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Reisen

#355 Warum jeder reisen sollte?

Reisen macht glücklich und befreit. Doch vielen scheint das noch nicht ausreichend klar zu sein. Es kommt nicht selten vor, dass wir unverständliche Blicke ernten, wenn wir mit glänzenden Augen von unserer letzten Reise oder einem bevorstehenden Abenteuer berichten. Was wollt ihr mit all dem Reisekram? Werdet doch endlich mal erwachsen. Ein fester Job, Hochzeit, Kinder! Das ist es, was ihr angehen solltet. Dieser Reisekram ist doch nur was für Aussteiger oder taufrische Abiturienten.

Nun gut, solche Aussagen kann man ignorieren – muss man sogar. Trotzdem bleiben derartige Gespräche hängen. Sie hinterlassen eine leichte Traurigkeit und Unverständnis. Fast sogar Mitleid. Menschen, die solche Dinge heraus posaunen, haben wohl keinerlei Ahnung, dass Reisen dich und deine komplette Welt verändern kann. Reisen ist so viel mehr als bloß Urlaub machen. Reisen bedeutet loslassen lernen, Freiheit genießen und in neue Gefilde aufzubrechen. Wer viel und ausgiebig reist, der erweitert Horizonte, die man sich nicht einmal vorzustellen vermag.

Leben ist schwer, Reisen macht es einfach. Okay, nein – so ganz stimmt das nicht. Reisen ist unfassbar schwer. Es ist herausfordernd und kräftezehrend. Manchmal fällst du abends in dein Bett und meinst für zwei Wochen mindestens nicht mehr aufstehen zu können. Es gibt Tage, an denen du zusammenbrichst und dich einfach nur nach Hause wünschst. Aber die sind normalerweise deutlich in der Unterzahl.

An allen anderen Reisetagen fühlst du klar und deutlich den Puls des Lebens. Du stellst keine Fragen, denn du bekommst die Antworten einfach, indem du hinsiehst. Du hörst auf zu urteilen, denn du nimmst an, was du bekommst. Du verstehst, indem du bist. Reisen mit leichtem Gepäck ist nicht nur auf deinen Koffer bezogen. Das Reisen macht dich leicht.

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Lifestyle

#354 L(i)ebe aus vollem Herzen

Wir Menschen neigen dazu, uns zurückzuhalten. Wir zeigen immer nur einen Teil der Wahrheit. Wir neigen dazu Emotionen zu verstecken und uns zu schützen, indem wir nur Ausschnitte unserer Persönlichkeit zulassen.

Doch warum sind wir eigentlich so? Warum gehen wir nie aufs Ganze? Naja – schlussendlich liegt es wohl einfach daran, dass wir riesige Angst davor haben. Nicht unbedingt davor, alles zu zeigen, sondern vor den Konsequenzen. Wir befürchten, dass wir eine Lawine lostreten, die wir nicht kontrollieren können. Also laufen wir auf Zehenspitzen durch die Berge. Dass wir dabei keinen Halt haben und immer wieder drohen abzurutschen, davor verschließen wir die Augen. Dabei ist dieses Risiko so viel größer, als wenn wir einfach mal ehrlich mit uns und unseren Gefühlen umgehen würden.

Du weißt es und ich weiß es. Unser Leben findet genau in diesem Augenblick statt. Kein anderer lebt so wie du. Kein anderer empfindet wie du. Also erlebst nur du diesen Augenblick für dich. Wie soll irgendjemand irgendwann verstehen, was dir dieser Augenblick bedeutet, wenn du ihn nicht teilst? Du musst anfangen, offen zu sein und der Welt deine vollständige Seele präsentieren. Kehre dein Inneres nach außen und lass alle teilhaben.

Wer nicht aus vollem Herzen lebt, der verdrängt immer einen Teil von sich, was ihn daran hindert, ungebremst zu leben und zu lieben. Er dämpft seine Empfindungen und somit sein Glück. Doch was haben wir davon? Die eine oder andere riesige Katastrophe weniger, weil wir unsere Emotionen im Keller verrotten haben lassen? Wahrscheinlich nicht mal das. Jede versteckte Emotion drängt sich irgendwann zurück an die Oberfläche und das mit einer Kraft, die du niemals erwartet hättest. Höchstwahrscheinlich folgt auf jede unterdrückte Katastrophe irgendwann eine mindestens doppelt so heftige. Also hör auf deine Emotionen – und zwar jetzt.

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Lifestyle

#353 Glück ist relativ

Glück ist relativ… was bedeutet das? Naja das kommt darauf an. Vor allem darauf, wie du diese Aussage betrachtest. Aber fangen wir mal mit folgender Frage an: Was ist Glück für dich? Ist Glück, nachts am Strand zu spazieren oder mit einem fetten Auto durch die Gegend zu düsen. Liebst du es alleine ein leckeres Mahl zuzubereiten oder genießt du deiner Zeit am meisten im Kreis deiner Familie und Freunde.

Du siehst, Glück ist vielfältig. Jeder empfindet es etwas anders und unter unterschiedlichen Umständen. Glück ist also relativ. Denn es ist nicht für jeden das Gleiche.

Glück zu empfinden ist so leicht, wie es schwer ist. Eigentlich müssten wir doch jeden einzelnen Morgen mit einem freudestrahlenden Lächeln aus dem Bett hüpfen, schon allein deswegen weil wir leben. Doch wie viele von uns tun das denn nun wirklich? Vielleicht der eine unter einer Million. Alle anderen bevorzugen es missgünstig oder unzufrieden zu sein. Statt selber lächelnd aufzuwachen, neiden sie dem einem unter all den Millionen sein Glück. Darüber vergessen sie genau hinzusehen. Sie verlieren sich in Unsicherheit, Unzulänglichkeit und Unglückseligkeit. Dabei haben die meisten alles, was sie brauchen, direkt vor der Nase. Sie müssen es nur anpacken. Das Glück einfangen, das in den allermeisten Augenblicken zu finden ist.

Wir bereuen verpasste Chancen und vergessen dabei, dass in jedem Tag eine neue Chance zu finden ist. Das Glück scheint zu schwer zu fassen. Es entgleitet immer mehr. Dabei musst du bloß zugreifen. Also greif zu. Folge deinem Herzen ins Glück. Dein Herz weiß, wie Glück aussieht – auch wenn du es längst vergessen haben solltest. Fühle in dein Herz oder in deinen Bauch. Wo auch immer du eine winzige Portion Glück das letzte Mal gefühlt hast. Dort hallt das Glück immer noch nach – wartend darauf, dass du es wieder erkennst. An altes Glück lässt sich anknüpfen.

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Tanzen

#352 Wenn Tanz dem Lied eine neue Bedeutung verleiht

Fast jeder kennt es: Man hat ein Lieblingslied, das man viel zu oft hört und es sich dabei jedes Mal toll anfühlt, doch irgendwann hat man es einmal zu oft gehört und es verliert die Bedeutung. Ab diesem Zeitpunkt beginnt man es in der Playlist zu überspringen, bis man es schließlich komplett aus der Playlist entfernt. Meist kann nur Zeit das Lied wieder aufwerten, doch es gibt noch andere Möglichkeiten, einen neuen Bezug zu Liedern herzustellen.

Wenn man eine Choreografie auf einen Song erstellt und diesen auf einzelne Lyrics des Songs bezieht, schafft dies eine neue emotionale Bindung zum Lied und schon will man es wieder hören. Auch Lieder, die man noch nie mochte, können durch Choreografien plötzlich Bedeutung erhalten und sogar das neue Lieblingslied werden. Ein einzelner Satz im Lied, der vorher vielleicht untergegangen ist, kann plötzlich zur Grundlage eines Gefühls werden, das mit dem Tanz ausgedrückt werden soll und die Stimmung des ganzen Liedes beeinflussen, selbst wenn man nur etwas mit diesem Satz und nicht mit dem Rest des Liedes anfangen kann.

Folglich kannst man jedes beliebige Lied für eine Choreografie auswählen – der Tanz dazu wird es besonders machen und selbst wenn es dadurch nicht das neue Lieblingslied wird, wird man trotzdem ein Gefühl mit dem Lied verbinden.

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Tanzen

#351 Improvisation – die Musik fühlen

Wie schwer kann es schon sein, einfach drauf los zu tanzen? Tatsächlich ist dieser Gedanke nicht ganz falsch – im Grunde ist es überhaupt nicht schwer. Doch wenn man einen improvisierten Tanz auf hohem technischen und tänzerischen Niveau aufs Parkett legen will, wird das ganze schon schwieriger. Besonders wenn der Tänzer das Lied nicht kennt, ist es eine Herausforderung, sich dem Rhythmus und Besonderheiten wie Abweichungen vom Rhythmus anzupassen. Woher kann man schon wissen, welche Bewegung als nächstes passend wäre? Wenn man sich nicht richtig leiten lassen kann, dann sieht der Tanz schnell unbeholfen und der Tänzer verwirrt aus.

Diese Hürde scheint unüberwindbar und das ist sie auch fast – dennoch sind beispielsweise die meisten Popsongs ähnlich aufgebaut. Die Strophen sind ruhig, in der Bridge wird meist das Tempo etc. gesteigert und der meist schnelle Refrain wiederholt sich mehrmals. Hat man den Refrain einmal gehört, kennt man also schon das halbe Lied. Wenn man sich nur auf die Musik konzentriert und sich und seine Bewegungen von dieser leiten lässt, kann man die folgenden Abschnitte in der Musik auch oft erahnen. Außerdem wird die Improvisation umso besser, umso mehr man sich auf die Musik einlässt. Bei Musik, die man schon kennt, kann man sich komplett fallen und von dieser leiten lassen. So entstehen atemberaubende Tänze!

Improvisation wird oft als Übung im Tanzunterricht genutzt, um das Gespür für die Musik und den eigenen Körper zu fördern. Die Musik ist dabei immer die leitende Kraft, auf die man sich immer verlassen kann und die den Tänzer durch die Improvisation leitet. Zum Tanzen lernen gehört auch immer das Improvisieren. Wer sich auf die Musik einlässt, kann großartige Ergebnisse erzielen.

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Lifestyle

#350 Wissen, was zählt

Du und zwar nur du entscheidest, was in deinem Leben wichtig ist. Diese Erkenntnis ist möglicherweise einfach, doch bei der Umsetzung hapert es gewaltig. Jedenfalls, was mich betrifft. Mir fällt es unendlich schwer, meine Wünsche und Vorstellungen so umzusetzen, dass ich damit zufrieden bin. Ich verstecke mich vielmehr davor.

Kompromisse sind gut, aber nicht immer richtig. Wenn es um deine Leben und deine Ziele geht, dann darfst du nur bedingt Kompromisse schließen. Doch welche Kompromisse wichtig und auch nötig sind, das erfährst du nur, wenn du dir ganz klar bewusst machst, was du wirklich willst und brauchst.

Geht es beispielsweise um Beziehungen, müssen wir früher oder später alle Kompromisse eingehen. In einer Partnerschaft sind unterschiedliche Meinungen und Bedürfnisse nichts Ungewöhnliches. Wer dann nicht in der Lage ist, sich auch einmal anzupassen oder unterzuordnen, der wir auf die Dauer niemals glücklich werden. Doch gleichzeitig gilt auch, dass man sich selbst treu bleiben und auch für die eigenen Interessen nachhaltig eintreten muss. Wo aber liegt hier die Grenze? Wer sagt dir, wann du für dich eintreten und wann du zurücktreten musst? Natürlich keiner außer dir selbst. Denn du solltest wissen, was dir so wichtig ist, dass kein Kompromiss der Welt in Frage kommt und wann du der Beziehung zur Liebe bereit bist zurückzustehen.

Es ist kompliziert, zwischen den eigenen und fremden Interessen abzuwägen. Doch diese Fähigkeit ist eine der wichtigsten, die es zu kultivieren gilt. In einem Lebensraum, in dem unser Glück von zwischenmenschlichen Beziehungen abhängig ist, sind wir darauf angewiesen. Deshalb zögere nicht und fange noch heute damit an. Wo kannst du starten? Natürlich bei dir selbst. Fang an dich zu verstehen und deine Wünsche einzuordnen. Was brauchst du und weshalb ist das so. Erst wenn du dich selbst verstehst, bist du in der Lage, entsprechend zu handeln.

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Tanzen

#349 Warum jeder tanzen kann

Tanzen ist eine hoch anspruchsvolle Sportart, bei welcher äußerst streng auf Kleinigkeiten geachtet werden kann. Bei Wettbewerben können schon kleine Fehler zum Aus führen und selbst eine perfekt ausgeführte Choreografie ist keine Garantie zu gewinnen. Aber neben der perfektionistischen Form des Tanzens, die man in Tanzschulen erlernt und in die man Zeit und Schweiß investiert, um besser zu werden, gibt es auch die freien Formen des Tanzens.

Ein Beispiel dafür ist das einfache Tanzen in einem Klub. Da reicht es schon ein bisschen, die Hüften zu bewegen und nicht ganz aus dem Takt zu kommen. Oft hört man zwar ein „Ich kann überhaupt nicht tanzen“ oder „Ich will nur tanzen, wenn ich getrunken habe“ aber dies hängt vom Selbstbewusstsein ab und nicht von den tänzerischen Fähigkeiten. Ein „Ich kann nicht Tanzen“ ist in den meisten Fällen ein „Ich traue mich nicht, aber will es natürlich nicht zugeben“. Jeder kann tanzen! Hierbei ist natürlich zwischen guten und weniger guten Tänzern zu unterscheiden, jedoch beherrscht jeder ein paar Grundlagen.

Auch Grundschritte der Standardtänze wie der langsame Walzer können von jedem Einzelnen auf die Schnelle erlernt werden. Das gleiche gilt für simple Volkstänze, die oft spaßeshalber auf Festen beigebracht werden. Bevor man bei so einer Gelegenheit nicht mitmacht und sich gelangweilt an den Rand stellt und zuschaut, sollte man bedenken: Auch wenn man sich nicht zum Tanzen geboren fühlt und glaubt, zwei linke Füße zu haben, sind einfache Tanzformen dennoch für jeden zugänglich. So etwas wie „Ich kann nicht tanzen“ gibt es nicht.

Um sich selbst davon zu überzeugen, kann man einfach mal zu Hause im eigenen Wohnzimmer das persönliche Lieblingslied voll aufdrehen und sich etwas dazu bewegen. Wenn man sich leicht beobachtet oder verurteilt fühlt, klappt das am Besten, wenn niemand zu Hause ist. Man merkt schnell, dass dies beinahe wie von selbst geht und außerdem guttut.

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Reisen

#348 Spanien im Winter

Spanien ist das absolute Sommerreiseziel. Erst wenn die Sonne ordentlich vom Himmel brutzelt, füllen sich die spanischen Hotels und mit ihnen die Strände. Doch ehrlich gesagt konnten wir das noch nie so ganz nachvollziehen. Spanien ist nicht nur im Sommer schön. Auch im Winter, wenn dir frische Winde um die Nase wehen, lässt sich der Südwesten Europas wunderbar entdecken.

2017 zogen wir für ein Jahr nach Madrid. In diesem Jahr haben wir so ziemlich alles in unserer Heimat auf Zeit mitgenommen, was machbar war. Im Oktober besuchten wir die Nordküste, im November flogen wir nach Mallorca, den Winter über bereisten wir die Ostküste, einschließlich Valenica und als schließlich der Frühling um die Ecke lugte, gingen wir auf unsere große Andalusien-Tour.

Unsere Erfahrungen damit, Spanien außerhalb der Saison zu bereisen, fielen äußerst positiv aus. Wir genossen es, dass nur wenige andere Urlauber unterwegs waren und freuten uns über einsame Strände sowie Sehenswürdigkeiten. Ich glaube, den kompletten Nordküstentrip über sind wir maximal fünf anderen Deutschen begegnet. Zu dieser Jahreszeit fällst du dort oben auf wie ein bunter Hund. Den Blick, den man uns gewidmet hat, als wir vor acht Uhr in einem Restaurant zu Abendessen wollten, den vergessen wir sicher niemals. Wir saßen dort bestimmt eineinhalb Stunden, bis die ersten anderen Gäste eintrudelten. Als wir längst aufgegessen hatten, warfen die restlichen Gäste ihren ersten Blick auf die Karte.

Was haben wir sonst über das Reisen in Spanien im Winter gelernt? Nun zum einen, dass es dort auch im Winter äußerst wenig regnet. In Madrid hatten wir zwar den kompletten Januar über Regen zu beklagen, aber das war es dann auch schon wieder. Anderswo haben wir kaum Regen erlebt. Dafür gab es ein Wetterphänomen, das uns noch heute begeistert. Es war wohl Anfang März, als wir mit dem Auto von Madrid Richtung Ostküste unterwegs waren. Auf einmal und aus heiterem Himmel sahen wir dicke, weiße Flocken vor unserem Fenster durch die Luft wirbeln. Es schneite. Im Frühling, mitten in Spanien. Unglaublich. Wir stiegen aus und schossen unvergessliche Bilder von blühenden Mandelbäumen, die unter einer weißen Schneehülle hervor blitzten. So schnell wie der Schnee gekommen war, verzog er sich allerdings auch wieder. Und ca. eine Stunde später standen wir an der sonnigen Ostküste und überlegten uns, ob es schon warm genug für ein kurzes Bad im Meer sei.

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Tanzen

#347 Warum Dehnbarkeit nicht über tänzerische Fähigkeiten entscheidet

Akrobatische Tanzaufführungen, bei denen der Tänzer in den Spagat springt oder ein Bein gekonnt zur Decke wirft, sind immer sehr beeindruckend und schön anzusehen. Um in der Lage zusein, diese Tricks auszuführen, ist viel Training nötig, das meist schon von klein an begonnen wird. Auch Späteinsteiger haben noch die Möglichkeit, dehnbar zu werden, doch umso später man beginnt, umso schwieriger und aufwendiger ist es, solche Tricks zu lernen. Da stellt sich die Frage: Kann man auch ohne Dehnbarkeit ein guter Tänzer werden?

