn dann das Wasser schon ziemlich kalt sein kann. Aber auch wenn man keine so begeisterte Wasserratte wie ich ist, kann der Starnberger See überzeugen. Entlang des Ufers gibt es kilometerlange Spazierwege und die Grillplätze laden zu einem gemütlichen Abend mit Freunden ein. Es gibt sogar ein paar wenige Plätze, an denen echte Lagerfeuer erlaubt sind! Auch eine Übernachtung in einem der unzähligen Hotels entlang des Sees ist eine wunderschöne Erfahrung. Das Frühstück mit Seeblick schmeckt einfach noch einen Ticken besser.

Alles in allem wird der Starnberger See immer ein schönes Erlebnis für mich bereithalten. Bis jetzt hat er mich auf jeden Fall noch nie enttäuscht. Wer auf der Suche nach ein bisschen Abwechselung ist, sollte auch dem hübschen Ammersee einen Besuch abstatten… oder dem Staffelsee… oder dem Kochel-, Walchen- oder Tegernsee. Dann gibt es aber auch noch die ganzen kleinen Weiler dazwischen… Man merkt schnell: Bei so einer Auswahl wird jeder fündig und seinen eigenen Lieblingssee bald finden!

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#317 Plug and Play? Pustekuchen!

Julia und ich sind endlich mal wieder auf Reisen. Das Negative? Das Arbeiten fällt unterwegs immer schwieriger und das liegt nicht nur an den fantastischen Dingen, die man stattdessen machen kann. Dieses Mal scheitert es an einer Komponente, die normalerweise komplett unkompliziert ist: Mein USB-Stick will einfach nicht mit meinem Laptop harmonieren. Ich wollte eigentlich nur schnell einen Text schreiben, ihn auf den USB-Stick ziehen und Julia überreichen. Dann kommt die ernüchternde Erkenntnis. Seitdem ich Linux Arch auf meinem Laptop installiert habe, hatte ich noch keinen USB-Stick angeschlossen. Nach dem Anschließen passiert erstmal… nichts. Ich kann nicht auf den Stick zugreifen!

Nach einer kurzen Google Suche – den mobilen Daten sei Dank – befinde ich mich endlich auf dem Weg zur Lösung des Problems. Mit dem Befehl „lsblk“ lasse ich mir die angeschlossenen Datenträger samt ihrer Partitionen anzeigen. Meinem USB-Stick wurde die Bezeichnung sdc1 zugewiesen. Nach dem Befehl „sudo mount /dev/sdc1 /mnt/usb“ habe ich endlich Zugriff auf die gespeicherten Dateien. Gleich darauf überkommt mich aber wieder Ernüchterung: Zugriff ja, aber nur Lesezugriff! Ich kann also sämtliche gespeicherten Dateien öffnen oder abspielen, aber weder verändern noch neue Daten hinzufügen. Google wird also wieder zurate gezogen. Auch dieses Problem haben glücklicherweise (für mich) schon andere gehabt. Die Lösung soll sein, den USB-Stick neu zu formatieren. Dafür müsste ich allerdings ein Komplettbackup des Sticks machen, da ich keine der 64GB gespeicherter Daten verlieren möchte. Das denke ich mir, ist nun aber endgültig zu viel und beschließe dieses Linux-Abenteuer lieber in den trauten vier Wänden meines zuhause einzugehen und mir die Reisestimmung nicht weiter verhageln zu lassen. Den Text schicke ich dann doch lieber dank des Mobile-Daten-Hotspots per E-Mail an Julia. Was habe ich daraus gelernt? Erstens sollte ich die Plug and Play Funktion dringend nachrüsten und zweitens sollte ich wohl einmal alle meine USB-Sticks einmal an meinen Laptop anschließen und gegebenenfalls formatieren, um weitere solcher Überraschungen auf Reisen zu verhindern.

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#316 Youtube-dl: maximale Videoqualität, Flexibilität und Datensicherheit

Wer kennt das nicht? Man schaut gerade einen Film an und plötzlich stockt er und das Video fängt das Laden an. Mist, die Internetverbindung ist wohl gerade eingebrochen! Manchmal kommt es aber noch schlimmer und es liegt ein Problem beim Internetanbieter vor und das Internet geht die nächsten Stunden gar nicht. Damit ich mir solche Überraschungen sparen kann, bin ich vor einiger Zeit darüber übergegangen, mir meine Videos und Filme mit dem Programm Youtube-dl herunterzuladen. Auch wenn der Name anders vermuten lässt, ist es mithilfe von Youtube-dl möglich, Videos von über 100 verschiedenen Seiten herunterzuladen.

„Videos herunterladen? Das ist doch bestimmt illegal“, könnte man jetzt denken. Dem wirken zwei Dinge entgegen. Das wichtigste ist das Stichwort Privatkopie. In Deutschland ist es nämlich erlaubt, sich Videos im Rahmen der Regulierungen der Privatkopie herunterzuladen, falls die Quelle nicht eindeutig illegal und kein Kopierschutz umgangen wird. Dass kein Kopierschutz umgangen wird, stellt Youtube-dl auch von sich aus sicher. Falls ein Kopierschutz (DRM) vorliegt, wird Youtube-dl diesen nicht umgehen. Aber IANAL und deswegen sollte sich jeder noch einmal individuell mit der Rechtslage beschäftigen und dann eine eigene Entscheidung treffen. Ich benutze Youtube-dl bis jetzt ausschließlich auf Youtube und Twitch. Auf Twitch lässt sich die Regelung der Privatkopie meiner Meinung nach sowieso immer anwenden. Auf Youtube beschränke ich mich auf die offiziellen und auf mich integer erscheinenden Kanäle. Es gibt aber auch Stimmen im Internet die erklären, dass alle Videos auf Youtube von der Privatkopie erfasst sind, da man sich darauf berufen kann, dass Youtube illegal hochgeladene Videos von sich aus entfernt und man daher grundsätzlich nicht davon ausgehen kann, dass ein Video offensichtlich illegal ist. Mir ist diese Handhabung aber persönlich ein wenig zu heikel.

Gerade für offizielle Channel eignet sich Youtube-dl meiner Meinung nach perfekt. Man lädt sich die gewünschten Videos einfach über Nacht herunten und kann sie dann tagsüber auch komplett ohne Internetverbindung konsumieren. Mehr Informationen finden sich auf der offiziellen Github-Seite von Youtube-dl.

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#313 HTTP Adaptive Streaming – warum es jeden etwas angeht

Auch wenn es den wenigsten bekannt ist, begleitet HTTP Adaptive Streaming (kurz: HAS) einen jeden von uns fast jeden Tag. Wie das letzte Wort schon vermuten lässt, handelt es sich bei HTTP Adaptive Streaming um eine Technologie, die beim Streaming über das HTTProtokoll eingesetzt wird. Und was bedeutet das jetzt?! Wann immer du dir ein Video bei YouTube reinziehst oder Netflix & Chillst – HTTP Adaptive Streaming liefert das Video von dem Datenserver auf dein Handy, Tablet, Laptop oder Rechner. Damit man ein möglichst gutes Videostreaming Erlebnis hat, ist die übertragene Videoqualität abhängig von der Verbindungsstärke. Verändert sich die Qualität der Internetverbindung, passt sich die Übertragungsqualität mit an – sie adaptiert sich also. Spätestens jetzt sollte auch dem technisch nicht versierten Nutzer ein Licht aufgehen, an wie vielen Stellen im Internet man dieser Technologie begegnet. Kurzum, HTTP Adaptive Streaming ist aus unserem derzeitigen Leben fast nicht wegzudenken. Damit auf die Übertragungsgeschwindigkeit beim Endbenutzer vernünftig eingegangen werden kann, ist es selbstverständlich notwendig, die Videodatei in mehreren Qualitätsstufen vorzuhalten. Das Video wird dann in sogenannte Chunks zerlegt und ausgeliefert.

Meinen ersten tieferen Kontakt mit HAS hatte ich beim Schreiben meiner Bachelorarbeit. Ich untersuchte, inwiefern der Hintergrund eines eingebetteten Videos die erfahrene Dienstgüte des Endnutzers beeinflusst. Wen jetzt der Wissensdurst gepackt hat, sollte sich unbedingt weiter in die Thematik einlesen. Es gibt unzählige Studien und Publikationen über HTTP Adaptive Streaming und – der Informatik sei Dank – sind ein Großteil vom Internet aus zugänglich. Ein guter Ausgangspunkt ist die Suche von Google Scholar. Eine Vielzahl der Paper sind kostenlos abrufbar.

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#312 – Mein Weg nach Windows 7?

Nach jahrelangem Hadern habe ich mich letzten Sonntag endlich dazu überwunden. Ich habe von Windows auf Linux gewechselt! Mit dem Supportende von Windows 7 musste ich mich zwangsläufig um ein neues Betriebssystem kümmern. Windows 8 schloss ich von Vorhinein aus und mit Windows 10 werde ich auch nicht so wirklich warm. Ein guter Freund von mir hatte vor Kurzem angefangen, sich mit der Distribution Arch auseinanderzusetzen und bot mir kurzerhand an, mich beim Wechsel zu unterstützen.

Nach dem erfolgreichen Sichern aller relevanten Daten schließen wir also das CD-Laufwerk mit einer bootfähigen Version von Arch an. Der erste Schritt in die neue Welt von Linux ist absolviert. Bei Arch handelt es sich um eine recht rudimentäre Distribution. Man muss praktisch alles manuell installieren. Am Anfang läuft alles ausschließlich über die Konsole. Zuerst erstellen wir auf meiner 128GB SSD drei Partitionen: Boot, Home und Swap. Die 1TB HDD bietet genügend Speicherplatz für Daten. Nach dem Formatieren und mounten stellen wir über LAN eine Internetverbindung her. Im Anschluss laden wir erst einmal eine ganze Menge Standardpakete herunter und konfigurieren das Betriebssystem. Nach etlichen Stunden und einem Neustart können wir uns zum ersten Mal mit unserem eingerichteten Benutzerkonto einloggen. Damit ich die Linuxwelt nicht nur über die Konsole entdecken muss, installieren wir zum Abschluss noch ein paar Treiber und das grafische Fensterverwaltungssystem Awesome – das ich ganz dem Namen entsprechend richtig awesome finde!

Am Abend machen wir fürs Erste einmal erschöpft Schluss. Mir raucht der Kopf ganz gewaltig und ich frage mich ein wenig, ob es doch eine Schnapsidee war, auf Linux und dann auch noch auf die nicht ganz unanspruchsvolle Distribution Arch zu wechseln. Auch mein fleißiger Helfer macht sich ein wenig Sorgen um mich. Glücklicherweise bringt der nächste Tag neue Kraft und auch neue Freude. Nach einer knappen Woche Benutzung bin ich bis jetzt ziemlich begeistert. Auch wenn es immer noch zuweilen ein wenig holprig zugeht, komme ich im Großen und Ganzen super zurecht. Wer es auch mal ausprobieren will, sollte sich in die Anleitung für Einsteiger des ausgezeichneten Arch Wikis vertiefen.

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#300 Gestrandet im Outback

Es hat 40 Grad Celsius im Schatten. Jedenfalls theoretisch, aber es gibt hier doch überhaupt keinen Schatten! Und überhaupt, es gibt hier weit und breit gar nichts! Keine Wohnhäuser, keinen Supermarkt mit frischen Lebensmitteln und leider auch keine Wasserleitung, aus der man die langsam schwindenden Reserven wieder auffüllen könnte…
Auch wenn man im ersten Augenblick nicht daran denken mag, so kann das australische Outback schnell zu einer lebensgefährlichen Falle werden. Klar, es kann einen auch ganz blöd erwischen und man wird von einer der giftigsten Schlangen der Welt gebissen.

Wahrscheinlicher ist es aber, inmitten der australischen Gesteinswüste zu verdursten, weil zum Beispiel das Auto liegen bleibt oder man sich verirrt hat. Wer sich aufmacht, die ausgetrocknete Mitte Australiens zu durchqueren, sollte deswegen unbedingt im Vorhinein Maßnahmen für den Notfall treffen.

Die allerbeste Möglichkeit, um im Notfall Hilfe zu erhalten, ist ein Satellitentelefon, da das Handy vielerorts natürlich absolut nutzlos ist. Das Problem an den Satellitentelefonen? Sie sind so unglaublich teuer, dass nur die wenigsten sich eines leisten können. Eine andere Option wäre zumindest das Leihen. Falls aber auch das Unterlassen wurde, ist der beste Tipp, beim Fahrzeug zu bleiben. Erstens ist man so leichter zu erkennen und zweitens kann niemand literweise Wasser mitschleppen, die definitiv für einen langen Fußmarsch nötig wären. Um auf sich aufmerksam zu machen, kann man den entleerten Ersatzreifen anzünden. Die dabei entstehende Rauchsäule kann man auch noch in einigen Kilometern Entfernung ausmachen.

Um genügend lange Ausharren zu können, sollten immer ausreichend Vorräte mit im Fahrzeug sein. Es sollten ungefähr 5L Wasser pro Tag pro Person sein plus eine Extraration für den Notfall oder den Kühler. Ein paar Notfallrationen an Verpflegung sind auch nicht zu vergessen. Damit im Zweifelsfall überhaupt nach einem gesucht wird, sollte man die Route und den Zeitplan der Polizei oder einem verlässlichen Freund beziehungsweise Verwandten mitteilen. Das hilft auch ungemein, dich inmitten der australischen Weite zu finden! In jedem Fall wünsche ich „Save travels, mate!“

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#222 Warum jeder Roadtripper ein Hobbyschrauber sein sollte

Seit einigen Jahren schon spiele ich immer wieder mit dem Gedanken, einfach mal ein halbes Jahr in einer Autowerkstatt ein Praktikum zu machen. Ich bin handwerklich sehr interessiert und die letzten Jahre haben mir immer wieder aufgezeigt, dass gerade das Wissen um das eigene Auto in vielen Situationen enorm hilfreich ist.

In den letzten Jahren habe ich deswegen auch immer mehr probiert, alle anfallenden Reparaturen am Auto selbst durchzuführen. Dazu ging es in eine sogenannte „Selbsthilfewerkstatt“. Es handelt sich dabei um eine professionelle Kraftfahrzeugwerkstatt, die sich aber von den anderen mit einem Detail abhebt. Auch ambitionierte Selbstschrauber dürfen die Hebebühnen und das Werkzeug vor Ort benutzen. Klar, eine kleine Gebühr wird dafür schon fällig. Damit die selbst durchgeführten Reparaturen kein Sicherheitsrisiko bedeuten, kann man den Meister vor Ort immer nach Hilfe fragen oder seine Arbeit noch einmal überprüfen lassen. Neben einer deutlichen Geldersparnis hat das Ganze aber noch einen zweiten riesigen Vorteil. Man lernt sein Fahrzeug kennen. Man weiß plötzlich viel mehr und kann auftretende Geräusche und Symptome viel leichter deuten.

Gerade auf Reisen ist dieses Wissen meiner Meinung nach fast unersetzlich. Wieso fast? Naja, man kann es schon ersetzen – das kostet dann gegebenenfalls aber ziemlich viel Kohle! Gerade Touristen werden gerne in der ausländischen Werkstatt übers Ohr gehauen. Stammkunde wird man ja wohl eh nicht und wenn man dem Klienten dann noch alles verkaufen kann, weil der eh nur Bahnhof von seinem Fahrzeug versteht? Den Zulieferer-Auspuff, der dann plötzlich teurer als das Originalteil ist, lass ich mir jedenfalls nicht nochmal verbauen!

Ein Erlebnis, das mir diesbezüglich sehr im Kopf geblieben ist, trat im letzten Jahr auf unserer Balkanrundreise auf. Ich bin auf jeden Fall heilfroh, dass ich mir die Mühe gemacht habe, möglichst viel über unseren Honda Jazz und über Autos im Allgemeinen zu erlernen. Jetzt fühle ich mich auf Reisen immer besser vorbereitet und weiß, dass auch unser Honda vollends bereit für das nächste Abenteuer ist!

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#220 Urlaub im Ferienhaus

Auch wenn ich es liebe, beim Reisen immer auf Achse zu sein, genieße ich auch manchmal einfach die Seele baumeln zu lassen und an einem Ort zu verweilen. Wie auch die meisten anderen empfinde auch ich einen Urlaub in einer Ferienwohnung als ein super Erlebnis.

Der Ferienhausurlaub, der mir am meisten im Gedächtnis geblieben ist, führte mich nach Dänemark. Zusammen mit meiner Familie und einem meiner besten Freunde ging es in ein Ferienhaus direkt am Fjord. Typisch meine Familie war es komplett spontan. Die Entscheidung, wohin es geht, wird bei uns doch recht häufig ziemlich lang rausgezögert. Dieses Mal fiel sie genau einen Tag bevor die Reise anfing. Das Tollste war, dass selbst mein Kindergartenfreund so spontan noch mitkonnte. Nach der endlos lang erscheinenden Autofahrt von Bayern auf die skandinavische Insel begann eine unglaublich entspannende Woche. Die Tage verbrachten wir vor allem in aller Ruhe am Fjord, faulenzten oder spielten Kubb – auch bekannt als Wikingerschach. Hauptziel Nummer eins? Einfach mal nichts vorhaben und das Leben genießen!

Urlaub in der Ferienwohnung bedeutet für mich, dass man sich vor allem an dem Ort der Ferienwohnung aufhält und sich intensiv mit der nahen Umgebung und sich selbst auseinandersetzt. Es wird definitiv kein Sightseeing-Urlaub und auch keine Erlebnisreise. Man könnte es schon eher mit einer Wellnessreise gleichsetzen. Zwar weniger mit Wellness, aber mit genauso viel Entspannung und Runterkommen.
Auch wenn ich genau das so sehr an einer Ferienwohnung schätze, ist das auch der Grund, warum ich sie dann doch eher selten anmiete. Das Beste am Urlaub ist für mich persönlich immer noch, dass man die Möglichkeit hat, Neues und Unbekanntes zu entdecken. Aber ich gebe auf jeden Fall zu, dass es auch nicht schaden kann, eine dieser Möglichkeiten mit einer extra Portion Ruhe einzutauschen.

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#218 Lieber öfter als zu selten

Es gibt ein paar Orte auf der Welt die für mich immer weiter in Richtung zweiter Heimat entwickeln oder schon längst diesen Status erreicht haben. Die zehn Monate in Madrid werden mich die Hauptstadt Spaniens wohl nie wieder vergessen lassen. Kaltern an der Weinstraße ist mein Wander-, Mountainbike- und Naturparadies.

München gehört aber auch auf die Liste. Zwar habe ich dort noch nicht so viel Zeit verbracht, aber dafür habe ich diesen Ort am öftesten besucht in meinem Leben. Mal ging es an die umliegenden Seen, mal habe ich Verwandte in der Nähe besucht oder war auf dem Weg nach Kaltern. Meistens wenn es in die Nähe von München geht, gehört ein Besuch in der Landeshauptstadt dazu. Mal wieder beim Lieblingsasiaten vorbeischneien oder an der Münchner Freiheit Münchens besten Döner genießen. Dazu noch den Großstadtflair aufsaugen und durch noch unbekannte Straßen irren.

Das schöne im Gegensatz zu Madrid und Kaltern ist, dass ich noch lange nicht alles gesehen habe. Ok, ok… In Madrid kenne ich natürlich auch noch nicht alles und sogar in Kaltern habe ich letztens ein paar neue Ecken kennengelernt. Aber in München bin ich immer nur für eine ganz kurze Zeit. Meistens nur einen Tag und ich glaube noch nie länger als eine Woche. Dadurch sieht man natürlich viel weniger auf einmal und kann jedes Mal etwas neues Entdecken!

Die bekanntesten Ecken habe ich aber natürlich schon alle durch. Die Allianzarena sieht man sowieso immer, wenn man aus dem Norden nach München reinfährt. Ein näherer Besuch muss für mich auch nicht sein. Der Olympiapark und das alte Stadium ist ein Klassiker und immer wieder auf der Tagesagenda. Ein bisschen frische Luft kann in der Großstadt eh nie schaden! Marienplatz, Alter Peter, Frauenkirche, Hofbräuhaus, Viktualienmarkt, Stachus sowie Odeonsplatz, Englischer Garten und das Deutsche Museum sind auch schon abgehakt. Was mir von den Highlights auf jeden Fall noch fehlt, ist die Attraktion, die jährlich Tausende Touristen anzieht. Als gebürtiger Bayer habe ich tatsächlich noch nie das Oktoberfest besucht!

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#216 Kuriosum München

Wenn mich jemand fragen würde, welche Großstadt in Deutschland für mich die Wichtigste ist, würde ich nicht mit „Berlin“ antworten. Ich denke dann immer sofort an München! Ich weiß auch nicht genau, woran es liegt. In Berlin war ich im Gegensatz zu München erst ein einziges Mal. In München kann ich darüber nicht einmal eine genaue Aussage treffen. Ich schätze mal knapp fünfzig Mal.
München liegt nicht nur näher an meinem Zuhause, die Stadt – beziehungsweise das Umland – ist auch die Heimat von einem großen Teil meiner Verwandtschaft. München ist die Landeshauptstadt und das Bundesland ist doch noch einmal näher als das Heimatland. Wenn ich in den Urlaub fahre, geht es auch meistens gen Süden und seltener nach Norden. An meinen ersten Besuch in München kann ich mich nicht einmal erinnern, weil ich noch so jung war. Das erste Mal in unserer Hauptstadt war ich dagegen erst mit 22 Jahren. Die Alpen reizen mich mehr als die Ostsee.

Es gibt so viele Gründe, warum München für mich persönlich die wichtigere der beiden Städte ist. Ich bin aber auch ein ehrlicher Fan von München. Ich bin zwar nicht fußballverrückt und auch die zuweilen arroganten Münchner überzeugen mich nicht. Die Stadt selbst ist für mich aber immer eine tolle Erfahrung. Ich hab sogar ein paar Stammlokale! Dazu kommen noch ein paar Freunde, die in München aufgeschlagen sind und schon ist jeder Besuch ein einmaliges, absolut schönes Erlebnis.

Ein fairer Vergleich, welche der beiden Städte aber schöner / lebenswerter / fröhlicher kann ich aber definitiv nicht liefern. Ich muss wohl noch ein paar Mal in unserer Hauptstadt vorbeischauen! Mein erster Besuch war mit seinen drei Tagen auch viel zu kurz. Es war zwar auch nur ein spontaner Entschluss, weil der Flieger ab Berlin genauso viel gekostet hat wie ab Frankfurt..

Ich bin auf jeden Fall schon einmal gespannt darauf mich noch einmal näher mit den Eigenheiten der Berliner – damit sind hier mal ausnahmsweise nicht die Krapfen gemeint – und ihrer quirligen Stadt zu beschäftigen!

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#214 Surfen lernen in Agnes Water

In das winzige Städtchen Agnes Water kommt man am besten, um das Surfen zu erlenen. In der lokalen Surfschule Reef 2 Beach kostet die dreistündige Surflektion gerade einmal 17 AUD – sprich nur vier Euro pro Stunde! Der Gruppenunterricht findet am Hauptstrand von Agnes Water statt. Am Anfang lernt man die Grundlagen erst einmal am Strand, danach geht es ab in die Wellen. Die Surflehrer kümmern sich gut um einen, wenn man Hilfe braucht und am Ende schafft es eigentlich jeder, die leichten Wellen ganz zu Ende zu reiten. Durch meine Skateboarderfahrung viel es mir wirklich unglaublich leicht, weswegen ich mir am nächsten Tag gleich noch ein Board für die Hälfte des Tages ausgeliehen habe. Das kostete dann zwar 20 AUD, aber dafür konnte ich an eine Stelle mit ein paar mehr Wellen gehen.

Der zweite Surftag war durch die größeren Wellen wirklich deutlich schwieriger als der erste. Mich hat es unglaublich oft vom Surfbrett geschmissen. Das Aufstehen klappte ja meistens noch, aber irgendwann ging das Gleichgewicht flöten und ich landete im kalten Nass. Wenn es dann aber doch mal bis zum Ende der Welle geklappt hat, war ich umso stolzer.

Wer noch nie gesurft ist, sollte die Chance, die sich ihm in Agnes Water bietet, unbedingt nutzen. Nirgendwo anders in Australien bekommt man einen so günstigen Surfkurs! Online kann man Kurs im Übrigen noch günstiger ergattern. Bis auf 14 Dollar kann der Preis sinken. Manchmal ist der Kurs online aber auch teurer als direkt vor Ort!

Der Ort selbst ist für ein paar Tage auch schön anzusehen und man kann einen kleinen Ausflug zur nah gelegenen Town of 1770 unternehmen. Im Jahre 1770 – ja, der Name ist kein Zufall – ging dort der Kapitän James Cook das erste Mal in Queensland an Land. Die Straße von Agnes Water zur Town of 1770 heißt deswegen auch Captain Cook Drive.

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#212 Was man aus der Corona-Zeit fürs Reisen lernen kann

Dass es den Corona-Virus gibt, ist für das Reisen und für die gesamte Tourismus-Industrie natürlich erst mal richtig … suboptimal. Während der Ausgangsbeschränkungen ist mir aber bewusst geworden, dass uns diese Krise auch etwas beibringen kann.

Überall zeigen sich die Menschen plötzlich viel sozialer. Im Treppenhaus hängt plötzlich ein Zettel, ob jemand auf Nachbarschaftshilfe angewiesen ist. Ich hoffe natürlich sehr, dass dies nicht nur eine kurzfristige Entwicklung ist.

Was aber auch eine zwangsläufige Konsequenz ist? Man unternimmt viel weniger. Es geht nicht mehr zum Frühstücken in ein Café. Mittags geht keiner mehr shoppen und abends kann man seine Freunde auch nicht in der Bar treffen. Natürlich ist es schade, dass man diese ganzen Dinge nicht mehr machen kann. Gleichzeitig spart man sich damit aber auch eine Menge Geld ein. Auch schon vor der Coronakrise war ich mir immer bewusst, dass wir in einer absoluten Konsumgesellschaft leben. Ich probiere deswegen nicht immer gleich irgendwohin wegzugehen, wo man dann zwangsläufig Geld ausgibt. Es kann doch auch der nahe Baggersee sein. Oder die traumhafte Waldwiese mit wilden Blumen und Tieren ringsum.

Wenn du mal ein bisschen darauf achtest, was du mit Freunden machst und merkst, dass es nicht immer konsumlastig sein muss, sparst du dir bald viel Geld ein. Natürlich nur, wenn auch von den alternativen Beschäftigungsmöglichkeiten genauso begeistert bist, wie ich es bin. Die Corona-Pandemie hat uns sehr in unserem Konsumverhalten eingeschränkt. Ich für meinen Teil habe dabei fast keine negativen Einschränkungen verspürt. Klar, es wär schon schön gewesen, mal wieder ein paar Leute zu treffen oder einfach sich komplett frei wieder draußen bewegen zu dürfen. Alles in allem habe ich aber einfach meine Betätigungen ein bisschen umgelagert und hatte so trotz Ausnahmezustand keine Langeweile in den eigenen vier Wänden und konnte dabei auch noch eine Menge Geld einsparen, das ich jetzt stattdessen für (zukünftige) Reisen einplanen kann. Vielleicht nimmst ja auch du etwas Positives aus der Pandemie mit in deine Zukunft – diese Form von Geldsparen geht nämlich – und das ist das Wichtigste – auch ohne eine erzwungene Konsumauszeit.

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#210 Baggage Check-In? Nein, danke!

Wer beim Reisen ein wenig auf sein Geld achtet, kann öfter reisen. Wir probieren also an fast jeder Ecke zu sparen. Heute auf der Agenda: Billiges Fliegen.

Ich habe ja bereits darüber geschrieben, dass wir immer probieren, an Flugschnäppchen zu kommen. Unser Sparsinn hat uns beim Fliegen, aber auf eine weitere geniale Idee gebracht. Wieso immer für das aufgegebene Gepäck extra blechen? Wenn das Reiseziel und die Reisedauer es zulassen, fliegen wir nur noch mit Handgepäck.

Glücklicherweise ist mein 60L Backpack gerade noch klein genug, dass er von der Höhe als Handgepäck durchgeht. Voraussetzung ist natürlich, dass er nicht komplett vollgepackt ist. Dem kann man aber einfach entgegenwirken: einfach ein paar mehr Sachen anziehen! Kaum hat man die beiden Pullis und die Jacke aus dem Rucksack genommen, wirkt er schon nicht mehr so imposant. Bis jetzt hatte ich tatsächlich noch nie den Fall, dass ich den Backpack nachträglich noch hätte aufgeben müssen.

Das einzige Problem am Handgepäck ist, dass man aufpassen muss, was man mitnehmen darf und was nicht. Bei unserem Stativ lassen wir auf jeden Fall immer die Spikes für den besseren Halt daheim – das könnte dann doch fehlinterpretiert werden! Darüber hinaus ist man natürlich gerade bei den Flüssigkeiten eingeschränkt. Glücklicherweise brauche ich selbst nicht besonders viel. Ein bisschen Zahnpasta, Sonnencreme und eventuell mal Haargel ist genug. Falls Julia also mal mehr mitnehmen möchte, hab ich noch ein bisschen frei im 1L-Beutel. Das einzige, was ich durch die Handgepäckregeln wirklich nie mitnehmen kann, ist mein Rasiermesser. Aber Einmalrasierer gibt es ja fast überall zu kaufen und für die paar Tage/Wochen kann man das Haarproblem im Gesicht auch mal auf diese Weise lösen.

Falls das Handgepäck aber mal wirklich nicht ausreicht, kann man immer noch überlegen, ob gleich zwei Aufgabegepäckstücke auf einer Reise zu zweit nötig sind. Das Handgepäck ist auf unseren Reisen auf jeden Fall ein weiteres wichtiges Mittel geworden, ein bisschen mehr Geld zu sparen. Ein weiterer Vorteil? Wenn man dann doch mal mit Emirates oder einer ähnlichen Fluglinie verreist, fühlt sich das kostenlose Aufgabegepäck wie ein Stück Luxus an 😉

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#208 Warum ein 4WD das perfekte Geschenk für mich wäre

Immer wieder bin ich fasziniert von einer bestimmten Reisedestination und dann denke ich mir aber, dass das irgendwie keinen Sinn macht mit unserem Honda Jazz. Man müsste einen richtigen Fourwheel-Drive haben!

In Marokko waren wir zwar schon mit unserem Honda, aber da mussten wir uns eben auf die erschlossenen Gebiete beschränken. Nichts war es mit einmal querfeldein oder gar mit einer Fahrt in die unendliche Weite der Sahara. Für die Wüstentour mussten wir uns dagegen auf eine geführte Tour begeben – gar nicht unser Stil!

In Georgien war es zwar toll, trotzdem fast alles mit dem Auto erkunden zu können, aber anstatt immer in ein Tal hereinzufahren, um dann wieder umzukehren um ins nächste Tal zu fahren, macht einfach weniger Spaß, als wenn man die Rundwege über die Passstraßen fahren kann. Das hätte uns nicht nur einmalige Erfahrungen eingebracht, sondern auch noch dazu eine deutliche Zeitersparnis bedeutet!

Schon vor Jahren entstand die Idee, mit dem Auto nach Thailand zu fahren. Ja, das geht theoretisch schon ohne 4WD – es gibt dort unten ja auch einige Abenteurer mit einem in Deutschland zugelassenen Bulli. Aber ein Fourwheel-Drive ist meiner Meinung nach auf jeden Fall die bessere Wahl. Man kann einfach alles entlang des Weges machen und ist nicht nur auf asphaltierte und gekieste Straßen beschränkt.

Der Urlaub in die Mongolei ist an derselben Problematik gescheitert. Das Straßennetz der Mongolei ist gerade einmal 50.000 Kilometer lang und davon sind gerade einmal 2000 Kilometer asphaltiert. Zum Vergleich: Deutschland hat außerhalb von Ortschaften ungefähr 250.000 Kilometer an Straßen. Fast alle davon sind asphaltiert. Wenn man jetzt noch in Betracht zieht, dass die Mongolei mehr als vier Mal so groß ist…

Falls mir jemand also einen ganz großen Gefallen tun will – schenkt mir einen Fourwheel-Drive!!!

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#206 Dunk Island, Australia

Für die meisten Besucher der Ostküste Australiens ist auch ein Stopp in Mission Beach fällig. Mission Beach lockt vor allem mit seinem über zehn Kilometer langen Sandstrand. Wer es noch ein bisschen einsamer möchte, kann von Mission Beach aus den kompletten Strand entlang nach Süden gehen und dort auf Wanderung gehen. In South Mission Beach beginnt der Kennedy Walk zu den beiden absolut idyllischen und einsam gelegenen Buchten Lugger Bay und Kennedy Bay. Auf dem Weg hat man sogar die Chance Wallabies, Echidnas oder Kasuaren zu begegnen.

Wer sich eine noch einsamere Stranderfahrung wünscht, sollte der vorgelagerten Insel Dunk Island einen Besuch abstatten. Mit der normalerweise täglich fahrenden, privaten Fähre (das Mission Beach Dunk Island Water Taxi), die ab Mission Beach zur Insel übersetzt, bin ich damals auf die Insel gekommen. Aber im Gegensatz zu all den Tagesausflüglern, die mich begleiteten, bin ich auch Dunk Island über Nacht geblieben. Ganz im Westen gibt es eine kleine Bar, ein kleines Resort und den kleinen Campingplatz von Dunk Island. 2011 traf die Insel ein Zyklon und beschädigte das Resort schwer. Bei meinem Besuch 2016 war es immer noch geschlossen und so war ich nach der Abfahrt der Tagesausflügler ganz allein auf der Insel.

Zuerst machte ich mich an die Rundwanderung, die einmal quer durch den Westen der Insel führt. Ich stieg auf den höchsten Berg der Insel, wanderte durch das Palm Valley und genoss die wunderschönen Sandstrände in absoluter Ruhe. Abends wurde meine Inselidylle dann ein wenig gestört. Eine Gruppe Einheimischer setzte mit ihrem Boot über und feierte eine Barbecueparty auf die sie mich sofort einluden. Den Fisch angelten wir frisch aus der See und neben ein paar wirklich leckeren Exemplaren zogen wir dabei auch einen locker eineinhalb Meter langen Fisch heraus. Der war allerdings zu seinem Glück ungenießbar und schwamm so bald wieder in den Gewässern rund um die Insel.

Am nächsten Morgen ging es für mich dann noch einmal kurz an den Coral Beach, bevor mir das Water Taxi wieder aufgabelte. Der Coral Beach besteht, wie sein Name schon vermuten lässt, ausschließlich aus angespülten Korallenüberresten. Das Meer hatte dann noch einmal ein Highlight für mich im Petto. Unter absolut schrecklichen Schnorchelbedingungen – das Wasser war an diesem Tag recht unruhig – begegnete ich trotz einer Sicht von unter einem halben Meter meiner ersten Meeresschildkröte in freier Wildbahn. Mein Aufenthalt auf Dunk Island wird wohl für immer in meinem Gedächtnis bleiben und ich will auf jeden Fall noch ein zweites Mal vorbeischauen!

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#204 Naturverträglich Abspülen und Waschen

Auf längeren Reisen oder auf Reisen mit sehr wenig Gepäck kommt man schnell in die Situation, dass man nicht nur selbst mal wieder dringend eine Dusche bräuchte, sondern auch die immer dreckig werdende Kleidung. Wenn man im Hostel übernachtet, ist die Sache ganz easy. Mit ein bisschen Shampoo kriegt man die Haare schnell wieder geschmeidig und die Waschmaschine reinigt die Kleidung für ein paar wenige Euro. Im Zweifelsfall tut es das Shampoo unter der Dusche auch. Wie sieht es aber aus, wenn weit und breit kein Abfluss zu finden ist? Im Hostel wird dir das zwar nicht passieren, aber dafür umso wahrscheinlicher, wenn du viel wanderst oder weit ab vom Schuss unterwegs bist. Und falls dort überhaupt ein Campingplatz in der Nähe ist, heißt das noch nicht, dass er anständige Sanitäranlagen hat. In der Natur ist es auf jeden Fall im Sinne des Umweltschutzes eine riesen Schweinerei, sein handelsübliches Shampoo, Waschmittel oder Spülmittel zum Waschen zu benutzen. Wer sich also nicht daneben benehmen möchte, sollte sich schon im Vorhinein damit befassen, welche Lösungen auch in freier Wildbahn existieren.

Meine liebste Lösung ist eine sogenannte Outdoor-Seife. Das Tolle daran ist, dass sie meistens hochkonzentriert und sehr kompakt ist. Das bedeutet erstens weniger Gewicht und zweitens weniger Platzverbrauch. Das Beste daran ist natürlich, dass man auch in der freien Natur seine Sieben Sachen säubern kann, ohne ein schlechtes Gewissen zu bekommen. Die Seifen sind extra für die Anwendung in der Natur entwickelt worden, sind biologisch abbaubar und naturverträglich. Allerdings musst du trotzdem darauf achten, diese Outdoor-Spülmittel mit ausreichend Entfernung zu Wasserläufen, Seen oder zum Meer zu benutzen. Normalerweise reichen 50 oder 100 Meter. Die Tenside bedrohen leider selbst bei den Naturwaschmitteln die Wasserbewohner, wenn sie direkt ins Wasser geleitet werden. Ganz entspannt unter dem Wasserfall duschen, ist also weiterhin nur ohne Shampoo möglich.

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#202 Reisegefahren

Reisen ist nicht gerade ungefährlich. Glücklicherweise passiert aber dann doch die meiste Zeit nichts. Oder zumindest nichts allzu Schlimmes. Mein bisher „schlimmstes“ Reiseerlebnis hatte ich vor ziemlich genau vier Jahren in Australien.

Im März 2016 war ich gerade in Melbourne angekommen und war auf der Suche nach ein paar Leuten, die mit mir einen Wagen leihen wollen, um die Great Ocean Road nach Adelaide entlang zu fahren. Dort musste ich in einer guten Woche meinen Rückflug nach Hause erwischen. Glücklicherweise traf ich auf insgesamt acht Gleichgesinnte und wir machten uns mit zwei Mietwagen auf den Weg.

Die Great Ocean Road war wirklich eine super Erfahrung. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht und abends haben wir auf den freien Campingplätzen immer ein Lagerfeuer gemacht und zu Gitarrenmusik gesungen und gelacht. Das einzige Problem zu dieser Zeit waren meine Augen. Ich hatte keine frische Lösung für meine Kontaktlinsen mehr und hatte sie wohl ein bisschen zu lang benutzt. Ich bekam eine ausgewachsene Entzündung. Die folgenden zwei Tage verliefen für mich ein bisschen weniger lustig.

Ausgerüstet mit einem Kapuzenpulli und einer Sonnenbrille versuchte ich der Sonne so gut wie nur irgendwie möglich zu entkommen. Selbst durch die Sonnenbrille wurde ich so stark geblendet, dass ich gerade einmal zwei Meter weit vor mich schauen konnte. Bei einer Wanderung geschah es dann. Ich hing der Gruppe ein bisschen nach. Ich war vielleicht 15 oder 20 Meter hinter ihnen. Immer noch visuell stark eingeschränkt, den Blick immer fest auf den Boden vor mich geheftet, damit meine Augen nicht das Tränen anfangen. Und da sah ich sie: Eine waschechte Königskobra, die mitten auf dem Weg vor mir lag. Die anderen waren doch eben erst hier vorbei gekommen? Wie kann das überhaupt sein?! Glücklicherweise hat sich die Kobra aber genauso stark erschreckt wie ich mich auch. Nach einer langen Sekunde Augenkontakt verschwand sie ganz schnell wieder im Gestrüpp.

Auch wenn mir nicht wirklich etwas passiert ist, hätte das ganz schön ins Auge gehen können (Hach, wie ich Wortspiele liebe!). Ich für meinen Teil bin auf jeden Fall heilfroh, dass erstens die Schlange Reißaus genommen hat und zweitens, dass diese im Endeffekt doch recht harmlose Geschichte schon mein schlimmstes Reiseerlebnis war. Ich hoffe, das bleibt so!

