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Reisen

#230 Die Reisegeneration

Die Reisegeneration – wo sie anfängt und wie sie aufhört, das ist schwer zu sagen. Verreist ist die Menschheit schon vor Ewigkeiten. Sei es mit dem ersten Flugzeug, einem Heißluftballon oder per Fähre. Selbst mit dem Segelschiff wurden schon Länder erkundet, wie wir alle wissen. Die Weltbevölkerung hat schon lange bemerkt, dass einen spannende Abenteuer erwarten, wenn man die eignen vier Wände verlässt.

Seit einigen Jahre jedoch scheint das Ganze etwas überhandgenommen zu haben. Wir, die liebe Reisegeneration des 21. Jahrhunderts, feiern das Reisen auf eine Art, die zuvor fremd war. Ist das gut oder schlecht? Diese Frage kommt mir manchmal! Ich würde sie dann am liebsten schleunigst aus meinem Gedankenkarussell schubsen, denn ich bin mir im Klaren darüber, dass mir nicht alle möglichen Antworten darauf gefallen. Schließlich darf man keineswegs behaupten, dass die Reisegeneration der Welt das bietet, was sie nur besser und stärker macht. Gleichzeitig hat unser Reisewahn negative Aspekte und vor allem schwächt sie unsere Umwelt.

Welche Argumente sehen sich überhaupt gegenüber? Für das Reisen spricht, dass sich die Weltbevölkerung einander annähert und die Reicheren ihr Geld auch in ärmere Regionen tragen. Hier kommen wir schon zum ersten großen ABER! Klar kommt mehr Geld in ärmere Länder, aber die große Frage ist, ob das Geld wirklich da ankommt, wo es gebraucht wird! Wohl kaum! Eher werden auch in den ärmeren Ländern unserer Welt die sozialen Scheren genährt! Geld kann tatsächlich auch Schaden anrichten und Länder spalten. Diejenigen, die vom Tourismus profitieren, werden davon auch noch abhängig. Auch wenn es gut ist, wenn wir die lokale Bevölkerung mit unseren Reisen unterstützen, muss das auf die richtige Art und Weise erfolgen. Soweit sind wir alle aber noch lange nicht! Dazu fehlen uns die Ressourcen! Reisegeneration hin oder her, wir haben noch einen weiten Weg vor uns zum fairen und nachhaltigen Tourismus.