Tänze, welche Dehnbarkeit erfordern, sind sicherlich atemberaubend und gehören zu den Choreografien, die sich auf einem der höchsten Schwierigkeitslevel befinden. Dennoch kann man sich auch auf andere Arten von Choreografien konzentrieren und in diesem Bereich ein ausgezeichneter Tänzer werden, weiche Bewegungen vollführen und ein großartiges Taktgefühl werden. Ein guter oder sogar großartiger Tänzer zu sein muss nicht heißen, alle Tanzrichtungen zu beherrschen, sondern man muss seine Fähigkeiten im gewählten Gebiet perfektionieren.

Ein Beispiel für Tänze, die keine Dehnbarkeit zur Perfektion erfordern, sind die Standardtänze. Ein Tanzpaar kann schon jahrelang Tanzkurse besuchen, geradezu über das Parkett fliegen und viele Wettbewerbe gewinnen, ohne akrobatisch talentiert zu sein. Selbst eine Jazzchoreografie kann wunderschön aussehen, ohne Bewegungen einzubauen für die Dehnbarkeit von Nöten wäre, solange die restlichen Bewegungen gut ausgeführt werden.

Im Endeffekt geht es beim Tanzen nicht darum, schwierige Übungen zu beherrschen, sondern darum, dass man Musik und Bewegungen aufeinander abstimmen und im Takt bleiben kann. Flüssige und schön ausgeführte Bewegungen sind wichtiger als der Spagat. Häufig sieht der Zuschauer auch lieber Tänze, die ihn berühren, als Tänze, die einen hohen Schwierigkeitsgrad haben. Im Endeffekt gilt es nur, das, was man kann, gut in Szene zu setzen.

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Tanzen

#346 Modern Dance und klassischer Tanz im Vergleich

Inwiefern weicht Modern Dance vom klassischen Tanz ab? Ist Modern Dance leichter? Wo liegen die genauen Unterschiede und Gemeinsamkeiten? Diese Fragen stellt man sich wohl besonders, wenn man mit dem Tanzen beginnen möchte, sich aber nicht für eine Richtung entscheiden kann.

Von klassischem Tanz bzw. vom Ballett träumen Kinder oft schon von jungen Jahren an. Nicht selten heißt es: „Mama, wenn ich groß bin, werde ich Ballerina!“ Leichter gesagt als getan, doch Ballett ist schon immer eine sehr bewundernswerte Tanzform, da sie komplizierte Kombinationen, Sprünge und mehrfache Pirouetten beinhaltet. Ballett fordert den Körper und bringt ihn an seine Grenzen. Das Ergebnis ist aber meist sehr schön anzusehen. Gerne werden Geschichten wie „Der Nussknacker“ auf der Bühne aufgeführt. Klassischer Tanz ist im Allgemeinen etwas anspruchsvoller für den Körper und für das große Publikum bestimmt. Deshalb ist Ballett auch nichts für Menschen, die nicht gerne im Rampenlicht stehen, da dieser Stil – Ausnahmen bestätigen die Regel – meist für größere Aufführungen gedacht ist.

Ein kleines bisschen ruhiger geht es beim Modern Dance zu. Tänze wie diese sind nicht nur für die Bühne gedacht, obwohl dies aber auch keinesfalls auszuschließen ist. Anzunehmen, dass Modern Dance keine große Herausforderung ist, wäre ein Fehler. Wahr ist aber, dass man dabei weniger an körperliche Grenzen stößt als beim Ballett und weniger Sprünge etc. beherrschen muss. Für Späteinsteiger ist beispielsweise Modern Dance leichter zu lernen, ganz besonders weil einige Elemente des Balletts schob im frühen Kindesalter gelernt werden müssen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass beide Stile anspruchsvoll sind, doch bis zum erfolgreichen Balletttänzer etwas mehr Hürden zu überwinden sind, während man Modern Dance auch noch als Späteinsteiger lernen kann.

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Tanzen

#345 Aufwärmen ist das A und O

Tanzen ist eine Sportart, welche sehr viele plötzliche Richtungswechsel und unterschiedliche Bewegungshandlungen beinhaltet. Des Weiteren treten durch Sprünge und Überdehnungen punktuelle Spitzenbelastungen auf beinahe alle Gelenke auf. Um den aktiven und passiven Bewegungsapparat bestmöglich vor Verschleiß zu schützen, sollte man niemals auf das gründliche Aufwärmen verzichten.

Wenn die Muskeln vorher nicht genug aufgewärmt wurden, kann dies zu einer Verkürzung des Gesamtmuskels führen, wodurch der Bewegungsradius eingeschränkt wird. Da Tanzen weite Bewegungen erfordert, stellt dies ein deutliches Hindernis für eine sauber ausgeführte Choreografie dar. Außerdem können Richtungswechsel mit nicht aufgewärmter Muskulatur weniger schnell und akkurat aufgeführt werden als mit aufgewärmter Muskulatur.

Außerdem können Knochen- und Gelenksysteme im Verlauf der Zeit Abnutzungserscheinungen aufweisen. So werden Gelenkknorpel auf Dauer abgerieben. Da sich die meisten Knorpel beim Aufwärmen mit Wasser vollsaugen und somit besser Stöße abgefedert werden können, können mit Aufwärmen solche Schäden verhindert und Verletzungen des passiven Bewegungsapparates vermieden werden.

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Reisen

#344 Sprachen auf Reisen

Wer viel und gerne reist, der muss ein Sprachtalent sein? Nun ja, nicht zwingend, aber zumindest Englisch solltest du fließend sprechen.

Mallorca ist das klassische Beispiel einer Insel, die sich dem Tourismus mit Haut und Haar angepasst hat. Zumindest auf sprachlicher Ebene. In Mallorca findest du kaum jemanden, der nicht zumindest ein paar Brocken Deutsch versteht. Egal wo du dich auf der Insel aufhältst, du wirst mit größter Sicherheit unterbrochen, sobald dir das erste Hola über die Lippen gekommen ist. Auf Deutsch erklärt man dir den Weg, weißt dich in deine Unterkunft ein oder beantwortet dir deine Fragen über das Wetter. Für uns eine völlig neue und ehrlich gesagt auch etwas unangenehme Erfahrung.

Ähnliche Erlebnisse hatten wir auch letztes Jahr auf Korfu. Nur dass dort die Deutsche Sprache zum Glück noch nicht allzu übermächtig ist. Jedenfalls im Vergleich zu Mallorca.

Vielleicht fragst du dich nun, was uns daran stört, dass man auch außerhalb unseres Heimatlandes unsere Sprache spricht. Ist doch nichts dabei und außerdem ganz bequem. So muss man zumindest nicht unbedingt eine fremde Sprache erlernen, bevor man in den Urlaub fährt.

Besonders schlimm ist es natürlich wirklich nicht. Was uns jedoch stört, ist der Fakt, dass wir in einem fremden Land eigentlich eine fremde Sprache sprechen WOLLEN. Wir wollen lernen und uns weiterentwickeln. Schließlich sind wir der Meinung, dass ein Gast sich im Großen und Ganzen anpassen muss und nicht der Gastgeber. Also ist es unserer Meinung nach ein Zeichen von Respekt, sich zu bemühen und wenigstens die wichtigsten Vokabeln eines Reiselandes zu beherrschen.

Doch ein Reiseziel wie Mallorca zeigt ziemlich deutlich, dass eben genau das vielen Urlaubern mehr als „wurscht“ ist. Jedenfalls ist das unsere Interpretation der Lage. Wieso sonst sollten die Inselbewohner bis heute jeden deutschen Touristen in seiner heimischen Sprache empfangen. Für uns ist das unterm Strich ein Mangel an Anpassungsfähigkeit auf der Seite der Touristen. Schaden würde es jedenfalls nicht, sich vor der nächsten Reise wenigstens bruchstückweise mit einer Sprache zu beschäftigen, die im Zielland verstanden wird.

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Tanzen

#343 Tanz als Ausgleich zum Alltag

Arbeit, Schule, Rechnungen oder Aufgaben im Haushalt – das ist unser aller Alltag. Und auch wenn man es nicht gerne zugibt, es gibt immer irgendeinen Stressfaktor. Ob es der morgendliche Weg zur Arbeit ist, der mal wieder ewig dauert, weil man im Stau steht oder doch der Stress mit dem Chef – irgendetwas gibt es fast immer. Es können auch Kleinigkeiten sein, die man gar nicht bemerkt. Doch man kann nicht immer komplett ausgeglichen sein. Das muss nicht schlimm sein, man muss nur den richtigen Ausgleich finden. Tanzen ist hier – so wie auch andere Sportarten – eine gute Möglichkeit, den Alltagsstress abzubauen.

Tanzen eignet sich sogar besonders gut, weil hier der ganze Körper beansprucht wird. Eine gute Choreografie ist ähnlich wie ein Ganzkörper-Work-out, das zusätzlich nicht zu überfordernd ist und auch nach einem anstrengenden Arbeits- oder Schultag noch ausgeführt werden kann.

Außerdem benötigt Tanzen volle Konzentration auf den Körper und seine Bewegungen. Sonst auf nichts! Dies ist der perfekte Moment, sich wenigstens einmal am Tag ausschließlich auf sich selbst zu konzentrieren und alles um sich herum zu vergessen. In einer Tanzstunde gibt es keine anstehenden Termine, über die man schon den ganzen Tag nachdenkt. In dieser Stunde gibt es nur die Choreografie und die Musik. Der Kopf, der sonst zum Grübeln und Planen neigen könnte, ist nun völlig ausgelastet. Die Konzentration, die Tanzen erfordert, mag zwar auch anstrengend sein, dennoch auf eine Weise, die nicht stressig ist, sondern auf eine Weise, die lediglich ablenkt. Kombiniert man Ablenkung mit der Bewegung des ganzen Körpers, hat man das perfekte Mittel gegen Stress gefunden.

Deswegen hier meine Empfehlung: Tanzen hilft! Man sollte sich – selbst wenn man gerade keinen Tanzunterricht oder Ähnliches besucht – ab und zu mal Zeit nehmen und einfach für sich selbst Tanzen. Dabei kann auch ein einfaches Tutorial auf Youtube helfen. Tanzen geht immer und hilft immer, sich zu entspannen!

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Reisen

#342 Reisetherapie für Weltliebhaber

Jeder Reisende, der schon einmal für einen längeren Zeitraum in der Weltgeschichte unterwegs war, weiß, welche Auswirkungen das haben kann. Reisen ist so viel mehr als Urlaub machen. Es lässt dein Herz höher schlagen, deine Knie weich werden und dein Bewusstsein in Dimensionen aufsteigen, die du nie für möglich gehalten hättest.

Reisen führt dich zu dir selbst. Es bringt dich deinem Herzen näher. Doch wie macht es das? Wie vollbringt es diese kleinen großen Wunder? Nun, das lässt sich ganz leicht herausfinden.

Denk einfach mal ganz genau an deine letzte große Reise zurück. Was war das wahrhaftig Besondere daran? Waren es die vielen Begegnungen mit fremden Menschen, die dich verändert haben? Waren es die Abenteuer und Herausforderungen, die dich haben wachsen lassen? Oder waren es die Orte selbst, die deine Mauer zum schmelzen brachten?

Ich denke, dass keiner das so pauschal beantworten kann. Eine Reise besteht aus so vielen verschiedenen Teilen, die aber letztlich nur zusammengesetzt ein großes Ganzes ergeben. Zwar wirst du dich möglicherweise an bestimmte Erlebnisse sehr deutlich erinnern, während andere inzwischen verblasst sind. Dennoch weißt du, dass diese Erlebnisse auf anderen aufgebaut haben oder sogar durch sie bedingt wurden.

Das Leben ist eine Reise und so ist eine Reise auch vor allem eins: Leben. Allerdings bringt uns eine Reise gewöhnlich dazu, mehr zu leben. Wir leben langsamer, aktiver und bewusster. Wir genießen und überwinden unsere Grenzen. Innerhalb eines Tages auf einer Reise erleben wir oft mehr als innerhalb einer kompletten Woche zuhause. Das ist gut und schlecht zugleich. Schön ist, dass eine Reise für uns unsere Medizin gegen diverse Alltagsbeschwerden ist. Das Ziel sollte es aber langfristig sein, den Alltag ebenfalls in eine bunte Reise zu verwandeln.

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Tanzen

#341 Warum sich Tanzen wie Fliegen anfühlt

Sieht man einen großartigen Tänzer, dessen Bewegungen schwerelos wirken und er durch den Raum zu schweben scheint, zieht man oftmals den Vergleich zum Fliegen. Es wird auch oft behauptet, dass sich Tanzen tatsächlich wie Fliegen anfühlt. Auch wenn dies mehr eine Redewendung als ein ernsthafter Vergleich ist, gibt es doch einige Gründe, weshalb Tanzen das Gefühl von Schwerelosigkeit auslösen kann.

Ein Beispiel dafür sind die Sprünge: Ein Spagatsprung erfordert beispielsweise genug Kraft und Höhe, um die Beine komplett nach außen wegzustrecken. Für diesen Sprung muss man sich lange genug in der Luft befinden. Auch das freie Rad hat eine lange Flugphase und funktioniert nur, wenn man sich mit genug Kraft vom Boden wegstößt. Bei diesem Sprung befindet sich der Tänzer für den Bruchteil einer Sekunde schließlich mit dem Kopf direkt über dem Boden. Da diese Sprünge hohe körperliche Leistung verlangen, ist auch das Gefühl dabei ein besonderes. Ein kleines bisschen Gefahr, ein kleines bisschen Kribbeln im Bauch, ein kleines bisschen Faszination – so muss sich auch Fliegen anfühlen.

Doch für dieses umwerfende Gefühl sind gar nicht zwingend Sprünge nötig. Wenn man eine Choreografie so gut beherrscht, dass sich die Füße von selbst zu bewegen scheinen, fühlt man sich oft so frei und schwerelos, dass man glaubt, gleich abzuheben. Da bei den meisten Tanzformen auch kein Aufstampfen mit den Füßen, sondern ein sanftes Aufsetzen des Fußes erfordert ist, ist die Verbindung zum Boden ein anderes Gefühl als beim normalen Gehen.

Schlussendlich ist hier nur die Rede von einem Gefühl, dass von jedem auch anders wahrgenommen werden kann. Tanzen ist Interpretationssache und wird erst spannend, wenn jeder seine eigene Interpretation entwickeln kann. Ein Tänzer, der das Gefühl hat zu fliegen, ist aber mit Sicherheit auf dem Weg, ein guter und ausdrucksstarker Tänzer zu werden.

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Allgemein

#340 Was macht Italien zu einem Traumreiseziel?

Bella Italia. Italien lockt mit seinem unvergleichlichen Flair, seiner verträumten Atmosphäre und seiner romantischen Idylle jährlich zahlreiche Urlauber ins Land. Doch warum ist das eigentlich so? Was macht Italien so besonders?

Die Vielfalt Italiens

Italien sprudelt förmlich über vor Vielfalt und Variantenreichtum. Das kleine Stiefelland im Süden Europas bietet so viel mehr als Strandurlaub und kleine, romantische Dörfchen. Jeder Geschmacks- und Reisetyp wird dort fündig. Dein Urlaub wird zehnmal facettenreicher, als du es dir jemals erträumen könntest.

Klettere durch die höchsten Berge, schwimme im endlos blauen Meer, genieße Köstlichkeiten in der Hauptstadt und gondele auf einer schwimmenden Nuss durch die Stadt, die auf Wasser gebaut wurde. Erkunde entlegene Regionen, freue dich auf atemberaubende Wasserfälle und werde Zeuge längst vergangener Zeiten.

Die Kultur der Kultur

Die Geschichte Italiens reicht weit zurück. 753 Rom schlüpft aus dem Ei. Schon in der fünften Klasse habe ich diesen Spruch pausenlos vorgebetet bekommen, doch erst als ich selbst vor Ort stand und Sehenswürdigkeiten wie das Forum Romanum oder das Kolosseum bewundern durfte, wurde mir klar, welche kulturelle Besonderheiten Italien prägen. Die Kultur der Italiener ist nicht nur geschichtsträchtig, sondern auch bis heute präsent. Vergleichsweise lebensnahe Zeitzeugnisse sind selten und deshalb umso beeindruckender.

Essen für Genießer

Italiens Attraktionen sehen nicht nur schön aus, sie schmecken aus vorzüglich. Pizza und Pasta wirst du zu Hause nie wieder anrühren, wenn du einmal in den Genuss einer echten italienischen Küche gekommen bist. Unser Tipp: Die besten Restaurants findest du abseits der Touriplätze. Unsere liebste Pizzeria liegt in einem abgelegenen Wohnviertel Venedigs. Nur durch absoluten Zufall sind wir dort vorbeigekommen.

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Tanzen

#339 Jazz Dance – so bekommt man ein Gefühl dafür

Jazz erfordert ein grundlegendes Rhythmusgefühl, da diese Tanzform ganz besonders auf der Musik basiert. Die Choreografie sieht umso besser aus, desto mehr man die Musik fühlt und die Bewegungen mit dieser verschmelzen. Manchmal kann es auch hilfreich sein, während des Tanzens die Augen zu schließen vorausgesetzt, man hat genug Platz. Die Gebundenheit an die Musik kommt daher, dass Jazz Dance – eine Form des zeitgenössischen Tanzes – früher hauptsächlich auf Jazzmusik getanzt wurde. Jazzmusik hat meist einen sehr ausdrucksstarken Rhythmus, auf den der Tanz genau passen musste. Heute wird häufiger moderne Popmusik verwendet, doch die Musik spielt trotzdem noch die entscheidende Rolle.

Des Weiteren ist diese Tanzform sehr bodengebunden. Das bedeutet: Viel Fußarbeit und viele Bewegungen im Liegen oder Sitzen. Jazz erfordert einen anderen Einsatz des Körpers als beispielsweise Ballett. Die Bewegungen am Boden können für Anfänger zu Beginn schwierig und unbequem sein, doch mit der Zeit gewöhnt sich der Körper bei regelmäßigem Üben an den Boden.