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#200 Everybody’s free to wear sunscreen (Ein Lied von Baz Luhrmann)

Ein jeder weiß es. Ein jeder hat es schon tausend Mal gehört. Wer in die Sonne geht, sollte sich mich Sonnencreme einschmieren. Dass ich heute trotzdem ein weiteres Mal daran erinnern möchte, hat einen ganz speziellen Grund. Als Kind wurde mir immer gesagt, dass ich mich eincremen muss, damit ich keinen Sonnenbrand bekomme. Ich werde allerdings sehr schnell braun, weswegen ich auch äußerst selten einen Sonnenbrand bekomme. Selbst die australische Sonne hat das nur zwei Mal geschafft.

Was ich aber lange Zeit nicht wusste, ist, dass die Sonnencreme nicht nur vor einem Sonnenbrand schützen soll, sondern auch überhaupt vor der im Sonnenlicht befindlichen UV-Strahlung. Nur weil man keinen Sonnenbrand bekommt, heißt es nämlich nicht, dass die UV-Strahlung ungefährlich wäre. Sie ist hauptverantwortlich für die Bildung von Langzeitschäden wie Hautkrebs oder anderen lichtbedingten Hautschäden und ist deswegen unbedingt zu vermeiden. Dabei existiert die Gefahr der UV-Strahlung natürlich nicht nur im Urlaub sondern auch in unseren Gefilden.

Das heißt, gerade Menschen mit heller Haut sollten sich unbedingt immer eincremen und die Creme einziehen lassen, bevor man z.B. ins Wasser geht. Das schützt nicht nur die Gewässer, sondern garantiert auch einen besseren Schutz vor der Sonne. Auch wasserfeste Sonnencreme ist nicht vollständig wasserfest und sollte deswegen einziehen. Nach einem erfrischenden Bad oder bei längerer Sonnenexposition ist es sinnvoll, den Sonnenschutz zu erneuern.

Aber auch wenn man sich mehrmals eincremt, kann man nicht unendlich lange in der Sonne bleiben, ohne sich einen Sonnenbrand zuzuziehen. Auch Cremes mit Lichtschutzfaktor 50+ können nicht die gesamte UV-Strahlung abhalten und irgendwann wird es unserer empfindlichen Außenhülle einfach zu heiß. Deswegen heißt die Devise trotzdem noch die Mittagssonne zu meiden und sich bei starker Sonnenstrahlung vermehrt im Schatten aufzuhalten.

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Campingurlaub Reisen

#198 Gewürzauswahl für deine Campingreise

Auf Reisen mit dem Campingkocher befindest du dich sehr oft in der Situation, dass du keine allzu komplexen Gerichte zubereiten kannst. Die Möglichkeit, auf mehreren Platten zu kochen und dabei noch etwas im Backofen schmoren zu lassen, wie du es von zuhause kennst, hast du in der freien Wildbahn leider nicht. Gerade deswegen wird deine Gewürzauswahl umso wichtiger. Mit der richtigen Mischung kannst du den zuweilen einfachen Speisen den nötigen Pep verleihen und auch ein bisschen für Abwechslung sorgen.

Gewürze, die niemals fehlen sollten, sind natürlich Salz und Pfeffer – die Klassiker eben. Da Julia und ich sehr gerne asiatisch und/oder orientalisch kochen, haben wir auch immer Curry oder Kurkuma mit dabei, im besten Fall auch noch ein bisschen Chili. Seit unserem Aufenthalt auf Sri Lanka sind wir verrückt nach scharfem Essen! Wer ein bisschen mehr Gewürze auch noch unter bekommt, sollte auch noch Oregano für Pastas mitnehmen. Knoblauch und Ingwer – beide halten ja zum Glück auch lange Zeit – sind auch eine super Möglichkeit, um Abwechslung reinzubringen.

Gerade für Suppen, Reis und Couscous haben wir auch immer ein paar Brühwürfel mit dabei. Achte doch mal beim nächsten Besuch im Supermarkt darauf, welche Arten es alles gibt. Man kann auch ein paar experimentelle Brühwürfel mitnehmen. So viel Diversität bei so einer kleinen Größe kriegst du ansonsten nur sehr schwer.
Auch wenn die folgenden Dinge nicht wirklich mehr zur Kategorie Gewürz zählen, sind sie unabdingbar für eine leckere Campingkocher-Küche: Denke daran, ein bisschen Öl zum Anbraten mitzunehmen. Wenn du viel Platz hast, kannst du auch zwei verschiedene Öle mitnehmen. Ansonsten können optional auch Essig und Tee – einen Moment, ich habe mich gerade erinnert, dass ich meinen schon viel zu lange ziehen lasse – mit ins Reisegepäck.

Auch wenn ich liebend gerne immer gleich alle Gewürze mitnehmen würde, die in meiner Küche rumstehen, geht das auf den meisten Reisen leider nicht. Denk immer daran, dass du auf Reisen auch ein bisschen auf den gewohnten Komfort verzichten musst. Vor allem wenn du nur ein begrenztes Gepäckvolumen hast!

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#196 Deutschland gegen die Welt

Wann immer wir zu Hause feststecken, probieren wir den Alltag mit ein paar Ausflügen in die nähere Umgebung aufzupeppen. Mal geht es ins Mittelgebirge, mal an einen See. Ich kenne auch genügend Menschen, die der Meinung sind, dass ein Urlaub außerhalb Deutschlands für sie überhaupt nicht notwendig ist. Könnte ich mir ein Leben ohne Auslandreisen noch vorstellen?

Die klare Antwort ist: NEIN! Ich finde es ehrlich gesagt immer äußerst enttäuschend durch Deutschland zu reisen. Die Menschen sind deutlich öfter unfreundlich, als ich es vom Ausland gewöhnt bin. Von der Offenheit mal ganz zu schweigen! Darüber hinaus empfinde ich Deutschland als relativ eintönig. Es gibt zwar schon eine gewisse Diversität – der hohe Norden sieht jetzt nicht gerade wie das alpine Gebirge im Süden aus – aber es gibt trotzdem eine gleichbleibende Kontinuität. Die Deutschen ähneln sich untereinander mehr als ein Berliner und ein Münchner manchmal zugeben möchte.

Das Ausland dagegen reizt mit immer neuen Erfahrungen, mit Abwechslung und Abenteuern. Mal geht es in die wilde Natur, dann auf einen Erkundungstrip durch eine aufregende Metropole. Die unbekannten Sprachen, Kulturen und Gepflogenheiten kennenzulernen ist ein echter Genuss.

Wie sieht es jetzt aber mit kleineren Ausflügen zum Überbrücken von Reisepausen aus. Dort kann Deutschland für mich punkten. Ein Ausflug in die Berge zum Snowboarden oder Skifahren hört sich in meinen Ohren genauso gut an, wie in der Vulkaneifel in alten Kratern schwimmen zu gehen – das zweite steht übrigens noch auf unserer To-Do-Liste, seitdem ich vor ein paar Wochen von der Möglichkeit gehört habe. Ja, Deutschland hat auf jeden Fall auch seine Reize für mich, aber vor allem lokal beschränkt. Das heißt, ich werde dem Reisen ins Ausland wohl nie absagen können, aber ein paar mehr Trips innerhalb der heimatlichen Grenzen wäre auf jeden Fall auch ein erstrebenswertes Ziel.

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#194 Der frühe Vogel fängt den Wurm

Für die meisten Menschen gehört mindestens ein Sonnenuntergang zu einer erfolgreichen Reise mit dazu. Julia und ich sind auch begeisterte Sonnenuntergangsgucker und meistens sind wir dabei auch nicht allein. Unser Stativ und unsere Kamera erfreuen sich auch an den herrlichen Farben im Himmel.

Eigentlich finde ich Sonnenaufgänge aber noch viel schöner. Es ist viel weniger los, die meisten Menschen liegen noch faul im Bett. Genau das ist auch unser Problem. Wir sind absolute Langschläfer. Wenn wir auf Reisen sind, ist es zwar meistens nicht ganz so schlimm, aber für einen gelungenen Sonnenaufgang muss man schon eher zum Frühaufsteher mutieren. Das haben wir aber bis jetzt nur in absoluten Ausnahmen geschafft. Die erfolgreichste Früh-Aufsteh-Aktion war wohl die nächtliche Besteigung des Adam’s Peak in Sri Lanka. Mitten in der Nacht ging es los und nach über 5000 Treppenstufen standen wir pünktlich zum Sonnenaufgang oben auf dem Gipfel.

Mein Wunsch für die Zukunft ist, dass wir es ein paar Mal öfter schaffen, uns morgens aus dem Bett zu quälen, um den Aufstieg der Sonne mit zu erleben. Fotos von Sonnenuntergängen haben wir auf jeden Fall schon mehr als genug! Was mich auch sehr reizen würde, wäre eine Wanderung vor den ersten Sonnenstrahlen. In der Dämmerung hat man ja bekanntlich sehr gute Chancen, auf wilde Tiere zu treffen.

Ein weiterer entscheidender Vorteil am frühen Aufstehen ist, dass man als einer der ersten die später am Tag überlaufenen Sehenswürdigkeiten besichtigen kann. Nicht nur weniger Menschen machen sich auf den Fotos gut, auch das Licht der noch niedriger stehenden Sonne ist ansprechender, als wenn man erst gegen Mittag an Ort und Stelle aufschlägt.

Es gibt also viele gute Gründe, um im Urlaub auch mal den Frühaufsteher zu mimen. Ob wir daran bei immer noch bei unserer nächsten Reise denken? Wir werden ja sehen…

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#192 Campinggerichte: Eierspeisen

Klar, auf einer Wanderung haben nur die wenigsten Eier mit im Gepäck. Davon ausgenommen sind jetzt vielleicht die Sprichwörtlichen… Zurück zum Thema! Nicht nur Wanderer greifen auf einen Campingkocher zurück. Wenn wir Roadtrips unternehmen, dann bereiten wir fast jedes Essen auf dem kleinen, portablen Mini-Gasherd zu und mit dem Auto Eier zu transportieren ist ja zum Glück kein Problem. So können wir auf die unzähligen Essensvariationen mit Ei zurückgreifen und davon gibt es wirklich … unzählige!

Zum Frühstück gibt es immer mal wieder hart gekochte Eier oder ein bisschen Rührei. Mittags gibt es nach spanischem Vorbild im Plato Combinado Style ein Spiegelei als Beilage oder Pfannkuchen. Abends sind es dann Spaghetti Carbonara oder ein Kartoffel-Zwiebel-Ei-Tortilla. Dass das jetzt nur ein winziger Auszug der Möglichkeiten ist, wird wohl klar sein. Das Besondere ist aber auf jeden Fall, dass man Eier zu jeder Tageszeit in seine Gerichte verarbeiten kann. Falls du also den sicheren Transport arrangieren kannst, wird deine Küche mit einem flexiblen und leckeren Wundermittel ergänzt. Und falls du das wirklich auf keinen Fall hinbekommst, kannst du ja auch darüber nachdenken, direkt nach dem Einkauf die ganze Packung zu verarbeiten. Notfalls kannst du dir ja auch noch die letzten Eier als hart gekochten Proviant einpacken.

Anstatt jetzt die ganzen verschiedenen Gerichte zu beschreiben, will ich mich eher auf die allgemeine Zubereitung fokussieren. Das wichtigste meiner Meinung nach ist nämlich eine beschichtete Pfanne / einen beschichteten Topf für deine Eierspeisen mit im Gepäck zu haben. Nicht nur beim Anbraten von Fisch und Fleisch wird dir so das Abspülen erleichtert. Auch Eier lieben es, an blankem Metall regelrecht festzubacken. Als nützliche Gewürze bei Eierspeisen haben sich vor allem Salz und Pfeffer bewährt. Wenn du ein bisschen Milch auftreiben kannst, wird deine kulinarische Vielfalt gleich noch ein wenig ausgeprägter.

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#190 Campinggerichte: Brokkoli und Couscous

Da wir bisweilen doch recht häufig auch fleischhaltige Gerichte auf dem Gaskocher zubereiten, bin ich auch immer auf der Suche nach leckeren vegetarischen Rezepten. Eine Kombination, die mir in Spanien sehr gut gefallen hat, war gedünsteter Brokkoli, kombiniert mit gut gewürztem Couscous. Das mag sich jetzt im ersten Moment ein bisschen langweilig anhören, aber es hat überraschenderweise doch sehr gut geschmeckt. Wenn du die Möglichkeit hast, kannst du natürlich auch noch mehr Gemüse zubereiten und das Ganze ein bisschen aufpeppen!

Die Zubereitung ist ziemlich einfach. Man setzt Wasser auf und gibt noch einmal die Hälfte des Wasservolumens an Couscous dazu. Besser schmeckt es, wenn der Couscous ein bisschen Geschmack abbekommt. Ein Brühwürfel ist eine sehr einfache Möglichkeit, du musst allerdings aufpassen, dass er sich gut auflöst und verteilt. Ansonsten schmeckt der Couscous vor allem fad und an einer Stelle ist er absolut überwürzt. Achte darauf wirklich aktiv, dass passiert ziemlich schnell. Sobald der Couscous genug Wasser aufgesogen hat, dass die oberste Schicht nicht mehr nass ist, kann man den schon vorgeschnittenen Brokkoli auf den Couscous geben. Behältst du im Anschluss den Topfdeckel auf dem Topf, wird der Brokkoli lecker gedünstet. Nach ein paar weiteren Minuten ist das Essen komplett fertig.

Ein wenig besser wird das Ergebnis wahrscheinlich, wenn du einen zweiten Topf oder eine Pfanne hast. Sobald der Couscous zieht, kannst du dann im zweiten Kochset eine dünne Schicht Wasser zum Kochen bringen, den Brokkoli hineinlegen und ihn langsam andünsten. Falls das Wasser zu Neige geht, musst du einfach ein bisschen nachfüllen, damit kontinuierlich Wasserdampf aufsteigt. Falls du ein Sieb hast, mit dem du den Brokkoli über das Wasser hängen kannst, ist es noch ein bisschen leichter.

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#188 Kulinarische Spezialitäten: Essen vom Campingkocher

Damit wir auf unseren Reisen möglichst flexibel sein und auch noch Geld sparen können, haben wir unseren Honda Jazz ein wenig umgebaut. Die hintere Rückbank flog dabei raus und hinein kam eine selbstgezimmerte Holzkonstruktion samt Matratze. Wir schlafen deswegen während unserer Roadtrips vor allem auf Campingplätzen, Wohnmobilstellplätzen oder stehen frei.

Damit wir dabei nicht verhungern, ist natürlich auch immer unser Campingkocher mit im Gepäck. Da wir doch des Öfteren so unterwegs sind, haben wir auch immer mehr Erfahrung im Zubereiten von Speisen mit den limitierten Mitteln bekommen. Mittlerweile kann ich mich schon fast als Gaskocher-Sternekoch bezeichnen. Es ist wirklich unglaublich viel möglich, auch wenn man es nicht erwarten würde.

Unser Kochset besteht auf zwei Töpfen und den zwei zugehörigen Deckeln. Damit lässt sich schon ziemlich viel anstellen: Lachs mit Couscous, mexikanische Tacos, Pfannkuchen, jegliche Arten von Eier-Variationen, Nudeln mit verschiedenen Soßen, Reis- und Gemüsepfannen. Auf den ersten Reisen hatten wir nur eine Metallpfanne mit dabei. Damit war es dann aber wirklich schwierig, ansprechende Essen zu kreieren. Dagegen fühlt sich unser aktuelles Kochset wie eine Luxusküche an. Vor allem mit dem beschichteten Topf, mit dem man auch Fleisch oder Fisch anbraten kann, ohne dass man danach stundenlang schrubben muss.

Die spannendste Kochaktion war bis jetzt definitiv unsere mobile Fritteuse. Wir haben einen Topf einfach mit ungefähr einem Viertel Öl gefüllt, den Topf auf den Kocher gestellt und schon war die Fritteuse einsatzbereit. Die größte Angst dabei war, dass der Topf umfallen könnte. Keine schöne Vorstellung bei dem ganzen heißen Öl! Zum Glück ist aber nichts schief gegangen und so konnten wir ein herrliches Essen an einem einsamen Strand zu uns nehmen, während über uns Mond und Sterne funkelten.

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Reisen

#186 Wachsende Probleme auf Reisen

Während einer Langzeitreise können Probleme auftreten, die man vom normalen Urlaub her nicht kennt. Ein prominentes Beispiel sind gar klar die immer länger werdenden Haare. Natürlich gibt es im Ausland genauso Friseure wie bei uns auch. Die Preise sind meist sogar deutlich unter denen in Deutschland. Dafür muss man nicht einmal die EU verlassen. In Madrid habe ich sogar einen Friseur gesehen, bei dem der Männerschnitt nur 4€ gekostet hat. Frauen mussten mit 6,5€ aber auch nur unwesentlich mehr blechen! Das Problem dabei ist die oft existierende Sprachbarriere und natürlich will man auch nicht den absoluten Amateur erwischen. Mal ehrlich: Keiner will beim Friseur wohl zu große Experimente wagen.

Die Lösung dieses Problems liegt eigentlich näher, als man vielleicht vermuten mag. In diversen Reiseforen lese ich deswegen immer wieder Fragen nach einem reisenden Friseur, der gerade zufällig auch im gleichen Land und bestenfalls in der gleichen Stadt unterwegs ist. Jetzt magst du denken: „Ach komm schon. Wann hat man schon so viel Glück?“ Stimmt, ich hätte auch niemals erwartet, dass das Ganze klappt. Aber ich habe online schon oft das Gegenteil erlebt.

Meine Vermutung ist, dass die Friseure und Friseurinnen (ich würde ja immer noch Friseuse sagen, aber französisch ist wohl jetzt diskriminierend…) ihr Handwerkszeug mit auf Reisen haben, damit sie sich damit entweder ein kleines Taschengeld dazuverdienen können oder eben während einer länger anhaltenden Reise auch mal einen Kurzarbeitsjob aufnehmen können.

So oder so. Falls ihr das nächste Mal auf Reisen seid und weder den lokalen Friseurläden (Ha!) noch der eigenen Begleitung (Ein großes Danke an meine Haare schneidende Julia!) über den Weg traut, probiert es doch einfach mal aus. Im schlimmsten Fall wachsen die Haare ja wieder nach!

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#184 Mit dem Zelt unterm Arm

Mit dem Zelt in die weite Welt hinaus zu gehen und an all den schönen Orten entlang des Weges ein paar Tage entspannt zu campen. Das hört sich doch nach einer super Zeit an, oder etwa nicht? An meinen allerersten Campingurlaub erinnere ich mich gar nicht mehr. Kein Wunder. Als Kind kriegt man ja nicht immer alles mit und vor allem behält man nicht all die Erinnerungen im Kopf. An meine erste selbst organisierte Campingfahrt dagegen erinnere ich mich, als ob es gestern gewesen wäre. Zusammen mit Julia und unserem treuen Honda Jazz machten wir uns auf den Weg in Richtung Mittelmeer, genauer gesagt in Richtung Kroatien.

Als wir ohne feste Pläne über die Grenze kamen, verschlug es uns ziemlich schnell in Richtung Rijeka und von dort aus auf die Insel Krk. Dort war dann die ersten Male zelten angesagt. Von Krk aus ging es dann noch per Fähre auf die Nachbarinseln Cres und Mali Lošinj auf denen wir auch ausschließlich jede Nacht im mitgebrachten Zelt verbrachten. Der absolut schönste Campingplatz unserer Reise befindet sich in dem kleinen Dörfchen Valun, direkt am Meer. Das besondere an Valun ist, dass im gesamten Ort keine Autos erlaubt sind. Das macht den kleinen Fischerort zu einer ganz ruhigen und entspannenden Adresse.

Diese Ruhe und Entspannung sind das, was mir beim Campen allgemein auch am besten gefällt. Man erdet sich im wahrsten Sinne des Wortes. Man kommt runter und lässt den Alltagsstress daheim. Auch wenn man gerade bei einer Reise mit einem mobilen Untersatz nicht unbedingt auf das Campen angewiesen ist, ist es meiner Meinung nach fast immer die beste Option. Neben der Geldersparnis ist für mich persönlich auch der Lebensstil beim Campen einfach ein Genuss. Gibt es etwas Besseres, als mit einem Campingkocher bewaffnet den Strand unsicher zu machen, während die Sonne langsam am Horizont verschwindet?!

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#182 Reisegadget: Schlafmaske und Ohrenstöpsel

Ein dem Pfefferspray ähnlicher Lebensretter können die Ohropax auf Reisen sein. Es gibt nichts Schlimmeres, als nach einem anstrengenden Tag voll Fahrradfahren, Tauchen, Fallschirmspringen oder Faulenzen am Abend vom Schlafen abgehalten zu werden. Mal sind es die lauten Nachbarn, mal befindet man sich in einem überfüllten Hostel oder zwei Katzen haben vor dem offenen Fenster eine kleine Auseinandersetzung. Ohrenstöpsel mit im Reise- oder auch Businessgepäck mitzuführen ist auf jeden Fall immer eine gute Idee.


Das zugehörige Gadget – die Schlafmaske – kann dann weiterhelfen, wenn man entweder einen schlechten Reiseplan hat oder die Ohrenstöpsel die armen Hörmuscheln doch enttäuscht haben. Gerade überfüllte Busse, Züge oder Flugzeuge sind prädestiniert dazu als Schlafplatz für zwischendurch genutzt zu werden. Die Schlafmaske hilft nicht nur das Licht den Augen fern zu halten, sondern sperrt auch gleich die ablenkende Außenwelt mit aus. Man muss sich zuweilen zwar erst ein wenig daran gewöhnen, die Augen für einen Powernap zu schließen, wenn um einem herum sprichwörtlich die Post abgeht. Wenn man jedoch diese Fähigkeit erst einmal erlernt hat, möchte man sie nicht mehr missen. Ich will mir nicht vorstellen, wie ich ansonsten durch manche Reise torkeln würde!


Auch wenn Ohrenstöpsel und Schlafmaske mächtige Reisekumpanen sind, sollte man sich primär darum bemühen, Situation zu vermeiden, in denen sie zu Hilfe eilen können. Auf Reisen habe ich gelernt, dass ich dazu neige, mir zu viele Aktivitäten pro Tag vorzunehmen und irgendwann kommt dann zwangsläufig der Moment, an dem man einfach nicht mehr so kann, wie man wollte. Natürlich kann man sich nicht vor zufälligen nächtlichen Störungen wappnen, aber man sollte auch seine Tagesplanung so anpassen, dass man im Zweifelsfall auch mit etwas weniger Schlaf auskommt.

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#180 Reisegadget: Pfefferspray

Immer wieder hört man davon, wenn man auf Reisen ist oder man daheim mit Freunden seine Reiseerlebnisse austauscht. Jemand wurde auf einer Reise überfallen und ausgeraubt. Taschendiebstähle wie auf dem Fasching in Rio sind ja noch irgendwie in Ordnung. Natürlich ist es immer doof, wenn man beklaut wird, aber meistens sind es nicht so große Mengen, da man ja schon genügend oft dafür sensibilisiert wird. Besonders ärgerlich ist natürlich, wenn dabei die Kamera, das teure Smartphone oder gar Dokumente abhandenkommen. Nichtsdestotrotz ist es meiner Meinung nach deutlich schlimmer, ausgeraubt zu werden. Die Situation ist einfach deutlich unangenehmer und auch brenzliger.

Zum Glück ist es mir selbst noch nie passiert. Das liegt denke ich aber auch an meinen bisherigen Reisezielen. So richtig kriminelle Gefilde waren da noch nicht dabei. Das liegt aber auch vor allem daran, dass ich nicht besonders scharf darauf bin, einmal ausgeraubt zu werden. Aus diesem Grund habe ich mir auch schon oft Gedanken über die Thematik gemacht und habe mir selbst fest vorgenommen, mich dann gegebenenfalls auf alle Fälle vorzubereiten. Ich habe mich erkundigt und würde mich mit Pfefferspray ausrüsten. Auch wenn Julia und ich mit dem Auto unterwegs sind und viel Freistehen haben wir schon darüber nachgedacht, ob es nicht schlau wäre, Pfefferspray im Auto zu haben. Es kann ja doch immer irgendein Idiot vorbeikommen…

Das Hauptproblem an Pfefferspray ist allerdings die komplizierte Rechtslage. Eins schon einmal im Vorhinein. Der Gebrauch ist auf jeden Fall immer nur zur Selbstverteidigung erlaubt – also gegenüber Räubern wäre es in Ordnung. Gegenüber wilden oder gar tollwütigen Tieren im Zweifelsfall übrigens ebenso. Trotzdem ist es nicht so einfach mit dem Pfefferspray. In vielen Ländern ist es komplett verboten oder nur erlaubt, wenn man einen Waffenschein hat. Vor einer Reise müsste man sich also immer individuell erkundigen.

Auf der anderen Seite kann es auch eine Gefahr sein, wenn man sich wehrt. Gerade bei Räubern mit Schusswaffen würde ich das Spray niemals benutzen. Hier gilt ebenso der Grundsatz, dass das, was einem geraubt werden soll, niemals so wichtig sein wird wie das eigene Leben!

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#178 Reisegadget: schnell trocknendes Mikrofaserhandtuch

Auf Reisen habe ich eigentlich immer mein Mikrofaserhandtuch mit im Gepäck, dass ich als Jugendlicher mal von meiner Mutter bekommen habe. Ich muss auch wirklich zugeben, dass das eine super Idee meiner Mutter war! Das Handtuch ist in vielerlei Hinsicht echt spitze:
Da das Handtuch aus Mikrofaser sehr, sehr viel dünner verglichen mit herkömmlichen Handtüchern ist, ist das Gewicht deutlich geringer. Das ist natürlich super, vor allem wenn man mit dem Backpack unterwegs ist. Dort kann das Handtuch auch mit seinem geringen Volumen überzeugen. Ich schätze mal, dass ein normales Handtuch der gleichen Größe ungefähr das dreifache Volumen verbrauchen würde. Das ist natürlich ein enormer Unterschied, wenn man nur wenig Platz zum Packen hat. Das wichtigste Merkmal ist allerdings, dass das Mikrofaserhandtuch extrem schnell trocknet. Das ist einerseits durch die geringe Dicke, andererseits auch durch die verwendeten Mikrofasern bedingt. Auch das ist zum Beispiel bei einer Reise mit dem Backpack einfach klasse. Hätte ich das Handtuch nicht, würde ich mir ansonsten bei einem Unterkunftswechsel immer Sorgen machen, dass meine Sachen anfangen zu müffeln. Morgens nach dem Duschen hat ein Standardhandtuch einfach nicht genügend Zeit, um ausreichend zu trocknen, bevor man auschecken muss. Für die Kategorie Mensch, die schon abends duscht, ist dieser Punkt natürlich eh irrelevant.

Wenn du jetzt glaubst, dass bei diesen tollen Eigenschaften der Preis unglaublich hoch sein muss, hast du dich zum Glück getäuscht. Ausreichend gute Mikrofaserhandtücher gibt es zum Beispiel beim Decathlon für unter zehn Euro. Online gibt es natürlich auch jede Menge verschiedener Angebote.

Der einzige negative Aspekt an den Mikrofaserhandtüchern ist meiner Meinung nach, dass das Abtrocknen nicht so angenehm ist. Ich kann es nicht einmal genau benennen, was es ist. Ein 0815-Handtuch fühlt sich aber einfach besser auf der Haut an. Nichtsdestotrotz möchte ich mein Mikrofaserhandtuch auf Reisen nicht mehr missen.

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#176 Private Apotheke auf Reisen

Im Ausland kann es schnell mal passieren, dass der Magen rebelliert. Normalerweise hält dieser Umstand glücklicherweise nur ein paar Stunden bis Tage an. Für den Notfall habe ich aber trotzdem immer ein Medikament dabei, das auch den unruhigsten Magen wieder besänftigen kann. Ein länger anhaltender Nährstoff- und Wasserverlust ist durchaus nicht zu unterschätzen!

Damit man in solchen Fällen nicht sofort zum Arzt rennen muss, nehme ich auf Reisen immer eine Reiseapotheke mit. Ich habe Medikamente für gängige, leichte Erkrankungen dabei. Darunter fallen abhängig vom Reiseziel und der Reiselänge Halsschmerzbonbons, Medikamente gegen Fieber und Husten, zwei verschiedene, am besten fiebersenkende Schmerzmittel (auf keinen Fall Aspirin bei Gefahr von Dengue-Fieber), die anfangs erwähnten Magen-Darm-Medikamente und mein Notfallset gegen Wespenstiche. Auf die reagiere ich nämlich allergisch. Das Gute an diesem Set ist, dass ich auch immer eine Notfallladung Antiseptikum und Adrenalin im Gepäck habe. Benutzen will ich den Adrenalinstift, den ich mir in den Oberschenkel rammen müsste, aber doch lieber nicht. Für kleinere Blessuren habe ich auch ein Notfall Verbandset mit dabei.

Beachten muss man bei der Reise eigentlich nur, dass die meisten Medikamente nicht zu hohen Temperaturen ausgesetzt werden sollten. Notfalls muss man sie ab und an auch mal erneuern. Die zweite wichtige Besonderheit beim Reisen mit Medikamenten sind die Einfuhrbestimmungen der Reisedestinationen. Wenn auch die meisten Länder eine Reiseapotheke ohne Einschränkungen zulassen, kann es auch immer wieder vorkommen, dass ein bei uns völlig frei erhältliches Medikament in einem anderen Land verboten ist. Fälle von festgesetzten Reisenden sind mir zum Beispiel von Georgien und den Vereinigten Arabischen Emiraten bekannt. Um auf Nummer sicher zu gehen, lasse ich mir von meiner Hausärztin immer ein Reiserezept ausstellen, das die Mitnahme von bestimmten Medikamenten mit Mengenangabe und Anwendungsgebrauch erklärt. Damit gehe ich dann bei der Einreise zum Zoll und hole mir ein paar komische Blicke ab. Normalerweise interessiert die Liste keinen. Bei der Anreise am Flughafen Dubai wurde aber zum Beispiel jedes einzelne Medikament auf verbotene Inhalte hin überprüft.

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#174 Verbandsmaterial für den Notfall

Da auf Reisen immer etwas passieren kann und ich ja sowieso gerne ein bisschen abenteuerlustig bin, habe ich in meinem Backpack immer ein medizinisches Notfallset dabei. Ich rede gerade nicht von der Reiseapotheke, es geht um eine kleine 1L-Plastiktüte mit Zippverschluss in der sich all die Sachen befinden, die man benötigt, um kleine bis mittlere Verletzungen zu verbinden.

Neben den einfachen Sachen wie normalen Pflastern, Blasenpflastern (auch für Verbrennungen) und ein bisschen Tape nehme ich auch immer ein bisschen erweitertes Verbandszeug mit. So habe ich stets mehrere Mullbinden, zwei starke Verbände, Desinfektionsmittel und eine Rettungsdecke mit im Gepäck. Eine winzig kleine Tube mit Sonnencreme hat auch noch etwas Platz gefunden.

Das Verbandszeug nehme ich vor allem deswegen mit, da ich auch gerne Wandern gehe und abseits der Touristenpfade unterwegs bin. Durch meine Schulsanitäterausbildung habe ich auch ein wenig Erfahrung in der Behandlung von Verletzungen. Die Mullbinden könnte ich im Fall der Fälle auch zur Stabilisation eines offenen Bruches nehmen oder zu einem Druckverband umfunktionieren. Die Rettungsdecke schützt vor dem Auskühlen, wenn man ein paar Stunden auf Hilfe warten müsste.

Ein weiterer großer Vorteil eines solchen Notfallsets ist der, dass man nicht sofort bei jeder kleinen Verletzung auf einen Besuch beim Arzt angewiesen ist. Die Wunddesinfektion kann ich selber übernehmen und auch bei den medizinischen Artikeln muss ich nicht auf die hoffentlich vorhandene Sterilität im ausländischen Medizinsektor vertrauen.

Bis zum heutigen Tag ist mir zum Glück noch nie etwas Ernsthaftes passiert. Klar, ich hatte mal die eine oder andere kleinere Verletzung oder musste Wunden desinfizieren. Als mich in Australien zum Beispiel ein paar hinterhältige Blutegel anfielen, war ich auf jeden Fall ziemlich froh um das Desinfektionsmittel. Auch wenn nicht abschließend geklärt ist, ob und welche Krankheiten diese kleinen Biester übertragen. Die größte Gefahr droht vonseiten der offenen Wunden. Alles in allem fühlt es sich aber deutlich besser an, auch für schlimmere Fälle gewappnet gewesen und auch in Zukunft bereit zu sein.

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#172 Campinggerichte: Nudelsuppe

Wenn es auf dem Gaskocher mal so richtig schnell und einfach gehen soll, empfehle ich dir eine einfache Nudelsuppe. Wenn du ganz faul bist, kannst du dir einfach eine asiatische Instant-Suppe aus dem Supermarkt holen. Das Angebot ist ja wirklich riesig und man kriegt sie fast überall. In diesem Fall musst du wirklich nur noch ein bisschen Wasser aufkochen und dann entweder das kleine Päckchen in den Topf leeren oder das Wasser in den Fertig-Becher schütten. Nach ein bis zwei Minuten Wartezeit heißt es dann schon: Voilà, fertig ist das chemische Instantessen. Falls du dich jetzt verurteilt, fühlst keine Sorge. Wir haben das auch schon ein paar Mal so gemacht.

Die bessere Variante ist es aber, sich die Nudelsuppe wenigstens selber zu machen. Das Wasser muss man natürlich auch bei dieser Variation aufkochen. Dazu gibst du am besten einen Brühwürfel. Hühnchensuppe mag ich persönlich sehr gerne. Alternativ würde ich zu einem Gemüsebrühwürfel raten. Wenn du ganz fleißig bist und die Umstände es erlauben, kannst du natürlich auch den Suppen-Geschmack selbst herstellen. Wir haben aber wirklich in den seltensten Fällen Zugriff auf so viel unterschiedliches Gemüse, wenn wir mit dem Campingkocher unterwegs sind. Ins kochende Wasser musst du anschließend nur ein paar kleine, dünne Nudeln oder spezielle Suppennudeln geben und etwas köcheln lassen. Fertig ist die leckere Suppe.

Was an dem Gericht super ist, ist, dass es wenig Aufwand braucht, nur ganz kurz dauert und man gut gestärkt daraus hervor geht. Neben den Kohlenhydraten in den Nudeln verhelfen dir vor allem die Flüssigkeit und die Elektrolyte wieder zu neuer Energie. Da die Anzahl der Zutaten sehr überschaulich sind, wenig wiegen und auch wenig Platz verbrauchen, ist eine Nudelsuppe deswegen ein ideales Essen auf einer Mehrtageswanderung. Verdammt, jetzt habe ich schon wieder Hunger…

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#170 Ein ganzes Jahr Reisen – das Sabbatical stellt sich vor

Die eine 40 Stunden Woche jagt die nächste. Der Urlaub für dieses Jahr ist leider schon wieder aufgebraucht und es sind noch etliche Monate bis Silvester? In dieser Situation steckt man als Arbeitnehmer immer wieder und liest daheim am wohl erkämpften Wochenende auf den ganzen Blogs von Leuten, die nicht nur ein, zwei oder drei Wochen unterwegs sind. Im besten Fall ist es gleich das ganze Jahr. Um das auch mit einem normalen Job hinzubekommen, ist es aber keinesfalls nötig, gleich den Job hinzuschmeißen und den nächsten Flug zu nehmen. Es ist auch nicht nötig, zum digitalen Nomaden umzuschulen. Man kann auch mit seinem Chef über ein Sabbatical reden.

Die Idee des Sabbaticals kommt ursprünglich aus den Vereinigten Staaten. Es ging dabei um ein Forschungs- oder Freisemester während des Studiums. Heute steht der Begriff eher für ein freies Jahr, während dem man seine Träume verwirklichen kann.

Damit diese Träume Wirklichkeit werden können, ist es unabdingbar, mit dem Arbeitgeber über seine Pläne zu sprechen. Wie kann der Plan in die Realität umgesetzt werden? Können zum Beispiel über ein oder mehrere Jahre Überstunden angesammelt werden und nach dem freien Jahr die restlichen abgebaut werden? Wie sieht es mit dem Gehalt aus? Bleibt das Einkommen über die Gesamtzeit konstant oder weicht es im Sabbatical ab? Kann das Gehalt im Vorjahr gesenkt werden, sodass im Sabbatical-Jahr die gleiche Summe weiter ausgezahlt werden kann?

Natürlich ist ein Sabbatical nicht mit jedem Job vereinbar und auch der Chef muss mitspielen. Für Selbstständige sieht das Ganze sogar noch schwieriger aus. Ohne eine exzellente Vertretung ist es höchstwahrscheinlich unmöglich, das Geschäft für eine so lange Zeit beiseitezulegen. Für wen der Wunsch nach einem Jahr oder auch nach ein paar Monaten absoluter Freiheit in Erfüllung geht, sollte sich deswegen wirklich glücklich schätzen. Die Welt hält so viele Abenteuer bereit!

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#168 Mit dem Fahrrad nach … Ja, wohin eigentlich?

In einem Lied der Wise Guys kommt auch der folgende Abschnitt vor:
„Mach doch einfach mal ne Fahrradtour, am besten bis nach Singapur“.

Die Idee ist doch ehrlich gesagt klasse. Auch wenn wir bisher meisten mit dem Auto unterwegs sind und uns auf ausgedehnten Roadtrips pudelwohl fühlen, könnte ich mir so eine Fahrradreise doch auf jeden Fall vorstellen. Klar, beim ersten Mal sollte vielleicht nicht gleich so ein weit entferntes Ziel gewählt werden, aber wenn man mal ein paar Touren hinter sich hat… Wieso denn nicht?

Bei diesem Thema fällt mir immer sofort eine Begegnung in Albanien ein. Wir hatten am späten Abend gerade die Grenze von Nordmazedonien überquert und waren bei der Suche nach einem existierenden Campingplatz kläglich gescheitert. Auch wenn auf Google Maps insgesamt fünf Optionen angezeigt wurden – an keinem der Orte gab es einen Campingplatz. Uns blieb also nur übrig, zur nächsten Stadt zu fahren und dort nach einer Unterkunft zu suchen. Wir hatten Glück und fanden bald ein Hostel, bei dem wir zu unserer Freude sogar einfach im Hof stehend im Auto übernachten durften. Zu einem günstigeren Preis versteht sich. Dafür gönnten wir uns am Morgen dann mal den Luxus, dass wir unser Frühstück nicht selber zubereiten mussten. Beim Frühstücken lernten wir sie dann kennen.

Die aus fünf Personen bestehende Reisegruppe kam ebenso aus Deutschland, war aber im Gegensatz zu uns mit dem Fahrrad unterwegs. Wir fragten sie ein wenig aus und da erzählten sie uns von ihrem Reiseziel. Es war zwar nicht Singapur, aber genauso weit entfernt: Kapstadt! Wir waren natürlich total verblüfft. Mit dem Fahrrad Afrika durchqueren? Das hört sich ziemlich spannend, um nicht zu sagen furchteinflößend an! Die Radlergruppe zeigte sich aber guter Stimmung. Sie hatten ja alle ein ganzes Jahr Zeit. Manche hatten ein Sabbatical eingelegt, die anderen hatten ihren Job an den Nagel gehängt oder gerade ihr Studium abgeschlossen. Die Entscheidung nach Kapstadt zu fahren, fiel ihnen übrigens ganz spontan auf dem Weg nach Griechenland ein. Ich hoffe auf jeden Fall sehr, dass sie ihr Ziel – auch wenn es sich noch einmal geändert haben sollte – heil erreicht haben!

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#166 Das perfekte Ziel für die Flitterwochen

Wenn man an Hochzeitsreisen denkt, schwebt den meisten Paaren eine Reise auf die Malediven, ein Luxushotel an einem karibischen Traumstrand oder sonst eine Reise gepaart mit azurblauen Meer und weißgelbem, ganz feinem Sandstrand. Auch wenn ich dem Charme dieser Reisen ein wenig nachvollziehen kann, bin ich mir in den letzten Jahren immer unsicherer geworden, ob ich auf diese Art verbrachte Flitterwochen nicht ganz grausig finden würde. Ich habe immer mehr die Erfahrung gemacht, dass die teuren Hotels dann doch nicht so toll sind, wie die Werbung und der hohe Preis es vermuten lassen.