Bei Jazz hat der Tänzer außerdem mehr Freiheit zur Eigeninterpretation und Abwandlung des Tanzes als bei anderen Tanzstilen. Auch wenn eine Choreografie ganz besonders in der Gruppe natürlich einheitlich aufgeführt werden sollte, kommt es nicht auf jeden Millimeter an. Jeder Tänzer hat die Möglichkeit, den Umfang einer Bewegung so auf sich anzupassen, sodass diese gut aussieht und er die Emotion des Tanzes authentisch ausdrücken kann. Umso verbundener der Tänzer mit der Musik ist und umso mehr er sein eigenes Ding durchzieht, umso emotionaler wirkt eine Vorführung. Hinzu kommen noch die Gesichtsausdrücke des Tänzers und ob sie zur Stimmung des Tanzes passen. Man sollte ihm nie die Konzentration und Anstrengung, sondern nur seine Gefühle im Bezug auf die Geschichte, die er erzählen will, ansehen. Leichter gesagt als getan, doch mit genug Übung ist es sehr wohl möglich, ein Gefühl für Jazz Dance zu bekommen.

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Tanzen

#338 Wie man eine Choreografie entwickelt

Da hat man ein schönes Lied gefunden und sieht sich im Kopf dazu übers Parkett wirbeln, doch weiß nicht, wie genau man eine genaue Choreografie erstellt. Dabei gibt es nämlich mehr zu beachten, als man denken würde. Es gibt einige Punkte, die eingehalten werden sollten, wenn man mit dem Endergebnis zufrieden sein will. Abhängig davon, um welche Tanzrichtung es sich handelt, gibt es verschiedene Aspekte zu berücksichtigen, dennoch gibt es auch einige Aspekte, die auf die meisten Stile zutreffen.

Erstens sollte man den Rhythmus des Liedes mit den Bewegungen abstimmen. An markanten Stellen des Liedes sollten markante Tricks eingebaut werden. Umso besser man sich im Takt bewegt, umso fesselnder und flüssiger wirkt die Choreografie. Außerdem sollte man sich einen guten Start und ein gutes Ende für den Tanz ausdenken. Beginnt das Lied langsam oder schnell? Endet es abrupt oder klingt es langsam aus? Anhand solcher Kriterien kann man seine Bewegungen ausrichten. Eine schöne Idee wäre beispielsweise in der gleichen Position zu enden, in der man gestartet hat, möglicherweise in der Hocke oder auf dem Boden liegend.

Um eine Choreografie abwechslungsreicher zu gestalten, sollte man bestenfalls öfters zwischen Bewegungen am Boden, im Stehen und im Sprung wechseln. So deckt man alle wichtigen Ebenen ab und nutzt den Raum optimal. Man könnte beispielsweise sich beispielsweise von einer liegenden Position in die Hocke befördern und schließlich aufspringen.

Außerdem kommt es immer gut an, wenn die Choreografie eine Geschichte erzählt. So besteht die höchste Wahrscheinlichkeit, den Zuschauer zu Tränen zu rühren oder zum Lachen zu bringen. Obendrauf bekommt das Ganze noch eine persönliche Note. Und dies ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Choreografie.

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Tanzen

#337 Ballett – jede Bewegung muss stimmen

Ballett ist eine Tanzform, die Perfektion verlangt. Kleinste Bewegungen, die für den Zuschauer einfach aussehen mögen, fordern Körperspannung bis in die Fingerspitzen. Auch jeder Fuß muss richtig gesetzt werden und kleine Fehler im Bewegungsablauf können das Gesamtbild zerstören. Eine einzige Ballettstunde verlangt Höchstleistung des ganzen Körpers und volle Konzentration. Vollkommene Perfektion ist selbst für die erfahrensten Tänzer nicht möglich. Doch wie kommt man der Perfektion möglichst nahe?

Darauf kann es nur eine Antwort geben: Üben! Nur jahrelanges Training, meist schon von Beginn des Kindesalters an, erlauben Tänzern nach einer nahezu perfekten Vorführung zu streben. Ballett lernt man nicht von heute auf morgen, der Körper muss sich erst an diese Bewegungsformen gewöhnen und wichtige Muskeln müssen trainiert werden.

Professionelle Tänzer stehen von klein auf täglich stundenlang an der Ballettstange. Dabei stehen nicht nur Choreografien und Work-outs auf dem Programm, auch die Liebe zum Detail zählt. Beispielsweise müssen einzelne Handbewegungen lange geprobt werden, bis der Tänzer sie verinnerlicht hat und ohne Spiegel ausführen kann.

Da trotz harter Arbeit niemand alles perfekt beherrschen kann, sollte man Geduld und Ausdauer an den Tag legen und nicht verzweifeln, wenn man dies wieder feststellt. Hier ist eine Mischung aus Genauigkeit und der Akzeptanz von kleineren Fehlern gefragt. Sonst kann schnell Frustration folgen und die Lust am Tanzen vergehen.

Im Endeffekt ist aber genau dies das Faszinierende an Ballett. Man ist so nahe an der Perfektion, dass die Bewegungen atemberaubend schön anzusehen sind, aber hat dennoch immer die Möglichkeit, noch ein bisschen besser zu werden. Wenn es irgendwann keine Luft mehr nach oben gäbe, wäre es ja auch langweilig.

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#336 Silvesterfeuerwerk in anderen Ländern – ein Kulturschock?

Den Jahreswechsel im Ausland zu erleben ist eine ganz besondere Erfahrung. Im Vorhinein weißt du wahrlich nicht, wie es wohl wird. Außer du feierst in den bekanntesten Silvester-Städten wie New York oder Sydney. Aber auch dann wirst du feststellen, dass der äußere Schein trügt und den Feierlichkeiten aus der Nähe beizuwohnen doch komplett anders ist als erwartet. Ich war zwar weder in den Vereinigten Staaten noch in Australien zu Silvester, aber dafür schon einmal im schönen Italien – genauer gesagt in der Ewigen Stadt – und ein anderes Mal im schönen Split an der kroatischen Mittelmeerküste.

Eines kann ich schon einmal verraten: Keine der Neujahrsfeiern war so wie bei uns daheim. In Italien werden fast gar keine privaten Böller gezündet. Zum Glück gehen Fans von Feuerwerkskörpern nicht komplett leer aus. Die Römer lieben es genauso, den Himmel erleuchtet zu sehen, weswegen mehrere öffentliche Feuerwerke die Stadt von oben erhellen. Die größte Feier ist für gewöhnlich – wie könnte es auch anders sein – im alten Circus Maximus. Passender kann man doch gar nicht ins neue Jahr starten, oder?

Dazu komplett im Kontrast stehend war das Feuerwerk in Kroatien. Auch wenn vor dem Glockenschlag im Gegensatz zu unseren heimischen Gefilden noch keine Böller flogen, ging es um 24 Uhr dann so richtig los. Nicht nur das städtische Feuerwerk lief auf Hochtouren – auch die Einwohner von Split ließen den Himmel in buntesten Farben erstrahlen. Die komplette Hafenpromenade leuchtete im Schein der unzähligen Bengalischen Feuer feuerrot auf. Ein Wahnsinnsanblick!

Beide Silvesterfeste im Ausland – und damit meine ich nicht nur das Feuerwerk – waren so unterschiedlich, dass ich ehrlich gesagt, ganz gespannt darauf bin, nächstes Jahr Silvester wieder im Ausland zu feiern. Mal sehen, wo ich in einem Jahr ganz sehnsüchtig das Feuerwerk erwarten werde…

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#335 Warum sollte man unbedingt mal im Winter nach Mallorca?

Hier kommt eine dringliche Empfehlung: Fliege unbedingt auch mal im November, Dezember oder Januar auf die Balearen. Du hast die Inseln fast für dich und vom Sauftourismus sind maximal noch Bruchstücke übrig.

Erkunde bei dieser Gelegenheit am besten gleich die ganze Insel. Beginne in Sant Elm und arbeite dich mindestens bis nach Cala Figuera durch. Koste die Dörfchen aus, die man jetzt fast ganz alleine genießt. Vergiss jeglichen Stress auf den schönsten Wanderwegen der Insel und fühle die Sonne, die immer noch unerwartet warm strahlen kann.

Gerade Sant Elm habe ich besonders ins Herz geschlossen. Ende November 2017 war ich dort zum ersten Mal. Man kann sehr gut erahnen, wie voll das kleine Dorf am westlichen Zipfel der Insel im Sommer werden muss. Doch im Spätherbst und Winter liegt es in absoluter Stille und glänzt mit seinen verwunschenen Eckchen. Wunderschön ist zum Beispiel der alte Fischerhafen, wo Bötchen in allen möglichen Farben auf ihren Einsatz warten. Überall findet man kleine Aussichtspunkte und enge Treppchen, die immer wieder direkt ans Meer hinunter führen. Die Häuser im Zentrum sind mit viel Liebe errichtet worden und verleihen der Stadt einen außergewöhnlichen Look mit ihren fröhlichen Fassaden. Der eine oder andere Balkon kann einen etwas neidisch machen. Die süßen kleinen Restaurants mit tollem Blick übers Meer sind weder überfüllt noch zu leer und alle wirken total entspannt.

Auch die Viertel etwas außerhalb lohnt es sich zu erkunden. Viele Hotels werden über den Winter renoviert und sogar einige neu errichtet. Es ist wirklich spannend zu sehen, wie die großen und kleinen Ferienorte entstehen. Auch wenn es etwas traurig macht, dass die Orte mehr und mehr vom Tourismus erschlossen werden. Aber nun gut, dem kannst Du auf Mallorca sowieso nur außerhalb der Saison entgehen. So ist das eben.

Angeschlossenen an die Hotels liegt eine sehr ruhige Wohnecke. Hinter dem letzten Haus der Siedlung befindet sich der dritte Strand der Stadt. Der ist allerdings mehr eine Felsansammlung mit einer Treppe ins Wasser als ein Strand.

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#334 Was solltest Du bei der Reiseplanung für 2021 beachten?

Corona hat das Reisen dieses Jahr deutlich erschwert. Kein Wunder also, dass sich in uns allen große Sehnsucht nach dem nächsten Urlaub breitmacht. Der eine träumt von endlosen Stränden und entspannten Städtetrips, während der andere den nächsten Wellness-Aufenthalt kaum erwarten kann. Die Zeit zwischen Weihnachten und Silvester ist meist sehr ruhig und bietet sich perfekt an, die Urlaubsplanung für das nächste Jahr anzugehen. Dabei solltest Du aber ein paar Aspekte beachten.

Bleib flexibel

Genau wie 2020 lässt sich auch für 2021 keine eindeutige Aussage machen. Das Einzige, was feststeht, ist, dass Corona uns auf jeden Fall weiterhin begleiten wird. In welche Richtung sich die Dinge entwickeln, kann dir aber keiner garantieren.

Wer flexibel ist, bucht am besten nicht allzu lange im Voraus, sondern erst unmittelbar vor Reiseantritt. Mit dem richtigen Reiseziel und der richtigen Herangehensweise wird das auch nicht wesentlich teurer werden.

Sorge für eine Reiserücktrittsversicherung

Wenn du nicht flexibel genug buchen kannst, solltest du für 2021 unbedingt eine Reiserücktrittsversicherung abschließen. Und zwar eine, die auch wirklich wasserdicht ist. Informiere dich ausführlich und lass dir nichts andrehen.

Plane eher für das Sommerhalbjahr

Die Betrachtung des vergangenen Jahres zeigt, dass das Virus im Sommer möglicherweise weniger oft übertragen wird. Schon alleine deswegen, weil man sich weniger drinnen aufhält. Aus diesem Grund ist es ratsam, potenzielle Reisen eher für die warmen Monate zu planen.

Autoreise statt Flugreise

Wer mit dem Auto reist, kann spontan reagieren. Du bist dann nicht auf einen Rückflug angewiesen, sondern hast die Möglichkeit, von jetzt auf gleich abzureisen oder den Ort zu wechseln. Sollte es an deinem Urlaubsort zu einem plötzlichen Anstieg der Fallzahlen kommen, hältst du dir somit alle Optionen offen.

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#333 Warum Georgien eines der außergewöhnlichsten Länder ist – eine Liebeserklärung

Georgien habe ich mein Herz und meine Seele geschenkt. Wobei geschenkt ist wohl falsch ausgedrückt. Das hört sich viel zu willentlich an. Aber das war keinesfalls eine Entscheidung. Sondern vielmehr eine unvermeidliche Konsequenz meiner Reise nach Georgien.

Nach nur einer Handvoll Tage in diesem kleinen Land am Schwarzen Meer war es um mich geschehen. Ich war hingerissen. Georgien ist so viel mehr als nur irgendein Staat zwischen Europa und Asien.

Gereist bin ich schon eine Menge. Gesehen von der Welt habe ich also bereits vieles. Noch nie jedoch war ich an einem vergleichbaren Ort. Georgien ist für mich etwas ganz Besonderes. Wie genau ich diese Aussage verständlich belegen kann, weiß ich allerdings nicht. Denn es geht dabei vielmehr um ein Feeling. So was lässt sich schwer in Worte fassen. Doch ich werde es einfach einmal versuchen.

Es fängt schon damit an, dass du dich in Georgien zu jeder Uhrzeit wohl und sicher fühlst – selbst die Straßenhunde geben dir Geleitschutz. Unterwegs triffst du überall auf unglaublich hilfsbereite Menschen. Es gibt da die Geschichte von einer verlorenen Kamera, die mir mitten in der Prärie zurückgebracht wurde, und Taxifahrern, die mich zur Tauglichkeit meines Mietwagens beraten haben, womit sie sich um einen zahlenden Kunden gebracht haben – das alles und noch viel mehr habe ich in Georgien erleben dürfen.

Außerdem ist Georgien ein unglaublich vielfältiges Land. Fast egal, was du suchst, du wirst es finden. Das Meer, die Berge, einsame Szenerien, Wildlife, religiöse Pilgerorte, Kultur, Geschichte, belebte Großstädte, schillernde Feste, kulinarische Besonderheiten, sportliche Herausforderungen und endlose Ruhe.

Georgien kann man in ein paar Tagen oder in ein paar Wochen erkunden. Auch wenn das Land gerade mal so groß wie Bayern ist, gibt es immer wieder etwas Neues zu bestaunen. Stell dir mal den Moment vor, wenn du irgendwo abseits der großen Straßen in den Bergen unterwegs bist und auf einmal durch dein rechtes Autofenster auf eine Wiese voller riesengroßer Steingesichter blickst. Einfach einmalig. Dann fährst du noch ein paar Kilometer weiter und findest dich plötzlich in einem winzigen Dörfchen wieder, dessen Hauptstraße so tiefe Schlaglöcher aufweist, dass an ein Weiterkommen nicht zu denken ist. Doch in Georgien macht das überhaupt nichts. Du lässt dein Auto einfach am Straßenrand stehen und wartest auf den nächsten Wagen mit Allradantrieb. Ein nettes Lächeln und der Fahrer nimmt dich freudestrahlend mit zu seinem Ziel. Auf dem Weg erzählt er dir treuherzig von seinem Leben, seinem Land und seinen Leuten.

Dieser Artikel könnte noch ewig weitergehen. Ich könnte von der abendlichen Lebensfreude in der Hauptstadt Tiflis berichten oder den Schwefeldüften in deren Altstadt. Gut, diesen Geruch mag nicht jeder, aber es macht Tiflis trotzdem zu etwas Besonderem – ich war zuvor noch nie in einer Großstadt mit einem Zentrum voll von Schwefelduft.

Dann gibt es da noch die Bauarbeiter, die nur für dich Hammer und Meißel fallen lassen und dir den Blick auf ihre halb fertige Kirche freigeben. Oder die Geschichte von dem wilden Bären, den ich getroffen habe. Mensch Georgien, du flashst mich immer wieder. Ich liebe meine Erinnerungen an diese Reise und hoffe eines Tages zurückkehren zu dürfen.

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#332 Italienliebe – Was macht Italien so besonders?

Jährlich fahren gut ein Dutzend Millionen Deutsche zum Urlaub, machen nach Italien. Und das aus gutem Grund. Italien ist ein spitzen Reiseziel. Doch überzeuge dich selbst. Wir haben unsere Top 3 Gründe für dich aufgelistet.

  1. Kultur und Geschichte

Italiens Geschichte reicht weit zurück. Man kann die Entwicklung des Landes sogar bis um die 1,5 Milliarden Jahre zurückverfolgen. Für alle, die das nur wenig interessiert, wird es spätestens mit einem Blick auf die Entstehung des Römischen Reiches spannend.

Ruinen und beachtliche Bauten zieren das Stadtbild Roms. Die bekanntesten darunter: das Forum Romanum und das Colosseum!

Dann gibt es da noch eine konservierte Stadt, die uns alle an die Grausamkeit der Natur erinnert, aber trotzdem jeden Besucher in seinen Bann zieht. Natürlich, Pompeji. Keiner kann einen Fuß in diese alten Mauern setzen, ohne sich dabei in eine völlig andere Zeit versetzt zu fühlen und furchtbare Bilder eines vergangenen Ereignisses vor Augen zu haben.

Neben dieser traurigen, düsteren Seite Italiens gibt es aber auch umso mehr kunterbunte, farbenfrohe und lebensbejahende Sehenswürdigkeiten. Dazu gehören für mich die Fischerdörfchen der Cinque Terre, die Toskana, der bunte Trubel in den Straßen von Rom und noch so viel mehr.

  1. Schmackhaftes Essen

Mhmm, wenn ich nur daran denke, sehe ich sofort eine leckere italienische Pizza mit knusprigen Boden, ganz viel Tomatensoßen und Mozzarella vor mir stehen. Ich muss dann mal weg. Bis nach Italien sind es ein paar Stunden zu fahren. Und ich will ja nicht, dass meine Pizza kalt wird.

Abgesehen von Pizza, Pizza, Pizza gibt es in Italien noch jede Menge anderer leckerer Spezialitäten. Damit sind jetzt nicht nur Pastagerichte gemeint, sondern schmackhafte Fisch- oder Fleischspezialitäten. Und nicht zu vergessen: das leckerste Eis der Welt!

  1. La Dolce Vita

Lebensfeeling pur. Das ist Italien. Und bisher kenne ich kein anderes Land – zumindest in Europa – das es mit der Lebensfreude und Leichtigkeit der Italiener aufnehmen kann. Ein Tag dort reicht aus, um Stress, Sorgen und Anspannung abzustreifen, wie eine alte Haut, die überflüssig geworden ist.

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#331 Schöne Spaziergänge rund um Bamberg

Bamberg ist eine traumhafte Stadt. Die Architektur reicht bis ins 11. Jahrhundert zurück und an Sehenswürdigkeiten lassen sich die Bamberger auch nicht lumpen. Seit ich ein kleines Kind war, komme ich regelmäßig nach Bamberg. Meine Eltern haben die Stadt für Tagesausflüge geliebt und inzwischen wohnen auch einige Freunde von mir im bayrischen Venedig. Ein guter Grund, um hin und wieder einen Abstecher nach Bamberg zu unternehmen. Heute möchte ich mich auf eine der vielen Besonderheiten Bambergs konzentrieren: In Bamberg kannst Du nämlich wunderbar spazieren gehen. Meine drei liebsten Spaziergänge durch Bamberg stelle ich dir im Folgenden vor.

  1. Schlendern durch die Parkanlagen am Luisenhain

Zwischen den beiden Regnitzarmen erstreckt sich der Luisenhain. Du streifst Ewigkeiten durch grüne Natur und hast das Flussufer direkt vor deiner Nase. Vom Zentrum aus ist es nicht weit und so ist der Luisenhain ein beliebter Treffpunkt vieler Bamberger geworden. Trotzdem ist so viel Platz und Natur, dass immer ein Stück Ruhe zu finden ist.

  1. Brücken und Altstadt

Natürlich darf ein Spaziergang durch die Bamberger Altstadt keinesfalls auf deiner Bucket List fehlen. Bambergs alte Häuser, die bunten Fassaden, die leckeren Restaurants, Cafés sowie Eisdielen und nicht zuletzt die imposanten Brücken machen die Innenstadt zu etwas ganz Besonderem. Ich liebe es, ziellos durch die Altstadt zu schlendern und mich von den farbenfrohen Anblicken begeistern zu lassen. Am besten gefällt es mir, die Gärten und Häuser direkt am Flussufer zu bestaunen. Dort verstecken sich ein paar schönsten Altbauten Bambergs.

  1. Kloster Michaelsberg

Auch der Weg zum Kloster hinauf steht definitiv ganz oben auf jeder Bamberg-Tipp-Liste. Zu Recht! Vom Kloster hast du nicht nur einen einzigartigen Blick auf die Stadt, sondern auch ein tolles kulturelles Erlebnis und einige tolle Einkehrmöglichkeiten. Und wie jeder weiß, vertragen sich Spazierengehen und Essen besonders gut.

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#330 Bayern – das schönste Bundesland Deutschlands?

Manch einer behauptet, Bayern sei das schönste Bundesland in Deutschland. Ich sehe mich nicht imstande, das objektiv zu beurteilen. Nachdem ich sowohl in Bayern geboren bin, dort aufwuchs und bis heute mein Wohnsitz in Bayern liegt, bin ich wohl etwas blind für die Schönheit meines Heimatbundeslandes geworden. Klar, auch ich bin der Meinung, dass Bayern einige schöne Flecken hat, aber ob das Bayern zum schönsten Part von Deutschland macht!? Keine Ahnung. Aber weißt du was? Beurteile das doch einfach selbst. Nachfolgend werde ich dir einen Überblick über die schönsten Sehenswürdigkeiten in Bayern geben und dann kannst du entscheiden, wie sehr dir Bayern gefällt.

Beginnen wir ganz im Süden. Dort erwarten dich meiner Meinung nach die größten Schätze von Bayern: die Berge und eine ganze Menge Seen. Wer Bayern besucht, der muss auf jeden Fall durch die raue Alpenlandschaft streifen, über saftig grüne Wiesen tanzen und an einem der unzähligen Seeufer ein Picknick abhalten. Dann wäre da noch ein Sprung in den eiskalten Königssee zu empfehlen, ein Blick auf die Königsschlösser und ein Besuch in der Landeshauptstadt München. Du siehst: Allein der Süden von Bayern hat schon einiges zu bieten.

Weiter geht’s Richtung Norden. Auch da warten einige Highlights auf dich. Wir leben hier zwischen vielen schönen Altstädten und architektonischen Wunderwerken. Würzburg, Bamberg, Rothenburg, Miltenberg und Bayreuth – diese Namen solltest Du auf jeden Fall gehört haben.

Bayern ist auch für all die wunderbaren Weihnachtsmärkte bekannt. Besonders toll finden wir den Weihnachtsmarkt in Nürnberg. Nicht nur, dass es superleckeren Glühwein und Lebkuchen gibt, die Kulisse rund um den Weihnachtsmarkt und die historischen Gebäude sorgen für ein einzigartiges Ambiente.

Nun, was sagst du? Bekommt Bayern eine Chance von dir?

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#329 Wohin mit deinem Reisefieber?

Aktuell macht Corona das Reisen zu großen Teilen unmöglich. Natürlich gilt das nicht für jeden oder jede Art des Reisens, aber die Mehrheit der Menschen sitzt momentan an ihrem Heimatort fest. Ob das nun für jeden ein Problem ist, sei mal dahingestellt. Doch wenn du auf diesen Artikel geklickt hast, dann wohl höchstwahrscheinlich aus dem Grund, dass dir das Reisen genauso fehlt wie mir. Deshalb möchte ich heute der Frage nachgehen, wie in dieser speziellen Situation mit den beschränkten Möglichkeiten, die uns bleiben, unsere Reisesehnsucht dennoch gestillt werden kann.

Es gibt so viele Vorschläge im Internet. Die wenigsten davon stellen mich jedoch zufrieden. Ich will dir einen kurzen Überblick geben: Reisefotos anschauen, die Wohnung nach einer Reisedestination dekorieren, Dokumentarfilme sehen, die nahe Umgebung erkunden, Essen anderer Nationalitäten kochen und und, und! Das alles schafft maximal für einen kurzen Augenblick Abhilfe. Es gibt mir wohl nur einen winzigen Bruchteil des Gefühls, das ich habe, wenn ich endlich wieder meinen Rucksack packen und auf Reisen gehen kann.

Den Sommer über haben mich kleine Reisen bei Laune gehalten. Ich war mehrfach in Italien unterwegs. Das konnte mich zumindest teilweise über meine Sehnsucht hinwegtrösten. Ich will in die Ferne. Ich will Orte erkunden, die ich noch nie gesehen habe, und ich will jeden Tag aufwachen und wissen, dass ich das tue, was ich liebe.

Es war ein kühler, dunkler Novembernachmittag, als mir endlich klar wurde, was das Einzige ist, was mir momentan da raus helfen kann. Ich habe mich deprimiert durch Reiseblogs geklickt und mich weit weg geträumt. Da fiel mein Blick auf einen Bericht über den Hua Shan. Kennst du den Hua Shan? Falls nein – der Hua Shan ist ein heiliger Berg in China. Jährlich wagen zahlreiche Chinesen sowie Touristen den schwierigen Aufstieg zur Pilgerstätte am Gipfel. Die Besteigung des Hua Shans ist alles andere als ungefährlich und doch hat mich dieser Berg sofort fasziniert. Vielleicht auch gerade deswegen. Ich habe mir vorgenommen, da will ich mal hin. Ob ich mich dann auch tatsächlich trauen werde? Keine Ahnung! Aber ich habe ab jetzt ein neues Reiseziel. Und mich in diesem Moment darüber hinweggetröstet, nicht sofort reisen zu können. Seitdem weiß ich: Wenn mich das Fernweh mal wieder übermannt, mache ich mich einfach an die Reiseplanung für die Zeit nach Corona. Ich recherchiere, mache Pläne, gucke mich nach neuen Destinationen um und lasse mich von unserer wunderbaren Welt faszinieren.

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#328 Unsere Erfahrung mit Corona auf Reisen

Im Sommer 2020 war zumindest ein kleines bisschen Normalität zu finden. Diese Gelegenheit haben wir genutzt, um ein paar beschauliche Reisen zu unternehmen. Nichts Großes, nichts Besonderes, nichts Aufsehenerregendes. Trotzdem war es toll und ich bin gerade so froh, dass wir den Schritt gewagt haben. Es wird mich durch den Winter bringen und meine Hoffnung auf kommende Reisen hochhalten.

Auf jeder unserer Reisen und Kurztrips haben wir uns sehr strikt und möglichst umfassend mit den Sicherheitsmaßnahmen auseinandergesetzt, um uns und andere zu schützen. Gerade als Reisender, also als Gast, ist es von außerordentlicher Wichtigkeit dafür zu sorgen, dass man keine Viren verbreitet. Das haben wir sehr ernst genommen und als unsere oberste Verantwortung gesehen. Doch wie genau konnten wir das umsetzen? Wie hat es sich angefühlt? Und wie waren die Reaktionen?

Als Erstes muss ich leider sagen, dass andere Urlauber es mit den Gastregeln oft nicht allzu genau nehmen. Wir haben mindestens so viele schlechte Beispiele wie zu Hause gesehen. Das war wohl aber auch zu erwarten. Schließlich fahren ja nicht nur die Leute ins Ausland, die bereit sind, sich an die Regeln zu halten. Doch gleichzeitig haben wir auch eine Menge positive Erfahrungen gemacht. In Italien beispielsweise waren wir positiv überrascht, wie akribisch sich die Einheimischen an jegliche Vorschriften hielten und wie ausgefeilt die Regeln zum Teil waren. Klar, es hat genervt in den Altstädten und am Strand mit Maske unterwegs zu sein, aber zumindest ist man so mit einem guten Gefühl gereist.

Die Stimmung war übrigens durchwegs sehr gut. Die Gastländer haben sich sehr gefreut, endlich wieder Touristen begrüßen zu dürfen und uns keinerlei Argwohn entgegengebracht. Unterm Strich lässt sich sagen, dass unsere Reisen zu Coronazeiten bisher äußerst angenehm verlaufen sind. Wer sich das richtige Reiseziel aussucht und sich an die gebotenen Regeln hält, der fühlt sich in seinem Urlaub wohl. Auch wenn jetzt eine längere Zeit ohne Reisen ansteht, können wir uns darauf freuen, wenn es wieder losgehen darf.

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#327 Europas Zwergstaaten

Wir haben schon einen Franzosen getroffen, der dachte, Monaco gehöre zu Frankreich und dass San Marino keine italienische Stadt ist, weiß auch nicht jeder. Monaco und San Marino sind allerdings nur zwei Beispiele von den insgesamt sechs europäischen Zwergstaaten. Als Zwergstaat werden sie bezeichnet, da sie flächenmäßig besonders klein sind und meist eine sehr geringe Einwohnerzahl aufweisen. Die Grenze zur Einordnung als Zwerg- oder Microstaat zieht man bei ungefähr 1000km².

Wer sich jetzt fragt, welche sechs Staaten das bitte sein sollen – hier kommt die Auflösung: Die Vatikanstadt im Herzen von Rom ist der kleinste Staat und das sogar weltweit! Gerade einmal 440 Quadratmeter (0,44km²) ist der Sitz des römisch-katholischen Oberhauptes groß. Dicht dahinter folgt Monaco – Platz 2 weltweit. Der berühmte Stadtstaat am Mittelmeer nahe Nizza misst 2km². San Marino mit 62km² ist dagegen schon fast ein Riese. San Marino liegt unweit von Rimini, komplett umringt von Italien. Liechtenstein verfügt über 160km² zwischen Österreich und der Schweiz. Weiter geht es mit einer eigenständigen Mittelmeerinsel: Malta. Mit 316km² ist das Land der zweitgrößte Microstaat in Europa. Größer ist sonst nur noch Andorra. Eingekuschelt zwischen den hohen Gipfeln der Pyrenäen ringsum, trotz das 468km² Andorra dem eisigen Winter – im Umkehrschluss bedeutet das, dass es ideale Skibedingungen hat! Im Sommer dagegen darf man sich an dem Paradies für Wanderer, Mountainbiker, Kletterer und Gleitschirmflieger erfreuen.

Ich war zusammen mit Julia im Laufe der letzten fünf Jahre tatsächlich in jedem Einzelnen dieser sechs Staaten. Durch die geringe Größe haben die Staaten meiner Meinung nach einen ganz besonderen Charme. Jeder Besuch war einzigartig und eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Am besten gefallen haben mir übrigens die Vatikanstadt, San Marino und Liechtenstein.

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#326 Phänomen Mallorca – Spanien ohne Spanisch und andere Marotten

Als wir in Palma aus dem Flugzeug steigen – von Madrid aus für 20€ hin und zurück mit gewissen Billigairlines und in Deutschland liegen die Preise außerhalb der Saison auch nicht wirklich höher – sind wir erst mal von den vielen Toiletten beeindruckt, die wir auf dem Weg vom Gate zum Ausgang passieren. Wenn wir jetzt scherzen dürfen, dann sind die wohl extra für alle gebaut worden, die schon im Flieger mit dem Bier angefangen haben und jetzt mehr als dringend ein stilles Örtchen benötigen. Von der Anzahl der Örtchen ausgegangen sind das wohl einige. Na ja, wenn ihr euch jetzt angesprochen fühlt, dann ist das auch okay. Schließlich darf jeder ja seinen Urlaub verbringen, wie er sich am wohlsten fühlt. Und wenn das heißt, fünf Bier vor der Landung, heißt es das eben. Vielleicht fällt so auch das Spanisch leichter. Wobei Spanisch eigentlich gar nicht nötig ist. Deutsch versteht mindestens die Hälfte der Einheimischen. Liegt wahrscheinlich daran, dass fast die Hälfte der Anwohner Deutsche sind.

In Peguera ist Deutsch wohl inzwischen die Amtssprache. Peguera ist ein Dorf einige Kilometer von der Hauptstadt Palma entfernt, das auch das „Deutsche Dorf“ genannt wird. Dort bekommst du Thüringer Bratwurst, Weißwürste mit Brezel und auch fast alles sonst, was du von zu Hause kennst. Die Bratwurst schmeckt übrigens ziemlich gut. Im November liegt Peguera, das übrigens definitiv keinen Schönheitswettbewerb gewinnen kann, ziemlich einsam da. Ein paar übrig gebliebene Touristen und ein paar Backpacker sind die einzigen, die sich noch hierher verirren. Die meisten Geschäfte sind permanent geschlossen und die Hotels zum Teil verrammelt und winterfest zurückgelassen. Abgesehen von ein paar deutschen Expats und wenigen Mallorquinen gibt es – zumindest im Zentrum – kaum permanente Einwohner. Als wir abends durch die Straßen laufen, wirkt das irgendwie traurig und man merkt schnell, wie sehr der Tourismus dieses Dorf eingenommen hat.

Doch schreibe Mallorca als Reiseziel trotzdem keinesfalls ab. Die Insel kann so viel mehr als Peguera und Bratwürste. Da gibt es noch so viel zu erkunden und zu entdecken. Verlass die ausgetrampelten Pfade und du wirst Mallorca lieben lernen.

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#325 Liechtenstein – ein erstes Reinschnuppern

Als Julia und ich dieses Jahr endlich die Möglichkeit hatten, auf dem Rückweg aus Italien noch einen Zwischenstopp in Liechtenstein einzulegen, war ich ehrlich gesagt begeistert. Unsere letzte Nacht in Italien verbrachten wir am Comer See (Lago di Como). Nachdem wir mit der Sonne aufgestanden waren, gab es ein schnelles Frühstück in unserem Honda Schlafmobil und nach ein paar obligatorischen Morgenfotos ging es dann gleich in Richtung Schweizer Grenze. Die wirklich extrem kurvenreiche und teils enge Straße zum 2113 Meter hohen Splügenpass (Passo dello Spluga) überraschte uns nicht nur mit einem unglaublichen Ausblick, sondern auch mit dem ersten Schnee des kommenden Winters. In der Schweiz angekommen, erwartete uns die volle Schönheit der Schweizer Natur. Durch enge Schluchten und über reißende Gebirgsbäche führte uns die Straße beständig unserem eigentlichen Ziel entgegen. Die Freude und Aufregung wurde immer größer mit jedem Kilometer, den wir uns der Grenze näherten. Liechtenstein, wir kommen!

Im Fürstentum Liechtenstein angekommen, erwartete uns zuerst einmal die durch Fotos weit bekannte Burg Gutenberg. Auch wir hatten sie natürlich schon einmal gesehen, aber es ist doch immer etwas besonderes, wenn man das Fotomotiv dann mit seinen eigenen Augen zu sehen bekommt. Nach einem kurzen Zwischenstopp ging es direkt weiter in den Hauptort Vaduz.

Vaduz selbst ist noch einmal ein wenig aufgehübschter als das generell sehr ansprechende Liechtenstein. Gerade das Zentrum mit dem Landtagsgebäude, daneben dem Sitz der Regierung und der imposanten Kathedrale St. Florin hat uns unglaublich gefallen. Ein wenig darüber – umgeben von Wald – liegt das Schloss der fürstlichen Familie.

Da wir am gleichen Tag noch zu hause ankommen wollten, konnten wir leider nach unserer ausführlichen Tour durch Vaduz Liechtenstein nicht mehr weiter erkunden. Für uns bedeutet das, dass wir auf jeden Fall noch einmal wiederkommen und dann auch die malerische Bergwelt des Fürstentums erkunden werden!

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#324 Spanien – unser zweites Zuhause

Wir müssen uns direkt entschuldigen. Der nachfolgende Text könnte sich etwas kitschig anhören oder irgendwie verliebt. Denn das sind wir. In das wunderbare Spanien. Genauer gesagt in die endlosen Landschaften, das südliche Ambiente und den entspannten Lebensstil. Als Halb-Spanier sind wir ja sozusagen, immerhin haben wir ein Jahr in Spanien gelebt, dürfen wird das aber auch sein! Oder nicht?