In der Zwischenzeit höre ich auch immer wieder von vielen anderen, für mich viel spannender klingenden Alternativen. Ein Paar verschlägt es auf eine abenteuerliche Safarifahrt durch Afrika, das nächste steckt den Haufen Geld lieber in eine rudimentäre Fahrt in die Antarktis. Andere gehen es komplett anders an. Es muss doch nicht immer so ausgefallen sein. Man kann doch auch für ein paar Wochen über die Azoren wandern oder mit der Fähre von einer zu der anderen griechischen Insel hüpfen. Das hört sich doch auch alles nach einer tollen Hochzeitsreise an! Aber ist es dann überhaupt noch besonders, wenn sich die Reise im Wesentlichen nicht mehr von den anderen abenteuergefüllten Reisen unterscheidet?

Was ich auf jeden Fall gelernt habe, ist, dass man immer seinen eigenen Weg gehen muss. Es ist komplett egal, was gang und gäbe ist. Was die anderen machen, machen nun mal die anderen. Wer den schönsten Urlaub seines Lebens erleben will oder in unserem Fall vielleicht auch den entspannendsten muss tief in sich hinein horchen und dann entscheiden. Wohin es Julia und mich eines Tages treiben wird, steht bis jetzt noch in den Sternen. Aber schon jetzt weiß ich, dass ich zumindest die richtige Frau für die perfekten Flitterwochen längst gefunden habe.

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#164 Campinggerichte: Griechischer Bauernsalat

Wenn du deinen Campingkocher mal in Frieden lassen möchtest und etwas Grünzeug vernichten möchtest, musst du nicht anstelle des Campinggases den nächsten Wald anzünden. Du könntest dir auch einen Salat zubereiten. Zugegebenermaßen habe ich früher Salat so überhaupt nicht leiden können. Auch heute bin ich wohl noch nicht ganz normal. Ich mag Salat nur ohne Dressing! Verrückt oder?! Der erste Urlaub, in dem Salat dementsprechend wirklich gerne gegessen habe, war die Reise in die Türkei. Als ich dann letztes Jahr in Griechenland auch die Erfahrung machte, dass die Salate meistens ohne Dressing serviert werden, habe ich mir den typisch griechischen Salat genauer angeschaut.

Beim typisch griechischen Salat handelt es sich um einen Bauernsalat. Für eine Portion, von der ich anständig satt werde, brauche ich 100g Fetakäse, 150g schwarze Oliven, 2 Tomaten, eine halbe rote Paprika und einen halben Eisbergsalatkopf. Optional, um es etwas originaler zu gestalten, kannst du auch etwas Gurke und eine kleine rote Zwiebel mit in den Salat geben. Falls du auf ein Dressing bestehst, kannst du neben dem Oregano, der auf den Fetakäse gehört, auch ein bisschen Olivenöl und eine Prise Salz hinzufügen. Ich selbst verzichte darauf aber lieber.
Was mir am griechischen Bauernsalat besonders gefällt, ist seine Abwechslung. Jeder Bissen schmeckt wieder ein bisschen anders und alle Zutaten schmecken mir auch im Einzelnen. Der perfekte Salat für mich sozusagen. Seit dem Besuch im wunderschönen Griechenland verdrücke ich auf jeden Fall ein bis zwei solcher Salate pro Woche! Falls du diesen Salat noch nie gegessen hast, solltest du ihn also auch unbedingt einmal ausprobieren. Ich persönlich habe mich auf jeden Fall in ihn verliebt!

Noch eine kleine Randnotiz: Wenn du denkst, du kennst den Salat bestimmt schon vom Griechischen Restaurant in Deutschland, dann hast du dich geschnitten! Bei uns servieren sie leider immer einen Krautsalat, der in den meisten Fällen auch ein Dressing beinhaltet. In Griechenland ist mir dieser Salat tatsächlich so nie unter die Augen gekommen.

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#162 Reisegadget: Taschenmesser

Naja, was soll ich sagen? Eine Reise ohne Taschenmesser ist doch keine echte Reise?! Ok, ich weiß. Auch auf meinen Reisen ist es nicht immer mit dabei. Wenn wir nur mit Handgepäck im Flugzeug verreisen, kann es leider nicht mitkommen. Ansonsten befindet es sich aber wirklich auf jeder Reise mit im Gepäck.

Das Schreiben dieses Artikels kommt mir schon fast lächerlich vor, so selbstverständlich ist bei uns das Taschenmesser mit dabei… Ich denke, es ist am besten, die vielen, verschiedenen Einsatzmöglichkeiten vorzustellen und damit auch die letzten Zweifler zu überzeugen 😉
Wer gerne Lagerfeuer macht, kann damit Spieße sägen und schnitzen. Das Fleisch und die Beilagen kann man natürlich auch herrichten. Generell eignet es sich auch super für Brotzeiten oder als Unterstützung beim Kochen.

Kleine Reparaturen sind ab sofort kein Problem mehr: Beim Scheinwerferwechsel kann man super einfach die Stopfen lösen, die die Radkastenverkleidung an der Karosserie befestigen. Mit den Schraubenziehern kann man lockere Schrauben wieder festziehen (manche Schlösser in Unterkünften schließen, dann auch wieder richtig).
Die Schere kann aushelfen, wenn man mal eine Wunde versorgen muss. Pflaster, Mullbinden und Verbände können zugeschnitten werden. Der Korkenzieher oder der Flaschenöffner kann beim entspannten Beisammensitzen helfen – oder um dem Freund die Augen auszustechen, weil er der anderen Frau am Strand zu lang nachgeschaut hat. Keine persönliche Erfahrung! Was ich mit dem letzten Beispiel ausdrücken wollte: Nehmt das Ding mit. Ihr kommt in eine Situation in der ihr es gebrauchen könnt und nein, in Beziehungskrisen sollte ausnahmsweise nicht darauf zurückgegriffen werden 😉

Abschließend noch eine kleine Anmerkung zum Kochen: Ananas geht übrigens auch super, obwohl das Messer ja viel zu kurz ist. Immer im Kreis schneiden, sodass die Scheibe nur noch in der Mitte an der Ananas fest ist. Dann eine kleine Raute um den Strunk schneiden und die Scheibe halbieren. Voilà: Mundgerechte Stücke, die man einfach abessen kann.

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#160 Mit dem Auto bis zur Sahara

Viele schauen uns ungläubig an, wenn wir ihnen erzählen, dass wir Marokko mit dem eigenen Wagen besucht haben. Für uns war es aber wie selbstverständlich, als wir während unseres ERASMUS Studiums in Madrid bemerkten, dass wir zwei ganze Wochen frei haben. Nach einem kurzen Gespräch mit den nötigen Professoren und wir konnten sogar eine weitere Woche dranhängen – ob das auch in Deutschland geklappt hätte?

Von Madrid aus ging es für uns in Richtung Algeciras. Die spanische Hafenstadt liegt genau neben Gibraltar. Von dort aus ging es mit der nächsten Autofähre vorbei am Felsen von Gibraltar hinüber auf den afrikanischen Kontinent. Vorerst blieben wir aber noch in der EU. Wir legten nämlich in der spanischen Exklave Ceuta an. Wie wir erwartet hatten, war das auch gar keine schlechte Idee. So konnten wir uns ein bisschen schon an Afrika gewöhnen, bevor wir uns am nächsten Tag auf den Weg zur marokkanischen Grenze machten. Direkt nach dem Grenzübertritt erworben wir noch spontan eine Versicherungspolice, da wir leider erst auf der Fährfahrt bemerkt hatten, dass unsere grüne Versicherungskarte zwar in Nordmazedonien (MK), aber nicht in Marokko (MA) gilt. Das hatten wir doch glatt übersehen!

Die Fahrt durch Marokko verlief dann aber komplett problemlos. Die Straßenbedingungen sind natürlich nicht mehr ganz europäisch, aber daran haben wir uns schnell gewöhnt. Während unserer zwei Wochen in Marokko haben wir zwar bei Weitem nicht alles sehen können, aber wir sind mit unserem Honda immerhin bis an die Wüste herangekommen. In die Wüste ging es dann aber doch mit einem echten Fourwheel-Drive.

Neben der Sahara – was im Übrigen ein großartiges Erlebnis war – haben wir noch die Hauptstadt Marrakesch und die Städte Ouarzazate, Rabat, Meknès und Tanger besucht. Auf dem Weg haben wir natürlich auch immer wieder gehalten und so viel mitgenommen, wie es nur ging. Ein echter Roadtrip halt!

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#158 Faszination Welt

Weltkarten haben mich immer schon fasziniert. In meiner Jugend habe ich probiert, mir so viele Ländernamen wie nur möglich zu merken und die passenden Hauptstädte am besten gleich mit dazu. Da fällt mir ein: Auch ein paar Hauptstädte der bekannteren Länder sind ein bisschen verzwickt. Lust auf einen kleinen Test?
Was ist die Hauptstadt von …
… Australien
… den USA
… Island
… der Schweiz
… Argentinien

Die Auflösung lautet in richtiger Reihenfolge: Canberra, Washington D.C., Reykjavik, Bern und Buenos Aires. Wenn ich heute aber einen Blick auf die Weltkarte werfe, schießen mir andere Dinge durch den Kopf: „Mensch, die Welt ist einfach viel zu groß, um alles in einem Leben sehen zu können.“ oder „Es sieht ja gar nicht so weit aus. Vielleicht können wir auch das Land noch mit einem Roadtrip erkunden“. Die liebste Frage ist aber immer die, welches Land ich als Nächstes bereisen könnte. Was ist derzeit sicher? Wo verhindern derzeit keine Hurrikans, Monsum-Regenfälle oder Mückenplagen das Reisen?

Zwischen dem Schreibtisch von mir und Julia hängt seit beinahe zwei Jahren eine Weltkarte. Eine, bei der man all die Länder freikratzt, in denen man schon war. Irgendwie sind wir aber immer noch nicht dazu gekommen, all die Länder freizulegen. Bis jetzt sind es nur Spanien, Portugal, Georgien, Marokko, Kuba und Sri Lanka. Wir haben also durchaus noch Arbeit vor uns. Mal sehen, ob erst die nächste Reise oder das überfällige Freikratzen auf dem Programm stehen. Ich hab da so ein Gefühl…

Damit wir nicht komplett in Rückstand geraten, haben wir uns aber auf eine Abmachung geeinigt. Wir kratzen nur die Länder frei, in denen wir beide schon zusammen waren. Australien und manch anderer Staat müssen also noch ein bisschen auf einen zweiten Besuch von mir und den ersten von Julia warten. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf ein baldiges Wiedersehen!

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#156 Sonnenstürme

Wenn man vor lauter Sternen den Himmel nicht mehr sehen kann und dann noch die Luft zu flackern anfängt, können nur ein paar wenige Sachen dafür verantwortlich sein. Entweder man hat zu tief ins Glas geschaut, man hat sich ein paar unangenehme Freunde gemacht oder man befindet sich in der Nähe des Polarkreises. Von den vorgestellten Optionen ist wohl die letzte die zu bevorzugende. Die Nordlichter einmal in live zu sehen – das ist doch der Traum von jedermann!

Die Nordlichter entstehen, wenn kleine Partikel aus dem Weltraum in unsere Atmosphäre eindringen und verglühen. Die Quelle dieser Partikel ist unsere Sonne. Bei sogenannten Sonnenstürmen werden Partikel in die Weiten des Weltraums geschleudert. Da das Magnetfeld der Erde von den beiden Polen ausgeht, ist das Phänomen der Nordlichter in der Nähe der Polkappen am ausgeprägtesten – die Partikel verglühen in geringerer Höhe. Je weiter man sich von ihnen entfernt, desto schwächer werden die leuchtenden Farben am Himmel. Aber nicht nur die Orte sind relativ abgelegen, auch die Temperaturen sind meist nicht angenehm. Was muss nämlich noch erfüllt sein, dass man die glühenden Teilchen bestmöglich sieht? Es muss dunkel sein und das geht natürlich am besten im Winter. Vor allem da die Sommer am Pol ziemlich hell sind und so gut wie gar nicht die Sonne untergeht. Im Winter ist es aber saukalt – keine gute Jahreszeit, um Länder zu bereisen.

Das Problem an den Nordlichtern ist also vor allem, dass man, um sie zu sehen, gezielt eine eigene Reise in die Kälte unternehmen muss. Ob in Richtung Norden oder Süden ist übrigens egal. Man muss nur nah genug an den Nord- beziehungsweise Südpol kommen. Oder einfach ein bisschen mehr Glück haben. Manchmal sieht man das Himmelsspektakel sogar noch in mitteleuropäischen Gefilden. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte also eine Reise auf sich nehmen. Nicht nur die Sonnenstürme (die Quelle der Weltraumpartikel), sondern auch das Wetter und die Lichtverschmutzung müssen schließlich stimmen. Bei einem zweiwöchigen Aufenthalt im hohen Norden sollte aber zumindest eine Sichtung garantiert sein.

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#154 Eiszeit oder nur Winter in Finnland?

Wenn es im tiefen Winter in den hohen Norden verschlägt, den erwartet meisten eine eisige Kälte. Ob die Winterjacke ausreicht, ist eher zu bezweifeln. Man sollte, wenn vorhanden, gleich an die Skiunterwäsche denken und natürlich auch einen Schal, eine Mütze und ein Paar Handschuhe mit einpacken. Jetzt ratet mal, was ich bei meinem letzten Besuch in Finnland vergessen hatte? Naja, so ziemlich alles von dem, was ich eben aufgezählt habe. Zum Glück war es allerdings schon März und mein Kumpel, der ein ERASMUS Semester in Finnland verbrachte, hatte noch ein paar Sachen für mich über.

Nach meiner Landung in Helsinki erkundigte ich die Hauptstadt Finnlands aber noch in eher dürftig geeigneter Bekleidung. Die sieben Stunden Aufenthalt, bis mein Bus nach Seinäjoki abfuhr, hab ich nur mit zwei Zwischenstopps in zum Glück gut gewärmten Gaststätten überstanden. Die 350 Kilometer im zweistöckigen Bus waren dagegen ein echter Genuss. Ich hatte Glück und ergatterte mir im oberen Geschoss einen Sitz ganz vorne. Für gerade Mal neun Euro Fahrpreise gab es neben der tollen Aussicht auch noch kostenloses WLAN.
In Seinäjoki angekommen, holte mich zu meiner Freude wie vereinbart mein bisweilen etwas verpeilter Freund ab und führte mich ein wenig durch seine sechsmonatige Wahlheimat. Am nächsten Tag ging das Abenteuer aber schon weiter. Mit dem Mietwagen wollten wir in Richtung Polarkreis. Das Fahren auf den finnischen Straßen war dann wirklich ein Erlebnis. Eine gut befahrene Straße hatte auch mal gar keinen Schnee auf der Fahrbahn. Wenn es nur ein bisschen ruhiger wurde, sah man aber schon einen weißen Streifen zwischen den Rädern des einen Kilometer entfernt (vielleicht etwas übertrieben) fahrenden Vordermannes. Sobald die Fahrbahndecke überhaupt nicht mehr sichtbar war, wusste man, dass es sich nur um eine regional genutzte Straße handeln konnte und spätestens dann war ich über die Spikes, die unsere Autoreifen hatten, richtig glücklich.

Noch ein Tipp: Das Navigationsgerät sollte immer auf „schnellster Weg“ und nicht „kürzester Weg“ eingestellt sein. Sonst passiert es nämlich ziemlich schnell, dass die Schneedecke um ein paar oder ganz viele Zentimeter steigt, nur noch ab und an Schneemobilspuren auf der vor einem Monat geräumten Straße zu entdecken sind und man beim nächsten Schneehügel aufsetzt. Nein, uns ist das nicht passiert…
Der Roadtrip ans Tor zu Lappland war auf jeden Fall ein voller Erfolg. Solche Zwischenfälle sind doch so wie das Salz in der Suppe. Ohne wäre es langweilig! Der einzige Mängel? Der Roadtrip war viel zu kurz. Ich muss auf jeden Fall nochmal kommen und dann ist auch Lappland nicht mehr vor mir sicher!

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#152 Australischer Slang

Bei einer Reise durch den großen, weiten, sogenannten roten Kontinent trifft man an jeder Ecke auf Mitreisende. Aber zum Glück kommt man auch genauso oft mit den meist überaus netten Einheimischen ins Gespräch. Schnell merkt man aber, dass die Australier nicht das in der Schule erlernte British English oder American English sprechen. Die Australier haben einen ganz eigenen Dialekt und zu dieser eigenen Aussprache gehören auch ein paar Wendungen, die man erst bei einer Reise durch Australien kennenlernt.

Die Australier lieben Abkürzungen und ein Australier heißt deswegen nicht Australian sondern kurz Aussie. Auch andere gebräuchliche Ausdrücke werden schlichtweg abgekürzt: Chrissie für Christmas und barbie für barbecue – das liebt der Aussie ja sowieso. Den Kontinent kann man kurz Oz nennen und Brissie sowie Tassie sind keine Mehrschweinchennamen, sondern die Kurzformen von Brisbane und Tasmanien. Einen guten Tag wünscht man sich mit G’Day und wenn man wie so oft nach seinem Wohlergehen gefragt wird, vernimmt man ein Ha ye goin‘?

Es gibt aber auch komplett eigene Begrifflichkeiten. Wenn etwas wirklich epic ist, kann man es auch rad nennen. Ein anderes Beispiel ist das Wort frothing. Wenn man von etwas so richtig begeistert ist, ist man nicht nur keen on doing it, man ist sogar frothing! Und auch wenn man den Passanten auf der Straße gar nicht kennt, kann man ihn mit mate ansprechen. Damn, that’s rad! Isn’t it?

Was mir besonders am australischen Englisch gefallen hat, ist der lockere Umgang. Die australische Mentalität hat sich nämlich auch in der Umgangssprache niedergeschlagen. Wobei niedergeschlagen wohl ein wenig irreführendend ist. Es ist eher genau das Gegenteil der Fall. Der australische Slang lebt von einem ihm eigenen Charme und wenn man einen der vielen netten Australier als Gegenüber hat, transportiert er die Offenheit des Gegenübers auf eine ihm eigene, perfekte Art und Weise. Auch wenn man den australischen Slang nicht immer versteht, ich will ihn auf jeden Fall nicht missen wollen!

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#150 Campinggerichte: Burger

Als wir in der Algarve uns aufmachten, um einen abgelegenen Strand zu suchen, überlegten wir uns, wie wir uns am Ziel am besten versorgen können. Unsere Wahl fiel schließlich auf einen Besuch beim Metzger und wir kauften etwas Hähnchen-Hackfleisch.

Ein paar Stunden später entdeckten wir endlich eine Staubpiste, die zu einem wunderschönen Strand hinunterführte. Das Besondere war aber, dass wir in der völligen Einöde nicht allein waren. Die ganze Bucht war voll mit VW-Bussen, die zu den unzähligen Surfern gehörten, die die Wellen vor der Küste ausnutzten. Auch wenn wir kein Surfboard dabei hatten, ließen wir uns die Bucht natürlich nicht entgehen!

Wir suchten uns einen etwas abgelegenen Platz, genossen das herrlich erfrischende Wasser und machten uns im Anschluss daran, unsere Burger zuzubereiten. Wir Idioten hatten leider nur kein Öl gekauft und auch keinen beschichteten Topf (oder Pfanne) mit im Gepäck. Zum Glück waren die Surfer ganz typisch super nett drauf und hielfen uns aus.

Anstelle von Hühnchen kannst du natürlich auch Schwein, Rind oder sonst etwas nehmen. Es soll ja auch sogar vegetarische Burger geben… Eine etwas besondere Würzung, auf die wir beide stehen, ist die folgende: Schneide eine halbe Zwiebel und gib etwas Pfeffer, Chili, Kreuzkümmel, Kurkuma auf etwa 400g Fleisch. Auch wenn gerade das Kurkuma den Burger endgültig nicht mehr normal schmecken lässt, finden Julia und ich den Geschmack echt super. Wenn du willst, kannst du ja das nächste Mal unsere Kreation ausprobieren.

Die Zubereitung von Burgern auf dem Campingkocher ist im Allgemeinen auf jeden Fall überhaupt kein Problem. Nach dem Kneten und Würzen musst du sie eigentlich nur mit etwas Öl ein paar Minuten anbraten. Fertig ist der Proteinschub. Wenn du dann noch eine Aussicht wie die unsere hast, ist der Genuss perfekt.

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#148 Nachhaltiger Tourismus am Riff

Bei einer Reise durch Australien darf ein Besuch am Great Barrier Reef auf keinen Fall fehlen. Damit das Riff dabei nicht noch mehr Schaden nimmt, sollte man sich vor einem Schnorchel- oder Tauchausflug gezielt fragen, wie man sich vor Ort am besten verhalten sollte.
Zuallererst muss man sich vor Augen führen, dass jedes Riff extrem empfindlich auf Veränderungen reagiert. Jedwede Art von Verschmutzung ist eine Gefahr für das sensible Ökosystem. Müll muss in jedem Fall mitgenommen werden (auch biologisch abbaubarer) und auf Sonnencreme sollte verzichtet werden. Es ist in jedem Fall besser, einen Neoprenanzug zu leihen. Die Korallen sollten nicht berührt werden. Bei jedem Kontakt werden sie beschädigt und zudem sind sie teilweise extrem scharf. Auch beim Tauchen sollte man immer darauf achten, dass die Ausrüstung nicht über die Korallen schleifen.

Wer mit Flossen unterwegs ist, muss auch darauf achten, keine Sedimente oder Sand aufzuwirbeln. Das Abstellen mit den Flossen auf den Korallen ist sowieso ein absolutes No-Go! Denkt immer daran, dass die Beschädigung oder das Entfernen von Korallen in fast allen Ländern eine Straftat darstellt – im strengen Australien sowieso!

Neben den empfindlichen Korallen sind natürlich auch die anderen Lebewesen zu schützen. Nie sollte man die Tiere berühren oder bedrängen. Denkt immer auch daran, dass man sich bestimmten Tieren auch überhaupt nicht annähern sollte.

Auch wenn es ziemlich viele Regeln zu beachten gibt. Der Besuch, der wird sich garantiert lohnen. Noch nie zuvor habe ich eine so farbenfrohe Unterwasserwelt gesehen. Überall waren leuchtende Korallen und Fische zu sehen. Das eine Mal hat sich sogar eine Meeresschildkröte in mein Blickfeld bewegt. Zum Glück hat sie sich durch mich nicht gestört gefühlt und so konnte ich sie über zehn Minuten verfolgen. Das war wirklich ein ganz besonderes Erlebnis. Ganz am Ende hat sich dann auch noch ein Rochen dazugesellt. Das war dann schon ein bisschen nervenaufreibender!

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#146 Reisegadget: USB- & AUX-Anschluss im Auto

Wer plant, einen ausgedehnten Roadtrip mit dem Auto zu unternehmen, sollte sich unbedingt darum kümmern, auch einen USB- und einen AUX-Anschluss im Auto zu installieren. Auch wenn es viele Autos gibt, die die beiden Anschlüsse serienmäßig verbaut haben, sollte man sich zumindest über deren Existenz vergewissern. Unser Honda Jazz hatte beispielsweise keinen von beiden.

USB-Anschlüsse kann man am einfachsten Nachrüsten. Man kann sich einen Doppel-USB-Adapter für den Zigarettenanzünder kaufen, der dann mit den 12V des Autos betrieben wird. Das ist zum Beispiel eine super Möglichkeit zu verhindern, dass das Navi abschmiert. Zum Laden des Handys oder auch der Kamera können sie auch herhalten. Da das Laden per Auto-USB aber nicht das schnellste ist, sollte man versuchen, permanent Geräte zu laden, damit man nicht in die Situation kommt, dass plötzlich von mehreren wichtigen Geräten der Akku leer ist. Um die Ladung der Autobatterie müsst ihr euch dabei übrigens keine Sorgen machen. Die Batterie entleert sich nur, wenn ihr Geräte anschließt, während nur die Zündung, aber nicht der Motor an ist.

Beim AUX-Anschluss wird es ein wenig schwieriger. Beim Honda Jazz gibt es den AUX-Anschluss als Extra, weswegen das serienmäßige Radio immer AUX-fähig ist. Bei unserem ist der AUX-Eingang einfach nicht angeschlossen. Für die Nachrüstung muss man einen Teil der Armaturenverkleidung abbauen. An der Rückseite des Radios gibt es dann sechs Pins, bei denen man drei für den Anschluss des AUX-Kabels nutzt und zwei überbrückt. Der sechste Pin bleibt frei. Auch wenn das Nachrüsten beim Jazz relativ leicht möglich ist, kann es auch sein, dass du dein Radio tauschen musst. Dann ist es aber vielleicht leichter, einfach einen tragbaren Lautsprecher mit ins Auto zu nehmen, den man über USB laden kann. Der Sound ist zwar dann nicht so gut, aber wenigstens kann man seine eigene Musik hören.

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#144 Campinggerichte: Pfannkuchen

Auf unserer Azorenreise mussten wir einmal das Inselhüpfen mit dem Flugzeug erledigen, weil die Fähre noch in Griechenland feststeckte und der Fahrplan nicht wie geplant durchgeführt werden konnte. Bei unserer Landung entschieden wir uns ganz spontan noch einen fahrbaren Untersatz anzumieten. Ein kleiner Tipp am Rande: Online war es deutlich günstiger und die einzigen Nachteile bei der Online-Buchung direkt vor dem Stand der Mietwagenfirma sind, dass erstens die Bestätigungsmail erst einmal ankommen muss, damit man seinen Wagen in Empfang nehmen kann und zweitens, dass normalerweise eine Buchung mindestens zwei Stunden in der Zukunft beginnen kann. Zum Glück waren die Angestellten kulant und nachdem wir die Bestätigungsmail auf dem Handy und in ihrem System hatten, konnten wir das Auto sofort mitnehmen. So kulant wie die Angestellten auch waren, so unpünktlich waren sie dann aber bei der vereinbarten Rückgabezeit. Da der Flughafen auf Pico so winzig ist, sind die Stände der Mietwagenfirmen nicht rund um die Uhr besetzt. Die Mitarbeiter schauen nur vorbei, wenn die nächste Maschine landet. Was macht man also während der Wartezeit? Wie wär’s mit kochen?!

Zugegeben, die Idee hätten wir so vielleicht auch nicht am Flughafen in Frankfurt am Main umgesetzt, aber auf den winzigen Azoreninseln war es kein Problem. Ok, ein paar Leute haben dann doch ein bisschen verdutzt geguckt, aber wirklich niemand hatte ein Problem damit. Wir haben es uns also an der Seite des Flughafens im Schatten bequem gemacht und mit dem Kochen angefangen. Heute sollten es Pfannkuchen werden.

Pfannkuchen sind auf dem Gaskocher zum Glück ziemlich leicht umzusetzen. Ein Gaskocher und Topf mit Deckel genügen im Prinzip. Misch dir deinen Teig im Topf und bereite die Pfannkuchen mit etwas Öl im Topfdeckel zu. Essen kannst du die Pfannkuchen dann einfach mit den Händen. So schmeckt es doch sowieso am besten 😉

Die Rezeptur der Pfannkuchen hängt bei uns immer davon ab, was wir gerade über haben. Mehl, Milch und ein bis drei Eier schmecken unserer Meinung nach am besten. Statt Milch kann man aber zum Beispiel auch nur Wasser nehmen. Falls man nur Milch und Mehl hat, geht das notfalls auch. Damit der Teig ein bisschen Geschmack bekommt, kannst du auch eine kleine Prise Salz hinzufügen und wenn du den Teig vor der Zubereitung ein bisschen stehen lässt, wird er auch nochmal besser.

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#142 Berühmtheiten in Santa Clara

In keiner Stadt wird Ernesto Che Guevara mehr verehrt als in der kubanischen Stadt Santa Clara der Provinz Villa Clara. Dort gelang dem Kommandanten in der kubanischen Revolution ein entscheidender Schlag gegenüber dem herrschenden Diktator Batista. Ein mit Waffen, Munition und Soldaten beladener Zug sollte beim Kampf gegen die Revolution das entscheidende Zünglein an der Waage werden. Doch der Zug konnte von Che Guevara gestoppt werden, woraufhin auch die Stadt Santa Clara unter die Kontrolle der Rebellen kam. Es waren die letzten Tage der kubanischen Revolution, am 1. Januar 1959 floh Diktator Batista in die Dominikanische Republik.

Auch heute kann man noch die Stelle besichtigen, an der der Sonderzug aufgehalten wurde. Das Denkmal des Tren Blindado (gepanzerter Zug) zeigt neben restaurierten Originalwagen des Zuges auch zahlreiche Fotos und historische Gegenstände. Auch der Bulldozer, mit dem Che die Gleise zerstört haben soll, ist ausgestellt. Aber nicht nur mit diesem Monument wird Guevara in Santa Clara gewürdigt. Am anderen Stadtende, direkt am Platz der Revolution, befindet sich eine riesige Statue von Che Guevara samt seines Mausoleums.

Im Stadtzentrum selbst finden sich dagegen weniger Spuren des berühmten Kommandanten. Das Zentrum liegt rund um den Park Vidal. Direkt am Park befindet sich das eindrucksvolle Teather „La Caridad“. Es ist eines der acht großen Theater Kubas, die in der Kolonialzeit erbaut wurden. Der Name bedeutet so viel wie Wohltätigkeit. Hintergrund ist, dass der komplette Bau des Theaters von Marta Abreu, einer lokalen Persönlichkeit finanziert wurde. Sie errichtete das Gebäude, um kontinuierliche Einnahmen zu erzielen, mit welchen sie ihren Stiftungen unterhielt. Es ist also kein Wunder, dass sich im Park Vidal auch eine große Statue zu Ehren der tatkräftigen Spenderin befindet.

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#140 Reisegadget: Powerbank

Auf meiner letzten Kubareise habe ich mit meiner Familie von Trinidad aus eine Wanderung unternommen. Da der Zugang zum Nationalpark etwa zehn Euro pro Person gekostet hätte, habe ich mir auf Maps.me eine alternative Wanderung herausgesucht, die keinen Eintritt kostet. Das Problem dabei? Der Weg ist absolut unvorhersehbar. Wir wissen nicht, ob die geplante Rundwanderung so funktionieren wird und das der Weg ausgeschildert sein könnte, ist vollkommen ausgeschlossen. Zum Glück haben wir ein Handy mit GPS mit im Gepäck. Wir beginnen unsere Wanderung und langsam werde ich immer zuversichtlicher. Der Weg verläuft genauso wie er auf unserer Karte eingezeichnet ist. Über einen kleinen Trampelpfad geht es immer weiter in den kubanischen Dschungel hinein. Außer ein paar Geiern am Himmel sehen wir keine anderen Lebewesen. Der Weg selbst ist ein winziger Pfad. Immer wieder müssen wir auf Dornen aufpassen oder um einen umgestürzten Baum herumgehen. Zwei Stunden später haben wir ungefähr 60% des Weges hinter uns und da passiert es: Die Batterie des Telefons ist leer! Ein Glück, dass wir eine Powerbank dabei haben. Sonst würde es wohl noch spannender werden… Naja, die Powerbank ist zwar dabei, aber wir Idioten haben doch glatt das Ladekabel in der Unterkunft liegen lassen!

Auch wenn es diesmal nicht geklappt hat, dass die Powerbank uns vor einer solch unangenehmen Situation bewahren konnte, ist sie meiner Meinung nach Pflicht für Reisende. Den Weg haben wir übrigens glücklicherweise trotzdem noch zurückgefunden. Wir hatten noch ein Gerät mit der Karte, aber ohne GPS.

Dass eine Powerbank aber unerlässlich ist, sobald man sich von der Zivilisation entfernt, sollte klar sein. Es kann immer passieren, dass das Smartphone sich doch schneller entleert, als man erwartet hat. In solchen Fällen ist die Powerbank einfach super! Anderes Beispiel gefällig? Stell dir vor, du willst mit dem Flugzeug verreisen und hast deinen Boarding Pass auf dem Handy. Es erspart dir viel Stress, wenn du im Zweifelsfall eine Powerbank zur Verfügung hast, mit der du dein mobiles Telefon wieder aufladen kannst.

Eine interessante Überlegung ist im Übrigen auch eine Powerbank mit eingebauter Solarzelle. Auch wenn die Sonne diese Art von Powerbank normalerweise auch nur innerhalb von mehreren Tagen vollständig aufladen kann (vorausgesetzt die Sonne scheint überhaupt), ist sie eine gute Option für Abenteurer, die sich für eine längere Zeit abseits von Steckdosen bewegen wollen. Natürlich sollte man aber trotzdem so viel Strom wie nur möglich sparen!

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#138 Campinggerichte: Chicken Nuggets in der eigenen Fritteuse

Wenn man Wandern geht und davor ins Flugzeug steigen muss, können manche Dinge manchmal einfach nicht mit. Neben dem Campinggas kann man natürlich auch nicht so Dinge wie Öl mitnehmen. Leider gibt es normalerweise nur 1L Ölflaschen zu kaufen oder wenn man Glück hat, auch mal 500ml. Das Problem ist selbst den halben Liter Öl verbraucht man keineswegs auf einer Reise. Wenn auch du nicht zu den Menschen gehörst, die deshalb in ihrem 1L-Beutel für Flüssigkeiten einen kleinen Behälter Öl mit sich führen, dann ist das folgende Gericht eine super Möglichkeit, ein bisschen überflüssiges Öl sinnvoll einzusetzen.

Daheim haben wir keine Fritteuse, weswegen wir Pommes Frites oder Chicken Nuggets immer im Ofen machen. Auf einer unseren Reisen haben wir aber einfach unseren Campingkochtopf in eine Fritteuse umgewandelt. Wir haben den Topf etwa zu zwei Dritteln mit Öl befüllt und über dem Gaskocher schnell zum Kochen gebracht. Fertig ist die Do-It-Yourself Fritteuse. Bei uns gab es im Anschluss Chicken Nuggets mit Salat und etwas Brot direkt am Strand.

Noch ein paar Ratschläge, bevor du die Idee auf deiner nächsten Reise selbst umsetzt: Du solltest dir im Vorhinein überlegen, wo du das Öl entsorgen kannst. Es nicht erstens heiß und zweitens … naja Öl halt. Am besten ist es, wenn du das kalt gewordene Öl in einer Plastikflasche im Restmüll entsorgst. Dann noch ein Sicherheitshinweis. Das Öl wird auf dem Gaskocher ordentlich heiß und kann anfangen, durch die Gegend zu spritzen. Damit du dich nicht verbrennst, solltest du Abstand halten und probieren, das Öl nicht zu sehr zu erhitzen. Außerdem würde ich dir wirklich nur empfehlen, diese Art der Fritteuse zu benutzen, wenn du das Öl ansonsten wegschmeißen würdest und auch keinem anderen anvertrauen kannst. Für den regelmäßigen Gebrauch ist diese Methode meiner Meinung nach zu verschwenderisch!

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#136 Verschlafene kubanische Kleinstadt

Im kleinem Remedios im Norden der Provinz Villa Clara ist meistens nicht viel los. Die Stadt besteht vor allem aus einem imposanten Hauptplatz, an dem tagtäglich ein paar Busse mit Touristen halten. Diese durchstreifen in der Folge ein wenig das Stadtzentrum, kaufen ein paar Souvenirs ein und genehmigen sich einen kühlenden Mojito in einer der vielen Bars, die sich in den Kolonialbauten rings um den Platz mit der großen Hauptkirche befinden. Dass sonst nicht so viele Touristen kommen, merkt man an der unglaublich hohen Dichte an Souvenirständen. Ich habe wirklich in keiner anderen Stadt Kubas so viele solcher Stände gesehen. Kein Witz!

Auch wenn Remedios nicht direkt am Meer liegt, ist es definitiv mehr zu empfehlen als die nahe Küstenstadt Caibarién. Im Gegensatz zu dieser Stadt ist Remedios eine Richtung gute Adresse und auch definitiv ein, zwei Übernachtungen wert. Es gibt zwar nicht viel zu tun oder zu sehen, aber die Stimmung in der Kleinstadt ist wirklich entspannend. Wer noch eine Nacht länger bleibt, kann von Remedios aus perfekt die nahe gelegenen Inseln besuchen, die über einen durch das Meer gebauten Damm auch leicht mit dem Auto erreichbar sind. Gerade Cayo Santa Maria lockt mir perfekten Stränden!

Mit ein bisschen Glück ist während des Besuchs von Remedios gerade die Semana de la Musica im Gange. Während dieses Festes gibt es abends am zentralen Platz Aufführungen von lokalen Tanzgruppen und Sängern. Bei dem/der ein oder anderen kann es zwar auch mal zu regnen anfangen (es waren nur ein paar Tropfen), aber die Festwoche ist definitiv eine authentische und auch schöne Erfahrung. In Remedios gibt es ansonsten nur noch wenig zu sehen. Sehr interessant ist auch die lokale Tabakfabrik. Durch die geöffneten Fenster kann man den äußerst netten Arbeitern dabei zusehen, wie sie in mühevoller Handarbeit die berühmten kubanischen Zigarren herstellen.

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#134 Reisegadget: Mehrfachsteckdose

Damit man auf Reisen keine böse Überraschung erlebt und die elektronischen Geräte keinen Saft mehr haben, sollte man natürlich immer alle nötigen Ladekabel mit im Gepäck haben. Falls man im Reiseland andere Steckdosen benutzt, sollte der dazugehörige Adapter natürlich nicht fehlen. Wenn du auf der sicheren Seite sein willst, kannst du dir auch einfach einen Reiseadapter zulegen, der fast alle oder sogar sämtliche Steckdosen abdeckt.

Damit ich auf meinen Reisen trotzdem nicht nur immer ein Gerät auf einmal laden kann, nehme ich normalerweise eine 3er-Mehrfachsteckdose mit. Auf einer normalen Reise mit Julia fällt viel an: GoPro, zwei Kameras, Ersatzakkus, zwei Handys, eine Powerbank für den Notfall, ein Diktiergerät (für unseren Reiseblog) sowie eventuell ein Laptop oder Tablet. Eine Drohne haben wir leider noch nicht, aber die könnte auch noch auf der Liste stehen. Damit die Geräte immer genügend Strom haben, ist es einfach unglaublich wichtig, mehrere Ladekabel gleichzeitig anzuschließen. Ansonsten schafft man entweder nicht alles aufzuladen oder hat einen mega Stress! Gerade wenn man nur ab und zu Zugang zu einer Steckdose hat (Wanderreise, Roadtrip, …), wird die Mehrfachsteckdose umso wichtiger.

Damit du im Urlaub keine böse Überraschung erlebst, solltest du vor der Abreise auch noch einmal prüfen, dass der Anschluss der Steckdosenleiste in deinen Adapter für die Steckdose passt. Sonst passiert es dir wie uns und du hast deine Mehrfachsteckdose komplett umsonst mitgenommen. Wir hatten auf Sri Lanka damals wenigstens noch Glück im Unglück. Wir hatten keine deutsche Steckdosenleiste dabei und deswegen hat sie ohne Adapter in manche der Steckdosen gepasst!

Falls du übrigens mal deinen Adapter oder eine Mehrfachsteckdose vergessen hast, kannst du einfach mal im nächsten Hostel nachfragen, ob du in ihrer Fundkiste stöbern darfst. Nicht nur du lässt immer mal wieder Sachen unfreiwillig zurück 😉

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#132 Reisegadget: Musik-Player

Auf Reisen Musik zu hören ist für mich immer eine unglaublich schöne, entspannende Sache. Wenn ich mich einmal komplett ausruhen möchte und vom teils anstrengenden Reisealltag ein bisschen Abstand gewinnen möchte, kann Musik mich an einen anderen Ort transportieren und mich völlig entspannen. Meine intensivste Erfahrung diesbezüglich war auf Fraser Island in Australien. Als ich sechs Tage lang über die Insel wanderte, hörte ich nach ein paar Tagen abends im Zelt ein paar Stunden Musik. So intensiv berührt hat mich Musik seitdem nie wieder!

Insgesamt ist Musik auf Reisen aber immer eine prima Möglichkeit, um mal auszuspannen, sich zu regenerieren oder aber auch das Leben zu genießen. Ich empfehle dir deswegen auf jeden Fall ein Gerät mitzunehmen, auf dem du vor der Reise nochmal deine Lieblingstitel aufspielst. Falls du dann doch mal Heimweh bekommst, traurig bist oder einfach einen geilen Song für deinen Roadtrip durch das Niemandsland brauchst, hast du schon vorgesorgt! Auch wenn das Gerät heutzutage in den meisten Fällen das Smartphone sein wird, kannst du dir stattdessen überlegen, einen winzigen MP3-Player zu kaufen, der dann am besten mehrere Tage durchhält und schnell wieder lädt. Gerade wenn du abseits der normalen Wege unterwegs bist, leerst du so nicht so schnell die Batterie deines in solchen Situationen unglaublich wichtigen Kommunikationsmittel zur Außenwelt. Es kann ja doch immer einmal etwas Unvorhergesehenes passieren und dann willst du wirklich nicht in der Situation stecken, dass dein Handy keinen Saft mehr hat, weil du am Tag zuvor ein paar Stunden zu viel Musik gehört hast!