Wie ihr sicher schon bemerkt habt, lieben wir es zu reisen. All die Orte, die wir besuchen, hinterlassen immer Spuren in unserer Seele. Es gibt sicher Plätze oder Länder, die uns schon mehr umgehauen haben als Spanien. Als „Weltreisende“ sind wir natürlich immer an weiter, weiter und noch weiter weg interessiert. Aber mal ganz ehrlich, manchmal ist das auch gar nicht nötig. Einige Länder Europas haben so einiges zu bieten. Auch abgesehen von historischen Städten. Das merken wir in letzter Zeit immer wieder. Gerade in dem Jahr, das wir nutzen durften, um die iberische Halbinsel endlich mal ausführlich unter die Räder zu bekommen. Damit meinen wir, dass wir mit unserem Lieblings-Honda von A nach B, anschließend nach C und letztendlich bis Z gefahren sind. Und damit meinen wir, dass wir Spanien von Nord bis Süd und von West nach Ost erkundet haben. Das war wirklich eine wunderschöne Zeit.

Spanien ist so viel mehr, als man sonst so hört. Es ist nicht nur ein Land, das sich zum in der Sonne brutzeln anbietet. Es ist auch nicht nur ein Land für eine Woche Sightseeing in den andalusischen Ikonen. Wer nach Spanien kommt, sollte sehr viel Zeit mitbringen. Jedenfalls, wenn man sich auf die Suche machen möchte, nach den wirklichen Wurzeln des Landes. Doch glaubt uns bitte, es würde sich garantiert lohnen.

Da wir während unserer Spanienzeit beide in Madrid studiert haben, konnten wir natürlich nicht die ganze Zeit durch die Gegend reisen. Zumindest ein paar Tage die Woche waren wir an die Stadt gefesselt, die wir immer noch von ganzen Herzen vermissen. Die Zeit, während unsere Studientage haben wir also auch mehr als genossen. Klar wären wir auch gerne die ganze Zeit Roadtrip-mäßig unterwegs gewesen, aber unsere Base in Madrid hätten wir auf keinen Fall missen wollen.

Jedes Mal, wenn unser langes Wochenende dann jedoch endlich vor der Tür stand, ging es ganz schnell: Rucksack geschnappt, Essen gepackt, Zelt unterm Arm und dann alles rein in unser Auto. Das hat vielleicht etwas geächzt, aber uns immer treue Dienste geleistet. Anschließend mussten wir uns für eine der vielen Himmelsrichtungen entscheiden. Okay, Spanien hat auch nicht mehr als Norden, Osten, Süden, Westen und eben etwas dazwischen. Dennoch hatten wir irgendwie das Gefühl, als wäre die Auswahl riesig. Es war immer eine Qual der Wahl. Der Norden verzauberte uns mit seinen wilden, einsamen Stränden. In den Buchten der nördlichen Küste herrscht eine unzerstörbare Ruhe, die einem wahnsinnig dabei hilft, alles einfach mal hinter sich zu lassen. Egal ob man für ein Wochenende kommt oder gleich für zwei Wochen. Hier gibt es so viel Sehenswertes. Sowohl für Naturliebhaber als auch für Architekturfans. Besonders toll in Erinnerung haben wir immer noch den kleinen Fischerort El Cuidellero. Nach einer Fahrt über den Bergrücken an der Küste findet man sich in einem abgekapselten kleinen Paradies wieder. Wir haben dort nur einen einzigen Abend verbracht, aber wir würden am liebsten sofort wieder hingehen. In die Bergmulde kuschelt sich ein kleiner Hafen mit Spazierbrücke durch die Meereinmündung. Die hochragenden, kunterbunten Häuschen strecken sich in die Höhe und die kleinen Plätze und Gassen laden ein, sich treiben zu lassen oder ein leckere fischiges Menü in einer der einheimischen Kneipen zu genießen. Durch das Zentrum führt nur eine einzige große Straße. Alles andere kann man maximal als Sträßchen bezeichnen. Folgt man den engen Treppen und Gassen nach oben, hat man bald einen tollen Ausblick auf das Dorf inklusive Hafen. Ein weiterer gigantischer Ausblick befindet sich etwas außerhalb des Ortes gelegen. Hierhin kommst du, wenn du rechts neben dem Hafen entlang der felsigen Wände auf einen weiteren Spazierweg am Wasser entlang gehst. Bald kommen ein paar Treppen und darauf ein hoher Steg. Das Ende des Weges bringt dich zu einem großen Leuchtturm. Das Leuchtturm-Gelände darf man zwar leider nicht betreten, aber der Ausblick von hier oben ist unbezahlbar. Du siehst das wilde Meer an die kleinen Felsen weit unter die klatschen und wirst dich einfach ruhig und glücklich fühlen.

Außerdem last but not least, weil der Norden der einzige wirklich grüne Ort Spaniens ist. Das Grüne haben wir in Spanien manchmal etwas vermisst. Durch die starke und lang anhaltende Hitze im Sommer ist vieles verdörrt und die meisten Wiesen sind mehr vertrocknet braun als saftig grün. Auch der Regen hat uns gefehlt. In unserem ganzen Jahr in Madrid hat es maximal vierzig Tage geregnet. 30 davon waren im Januar. Den Rest des Jahres ist die Luft oft sehr trocken. Das macht das Atmen manchmal recht schwer. Vor allem in der Großstadt.

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#323 Autounfälle auf reisen – oder: Was wir schon alles gesehen haben

Spanien 2017: Ein Krachen. Ein quietschender Schrei. Und plötzlich fliegt vor meinen Augen alles durcheinander. Dann herrscht Stille. Absolute Stille. Wahrscheinlich ist es in Wirklichkeit gar nicht so ruhig, aber für mich steht die Welt für einen Moment still. Da gibt es nichts zu sehen, zu hören oder zu fühlen. Ich stehe unter Schock.

Lange hält die Stille nicht vor. Die Gedanken kommen zurück und der Drang zu handeln ebenso. Was ist da eben passiert? Das Krachen kam von dem Motorrad, als es auf die Autobahn aufgeschlagen ist. Der Fahrer hat die Kurve beim Auffahren zu eng genommen. Das Quietschen stammte von der durchgetretenen Bremse, die Felix aus vollster Kraft betätigt hat, um irgendwie vor der Unfallstelle zum Stehen zu kommen. Und das Durcheinander vor meinen Augen ist entstanden, als es den Motorradfahrer mitsamt seinem Motorrad über mehrere Spuren des Highways geschleudert hat. Ein furchtbarer Anblick.

Sekunden später springt Felix aus dem Auto und eilt dem Fahrer schnellen Schrittes zur Hilfe. Der versucht sich bereits aufzurappeln. Würde er das bitte unterlassen. Nach so einem Unfall einfach ohne Weiteres aufzustehen, ist nicht unbedingt das schlaueste. Man muss immer mit inneren Verletzungen rechnen. Doch Spanier sind nicht umsonst Spanier: Nachdem der Mann sich von seinem Schock erholt hat und die Umstehenden sein Motorrad auf die Räder gewuchtet haben, ist er nicht mehr aufzuhalten. Er besteigt sein Fahrzeug und besteht darauf, die Fahrt ganz normal fortzusetzen. Noch lange später fragen wir uns, ob wir das irgendwie hätten verhindern können. Als Ausländer hat man in so einem Fall jedoch noch weniger Handlungsspielraum als zu Hause. Man kann sich ja nicht mal ausreichend flüssig verständigen.

Ähnliches haben wir leider schon viel zu oft erlebt. Erst vor wenigen Wochen gab es ein erneutes Schockerlebnis: Wir sind in Italien unterwegs. Es ist bereits später Abend. In der Ortschaft, wo wie in Deutschland 50 km/h zu fahren ist, überholt uns ein Auto mit mindestens 80 Sachen. Nur knapp eine Minute später biegen wir um die nächste Kurve und sehen das furchtbare Szenario. Das Auto steht quer die Fenster, weis von den ausgelösten Airbags und überall liegen Splitter. Öl und Kühlmittel tropft aus dem Motorraum. Der Fahrer selbst steht fassungslos und unversehrt daneben. Ihm müssen anscheinend gleich einhundert Schutzengel auf einmal zur Seite gestanden haben.

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#322 Die Brombachseen & der Altmühlsee – was es dort zu sehen gibt?

Der kleine Brombachsee zählt, seit ich denken kann, zu meinen liebsten Ausflugszielen in Bayern. Einst gab es nur den einen, den kleineren der beiden Seen. Dann entschied man, dass nur ein toller See viel zu wenig sei. Man schaufelte ein neues Loch, viel größer als das erste und schippte einen hohen Damm. Bald kam das Wasser und ein neuer See war geboren: der große Brombachsee. Das Coole daran ist, dass ich das alles mit eignen Augen mit ansehen durfte. Okay, nicht jeden einzelnen Moment davon. Aber eben die grundlegende Entwicklung und die einzelnen Schritte. Bei jedem Besuch dort entstand ein neuer Blick auf die Landschaft und irgendwann stand ich dort vor einem einzigartigen neuen Gewässer. Als das alles dort vonstattengegangen ist, war ich noch sehr jung und mir erschien das Ganze wie Zauberei. Nur dank ein paar riesiger Bagger und einem großen Loch entstand plötzlich ein völlig neuer See. Das muss doch Magie sein!

Diese Magie hat die Region um die Brombachseen für mich bis heute behalten. Ich unternehme noch regelmäßig Tagestrips oder Wochenendausflüge in die Region. Es gibt dort so viel zu sehen und zu erleben. Bade am kleinen Brombachsee, umrunde die Seen zu Fuß oder mit dem Fahrrad, spaziere auf dem Damm mit je einem See zu deiner rechten und einem See zu deiner linken Seite. Unternimm eine Schiffstour auf dem großen Brombachsee oder spring ins Auto und lerne den Altmühlsee kennen.

Auch der Altmühlsee ist ein wunderbares Ausflugsziel. Nur eine kurze Fahrt von den Brombachseen entfernt, erwartet dich ein kleines Naturparadies. Auf der geschützten Insel mitten im Altmühlsee leben zahllose Vogelarten in einem sicheren Umfeld. Durch Holzbrücken ist die Insel mit dem anderen Seeufer verbunden. Auf einem ruhigen Spaziergang genießt du die Stille der Natur und kannst sogar auf einen Aussichtsturm hinaufklettern.

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#321 Seen im Süden von München – Starnberger See

Eine meiner schönsten Kindheitserinnerungen mit meinem Onkel ist der Tag, an dem wir gemeinsam mit dem Segelboot meiner Oma hinaus auf den Starnberger See gefahren sind. Der Wind spannt die weißen Segel und die Sonne lässt das Wasser glänzen. Während mein Onkel die kleine Nussschale zielsicher durch den See navigiert, springe ich vom Bug ins glasklare Wasser und ziehe mich an der kleinen Leiter am Heck wieder an Bord.

Heute schätze ich den Starnberger See aber nicht nur wegen dieser Erinnerung. Immer wieder hat er mich wie magisch angezogen. Kein Wunder! Während man ein entspannendes Bad genießt, kann man in der Ferne das fantastische Bergpanorama der Alpenkette genießen. Besonders schön ist es, wenn die Berggipfel schon durch eine feine Schneeschicht bedeckt sind – auch wenn dann das Wasser schon ziemlich kalt sein kann. Aber auch wenn man keine so begeisterte Wasserratte wie ich ist, kann der Starnberger See überzeugen. Entlang des Ufers gibt es kilometerlange Spazierwege und die Grillplätze laden zu einem gemütlichen Abend mit Freunden ein. Es gibt sogar ein paar wenige Plätze, an denen echte Lagerfeuer erlaubt sind! Auch eine Übernachtung in einem der unzähligen Hotels entlang des Sees ist eine wunderschöne Erfahrung. Das Frühstück mit Seeblick schmeckt einfach noch einen Ticken besser.

Alles in allem wird der Starnberger See immer ein schönes Erlebnis für mich bereithalten. Bis jetzt hat er mich auf jeden Fall noch nie enttäuscht. Wer auf der Suche nach ein bisschen Abwechselung ist, sollte auch dem hübschen Ammersee einen Besuch abstatten… oder dem Staffelsee… oder dem Kochel-, Walchen- oder Tegernsee. Dann gibt es aber auch noch die ganzen kleinen Weiler dazwischen… Man merkt schnell: Bei so einer Auswahl wird jeder fündig und seinen eigenen Lieblingssee bald finden!

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#320 Hamburgs schönste Sehenswürdigkeiten

Hamburg ist eine Stadt mit einer ganzen Menge Wohlfühlflair. Ich liebe Hamburg, weil ich mich dort mit jedem Besuch mehr und mehr zu Hause fühle.

Ich war bereits dreimal in Hamburg und jedes Mal habe ich dort eine neue tolle Entdeckung gemacht. Es gibt einfach so viel zu sehen! Doch welche der vielen Sehenswürdigkeiten sind denn nun die schönsten? Auch wenn ich mir schwertue da eine Rangordnung herzustellen, kann ich zumindest grundsätzlich sagen, welche Sehenswürdigkeiten Du auf deinem Hamburgtrip auf jeden Fall gesehen haben solltest.

Da wäre als Allererstes die Speicherstadt. Wer als Kind die Pfefferkörner geschaut hat, der weiß sofort, wovon ich spreche. Alte, riesengroße Lagerhäuser und dazwischen breite Wasserkanäle, auch Fleet genannt. Für Wasserfans und Fans von architektonischen Highlights ist die Speicherstadt der Place-to-be in Hamburg.

Des Weiteren solltest Du auch unbedingt einen Besuch bei der Fontäne auf der Binnenalster einplanen sowie einen ausgedehnten Bummel durch die Altstadt. Solltest du im Sommer nach Hamburg fahren, kann ich dir auch eine Tretboottour über die Alster nur ans Herz legen. Ruhe, Sonne und ein wenig sportliche Betätigung – ein guter Ausgleich auf einem Städtetrip.

Ebenso gut hat mir der Hamburger Dom gefallen und auch die Reeperbahn sollte man einmal gesehen haben.

Den Artikel schließen möchte ich mit dem wohl spektakulärsten Gebäude der Stadt: der Elbphilharmonie. Wer von sich sagen möchte „Ich war in Hamburg“, der muss auf jeden Fall einen Blick auf die Elbphilharmonie geworfen haben. Alles andere ist so was wie ein kleiner Verrat an die Kultur der Stadt. Gleichsam kannst Du dann noch einen kurzen Blick auf die großen Hafenanlagen nahe der Philharmonie werfen.

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#319 Was macht den Flair von Großstädten aus?

Lass dir das von jemanden sagen, der bereits ein komplettes Jahr in einer Millionenmetropole gelebt hat: Großstädte sind etwas ganz Besonderes! Heute möchte ich dir erzählen, was mir an Großstädten so gut gefällt.

Beginnen wir mal mit dem Offensichtlichen: In Städten mit vielen Einwohnern ist immer etwas geboten. Man muss nur vor die Tür gehen und schon fällt alle Langweile von einem ab. Es gibt eine riesige Auswahl an Restaurants, Cafés, Kleiderläden und Supermärkten. Wer auf Abwechslung steht, der ist in seinem persönlichen Paradies auf Erden angekommen.

Mir gefällt an Großstädten außerdem der Sog der Massen. Im überfüllten Madrider Zentrum wirst Du von den Menschen herum quasi mitgerissen. Das Leben, die Geschwindigkeit und die vielen Geräusche. Das alles ist ansteckend und gibt dir das Gefühl, Teil eines großen Ganzen zu sein. Du bist nicht allein, sondern gehörst dazu. Manch einer mag zwar sagen, dass man in Großstädten durch all ihre Anonymität besonders leicht einsam sein kann, aber ich wage dem entgegenzusetzen, dass derjenige einfach nur die falschen Großstädte besucht hat.

Mir persönlich gefallen vor allem die Metropolen des Südens. Allen voran Rom und Madrid. Beide Städte verkörpern pure Lebensfreude und eröffnen so viele Chancen. Und beide bieten Rückzugsorte, um der Großstadthektik auch mal zu entkommen. Ich muss ehrlich sagen, dass mir Rom manchmal gar nicht wie eine Metropole vorkommt. Schon wenige Straßenecken von der spanischen Treppe entfernt, kannst du absolute Ruhe und Idylle finden. In Madrid gibt es zu solchen Zwecken unendlich viele Grünflächen. Allen voran den Parque el Retiro.

Großstädte verzaubern mich und schenken mir Perspektiven, die ich nie für möglich gehalten hätte. Wenn ich noch einmal die Möglichkeit bekommen sollte, in einer solchen zu leben, würde ich dazu höchstwahrscheinlich nicht Nein sagen. Solange es die richtige Großstadt ist!

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#318 Mallorca – die Feiermeile! Oder steckt da mehr dahinter?

Mallorca. Was sind da bloß eure ersten Assoziationen? Ja klar, viele denken jetzt an Alkohol in Massen, Partypeople everywhere, peinliche Urlauber mit Socken in Sandalen und ganz vielleicht noch an schöne Buchten mit türkisem Meer. Wahrscheinlich so ziemlich in dieser Reihenfolge. Da bringt einem der Gedanke an die Traumbuchten eigentlich auch nicht wirklich was. Denn wer will diese schon mit Abertausend anderen teilen. Wir auf jeden Fall nicht! Wir stehen total auf verstecke Plätze. Am glücklichsten sind wir, wenn wir auf jeder Reise mindestens einen davon entdecken. Einen Ort, den wir ganz für uns haben und der nicht von Hunderttausenden vor uns schon betrampelt worden ist. Klingt das auch nach etwas für euch? Dann empfehlen wir euch ganz klar Mallorca außerhalb der Saison. Deswegen sind wir im November (leider nicht dieses Jahr) nach Palma geflogen!