Wenn du nicht weißt, welche Songs du mitnehmen sollst, solltest du einfach mal ein paar verschiedene Genres ausprobieren. Vielleicht entdeckst du ja plötzlich einen ganz neuen Künstler, der dich mitnimmt? Gute Anlaufstationen finde ich die Radiosender auf iTunes, natürlich YouTube, ganz altmodisch die CDs in Büchereien oder frag schnell deine Freunde nach ihren Lieblingskünstlern! Damit du nicht Unmengen für deine Musik ausgeben musst, solltest du dich außerdem einmal mit dem Thema Privatkopie auseinandersetzen. Du wirst wahrscheinlich überrascht sein, wie leicht der legale Zugang zu kostenloser Musik ist! Kopfhörer nicht vergessen 😉

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#130 Französischer Charme in Kuba

Von all den anderen kubanischen Städten kann sich Cienfuegos herausheben, da es ursprünglich von französischen Siedlern gegründet wurde. So gibt es am Hauptplatz, dem Parque José Marti, auch den unvermeidlichen Triumphbogen. Die Stadt wird ähnlich zu Trinidad von Kolonialbauten geprägt und steht seit 2005 ebenfalls unter dem Schutz der UNESCO als Weltkulturerbe. Um den Hauptplatz herum befinden sich zahlreiche imposante Bauten einschließlich der Kathedrale von Cienfuegos. Die im Süden am Platz entlang führende Straße ist eine Fußgängerzone und führt in Richtung Osten auf die Hauptachse von Cienfuegos, den Prado, zu.

Der Prado durchzieht Cienfuegos von Norden nach Süden und mündet dann in die zwei Kilometer lange Uferpromenade, den Malecón. Entlang des Prados erheben sich immer wieder eindrucksvolle Gebäude. Der Malecón führt auf die südliche Halbinsel von Cienfuegos mit ihren vielen Villen. Neben dem Yachtclub und verschiedenen anderen imposanten Bauwerken ist vor allem der Palacio de Valle am Ende des Malecóns einen Besuch wert. Der in einem maurischen Stil errichtete Palast ist der Alhambra aus Granada, Spanien nachempfunden. Gerade ein Besuch zum Sonnenuntergang lohnt sich. Auf der Dachterrasse befindet sich eine Bar mit annehmbaren Preisen.

Von der südlichsten Spitze, dem Punta Gorda, aus, bietet sich ein wunderbarer Blick zurück auf Cienfuegos und die große Bucht an der Cienfuegos errichtet wurde. Der Eingang zur Bucht wird von dem Castello Jagua bewacht, dass man per Fähre besuchen kann. Ein kleines Stückchen weiter östlich liegt der Heimatstrand Cienfuegos, der Playa Rancho Luna und lädt zu einem Sonnenbad ein. Bei ruhigem Seegang kann man gut an dem der Küste vorgelagerten Riff schnorcheln. Zum Schwimmen ist der Strand meiner Meinung nach aber eher weniger geeignet. Wer schon genug Meer hatte, kann im nahen Nationalpark auch eine Bootstour machen und Flamingos beobachten oder den größten Botanischen Garten Kubas besuchen. Der berühmteste Wasserfall Kubas, der Salto El Nicho, ist von Cienfuegos auch gut in einem Tagesausflug erreichbar.

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#128 Kubanisches Juwel im Kolonialstil

Die meisten Kuba-Urlauber haben vor ihrer meistens nur von Havanna gehört, der Hauptstadt des Karibikstaates. Die Stadt, die nach Havanna am zweithäufigsten besucht wird, ist Trinidad. Die gut 50.000 Einwohner starke Stadt liegt in der Provinz Sancti Spiritus unweit des Karibischen Meeres. Dass es so viele Touristen hierher zieht, ist absolut kein Wunder. Seit 1988 gehört das Stadtzentrum mit seinen vielen Kolonialbauten zum UNESCO-Weltkulturerbe. Das Stadtbild wird dominiert von den bunten Häuserfassaden und dem Kopfsteinpflaster. Bei einem entspannten Fußmarsch rund um die Plaza Mayor – den zentralen Platz – kann man so gut wie alle Sehenswürdigkeiten Trinidads bestaunen. Das Zentrum ist ausgesprochen ruhig, da es für den allgemeinen Verkehr gesperrt ist.

Wer dieses Juwel Kubas besucht, hat auch eine große Auswahl an Aktivitäten ringsum. Im Westen erheben sich die Berge der Sierra del Escambray. Gerade ein Ausflug in den Nationalpark Topes de Collantes mit seinen schönen Wasserfällen und Wanderungen bietet sich an. Im Osten erstreckt sich eine lang gezogene Halbinsel in das blaue Wasser der Karibik. Am kilometerlangen Playa Ancon kann man sich vom Sightseeing mal so richtig entspannen und ins warme Wasser eintauchen. Östlich von Trinidad liegt das Valle de los Ingenios, was übersetzt so viel bedeutet wie Tal der Zuckermühlen. In diesem Tal entstand zu Kolonialzeiten der Reichtum Trinidads und noch heute kann man dort die Überreste der Zuckerplantagen besichtigen.

Wen eher das Nachtleben reizt, wird in Trinidad aber auch mit Sicherheit nicht enttäuscht. Nachts wird die Innenstadt von Salsamusik, Geschwätz und Gelächter erfüllt. Am Plaza Mayor wird jeden Abend Livemusik gespielt. Die verschiedenen Bars ringsum verkaufen günstige alkoholische Getränke. Wer noch länger in die Nacht hineinfeiern möchte, kann der außergewöhnlichsten Disco Kubas einen Besuch abstatten. Die Diskothek Ayala befindet sich inmitten einer großen Tropfsteinhöhle und wird abends nicht nur von Touristen, sondern auch von vielen Einheimischen besucht, die sich in Tanz-Wettbewerben messen.

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#126 Reisegadget: Backpack

Was braucht man auf jedem Fall als Rucksacktourist? Einen Rucksack beziehungsweise einen Backpack! Damit man nicht während der Reise unangenehm überrascht wird, sollte man sich im Vorhinein überlegen, welche Bedürfnisse man an den Rucksack hat.

Das wichtigste Maß beim Kauf ist definitiv die Größe. Es geht dabei aber nicht nur um das Gewicht. Der Backpack muss einem auch passen. Falls der Backpack zu groß ist, wird der recht klein dimensionierte 40L Rucksack schnell so schwer wie einer mit 70L. Das zweitwichtigste Maß ist natürlich die Kapazität. Brauche ich nur einen Mini-Rucksack, weil ich auf alle Annehmlichkeiten verzichte, nur in Unterkünften schlafe und generell lieber so leicht wie möglich unterwegs sein möchte? Oder bin ich eher der Typ Reisender, der lieber drei Paar Schuhe, zehn T-Shirts, ein paar Pullis und verschiedene Hosen mit hat? Oder geht es einfach darum, dass der Backpack groß genug sein muss, dass man auch mal ein bis zwei Wochen ohne Einkaufsmöglichkeit durch die Wildnis streifen kann?

Was ich in jedem Fall empfehlen kann, ist, den Backpack noch daheim ein wenig zu testen. Packe ihn mal so voll wie du planst unterwegs zu sein. Denke auch daran, dass Wasser und Essen noch zum Gewicht am Flughafen dazu kommen. Wie lange schaffst du mit dem vollen Backpack zu laufen? Passt das zu deinen Reiseplänen?

Wie komme ich während der Reise an meine verschiedenen Dinge? Muss ich jedes Mal den kompletten Backpack ausräumen oder gibt es zum Hauptfach zum Beispiel zwei Zugänge? Gibt es genügend kleinere Taschen, damit ich meinen Backpack auch übersichtlich packen kann? Es gibt eigentlich fast nichts Nervenderes als den kompletten Backpack auseinanderzulegen, weil man zum Beispiel sein Taschenmesser nicht findet.
Ein Feature, das ich übrigens an keinem Backpack vermissen möchte, ist eine Regenhülle. Falls man doch mal in einen heftigen Regenschauer kommt, ist ansonsten der ganze Backpack durchnässt und alles fängt an zu müffeln.

Die Auswahl an Rucksäcken ist riesig und es gibt viele Unterschiede. Das Wichtigste ist, darauf zu achten, einen Backpack entsprechend seines Reisestils zu kaufen.

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#124 Campinggerichte: Hühnchen-Wraps

Ein Klassiker auf unseren Reisen mit dem Campingkocher sind Hühnchen-Wraps. Das Tolle ist, dass das Essen auch unglaublich leicht auf einem Kocher zubereitet werden kann, schnell geht und nicht wirklich viel gekauft werden muss.

Eine Standardpackung mit sechs Wraps, ein halber Salat-Kopf, eine Paprika und ungefähr 250g Hühnchen reicht für uns beide auf jeden Fall. Eventuell rollen wir danach sogar ein wenig durch die Gegend…
Beginnen solltest du mit dem zubereiten der Beilage. Das bedeutet, der Salat (Eisbergsalat ist unser Favorit) gehört gewaschen und zerkleinert, die Paprika – rot und gelb mögen wir lieber als die grünen – wird in kleine Stückchen geschnitten. Sobald die Beilagen fertig vorbereitet sind, muss das Hähnchen klein geschnitten werden. Ich würde dir empfehlen, es so klein wie nur irgendwie möglich zu schneiden. Ich finde den Geschmack dann am allerbesten.

Das Anbraten erledige ich immer mit ein wenig Öl, etwas Salz und viel Pfeffer. Wenn ich es ein wenig orientalischer möchte, gebe ich auch Curry, Chili und oder Kurkuma hinzu. Das Fleisch brate ich immer sehr scharf (das heißt mit viel Gas) und dafür recht kurz an. Da die Stücke klein geschnitten sind, wird das Fleisch einerseits trotzdem durch und bleibt andererseits sehr zart. Sobald das Fleisch fertig ist (3-5 min), nehme ich den Topfdeckel und erwärme jeweils etwa 30 Sekunden beide Seiten des Wraps. Dann ist die erste Portion schon fertig.

Das Essen ist ein bisschen stressiger als andere, da man immer wieder an den Gaskocher muss, damit die Wraps immer schön warm und weich sind. Dafür ist es aber ansonsten super unkompliziert und vor allem lecker. Vegetarische Variationen gibt es natürlich auch und letztendlich entscheidest immer du selbst, was auf deinen Wrap kommt. Am besten schmeckt es meiner Meinung nach übrigens an einem entspannten Nachmittag mit schönem Sonnenschein und mit Blick aufs weite Meer!

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#122 Meine persönliche heiße Liebe

Kaum werden die Tage länger und das Wetter besser, werden die beliebtesten Cafés der Stadt besetzt. Es wird geschnackt, gelacht und getrunken. Da ich persönlich mit Kaffee überhaupt nichts anfangen kann, gehöre ich schon seit Langem der Tee-Fraktion an. Wenn die Flüssigkeit zu sehr in Richtung Kaffee-Färbung übergeht, kann es höchstens noch eine komplett kaffeefreie, heiße Schokolade sein. Von denen bin ich nämlich ein bekennender Fan!

Deswegen soll es sich jetzt um mein persönliches schwarzes Gold drehen. Um meine beiden besten heißen Schokoladen, die ich in meinem Leben bisher genießen durfte. Es war ausnahmsweise mal nicht diese dünnflüssige Brühe, die man meisten vorgesetzt bekommt. Jahrelang schwärmte ich deswegen von diesem ersten wahren Genuss – einer heißen Schokolade in Litauen. Die Tasse war nicht nur wahnsinnig groß, sondern gefüllt mit echter, geschmolzener Schokolade. Ok, ein ganz bisschen Milch muss wohl auch noch reingemischt geworden sein. Aber wirklich nur ein bisschen! Die Schokolade war wirklich dermaßen lecker und perfekt temperiert, dass ich sie jahrelang nicht mehr aus meinem Gedächtnis bekommen habe. Nämlich bei jeder weiteren – deswegen noch enttäuschenderen – Tasse heißer Schokolade.

Klar, nicht jede Tasse war komplett schlecht. Es gab einige, die durchaus wohlschmeckend waren, aber eben nicht ansatzweise so gut wie die in Litauen. Dieser Umstand änderte sich erst während meines Auslandssemesters in Madrid. Ich war zusammen mit Julia in der Chocolatería San Ginés. Die Spezialität vor Ort? Churros! Das frittierte Spritzgebäck ist das Leibgericht der Spanier und wird hier immer mit einer Tasse hausgemachter dunkler Schokolade zum Tunken serviert. Für uns war die Kombination aber schon ziemlich süß, weswegen über die Hälfte der Schokolade übrig blieb. Als uns ein Kellner ansprach, ob er die Tasse mit Milch aufrühren solle, habe ich natürlich sofort ja gesagt und daraufhin die zweite meiner bisher besten, heißen Schokoladen genossen!

Von den Churros und der hauseigenen Schokolade sind übrigens nicht nur wir überzeugt. Der Laden hat rund um die Uhr geöffnet, jeden Tag im Jahr, und zieht neben den vielen Spaniern und Touristen auch große Persönlichkeiten an. Die Wände hängen voll von berühmten Persönlichkeiten: Tina Turner und Facebook-Gründer Mark Zuckerberg sind zu sehen und auch so manches Staatsoberhaupt soll schon bewirtet worden sein. Wen es nach Madrid verschlägt, sollte diese Örtlichkeit auf jeden Fall nicht verpassen!

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#120 Temperatur „ziemlich kalt“

In Kuba bin ich an einer Kneipe vorbeigelaufen, die mit folgender Aussage geworben hat: „Unser Bier ist kälter als das Herz deiner Ex!“ Ob sie dabei daran gedacht haben, dass die Herzen mancher verflossener Partner richtig zugefroren sein können? So sehr, dass man erst mit einem Eisbrecher hindurchfahren muss?

In so einer Situation befand ich mich mit sechzehn Jahren im Februar 2011. Mit einer eistauglichen Fähre ging es über die zugefrorene Ostsee von Stockholm nach Helsinki. Zu diesem Zeitpunkt waren etwa zwei Drittel der gesamten Ostsee zugefroren, was die stärkste Eisbedeckung der Ostsee seit 1986/87 bedeutete, weswegen mein Vater kurzum entschloss, aus dieser Extremsituation einen Urlaub zu machen.
Die Überfahrt von Schweden nach Finnland ist mir bis heute nur allzu deutlich im Gedächtnis geblieben. Es war einfach eine unglaublich spannende Erfahrung, immer wieder zu spüren, wie sich die Fähre auf die Eisfläche vor ihr schiebt, bis das Eis unter der Last der Fähre nachgibt. Ringsum war nirgends das Blau des Meeres zu sehen. Eis soweit das Auge blicken kann!

Auch als wir nach etwa einem Tag in Helsinki ankommen, ist natürlich kein Ende des Winters in Sicht. Eher im Gegenteil. In Helsinki ist es wirklich arschkalt! Es ist tatsächlich das erste Mal in meinem Leben, dass ich durch eine Hose friere und laut Aussage meiner Familie auch die erste Suppe, die ich auf Eigeninitiative verputze. Zum Glück hatten wir wenigstens noch Sonnenschein. Ich will mir wirklich nicht vorstellen, wie es wohl sein muss, in Finnland im tiefsten Winter einen Schneesturm zu erleben…

Ich hoffe auf jeden Fall, dass die Bar in Havanna ihr Bier nicht so unglaublich kalt serviert! Ob die Ostsee noch ein weiteres Mal soweit zufrieren wird, bleibt abzuwarten. Aktuelle Studien zeigen eine ganz klare Tendenz zu immer weniger Eis in der Ostsee. Dass die Ostsee noch einmal komplett zufriert, ist demnach eher unwahrscheinlich. Prinzipiell möglich ist es aber, wie ein Blick in die nage Vergangenheit zeigt. Innerhalb der letzten 100 Jahre ist dies jedoch lediglich drei Mal passiert: 1939/40, 1941/42 sowie 1946/47.

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#118 Campinggerichte: der Nudel-Klassiker

Wenn man mal die Fertiggerichte weglässt, ist das einfachste Gericht auf dem Gaskocher wohl Pasta. Ob man dann dazu noch ein wenig Soße macht, treibt den Schwierigkeitsgrad nicht wirklich höher. Ich habe mich ein paar Wochen lang etwas intensiver mit Nudeln auseinandergesetzt und bin seitdem richtig zufrieden mit meinen Kochergebnissen.

Pro Person würde ich in etwa 200g Nudeln einplanen. Die Menge, die du daheim verdrückst, kennst du aber bestimmt sowieso. Das Kochen geht eigentlich genauso wie daheim. Gib die Nudeln in kochendes Wasser. Wenn du die Nudeln ein bisschen aufpeppen willst, gib zwei Zehen zerdrückten Knoblauch, eine Prise Salz und etwas Olivenöl ins Wasser. Nach ungefähr zehn Minuten leichtem Köcheln (abhängig von der Nudelsorte) sollten die Nudeln fertig sein. Parallel zu den köchelnden Nudeln würde ich die Soße vorbereiten. Wenn du zwei Kochfelder/Kocher hast, kannst du sie natürlich auch gleichzeitig zubereiten. Für die Soße schneide ich im Bestfall eine Hälfte einer kleinen Zwiebel und eine Zehe Knoblauch und mische sie der Tomatensoße unter. Dazu kommt ein großzügiger Schuss Olivenöl, viel Pfeffer und Oregano. Sobald die Nudeln fast fertig sind, nehme ich den Topf runter und fange mit der Soße an. Falls du nur einen Topf hast, kannst du die Soße auch zu den fertigen und abgeschütteten Nudeln hinzugeben und noch einmal kurz erwärmen. Besonders gut schmeckt mir die Tomatensoße übrigens, wenn ich sie ein bisschen einkoche. Sprich, ich versuche, dass möglichst viel Wasser verdunstet und die Soße ein wenig dicker wird. Damit die Nudeln in der Zwischenzeit nicht kalt werden, gebe ich sie einfach gegen Ende noch einmal mit in die Soße.

Abgesehen von Pasta mit Tomatensoße ist natürlich auch fast jede andere Pasta-Variation möglich. Ich persönlich stehe aber mittlerweile total auf meine Tomatensoße (mochte ich früher überhaupt nicht) und habe Julia inzwischen so weit, dass sie sagt, dass sie besser als in allen deutschen Restaurants sei und langsam auch die ersten Ergebnisse italienischer Köche einholt. Wie immer macht wohl Übung den Meister!

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#116 Reisegadget: Vorhängeschloss und/oder Pacsafe

Wer viel in Hostels unterwegs ist, der sollte sich auch gut um seine Wertsachen kümmern. Leider habe ich da schon viele Geschichten gehört und auch einiges selbst miterlebt. Dem einen wurde der Lohn vom letzten Monat Work&Travel (wobei in der Zeit es eher nur Work war) gestohlen. Dann reiste einer mit offensichtlich recht wenig Geld und das Einzige, was er sich geleistet hatte, war seine Spiegelreflexkamera. Rate mal, was nach dem Tagesausflug nicht mehr im Zimmer war?

Was ich aus solchen Geschichten gelernt habe? Lasst euer Zeug nicht rumliegen! Auch nicht im Hostel! Gelegenheit schafft Diebe… Leider! Auf Reisen habe ich deswegen auch immer ein Vorhängeschloss mit im Gepäck. In vielen Hostels (leider auch nicht in allen) gibt es Locker. Also kleine Schränke, vergleichbar mit denen in Schwimmbädern, in denen man seine Wertsachen einsperren kann. Normalerweise braucht man aber ein eigenes Schloss oder muss sich eines leihen.

Eine Alternative ist ein Pacsafe. Bei einem Pacsafe handelt es sich um eine etwa 5 bis 12 L große Tasche aus verstärktem Stoff. Damit man die Tasche nicht aufschneiden kann, ist sie mit einem Stahlgeflecht verstärkt. Der Bund wird mit einem Stahlseil zugezogen und mit einem Vorhängeschloss verschlossen. Damit der Dieb nicht die ganze Tasche mitnimmt, kann man den Pacsafe an festen Körpern im Raum anschließen. Die Heizung eignet sich zum Beispiel sehr gut dafür. Wir haben einen sehr großen Pacsafe damit wir auch mal unsere Kameras drinnen lassen können. Gerade gegen Gelegenheitsdiebstähle schützt er sehr gut und bis jetzt ist uns so noch nichts abhandengekommen. Aufpassen muss man aber natürlich trotzdem. Kleine Gegenstände könnte man nach dem Durchtrennen der Hülle auch durch die Stahlmaschen hindurch entfernen. Ansonsten ist der Pacsafe aber eine sehr gute Möglichkeit, seine Wertsachen zu schützen.
Eine andere Möglichkeit ist es, alle wertvollen Dinge immer bei sich zu haben. Das ist natürlich nur in Ländern angeraten, in denen es keine hohe Kriminalitätsrate gibt. Ansonsten wird man für die potenziellen Räuber zum Hauptgewinn.

Auch wenn das Thema Diebstahl/Raub lästig ist, gehört es leider zum Reisen dazu. Am wichtigsten ist es nicht blauäugig an die Sache heranzugehen und unnötige Wertgegenstände gleich daheim zu lassen.

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Reisen Top 3

#114 Top 3 Sehenswürdigkeiten: Sydney Harbour

Sydney ist international so sehr bekannt, dass viele denken, dass es die Hauptstadt Australiens sei. Anwärter Nummer zwei? Melbourne! Wer kommt schon auf Canberra?! Aber zurück zum Thema. Das Zentrum Sydneys befindet sich rund um den natürlichen Hafen. Der Sydney Harbour.

3. Platz: Royal Botanic Gardens
Der größte der drei Botanischen Gärten in Sydney liegt direkt im Zentrum und auch direkt am Wasser. Der Eintritt ist komplett umsonst – aber nur vom Preis her. Die Natur lädt dagegen zum Verweilen, zum Spazieren und zum Entspannen ein. Die Royal Botanic Gardens bieten den perfekten Rückzugsort vom stressigen Sydney ringsum, weswegen sie für mich eine der Sehenswürdigkeiten sind, die man nicht verpassen sollte. Einfach deswegen, weil man sonst viel zu erschöpft ist, all die Sehenswürdigkeiten Sydneys in sich aufzunehmen! Darüber hinaus gibt es in den Gärten mit dem Mrs Macquaries Point einen perfekten Platz, um die beiden wichtigsten Sehenswürdigkeiten Sydneys auf einem Bild einzufangen.

2. Platz: Sydney Harbour Bridge
Die ikonische Brücke, die auf eigentlich keiner Aufnahme vom Sydney Harbour fehlen sollte, darf man sich auch ruhig ein bisschen aus der Nähe anschauen. Auf der Ostseite befindet sich ein Fußgängerweg über die 500 Meter lange Brücke der – gerade bei Sonnenaufgang – einen tollen Blick auf Platz eins dieses Rankings bietet. Na, was kann das wohl sein? Bevor ich das „Rätsel“ löse, muss ich aber noch auf eine besondere Aktivität auf der Harbour Bridge hinweisen. Wer abenteuerlustig drauf ist, kann im Rahmen einer Tour, dem Sydney Bridge Climb, auf die Brücke hinauf klettern.

1. Platz: Sydney Opera House
Den ersten Platz nimmt natürlich das Opernhaus für sich ein. Es ist schließlich das Wahrzeichen der Stadt und gehört sogar zum Weltkulturerbe! Das Gebäude sieht von außen wie ein Segelschiff mit weißen Segeln aus und ist das Fotomotiv schlechthin in Sydney. Aber auch ein Besuch von innen lohnt sich. Die Backstage Tour ist allerdings extrem teuer. Besser ist es, gleich im Rahmen eines Konzerts vorbeizuschauen und sich von der tollen Akustik beeindrucken zu lassen.

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Reisen

#112 Auf der Suche nach dem günstigsten Vogel

In Zeiten des Umweltschutzes ist es zwar verpönt, aber dennoch in den meisten Fällen das Transportmittel Nummer eins: das Flugzeug.
Kein Wunder also, dass viele Reisen mit der Suche nach einem günstigen Flug beginnen. Damit man wirklich den günstigsten Flug erwischt, sollte man vor allem flexibel sein. Am besten flexibel mit dem Ziel, flexibel mit den Reisedaten, flexibel mit der Reisedauer und flexibel mit der Airline. So kann man fast immer ein echtes Schnäppchen ergattern.
Kleine Beispiele gefällig? Unser bisher einziger Mallorcaurlaub hat uns gerade einmal 40€ für alle Flüge gekostet. Ok, wir waren zufällig zu dieser Zeit in Madrid und wir hatten nur Handgepäck, aber die Insel im November zu besuchen, war eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte! Auf die nächste Mittelmeerinsel, in diesem Fall Malta, ging es mit Gepäck für die doppelte Summe. Nach Georgien kann man für gerade einmal 250€ zu zweit fliegen und wer nach Australien will, muss nicht immer gleich über 1000€ pro Hin- und Rückflug zahlen. Die günstigsten Angebote beginnen schon bei 600€.

Wenn ich nach Flügen suche, nutze ich normalerweise die Flugsuche von Skyscanner. Manchmal helfen mir auch andere Seiten wie Momondo, Google Flights oder die Homepages der Airlines weiter. Bei Skyscanner mag ich vor allem, dass ich mir Flüge von Deutschland in alle Welt anzeigen lassen kann. Wir haben normalerweise sowieso keine feste Vorstellung, wohin wir möchten, sprich, diese Funktion ist für uns ideal. Nur die Preise in dieser Übersicht stimmen leider nicht immer. Daran könnte die Seite definitiv noch arbeiten!

Wenn ich ein günstiges Reiseland herausgesucht habe, geht die Suche mit der Monatsübersicht weiter. Gibt es einen einzelnen Tag der besonders günstig ist? Sind ein Gabelflug oder zwei komplett individuelle Einzelstrecken sinnvoll? Bevor ich dann abschließend buche, checke ich aber auch noch immer einmal alternative Wege zum Ziel. Wenn es nicht zu weit weg ist, könnte ja trotzdem eine ebenso günstige Zug- oder Busverbindung existieren. Sobald es aber aus Europa heraus geht, wird es meistens schwierig. Marokko haben wir noch mit dem Auto von Spanien aus geschafft, ein Roadtrip nach Thailand steht auch schon fest auf unserer To-Do-Liste. Aber ganz ohne Fliegen ist Reisen im Moment noch verdammt schwierig.

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#110 Kostenfalle Pauschalurlaub

In Zeiten des Internets wird es immer einfacher, echte Reiseschnäppchen zu ergattern. Oft ist aber vor allem die Art und Weise, auf die man seine Reise plant zu verbringen, viel entscheidender, ob es ein kostenintensiver oder ein fast geschenkter Urlaub wird.

Auch wenn sich das Fünf Sterne All-Inklusiv Hotel spitze anhört und ja eben alles „All-inklusiv“ sein soll, ist die Buchung der Pauschalreise eher selten das Ende der Ausgaben. Am Urlaubsziel angekommen, breitet sich nach ein paar Tagen dann doch Langeweile aus. Die ganze Zeit im Hotel ist zwar entspannend, aber aus einer zu großen Ladung Entspannung wird dann eben doch wieder Langeweile. Ein Tagesausflug muss her. Leider liegt das Hotel ziemlich isoliert vom Hauptgeschehen und wenn man der freien Marktwirtschaft glaubt, folgt einem Monopol dann meisten eins: ziemlich hohe Preise! Doch davon nicht genug, auch die Trinkgelder an der Bar, im Restaurant und ans Zimmermädchen zehren so langsam, aber sicher an dem Inhalt des Geldbeutels. Der größte Punkt bei so einer Pauschalreise ist für mich aber immer der, dass die Preise leider die schlechte Angewohnheit haben, pro Person und nicht pro Zimmer zu gelten. Plötzlich ist das vermeintlich günstige Angebot auf einer griechischen Insel eher vergleichbar mit einer individuellen Luxusreise. Jedenfalls wenn man den ganzen Fünf Sterne Kram nicht braucht und Luxus definiert als die absolute Freiheit zu tun und zu lassen, was man möchte.

Wer eine individuelle Reise plant, kann auch bei seiner Planung viel mehr berücksichtigen, wie hoch man das Budget ansetzen möchte. Für die Kosten, die bei einer zwei Personen Pauschalreise entstehen, können wir fast immer eine doppelt so lange Individualreise unternehmen. Wenn man das Reiseziel in etwas preisgünstigere Gefilde verlegt, kann man den Faktor auch um ein paar weitere Punkte erhöhen. Und was die individuelle Reise immer einer Pauschalreise voraushat:
Es gibt fast immer die Option „Urlaub für fast umsonst“. Notfalls geht es halt mit einem Billigflug an das gerade günstigste Ziel und vor Ort verlässt man sich auf seinen Backpack, während man zu Fuß durch das Land streift. Etwas geselligere Menschen können auch das Zelt mit einem Surfboard austauschen. Couchsurfen ist gerade auf Städtereisen eine ganz schön angesagte Sache!

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#108 Luxusreisen versus Reiseluxus

Das Reisen teuer ist, ist allgemein bekannt. Deswegen habe ich es mir auf vielen meiner Reisen zur Aufgabe gemacht, an allen Ecken zu sparen, an denen meine Reiseerfahrung nicht entscheidend beeinflusst wird. Das bedeutet, dass man nicht jeden Tag ins teuerste Restaurant zum Essen gehen muss, dass auch mal ein ganzer Urlaub im Zelt oder im Auto verbracht werden kann und dass man eben nicht entspannt in der Cocktailbar am Strand den Abend ausklingen lässt, sondern den doch so viel unpopuläreren Strand ohne Bar aufgesucht wird.

Das ganze Thema hat natürlich viel mit persönlichen Präferenzen zu tun. Generell hilft es aber, sich aber zu allererst vor Augen zu führen, wo man überall Ausgaben hat und welche davon überflüssig sind. Dazu sollte man unter anderem folgende Fragestellungen überdenken und für sich individuell beantworten. Was ist mir wirklich wichtig? Was mache ich nur aus Höflichkeit oder Gewohnheit? Wo gebe ich im Verhältnis zum Nutzen überdurchschnittlich viel aus?

Sobald man seine Antworten auf die Fragen gefunden hat, muss man sich aber noch einmal überlegen, ob es auch Wert ist, auf einen Teil seiner bisherigen Reisegestaltung zu verzichten? Ist es überhaupt entscheidend, viel Geld zu sparen und deswegen öfter verreisen zu können? Oder gefällt mir eben genau dieser Luxus, ein Leben zu führen, dass ich mir ansonsten nicht so leisten könnte?

Ich für meinen Teil habe jedenfalls schon vor langer Zeit entschieden, dass mehr Reisen fast immer wertvoller ist als ein hoher Reisestandard. So verzichte ich auf Reisen gerne auf ein festes Dach über dem Kopf, gehe nur ab und zu essen und wenn ich Ausflüge oder Besichtigungen plane, überlege ich mir, was ich wirklich nicht verpassen möchte, was vielversprechend und was eventuell nur überflüssig aussieht. Man hat ja schließlich eh fast nie genügend Zeit, um alles zu machen!

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#106 Campinggerichte: Würstchen-Sandwich

Wenn du mal keine Möglichkeit ein Lagerfeuer zu machen, kannst du aber trotzdem ein wenig Grillflair mit dem Gaskocher erleben. Während unserer Zeit in Spanien haben wir mit großer Freude in einer deutschen Supermarktkette Nürnberger Bratwürste – unsere Lieblingsbratwürste – entdeckt. Bei dem darauf folgenden Stopp an einem abseits gelegen, idyllischen Fluss haben wir uns gleich daran gemacht, ein bisschen Grill-Flair zu genießen. Da im Naturpark kein offenes Feuer erlaubt ist, mussten wir allerdings auf unseren Campingkocher ausweichen. Das Resultat hat aber auf jeden Fall trotzdem überzeugen können!

Das Essen ist ehrlich gesagt unglaublich easy auf dem Gaskocher. Bereite deine Beilagen zuerst einmal vor. Wir haben uns für ein Würstchen-Sandwich entschieden. Das Baguette (Brötchen gehen genauso gut) haben wir schnell aufgeschnitten und den Eisbergsalat kurz abgewaschen. Die Beilagen waren also in wenigen Minuten fertig vorbereitet.

Das Anbraten der Würstchen ging dann fast noch schneller. Da Nürnberger sehr dünn und auch schon vorgekocht sind, muss man sie wirklich nur ein bisschen erwärmen und ihnen eine goldbraune Färbung verpassen. Mit ein bisschen Öl geht das auf dem Gaskocher wirklich rasend schnell. Wenn deine Pfanne/dein Topf beschichtet ist, geht auch das Abspülen schneller. Achte in jedem Fall darauf, das Gas nicht zu stark einzustellen. Die Würstchen brennen unglaublich schnell an!

Innerhalb von zehn Minuten solltest du ein paar fertige Sandwiche in den Händen halten. Guten Appetit!

Es müssen natürlich keine Nürnberger sein. Allerdings empfehle ich, eher dünne Würstel zu wählen, da sie sonst nicht komplett „durch“ beziehungsweise warm werden, ohne anzubrennen. Ein Steak geht natürlich auch, wobei ich persönlich dann lieber auf die nächste Grillmöglichkeit warten würde. Eine Alternative ohne Braten wären auch Wiener, die man kurz im Wasser aufkochen kann.

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#104 Campinggerichte: Gemüsereispfanne

Auf meiner Wanderung über Fraser Island musste ich Proviant für sechs Tage plus ein paar Notreserven mitschleppen. Trinkwasser gab es an den Campsites zum Glück jedes Mal. Da so viel Essen ganz schön viel Platz wegnimmt, habe ich mich auf Gerichte beschränkt, die nicht so viel Platz wegnehmen. Ich hatte 1kg Nudeln, 2kg Reis und ein paar Konserven mit. Ansonsten nur ein paar Kleinigkeiten. Essen gab es zwei Mal am Tag. Täglich mindestens einmal Reis und gegen Ende nicht nur zum Abendessen, sondern auch zum Frühstück. Ja, es war nicht die kulinarisch wertvollste Erfahrung, aber trotzdem eine unglaublich tolle Zeit!

Das Essen, das es am häufigsten gab, war eine Gemüsereispfanne. Zum Reis gab ich mal Erbsen, mal Mais, mal Kidney-Bohnen oder auch ganz experimentell Nudeln hinzu 😉 Wenn du nicht gerade auf einer einsamen Insel unterwegs bist, würde ich dir folgendes Gericht empfehlen:

Eine 1-Personen-Reispfanne braucht ungefähr 100g Reis und doppelt so viel Volumen an Wasser. Wenn du zwei Töpfe hast, kannst du zuerst das Wasser aufkochen (ein Brühwürfel ist super für den Geschmack), dann ganz kurz den blanken Reis mit ganz wenig Öl anbraten und dann das kochende Wasser hinzugeben. Ansonsten kann der Reis ruhig sofort ins Wasser. Sobald das Wasser kocht, das Gas runter drehen und langsam weiter köcheln lassen. Den Topfdeckel immer drauf lassen. Sobald die Hälfte des Wassers eingezogen ist, solltest du damit beginnen, das Gemüse hinzuzugeben. Ich selbst bevorzuge Mais, Kidney-Bohnen, Erbsen und Paprika. Brokkoli, Pilze (falls du sie magst – für mich ist das gar nichts!), Tomatensoße oder anderes ist natürlich auch möglich. Sobald du das Gemüse hinzugegeben hast, solltest du den Topf wieder schließen, damit das Gemüse leicht angedünstet wird und gewärmt wird. Wenn nur noch wenig Wasser im Topf ist, verrühre ich das Gemüse und den Reis und würze eventuell ein bisschen. Sehr fein geschnittener Ingwer oder Knoblauch, etwas Kurkuma oder Chili oder ganz klassisch Salz und Pfeffer mag ich beispielsweise. Das machst du am besten so, wie du es am liebsten hast. Sobald das Wasser ganz eingesogen ist, ist deine Reispfanne fertig.

Meistens wird das Gemüse aus der Dose kommen und zu viel sein, um alles auf einmal zu verbrauchen. Normalerweise stehen bei mir deswegen oft zwei Reispfannen hintereinander auf der Speiseliste. Beim Verstauen der angebrochenen Dosen solltest du gut darauf achten, dass nichts ausläuft!

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#102 Reisegadget: Campingkocher

Auf Reisen mit dem Zelt darf der Campingkocher natürlich nicht fehlen. Mittlerweile habe ich mich allerdings schon so sehr in die Individualität des kleinen Begleiters verliebt, dass ich ihn auch stets im Gepäck auf Roadtrips habe.

Ich liebe es einfach, dass man mit dem Campingkocher jeden Fleck, der einem gefällt, zu seinem persönlichen Restaurant machen kann. Burger grillen am Surfstrand, gedünstetes Gemüse mit Couscous in einer einsamen Bucht, Lachs am Fuße eines Wasserfalls, Pfannkuchen vor dem Flughafengebäude – alles schon einmal vorgekommen. Auch wenn man manchmal ein bisschen komisch dabei angeschaut wird 😉

Der Campingkocher bietet aber nicht nur Flexibilität. Wer sein Essen selbst zubereitet, spart dabei meistens auch noch Bares. Gerade wenn wir mit wenig Budget unterwegs sind, ist das natürlich noch eine große Motivation mehr, den kleinen Kocher mitzunehmen. Das Essen kann sich im Übrigen auch wirklich sehen lassen. Gerade mit zwei Töpfen kann man wirklich leckere Gerichte zaubern.

Das größte Problem am Campingkocher ist meiner Meinung nach, dass man die Gaskartuschen nicht im Flugzeug mitnehmen darf. Wenn man beispielsweise an einem Sonntag landet und sofort die Wanderung beginnen möchte, kann das ein echtes Problem werden. Auf den Azoren mussten wir deswegen auch mehrere Kartuschen kaufen, da die Fähre zwischen den Triagle-Inseln und der Hauptinsel noch nicht verkehrte und wir aufs Flugzeug ausweichen mussten. Inselhüpfen mit dem Flugzeug und Campingurlaub beißen sich etwas! Trotzdem möchte ich den Campingkocher mittlerweile auf fast keiner meiner Reisen mehr missen und so bleibt er wirklich nur noch zuhause, wenn es entweder nicht anders geht (Gepäckbedingt – die Töpfe verbrauchen ja auch Platz) oder wenn ich mir sicher bin, dass wir ihn nicht oft genug nutzen würden (z.B. auf Städtereisen).

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#100 Herausforderungen auf Reisen

Wenn man davon spricht, das Reisen den Menschen im Leben weiterbringen und ihn entwickeln, spielt man meist darauf an, dass auf Reisen immer wieder große Herausforderungen gemeistert werden müssen. Ich spreche gerade glücklicherweise nicht von den Herausforderern, die einem die Liebste abnehmen möchten und einem zum Duell auffordern, wohl aber von den Situationen, die der alltägliche Reisealltag manchmal für einen in petto hat.

Wie die Herausforderungen auf einen zukommen, kann ganz unterschiedlich aussehen. Mal kommt der lokale Bus einfach nicht und man bewegt sich langsam, aber sicher auf den Zeitpunkt zu, an dem man seinen Rückflug in die Heimat verpasst. Manchmal kommen sie in Form von Verständigungsproblemen und selbst die einfachsten Probleme erscheinen plötzlich unlösbar. Das nächste Mal kann es auch der verschwundene Reisepass oder das fehlende Rad am Wagen sein.
Eines steht auf jeden Fall fest. Reisen ohne diese gewissen Einlagen des Schicksals gibt es nicht. Immer wieder kommt man seinen Grenzen näher und manchmal wird man wie aus dem Nichts über sie hinauskatapultiert. Genau in solchen Momenten geschieht die Magie. Man probiert so gut, wie es nur geht, die Situation zu meistern und wächst an der unmöglich erscheinenden Aufgabe. Man wird langsam souveräner, erfahrener und das nächste Mal wird man über eine ähnliche Situation nur lächeln können oder falls es sich doch um etwas Ernsteres handeln sollte, zumindest einen kühleren Kopf bewahren.