Mallorca wird zwar auch im November nicht zum Geheimtipp und neue Strände oder versteckte Orte werdet ihr auf dieser Insel wohl kaum noch finden, aber ihr werdet trotzdem etwas besonders erleben. All diese schönen Plätze werden ganz für euch da sein. Im Sommer überschattet vom Massen- und Partytourismus, kommen die kleinen und großen Schätze der Insel gar nicht genug zum Strahlen. Doch in der kalten Jahreszeit kann man die Strände oft ganz alleine genießen. Und so kalt ist es da übrigens auch im Herbst gar nicht. Zumindest im November, als wir da waren. Wir sind zum Teil kurzärmelig herumgelaufen und hatten noch sehr viele Sonnenstunden. In den Abendstunden haben wir uns dann in ein leichtes Fleece gekuschelt. Nur zum Schwimmen hat es dann doch nicht gereicht. Dafür haben wir uns all die Orte, von denen man so oft hört, mal völlig ungestört angucken können, so viel Entspannung getankt wie schon lange nicht mehr und uns die letzte Bräune vor dem langen Winter abgeholt…

Auch wenn Corona uns derzeit einen Strich durch die Rechnung macht: Wir können ja immer noch unsere Hoffnung auf 2021 setzen und eventuell Mallorca im Frühjahr genießen!

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Technik

#317 Plug and Play? Pustekuchen!

Julia und ich sind endlich mal wieder auf Reisen. Das Negative? Das Arbeiten fällt unterwegs immer schwieriger und das liegt nicht nur an den fantastischen Dingen, die man stattdessen machen kann. Dieses Mal scheitert es an einer Komponente, die normalerweise komplett unkompliziert ist: Mein USB-Stick will einfach nicht mit meinem Laptop harmonieren. Ich wollte eigentlich nur schnell einen Text schreiben, ihn auf den USB-Stick ziehen und Julia überreichen. Dann kommt die ernüchternde Erkenntnis. Seitdem ich Linux Arch auf meinem Laptop installiert habe, hatte ich noch keinen USB-Stick angeschlossen. Nach dem Anschließen passiert erstmal… nichts. Ich kann nicht auf den Stick zugreifen!

Nach einer kurzen Google Suche – den mobilen Daten sei Dank – befinde ich mich endlich auf dem Weg zur Lösung des Problems. Mit dem Befehl „lsblk“ lasse ich mir die angeschlossenen Datenträger samt ihrer Partitionen anzeigen. Meinem USB-Stick wurde die Bezeichnung sdc1 zugewiesen. Nach dem Befehl „sudo mount /dev/sdc1 /mnt/usb“ habe ich endlich Zugriff auf die gespeicherten Dateien. Gleich darauf überkommt mich aber wieder Ernüchterung: Zugriff ja, aber nur Lesezugriff! Ich kann also sämtliche gespeicherten Dateien öffnen oder abspielen, aber weder verändern noch neue Daten hinzufügen. Google wird also wieder zurate gezogen. Auch dieses Problem haben glücklicherweise (für mich) schon andere gehabt. Die Lösung soll sein, den USB-Stick neu zu formatieren. Dafür müsste ich allerdings ein Komplettbackup des Sticks machen, da ich keine der 64GB gespeicherter Daten verlieren möchte. Das denke ich mir, ist nun aber endgültig zu viel und beschließe dieses Linux-Abenteuer lieber in den trauten vier Wänden meines zuhause einzugehen und mir die Reisestimmung nicht weiter verhageln zu lassen. Den Text schicke ich dann doch lieber dank des Mobile-Daten-Hotspots per E-Mail an Julia. Was habe ich daraus gelernt? Erstens sollte ich die Plug and Play Funktion dringend nachrüsten und zweitens sollte ich wohl einmal alle meine USB-Sticks einmal an meinen Laptop anschließen und gegebenenfalls formatieren, um weitere solcher Überraschungen auf Reisen zu verhindern.

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Technik

#316 Youtube-dl: maximale Videoqualität, Flexibilität und Datensicherheit

Wer kennt das nicht? Man schaut gerade einen Film an und plötzlich stockt er und das Video fängt das Laden an. Mist, die Internetverbindung ist wohl gerade eingebrochen! Manchmal kommt es aber noch schlimmer und es liegt ein Problem beim Internetanbieter vor und das Internet geht die nächsten Stunden gar nicht. Damit ich mir solche Überraschungen sparen kann, bin ich vor einiger Zeit darüber übergegangen, mir meine Videos und Filme mit dem Programm Youtube-dl herunterzuladen. Auch wenn der Name anders vermuten lässt, ist es mithilfe von Youtube-dl möglich, Videos von über 100 verschiedenen Seiten herunterzuladen.

„Videos herunterladen? Das ist doch bestimmt illegal“, könnte man jetzt denken. Dem wirken zwei Dinge entgegen. Das wichtigste ist das Stichwort Privatkopie. In Deutschland ist es nämlich erlaubt, sich Videos im Rahmen der Regulierungen der Privatkopie herunterzuladen, falls die Quelle nicht eindeutig illegal und kein Kopierschutz umgangen wird. Dass kein Kopierschutz umgangen wird, stellt Youtube-dl auch von sich aus sicher. Falls ein Kopierschutz (DRM) vorliegt, wird Youtube-dl diesen nicht umgehen. Aber IANAL und deswegen sollte sich jeder noch einmal individuell mit der Rechtslage beschäftigen und dann eine eigene Entscheidung treffen. Ich benutze Youtube-dl bis jetzt ausschließlich auf Youtube und Twitch. Auf Twitch lässt sich die Regelung der Privatkopie meiner Meinung nach sowieso immer anwenden. Auf Youtube beschränke ich mich auf die offiziellen und auf mich integer erscheinenden Kanäle. Es gibt aber auch Stimmen im Internet die erklären, dass alle Videos auf Youtube von der Privatkopie erfasst sind, da man sich darauf berufen kann, dass Youtube illegal hochgeladene Videos von sich aus entfernt und man daher grundsätzlich nicht davon ausgehen kann, dass ein Video offensichtlich illegal ist. Mir ist diese Handhabung aber persönlich ein wenig zu heikel.

Gerade für offizielle Channel eignet sich Youtube-dl meiner Meinung nach perfekt. Man lädt sich die gewünschten Videos einfach über Nacht herunten und kann sie dann tagsüber auch komplett ohne Internetverbindung konsumieren. Mehr Informationen finden sich auf der offiziellen Github-Seite von Youtube-dl.

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Lifestyle Reisen

#315 Reisesongs, die mich weit weg bringen

In Lieder stecken Gefühle. Gefühle und Erinnerungen. Gefühle, die viel können. Und Erinnerungen, die dich in eine andere Welt bringen. Das Reisen verbinde ich mit so viel Musik und Klängen. Seien es die kubanischen Rhythmen, die in Havanna aus jeder Bar erklingen oder das sanfte Rauschen des Ozeans. Das alles ist Musik in meinen Ohren und geleitet mich an Orte, die ich in meiner Vorstellung oder in meinem Herzen verborgen finden.

Einst saß ich hoch oben in den Wolken, mein Flugzeug nahm Kurs auf Varadero in Kuba und in meinen Ohren ertönten die zarten Klingen von Ed Sheeran. Barcelona. Seitdem brauche ich bloß dieses Lied einzuschalten, meine Augen zu schließen und schon bin ich wieder zurück in diesem Flugzeug. Das lustige daran ist, dass Fliegen mir eigentlich panische Angst macht. Normalerweise reicht ein Gedanke daran, um mich in Unruhe zu versetzen. Doch dieser Augenblick und dieses Lied lassen mich jegliche Angst vergessen. Ich denke nur daran, wie glücklich ich in diesem Moment war und an den tollen Ort, an den mich das Flugzeug gebracht hat.

Ein weiteres Lied, das ich mit dem Reisen verbinde, ist „In love with the world“ von Aura Dione. Sie singt davon, dass sie nie lange an einem Ort bleiben kann und das das eben ein Teil ihrer Persönlichkeit und ihres Lebens ist. Das kann ich nur allzu gut nachvollziehen. Reisen ist für mich mein Lebenselixier und die beste Medizin gegen fast jede Art von Kummer. Packe ich meine Taschen und starte in ein neues Abenteuer, entsteht da ein Frieden in mir, den ich sonst vermisse.

Musik ist toll. Reisen ist unglaublich. Beides in Kombination ist eine erstklassige Garantie für gute Laune und Positivität. Ich hoffe noch viele tolle Reisen zu erleben und noch viele einzigartige Lieder zu hören. Lieder, die mich berühren, und Reisen, die mich wachsen lassen. Ich reise mit den Augen, dem Herzen, aber auch mit den Ohren. Das ist Reisemusik.

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Lifestyle

#314 Natur statt Stadtabenteuer

Wir alle brauchen Abstand. So lautet die Devise. Ich schreibe diesen Artikel im Hinblick auf die kommenden Wochen. Wir alle brauchen einen Ausgleich vom vielen Drinnen-Hocken. Frische Luft und kleine Unternehmungen sind da willkommen. Jetzt ist es an der Zeit, sich auf die Natur zu beschränken. Und zwar am besten auf Natur ab vom Schuss – damit sind die weniger frequentierten Naturziele gemeint. Was kannst du also tun – jetzt, wo du keine Reisen oder ausgedehnten Tagesausflüge mehr unternehmen solltest?

Nun ganz einfach, wir suchen uns kleine Mini-Ausflüge direkt vor unserer Haustür. Das kann ein Spaziergang durch einen nahen Wald sein oder ein Fahrradtrip zum nächsten See. Achte dabei darauf, dass du dir nicht die beliebtesten Ziele der Region herauspickst und dann kann der Spaß beginnen.

Du wirst sehen, die Natur tut gut. Das hat sie schon immer und tut sie noch immer. Die Natur hat etwas zu bieten, das die meisten Städte nicht können: Ruhe, Idylle und Entspannung. Städte sind oft hektisch und schnelllebig, aber in der Natur fallen Stress und Eile von dir ab. Du atmest wieder durch, befreist dich von Chaos, Druck und Enge. Lass dich darauf ein und du wirst mit Sicherheit nicht enttäuscht werden.

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Technik

#313 HTTP Adaptive Streaming – warum es jeden etwas angeht

Auch wenn es den wenigsten bekannt ist, begleitet HTTP Adaptive Streaming (kurz: HAS) einen jeden von uns fast jeden Tag. Wie das letzte Wort schon vermuten lässt, handelt es sich bei HTTP Adaptive Streaming um eine Technologie, die beim Streaming über das HTTProtokoll eingesetzt wird. Und was bedeutet das jetzt?! Wann immer du dir ein Video bei YouTube reinziehst oder Netflix & Chillst – HTTP Adaptive Streaming liefert das Video von dem Datenserver auf dein Handy, Tablet, Laptop oder Rechner. Damit man ein möglichst gutes Videostreaming Erlebnis hat, ist die übertragene Videoqualität abhängig von der Verbindungsstärke. Verändert sich die Qualität der Internetverbindung, passt sich die Übertragungsqualität mit an – sie adaptiert sich also. Spätestens jetzt sollte auch dem technisch nicht versierten Nutzer ein Licht aufgehen, an wie vielen Stellen im Internet man dieser Technologie begegnet. Kurzum, HTTP Adaptive Streaming ist aus unserem derzeitigen Leben fast nicht wegzudenken. Damit auf die Übertragungsgeschwindigkeit beim Endbenutzer vernünftig eingegangen werden kann, ist es selbstverständlich notwendig, die Videodatei in mehreren Qualitätsstufen vorzuhalten. Das Video wird dann in sogenannte Chunks zerlegt und ausgeliefert.

Meinen ersten tieferen Kontakt mit HAS hatte ich beim Schreiben meiner Bachelorarbeit. Ich untersuchte, inwiefern der Hintergrund eines eingebetteten Videos die erfahrene Dienstgüte des Endnutzers beeinflusst. Wen jetzt der Wissensdurst gepackt hat, sollte sich unbedingt weiter in die Thematik einlesen. Es gibt unzählige Studien und Publikationen über HTTP Adaptive Streaming und – der Informatik sei Dank – sind ein Großteil vom Internet aus zugänglich. Ein guter Ausgangspunkt ist die Suche von Google Scholar. Eine Vielzahl der Paper sind kostenlos abrufbar.

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Technik

#312 – Mein Weg nach Windows 7?

Nach jahrelangem Hadern habe ich mich letzten Sonntag endlich dazu überwunden. Ich habe von Windows auf Linux gewechselt! Mit dem Supportende von Windows 7 musste ich mich zwangsläufig um ein neues Betriebssystem kümmern. Windows 8 schloss ich von Vorhinein aus und mit Windows 10 werde ich auch nicht so wirklich warm. Ein guter Freund von mir hatte vor Kurzem angefangen, sich mit der Distribution Arch auseinanderzusetzen und bot mir kurzerhand an, mich beim Wechsel zu unterstützen.

Nach dem erfolgreichen Sichern aller relevanten Daten schließen wir also das CD-Laufwerk mit einer bootfähigen Version von Arch an. Der erste Schritt in die neue Welt von Linux ist absolviert. Bei Arch handelt es sich um eine recht rudimentäre Distribution. Man muss praktisch alles manuell installieren. Am Anfang läuft alles ausschließlich über die Konsole. Zuerst erstellen wir auf meiner 128GB SSD drei Partitionen: Boot, Home und Swap. Die 1TB HDD bietet genügend Speicherplatz für Daten. Nach dem Formatieren und mounten stellen wir über LAN eine Internetverbindung her. Im Anschluss laden wir erst einmal eine ganze Menge Standardpakete herunter und konfigurieren das Betriebssystem. Nach etlichen Stunden und einem Neustart können wir uns zum ersten Mal mit unserem eingerichteten Benutzerkonto einloggen. Damit ich die Linuxwelt nicht nur über die Konsole entdecken muss, installieren wir zum Abschluss noch ein paar Treiber und das grafische Fensterverwaltungssystem Awesome – das ich ganz dem Namen entsprechend richtig awesome finde!

Am Abend machen wir fürs Erste einmal erschöpft Schluss. Mir raucht der Kopf ganz gewaltig und ich frage mich ein wenig, ob es doch eine Schnapsidee war, auf Linux und dann auch noch auf die nicht ganz unanspruchsvolle Distribution Arch zu wechseln. Auch mein fleißiger Helfer macht sich ein wenig Sorgen um mich. Glücklicherweise bringt der nächste Tag neue Kraft und auch neue Freude. Nach einer knappen Woche Benutzung bin ich bis jetzt ziemlich begeistert. Auch wenn es immer noch zuweilen ein wenig holprig zugeht, komme ich im Großen und Ganzen super zurecht. Wer es auch mal ausprobieren will, sollte sich in die Anleitung für Einsteiger des ausgezeichneten Arch Wikis vertiefen.

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#311 Deine Sicht ist die Sicht auf die es ankommt

Sag es dir so oft du kannst. Denn es ist wahr: Deine Sicht ist die Sicht, auf die es ankommt! Das ist sie schon immer gewesen und wird es auch bis ans Ende deines Lebens sein. Doch was heißt das ganz genau? Wie ist es zu interpretieren und wie wendest du dein neues Mantra an?

Nun zu allererst musst du dir klarmachen, dass du nicht Selbsthingabe mit Egoismus verwechseln darf. Das Ziel ist es nicht, die Meinungen und Ansichten anderer als nutzlos und überflüssig abzutun. Es geht auch nicht darum, sich ausschließlich auf den eigenen Willen zu fokussieren. Was vielmehr hinter der Phrase steckt, ist die Tatsache, dass nur du wirklich entscheiden kannst, was für dein Leben wichtig ist. Nur du bist du selbst. Kein anderer kennt deine Gefühle, Sehnsüchte und innersten Gedanken. Deshalb kann auch kein anderer für dich urteilen oder Entscheidungen treffen. Das bleibt für immer in deinen Händen. Nur das Ausmaß sollte von Situation zu Situation angepasst werden.

Werden wir mal konkreter. Bei der Sache mit der Sicht geht es nicht unbedingt um die winzigen Alltagsentscheidungen, sondern vor allem um dein grundlegendes Mindset. Dein Mindset muss dir und deinem Leben entsprechen. Es bringt dir rein gar nichts, wenn du immer nach den Fäden unbekannter Puppenspieler tanzt. Du musst mit dem glücklich sein, was du lebst. Das wirst du aber nur werden, wenn du deine Handlungen mit deiner Art zu Denken in Einklang bringst.

Viele Menschen versuchen sich auf Biegen und Brechen anzupassen. Doch das führt meistens zu Unglück und gekrümmten Rücken. Möchtest du aufrecht stehen und mit einem Lächeln durch die Welt spazieren? Dann sorg dafür! Es ist deine Aufgabe, glücklich zu werden. Glücklich wirst du, wenn das, was du lebst, das ist, was dir dein inneres Gleichgewicht vorspricht. Dazu brauchst Du weder die Meinungen anderer noch ein positives Feedback. Alles was zählt, ist, dass du zufrieden bist mit dem, was dabei herauskommt.

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#310 Meine Erfahrung mit Erasmus+

Zwei Semester in Spanien. Das sind zehn Monate voller Abenteuer, neuer Bekanntschaften, fremder Tradition und unvergesslicher Erinnerungen. Hinter alldem steckt jedoch noch vielmehr. Denn all das wäre ohne Erasmus+ nicht möglich gewesen. Doch wie läuft ein Jahr Erasmus+ im Ausland ab? Was musst du beachten und wo liegen mögliche Stolperfallen. Hier und heute gebe ich dir einen Einblick in meine Erasmus+ Erfahrungen.

Relativ schnell stand fest, wann und wohin ich ins Ausland wollte. Es sollte in den Süden gehen und am liebsten gleich für ein Jahr. Also gehst du auf die Homepage deiner Universität und klickst dich durch die Angebote, die für dein Studienfach angeboten werden. Anschließend wendest du dich an den entsprechenden Betreuer. Meistens betreut ein Dozent eine bestimmte Universität, manchmal auch eine ganze Stadt, ein komplettes Land oder ein komplettes Fach. Das kommt immer drauf an. Sobald du deinen Koordinator von dir überzeugt hast, wirst du dem Auswärtigen Amt als Kandidat vorgeschlagen.