Auch wenn man meisten auf diese Art der Herausforderungen auf Reisen verzichten könnte, bringen sie doch einen entscheidenden Vorteil mit sich: Man wächst über sich selbst heraus. Und nicht nur Beziehungen benötigen ein Leben lang eine Menge Arbeit, auch die individuellen Menschen sollten nie aufhören, sich herauszufordern, sich zu verändern und an den neuen Erfahrungen zu wachsen!

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Reisen Top 3

#98 Top 3 Ausflüge: Gold Coast

Die unendlichen Strände der Gold Coast locken nicht nur Surfer an. Das Gebiet gehört zu einem der besten Surfparadiese weltweit. Wer sich aber vom Strand entfernt, taucht in die Hochhauswelt der Gold Coast ein. Dort gibt es jede Menge Restaurants, Bars und ein ausgeprägtes Nachtleben. Die diesbezügliche Hochburg ist definitiv Surfers Paradise.

3. Platz: Surfers Paradise
Damit landet Surfers Paradise auch schon auf Platz drei dieses Rankings. Diese Hochhausmetropole muss man einfach gesehen haben. Ob man jetzt gleich für ein paar Nächte bleiben muss, sei mal dahin gestellt. Feierwütige werden aber auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen und ein entspannter Spaziergang am Strand entlang lohnt sich definitiv.

2. Platz: Springbrook National Park
Weitaus ruhiger geht es dagegen im Springbrook National Park zu. Die Wälder, Felsen und Wasserfälle machen diesen Park zu einem Paradies für Wanderer. Ein sehr schönes Ziel sind die über hundert Meter hohen Purling Brook Falls. Den besten Ausblick gibt es passenderweise vom Best of All Lookout. Neben uralten Bäumen und wilden Tieren kann man im Nationalpark auch eine Glühwürmchenkolonie besuchen.

1. Platz: Byron Bay
Auch wenn vor Ort schon tolle Surfmöglichkeiten ausreichend vorhanden sind, sollte man sich einen Ausflug in das entspannte Surferstädtchen Byron Bay überlegen. Der Ort hat einfach eine einzigartige, relaxte Atmosphäre. Den Tag kann man lässig am Strand genießen, abends locken gute Restaurants und das Nachtleben. Im Osten kann man einen kleinen Ausflug zum Cape Byron Lighthouse unternehmen. Mein absolutes Highlight in Byron Bay waren aber definitiv die unglaublich hohen und starken Wellen. Noch nie habe ich in meinem Leben ein wilderes Meer erlebt! Das war wohl auch der Grund, warum außer mir nur Surfer im Wasser unterwegs waren… Auch wenn der Seegang nicht immer so sein wird, sollte man sich den Flair dieses Kleinods auf keinen Fall entgehen lassen!

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#96 Männernerven – wenn Frauen nerven

Was nervt Männer an Frauen beim Reisen? Der erste Punkt, der mir da in den Kopf springt? Definitiv, dass man so oft auf seine weibliche Begleiterin warten muss. Im Bad dauert alles länger und während man sich selbst in ein, zwei Minuten eingekleidet hat, muss Frau erst mal das passende Outfit für den Tag aussuchen.

Punkt zwei: Auf Reisen bin ich gerne abenteuerlustig. Es gibt eigentlich nichts Schlimmeres, als wenn das nächste Abenteuer ins Wasser fällt, weil Frau Sightseeing oder Shopping lieber sind.

Punkt drei: „Willst du jetzt wirklich nochmal raus, um Nachtaufnahmen zu machen? Ich bin schon soooo müde!“ Naja, spricht für sich, oder? Natürlich will ich! Man ist ja schließlich nur einmal an dem Ort…

Punkt vier: Auch wenn wir bereits bei den anderen drei Burgen / Stränden / Wasserfällen / Was auch immer waren, das vierte Highlight könnte die anderen bei Weitem übertreffen. Männer sind manchmal einfach ein bisschen stur und zumindest ich will auf meinen Reisen am liebsten alles mitnehmen – und vor allem nichts verpassen!
Punkt fünf: Frauen mögen schöne Dinge und für die meisten fallen Schlangen, Spinnen und sonstiges Getier nicht in diese Kategorie. Falls wir mal den Retter spielen müssen, mag das ja schön sein, dass man um Hilfe gebeten wird und das riesige Problem so kinderleicht aus der Welt schaffen kann – beziehungsweise eher aus der direkten Umgebung – #Tierschutz. Manchmal wünschte ich mir, dass das alles aber gar nicht so ein großes Problem wäre. Nicht immer hat Mann Lust, den Kammerjäger zu spielen…

Abschließend muss ich auf jeden Fall noch eines anmerken. Auch wenn es Punkte gibt, die mal nerven können, sind sie in den seltensten Fällen schlimm! Erstens sind die nervigen Eigenheiten doch viel überspitzter formuliert, als sie meist in freier Wildbahn auftreten und falls mal doch Uneinigkeit herrscht, kann man zum Glück immer noch miteinander reden und Kompromisse finden!

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#94 Das Land verdient einen neuen Namen – wenn Könige entscheidungsfreudig sind

Von Südafrika hat schon fast jeder einmal gehört. Wie sieht es aber mit seinen Nachbarstaaten aus? Sechs Stück sind es. Könntest du sie aufzählen? Die Auflösung findest du am Ende des Artikels.
Ein Land muss ich jetzt aber schon „spoilern“: Eswatini. Als ich vor Jahren Südafrika mit meiner Familie bereiste, besuchten wir auch das kleine Königreich. Damals hieß es allerdings noch Swasiland. Im Jahre 2018 beschloss der Herrscher des Kleinstaates, König Mswati III., allerdings, dass es Zeit sei, sich zur Feier des fünfzigjährigen Jubiläums der britischen Unabhängigkeit vom alten Namen Swasiland zu verabschieden. Der Name sei eine Mischung von Swasi sowie Englisch und die neuere Form Eswatini passender. Das Land, das von der Größe ungefähr zwischen Montenegro und Nordmazedonien einzuordnen ist, ist die letzte absolutistische Monarchie auf dem afrikanischen Kontinent.

Als wir dem Königreich einen Besuch abstatteten, fiel das jährlich stattfindende Umhlanga Fest zufällig auf unsere Reisedaten. In diesem Fest tanzen bis zu 40.000 Frauen vor dem Königshaus. Traditionell präsentieren sie der Mutter des Königs frisch geschnittenes Schilfrohr. Bei dem acht Tage dauernden Festlichkeiten sucht sich der König immer wieder eine Ehefrau heraus, was nicht nur als große Ehre gilt, sondern auch die Unterbringung im reichsten Haushalt des Landes mit sich bringt. Im Königreich ist die Polygamie vor allem unter einflussreichen Männern noch stark verbreitet. So hat der König mittlerweile über ein Dutzend Ehefrauen.

Auch wenn in Eswatini noch zahlreiche Dinge nicht so laufen, wie ich es mir wünschen würde, ist ein Besuch im Königreich definitiv eine prägende Erfahrung. Wer so wie wir Glück hat, kann auch dem Umhlanga Fest beiwohnen. Das genaue Datum wird jedoch nur ungefähr einen Monat im Voraus bekannt gegeben, da es noch mit traditioneller Astrologie bestimmt wird. Mehr Informationen dazu finden sich auf der offiziellen Webseite von Eswatini.

Auflösung des Rätsels am Anfang:
Die sechs Nachbarstaaten Südafrikas: Namibia, Botsuana, Simbabwe, Mosambik, Swasiland/Eswatini und das komplett von Südafrika umschlossene Lesotho. Eswatini selbst grenzt nur an Südafrika und Mosambik.

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Reisen

#92 Sicherer Umgang mit Geld und Wertsachen

Schon in den Kinderjahren versuchen Eltern ihren Kindern beizubringen, wie man richtig mit Geld umgeht. Auf Reisen ist dieses Thema genauso wichtig wie im restlichen Leben. Auf Reisen hingegen wird ein anderer Aspekt wichtiger: Wie verhindere ich, dass ich im Ausland nicht plötzlich ohne Geldmittel dastehe? Nicht wegen einem verschwenderischen Konsumstil, sondern eher wegen der Gefahr von Taschendiebstahl und Überfällen.

Sei es im Gedränge des Hauptbahnhofes, auf dem Karneval in Brasilien oder in einer Seitenstraße in einer asiatischen Metropole. Da man nie ausschließen kann, dass einem das Bargeld und Kreditkarten abhandenkommen, muss man sich im Vorhinein darauf vorbereiten, um erstens die Chancen zu minimieren sowie zweitens einen Notfallplan parat zu haben.

Versuche zu allererst kein attraktives Ziel darzustellen. Sei dir der Gefahr bewusst und trage keine Wertsachen offen herum. Der Geldbeutel gehört deswegen auch auf gar keinen Fall in die hinteren Hosentaschen! Eine weitere Grundregel ist es, die Wertsachen und vor allem Bargeld und Kreditkarten aufzuteilen und an verschiedenen Orten aufzubewahren. Nützliche Helfer zum Verstecken können zum Beispiel Brusttaschen oder Geheimtaschen in Hosen, Jacken, Rucksäcken sowie Gürteln sein. Im Zweifelsfall kann man solche geheimen Stauräume auch nachträglich einnähen (lassen). Falls doch mal ein Versteck oder die Hosentasche ausgeräumt werden sollte, kann man immer noch auf die Reserven an den anderen Orten zurückgreifen. Wichtig ist hierbei immer, dass man diese Fächer auch geheim hält. Wenn man auf offener Straße am Bankautomat steht und das Geld an den verschiedenen Orten versteckt, wissen die Räuber trotzdem, wo sie suchen müssen!

Falls Kreditkarten geklaut werden, muss man natürlich daran denken, sie sperren zu lassen. Ansonsten erlebt man zuhause eine äußerst böse Überraschung. Eine zuvor getroffene Beschränkung der maximalen Abhebesumme kann dem auch vorbeugen. Hier ist aber immer daran zu denken, dass es auf Reisen immer auch mal anders kommen kann als geplant. Das Limit sollte also auch nicht zu knapp bemessen sein!
Im äußersten Notfall – das heißt ein Komplettverlust von Bargeld und allen Kreditkarten – kann man sich zum Glück auch Geld von Freunden oder Familie schicken lassen. Dein Helfer in der Not muss dazu in eine Filiale einer Bank gehen, die einen solchen Geldtransfer anbietet (beispielsweise die Western Union). Dort übergibt er den Geldbetrag, den er dir schicken lassen will am Schalter. Daraufhin kannst du im Ausland zu einer Filiale der gleichen Bank gehen und dir das Geld auszahlen lassen. Natürlich kostet der Transfer eine Gebühr, aber im Zweifelsfall kann so deine Reise gerettet werden.

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Campingurlaub Reisen

#90 Campinggerichte: Lachs

Die drei Wochen auf den Azoren sind mir nicht nur wegen der wunderschönen Natur auf den verschiedenen Inseln im Gedächtnis geblieben. Auch die Campingplätze waren oft wunderschön. Mein Favorit war definitiv der Campingplatz auf der Insel São Miguel. Auf einer schönen Wiese schlugen wir unser Zelt auf und hörten neben ein paar Vögeln nur den nahen Wasserfall. Uns gefiel es so gut, dass wir fast jede Nacht wieder hierher kamen. Ein zusätzliches Highlight zur schönen Atmosphäre war aber auch das leckere Essen: Es gab frischen Lachs. Das Gericht will ich gerne mit dir teilen!

Du brauchst zum Kochen zwei Töpfe oder je einen Topf und eine Pfanne. Wir haben immer nur einen Campingkocher dabei, was meistens auch ausreicht. Mit zwei Kochern ist es natürlich noch einfacher, leckere Gerichte zu zaubern. Als Beilage zum Lachs eignen sich natürlich viele verschiedene Sachen. Wir haben Couscous bevorzugt, weil es erstens weniger Gas verbraucht als beispielsweise Reis oder Kartoffeln und gut zum zarten Fischfleisch passt. Die gesamte Zubereitung sollte etwa 15 Minuten brauchen.

Ran an den Campingkocher und losgeht’s! Als Erstes musst du Wasser aufkochen. Du benötigst in etwas doppelt so viel Wasser im Vergleich zur Volumenmenge des Couscous. In das langsam köchelnde Wasser gibts du einen Brühwürfel. Wir bevorzugen dabei Gemüsebrühe, aber einen Würfel mit Curry Geschmack haben wir auch schon einmal ausprobiert und fanden es lecker. Das Essen wird dann natürlich ein bisschen experimenteller. Sobald das Wasser kocht, muss das Couscous hinzugegeben werden. Jetzt kannst du den Topf vom Kocher nehmen und zur Seite stellen (nicht auf wärmeleitende Oberflächen wie Metall, damit möglichst viel Wärme im Topf bleibt).

Jetzt beginnt das Anbraten des Lachses. Nimm dafür am besten eine beschichtete Pfanne oder einen beschichteten Topf. Das macht das Abspülen hinterher deutlich einfacher. Erhitze ein wenig Öl deiner Wahl (Wir haben auf Reisen normalerweise eh nur die Auswahl zwischen Sonnenblumen- und Olivenöl) und gib gleich darauf das Lachsfilet hinzu. Ich mag den Geschmack vom Lachs auch ohne Gewürz, du kannst aber auch etwas Pfeffer und Salz auftragen. Die Zubereitung des Lachses ist abhängig vom Lachsfilet:

Ist es ein hufeisenförmiges Stück (Senkrecht zur Wirbelsäule geschnitten), musst du darauf achten, dass das Gas nicht zu stark eingestellt ist. Ansonsten wird der Lachs außen schon zu dunkel, während er innen noch roh ist. Falls das Stück sehr dick ist, sollte es im Zweifelsfall längs halbiert werden. Wenn das Lachsfilet parallel zur Wirbelsäule geschnitten ist, befindet sich auf einer Seite des Filets die Außenseite des Fisches – man sieht also dessen Schuppen. Bei diesem Stück ist die Gefahr des Anbrennens deutlich geringer. Ich beginne das Anbraten immer auf der Seite mit den Schuppen und lasse das Filet auf dieser Seite so lange liegen, bis der Fisch bis etwas über die Hälfte (bis 2/3) gar wird. Du erkennst das am besten daran, dass das rosa Fischfleisch etwas dunkler (oranger) wird. Ist dieser Zustand erreicht, entferne ich die Haut samt Schuppen vom Filet und brate nur noch ganz kurz beide Seiten an. Wenn das Stück besonders dick war, verbrennt bei dieser Methode nur die Haut und nicht der leckere Fisch.
Während des Bratens sollte der Couscous fertig gezogen haben und damit ist das Gericht schon fertig. Gerade wenn der Fisch ganz frisch ist, hast du dir somit auf dem Campingkocher ein wahres Festmahl gezaubert. Genieß es!

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Reisegagdets Reisen

#88 Reisegadget: Reiseführer

Im Gepäck der meisten Reisender darf auch der Reiseführer natürlich nicht fehlen. Mittlerweile entscheiden sich immer mehr für eine digitale Version, die Anzahl der „echten“ Bücherwürmer ist aber dennoch ziemlich hoch. Beiden Gruppen gemein ist auf jeden Fall, dass sie aus ihrer Reise das Bestmögliche herauskitzeln möchten und sich deswegen auf den (hoffentlich) fachkundigen Reiseführer verlassen.

Bei der Auswahl des Reiseführers sollte man verschiedene Punkte berücksichtigen. Wie reise ich? Bin ich als Backpacker beziehungsweise Low-Budget-Reisender unterwegs oder gehöre ich eher der Gruppe Reisender an, die sich auch mal etwas Luxus gönnen? Werde ich das ganze Land bereisen oder nur eine Region? Bin ich vielleicht auch hauptsächlich einer Aktivität – zum Beispiel Tauchen – interessiert?
Für die verschiedenen Bedürfnisse gibt es meistens auch verschiedene Reiseführer. Die verschiedenen Verlage decken unterschiedliche Bedürfnisse ab und manchmal gibt es auch sehr spezialisierte Führer, die sich auf eine bestimmte Region beschränken oder ihren Fokus auf bestimmte Aktivitäten legen. Man sollte sich also immer mehrere Führer anschauen und dann entscheiden, welcher am besten zu der eigenen Reiseroute und Reiseart passt.

Bei der Frage, ob es ein digitaler oder ein herkömmlicher Reiseführer sein sollte, spalten sich die Geister. Im Endeffekt ist es letztendlich auch immer die eigene Präferenz. Wer sich eine digitale Version zulegt, spart sich eventuell zusätzliches Reisegewicht. Das aber auch nur, wenn das notwendige digitale Lesegerät (Handy, Tablet, Laptop) sowieso mit im Gepäck wäre. Bei der digitalen Version muss man außerdem bedenken, dass die zugehörigen Geräte potenzielle Diebesbeute sind. Wenn das Handy also geklaut wird, ist der Reiseführer gleich mit weg. Außerdem kann man im Reiseführer nicht so schön blättern und er wird nicht angezeigt werden, wenn die Batterie alle ist. Dem gegenüber steht, dass die Papierform doch meistens ein ordentliches Gewicht mitbringt, Platz verbraucht und meistens auch teurer ist. So oder so, komplett auf einen Reiseführer sollte man wirklich in den wenigsten Fällen verzichten.

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Reisen Top 3

#86 Top 3 Ausflüge: Noosa, Sunshine Coast

Die Sunshine Coast lockt mit jeder Menge … Sunshine! Die über einhundert Kilometer lange Küste besteht überwiegend aus tollen Stränden mit viel Sonnenschein und einem Meer, das auf ein erfrischendes Bad oder zum Surfen einlädt. Wer nicht den ganzen Aufenthalt an der Sunshine Coast am Meer verbringen möchte, kann aber auch ein paar tolle Ausflüge ins Umland unternehmen.

3. Platz: Noosa National Park
Die kleine Landspitze vor Noosa beherbergt einen schönen Nationalpark. Auch wenn die Namen der Aussichtspunkte im Osten plötzlich ziemlich düster werden – es geht vom Dolphin Point Lookout zu den Fairy Pools und dann kommen Hell’s Gates und Devil’s Kitchen – sollte man die kurze Wanderung nicht verpassen. Gerade der Sonnenaufgang an den Toren zur Hölle ist empfehlenswert! Der Strand der Alexandria Bay zwischen Hell’s Gates und Devil’s Kitchen ist ein inoffizieller FKK-Strand. Vielleicht erklärt das den Namen der beiden Aussichtspunkte an den Enden der Bucht?

2. Platz: Noosa River
Etwas weiter westlich lädt der Noosa River zu einer entspannten Kanu- oder Kayaktour ein. Nach Norden kann man die Seen Cooroibah und Cootharaba durchqueren und bis zum Lake Coolola paddeln. Wer die Strecke lieber zu Fuß bewältigen möchte, sollte sich Platz eins genauer anschauen.

1. Platz: Cooloola Great Walk durch den Great Sandy National Park
Von Noosa aus kann man den kompletten Great Sandy National Park bis hoch zu Rainbow Beach durchqueren. Der Cooloola Great Walk führt an wunderschönen Stränden entlang, trifft auf den Noosa River und durchquert wilden Regenwald. Auf insgesamt 102 Kilometern Länge kann man mal so richtig zu sich selbst finden und eine tolle Zeit in der Natur verbringen. Wer möchte, kann den Weg auch als Einstimmung zum nächsten Great Walk verstehen, zu dem man von Rainbow Beach übersetzen kann! Mehr Informationen gibt es auf der Top 3 Seite zum Fraser Island Great Walk.

Neben den vorgestellten Ausflügen locken im Süden der Sunshine Coast noch die Glass House Mountains und der international bekannte Australia Zoo. Beides ist definitiv auch eine Überlegung wert!

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Reisen

#84 Mein perfektes Reiseziel

Heute wurde ich gefragt, wie mein perfektes Reiseziel aussehen würde. Mal schauen, was am Ende herauskommt…

Wichtig ist für mich auf einer Reise, dass ein wenig oder noch besser viel Action mit von der Partie ist. Ich erkunde gerne verlassene Orte und gehe dorthin, wo es nicht viele andere hin verschlägt. Am besten gibt es auch viele sportliche Betätigungen: Schnorcheln, Klettern, Wandern, Mountainbiken? Sign me up! Neben dem Abenteuer reizen mich Länder, die mir bisher Unbekanntes bieten. Die Menschen sollten möglichst offen sein. Sightseeing ist zwar auch mal ganz nett, aber es sollten definitiv nicht zu viele Städte sein. Die Natur fasziniert mich mehr und wenn es ein paar mehr Tiere gibt, bin ich auch nicht unglücklich. Das Land muss außerdem noch fotogen sein. Eine meiner Leidenschaften ist schließlich die Reisefotografie!

Wenn ich jetzt ein bisschen wählerisch sein darf, würde ich noch mit aufzählen, dass das Preisniveau nicht europäisch sein sollte. Ich habe es so geliebt, auf dem Balkan jeden Abend essen gehen zu können, ohne ein schlechtes Gewissen gegenüber dem Geldbeutel zu entwickeln. Das Land sollte trotzdem sicher genug sein, sodass man nicht in permanenter Angst um seine Wertsachen lebt. Am besten ist das Reiseziel auch noch geeignet für einen ausgedehnten Roadtrip und man darf überall freistehen. Wenn die Übernachtungen dann auch noch günstig sind, könnte man auch ein paar Nächte mit einem festen Dach über dem Kopf verbringen. Ob ein Land am Meer liegt oder nicht, ist für mich gar nicht so entscheidend. Wenn es das Meer gibt, dann aber bitte nicht verbaut. Sprich, es dürften keine Betonbauten oder Hotelruinen die Küste verschandeln.

Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob mein perfektes Reiseziel auch in der Realität existiert. Es hört sich ein bisschen zu gut an. Wenn du glaubst, die perfekte Destination zu kennen, schreib sie mir bitte sofort. Ich bin schon gespannt!

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#82 Von den kleinen und großen Fünfen

Ich hab mich schon oft gefragt, weswegen das Land genauso wie ein Kontinentteil heißt. So ist es auf jeden Fall immer ein bisschen verwirrend, wenn man von Südafrika spricht. Meint man gerade den südlichen Teil Afrikas, sprich die Länder Namibia, Botsuana, Simbabwe, Mosambik, Swasiland, Lesotho und eben Südafrika oder nur den letztgenannten Staat? Heute soll es auf jeden Fall um das wundervolle Land Südafrika gehen.

Südafrika ist unglaublich vielfältig. Am bekanntesten ist der Staat aber wohl wegen Kapstadt und dem nahen Kap der Guten Hoffnung – dem südwestlichsten Punkt Afrikas. Der südlichste Punkt des schwarzen Kontinents, das Kap Agulhas, liegt nochmal ein bisschen südlicher. Die beiden Landspitzen sind ungefähr 150 Kilometer voneinander entfernt. Was hat Südafrika aber noch zusätzlich zu bieten?

Wer aufs Wandern steht, wird in den Drakensbergen oder in einem der vielen Nationalparks fündig. Dabei sollte man nur darauf achten, dass der Fußmarsch nicht unabsichtlich zu einer Safari wird. Dafür ist Südafrika nämlich international bekannt. Überall im Land sieht man Schilder mit den „Big Five“. Das sind Elefant, Nashorn, Büffel, Leopard und Löwe. Auf den überall im Land angebotenen Safaris hat man die Chance, alle fünf Tiere zu beobachten. Analog zu den Big Five gibt es übrigens auch die „Little Five“: Rüsselspringer, Nashornkäfer, Büffelweber, Pantherschildkröte, Ameisenlöwe.

Neben der unglaublichen Natur und Tierwelt gibt es in Südafrika aber natürlich noch mehr zu sehen. Im Nordosten des Landes liegt die quirlige Hauptstadt Pretoria, direkt daneben die Metropole Johannesburg. An der Küste laden die Städte Durban und Port Elizabeth zu einem Besuch mit Bademöglichkeit ein.

Generell gilt in Südafrika wohl der Grundsatz, dass es eher zu groß ist, um alles erleben zu können. Langweilig wird keinem beim Besuch dieses faszinierenden Landes werden!

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#80 Wahnsinn in der Wüste

Dass Dubai eine Stadt der Superlative ist, ist längst bekannt. Vor meiner Reise nach Sri Lanka konnte ich zusammen mit Julia die Supermetropole in Rahmen eines Stop-Overs besuchen. Während ich bereits zwei Artikel über die touristische sowie die komplett untouristische Seite Dubais verfasst habe, geht es heute darum, was Dubai so einzigartig macht.


Zu allererst muss man hier wohl eines aufzählen: den Burj Khalifa. Das weltweit höchste Bauwerk mit einer Gesamthöhe von 828 Metern. Ringsum befindet sich die Dubai Downtown mit seinem Heer aus Hochhäusern. Aber nicht nur am Land sticht Dubai mit seinen Projekten aus der Masse der Metropolen heraus. Im Meer geht der Wahnsinn weiter.


Betrachtet man Satellitenbilder von Dubai, sieht man, dass sich seit der Jahrtausendwende einiges getan hat. Dubai hat Unmengen künstlicher Landfläche vor seiner Küstenlinie aufgeschüttet. Zwar wurden nicht alle der geplanten Bauprojekte fertiggestellt, dennoch hat sie sich entscheidend verändert. Zwei Inselgruppen sind hinzugekommen, die jeweils der Form einer Palme nachempfunden sind. Es handelt sich um „The Palm, Jebel Ali“ und „The Palm, Jumeirah“. Die dritte geplante Palme nahe dem Viertel Deira wurde nicht fertiggestellt und zu den „Deira Islands“ umgestaltet.


Zwischen den Deira Islands und der Jumeirah Palme befindet sich eine weitere Inselgruppe. Ohne Landanschluss wurde ein künstliches Atoll aus mehreren hundert Inseln aufgeschüttet. Es soll die Landmasse unserer Erde repräsentieren und wird deswegen „The World“ genannt. Es handelt es sich aus der Vogelperspektive im Prinzip um eine künstlerisch realisierte Weltkarte.


Zurück auf dem Festland müssen wohl noch die „Jumeirah Islands“ Erwähnung finden. Ja, richtig gehört. Inseln auf dem Festland. Bei der aus 50 Inseln bestehenden Anlage handelt es sich um ein Wohnprojekt. Rund um die Inseln wurde Land ausgehoben und mit Wasser geflutet. Etwas nördlich entstand das riesige Wohnviertel „Emirates Hills“.
Dubai ist wirklich einzigartig. Wer dem Emirat noch keinen Besuch abgestattet hat, sollte wirklich mal vorbeischauen. Vielleicht lässt sich ja wie bei uns ein Stop-Over einrichten?

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Reisen Reisevielfalt

#78 Nussschalen auf großer Reise

Eine meiner Bekannten ist eine begeisterte Seglerin. Ich kann es auch gut nachvollziehen, so hat sie doch bis jetzt nur Positives dabei erlebt. Als sie das Segeln auf einem See nahe München lernte, entdeckte sie nicht nur ihre Leidenschaft fürs Segeln, sondern fischte auch ihren Segellehrer und jetzigen Ehemann aus dem Wasser. Zusammen sind sie seitdem über die Ostsee nach Dänemark geschippert, haben den Ärmelkanal überquert und das Meer vor Kroatien und Griechenland unsicher gemacht.

Ein Ort, der mir im Bezug aufs Segeln ganz besonders im Gedächtnis geblieben ist, liegt auf einer kleinen Insel mitten im Atlantik. Genauer gesagt auf der Azoreninsel Faial, in der Inselhauptstadt Horta. Denn im dortigen Jachthafen haben sich unzählige Segler verewigt. Überall auf den Mauern ringsum befinden sich die Malereien der festmachenden Segelcrews. Ganz viele sind auf dem Halbzeitpunkt ihrer Atlantiküberquerung. Ein Spaziergang durch den Hafen ist deswegen ein echtes Erlebnis. Man ist auf der Suche nach einer deutschen Mannschaft und sieht unterwegs Flaggen aus aller Herren Ländern. Manche der Malereien sind schon Jahre oder gar Jahrzehnte alt, andere gerade erst entstanden. Der Brauch hält sich glücklicherweise weiterhin und macht den Hafen Hortas so zu einem ganz besonderen Ziel für die Überquerer des Atlantiks – seien sie per Flugzeug oder per Schiff angereist.

Ich selbst war in meinem Leben nur insgesamt drei Tage auf einem Segelboot. Als Kind hat mich mein Onkel für einen Ausflug auf den Starnberger See hinaus mitgenommen und das zweite Mal zog es mich in Australien zu den Whitsunday Islands auf das Meer hinaus. Beide Male war es ein unvergessliches Erlebnis und nicht nur deswegen fiebere ich dem Tag entgegen, an dem ich das nächste Mal zum Segeln aufbreche. Hoffentlich werde ich bei stärkeren Wellengang nicht so richtig seekrank!

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#76 Tourist in Dubai

Letztes Jahr war es soweit. Ich habe die Mega-Stadt Dubai besucht. Viel hatte ich bereits von ihr gehört. Die einen waren begeistert und die anderen entgeistert. Und wie hat mir selbst der Aufenthalt in der Wüstenstadt gefallen?

Auf dem Weg zu unserem dreiwöchigen Sri Lanka Aufenthalt haben Julia und ich noch einen zwei Tages Stopp in den Vereinigten Arabischen Emiraten eingelegt. Glücklicherweise war das bei der Flugbuchung mit Emirates problemlos möglich. Früh morgens landen wir völlig übermüdet in der Metropole. Die Nacht war wegen der Zeitverschiebung viel zu kurz. Mit der Metro geht es für uns in Richtung Downtown. Etwas abseits vom höchsten Gebäude der Welt, dem Burj Khalifa, liegt unser Hotel. Wir können aber so früh natürlich noch nicht einchecken. Immerhin können wir unser Gepäck dalassen. Bis zum Nachmittag durchstreifen wir Dubai Downtown und besuchen die berühmte Dubai Mall. Alles ganz schön beeindruckend!

Nach einer kurzen Ruhepause im Hotelbett geht es für uns am frühen Abend nochmal mit dem Stativ bewaffnet raus. Gerade Dubai bei Nacht gefällt dem Fotografenherz. Besonders der südliche Arm des Dubai Creeks gefällt uns für einen kleinen Abendspaziergang. Was aber total überrascht? Wir sind komplett allein!

Am nächsten Morgen geht es für uns an den bekannteren Teil des Dubai Creeks: Wir besuchen Deira, die Altstadt von Dubai. Deira ist vor allem für die orientalischen Souks und Märkte bekannt. So gibt es einen eigenen Souk für Gewürze, Textile und Gold. Dieser Teil von Deira ist recht touristisch. Bevor wir den Fluss überqueren, machen wir noch eine dreiviertel Stunde lange Fahrt den Fluss hinauf, die definitiv ein Highlight unserer Zeit in Dubai ist. Gerade die Docks etwas weiter flussaufwärts sind ein Hingucker mit ihren überladenen und völlig chaotischen Booten – sogennante Dhaus – die Waren aus Indien und Pakistan anliefern.

Nach der Rundfahrt setzen wir mit einem Abra – eine kleine, traditionelle Holz-Fähre – auf die andere Seite des Flusses über. Auf der anderen Seite setzt sich die touristische Seite Dubais fort. Das Viertel Al Seef beispielsweise ist ausschließlich für den Tourismus entstanden. Keines der auf alt getrimmten Gebäude ist echt. Keines so alt, wie es erscheint. Davon, dass Dubai auch anders kann und man die Chance auf völlig authentische Erfahrungen hat, habe ich bereits früher berichtet. Gerade diese beiden vollkommen verschiedenen Welten so nah nebeneinander existieren zu sehen, macht für mich den Reiz Dubais aus.

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#74 Ich will nur dein bestes: dein Geld

Mit diesem Spruch scherzt mein Vater immer. Nicht nur beim Reisen entspricht er leider der Wirklichkeit. Doch gerade im Ausland wird man mit seiner Wahrhaftigkeit am öftesten konfrontiert.

Überall möchten Menschen dem Reisenden etwas verkaufen. Seien es Kleinigkeiten in Souvenirgeschäften, gefälschter Schmuck oder Markenprodukte. Hinzu kommen noch die unzähligen Schlepper, die dich ins nächste Restaurant entführen möchten oder die dir einen Ausflug andrehen wollen. Wenn es keine kommerziellen Angebote sind, dann wird wahrscheinlich um Geld für die kranken Kinder gebeten oder gleich mit der Waffe gedroht. Überall geht es um das, was heute die Welt regiert.

Manchmal wünscht man sich in solchen Momenten einfach eine gerechtere Welt herbei. Oder ein T-Shirt mit einem großen „No, thank you!“. Wobei dieses Mittel bei einem Überfall wohl nur schlecht als recht wirken würde. Gerade bei Bettlern finde ich die Situation schwierig. An die nervigen Souvenirverkäufer und Restauranteinladungen kann man sich ja noch gewöhnen. Bei Bettlern ist es allerdings wirklich unglaublich schwierig zu erkennen, wann sich ein wahrhaftig Hilfsbedürftiger unten der Schar an Scharlatanen befindet.

Feste Regeln für sich im Vorfeld zu definieren ist wichtig. Wenn ich merke, dass das nett gemeinte Gespräch nur einen Zweck hat, habe ich keine Scheu mehr, den Fluss an Worten zu durchbrechen. Kindern geben wir nie etwas. Das sollte sowieso klar sein. Bei allen anderen wird es schon schwieriger. Abseits von Touristenzentren und vor allem abseits der Großstädte ist die Chance auf echt Bedürftige am größten. In Ballungszentren hingegen wird oft schon von den Städten erbeten, keine Spenden zu erbringen. Zu groß ist die Gefahr, dass immer mehr Menschen ihren Job wechseln und ihren Lebensunterhalt auf der Straße erwirtschaften. Generell gilt wohl, dass gerade die etwas verdienen, die nicht laut danach schreien. Es hilft ungemein, ein wenig darauf zu achten, ob die Einheimischen selbst etwas geben. Dann ist man meist auf der sicheren, sozial vertretbaren Seite.

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Fotografie

#72 Versicherung für Reiseerinnerungen

Ich liebe das Reisen. Ich liebe die Fotografie. Folglich bin ich natürlich ein begeisterter Reisefotograf. Jeder Fotograf hat davor Angst, dass man eines Tages die externe Festplatte anschließt, auf der sich die Erinnerungen der letzten zwei Jahre befinden und dann der große Schock folgt. Die Platte kann nicht mehr ausgelesen werden. All die Mühe, all die Erinnerungen, all das Herzblut ist verloren. Damit dieser Fall nicht eintritt, will ich heute darüber schreiben, wie man am besten seine Fotos vor dem unwiderruflichen Verlust sichert.

Das Zauberwort, um den Totalverlust zu vermeiden, heißt Redundanz. Ich sichere meine Bilder nicht nur einfach, sondern gleich dreifach. In meinen Fall halten dafür mittlerweile drei 4TB Festplatten und drei 8TB Festplatten her. Seit dem Kauf der Nikon D810 verbraucht ein Bild immerhin schon um die 75MB. Für die redundante Speicherung gibt es natürlich mehrere Wege. Statt einer Vielzahl an externen Festplatten kann man sich heute auch Speicherplatz anmieten. Die Cloud-Speicher sind derzeit immer wieder in aller Munde. Die einen werben mit ihnen als Technologie der Zukunft, die anderen fürchten um die Integrität der Daten und der eigenen Privatsphäre. Ich vertrete auch eher die zweite Personengruppe. Falls ich jemals meine Fotos einem solchen Online-Speicherdienst anvertrauen würde, wäre es aber in jedem Fall ein einheimischer Anbieter. Wie es um den Datenschutz im Ausland steht, sollte hinsichtlich bekannt sein.

Statt externe Festplatten zu verwenden, kann man auch sogenannte NAS-Speichersysteme verwenden. Dabei handelt es sich um kleine Rechner, in denen die vorhandenen Daten redundant vorliegen. Es ist quasi ein eigener, kleiner Server, der mit bestimmten Speicherverfahren vor Datenverlust schützt.

Im Prinzip ist es aber völlig egal, welches Verfahren genutzt wird. Neben den drei vorgestellten existieren natürlich noch viele weitere. Die Hauptsache ist vor allem eins: Schütze deine liebevoll erstellten Bilder im Vorhinein und hoffe nicht einfach darauf, dass es dich schon nicht erwischen wird!

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Reisen

#70 Bergsteigen am mittelatlantischen Rücken

Wer auf der Suche nach dem höchsten Berg Portugals ist, wird nicht etwa auf dem Festland, sondern inmitten des Atlantiks fündig. Der Montanha do Pico (bzw. auch Ponta do Pico) auf der portugiesischen Azoreninseln Pico ist mit seinen 2351 Höhenmetern die Spitze Portugals. Beim Montanha do Pico handelt es sich um einen aktiven Vulkan, der 1720 das letzte Mal ausgebrochen ist. Der Gipfel besteht aus einem großen Vulkankrater, aus dem sich ein weiterer Vulkankegel erhebt, der schließlich in dem höchsten Punkt mündet. Fast das komplette Areal des Berges steht unter Naturschutz.

Wer den Ponta do Pico nicht nur von den umliegenden Inseln aus betrachten will, sondern auch erklimmen möchte, muss sich dafür an die Casa de Montanha auf 1223 Metern begeben. Dort bekommt man sowohl hilfreiche Tipps als auch die Möglichkeit, die Genehmigung zum vier Kilometer langen Aufstieg zu erwerben.

Der Aufstieg auf den Vulkan ist ausschließlich über dessen Westflanke möglich. Pro Person werden dabei 20€ bis zum Gipfel fällig. Ein GPS-Gerät ist beim Preis mit eingeschlossen. Die Wanderung ist vor allem eines: anstrengend! Über 1100 Höhenmeter muss man sich das scharfkantige Geröll hinaufkämpfen. Oben wird man dann aber mit einer unglaublichen Aussicht belohnt – jedenfalls falls es das Wetter zulässt. Da der Vulkan die höchste Erhebung in einigen Tausend Kilometern Umkreis ist, bleiben recht gerne Wolken an dessen Spitze hängen. Bei guter Sicht hingegen eröffnet sich dem fleißigen Bergsteiger ein Panorama, dass seines gleichen sucht.

Wer das Erlebnis noch ein bisschen besonderer gestalten möchte, hat ein Zelt und einen dicken Schlafsack im Gepäck. Die Übernachtung am höchsten Berg Portugals ist erstens möglich und zweitens faszinierend, wenn am Morgen die Sonne sich vom Horizont verabschiedet und die Azoren mit ihrer Wärme aufweckt.

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Reisen

#68 Bargeld – Erinnerungen aus Metall

Zum Reisen gehört eines fast immer dazu: Geld wechseln. Auch wenn wir in der EU mittlerweile relativ verwöhnt mit dem Euro sind und nur noch in einigen Mitgliedsstaaten auf den Besuch bei der Bank angewiesen sind, sieht es in der restlichen Welt noch komplett anders aus. Fast jedes Land hat seine individuelle Währung.

Ich persönlich bin ein großer Fan von ausländischen Währungen und lasse es mir so normalerweise auch nicht nehmen, ein paar Münzen abzuzweigen und meiner heimischen Sammlung hinzuzufügen. Daheim sammeln sich mittlerweile eine Vielzahl an Münzen: Sri-Lanka-Rupien, Dinare aus Tunesien, Dirhams aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, Dollars aus Kanada sowie den USA, Kronen aus Skandinavien und Tschechien, Franken aus der Schweiz, Kunas aus Kroatien und die hübschen Tolare, mit denen man früher in Slowenien bezahlt hat, sind nur eine kleine Auswahl aus meiner mittlerweile doch beachtlichen Sammlung.