Dann beginnt der lustige Bewerbungsprozess von vorne. Was mussten wir nicht alles einreichen: Motivationsschreiben, Lebenslauf und nicht zu vergessen das leidige Learning Agreement. Im Learning Agreement stellst du die Veranstaltungen deiner Heim- und Partneruniversität gegenüber. Du wägst ab, welche Veranstaltung sich gut eignen würde, um sie nach deiner Rückkehr anerkannt zu bekommen. Dieses Learning Agreement muss sowohl deine Heimat- als auch deine Auslandsuniversität unterschreiben. Diese Unterschrift ist Voraussetzung für den erfolgreichen Antritt deines Erasmus+ Aufenthaltes. Doch ich musste um sie gehörig kämpfen. Irgendwie war immer irgendjemand nicht zufrieden. Diese Veranstaltung passt nicht in unser Programm und die andere Veranstaltung bieten wir gar nicht mehr an. Nach zigtausend Telefonaten, Mails und Bürobesuchen stand dann endlich fest: Juhu, ich kann nach Madrid! Erasmus+ ist toll, aber auch eine aufwendige Organisationsfalle. Trotzdem: Ich kann es dir nur empfehlen!

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#309 Bayern Top 3 Seen

Bayern ist ein schönes Bundesland. Ich habe schon an einigen Seen nahe meiner Heimat eine tolle Zeit verbracht. Meine Favoriten stelle ich euch heute vor.

1. Brombachsee

Klein aber fein. Nahe des schönen Altmühltals entstand erst eine und bald darauf noch eine zweite große Pfütze. Die beiden Brombachseen. Beide sind wunderbar und wie gemacht für einen Badetag am See. Du kannst sie auch mit einem Fahrrad umrunden, es gibt zahlreiche Restaurants und auch ein großes Schiff tuckert über den See.

Zum Baden gehen wir lieber an den kleinen Brombachsee als an den großen. Allerdings sind einige der Strandabschnitte am kleinen See inzwischen von Wakeboardanalgen und einer noblen Bar in Besitz genommen worden. Das ist ziemlich schade.

2. Königssee

Der Königssee ist das Naturparadies Bayerns. Dafür ist er zum Schwimmen nicht so gut geeignet, da er meistens frostig kalt ist. Nur im Hochsommer überschreitet er für eine kurze Zeit die 20 Grad Marke.

Am Königssee gibt es zahllose tolle Unternehmungen. Beispielsweise kannst du auf den Jenner fahren oder wandern, einen Berg, der direkt neben dem See aufragt. Während des Aufstiegs hast du nur selten einen Blick auf den See, aber von oben am Aussichtspunkt lassen sich wunderbare Panoramaaufnahmen machen.

Außerdem solltest du unbedingt den kleinen Spazierweg namens Malerwinkel direkt am See belaufen und den Ausblick bei der Rabenwand genießen.

3. Chiemsee

Der Chiemsee ist ein wahres Seenparadies. Wenn man ihn denn überhaupt noch See nennen kann. Eigentlich könnte er fast schon als Meer durchgehen. Er ist riesig, bietet ein unglaubliches Panorama und lädt seine Besucher ein zu genießen und sich treiben zu lassen. Bei einer Schifffahrt, einem Inselausflug oder einem Badetag holst du das Beste aus dem Chiemsee heraus. Nur auf die Stadt Prien stehe ich nicht besonders.

Vom Chiemsee aus ist es eine Überlegung wert in die nahen Bergwelten zu fahren. Dank einer Seilbahn bist du ruckzuck hoch oben in kühleren Lüften. Im Sommer eine willkommene Abwechslung. So viel steht fest.

Du siehst Bayern hat einige tolle Seen zu bieten. Lass dich verzaubern!

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#308 Essen in Sri Lanka

Ich liebe das Essen in Sri Lanka. Ach, wenn ich nur daran denke…! Ich will sofort wieder dort sitzen. In den kleinen, unordentlich bestuhlten Restaurants voll Trubel und scharfer Gerüche.

Essen in Sri Lanka ist ein wahres Abenteuer. Fürchte dich nicht vor Schlangen, Leoparden oder Mücken, nein… die wahrhaftige Gefahr liegt in der Schärfe des Essens. Ich hoffe, dass die Ironie meiner Aussage zu erkennen ist. Nicht dass noch ärgerliche E-Mails herein flattern, die mir unterstellen, ich verharmlose Dengue-Fieber und Schlangenbisse. Natürlich ist dem nicht so.

Nun aber zurück zur Sri Lankischen Küche. Das Essen ist wie gesagt scharf. Äußerst scharf. Kaum ein Ausländer ist der herkömmlichen Würzung der Einheimischen gewachsen. Das wissen die Köche glücklicherweise. Als Reisender bekommst du spezielle Touristengerichte. Das grundsätzliche Rezept bleibt das gleiche, aber die Gewürze werden um ein vielfaches reduziert. Soßen gibt es für dich nur auf kleinen Extratellern.

Gleich an unserem ersten Abend jedoch haben wir eine interessante Erfahrung gemacht. Die Bedienung hatte vergessen, an den Küchenchef weiterzugeben, dass er für Touristen kocht und so hat er die normale Menge Schärfe ins Essen gehauen. Das war ein Feuerwerk im Gaumen. Ab diesem Moment waren wir für alles gewappnet.

Nach drei Wochen in Sri Lanka erscheint uns inzwischen übrigens jedes asiatische Gericht, das man hier in Deutschland vorgesetzt bekommt, vergleichsweise lasch.

Was macht die Sri Lankische Küche abgesehen von der Schärfe aus? Nun, zumeist haben wir leckere Nudel- oder Reisboxen gegessen. Im Normalfall sind die Speisen mit Lauch, Ei, Karotten und Paprika zubereitet und dampfen in riesigen Mengen vor deiner Nase. Die Portionen sind häufig so groß, dass man sie nur schwerlich aufessen kann.

Ansonsten steht auch das ein oder andere Curry auf der Speisekarte. Die Inselbewohner lassen sich gut und gerne von ihren indischen Nachbarn inspirieren. Du siehst, auf Sri Lanka gibt es Essen für jeden Geschmack.

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#307 Kochen wie ein Local

Beim Reisen probiert man die außergewöhnlichsten Speisen und Gerichte. Man entwickelt seinen Geschmack weiter. Oft verlieben wir uns in neue Rezepte und wollen auch zu Hause nicht mehr ohne sie leben. Doch das ist nicht immer so einfach. Denn um zu kochen wie die Locals braucht man manchmal sehr spezielle Zutaten. Der folgende Artikel soll dir dabei helfen, deine Lieblingsgerichte aus dem Ausland nachzukaufen. Alle Tipps und Tricks haben wir selbst getestet.

1. Fachhandel

Es gibt zwar nicht in jeder Stadt zu jedem Land einen entsprechenden Fachhandel, aber zumindest einen Asialaden haben selbst die kleinsten Städte. Sollte dein Wohnort nicht entsprechend ausgestattet sein, kannst du doch einen kleinen Trip zur nächstgelegenen Großstadt unternehmen. Mit einer vorherigen Lebensmittelrecherche geht das bestimmt nicht in die Hose.

2. Zutaten aus dem Ausland importieren

Du hast dich in ein Gericht verliebt? Und möchtest sie unbedingt auch zu Hause genießen? Na, dann pack deinen Koffer voll mit allem, was du dafür benötigst. Doch achte unbedingt auf die Bestimmung am Zoll. Welche Lebensmittel dürfen im- und exportiert werden. Dazu finden sich gewöhnlich detailreiche Informationen auf der Seite des Auswärtigen Amtes.

3. Zutaten online bestellen

In der heutigen Zeit ist es nun mal für jeden ein Klacks, Waren vom anderen Ende der Welt zu beordern. Bei Lebensmitteln sieht die Sache natürlich etwas schwieriger aus, aber Gewürze oder Ähnliches bekommt man problemlos nach Hause geliefert.

4. Kochkurse belegen

Wer einen ausländischen Kochkurs in seinem Heimatland belegt, der sollte sich vorher erkundigen, wer diesen Kochkurs leitet. Hat derjenige entsprechend ausländische Wurzeln oder anderweitige Belege für seine Expertise in der jeweiligen Küche. Ein Kochkurs ist eine wunderbare Gelegenheit, um in Erfahrung zu bringen, wie man an die benötigten Zutaten kommt und was bei der Zubereitung im Genauen zu beachten ist.

5. In Restaurants nachfragen

Idee Nummer fünf ist zugegeben etwas unrealistisch. Welches Restaurant gibt schon gerne seine geheimen Kochtipps weiter. Wenn du dich allerdings sehr nett und zuvorkommend gibst, dass Essen in den höchsten Tönen lobst, dann könnte doch ein winziger Tipp drinnen sein. Natürlich werden sie dir nicht direkt all ihre Rezepte anvertrauen. Doch Fragen zur Zutatenbeschaffung werden dann möglicherweise gerne beantwortet.

Und wenn alle Stricke reisen, musst du einfach öfters in das Land deiner kulinarischen Träume fahren. Du wirst sehen, wie sehr sich dein Magen auf die nächste Reise freuen wird.

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#306 Dein Ich zu einer anderen Zeit

Wir alle machen Entwicklungen durch. Immerzu. Das Leben ist eine einzige Entwicklung. Deine Entwicklung verläuft im Normalfall nicht geradlinig, sondern in Kurven und Sprüngen. Manchmal gibt es sogar Rückschritte. Doch wenn du mit dir selbst streng genug bist, dann wirst du dich langsam, aber stetig in die Richtung bewegen, die dich mehr in deine Mitte kommen lässt.

Das Interessante an der menschlichen Entwicklung? Wir sind immer wir selbst. Wir sind immer ein Ich. Und irgendwo immer dasselbe. Trotzdem fühlt man sich gegenüber seinem Vergangheits- oder Zukunfts-Ich häufig unglaublich fremd.

Denk doch mal kurz an deine Grundschulzeit. Siehst du da ein kleines Wesen mit Kulleraugen vor dir, das du vielleicht einst flüchtig kanntest oder fühlst du dich selber. Erkennst du dich in dem Menschen, der du einst warst?

Wenn ich zurückblicke, dann sehe ich flüchtige Bilder. Ich sehe schöne Erinnerungen, spüre gefühlte Emotionen und sehne mich nach manchen Momenten. Trotzdem fühlt es sich nie so an, als wäre der Mensch in der Vergangenheit wirklich ich selbst. In der Zwischenzeit habe ich mich so stark entwickelt, dass ich den Menschen, der ich einst war, nur noch als früheres Abbild meiner selbst erkennen kann.

Gehen mir all diese Gedanken im Kopf herum, denke ich mir oft, dass ich mir in meinem früheren Sein gerne alles Mögliche mit auf den Weg gegeben hätte. So viele Dinge, die ich heute weiß, hätte ich früher von Herzen gebrauchen können. Es hätte mir mein sowie auch das Leben anderer leichter gemacht. Doch so ist das eben. Während wir wachsen und neue Erkenntnisse gewinnen, vergeht die Zeit. Wir können unmöglich zurück und das Wissen in der Vergangenheit nutzbar machen. Das, was uns bleibt, ist, die Gegenwart und Zukunft auf Grundlage unseres besten Ichs zu gestalten. Nur so kommen wir voran. Wer immer zurückblickt, der wird festhängen. Doch daran ist rein gar nichts einfach. Die Vergangenheit hat uns geschaffen und geprägt. Wir verbinden mit ihr entscheidende Momente und Menschen.

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#305 Musik im Leben – Der Sound deines Tages

Du erwachst früh am Morgen. In deinen Ohren klingt die Melodie deines Lieblingssongs. Dein Wecker vertönt erst, als du ihn mit einem lauten Knall an die Wand wirst. Bald darauf tippelst du barfuß ins Bad, wo du das Radio einschaltest. Die Lieder im Radio erschallen den Raum und ergeben einen lustigen Mix mit den Wassertropfen deiner Dusche.

Beim Frühstück genießt du die Vögel vor deinem Fenster zwitschern. Darunter mischt sich der Sound der nahegelegenen Straße. Als du dich schließlich auf den Weg zur Arbeit machst, steckst du dir deine Kopfhörer in die Ohren und drehst den Beat auf. Beschwingt eilst du durch die Straßen.

Im Büro angekommen schallt dir schon der Klang des Radios entgegen. Es läuft den ganzen Tag und unterhält euch. Nur in der Pause hast du deine Ruhe davon. Eine winzige Zeit ohne viele Geräusche. Wenn du deine Pause im Freien verbringst, umgehst du sogar das Geschnatter deiner Kollegen. Dafür lauschst du erneut dem Gezwitscher der Vögel.

Für den Heimweg greifst du wieder auf deine Kopfhörer zurück. Die Lieder vom Morgen hören sich zum Abend hin auf einmal ganz anders an. Du wechselst die Playlist. Erschöpft marschierst du nach Hause.

Doch auch zu Hause gibt es etwas zum Hören. Die Nachbarn führen einen geräuschvollen Streit, dein Baby gurgelt zufrieden vor sich hin und auf dem Herd brutzelt das Wasser in vielen Blasen. Ruhig wird es erst, als du dir die Decke über den Kopf ziehst und die Augen bis morgen schließt.

Ist dein Tag ähnlich gefüllt mir Hörmaterial? Höre einmal genau hin. Wir neigen viel zu oft dafür, unsere Sinne taub werden zu lassen. Wir stumpfen ab und geben uns allem nur halb hin. Auf uns wirken pro Tag so viele Eindrücke ein. Seien es Gerüche, visuelle Reize oder eben akustische Phänomene. Es wird Zeit, dass wir wieder bewusster wahrnehmen. Wir müssen uns diese Zeit aktiv einräumen. Hör auf, durch dein Leben zu flattern und geh in einen Zustand, der dich deiner Umgebung vollkommen gewahr werden lässt. Beginne morgen damit ganz genau hinzuhören.

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#304 Liebe für Sonnenaufgänge

Was ist das Faszinierende an Sonnenaufgängen? Da fällt mir eine Menge ein. Beginnen wir mal mit dem Offensichtlichen. Nämlich der Tatsache, dass man für einen Sonnenaufgang normalerweise unglaublich früh aufstehen muss. Ich bin ehrlich gesagt ein ziemlicher Morgenmuffel. Es geschieht nur äußerst selten, dass ich meine Zehnen vor neun Uhr morgens unter der Bettdecke hervorstrecke. Wenn ich mich also freiwillig dazu entscheide, in aller Frühe aufzustehen, um ein Naturschauspiel am Himmel zu genießen, dann ist das etwas Außergewöhnliches für mich, wovon ich jede Sekunde auskosten möchte.

Bevor der Fotoapparat nicht einsatzbereit ist, darf kein Sonnenaufgang starten. Doch manchmal musste ich lernen, dass ein Moment auch als Erlebnis selbst Bestand haben sollte und nicht nur in Form einer fotografischen Erinnerung. Besonders bei Sonnenaufgängen habe ich angefangen, mich dazu zu zwingen, einfach nur dazusitzen und zu genießen. Wenn der Himmel beginnt, sich rosarot zu färben, die ersten Schattierungen von Schwarz zu Grau wechseln und ein kleines Licht nahe des Horizonts zu strahlen beginnt, dann kehrt für wenige Augenblicke Ruhe in meinem Herz ein. Diese Ruhe will ich ganz und gar wahrnehmen.

Sonnenuntergänge finde ich übrigens ein klitzekleines bisschen weniger besonders. Doch auch Sonnenuntergänge sollten zelebriert werden. Dazu gibt es fast jeden Tag die Chance, da die meisten von uns zur Sonnenuntergangszeit hellwach sind und bereits Feierabend haben sollten. Häufig lassen wir uns diese Gelegenheit leider dennoch entgehen. Dabei könnte man tagtäglich so viel mehr daraus machen.

Nimm dir doch einmal Folgendes vor: Du willst pro Monat mindestens einen Sonnenaufgang und um die zwei bis drei Sonnenuntergänge genießen. Überlege dir, welche Orte sich besonders gut dafür eignen würden und welche Menschen du an deiner Seite haben willst. Mit einem leckeren Picknick wird das ganze noch attraktiver. Und noch was: Lass Handy und Fotoapparat von Zeit zu Zeit zu Hause.

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#303 Warum nicht?

Das, was auch immer du tun willst, ist gut und richtig. Es gibt natürlich Dinge, die grundlegend falsch sind, wie zum Beispiel Diebstahl oder Mord. Doch solange du dich dieser und anderer begründeter Grenzen im Klaren bist, hast du in deinen restlichen Lebensbereichen absolute Schaffensfreiheit. Da heißt es nicht mehr „ja, nein, vielleicht“, sondern nur noch „Warum nicht?“.

Du alleine entscheidest, was sich richtig anfühlt. Denn du alleine fühlst, was sich richtig anfühlt. Kein anderer kann sich genügend in dich einfühlen, um wirklich standhafte Urteile ergründen zu können. Das ist nur deine Aufgabe. Deshalb setzte deine Grenzen weit. Geh in dich und finde deine Unendlichkeit. Den Ort, an dem alles möglich erscheint. Denn warum nicht?

Es gibt keinen Menschen, dessen „warum nicht“ für dich einen Rückzugsgrund darstellen sollte. Natürlich nimmt man auf die Menschen, die man liebt, Rücksicht, aber darüber hinaus bist nur du dein eigener Boss. Es bringt rein gar nicht bei den Regeln eines anderen zu spielen.