Seien wir doch mal ehrlich. Irgendwie wäre es auch schön, wenn man sich die ganze Wechselei sparen könnte! Auf der anderen Seite bringt das ausländische Geld auch immer einen gewissen Charme mit sich. Man merkt, dass man nicht mehr in gewohnten Gefilden unterwegs ist.
Mit den neusten Entwicklungen könnte sich die ganze Münzsammelei aber in ein paar Jahrzehnten auch erledigt haben. Die Kreditkarte erhält in immer mehr Ländern Einzug. Bald kann man wohl auch in den Teestuben im Himalaya geldlos bezahlen. Die ersten Stimmen behaupten, dass die Welt bald komplett bargeldlos ablaufen könnte. Ich hoffe, dass sich diese Situation noch ein paar Jahrzehnte herauszögern wird. Nicht nur mein Sammlerherz wird bei der Vorstellung ein bisschen schwerer. Auch der Informatiker in mir macht sich dann Sorgen. Die sind dann aber anderer Natur! Bis es aber so weit ist, werde ich meine Sammlung beständig erweitern und so immer ein paar Erinnerungsstücke mit nach Hause nehmen können.

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#66 Es muss ja nicht immer das Auto sein

Wenn ich so auf meinem Sofa sitze und Artikel verfasse, schaue ich auch immer wieder aus dem Fenster. Auf die umliegenden Weinberge, die sich die sonnenbeschienenen Hänge hinaufziehen. Am Fuße davon befindet sich die Zugstrecke in Richtung Frankfurt und ein paar Regionalbahnen stehen auf dem Abstellgleis. Wie schön wäre es doch jetzt in einem der vorbeirauschenden ICE zu sitzen auf dem Weg zu einem fernen Ziel. Oder wie wäre es mit einer ganzen Bahnreise? Es gibt doch so viele tolle Auswahlmöglichkeiten.

Europa lässt sich super mit dem Interrail Global Pass erkunden. Man muss sich nur überlegen, an wie vielen Tagen der Pass gelten muss und schon kann man sich auf machen in Richtung Abenteuer. Eine Städtereise der besonderen Art beginnt und mit ihr ganz, ganz viele Eindrücke der Länder, die man durchquert. Wer schon immer einmal in die Türkei möchte, kann sich aber auch eine Fahrt mit dem berühmten Orient-Express buchen. Die ursprüngliche Strecke von Istanbul nach Frankreich wird zwar nur noch einmal im Jahr befahren, aber spätestens seit dem Roman „Mord im Orient-Express“ und dessen mehrmaligen Verfilmungen hat diese Strecke den Kultstatus erlangt.

Die international bekannteste Zugstrecke muss aber die Transsibirische Eisenbahn sein. Auf einer Strecke von über 9000 Kilometern durchquert man den asiatischen Kontinent. Die Originalstrecke von Moskau nach Wladiwostok ist heute nicht mehr die einzige Option. So kann man auch problemlos nach einem Großteil der Strecke umsteigen und im Anschluss noch die Mongolei durchqueren und nach Peking fahren. Es zeigt sich mal wieder: Es gibt so unglaublich viel Tolles zu erleben. Wann soll man nur die Zeit für alles haben?

Ich für meinen Teil wäre heute erst einmal froh, wenn ich es überhaupt schaffe, noch einen Fuß vor die Tür ins Sonnenlicht zu setzen. Die vorbeifahrenden Züge haben heute keinen Platz für mich. Aber wer weiß? Vielleicht ist die nächste Bahnreise näher als ich denke!

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#64 How to: Backpack

Gerade junge Menschen begeistert diese Reiseart seit Jahrzehnten. Das Backpacken. Das bedeutet, mit dem prall gefüllten 60L Rucksack auf dem Rücken unbekannte Länder zu durchstreifen und auch noch die einsamsten Ecken zu erkunden. Mal im Hostel zu übernachten und unglaublich viele Gleichgesinnte kennenzulernen, mal an einem einsamen Campingplatz die absolute Idylle der Natur zu genießen.

Mein erster richtiger Backpacker-Urlaub begann vor vier Jahren im Backpackerland schlechthin: Australien. Auch wenn ich mir dort nicht ganz sicher bin, ob jeder verstanden hat, was Backpacken bedeutet. Mit dem Bus von A nach B und dann weiter nach C zu fahren und den Backpack nur vom Bus zum Hostel und wieder zurückzutragen, ist dem Backpacken meiner Meinung nach genauso fern, wie mit dem Rollkoffer zu backpacken! Aber auch davon gibt es in Australien genügend Beispiele.

In der zugehörigen Reisegruppe lese ich online auch immer wieder, dass die Wanderschuhe getrost zu Hause bleiben können. Bei meinen Wanderungen wie dem Fraser Island Great Walk war ich aber heilfroh, diesen Tipp in den Wind geschlagen zu haben. Genauso bei jeder Erkundung des australischen Regenwaldes. Ein Backpacking-Urlaub aber, bei dem ausschließlich die günstigen Unterkünfte gewählt und der Reisekoffer mit einem Rucksack ausgetauscht werden, ist für mich persönlich kein Backpacken! Beim Backpacken sollte das Land erkundet werden, man muss mit den Einheimischen in Kontakt kommen und verrückte neue Dinge ausprobieren und erleben. Fordere dich heraus und lass dich von nichts aufhalten bei deinem persönlichen Weg durch die Welt.

Australien eignet sich meiner Meinung nach perfekt als Einstiegsland für jeden Backpacker. Australien ist ein sehr sicheres Land, das der Heimat durch die westliche Ausrichtung noch relativ ähnlich ist. Nichtsdestotrotz gibt es unglaublich viel zu erleben und zu entdecken. Dass man in Australien auch einen Work und Travel Aufenthalt verbringen kann, ist natürlich auch eine klasse Möglichkeit für eine Langzeitreise. Und glaubt mir: Australien ist viel zu groß, als das man selbst nach ein, zwei Jahren alles gesehen haben könnte! Mich zieht es auf jeden Fall schon wieder auf den roten Kontinent!

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#62 Expeditionsfieber

Nach der Ankunft in Peru geht es hinauf auf die Gipfel der Anden. Von dort weiter in den wilden Amazonas Westbrasiliens. Vor Ort wird ein Lager errichtet und die Gruppe in drei Teile aufgespalten. In den nächsten Tagen sollen die Teams aus Abenteuerfreudigen den Amazonas durchstreifen auf der Suche nach bisher unentdeckten Schätzen und Ruinen.

Als Julia mir vor ein, zwei Jahren von einem Facebook-Post erzählte, indem genau für diese Expeditionsreise noch Mitreisende gesucht wurden, war ich hellauf begeistert. Das hört sich doch wirklich unglaublich spannend an! Selbst Julia war von der Idee fasziniert, obwohl in ihr auch ein paar Ängste mitschwangen. Das größte Problem an der Sache? Pro Person sollte die Reise mehrere Tausend Euro kosten. Nicht nur der Flug, sondern auch die nötigen Permits, lokalen Führer und Lastenesel wollen bezahlt werden.

Wer über der Reise dienlichen Fähigkeiten verfügt – zum Beispiel ein abgeschlossenes Medizinstudium, zahlt übrigens weniger. Auch wenn wir als Berichterstatter in Form von Text und Fotografie vielleicht sogar eine Chance auf einen Rabatt gehabt hätten, war die Summe für uns natürlich trotzdem unbezahlbar. Unsere Reisen zeichnen sich bisher eher dadurch aus, dass sie so günstig wie möglich ausfallen. Die paar Tausender liegen bei uns dann doch leider nicht irgendwo in der Ecke rum. Trotzdem finde ich die Idee einer Expeditionsreise faszinierend. Generell zieht es mich sowieso schon an die Orte, die noch nicht so bekannt sind. Glücklicherweise sind nicht alle so kostenintensiv.

Eines Tages aber will ich auch diesen Traum noch verwirklichen. Eine waschechte Expeditionsreise voller Adrenalin und Abenteuer. Der westliche Amazonas hört sich schon mal nicht schlecht an. Eine Reise zu den Polkappen wäre ebenso gut. Bis es aber so weit ist, erfreue ich mich aber an den weniger exklusiven Erlebnisreisen.

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#60 Über die weite See

Kreuzfahrt. Irgendwie ein komisches Wort. Mir ist klar, dass bei einer Kreuzfahrt darum geht, dass das Schiff nicht nur von A nach B fährt und deswegen über die Meere kreuzt. Trotzdem erinnert mich die Bezeichnung auch immer an das in unserer Welt omnipräsente christliche Kreuz. Seitdem ich den Psychothriller Passagier 23 von Sebastian Fitzek gelesen habe, kam noch eine Verknüpfung hinzu, die die Kreuzfahrtindustrie wohl lieber komplett unter den Teppich kehren würde. Oder für immer in den Weiten der Weltmeere verschwinden lassen würde.

Auf Kreuzfahrtschiffen verschwinden immer wieder Menschen spurlos. Verdächtiger Nummer eins? Das weite Meer ringsum. Doch selbst wenn jemand „Mann über Board“ ruft, heißt das noch lange nicht, dass das die Rettung bedeutet. Ein Kreuzfahrtschiff dreht nicht einfach mal so um. Dafür ist es einfach viel zu träge.

Nichtsdestotrotz will auch ich mich eines Tages wagen und mit einem der Schiffe fahren. Wird schon nicht schief gehen – nicht? Faszinierend finde ich vor allem die neue Erfahrung und ich bin gespannt auf das Gefühl, dass man bei einem mehrtägigen Aufenthalt auf so einem Riesendampfer entwickelt. Ob ich eine Reise mit oder ohne Halt interessanter finde, bin ich mir gar nicht so sicher.

Bis jetzt kenne ich die Situation nur von außen. Man besucht eine bestimmte Hafenstadt und erscheint komplett mit Menschen geflutet zu sein. Am nächsten Morgen liegt sie dann wieder in absoluter Idylle da. Das Kreuzfahrtschiff ist weitergezogen. Wann immer ich so eine Erfahrung auf meinen Reisen habe, denke ich mir, wie unbefriedigend es sein muss, jeden Zwischenstopp nur auf solch eine verfälschte Weise kennenzulernen. Als „Außenstehender“ ärgere ich mich auch des Öfteren darüber, dass es überhaupt zu diesen Flutungen kommt. Trotzdem kann ich es mir als eine einfache Möglichkeit vorstellen, einen ersten Eindruck von mehreren bisher unbekannten Ländern zu bekommen. Darauf basierend kann man in den nächsten Jahren entscheiden, welcher Destination man einen weiteren Besuch abstatten möchte, um sie genauer unter die Lupe zu nehmen.

Eine Reise komplett ohne Land in Sicht könnte schnell langweilig werden, aber dafür ist die Erfahrung mehr auf das Schifffahren ausgerichtet und damit auch in dieser Hinsicht intensiver. Wie ich mich entscheide, wird die Zukunft mit sich bringen. Falls bis dahin die Umweltschützer (gerechtfertigterweise) den Kreuzfahrern nicht gehörig das Wetter verhageln.

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Reisen Top 3

#59 Top 3 Erkundungsmöglichkeiten: Fraser Island

Fraser Island sucht weltweit seinesgleichen. Nirgendwo sonst wächst ein Regenwald auf Sand. Und daraus besteht Fraser Island ausschließlich: Sand. Viel Sand. Genauer gesagt 120 x 15 Kilometer Sand. Neben den unendlichen Sandstränden entlang der Küste lockt Fraser Island vor allem noch mit den vielen Süßwasserseen, die teilweise durch umliegende Pflanzen verfärbt sind. Lake Wabby ist beispielsweise grünlich und beherbergt ein paar Fische, die gerne eine Pediküre durchführen. Lake McKenzie besticht mit gleißend hellem Sand, gepaart mit azurblauem Wasser. Mein Favorit ist aber definitiv der größte der Seen: Lake Boomanjin. Dabei hat mich nicht dessen Größe begeistert, sondern seine Farbe. Das Wasser ist nämlich rötlich bis bräunlich verfärbt! Neben den bisher genannten Sehenswürdigkeiten lockt die riesige Sandinsel noch mit einigem mehr: Bunte Sandklippen (Pinacles), ein altes gestrandetes Schiffswrack, ein roter Monolith namens Indian Head, von dessen Spitze man Meerestiere wie Rochen, Haie, Delfine und saisonal Wale beobachten kann und die sogenannten Champagner Pools warten auf den Besucher. Ganz im Norden steht auf einer sandigen Landzunge ein einsamer Leuchtturm. Die komplette Insel steht unter Schutz und gehört zum Weltnaturerbe.

3. Platz: Geführte Tour
Die populärste Möglichkeit, Fraser Island zu erkunden, ist im Rahmen einer organisierten Tour. In einer großen Gruppe geht es mit mehreren Offroad-Fahrzeugen über die Sandinsel hinweg. Die meisten Touren dauern drei Tage.

2. Platz: Mit dem eigenem Auto / Mietwagen
Wer es lieber ein wenig privater hat, kann von Harvey Bay oder Rainbow Beach auch mit dem eigenen Wagen übersetzen. Voraussetzung ist, dass der Wagen einen Allradantrieb hat. Es geht ausschließlich über Sand! Der Reifendruck sollte deswegen bei der Ankunft auf der Insel abgesenkt werden. Die Anforderungen an den Fahrer sind nicht ganz ohne. Mein „Taxi“ (ich wurde auf die Insel von ein paar Belgiern mitgenommen) ist gleich mal steckengeblieben und wir mussten mit der Schaufel raus.

1. Platz: Zu Fuß
Meine Lieblingsvariante ist aber die Erkundung zu Fuß! Nachdem mich die Belgier am Start des Great Walks rausgeschmissen hatten, wartete der 90 Kilometer lange Fraser Island Great Walk auch mich. Die etwa sechs Tage dauernde Wanderung ist wirklich unglaublich empfehlenswert! Wer danach noch den Rest der Insel sehen will, kann wie ich mit ein wenig Glück hitchhiken. Ich wurde beim Warten aber noch nie so doof angeschaut wie damals. Es ist halt doch etwas ungewöhnlich, wenn man mutterseelenallein am Strand steht und einen auf Anhalter macht…

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Reisen

#58 Schockerlebnis Dubai

Wenn ich an Dubai zurückdenke, bin ich immer noch überrascht, was ich erlebt habe. Sozusagen einen echten Kulturschock. Nein, nicht weil die Kultur mir so fremd war. Mein Schockerlebnis brach in dem Moment über mich zusammen, als ich bemerkte, dass Dubai auch noch untouristisch sein kann. Und damit war es ein überaus positives Schockerlebnis!

Wir waren gerade auf dem Weg zum nördlichen Arm vom Dubai Creek. Dort ist es eigentlich äußerst touristisch: Urlauber durchströmen die verschiedenen Souks, machen eine Flusskreuzfahrt oder flanieren die Uferpromenade entlang. Wir aber hatten keine Ahnung, welche Metro-Haltestelle die beste zum Aussteigen ist. So kommt es, dass wir bald von Einheimischen umgeben durch die Straßen von Deira irren.

Wir fallen ganz schön auf. Viele Augen sind und auf uns gerichtet. Als wir dann noch in einen Supermarkt gehen, ist das Maß wohl voll. Wir werden angesprochen und gefragt, ob es möglich ist, mit uns ein Foto zu machen! Natürlich gar kein Problem, aber wir sind unglaublich überrascht. Wir befinden uns doch gerade mal einen Kilometer von dem touristischen Dubai Creek entfernt! Die Menschen sollten doch an westliche Urlauber gewöhnt sein. Nun ja, anscheinend nicht. Über den kompletten Weg hinweg zum Flussufer stehen wir im Zentrum des Interesses der Einheimischen. Kurz bevor wir wieder den Touristenstrom erreichen, ergattern wir in einer kleinen Bäckerei noch ein frisch vor unseren Augen gebackenes Fladenbrot. Hmm, ist das lecker!

Der Besuch von Deira war wirklich eines der Highlights unserer Dubai-Reise. Hier bekommt man einen authentischen Eindruck, wie es um die normale Bevölkerung Dubais steht und wird erstmal selbst zur Attraktion. Ehrlich gesagt, war es verdammt gut, dass wir uns hierher verirrt haben, denn ohne den krassen Kontrast zum restlichen Dubai wäre mir die Metropole definitiv nicht so gut in Erinnerung geblieben!

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Reisen

#57 Die Last der Erinnerung

Man erblickt einen menschenleeren Strand mit türkisblauem Wasser. Oder vor sich erhebt sich gerade die Schwanzflosse aus dem Meer, während die Sonne untergeht. Vielleicht bricht auch gerade am Horizont ein Vulkan auf einer der Hawaiiinseln aus. Was macht dann normalerweise? Ein Foto.

Am Reisen habe ich mich nicht nur in die aufregenden Erlebnisse und neuen Erfahrungen verliebt. Ich habe mich auch in das Festhalten des Erlebten verliebt. Die Fotografie ist mittlerweile meine große Leidenschaft beim Reisen geworden und nicht mehr daraus wegzudenken. Auch wenn es mal der Entspannung guttut, die Kamera ein, zwei Tage liegen zu lassen, fehlt sie mir dann doch sofort, wenn sich das perfekte Motiv vor meinen Augen eröffnet.

Unsere Leidenschaft hat aber auch einen ganz entschieden negativen Effekt auf unser Reisen. Die Kameraausrüstung wird einfach nicht kleiner und übersteigt die eines ambitionierten Hobbyfotografen nun schon deutlich. Zwei Spiegelreflexkameras, ein Stativ, mehrere Objektive und all den Schnickschnack den man sonst noch braucht, um die perfekten Fotos zu schießen, gehen ganz schön ins Geld und auf Reisen auch ins Gewicht. Wie oft haben wir schon darüber philosophiert, ob es nicht doch schlauer wäre auf den mittlerweile ganz schön schnell rollenden Zug der spiegellosen Fotografie aufzuspringen. Bis jetzt haben wir den Schritt aber noch nicht gewagt. Wir wollen wirklich das perfekte aus den Situationen herausholen und vertrauen derzeit noch auf die altbewährte DSLR.

Nicht weil alt immer besser ist, sondern vielmehr deswegen, dass wir beim Umzug auf die Spiegellosen auch über einen eventuell anstehenden Systemwechsel nachdenken. Derzeit sind wir zwar sehr zufrieden mit unserer Nikon-Ausrüstung, aber Nikon hat bis jetzt nur zwei fast identische spiegellose Modelle auf dem Markt, während beispielsweise Sony schon seit viel längerer Zeit Profikameras ohne Spiegel herstellt. Aber bei einem Wechsel können auch böse Überraschungen auf uns warten. Was ist, wenn Sony etwas an ihren Kameras auf eine Art und Weise umsetzt, die wir gar nicht abkönnen? Was ist, wenn wir das erst nach ein paar Monaten feststellen? Vielleicht überzeugen uns die Spiegellosen aber auch überhaupt nicht und wir wünschen unsere alte DSLR zurück?

Die Zeit, sich gerade mit allen Mitbewerbern und Nikons eigener Spiegellosen Reihe auseinanderzusetzen, haben momentan leider weder Julia noch ich. Die letzten Jahre haben der digitalen Fotografie viele Neuerungen beschert. Wie genau wir darauf reagieren werden, wird sich wohl erst in den nächsten Monaten entscheiden. Das geringere Gewicht ist aber auf jeden Fall schon einmal ein großer Pluspunkt für Reisefotografen wie uns.

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Reisen Reisevielfalt

#53 Die All-Inclusive-Hölle

Für einen Individualreisenden wie mich, der am liebsten das ganz Land erkundet und gerade die bisher unentdeckten Teile am meisten schätzt, erscheint ein zweiwöchiger Aufenthalt an ein und demselben Ort und dann auch noch in einem unpersönlichen Hotel nicht besonders verlockend. Fünf Sterne All-Inclusive? Das sollen doch mal lieber andere machen!

Mit dieser Einstellung bin ich das erste Mal in genau so einen Urlaub gegangen. Ich war zugegeben erst um die 14 Jahre alt. Aber ich war es von den Urlauben mit meiner Familie gewohnt, dass wir während der Ferien nicht an ein und derselben Stelle blieben. Entspannender Hotelurlaub? Fehlanzeige! Wenn man ins Ausland reist, muss man es auch erkunden! Tunesien hatten wir schon in einem früheren Urlaub durchfahren, weswegen beim zweiten Besuch eine Prämiere für den noch sehr jungen Felix anstand: eine Woche Hotelurlaub. Für mich hatten meine Eltern sogar All-Inclusive gebucht, da erstens nur noch ein Zimmer zum normalen Tarif frei war und zweitens dachten sie sich, dass ich das kostenlose Essen im Restaurant und die Poolbar mehr ausnutzen werde als sie selbst.

Ich war ehrlich gesagt positiv überrascht. Das Essen im Restaurant war ausgesprochen gut. Man konnte zu den einzelnen Köchen hingehen und sich verschiedene Gerichte aussuchen, das im Anschluss live vor den eigenen Augen zubereitet wurde. Die Sonnenstunden verbrachte ich mit einer kühlen Cola im großen Hotelpool. Meine Eltern erzählen mir immer, dass ich ganz schön aufgefallen bin, weil ich im Gegensatz zu den meisten anderen Hotelgästen den Pool nicht als Abkühlmittel, sondern zum Bahnen schwimmen nutzte. An das Hotelzimmer erinnere ich mich ehrlich gesagt nicht mehr so richtig. Ich weiß nur noch, dass es groß war und die Dusche super war 😉

Seitdem war ich nur noch ein einziges weiteres Mal in solch einem Hotel und das nur für zwei Nächte auf meiner letzten Kubareise. Dort war ich aber eher enttäuscht, was glaube ich aber auch an der Natur der Kubaner liegt. Ich kann mir auch immer noch nicht so richtig vorstellen, diese Art des Urlaubs in Zukunft öfter zu betreiben. Ja, es ist unglaublich entspannend und man kann mal so richtig die Seele im Hotelpool treiben lassen. Aber wenn ich das Land nicht wenigstens einmal zuvor schon bereist hätte, würde ich wohl permanent daran denken, wie es außerhalb des Hotels zugeht.

Versierte All-Inclusive Nutzer würden vermutlich vorschlagen, einfach ein paar Erkundungstrips ins Umland zu buchen, aber das verstehe ich dann erst recht nicht mehr. Wieso soll ich dann überhaupt noch das teure Zimmer samt des Hotelaufenthalts zahlen, wenn ich dann die ganzen All-Inclusive Leistungen den ganzen Tag über nicht nutzen kann?! Vielleicht gebe ich dieser Reiseart in ein paar Jahren nochmal die Chance, mich zu entspannen, aber meine favorisierte Form von Urlaub wird es wohl niemals werden.

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#52 Vom Wandern

Es geht über Stock und Stein, dann gemächlich eine Ansteigung hinauf, oben wird die Aussicht für eine kurze Rast genutzt und eventuell ein Foto aufgenommen. Ob abends der Wanderrucksack im Zelt, in der Berghütte oder in der Ferienwohnung Platz findet, hängt ganz vom Wanderer ab. Bis jetzt gehöre ich noch meistens Kategorie drei an. Meine Lieblingsdestination? Ganz klar Kaltern an der Weinstraße in Südtirol! Obwohl ich das wohl lieber gar nicht verraten sollte. Der Marktplatz und die umliegenden Gässchen sind doch im Sommer sowieso schon viel zu voll für meinen Geschmack!

Mittlerweile komme ich hier fast nur noch in der Off-Season her. Im Herbst sammle ich Esskastanien, während ich den Montiggler Seen einen letzten Besuch abstatte. Das Wasser ist dann aber meistens schon saukalt! Nach Silvester hat es uns jetzt auch schon mehrere Male in die Idylle und Ruhe Kalterns verschlagen und letztes Jahr auch das erste Mal zu Weihnachten. Um Ostern durchstreife ich das Frühlingstal oder genieße den letzten Schnee auf den Bergen. Das Wandern in den Südtiroler Alpen ist für mich immer ein Highlight. Mittlerweile bin ich in der näheren Umgebung aber auch schon annäherend jeden Weg gegangen – oft auch ein bis zwei Dutzend Male. Beim Blick auf die Wanderkarte sind mir deswegen immer öfter diese zwei Wege aufgefallen, die viel länger als die gewöhnlichen Wanderungen sind. Es handelt sich um zwei der europäischen Fernwanderwege.

Auch wenn meine längste Wanderung bis jetzt nur sechs Tage dauerte, reizt mich der Gedanke einer Fernwanderung unglaublich. In Europa gibt es ja auch ein ellenlanges Netz dafür. Dazu gesellen sich noch faszinierende Höhenrouten durch die Gebirge und wunderschöne Inselumrundungen. Für mich ist es ganz klar. Ganz, ganz bald mache ich mich daran, ein paar dieser Routen zu gehen. Der Tag, an dem ich mich auf große – eventuell der aktuellen Situation geschuldete – innerdeutsche Wanderung begebe, immer näher.

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Reisen Reisevielfalt

#51 Lieber mehr als zu wenig Meer

Das Wetter wird langsam besser und wenn gerade nicht eine internationale Viruserkrankung die Menschheit ablenkt, denkt ein jeder an Sonne, Strand und Meer. Kein Wunder also, dass für viele eine der Lieblingsbeschäftigungen im Sommer ein Badeurlaub am Meer ist. Am Mittelmeer, in der Karibik oder an der Küste Australiens ist dabei eigentlich völlig egal. Hauptsache Meer!

Für Familien ist es wohl eine der beliebtesten Urlaubsreisen. Die Kinder können im Meer herumplanschen und mit Papa durch die Wellen springen. Am Strand kann man Sandburgen bauen, während Mama und Papa sich mal so richtig entspannen und die Sonne genießen. Aber auch andere Reisende werden von der unendlichen, blauen Weite angezogen. Singlereisende sind auf der Jagd nach einer attraktiven Urlaubsbekanntschaft, während für Paare und Romantiker gerade der Sonnenuntergang faszinierend ist. Von Frühaufstehern und weniger verschlafenen Fotografen habe ich zwar auch schon gehört, dass die Morgensonne genauso schön sein soll, aber ob es diesen sagenumwobenen Sonnenaufgang überhaupt gibt, bezweifle ich bis heute. Wenn ich mich aus dem Bett kämpfe, steht die Sonne jedenfalls schon weit vom Horizont entfernt am Himmel.

Neben der Faszination des Wassers, der Wärme und der untergehenden Sonne steht bei einem echten Badeurlaub auch immer die Entspannung im Vordergrund. Man will sich relaxen und richtig ausspannen. Ein bisschen Sommerbräune kann auch nicht schaden. Darüber hinaus verbinde ich einen Badeurlaub mit einer Menge Spaß, gutem Essen sowie guter Laune und natürlich dem Meer. Am allermeisten mit dem Mittelmeer: Italien, Kroatien und die Côte d’Azur. Den Urlaub verbringe ich am liebsten in einer gemütlichen Ferienwohnung oder in Kombination mit einem ruhigen Roadtrip. Irgendwann will ich aber auch mal eine ausgedehnte Wanderung entlang von Traumstränden und türkisen Wasser unternehmen. Menorca, Sardinien und Korsika bieten sich dafür super an, wobei das dann schon wieder mehr in die Rubrik Wanderurlaub fällt, womit wohl das nächste Reisevielfalt-Thema schon einmal feststeht.

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Reisen Reisevielfalt

#50 Die Sparte Reisevielfalt stellt sich vor

Wer reist, verändert sich. Wer reist, verändert aber nicht nur sich, sondern auch Mitreisende, Einheimische und Daheimgebliebene. Aber auch die Reisen verändern sich. Mal ist es ein Roadtrip, mal ein Badeurlaub. Oder auch mal beides!

Eine Reise ist nicht nur abhängig von der Destination und dem zeitlichen Rahmen. Allein schon die Art und Weise, wie eine Reise angegangen wird, individualisiert das Erlebte. Wer reist überhaupt? Alt oder Jung? Sind es mehrere Reisende oder geht es allein in die weite Welt hinaus? Wo fängt die Reise an? Am Flughafen, auf dem Kreuzfahrtschiff oder wenn man den ersten Schritt aus der Haustür setzt? Gibt es eine feste Planung oder lässt man sich überraschen und entscheidet alles spontan? Verbleibt man gar während der ganzen Reise nur an einem Ort oder wird es eine Rundreise?

Als ich über das Sein einer Reise nachgedacht habe, fiel mir immer mehr auf, dass Reisen in komplett unterschiedlichen Formen und Variationen vorkommen. Die Diversität zwischen den verschiedenen Reisen könnte nicht größer sein. Einmal geht es mit dem Backpack über die Berge, das andere Mal ist es ein entspannender Wellnessurlaub. Man fährt mit einem Schiff über die Weltmeere oder unternimmt einen kurzen Städtetrip.

Es ist die Geburtsstunde der neuen Themen-Sparte Reisevielfalt. Welche Arten von Reisen gibt es? Was habe ich schon ausprobiert, von welchen Reisen träume ich und was ist bis jetzt unvorstellbar. Was beeinflusst alles unsere Reisen und wie kann man sie zusammenfassen?
Alle Artikel, die Vielfältigkeit behandeln, in denen Reisen auf uns zukommen können, finden sich im Verzeichnis Reisevielfalt.

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Reisegagdets Reisen

#45 Reisegadget: USB-Stick

Auf Reisen besteht immer die Gefahr, dass man ausgeraubt oder bestohlen wird. Ganz besonders unangenehm ist es, wenn dabei die Ausweisdokumente – sprich der Personalausweis und/oder der Reisepass – oder der Führerschein abhanden kommen. Dabei ich mich im Zweifelsfall trotzdem noch im Land bewegen kann und auch bei der Botschaft leichter Hilfe bekommen, habe ich immer Kopien meiner Dokumente dabei. Manchmal ausgedruckt, meistens aber digital. Entweder in einer sicheren Cloud in einer passwortgeschützen Archiv-Datei oder auf einem kleinen, robusten USB-Stick.

Auch auf dem USB-Stick sollten deine wichtigen Dateien niemals in Klarform liegen. Ein Passwortschutz ist meiner Meinung nach Pflicht. Neben der Aufbewahrung von wichtigen Dokumenten kann der portable Datenträger aber noch zu vielen anderen nützlichen Dingen gebraucht werden. Wer nicht so viele oder zumindest nicht so große Bilder mit seinem Handy oder seiner Kamera schießt, kann Sicherheitskopien auf dem Stick anlegen oder die Speicherkarte wieder freimachen und die Bilder auf den Stick transferieren.

Wenn du wichtige Programme hast, auf die du auch im Ausland Zugriff haben möchtest, kannst du dir sogenannte portable Versionen auf den USB-Stick ziehen. Leider gibt es nicht von jedem Programm solch eine portable Version. Nützliche Programme sind zum Beispiel KeePass – das ist ein Passwortmanager – oder Telegram (Messenger). Mit diesen beiden portablen Programmen hast du auch auf Reisen immer Zugriff auf deine Passwörter und deine Kontakte. Denke bloß auch immer daran, dass auch ein Stick verloren gehen oder geklaut werden kann. Wenn wichtige Daten auf dem Stick liegen, sollten sie sicher geschützt sein. Die beste Möglichkeit ist auf jeden Fall Datensparsamkeit. Sprich, du solltest nur Daten auf dem Stick haben, die du auch wirklich brauchst oder deren Verlust kein Problem wären.

Auf Reisen besteht immer die Gefahr, dass man ausgeraubt oder bestohlen wird. Ganz besonders unangenehm ist es, wenn dabei die Ausweisdokumente – sprich der Personalausweis und/oder der Reisepass – oder der Führerschein abhanden kommen. Dabei ich mich im Zweifelsfall trotzdem noch im Land bewegen kann und auch bei der Botschaft leichter Hilfe bekommen, habe ich immer Kopien meiner Dokumente dabei. Manchmal ausgedruckt, meistens aber digital. Entweder in einer sicheren Cloud in einer Passwortgeschützen Archiv-Datei oder auf einem kleinen, robusten USB-Stick.
Auch auf dem USB-Stick sollten deine wichtigen Dateien niemals in Klarform liegen. Ein Passwortschutz ist meiner Meinung nach Pflicht. Neben der Aufbewahrung von wichtigen Dokumenten kann der portable Datenträger aber noch zu vielen anderen nützlichen Dingen gebraucht werden. Wer nicht so viele oder zumindest nicht so große Bilder mit seinem Handy oder seiner Kamera schießt, kann Sicherheitskopien auf dem Stick anlegen oder die Speicherkarte wieder freimachen und die Bilder auf den Stick transferieren.
Wenn du wichtige Programme hast, auf die du auch im Ausland Zugriff haben möchtest, kannst du dir sogenannte Portable Versionen auf den USB-Stick ziehen. Leider gibt es nicht von jedem Programm solch eine Portable Version. Nützliche Programme sind zum Beispiel KeePass – das ist ein Passwortmanager – oder Telegram (Messenger). Mit diesen beiden Portablen Programmen hast du auch auf Reisen immer Zugriff auf deine Passwörter und deine Kontakte. Denke bloß auch immer daran, dass auch ein Stick verloren gehen oder geklaut werden kann. Wenn wichtige Daten auf dem Stick liegen, sollten sie sicher geschützt sein. Die beste Möglichkeit ist auf jeden Fall Datensparsamkeit. Sprich, du solltest nur Daten auf dem Stick haben, die du auch wirklich brauchst oder deren Verlust kein Problem wären.

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Reisen

#44 Reiseträume

Wahrscheinlich jeder, der gerne reist, hat noch unerfüllte Reiseträume. Sei es einem Staat noch einen zweiten Besuch abzustatten, die Antarktis und die Arktis zu besuchen oder jedes Land der Welt gesehen zu haben. Mich zieht seit mittlerweile über fünf Jahren eine kleine Ansammlung an Inselchen unglaublich stark an. Ich rede von den zu Großbritannien gehörenden Falklandinseln vor der argentinischen Küste.

Insgesamt besteht diese Inselgruppe aus 200 verschiedenen Inseln, auf denen nur knapp 3000 Einwohner leben. Seit 1833 werden die Inseln von Argentinien beansprucht und 1982 löste die argentinische Regierung den nur kurz anhaltenden Falklandkrieg aus. Ich kann gar nicht genau sagen, was mich an den Inseln genau so sehr fasziniert. Ich denke, es ist eine Mischung aus zwei Fakten. Einerseits kennt fast niemand die Inseln und selbst wer schon von ihnen gehört hat, war höchstwahrscheinlich noch nie dort.

Was mich zudem noch fasziniert hat, war eine äußerst ungewöhnliche Möglichkeit der Anreise. Da die Inseln derzeit dem Vereinigten Königreich zugeordnet werden, konnte man von England aus mit der Royal British Air Force zu den Falklandinseln fliegen. Bei dem Flugpreis von gut zweitausend Pfund war sogar noch ein Stopp auf Ascension Island – eine von drei britischen Inseln vor der Küste Afrikas – mit drinnen. Leider ist meines Wissens derzeit die Flugverbindung für den privaten Gebrauch ausgesetzt. Trotzdem vergeht seitdem kein Jahr, in dem ich an diese legendäre Möglichkeit denke Ascension Island und die Falklandinseln zu besuchen und jedes Jahr verbleiben sie auf meiner Bucketlist!

Ein bisschen weiter östlich der Falklandinseln reizt mich im übrigens gleich die nächste Insel: South Georgia Island und davon südlich natürlich die Antarktis… Ich bin mir sicher. Eines Tages verwirkliche ich auch diese verrückten Träume!

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#43 Top 3 Ausflüge Conway National Park

Direkt südlich von Airlie Beach erheben sich die Berge des Conway National Parks. Genauer gesagt erheben sie sich auch östlich davon, dort hat das Unterwassergebirge, von dem man nur die Spitzen sehen kann, aber einen anderen Namen: Whitsunday Islands National Park. Auch wenn die meisten Besucher sich ausschließlich auf die Whitsundays stürzen, sollte man den unbedeutenden Nachbarn, den Conway Nationalpark, nicht unterschätzen.

3. Platz: Cedar Creek Falls
Im Südwesten des Parks locken die Cedar Creek Falls. Nicht nur der Wasserfall selbst ist ein äußerst schönes Exemplar. Am Fuße des Wasserfalls lädt ein großes Wasserbecken zu einer abkühlenden Erfrischung ein. Das Wasser ist klar und tief genug, dass man perfekt ein paar Bahnen ziehen kann oder sich lässig treiben lassen – je nachdem, welcher Typ man ist! Wer noch ein bisschen Lust auf Wandern hat, kann auch noch zur Spitze des Wasserfalls hinauf gehen. Der Blick von oben ist auf jeden Fall lohnenswert. Dass die Cedar Creek Falls nur Platz eins einnehmen, liegt daran, dass sie während der Trockenzeit normalerweise komplett versiegen. Für ein Picknick am See sind sie dann aber immer noch gut.

2. Platz: Mount Rooper Lookout
Ganz im Norden vom Conway Nationalpark – auf der anderen Seite der Straße von Airlie Beach zum Shute Harbour – liegt der Mount Rooper. Eine schöne Wanderung ist der Mount Rooper Circuit in Kombination mit dem Swamp Bay Track. Am Ende vom Swamp Bay Track kann man auch zelten. Die mittelschwere Strecke ist zwar auch bequem in einem Tag machbar, aber mitten in der Einsamkeit sein Zelt aufzuschlagen, hat doch auch seine Reize!

1. Platz: Conway Circuit 17,2km – auch als recht schwierige MTB-Strecke
Die Hauptattraktion im Conway National Park muss aber der Conway Circuit sein. Die 17,2 Kilometer lange Strecke führt einmal durch das nördliche Drittel des Parks und kann entweder als Zwei- beziehungsweise Drei-Tages-Wanderung gegangen werden oder man leiht sich ein Mountainbike und macht sich auf den Weg, um mit viel Aktion diesen stellenweise schwierigen MTB-Trail zu meistern. Wer nicht die gesamte Strecke wandern/fahren möchte. Sollte zumindest hinauf zum Honeyeater Lookout laufen (sehr steil).

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#42 Top 3 Ausflüge: Airlie Beach

Airlie Beach lockt vor allem mit einer riesigen Attraktion. Nirgendwo kann man besser segeln gehen. Warum? Die über 70 Inseln der Whitsundays – die meisten sind komplett unbebaut/unbewohnt – sind einfach die perfekte Kulisse dazu. Aber auch an Land kann Airlie Beach überzeugen. Das Zentrum sprudelt geradezu über von Leben und erzeugt damit schon fast den Anschein, dass es sich bei der Kleinstadt um eine Großstadt handeln würde. Das ist aber kein Wunder. Der Ort scheint Menschen magisch anzuziehen. Jeden Tag schlagen Dutzende neuer Touristen, Backpacker und Segelbegeisterte in dem schicken Städtchen auf.

3. Platz: Conway National Park
Direkt im Süden grenzt an das Ortsgebiet von Airlie Beach der Conway National Park. Im Conway National Park gibt es wirklich viel zu erleben. So viel, dass er seine eigene Top 3 Seite bekommen hat. Den Trail, den aber wirklich keiner verpassen sollte, der sich in Airlie Beach aufhält, ist der Honeyeater Lookout Trail. Auch wenn dieser hauptsächlich bergauf führt, hat man nach der Anstrengung einen umso besseren Ausblick zurück auf den Hafen und Westen von Airlie Beach.

2. Platz: Eungella National Park
Auf Platz zwei würde ich den Eungella National Park setzen. Auch wenn der Park nicht wirklich in der Nähe von Airlie Beach liegt – er liegt immerhin 170km weit entfernt – so sollte man ihn auf jeden Fall trotzdem einen Besuch abstatten. Dieser Nationalpark umschließt den ältesten subtropischen Regenwald Australiens. Da er darüber hinaus seit über 30.000 Jahren von anderen Regenwaldteilen isoliert ist, trifft man in Eungella auf Spezies die so sonst nirgendwo gibt. Darüber hinaus ist der Nationalpark für seine Schnabeltiere bekannt. Neben den Echidnas sind es die einzigen Säugetiere, die Eier legen.

1. Platz: Whitsunday Islands
Dass der Platz Nummer eins der besten Ausflüge in Airlie Beach an die Whitsundays geht, ist nun wirklich keine große Überraschung. Gerade die Bilder von Whitsunday Island, nach der die ganze Inselgruppe benannt ist, sind weltbekannt. Das hat auch einen guten Grund. Der Whitehaven Beach auf Whitsunday Island soll einer oder sogar der weißeste Strand auf der ganzen Welt sein. Ein Besuch im Rahmen einer Segeltour lohnt sich auf jeden Fall. Dabei sollte man aber auf keinen Fall vergessen, sich auch mindestens einmal die Unterwasserwelt näher anzuschauen. Neben bunten Fischen habe ich auch eine große Meeresschildkröte und einen Rochen entdecken können!

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#41 Top 3 Aktivitäten: Townsville

Wen es nach Townsville verschlägt, hat normalerweise schon ein ganz bestimmtes Ziel vor Augen: Magnetic Island. Auch wenn die gut 50km² große Insel definitiv das Highlight der Region ist und damit auch logischerweise Platz eins dieser Top 3 belegt, gibt es trotzdem noch mehr zu sehen als das der Küste vorgelagerte Eiland.

3. Platz: Wer auf Wandern steht, sollte definitiv einmal auf den Castle Hill klettern. Der 286 Meter hohe Hügel ist ein alleinstehender roter Felsen – ein sogenannter Monolith. Hinauf führen drei Wege. Man kann entweder eine kleine Wanderung unternehmen – dem sogenannten Ziegenpfad folgen, den Weg hinauf über Stufen bestreiten oder ganz bequem die Straße hinauf fahren. Wer es versäumt hat, am frühen Morgen den Sonnenaufgang zu genießen, sollte sich die letzte Option ernsthaft überlegen oder erst am Abend kommen. Ansonsten wird man beim nahezu schattenlosen Aufstieg von der Sonne erbarmungslos gegrillt.

2. Platz: Die Innenstadt von Townsville ist durchaus sehenswert. Das Zentrum ist recht kompakt, sodass es gut zu Fuß erkundet werden kann. Besonders die Palmer Street ist sehenswert. Nachts lohnt sich ein Besuch in der Flinders Street. Am Meer hingegen zieht sich die schier unendlich wirkende Strandpromenade nach Norden hinauf.

1. Platz: Magnetic Island ist die Attraktion schlechthin in Townsville. Die Insel lockt nicht nur mit der höchsten Dichte an Koalas in Australien, sondern auch mit Traumstränden. Die Hälfte der Insel gehört zum gleichnamigen Nationalpark, welcher zum Wandern einlädt. Baden im Meer ist ein echter Genuss und an manchen Stränden auch ganzjährig möglich. Sowohl die Picnic Bay als auch die Horseshoe Bay haben Schwimmbereiche, die mit Netzen vor Quallen geschützt sind. Rings um die Insel gibt es tolle Schnorchelmöglichkeiten. Ein Lycra-Anzug ist dort auf jeden Fall für den Schutz gegen Quallen sinnvoll.
Wem die Top 3 nicht genug sind, kann außerdem noch durch den städtischen Botanischen Garten streifen oder das Reef HQ Aquarium mit seinem 2,5 Millionen Liter großen Tank besuchen. Im Aquarium schwimmen nicht nur Fische um die echten Korallen herum. Auch Haie und Rochen sind zu sehen.

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#40 Kultur und Eintrittswucher?

Fast alle Staaten der Welt lassen es sich mit gutem Geld bezahlen, wenn Touristen ihre Highlights besichtigen möchten. Gerade in weniger weit entwickelten Ländern ist es üblich, dass unterschiedlich hohe Eintrittsgelder von Touristen und Einheimischen verlangt werden.

Bei unserer Reise durch Sri Lanka waren wir zuerst vom kulturellen Dreieck hellauf begeistert. Als wir uns aber über die Eintrittspreise erkundigten, mussten wir schon schlucken. Für die drei Königsstädte Polonnaruwa, Anuradhapura und Sigiriya muss man knapp einhundert US-Dollar einrechnen. Dazu kommen noch weitere Eintrittsgelder für Tempelanlagen wie dem Badulla-Felsentempel oder dem Pidurangala Rock gegenüber von Sigiriya. Damit hätten sich die Kosten für zwei Personen in Höhe des Preises eines Mietwagens für einen ganzen Monat bewegt.

Wir fanden das ein bisschen zu happig, weswegen wir uns – shame on us – dazu entschieden, nur Sigiriya von den drei Königsstädten zu besuchen. In Polonnaruwa haben wir uns die Anlage so gut es ging von außen angesehen und die kostenlosen Teile besucht. Anuradhapura mussten wir leider komplett auslassen, da es ohne einen Besuch zu weit abseits unserer Route lag. Meiner Meinung nach ist es wirklich äußerst schade, dass die Preise so unglaublich hoch angesiedelt sind. Insbesondere wenn man bedenkt, dass zum Beispiel im Fall von Sigiriya das Eintrittsgeld für Touristen mit 30 $ ungefähr 112 Mal so hoch ist, verglichen mit den 50 Sri-Lanka-Rupien die ein Einheimischer bezahlt.

Ich verstehe zwar, dass die Kosten der Instandhaltung von den Regierungen vieler Staaten oder den verantwortlichen Institutionen nicht getilgt werden könnten, wenn die Preise für Touristen nicht höher wären. Trotzdem bin ich der Meinung, dass ein Faktor von 112 unangemessen ist. Notfalls sollte zumindest eine Alterseinschränkung, wie man sie beispielsweise aus Rom kennt, oder ein Studentenrabatt eingeführt werden. Andererseits sollten jedoch die Preise für die Einheimischen nicht erhöht werden, da ihnen der Zutritt zu ihrem eigenen kulturellen Gut wohl ansonsten gänzlich verwehrt bleiben würde.

Es wird wohl wie vieles in der Welt eine Gratwanderung bleiben, wobei es zumindest dieses Mal für uns bedeutete, dass wir nur eine dieser drei unglaublichen Archäologiestätten besuchen konnten.

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#34 Kubanisches, flüssiges Gold

Eines ist normalerweise definitiv nicht mein Freund und das ist Alkohol. Trotzdem, ab und an gönne auch ich mir ein Radler oder in Kuba eben einen Mojito. Und was macht der Mojito-Trinker, wenn er zu tief ins Glas schaut? Rums! Nicht umsonst heißt der Hauptbestandteil des Cocktails wohl Rum.

Dieses Mal habe ich beim Besuch der Karibikinsel mich an ein Rum-Tasting gewagt und immerhin fünf Sorten von drei Herstellern getestet. Den in Deutschland wohlbekannten Havana Club habe ich in drei Ausführungen getestet und meiner Meinung nach wird er – irgendwie auch logisch – mit steigendem Alter und Preis besser. Der Dreijährige brennt meiner Meinung nach noch ziemlich, während der Siebenjährige schon angenehmer schmeckt. Den Schluck aus der Auswahl der Meister genossen meine Mutter und ich definitiv am meisten. Meinen Vater überzeugte die goldene Mitte. Vom Geruch her überzeugt mich jedoch keiner der Havana Club Rums, diesen Wettbewerb gewinnt mit klarem Abstand der Cubay Rum, wobei dieser leider beim Geschmack abraucht. Der Rum aus der ehemaligen Hauptstadt Santiago de Cuba hat keinen von uns überzeugt. Weder Geruch noch Geschmack sprach uns an.

Die genauen Varianten, die wir probiert haben, stehen unten nochmal aufgelistet. Außerdem die meines Wissens nach teuerste Flasche Rum Kubas, die aus der Normalproduktion stammt. In diesen Genuss kamen wir allerdings leider nicht. Aber wen wundert das, wenn allein 2cl schon um die 44$ kosten?! Ob unsere Evaluation aussagekräftig ist, wage ich stark zu bezweifeln. Keiner von uns ist ein bekennender Rum Trinker und gerade bei Amateur-Testern geht der Geschmack weit auseinander. Immerhin waren wir uns aber alle einig!
Als gutes Geschenk würde ich persönlich den Havana Club mit 7 Jahren empfehlen, wobei dieser bei uns zuhause – mit ein bisschen Preisaufschlag – natürlich auch zu erwerben ist. Falls es etwas Ausgefalleneres sein soll, ist entweder die Selección de Maestros zu empfehlen oder ein Ron Cubay, welcher immerhin der Lieblingsrum des Veranstalters ist.

Die getesten Rum-Arten:
Havana Club 3 Jahre, 0,7l 5$
Havana Club 7 Jahre, 0,7l 15$
Havana Club Selección de Maestros, 0,7l 40$
Ron Cubay Anejo, 10 Jahre, 0,7l 15$
Santiago de Cuba 12 Jahre, 0,7l 40$

Der teuerste Rum:
Havana Club Maximo, 1l 2200$

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#33 Fliegen – einfach atemberaubend

Man liegt auf der Wiese, schaut den Wolken zu und dann kommt plötzlich wieder eines in das Blickfeld. Ein Flugzeug. Von der Wiese aus wirkt es winzig klein, wenn man jedoch am Flughafen in eines einsteigt, erscheint es plötzlich riesig. Eine ganz besondere Erfahrung ist das Starten und Landen der großen Flugmaschinen aus nächster Nähe zu beobachten.

Der berühmteste Ort für solch eine Erfahrung ist wohl der Maho Beach auf der Karibikinsel St. Martin. Die Flugzeuge fliegen in gerade einmal 30 Metern Höhe über den Strand hinweg, um auf den direkt angrenzenden Flughafen zu landen. Doch für dieses Schauspiel muss man nicht gleich in die Karibik fliegen!

Auf unserer Balkanrundreise hatten wir nur einen festen Termin. Wir wollten Julias Familie auf Korfu treffen. Als diese die Urlaubspläne 2019 vorstellten, war es auch die Geburtsstunde der Idee unserer Balkanreise. Während wir also mit dem Auto und per Fähre übersetzten, kam der Rest unserer Gruppe per Flugzeug an. Der internationale Flughafen liegt in der Inselhauptstadt Kerkyra, direkt am Meer. Wortwörtlich. Die einzige Start- und Landebahn ist in eine kleine Meeresbucht hineingebaut und die Bucht durch einen Damm vom Meer abgetrennt.

Und genau diesen Damm, der direkt im Anflugs- beziehungsweise Startbereich des Flughafens liegt, darf man betreten, während über den Köpfen der Schaulustigen Mittelstreckenflugzeuge wie der A320 oder die B737 hinwegrauschen. Dem noch nicht genug. Auch am anderen Ende der Startbahn bietet sich ein Spektakel. Wann immer ein Flugzeug in Richtung Meer startet, wird die direkt hinter der Startbahn vorbeiführende Straße gesperrt. Ein Polizist überwacht die Situation, sodass niemand von den starken Winden der Turbine hinfort gepustet wird. Auf Nachfrage durfte ich beim Start direkt neben dem Wagen der Polizei warten und es war im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubend – und das, obwohl ich weit davon entfernt war, direkt hinter den Flugzeugturbinen zu stehen. Wer also auf Flugzeuge aus nächster Nähe steht, hat jetzt einen Grund mehr der wohltemperierten Mittelmeerinsel einen Besuch abzustatten.

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#32 Gletscherläufe

Dass die Menschen schon vor Tausenden von Jahren den beschwerlichen Weg über Gletscher wagten, ist nicht nur durch den Fund von Ötzi bewiesen. Die sogenannten Gletscherläufe sind aber etwas komplett anderes. Da geht keiner über die Gletscher und auch der Gletscher geht nirgendwo hin. Mit dem Wort Gletscherlauf wird ein Phänomen beschrieben, das zum Beispiel sehr oft in Island stattfindet.

Durch die auf Island ausgeprägt vorkommende Thermalwärme schmelzen die Gletscher, die erloschene und aktive Vulkane bedecken, immer wieder von unten her an. Bei Vulkanausbrüchen wird natürlich noch weit mehr Eis abgeschmolzen. Nicht immer fließt das dabei entstehende Schmelzwasser sofort ab. Es kann sich auch in subglazialen – sprich unter dem Gletscher liegenden – Seen sammeln. Wenn das um den See befindliche Eis den Wassermassen schließlich nicht mehr standhalten kann, läuft der See aus und kann dabei verheerende Schäden anrichten. Beim letzten großen Gletscherlauf 1996 in Südisland war zuvor der Vulkan Gjálp ausgebrochen. Beim darauf folgenden Gletscherlauf traten bis zu 45.000 m³ Wasser pro Sekunde aus dem Gletscher aus. Die unterhalb des Gletschers vorbeiführende isländische Ringstraße wurde erheblich beschädigt und sogar eine Brücke wurde mitgerissen. Auch bis zu zehn Meter hohe Eisbrocken wurden mit den Fluten mitgerissen.

Das Phänomen des Gletscherlaufes beschränkt sich aber nicht nur auf Island. Auch in anderen Teilen der Erde, wo Gletscher und Vulkane aufeinandertreffen, ereignen sich immer wieder Gletscherläufe. Betroffene Länder sind beispielsweise Chile, Neuseeland, Kanada oder Alaska. Aber auch in Gebieten ohne Vulkanaktivität können Gletscherläufe auftreten, wenn sich eine größere Menge Schmelzwasser anstaut. So ereigneten sich beispielsweise mehrere solcher Überflutungen am Grindelwaldgletscher in der Schweiz, weswegen sich der Kanton schließlich gezwungen sah, einen künstlichen Abfluss zu errichten.

Ein interessantes Video, das unter anderem Videoaufnahmen vom Gletscherlauf 1996 am Gjálp zeigt, findet sich auf YouTube unter folgendem Link: https://www.youtube.com/watch?v=MgkEwIykTno

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#31 Reiseunglück

Für gerade einmal 42 Euro pro Person ging es für Julia und mich im Sommer 2016 nach Malta. Bei so einem Sonderangebot konnten wir einfach nicht Nein sagen und packten spontan unsere Koffer oder besser gesagt Backpacks. Für drei Wochen ging es in Richtung Sommer, Sonne, Meer.

Angekommen auf der Hauptinsel machte sich dann aber recht schnell Ernüchterung breit. Die Städte der Ostküste gefielen uns überhaupt nicht. Alles war auf Partytourismus ausgelegt und der einzige Lichtblick war die Hauptstadt Valletta, die zugegebenermaßen wirklich schön ist. Aber nichts für drei Wochen! Wir begaben uns also weiter auf die Suche und wollten eigentlich nach Gozo, der zweitgrößten Insel des Archipels, umziehen. Doch da machte uns unsere zu dieser Zeit noch fehlende Reiseerfahrung einen Strich durch die Rechnung. Wir hatten für unser damals begrenztes Budget nur eine einzige Unterkunft auf Gozo finden können und als wir schließlich auf der Insel ankamen, kam mit uns eine böse Überraschung. Die Adresse war falsch angegeben. Die Unterkunft lag gar nicht auf Gozo!

Etwas gestresst machten wir uns also auf den Rückweg. Erst nahmen wir die Fähre und dann bekamen wir mit etwas Glück gerade noch den letzten Bus, der uns ganz weit ins westliche Hinterland brachte. Das Beste an der Geschichte? An der Adresse, an der uns der Busfahrer aussteigen wollte, gab es auch kein Anzeichen für unsere Unterkunft. Etwas überfordert beschlossen wir, dass wir erst im nächsten Dorf rausgelassen werden wollen. Dort hatten wir dann unfassbares Glück: Der Besitzer unserer Unterkunft war gerade im einzigen Restaurant des Dörfchens und eine Einheimische brachte uns zu ihm. Allerdings waren wir mittlerweile so spät dran, dass unser Zimmer nicht mehr verfügbar war – die Sonne war auch schon längst untergegangen. Zu unserer Freude durften wir aber trotzdem bei unserem Host übernachten. Er improvisierte und schließlich schlossen wir nach einem aufwühlenden Tag die Augen auf einer Matratze im Innenhof der Unterkunft.

Auch wenn die Idylle des abgeschiedenen Dörfchens uns wahrlich zugesagt hat und wir das Meer ringsum praktisch für uns hatten, konnten wir auch hier nicht ewig bleiben. Und dann haben wir etwas beschlossen, was bis jetzt wirklich einmalig geblieben ist. Wir sind verfrüht zurück nach Hause geflogen! Was vielleicht etwas überstürzt wirken mag, war aber für uns in diesem Moment das Richtige. Wir wurden einfach nicht komplett glücklich auf Malta und wir wollten unser begrenztes Studentenbudget nicht noch weiter verpulvern. Rückblickend bereue ich nur nicht noch einmal nach Gozo gefahren zu sein und dass wir kein Zelt dabei hatten, um einfach eine Woche kostenlos auf der winzigen Insel Comino zu übernachten. Wer weiß, vielleicht verschlägt es uns ja eines Tages nochmal nach Malta und wir können uns noch einmal einen neuen Überblick über die Insel verschaffen und das Verpasste nachholen. Bis jetzt bleibt uns diese Reise jedoch nur als unsere enttäuschendste in Erinnerung.

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#30 Australienliebe

Schon vier Jahre ist mein Besuch auf dem am dünnsten besiedelten Kontinent her – die Antarktis mal ausgelassen. Meine insgesamt fast zehnwöchige Reise hat sich wirklich in mein Gedächtnis gebrannt. So viele schöne Erinnerungen und Erfahrungen sind mir geblieben. Was habe ich zuallererst gelernt? Australien ist verflixt noch mal riesig! In meiner Zeit habe ich ausschließlich die Ostküste und die von Melbourne nach Adelaide führende Great Ocean Road bereist. Wenn ich jetzt noch verrate, dass ich schon allein in Queensland, dem nordöstlichen Bundesstaat Australiens, über sechs Wochen verbracht habe und trotzdem mich unglaublich mit meiner Reise beeilen musste, wird die Dimension Australien wohl noch klarer.

Nach dem Verlassen Queenslands hatte ich nur noch Zeit für wenige Stopps: Surfers Paradise, Byron Bay, Sydney, Blue Mountains, Canberra und Melbourne. Von Melbourne ging es dann innerhalb von einer knappen Woche über die Great Ocean Road nach Adelaide. Mein Herz habe ich aber definitiv in Queensland gelassen.

Queensland hat mich einfach vollends überzeugt. Ich bin auf eine einsame Insel übergesetzt, habe dort übernachtet, habe Koalas auf Magnetic Island gesehen, bin zwischen den Whitsunday Islands entlanggesegelt und habe den weltweit weißesten Strand gesehen, war im Great Barrier Reef schnorcheln und hab in Agnes Water das Surfen erlernt. Das hört sich zugegebenermaßen alles nach Meer an, aber auch das Festland hat mich überzeugt. Ich war im Wooroonooran National Park auf Wasserfall- und Blutegeljagd, bin die Josephine Falls heruntergerutscht und habe Australiens nassesten Punkt besucht. Kurzum: Ich habe mich im queensländischen Australien pudelwohl gefühlt.

Bei meiner Reise hatte ich leider keine Möglichkeit, den berühmten Uluru-Felsen, die Südinsel Tasmanien oder Western Australia zu bereisen, weswegen es mich unbedingt für noch einen weiteren Besuch nach Australien zieht. Bis dahin heißt mein Lieblingsteil aber definitiv Queensland! Und wir werden uns mit Sicherheit wiedersehen!

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#27 Luxusurlaub versus Kuba

Wer nach einem interessanten Reiseziel sucht, wird bei Kuba definitiv fündig. Da es so lange abgeschottet von den anderen Staaten existierte, läuft auch heute noch vieles anders in dem Karibikstaat. Eine der wunderschönsten Facetten Kubas sind definitiv dessen Einwohner. Die Kubaner sind lebensfrohe und offene Spaßvögel.
Dieses Jahr war ich zum zweiten Mal auf Kuba, diesmal mit meiner Familie. Da sowohl der Geburtstag meiner Mutter als auch meines Vaters auf die Reise fielen, gönnten uns die beiden zwei Übernachtungen in einem der fünf Sterne Hotels auf der wunderschönen Insel Cayo Santa Maria.

Mit dem Viazul ging es ab Remedios über den knapp 50 Kilometer langen, mitten durch das Meer führenden Damm, der die Insel mit dem Festland verbindet. Am Hotel wartete die erste Überraschung auf uns. Mitten im Rezeptionsbereich war eine Baustelle. Da wurde wohl gerade der Springbrunnen oder etwas Ähnliches entfernt. Nach dem Check-In wurden wir auf unser Zimmer geführt und es war wirklich einschüchternd riesig. Da wir zur dritt waren und es ausschließlich Zimmer für bis zu zwei Personen gibt, hatte ich mein eigenes Refugium. Jacuzzi, Terrasse, Außendusche und Meeresblick inklusive.
Das wir uns immer noch auf Kuba befanden, wurde uns beim ersten Gespräch mit einem der anderen Gäste klar. So bezeichnete sie die Essensauswahl im hoteleigenen Restaurant als Russisches Roulette – die Beschreibung wäre meist sehr hochtreibend und das Resultat nicht vorhersehbar. Diese Beschreibung trifft es genau ins Schwarze.

Auch bei der Zubereitung der Speisen wurde manch alternativer Weg eingeschlagen, der besser für immer vergessen geblieben wäre. Eine mit hunderten Gräten durchsetzte Rückenflosse sollte eigentlich nicht frittiert werden. Auch der Service des Personals war nicht den Ansprüchen des Hotels gewachsen. Des Öfteren wirkten die Kellner nervös und der Situation nicht ganz gewachsen. Dass die meisten jedoch fast fließend Englisch sprechen, war definitiv ungewöhnlich für Kuba.

Alles in allem haben wir den Aufenthalt vor Ort zwar genossen, aber das Preis-Leistungs-Verhältnis auf der kubanischen Insel ist definitiv nicht ganz stimmig. Die meiner Meinung nach unglaublich tolle und lockere Lebenseinstellung der Kubaner passt einfach nicht mit dem fünf Sterne Hotelluxus der Hotelburgen zusammen. Ich würde eher empfehlen, in einen der nahen Ortschaften am Festland zu übernachten und mit dem Auto oder angemieteten Roller die Inseln zu erkunden.

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#26 Albanien – eine vielseite Überraschung

Bevor ich mich auf meine Balkanreise zusammen mit Julia aufmachte, hatte ich keine Ahnung, was mich in den nächsten Wochen erwartet. Über den Balkan hatte ich zwar schon so manches gehört, aber nie genug, um eine wirkliche Vorstellung bilden zu können. Die einzigen Länder, von denen ich eine grobe Vorstellung hatte, waren Slowenien und Kroatien. Beide Länder hatte ich schon mit meiner Familie und auch in drei Reisen mit Julia kennengelernt. Südlicher als Zadar und die Plitvicer Seen und unser Silvesteraufenthalt in Split kamen wir aber nie.

Spätestens ab Dubrovnik war also alles für uns absolutes Neuland. Im weiteren Verlauf der Balkanreise durchquerten wir Montenegro, Albanien und kamen dann in Griechenland an. Bei der Rückreise machten wir noch einen schnellen Abstecher durch Nordmazedonien. Das Land, das uns auf unserer Reise am meisten fasziniert hat, war allerdings Albanien. Es hat uns wirklich überrascht!

Zugegeben, die Meeresküste in Albanien ist schon ziemlich verschandelt mit Betonbauten und den Sand mancher Strände sieht man von weiten nicht einmal mehr vor lauter Sonnenliegen. Trotzdem hat uns das Land äußerst gut gefallen. Am Meer gibt es immer noch komplett einsame Buchten und man hat die Chance, den perfekten Traumstrand nur für sich zu haben. Was uns aber definitiv mehr gefallen hat, ist das Inland des kleinen Staates. Überall gibt es etwas zu entdecken, man muss es nur suchen! Es gibt unzählige, teils riesige Ausgrabungsstätten. Die berühmteste ist die UNESCO-Halbinsel Butrint. Die Kreisstadt Gjirokastra dagegen überzeugt mit seiner wunderschönen Innenstadt und der großen Festungsanlage, die über der Stadt thront. Im Kreis Berat ist die Festung sogar noch bewohnt. Der von den Festungsmauern umschlossene Innenbereich ist ein bunter Mischmasch aus bewohnten Häuschen und Überresten aus einer längst vergangenen Zeit. Nördlich der Hauptstadt Tirana befindet sich Kruja und natürlich gibt es auch hier eine Burganlage. Das Besondere ist aber vor allem der arabische Souk vor den Mauern der Festung. In Korça existieren die verschiedenen Religionen eng nebeneinander. Gerade einmal 500 Meter ist die große Moschee von der orthodoxen Kathedrale entfernt.

Es ist also auf jeden Fall viel geboten! Und wer lieber in der Natur unterwegs ist, wird ebenso auf seine Kosten kommen. Die albanische Bergwelt ist wirklich schön und noch weitestgehend unberührt. Im Norden gibt es eine sehr ansprechende Route durch den Valbona Nationalpark. Zurück geht es dann per Fähre über den Koman Stausee. Wer lieber länger wandert, kann einen genaueren Blick auf die beiden Fernwanderwege werfen.

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#24 Reisegadget: Feuerzeug

Auf Reisen darf mittlerweile mein Feuerzeug nicht mehr fehlen. Und nein, ich bin kein Raucher. Ehrlich gesagt, habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht einmal eine Zigarette oder Zigarre probiert. Pfeifentabak auch nicht 😉

Ich nehme das Feuerzeug mit, weil ich immer wieder in Situationen komme, wo es unersetzlich ist. Offensichtlich notwendig ist es zum Beispiel bei Campingreisen. Der Gaskocher lässt sich sonst einfach recht schwer entzünden… Aber auch sonst kann es sehr nützlich sein. Mal wird damit das Lagerfeuer entfacht oder ein Blutegel entfernt. Die kleinen Biester reagieren nämlich auf die Wärme und lassen los. Ansonsten kann man mit dem Feuerzeug auch notdürftig Metall desinfizieren, Schnüre „schneiden“ oder das Ausfransen von Schnüren durch das Abschmelzen des Endes zu verhindern. Der entscheidende Vorteil gegenüber Zündhölzern ist, dass das Feuerzeug nicht so leicht nass wird und meistens auch öfter als eine Zündholzpackung benutzt werden kann. Zur Sicherheit sollten aber gerade auf Mehrtageswanderungen immer zwei Feuerzeuge mitgeführt werden.
Im Gegensatz zur Gaskartusche darf man sein Feuerzeug im Flugzeug meistens mitführen. Es kommt immer noch darauf an, welche Art Feuerzeug man hat. Nicht alle sind erlaubt. Zudem gibt es noch regionale Unterschiede, wo das Feuerzeug mitgeführt werden muss. Meistens muss es aber direkt am Mann (oder an der Frau) getragen werden.

Noch ein letzter Hinweis: Bezüglich der Blutegel solltest du dich aber bitte noch mal selbst informieren. Die vielfach angeratene Methode, die Blutegel mit Feuer oder Salz zum Loslassen zu bewegen, kann sie nämlich auch dazu bringen, sich zu „übergeben“. Dabei besteht die Gefahr, dass sie Krankheiten übertragen. Da so gerade auch Krankheiten von vorigen Wirten übertragen werden können, wäre das natürlich keine gute Sache. Niemand möchte plötzlich HIV positiv sein. So richtig verlässliche Informationen habe ich darüber aber noch nicht gefunden!

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#22 Top 3 Aktivitäten: Tully

Auch wenn das kleine Städtchen Tully nicht viele Reisende anzieht und vom nahen Mission Beach ausgeboten wird, ist es definitiv einen Besuch wert. Tully wird dominiert von der örtlichen Landwirtschaft, wobei vor allem Zuckerrohr und Bananen angebaut werden. Im Zentrum befindet sich deswegen auch eine riesige Zuckerfabrik. Die besten drei Aktivitäten in Tully sind:

3. Platz: Die lokale Zuckerfabrik kann auch besichtigt werden. Die Tour durch die Fabrik ist sehr informativ und dauert ungefähr eineinhalb Stunden. Wer möchte, kann auch ein bisschen Rum probieren, der aus einem kleinen Teil des frisch gewonnenen Zuckers vor Ort hergestellt wird.

2. Platz: Auch wenn Tully nicht besonders viel zu bieten hat, lohnt sich ein kleiner Sightseeing Abstecher. Die Region um Tully bis hinauf nach Babinda ist die regenreichste Australiens. Jedes Jahr gibt es einen Wettbewerb zwischen den Städten Babinda, Innisfail und Tully. Es geht darum, welche Stadt die nässeste Australiens ist. Der Gewinner bekommt einen Gummistiefel. Auch wenn in den letzten Jahrzehnten Tully nicht auf Platz Nummer eins landete, wurde im Ortseingang ein überdimensionaler, goldener Gummistiegel errichtet. Das 7,9 Meter hohe Bauwerk repräsentiert die höchste Menge an Regenfall, die je in einem Jahr in Tully heruntergekommen ist. Der Gummistiefel ist hohl, beherbergt eine kleine Ausstellung der lokalen Überflutungen und ganz oben befindet sich eine kleine Aussichtsplattform.

1. Platz: Wofür Tully aber definitiv am bekanntesten ist – bis hoch nach Cairns hinauf – ist das Wild Water Rafting. Mit dem Schlauchboot geht es den Tully River hinunter, durch Stromschnellen und den wunderschönen Regenwald ringsum. Die mit unglaublich viel Aktion geladenen Touren starten ab Tully, Mission Beach oder sogar von Cairns aus. Es gibt mehrere verschiedene Anbieter.

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#21 Karten-App Maps.me

Bei meiner zweiten Kubareise habe ich zum ersten Mal Maps.me so richtig auf Herz und Nieren getestet. Schlicht aus dem Grund heraus, dass Google Maps auf Kuba so richtig enttäuscht hat. Zum Glück hatte ich sowohl auf dem Tablet als auch auf dem Smartphone die auf den Daten von Open Street Maps basierenden Offline-Karten von Maps.me für Kuba im Vorhinein heruntergeladen.
Was mir an Maps.me besonders gefallen hat, war die einfache Sightseeing Planung. Auf der Offline-Karte habe ich mir die Orte herausgesucht, die vom Führer besonders gelobt wurden oder die einfach nur interessant aussahen. Dass bei einigen der Sehenswürdigkeiten auch Kommentare von anderen Nutzern offline verfügbar sind, vereinfacht die Planung der Reiseroute erheblich. So bekommt man noch mal eine gute Auswahl an Tipps und Tricks zu bestimmen Plätzen.

Für einen besseren Überblick kann man seinen Lesezeichen – also die Orte, die man als interessant oder wichtig markiert hat – verschiedene Farben und Gruppen zuweisen. Ich habe also immer eine Gruppe gebildet und alle Lesezeichen zu einer bestimmten Stadt der zugehörigen Gruppe zugewiesen. Auf diese Art und Weise ist der Überblick darüber, was man schon gesehen hat und was noch zu sehen ist, leicht zu behalten. Weniger interessante Objekte werden bei mir gelb markiert, Highlights rot. Das Busterminal und die Unterkunft grün und gut bewertete oder schön aussehende Lokale mit einem blauen Lesezeichen vorgemerkt.

Auch was das Wandern angeht, hat mich die Karte überzeugt. Meine Wanderung durch den wilden, kubanischen Dschungel nahe der Stadt Trinidad wäre niemals ohne Führer zustande gekommen, hätte ich auf der Karte nicht einen gestrichelten Trampelpfad entdeckt. Beim Entlanggehen hat das GPS-Signal auch fast immer mit dem eingezeichneten Pfad übereingestimmt.

Für mich bedeutet das, dass mich Maps.me auch auf meiner nächsten Reise begleiten wird und seinen bisherigen größten Konkurrenten Google Maps eventuell ablösen könnte. Ich hoffe auf jeden Fall sehr, dass es auch die nächsten Male eine so herausragende Leistung abliefern kann!

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#20 Kommunikation mit fremden Kulturen

Beim Reisen im Ausland gibt es viele Schwierigkeiten. Man kennt das neue Land noch nicht, weiß nicht, was sich gehört und was man zu unterlassen hat. Man weiß nicht, an welche Ecken man zu später Stunde lieber nicht mehr geht und hat kein Gassenwissen.

Beim Reisen verlässt man seine Komfort-Zone. Eine große Herausforderung in den meisten Ländern der Welt ist auch die Kommunikation. Kaum reist man nach Spanien und schon versteht man seinem Gegenüber nicht mehr und ob man jemanden findet, der Englisch spricht, ist schon im europäischen Ausland nicht immer sicher. Klar, mit Händen und Füßen oder dem elektronischen Wörterbuch kann man sich ganz gut verständigen. Manchmal aber klappt es selbst damit nicht mehr. Und was dann? Verzweifeln?

Meine Schwester war im letzten Jahr in China zu Gast und berichtete nach der Reise, dass selbst die einfachsten Gesten auf absolutes Unverständnis stießen. Im Fernen Osten haben selbst Mimik und Gestik andere Bedeutungen als bei uns.

Auf der Kehrseite inspiriert mich das Reisen gerade deswegen auch dazu, immer mehr Sprachen zu lernen. In der Schule hatte ich noch mäßiges Interesse an Englisch und machte deswegen schließlich auch mein Abitur in Französisch. Kaum war ich aber aus der Schule draußen und begann auf mich alleine gestellt zu reisen, war Englisch plötzlich nicht mehr aus meinem Leben wegzudenken. Seit meinem ERASMUS-Aufenthalt in Spanien war dann auch mein Interesse am Spanischen erweckt. Trotzdem war ich sehr froh darüber, dass ich an einer englischsprachigen Universität studierte. Ich hätte sonst wohl nur Bahnhof verstanden.

Mittlerweile habe ich allerdings begonnen, Spanisch gezielt zu lernen und auf meiner letzten Reise nach Kuba habe ich es auch schon sehr viel anwenden können, worauf ich ehrlich gesagt ziemlich stolz bin. Die Reise im April nach Spanien ist wegen dem Corona-Virus leider ausgefallen, aber ich freu mich schon sehr auf meinen nächsten Trip durch ein spanischsprachiges Land. Die nächsten Sprachen, die mich interessieren würden, wären dann wohl Russisch und eventuell Mandarin. Nicht weil ich mir denke, dass die beiden Sprachen besonders reizvoll seien oder auch nur im Ansatz einfach, sondern weil ich mich in möglichst vielen Teilen der Erde mit Menschen unterhalten können möchte. Wenn man mit den Einheimischen kommunizieren kann, werden die Reiseeindrücke einfach nochmal um ein Vielfaches intensiver!

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#19 Die drei wichtigsten Sachen beim Reisen

Ich hatte gerade eine spannende Überlegung: Was sind die drei Sachen, die ich auf einer Reise immer brauche und auf keinen Fall missen möchte? Ich finde die Antwort ehrlich gesagt unglaublich schwierig und jetzt beim Schreiben habe ich die Frage auch immer noch nicht komplett für mich beantworten können. Also fange ich erst mal mit der ersten Sache an.

Platz Nummer eins belegt etwas, was ich ehrlich gesagt nicht mit Stolz verkünden kann: das Smartphone. Ich bin zwar selbst überhaupt nicht handyaffin und weiß natürlich auch, dass das eine ungewöhnliche Aussage für einen Informatiker ist, aber zugegebenermaßen bin ich nie so richtig warm mit den Smartphones geworden. Trotzdem ist es ein unersetzliches Reisegadget. Es ist GPS-Gerät, Landkarte, Wörterbuch und Lexikon in einem und in einer Notlage will wohl keiner auf die Notruffunktion verzichten. Es ermöglicht den Zugang zu Informationen aus der ganzen Welt und überbrückt auch die weitesten Entfernungen zu Freunden und Familie.

Beim zweiten Platz wird es meiner Meinung nach schon schwieriger. Klar braucht man zum Beispiel Klamotten oder Bargeld auf Reisen, aber komplett essenziell sind diese Sachen nicht. Notfalls muss man eben mit nur zwei Sets an Kleidung reisen und oft waschen, wie es zum Beispiel auf einer Fernreise mit dem Fahrrad der Fall wäre. Dass man auch ohne Bargeld von A nach B kommen kann, habe ich spätestens bei einem guten Freund von mir erlebt. Das wird dann natürlich eine ganz andere Reiseerfahrung! Für mich belegt Platz Nummer zwei deswegen etwas Philosophisches. Ich denke, zu einer erfolgreichen Reise gehört die richtige Einstellung. Für die meisten wäre das wohl Weltoffenheit und Interesse am Neuen, worüber absolute Einzelgänger natürlich nur verächtlich lachen können. Die richtige Einstellung ist unterm Strich individuell abhängig vom Reisenden, aber meiner Meinung nach trotzdem immer unerlässlich, weswegen sie für mich Platz zwei belegt.

Auf dem dritten Rang schafft es etwas, was eigentlich überhaupt nicht eine Platzierung in den Top 3 verdient hat, aber durch unsere Gesellschaft beim Reisen trotzdem unbedingt erforderlich ist: ein Ausweis oder ein Reisepass. Wer darüber nachdenkt, wird schnell feststellen, dass er tatsächlich komplett unerlässlich ist. Selbst die „Reise“ in den nächsten Supermarkt ist offiziell unmöglich, ohne einen Ausweis mit sich zu führen. Von einer Reise in ein fernes Land ganz zu schweigen.

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#18 Reisegadget: Mosquitonetz

Wen es auf seinen Reisen auch mal nach Südamerika, Afrika oder Asien verschlägt, kommt zwangsläufig mit Stechmücken in den Kontakt. Das Hauptproblem gegenüber den uns aus der Heimat bekannten Blutsaugern sind die Krankheiten, die die kleinen Plagegeister übertragen können. Je nach Region warnt das Auswärtige Amt vor dem Zika-Virus, Dengue-Fieber, Chikungunya-Viren, Malaria oder der Japanischen Encephalitis. Die einzig wirklich wirksame Methode, sich vor diesen teils gefährlichen Krankheiten zu schützen, ist eine effektive Prophylaxe. Das heißt, man muss versuchen, so viele Stiche wie nur möglich zu verhindern.

Tagsüber sollte man sich mit langer, möglichst farbloser Kleidung vor Stichen schützen und an den freien Hautpartien mückenabweisende Sprays oder Cremes auftragen. NoBite stellt dafür zum Beispiel gute Produkte her und begleitet uns auf unseren Reisen. Man kann mit bestimmten Mitteln auch die Kleidung oder Moskitonetze mit Mückenschutz imprägnieren.

In der Nacht kommt dann das Moskitonetz ins Spiel. Es gibt auch hier viele verschiedene Versionen. Netze, unter die ein Einzelbett passt oder ein Doppelbett. Netze, die schon vorimprägniert sind, werden, soweit ich weiß, seit einigen Jahren nicht mehr hergestellt. Wie oben schon erwähnt kann man sie aber immer in Handarbeit noch selbst imprägnieren. Wer sich zusätzlich vor Krabbelviechern oder Bettwanzen schützen möchte, kann sich auch für ein Moskitonetz entscheiden, dass auf der Unterseite geschlossen ist. Es fühlt sich dann ein bisschen an wie Zelten – nicht nur weil der Moskitonetzboden sich wie ein Zeltboden anfühlt.

Anfangs kann es ein bisschen ungewohnt sein unter dem Netz zu schlafen. Mittlerweile bin ich schon so sehr daran gewöhnt, dass ich einfach immer das Netz aufhänge, wenn es im derzeitigen Reiseland Krankheiten gibt, die von Mücken übertragen werden. Auch wenn die Chance eventuell äußerst gering ist, überhaupt zu erkranken und auch der derzeitige Aufenthaltsort gar nicht so viele Mücken hat, kann man so die Chance einfach noch weiter minimieren.

Ich wüsste zum Beispiel nicht, wie ich darauf reagieren sollte, falls ich einmal Dengue-Fieber bekommen würde. Kann ich dann noch weiter in die Dengue-Gebiete reisen oder ist die Gefahr einer Zweitinfektion (die durchaus schlimmer verläuft) zu hoch?

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#17 Top 3 Ausflüge: Mission Beach

Es mag nicht überraschend klingen. Mission Beach hat vor allem eins: viel Strand! Genauer gesagt ist der Hausstrand insgesamt über zehn Kilometer lang. So lang also, dass auch noch die beiden Ortsteile Wongaling Beach und South Mission Beach an denselben Strand passen. Nummer drei der besten Ausflüge in Mission Beach steht damit schon einmal fest:

3. Platz: Einen ausgedehnten Strandspaziergang unternehmen. Wenn gerade Quallensaison ist, sollte man es dabei auch belassen. Auch ein Spaziergang bei Nacht ist eher suboptimal. Zwischen Mission Beach und Wongaling Beach befindet sich eine kleine Lagune im Mangrovenwald. In der Nacht lungern an dieser Stelle deswegen viele Krokodile am Strand herum!

2. Platz: Den zweiten Platz Ausflug kann man gleich an den ersten mit anhängen. Ganz im Süden vom Strand beginnt der Kennedy Walking Track. Neben ein bisschen lokaler Geschichte sind auch herrliche Ausblicke garantiert. Die Lugger Bay und die noch südlichere Kennedy Bay hat man außerdem praktisch für sich – wenn man ein paar Fischer und die lokalen Krebskolonien mal außen vorlässt. Mit ein bisschen Glück kann man auf der Wanderung auf Wallabies begegnen.

1. Platz: Der absolut beste Ausflug von Mission Beach aus ist eine Überfahrt nach Dunk Island. Ich empfehle allerdings keine Tagestour mit dem Mission Beach Bunk Island Water Taxi, sondern gleich eine oder mehrere Übernachtungen auf der Insel. Der lokale Campingplatz hat zwar nicht viel zu bieten, dafür ist man auf der Insel ganz für sich allein!

Wer noch auf der Suche nach einer weiteren Inspiration vor Ort ist, sollte sich unbedingt dem Djiru Nationalpark einen genaueren Blick zuwerfen. Bei einer Wanderung durch den Park kann man nicht nur die lokale Flauna besser kennenlernen, sondern hat ebenso die Chance, auf einen der scheuen und seltenen Kasuare (engl. Cassowary) zu treffen. Ich hab zwar wirklich alles versucht, mir war das Glück aber leider trotzdem nicht hold. Wer das Glück hat, sollte dem flugunfähigen Vogel aber lieber seinen Raum lassen. Die extrem scharfen Krallen sind im schlimmsten Fall tödlich!

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#16 Faszination Einsamkeit

Spätestens seit meinem zehnwöchigen Aufenthalt an der australischen Ostküste vor vier Jahren habe ich eine neue Leidenschaft für mich entdeckt: Einfach mal alleine, nur für sich sein. Ich übernachtete komplett alleine auf einer Insel vor Mission Beach, wanderte sechs Tage über die Sandinsel Fraser Island. Am Festland bewegte ich mit dem Hop-On-Hop-Off-Pass des Busunternehmens Greyhound fort und machte an jedem Zwischenhalt ausgiebige Ausflüge mit dem Zelt ins Umland. Wenn man so viel Zeit mit sich selbst verbringt und nur selten andere Menschen antrifft, lernt man sich auch mal voll auf sich selbst zu konzentrieren. Man lernt sich neu kennen.

Als Kind hatte ich noch viel Spaß beim Mannschaftssport und traf eigentlich jeden Tag meine Freunde. Später entwickelte ich auch immer mehr Interesse an Einzelsportarten, fing mit dem Klettern und Bouldern an, erklomm Berge mit meinem Mountainbike oder auch zu Fuß und entdeckte das Schwimmen für mich. Mittlerweile genieße ich diese Art der Beschäftigung noch viel mehr als früher. Man ist einfach mit sich allein – mal mehr, mal weniger – durchstreift die Natur und erfährt die sportlichen Herausforderungen. Man konzentriert sich immer mehr auf seinen eigenen Körper und findet zu sich selbst. Andere betreiben Yoga oder Meditieren. Für mich ist es der Sport, der mir diese ganzheitliche Entspannung und unbeschreibliches Glück beschert.

Natürlich genieße ich auch weiterhin mit Freunden verrückte Dinge zu erleben und mit meiner Freundin die Welt zu bereisen. Aber ich habe eben auch gelernt, dass es sehr wichtig für mich ist, mal komplett die Welt hinter mir zu lassen und wieder Zeit nur mit mir selbst zu verbringen. Ich kenne viele, die meinen, dass sie das niemals könnten, dass sie Angst davor haben oder es sich absolut langweilig vorstellen. Ich kann darauf nur antworten: Probiert es aus! Lasst euch überraschen und überwindet euch dazu. Ihr werdet es nicht bereuen!

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#15 Das digitale Nomadentum

Der Traum vieler Backpacker ist heute ein ortsunabhängiges Leben. Eines, bei dem man von der Hängematte oder vom Strand aus sein Geld online verdient. Gerade diese reizvolle Vorstellung bewegt heute immer mehr Menschen dazu, einen selbstständigen Weg im World Wide Web einzuschlagen und den neuen Traum vom Geld verdienen für sich zu verwirklichen. Sie wollen erfolgreich als sogenannter digitaler Nomade werden.

Der eine hat einen erfolgreichen YouTube-Kanal, der nächste postet jeden Tag Bilder auf Facebook und Instagram. Mal ist jemand Freelancer als Webdeveloper, mal Affiliate-Marketer oder Search-Engine-Optimization-Coach. Alle haben eines gemeinsam. Das Arbeiten ist grundsätzlich flexibler als herkömmliche Berufe. Es gibt keinen Chef, der einen pünktlich um acht Uhr morgens im Büro sehen will. Bis man allerdings als digitaler Nomade so viel Erfolg hat, dass man davon auch ein Leben führen kann, braucht es mitunter einige Jahre, Ideenreichtum und Fleiß.

Die Konkurrenz wird jeden Tag größer, die individuellen Sparten immer gesättigter. Wo früher nur einige hundert Mitbewerber existierten, gibt es mittlerweile Tausende. Auch für mich selbst ist solch ein Leben weit mehr als ein Traum. Ich will es nicht nur träumen, sondern auch realisieren. Der Weg ist hart. Noch habe ich aber nicht aufgegeben – zu groß ist der Wille zum Erfolg!
Neben einem digitalen Arbeitsleben begeistert mich vor allem noch die Fotografie. Seit mittlerweile über drei Jahren bin ich dabei, intensiv die Künste der Profifotografie zu erlernen. Zig Tausende Fotos sind seit dem Kauf der ersten Spiegelreflexkamera entstanden, mehrere externe Festplatten zum Bersten gefüllt. Zur ersten Kamera kamen noch zwei weitere hinzu – die nötigen Objektive samt Stativ und Filter selbstverständlich auch. Wenn ich den Traum des digitalen Nomadentums für mich noch ein bisschen weiterträumen darf, gehört die Fotografie für mich definitiv auch dazu. Noch weiß ich zwar nicht, wie ich auch mit meiner Landschafts- und Reisefotografie erfolgreich werden kann, aber die Faszination für die Thematik ist auf jeden Fall schon einmal da!

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#14 Reisegadget: Actionkamera

Im Jahr 2016 war ich nicht nur das erste Mal in Australien. Bevor die Reise losging, legte ich mir auch meine erste Actionkamera zu. Ich wollte unbedingt die ganzen Abenteuer der zehnwöchigen Reise einfangen. Ich wusste bereits, dass ich auf jeden Fall mehrmals Schnorcheln gehen würde, weswegen das Modell, das ich mir kaufte, auch wasserfest sein musste. Meine Wahl fiel dann schließlich auf die damals aktuelle Version der GoPro Linie. Genauer gesagt auf die GoPro Hero4 Silver.

Die Vorteile einer Actionkamera liegen auf der Hand. Sie ist vor allem robuster und zerstörungssicherer als die üblichen Kameras. Im Nachhinein bin ich auch verdammt froh, die GoPro gekauft zu haben. Meine damalige Digitalkamera ist mir nämlich während der Reise kaputt gegangen. Danach konnte ich immerhin noch Fotos mit der GoPro machen. Klar, die Bildqualität ist nicht die Spitze des Eisberges, aber gerade bei strahlenden Sonnenschein – was in Australien zum Glück recht häufig vorkommt – liefert sie tolle Ergebnisse. Auch Unterwasser habe ich die Cam getestet und bin rundum zufrieden.

Mittlerweile sind schon über vier Jahre vergangen. Ich habe immer noch dasselbe Modell. Auch wenn ich mittlerweile die Kamera schon in vielen Situationen genutzt habe – beim Schnorcheln sowie Fallschirmspringen, zur Dokumentation von Roadtrips oder beim Mountainbiken – habe ich immer noch nicht das Gefühl, mir eine Neue zulegen zu müssen. Sie ist noch nie wirklich beschädigt worden, egal wie viel Aktion sie miterlebt hat. Und einen Vorteil hat meine alte Cam gegenüber den Neueren auf jeden Fall: So muss ich weniger auf die Kamera aufpassen. Selbst wenn sie kaputt gehen würde, würde ja nicht so viel Geld verloren gehen. Irgendwann werde ich mir aber sicher wieder ein neueres Modell zulegen. Ob von der Firma GoPro oder einem Mitbewerber steht aber noch nicht fest. Komplett auf eine Actionkamera will ich auf meinen Reisen aber definitiv nicht mehr verzichten!

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#13 Top 3 Wasserfälle: Wooroonooran National Park

Der australische Nationalpark mit einem der interessantesten Namen – ehrlich, wer kommt auf Wooroonooran?! – ist vor allem bekannt für seine Wasserfälle. Nicht umsonst gibt es eine Rundfahrt um den Nationalpark herum, die sich Waterfall Circuit nennt. Die beiden nächsten größeren Städte sind Cairns und die Kleinstadt Innisfail. Der Wooroonooran Nationalpark steht als Teil der „Wet Tropics of Queensland“ unter UNESCO Weltnaturerbeschutz. Neben unzähligen Wasserfällen befinden sich die beiden höchsten Berge Queensland im Areal des Parks: Mount Bartle Frere (1622m) und Mount Bellenden Ker (1593m).

Bei den Wasserfällen fiel mir die Entscheidung wirklich schwer, welche die schönsten sind. Zu allererst möchte ich anmerken, dass alle Wasserfälle natürlich während der Regenzeit deutlich imposanter sind. Woher soll das Wasser denn kommen, wenn gerade eine lange Dürreperiode herrscht? Ein zweiter Tipp ist, bei den Wanderungen ein wenig auf die Füße aufzupassen. Ich habe mir zum Beispiel bei den Nandroya Falls Blutegel eingefangen, die sich sogar durch meine Socken an meinem Blut bedient haben…


Nun aber erst mal zu meinen Top 3 Wasserfällen in diesem wunderschönen Nationalpark:

3. Platz: Millaa Millaa Falls

2. Platz: Zillie Falls

1. Platz: Josephine Falls

Auf die Liste haben es knapp nicht geschafft:
Babinda Boulders (mit tollem und einsamen Campingplatz!), Ellinjaa Falls und die Nandroya Falls

Die Josephine Falls belegen für mich auf jeden Fall den Platz eins. Das liegt jetzt nicht daran, dass sie die imposantesten Wasserfälle wären, die ich je gesehen habe. Nein, es gibt sogar im Wooroonooran Park höhere und breitere. Die Josephine Falls sind für mich ganz besonders, weil man an einer Stelle sie hinunterrutschen kann. Beim Hinaufklettern muss man zwar ein bisschen aufpassen, dass man nicht ausrutscht, aber der Weg nach unten macht einen Heidenspaß!

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#12 Top 3 Sehenswürdigkeiten: Cairns

Cairns ist eine der wichtigsten Städte im Norden von Queensland und ein beliebtes Reiseziel für ausländische Touristen. Von Cairns aus kann man beliebte Ausflugsziele wie das Great Barrier Reef oder den nördlich gelegenen Daintree-Nationalpark erreichen. Im Westen locken die Atherton Tablelands. Aber auch die Stadt Cairns ist definitiv einen Besuch wert. Die wichtigsten drei Sehenswürdigkeiten will ich im Folgenden vorstellen.

3. Platz: Cairns Esplanade und Lagoon

Direkt am Meer zieht sich die Cairns Esplanade entlang. Es handelt sich dabei um eine Uferpromenade, die man perfekt entlang flanieren kann. Neben der schönen Aussicht gibt es auch unzählige Möglichkeiten, sich zu erholen oder sportlich zu beschäftigen. Neben einem Skatepark, einer kleinen Boulderwand, Beach Volley Ball Feldern und den obligatorischen Barbequeanlagen lockt vor allem auch noch die städtische Lagune. Dieser kostenlose Pool liegt an der nordöstlichen Landspitze von Cairns und bietet in der Hitze eine dringend nötige Abkühlung. Das Meer ringsum ist ja leider nicht geeignet zum Baden. Außer man steht auf Krokodilbesuch!

2. Platz: City Library

Eine Bücherei soll die zweitwichtigste Sehenswürdigkeit in einer Großstadt sein?! So ganz stimmt das auch nicht. Es geht vielmehr rund um die Bücherei angesiedelten Kolonien von Flying Foxes. Diese Verwandten der Fledermäuse machen das Stadtgebiet von Cairns unsicher. Die Kolonie um die Bücherei ist die einzige, die ganzjährig bewohnt ist. Im Deutschen nennt man die fliegenden Füchse im übrigen Flughunde.

1. Platz: Flecker Botanical Gardens

Am nördlichen Stadtrand befindet sich außerdem noch der Botanische Garten von Cairns. Der Flecker Botanical Garden liegt etwa vier Kilometer vom Zentrum entfernt, ist aber auf jeden Fall den kleinen Ausflug wert. Neben unglaublich vielen verschiedenen Pflanzen warten auch einige Tiere auf den Besucher. Ich habe neben vielen verschiedenen Vögeln (besonders viele Buschhühner) zum Beispiel auch einen Echidna bzw. Ameisenigel gesehen. Dabei handelt es sich um ein kleines, possierliches Tierchen mit Stacheln auf dem Rücken. Sie sind neben den Schnabeltieren die einzigen noch verbliebenen Eier legenden Säugetiere.

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#11 Europas südlichste Skigebiete

Während des Schreibens des Artikels über das Skifahren in Spanien bekam ich die Idee für einen weiteren Beitrag. Was sind überhaupt Europas südlichste Skigebiete? Fest steht, dass die bekannten Skigebiete schon einmal rausfallen. Die Alpen und die Pyrenäen sind im europäischen Vergleich viel zu weit im Norden. Von den skandinavischen Skigebieten mal ganz zu schweigen. Das Rennen ist wirklich knapp, aber eins kann ich schon verraten: Das spanische Skigebiet Pradollano gewinnt den Wettbewerb.

Jetzt aber erst mal zu Platz Nummer drei. Das drittsüdlichste Skigebiet Europas liegt ausgerechnet auf einem aktiven Vulkan. Von wem ist hier die Rede? Der Ätna in Italien ist gemeint! Mit seinen gut 3300 Höhenmetern ist er natürlich hoch genug gelegen, aber es ist doch verwunderlich, dass die vulkanische Aktivität das Skifahren nicht von vornherein verhindert. So oder so, das zum Ätna dazugehörige Skigebiet heißt Ätna Süd – Nicolosi, liegt auf ~37.71 nördlicher Breite und sichert sich damit Platz Nummer drei.

Für mich gänzlich unerwartet belegt den zweiten Platz ein Skigebiet in Griechenland. Genauer gesagt das Skigebiet Ostrakina/Mainalon auf der Peleponnes. Die Halbinsel ist zwar definitiv nicht wegen dem Skifahren bekannt, aber der Breitengrad von ~37.65 sichert der Peleponnes den zweiten Platz im Ranking.

Platz Nummer eins: Das südlichste Skigebiet Europas liegt in Spanien, im weltberühmten Nationalpark der Sierra Nevada. Mit gerade einmal ~37.09 nördlicher Breite kann sich das Skigebiet Pradollano klar durchsetzen.

Platz 3: 37.71, 15.00 Ätna Süd – Nicolosi

Platz 2: 37.65, 22.26 Peleponnes – Ostrakina/Mainalon

Platz 1: 37.09, -3.40 Sierra Nevada – Pradollano

Die zwei nächst südlicheren Skigebiete befinden sich übrigens ebenso auf Sizilien und auf Platz sechs befindet sich das zweite Skigebiet der Peleponnes. Das nördlichste Skigebiet Europas befindet sich dagegen auf dem zu Norwegen gehörenden Spitzbergen. Mit einer nördlichen Breite von ~78.22 ist Longyearbyen auch international das nördlichste Skigebiet. Es besteht aus einem einzigen Seillift und ist komplett kostenlos.

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#10 Ein Traum in Eis

Wer kennt das nicht? Man reist durch ein Land und lernt andere, ganz genauso reiseverrückte Menschen kennen. Und dann wird meistens darüber philosophiert, wohin man noch unbedingt reisen möchte, welche Ziele einen besonders gefallen haben und was man sich persönlich gar nicht vorstellen kann. Ein Reiseziel, das bei solchen Diskussionen meist ganz oben auf der Bucketlist auftaucht, ist Island.

Auch für mich ist Island ein Traum und dass, obwohl ich der Insel im Sommer 2011 schon einen Besuch mit meiner Familie abgestattet habe. Trotzdem zieht sie mich magisch an. Ich will endlich wieder durch die tristen Vulkansteppen stapfen, entlang einer Gletscherzunge laufen, um einen Blick auf das blaue Eis unter der weißen Schneedecke zu erhaschen und entlang der endlosen Vulkanstrände laufen. Im Inland die vielen Wasserfälle bestaunen, das Hochland mit einem Fourwheel-Drive durchqueren und in den Hot Pots ein heißes Bad nehmen. Was ein Hot Pot ist? Die Isländer haben überall im Lande große „Tupperdosen“ aufgestellt, die mit heißem Wasser von nahen Quellen gespeist werden und zum Baden einladen.

Selbstverständlich will ich auch all diese Eindrücke mit meiner Spiegelreflexkamera einfangen. Island ist für jeden Landschaftsfotografen ein absoluter Traum!

Was ich an Island auch absolut faszinierend finde, ist seine vulkanische Geschichte. Den ohne den unter Island brodelnden Hot Spot hätte sich die vulkanische Insel nie aus dem Meer heraus erhoben, sondern wäre wie der restliche Mittelatlantische Rücken für immer ein Unterwassergebirge geblieben.

Island ist auf jeden Fall ein großer Traum von mir. Da es aber seit einigen Jahren einen absoluten Reiseboom erlebt und die ohnehin schon hohen Preise immer weiter steigen, wird sich mein nächster Besuch wohl noch um ein paar Jahre herauszögern. Vielleicht habe ich dafür bis dahin ein Teleobjektiv, um die fotogenen und farbenfrohen Papageientaucher auf einem Foto einzufangen.

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#9 Günstiges Roadtrippen

Für viele ist Autofahren vor allem eins: eine flexible und schnelle Art der Fortbewegung, um von einem Ort an den anderen zu kommen. Für mich und Julia ist unser Auto mittlerweile mehr wie eine zweite Heimat. In den letzten drei Jahren sind wir insgesamt 90.000 Kilometer mit unserem Honda Jazz gefahren. Wir haben gemeinsam Spanien knapp ein Jahr unsicher gemacht, haben Marokko sowie die Sahara besucht und sind durch den Schnee der Pyrenäen gefahren. Wir haben Norditalien mehrmals erkundet und haben den Balkan auf unserer Fahrt nach Athen einen ausgiebigen Besuch abgestattet.

Wer so viel unterwegs ist, muss sich irgendwann zwangsläufig die Frage stellen, wie man am besten die Ausgaben minimieren kann. Für uns war das ganz klar. Das meiste Geld fällt auf die Übernachtungen und die können wir doch auch einfach im Auto verbringen. Gesagt, getan. Die hintere Sitzbank ist ausgebaut und mit einer Holzkonstruktion habe ich uns eine ebene Auflagefläche mit Stauraum im ehemaligen Fußbereich gezimmert.

Das Beste an dieser Lösung ist, dass potenzielle Einbrecher nicht sehen können, dass unter unserer Matratze noch ein Stauraum existiert und oberhalb der Holzkonstruktion liegen nur relativ uninteressante Dinge wie unsere Schlafsäcke, Kochutensilien und Essensvorräte herum.

Natürlich schlafen wir nicht jede Nacht für komplett umsonst, sondern verbringen jetzt viele Nächte auf Campingplätzen, aber erstens spart das auch schon eine Menge an Geld ein und zweitens ist unser gemütliches Schlafauto uns meist tausendmal lieber als die schmuddeligen Unterkünfte, in denen man sonst schläft, wenn man auf sein Budget achten muss.

Natürlich wäre das Ganze noch durchaus ausbaufähig, zum Beispiel mit einem Minibus oder einem umgebauten Transporter, aber da wir bereits unseren Honda Jazz besaßen und uns kein neues vierrädriges Transportmittel leisten konnten/wollten, muss bisweilen unser Jazz herhalten. Dass er so klein und manövrierfähig ist, ist auf jeden Fall ein Pluspunkt.

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#8 Skifahren in Spanien

Beim Gedanken an Spanien fallen mir immer die unendlich langen Mittelmeerstrände, die tollen Städte und unsere zehn Monate in Madrid ein. Nur gaaanz, gaaanz hinten im Kopf hält sich beständig eine Verbindung von Spanien und Skifahren. Für uns war das aber tatsächlich Realität. Als wir unseren Honda Jazz mit unserem halben Hausrat vollstopften und uns auf den Weg zur spanischen Hauptstadt machten, befanden sich auch Julias Ski und mein Snowboard im Kofferraum. Es fühlte sich zwar durchaus lustig an, mitten im September unsere Skisachen in unsere Mietwohnung im Zentralmadrid zu tragen, aber die Sachen wurden tatsächlich mehrfach auch gebraucht.

Die meisten wissen nicht, dass zwei der insgesamt gut 30 Skigebiete gerade einmal eine Stunde Autofahrt von Madrid entfernt liegen. Genauer gesagt im Regionalpark Cuenca Alta Manzanares der übrigens auch im Sommer einen Besuch wert ist. Darüber hinaus befindet sich etwas außerhalb von Madrid die einzige Skihalle Spaniens. Sprich eine Skipiste in einem Gebäude, auf der man das ganze Jahr unterwegs sein kann! Wer es ausgefallen möchte, kann im Winter auch durch die weltberühmte Sierra Nevada düsen – Europas südlichstes Skigebiet.

Natürlich gibt es in Spanien aber auch noch weitaus populärere Optionen für ambitionierte Ski- und Snowboardfahrer. Dort, wo der Kleinstaat Andorra liegt und auch die Franzosen nicht fern sind, erheben sich die mächtigen Pyrenäen. Und mit ihnen jede Menge Möglichkeiten im Schnee herumzurasen! Im Dezember war es dann endlich soweit. Es lag genug Schnee und auch von der Universität her hatten wir genügend Zeit, um für eine ausführliche Skisession an die Grenze zu Frankreich zu fahren.

Persönlich würde ich zu einem anderen Land als Spanien raten, um seinem Skifieber nachzukommen. Meiner Meinung nach sind die Preise in Spanien meistens ungewöhnlich hoch und die Liftanlagen für den Preis völlig unterdimensioniert. Die Pyrenäen sind trotzdem auf jeden Fall einen Besuch wert, die Sierra Nevada bestimmt eine großartige Erfahrung. Wer wie wir in Madrid festhängt, kann aber auch ruhigen Gewissens einen Abstecher zu einem der lokalen Skigebiete wagen. Man darf nur nicht mit zu großen Erwartungen an die Sache herangehen. Wir reden hier immer noch übers Skifahren in einem der heißesten Länder Europas!

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#7 Wanderparadies Menorca

Auf Menorca gibt es doch nur Traumstrände und azurblaues Wasser! Wer so denkt, der sollte unbedingt weiterlesen. Mich selbst zieht es nämlich vor allem nach Menorca, um eines Tages den Camí de Cavalls – den Weg der Reiter – zu bestreiten. Auch wenn nicht genau bekannt ist, wieso es diesen alten Küstenpfad gibt, glaubt man, dass er wegen der Piraten gebaut wurde, die die Menorquiner im 16. Jahrhundert immer wieder heimsuchten.

Seit 2010 führt der Weg Wanderer auf 185 Kilometern Länge um die balearische Insel. Aber nicht nur zu Fuß kann man die Insel umrunden. Die Route steht außerdem noch Radfahrern und wie früher schon Reitern zur Verfügung. Insgesamt besteht der einfache bis mittelschwere Rundwanderweg aus 20 Etappen, die jeweils um die zehn Kilometer lang sind. Verglichen mit meiner bisher einzigen vergleichbaren Wanderung, dem Great Walk of Fraser Island (90 km, 6 Tage), den ich unter der brüllenden Sonne Australiens bestritten habe, wirkt der Camí de Cavalls definitiv machbar. Vor allem wenn man die richtige Jahreszeit und nicht die absolute Sommerhitze wählt!

Während des Wanderns eröffnet sich dem fleißigen Bestreiter fast durchgängig die wunderschöne Aussicht auf das traumhafte Meer, für welche das Eiland bekannt ist. Die Wanderung aber ermöglicht einen viel genaueren Blick auf die Insel. Es geht durch abgelegene Wälder, über Ackerfläche und Weideland, vorbei an traumhaften Sandstränden und durch steinige Felsenbuchten. Dabei kommt man an Bauten aus früheren Zeiten vorbei, sieht die alten Wachtürme oder Heiligtümer (sog. Taules) der Menorquiner.

Alles in allem wirkt der Camí de Cavalls auf mich wie die perfekte Möglichkeit die Insel Menorca auf eine alternative Art zu bereisen und ihr dabei so nah wie möglich zu kommen. Ich freue mich schon sehr auf die erlebnisreiche Zeit und bin gespannt, wann es mich endlich in diese Idylle inmitten des Mittelmeeres verschlägt…

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#6 Spaniens Leckerbissen

Was uns auf unseren ausgiebigen Reisen durch Spanien besonders gefallen hat? Definitiv, dass man so oft, so günstig, gut essen gehen kann. Das Geheimrezept nennt sich Plato Combinado. Bei diesen Gerichten handelt es sich um relativ einfach gehaltenes Essen. Es macht aber garantiert satt, schmeckt gut und ist dabei günstig zu haben. Meistens besteht ein solches Plato aus einem großen Stück Fleisch – Hühnchen, Schwein oder Rind – einer üppigen Portion Beilage – Reis, Kartoffeln oder Pommes – und einem Salat. Dazu gibt es meist noch ein Spiegelei zum Essen. Das alles für sechs bis acht Euro!

Mit ein bisschen Glück gibt es nicht nur Plato Combinado sondern gleich ein ganzes Menü, das für einen geringen Aufpreis dem Hauptgericht noch ein Getränk, eine Vor- und eine Nachspeise hinzufügt. Spätestens dann ist man aber pappsatt!

Meiner Meinung nach ist solch ein Menü auch die einzige Möglichkeit, die berühmten spanischen Tapas zu einem vernünftigen Preis zu verputzen. Bei den Tapas handelt es sich im Prinzip um kleine Portionen einer einzelnen Speise. Zum Beispiel also Schinken, Oliven oder auch Käse. Dazu gibt es Brot. Da die einzelnen, recht klein gehaltenen Portionen oft mehrere Euro kosten, befinden wir die Tapas preislich als nicht konkurrenzfähig. Da sind uns die Platos ganz sicher lieber.

Eine weitere Berühmtheit unter den spanischen Leckerbissen ist definitiv die Paella. Bei einer Paella handelt es sich um eine spanische Reispfanne mit Gemüse und Fleisch oder Meeresfrüchten. Ursprünglich kommt die Paella aus der Region um Valencia, hat sich aber im Laufe der Zeit in ganz Spanien und über dessen Grenzen hinaus etabliert. Die genauen Zutaten variieren stark zwischen den einzelnen Restaurants und ganzen Landstrichen.

Wovon wir in Spanien allerdings abraten müssen, ist Pizza. Die Einheimischen lieben zwar ihre Tomatensauße, Käse, Hühnchen, Hackfleisch, Barbequesauce – Pizza aber mal ganz ehrlich. Einem Italiener würde bei diesem Anblick jegliche Farbe aus dem Gesicht weichen. So ging es mir übrigens auch. Eine „normale“ Pizza in Spanien schmeckt im Allgemeinen nicht übel und definitiv besser als im Nachbarland Frankreich. Trotzdem würde ich die traditionelle Küche jeder spanischen Pizza vorziehen.

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#5 Die Tierwelt Kubas

Für mich sind auf Reisen die fremden Tiere anderer Länder und Kontinente immer ein absolutes Highlight. Kein Wunder also, dass auch auf meinen zwei Kubareisen dieser Aspekt nicht fehlen durfte!

Ganz besonders in Erinnerung bleibt mir mit Sicherheit der Nationalpark Ciénaga de Zapata an der Südwestküste Kubas. Das riesige Areal bietet sich perfekt an zur Vogelbeobachtung. Mit einem erfahrenen Guide kann man sich entlang der Salinas – Seen, die mit Meereswasser gefüllt sind – auf die Pirsch machen. Natürlich nur mit einem Fotoapparat in den Händen! Den fleißigen Fotografen erwarten Flamingos, Pelikane, Geier und unzählige andere Vogelarten. Mir persönlich gefallen am besten der winzige, grüne Todi und der Nationalvogel der Kubaner, der Kubatrogon. Sein rot, blau, weißes Gefieder entspricht den Farben der Nationalflagge. Abgesehen von der Vogelwelt ist die Zapata-Halbinsel auch der einzige Ort Kubas, an dem Krokodile heimisch sind.

Ganz in der Nähe findet im April und Mai ein ganz besonderes Schauspiel statt. Zwischen Playa Larga und Playa Girón überqueren zu dieser Zeit Tausende, gar Millionen an Landkrabben die Küstenstraße. Die kubanische Landkrabbe hat sich im Zuge ihrer Evolution zwar an ein Leben an Land angepasst, aber ihre Larven sind weiterhin auf Salzwasser angewiesen. Bei einer Wanderung durch die küstennahen Mangrovenwälder und -Sümpfe sieht man die Krabben an jeder Ecke. Vor dem Verzehr durch Menschen sind sie übrigens durch ein Toxin geschützt, was sie aber leider nicht vor den Reifen des Durchgangsverkehrs der Küstenstraße bewahrt.

Kurz vor Playa Girón beginnt die Wanderung Enigma de las Rocas auf der man neben den kubanischen Krabben und Vögeln auch Fledermäuse in einer Höhle, unzählige Termitennester und mit Glück sogar eine oder mehrere Schlangen bestaunen kann. Bei mir war es eine knapp drei Meter lange, nicht toxische Boa Constrictor.

Aber auch in der Unterwasserwelt ist einiges geboten. Das Meer um Kuba eignet sich perfekt zum Schnorcheln und Tauchen und bietet neben bunten Fischen ebenso unzählige Korallen, Seesterne, riesige Meeresschnecken und vieles mehr. Wer also Lust auf ein paar besondere Tierbegegnungen hat, sollte sich Kuba als Reiseziel fest vornehmen!

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#4 Georgien – das perfekte Reiseziel?

Georgien ist aus seinem Dornröschenschlaf erwacht und derzeit eines der hippesten Reiseziele. Zwei Jahre ist es inzwischen her, dass wir dem Staat im Kaukasus einen Besuch abstatten. Und so viel sei verraten: Wir waren hellauf begeistert.

Was hat Georgien denn nun zu bieten? Das Tolle an Georgien ist seine Vielfältigkeit. Die Natur ist atemberaubend. Im Südwesten gibt es Nationalparks mit Tieren, die bei uns schon längst nur noch im Zoo zu sehen sind. Luxe, Wölfe und Bären sind hier in endloser Freiheit unterwegs. Zudem lockt das Schwarze Meer rund um die Küstenmetropole Batumi.

Der Südosten ist die Weinregion Georgiens. Wer Lust auf einen edlen Tropfen verspürt, sollte hier definitiv vorbeischauen. Im Zentrum des kleinen Staates liegen sowohl die Hauptstadt Tiflis mit ihren heißen Schwefelbädern als auch das schöne Kutaissi. Städte-Sightseeing ist also definitiv ebenso möglich!

Der Nordosten ist vor allem wegen der eindrucksvollen Gergeti- bzw. Dreifaltigkeitskirche berühmt. Auf über 2000 Metern Höhe thront sie auf einem grünen Bergrücken. Im Hintergrund erhebt sich der 5047 Meter hohe Kasbeg – der ein beliebtes Ziel für Bergsteiger ist. Der Aufstieg ist im Verhältnis zu ähnlich hohen Bergen relativ einfach und auf 3700 Höhenmetern existiert eine verlassene Meteorologie Station, in der man sich akklimatisieren und unterkommen kann.

Der Nordwesten Georgiens steht ebenso im Zeichen des Bergsteigens und Trekkings. Die komplette Region, genannt Swanetien, ist von der UNESCO als Kulturlandschaft ausgezeichnet und die Bergwelt ist in der Tat wunderschön.

Ganz besonders ist auch das Bergdorf Uschguli, welches laut den Georgiern das höchste, dauerhaft bewohnte Dorf in Europa ist. Ja, richtig gehört. Nach Ansicht der Georgier gehört ihr Land zu Europa. Damit liegen sie auch nicht unbedingt falsch, da es zur Frage des innereurasischen Grenzverlaufes keine allgemein anerkannte Antwort gibt. Trotzdem ist es für einen (West)Europäer befremdlich, wenn nicht mehr der Mont Blanc der höchste Berg Europas ist, sondern der 5642 Meter hohe Elbrus. Georgiens höchster Berg, der Schchara, der direkt hinter Uschguli liegt, wäre dann mit seinen 5202 Höhenmetern Europas dritthöchster Berg. Und der Mont Blanc würde nur noch den Platz 9 erreichen.

Besonders beeindruckend ist, dass diese Vielfalt auf einer so kleinen Fläche geboten ist. Georgien ist mit seinen knapp 70.000m² knapp kleiner als Bayern und somit auch innerhalb von zwei bis drei Wochen komplett zu erkunden.

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#3 Mountainbike-Tour in Kaltern an der Weinstraße

Seit meiner Kindheit komme ich in das kleine, beschauliche Weindorf Kaltern und das oft mehrmals im Jahr. Letztes Jahr reiste ich erstmals mit meinem Mountainbike an – ich wollte eine Tour machen, die ich schon oft zu Fuß bewältigt hatte. Von Kaltern hinauf zum Monte Roen. Meine Route: von dem auf rund 400 Metern gelegenen Dorf hinauf auf die 2116 Höhenmeter des höchsten Berges des Mendelkammes.

Zuerst geht es die Passstraße auf den Mendel hoch. Da die Straße eine beliebte Strecke für Motorradfahrer ist und auch viele Einheimische den Pass tagtäglich passieren, entscheide ich mich für einen frühen Aufbruch um sechs Uhr morgens. Nach 15 Kilometern Fahrt durch ebenso viele Kehren erreiche ich den 1363 Meter hohen Mendelpass. Zu meiner Freude hat sich meine Überlegung bewahrheitet und ich wurde während meiner Aufstiegsfahrt von knapp zwei Stunden von nicht einmal 20 Autos überholt.

Vom Mendel ausgehend, geht es weiter über gekieste Forststraßen. Nach noch mal knappen zwei Stunden erreiche ich die Roméno-Hütte und der letzte Aufstieg auf den Gipfel des Roen beginnt. Bis hier ist der Weg auch mit dem MTB gut machbar gewesen, aber jetzt gehts nur noch schiebend voran. Um halb 10 stehe ich auf dem Gipfel, mitten in einer dicken Wolkensuppe. Zum Glück kenne ich die sonst herrliche Aussicht schon allzu gut!

Die Abfahrt geht dann zum Glück erheblich schneller und macht richtig Spaß. Bis zur Roméno-Hütte ist der Trail etwas anspruchsvoll. Ich erreiche die Hütte mit heiß gelaufenen Bremsen und entscheide mich für eine kurze Rast, damit der Geruch nicht noch unangenehmer wird. Mit neuer Energie geht es danach mit maximaler Geschwindigkeit über die Forststraßen zurück zum Mendel und den Mendelpass hinab. Diesmal werde ich von keinem Auto mehr überholt und schon um 11 Uhr stehe ich wieder am Eingang zur Ferienwohnung.

Mir hat die Tour unglaublich viel Spaß gemacht und deswegen ist eines sicher: In Zukunft wird mich mein Mountainbike noch öfter nach Kaltern begleiten!

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#2 Geld auf Kuba: CUC vs CUP

In Kuba gibt es nicht nur eine, sondern gleich zwei Währungen. Für Touristen existieren die Pesos Convertibles, kurz CUC. Diese Pesos orientieren sich am amerikanischen Dollar und sind diesem gleichwertig (Verhältnis 1:1). Die Einheimischen zahlen mit den Pesos Moneda Nacional, kurz CUP. Ein CUC entspricht 25 CUP, womit ein CUP gerade einmal vier US Cent wert ist.

Die meisten Besucher Kubas kommen mit den lokalen CUP nicht viel in Kontakt. Mal wundert sich einer, warum die Pizza in diesem etwas heruntergekommenem Straßenlokal 15 Dollar kosten soll, während die am Abend zuvor im schicken Szene-Restaurant gerade einmal 4 Dollar gekostet hatte. Wer es aber nicht darauf anlegt, dem werden in der Banco Financiero Internacional – die Bank für internationale Touristen – brav die Pesos Convertibles ausgezahlt. Die Moneda Nacional gibt es hier nämlich überhaupt nicht. Dafür muss man sich schon in eine der einheimischen Bankfilialen begeben und ein paar Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen: So ist die Luft hier plötzlich nicht mehr wohl temperiert und auch die Warteschlange ist erheblich länger. Dafür kommt man dem echten Kuba einen ganz großen Schritt näher.

Mit der schwer erkämpften lokalen Währung kann man endlich in den unzähligen Cafeterien mit den Einheimischen essen und plaudern oder Churros vom Straßenverkäufer zu einem deutlich günstigeren Preis erwerben. Als Devise gilt: Frag lieber nicht nach dem Betrag, sondern übergib deine CUP einfach passend. Sonst wirds gut und gerne mal doppelt so teuer!

Als groben Überblick hier ein paar Preise:

  • Churros außerhalb Varaderos und Havanna kosten 5 CUP. In Trinidad haben wir auch einmal frittierte Suppe auf einem Brötchen zu diesem Preis genossen
  • Ein belegtes Brötchen, Brot mit Spiegelei oder ein Hot Dog kosten zwischen 5 und 8 CUP
  • Café und Säfte gibt es für 1-2 CUP
  • Pizza kostet abhängig von der Größe und dem Belag 7 bis 25 CUP
  • Die für Cafeterien typischen Kuchenstückchen schlagen mit ~3 CUP zu Buche
  • Brötchen bei der Bäckerei kosten nicht mehr als 1 CUP, Brot 5 oder 10 CUP
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#1 Unterirdisches Albanien

Von 1944 bis 1985 herrschte in Albanien Enver Hoxha als Diktator. Aus Angst vor Überfällen der umliegenden Staaten ließ er unzählige militärische Anlagen in Albanien errichten. Auch heute sieht man bei einer Reise durch den Balkanstaat noch zahlreiche Relikte aus dieser Zeit. Beim Besuch einer antiken Römerstadt kann man neben den Ruinen des Amphitheaters auch gleich noch die alten Wehrgänge und Bunkeranlagen besichtigen, die sich auf dem strategisch gut situierten Bergrücken befinden. Überall im Land findet man kleine Minibunker. Mal bewachen sie eine Brücke oder eine abgelegene Bucht, woanders wurden sie von den findigen Einheimischen umfunktioniert und dienen als Lager für Heu oder als kleiner Tierstall. In den größeren Städten kann man auch mal ein Museum in ihnen vorfinden. Schätzungen zufolge gibt es im kleinen Albanien 150.000 bis 600.000 solcher Bunker – und das bei gerade einmal knapp drei Millionen Einwohnern.

Woanders besucht man ein abgeschiedenes Bergtal und ahnt nicht, was sich um einen in der grünen Bergwelt versteckt. Im kleinen Örtchen Poliçan befinden sich die Überreste einer alten Waffenfabrik – zum Schutz vor Entdeckung fast ausschließlich unterirdisch errichtet. Ein paar Kilometer weiter nahe der Kleinstadt Çorovoda trifft man mitten im Gebirge auf die Tunnel, in denen einst der albanische Staatsschatz schlummerte. Aber das ist noch längst nicht alles, was Albanien zu bieten hat. Nahe der Kreisstadt Berat befindet sich eine komplett unterirdisch errichtete Bunkerstadt. Im Krisenfall sollte sie als Rückzugsort für die Oberhäupter des albanischen Militärs dienen. An den Küsten befinden sich U-Boot Bunker und Schnellbootschächte.

Wer Albanien besucht, wird zwangsläufig in den Kontakt mit diesem Teil seiner Geschichte kommen. Beim Erkunden dieser Anlagen ist aber definitiv große Umsicht geboten! Wer mehr über das Erforschen dieser verschollenen Einrichtungen erfahren will, ohne sich selbst in Gefahr zu begeben, wird zum Beispiel unter urbextour.com fündig.