Warum meinst du wohl, sind so viele Menschen so unglücklich mit ihrem Leben in der Liebe und in ihrem Job. Die Gründe sind offensichtlich. Sie haben ihr „Warum nicht“ vergessen. Sie haben sich zu sehr nach von außen vorgegebenen Reisleinen gerichtet und dabei ihr wahres Begehren aus den Augen verloren. Sie dachten sich, sie brauchen Reichtum und vor allem eins: Anerkennung. Auf Anerkennung folgt Bestätigung. Wer sich bestätigt fühlt, der weiß, dass er dazu gehört. Doch all das ist Schein. Kein Sein. Zugehörigkeit und Bestätigung wirst du nur solange fühlen, bis du einen Schritt zu weit nach rechts oder links machst. Eine Zehenspitze verlässt den Kreis des Normalen und schon war es das mit der allgemeingültigen Akzeptanz. Und was bringt dir das?

Wir sollten die Sache besser gleich aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Frage dich von Beginn an: „Wer bin ICH? Was will ICH? Und WARUM NICHT?“

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#302 Welche Art von Kamera?

Wenn es um Kameraliebe geht, dann scheiden sich die Geister. Heutzutage gibt es zwei klare Fraktionen. Da wären Mr. und Mrs Handy, die immer mehr und mehr Zuwachs bekommen, während bei den Freunden des professionellen Kameraequipments immer mehr die Frage aufkommt, ob es sich überhaupt noch lohnt, all diese Gewichtsmassen durch die Gegend zu schleppen.

Welche Kamera ist für wen die richtige Wahl? Häufig werden in Anfängergruppen der Fotografie ähnliche Fragen gestellt. Ein gutes Beispiel: „Ich fotografiere gerne in der Natur. Welche Kamera soll ich mir kaufen? Oder reicht mir ein fototaugliches Handy?“ Nun, darauf gibt es keine pauschale Antwort. Es kommt immer darauf an, was dein Ziel ist und wie weit deine Passion reicht. Die folgenden Einschätzungen sind aus meinem persönlichen Blickwinkel zu sehen und sollen nicht als ultimative Meinung missinterpretiert werden.

Grundsätzlich würde ich behaupten, dass all diejenigen mit einem Handy bedient sind, die nur ab und zu mal ein paar wenige Fotos knipsen. Vielleicht mal zwanzig Selfies im Urlaub oder einen Schnappschuss vom schönen Sonnenuntergang, der sich gerade zufällig vor deiner Nase abspielt. Als würde jemand aus dieser Personengruppe seine Kamera überhaupt im Gepäck haben. Warum müssen also ein paar Hundert Euro zu Hause in deinem Regal verstauben? Investiere sie in ein besseres Handy und gut ist! Und das sage ich dir als absoluter Verfechter von High End Kameras.

Bei Gelegenheitsfotografen sieht die Sache schon ganz anders aus. Fotografierst du im Urlaub oder bei Familienfesten mit Leidenschaft. Du hast deine Kamera vielleicht nur zu fünf Gelegenheiten im Jahr in der Hand, aber dann verspürst du große Freude dabei? Fein, dann ist eine mittelprofessionelle Kompakt- oder Spiegelreflexkamera genau dein Ding.

Alle anderen, also all diejenigen, die regelmäßig qualitative Fotos schießen wollen, sollten sich zumindest mit dem Gedanken auseinandersetzen, in Richtung Vollformat Kamera zu gehen. Wer es dabei nicht so gewichtsträchtig haben möchte, dem empfehle ich sich mit den neuen spiegellosen Reihen vieler Marken zu beschäftigen.

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#301 Was ist wirklich wichtig?

Über Wichtigkeiten lässt sich streiten. Dem einen geht es um das große Geld, der andere setzt auf die Liebe und der nächste möchte auf einem kleinen Boot um die Welt segeln. Jedem ist also etwas anderes wichtig. Allerdings musst du hierbei Wichtigkeit und Prioritäten unterscheiden. Wichtig ist für viele eine ganze Menge. Nur wissen sie, dass sie manche Wichtigkeiten nicht oder nur schwer erreichen können und fokussieren sich aus diesem Grund auf andere Faktoren.

Die Fähigkeit zu priorisieren ist unabdingbar für ein glückliches, geordnetes Leben. Manchmal übertreiben wir es dabei jedoch und überschreiten die eine oder andere Grenze der Menschlichkeit. Ja, wir werden in unserem Leben nicht alles bekommen, was uns wichtig erscheint, aber müssen wir deshalb jeden Traum aus unserer Realität verbannen? Ich hoffe doch, dass dem nicht so ist! Es muss möglich sein, auch momentan unerreichbare Träume in ihrer Wichtigkeit zu erhalten.

Warum stellen heute so viele Realismus über Wichtigkeit? Nun, höchstwahrscheinlich aus Angst und Unsicherheit. Unsere Welt ist schnelllebig. Wir Menschen gehen leicht verloren. In einem Sog aus Verführung und Zerstreuung lässt der Halt unter den Füßen nach, bis wir willenlos durch die Atmosphäre taumeln. Das ist nicht schön und auch nicht das Ziel des Lebens. Das Ziel sollte es eigentlich sein, im Einklang mit uns und unseren Wichtigkeiten zu stehen. Nicht mit den Wichtigkeiten, die als realistisch und akzeptiert, sondern mit den Wichtigkeiten, für die es sich lohnt zu kämpfen.

Hör also niemals auf damit zu dir selber ehrlich zu sein. Frage dich immer mal wieder auf ein Neues: Was ist mir wichtig und warum ist es das? Sind es meine persönlichen Wichtigkeiten oder Prioritäten, die ich aus der Not oder aus einem Anpassungstrieb heraus getroffen habe? Sehe ich einen Weg, meine Wichtigkeiten wieder ins rechte Licht zu rücken? Denn ein Weg entsteht, wo man ihn geht. So heißt es doch. Wir alle setzen einen Fuß nach dem anderen. Du wirst erstaunt sein, was ein paar kleine Schritte später alles möglich ist.

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#300 Gestrandet im Outback

Es hat 40 Grad Celsius im Schatten. Jedenfalls theoretisch, aber es gibt hier doch überhaupt keinen Schatten! Und überhaupt, es gibt hier weit und breit gar nichts! Keine Wohnhäuser, keinen Supermarkt mit frischen Lebensmitteln und leider auch keine Wasserleitung, aus der man die langsam schwindenden Reserven wieder auffüllen könnte…
Auch wenn man im ersten Augenblick nicht daran denken mag, so kann das australische Outback schnell zu einer lebensgefährlichen Falle werden. Klar, es kann einen auch ganz blöd erwischen und man wird von einer der giftigsten Schlangen der Welt gebissen.

Wahrscheinlicher ist es aber, inmitten der australischen Gesteinswüste zu verdursten, weil zum Beispiel das Auto liegen bleibt oder man sich verirrt hat. Wer sich aufmacht, die ausgetrocknete Mitte Australiens zu durchqueren, sollte deswegen unbedingt im Vorhinein Maßnahmen für den Notfall treffen.

Die allerbeste Möglichkeit, um im Notfall Hilfe zu erhalten, ist ein Satellitentelefon, da das Handy vielerorts natürlich absolut nutzlos ist. Das Problem an den Satellitentelefonen? Sie sind so unglaublich teuer, dass nur die wenigsten sich eines leisten können. Eine andere Option wäre zumindest das Leihen. Falls aber auch das Unterlassen wurde, ist der beste Tipp, beim Fahrzeug zu bleiben. Erstens ist man so leichter zu erkennen und zweitens kann niemand literweise Wasser mitschleppen, die definitiv für einen langen Fußmarsch nötig wären. Um auf sich aufmerksam zu machen, kann man den entleerten Ersatzreifen anzünden. Die dabei entstehende Rauchsäule kann man auch noch in einigen Kilometern Entfernung ausmachen.

Um genügend lange Ausharren zu können, sollten immer ausreichend Vorräte mit im Fahrzeug sein. Es sollten ungefähr 5L Wasser pro Tag pro Person sein plus eine Extraration für den Notfall oder den Kühler. Ein paar Notfallrationen an Verpflegung sind auch nicht zu vergessen. Damit im Zweifelsfall überhaupt nach einem gesucht wird, sollte man die Route und den Zeitplan der Polizei oder einem verlässlichen Freund beziehungsweise Verwandten mitteilen. Das hilft auch ungemein, dich inmitten der australischen Weite zu finden! In jedem Fall wünsche ich „Save travels, mate!“

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#299 Hochtauschen auf Reisen

Vor einigen Jahren waren wir auf der kroatischen Insel Krk unterwegs. Im Hafen machten wir eine interessante Begegnung. Drei junge Mädchen sprachen uns an. Sie spielten das Tauschspiel. Bei diesem Spiel beginnt man mit irgendeinem Gegenstand. Sei es beispielsweise ein Apfel. Deine Aufgabe ist dann einen Tauschpartner zu finden und dir einen wertigeren Gegenstand zu ertauschen. In unserem Fall ging es um eine Packung Gummibärchen. Wir boten eine Sonnenbrillenhülle zum Tausch. Die Mädels nahmen sie fröhlich an und zogen weiter.

Diese Begegnung hat uns zum Nachdenken gebracht. Schließlich hat man diese Geschichten schon öfters gehört. Es gibt Gerüchte, dass es mal jemand vom Apfel zur Villa gebracht hat. Wie auch immer er das angestellt haben soll.

So dachten wir darüber nach, ob man so wohl auch verreisen könnte. Besser gesagt, ob es möglich ist, seine Reise allein durch Tauschgeschäfte zu finanzieren. Wahrscheinlich funktioniert das höchstens zu Teilen. Denken wir es mal durch: Starten wir beispielsweise mit dem obligatorischen Apfel. Du tauschst ihn bestenfalls gegen eine Zugkarte. Doch damit endet der Tausch ja schon. Schließlich musst du die Zugkarte für die Fahrt einlösen und hast danach nichts mehr in der Hand, was du weiter eintauschen könntest. Mit Fortbewegungsmitteln zu tauschen, ist insgesamt immer schwierig, da diese von offiziellen Stellen geführt werden, die nicht an Tauschgeschäften interessiert sind.

Könnte die Tauschidee bei der Unterkunftssuche helfen? Auch hier haben wir ein ähnliches Spiel. Vielleicht findest du jemanden, der dich im Tausch gegen ein Buch eine Nacht bei ihm schlafen lässt. Doch auch in diesem Fall hast du am nächsten Tag kein Gut zum weiter tauschen.

Grundsätzlich kann ich mir vorstellen, dass man mit Tauschen auf Reisen weit kommen kann. Aber nicht mit einem einzelnen Gegenstand. Funktionieren wird es nur, wenn du mehrere Gegenstände hast, die du unabhängig voneinander eintauschst. Doch das ist nun mal nicht Sinn des Hochtausch-Spiels.

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#298 Hello my friend!

Hälloo mai fräänd! Warum ich diesen Satz auf Reisen nicht mehr hören kann? Ganz einfach! Diesen Satz bringen die meisten nur, wenn sie dir etwas verkaufen oder andrehen wollen! Ungeduldig dahin gerotzt, freundlich auf dich eingesäuselt oder mit verengten Augen hervorgepresst. Als echter „friend“ angesprochen fühlt man sich jedenfalls selten.

Diesem Satz folgt normalerweise ein „Where are you from? German? Deutsch! French? Dutch?“ und dann das entsprechende Angebot. Die angepriesene Ware oder die unschlagbar günstige Tour zu einer Sehenswürdigkeit, die man keineswegs verpassen darf, bringen dich nicht zum Stehenbleiben? Auch egal. Dann heftete man sich im Schnellschritt an deine Fersen. Das Geplapper geht weiter, ob du willst oder nicht. Als Reiseanfänger haben wir oft mit aller Freundlichkeit versucht, uns der Situation zu entwenden. Mit einem breiten Lächeln und einem herzlichen „No, thanks!“ kamen wir nur leider nie weit. Es gibt sogar Länder, in denen bist du verloren, wenn du den ersten Ton von dir gegeben hast. Das sehen manche Straßenhändler als offizielle Einladung. Jetzt kann der Spaß beginnen. Ohne jegliches Ende in Sicht.

Erst unter unerfreulichen Beschimpfungen wird irgendwann von dir abgelassen. Dazu muss man aber auch oft erst mal deutlich genug reagieren. Das einfache No aus unserer Anfangszeit reicht da meistens nicht. So weh es uns tut, wir haben gelernt – je nach Ort und Land – bleibt einem manchmal nichts anderes übrig, als den Handelnden rigoros zu ignorieren. Hörst du irgendwas? Das muss der Wind sein! Natürlich ist das alles andere als höflich, aber leider ab und an das einzige Mittel der Verteidigung. Wem bereitet es denn bitte Freude nach einer wohlmeinenden Absage – man kann ja nicht alles kaufen – bitter beschimpft zu werden? Uns jedenfalls nicht! Auch wenn das alles natürlich hier in einer überspitzten Form thematisiert wurde, hat bestimmt die Vielzahl der Reisenden schon ähnliche Erfahrungen gemacht. Wir lieben es, mit Locals ins Gespräch zu kommen und geben uns größte Mühe, immer einen positiven Eindruck zu machen. Doch es gibt auch Grenzen. Schon rein aus Selbstschutz!

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#297 Hustenbonbons auf Reisen

Eines meiner wichtigsten Reisegadgets ist eine große Tüte Hustenbonbons! Warum das? Nun ja, ich reagiere allergisch auf Hausstaub und somit ist mein Hals auch ziemlich reizbar für jede Art von anderem Staub, den man unterwegs so antrifft. Typisch ist es für mich, dass ich während einer Reise aus dem Husten gar nicht mehr herauskomme! Das liegt manchmal daran, dass die Unterkünfte ziemlich staubig sind, aber nicht immer ist das der einzige Grund.

Wenn wir ein Land erkunden, dann am liebsten bis in die abgelegenste Region und bevorzugt da, wo nur selten andere Urlauber vorbeikommen. Doch die Straßen, die an solche Orte führen, kann man nicht immer guten Gewissens als Straßen bezeichnen. Ihr glaubt gar nicht, welche Abenteuer unser treuer Honda schon alle hinter sich gebracht hat. Manchmal bin ich mir nicht sicher, ob er uns dafür liebt oder hasst! Aber ich bin der Meinung, dass auch ein Auto es verdient hat, unsere Welt zu sehen! Wer mich jetzt für verrückt hält, weil ich einem Auto so viele Gefühle zuspreche, dem kann ich wohl kaum etwas Vernünftiges entgegensetzen, außer, dass so viele zusammenverbrachte Kilometer eben zusammenschweißen! Aber stopp, darum geht es hier nicht! Worauf ich eigentlich hinaus wollte, war, dass diese Straßen häufig keine Straßen sind, sondern eher staubige Ruckelpisten. Alles, was wir dann unter unseren Reifen aufwirbeln, führt bei mir zu starken hustenreichen Symptomen! Da wirkt es wahre Wunder, ein befreiendes Hustenbonbon zur Hand zu haben!

Wozu sind Hustenbonbons ansonsten noch gut? Du wirst lachen, aber im unglückseligen Fall stillen sie sogar auch mal deinen Hunger! Zumindest irgendwie annähernd! Manchmal, wenn wir irgendwo sehr spät ankommen oder einfach keinen offenen Supermarkt oder ein annähernd bezahlbares Lokal finden konnten, überbrückt ein Hustenbonbon das erste Magenknurren, bis wir endlich den richtigen Ort zum Essen gefunden haben!

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#296 Havanna entdecken

Wer nach Havanna geht, wird sicherlich nicht enttäuscht werden. Die große und absolut facettenreiche Stadt bietet in jedem Viertel eine andere Seite von sich an. Meine Highlights waren auf jeden Fall der Malecon und die Viertel „Habana Vieja“ sowie „Casa Blanca“. Der Malecon aus dem Grund, dass er beeindruckend und weltbekannt ist. Dennoch war er nicht allzu überlaufen. Ein tolles Extra sind die Wellen, die an manchen Tagen hoch gegen die Mauern schlagen und einen, wenn man nicht aufpasst, nass spritzen.


In „Habana Vieja“ hatten wir unsere Unterkunft. Dieses Viertel ist jedem zu empfehlen, der es genießt, abends durch die belebten Gassen zu schlendern und den Flair der kubanischen Abendstimmung zu genießen. Gute Restaurants gibt es hier in Massen.
Wer allerdings günstig wegkommen möchte, sollte sich von einem Einheimischen ein sogenanntes „Peso-Lokal“ empfehlen lassen. Oder in einer Cafeteria Essen mitnehmen. Am besten bei einer mit besonders vielen Einheimischen davor- meist ein Zeichen der Qualität und der Preiswertigkeit! Etwas negativ aufgefallen ist allerdings gerade in „Habana Vieja“ die hohe Anzahl an Touristen im Vergleich zu den Einheimischen.


In „Casa Blanca“ ist das eher das Gegenteil. Von „Habana Vieja“ aus gelangt man am einfachsten für 1-2 CUC mit der Fähre dorthin (Einheimische bezahlen umgerechnet 20 Cent). Erst mal angekommen sollte man sich Zeit lassen und die Plätze in der Nähe des Fährhafens erkunden und die anderen erst mal ziehen lassen. Anschließend läuft man am besten zu Fuß zur riesigen Jesus-Statue den Hang hinauf. Schon auf dem Weg hat man einen unglaublichen Blick auf die anderen Viertel und den Hafen.


Oben bei der Statue schnell ein paar Fotos mit Havanna im Hintergrund und dann nicht gleich weiter in Richtung Castello, sondern erst mal die hinter der großen Wiese liegenden Wohnviertel erkunden. Hier findet man das „echte Kuba“. Da uns ziemlich schnell der Hunger geplagt hat, sind wir zur einzigen Cafeteria weit und breit gegangen und durften unsere Käsepizza in dem urigsten Garten „Casa Blancas“ verspeisen. Die Besitzerin vermietet übrigens auch Zimmer. Hier scheint die Zeit irgendwie still zu stehen und man hört kaum andere Geräusche als Vogelzwitschern und den hauseigenen Papagei. Ist man allerdings einmal durch das Wohnviertel geschlendert und hat vielleicht zehn Leute angetroffen, hat man auch schon alles gesehen. Deshalb sollte man sich dort nur einmieten, wenn man auf der Suche nach absoluter Ruhe in idyllischster Umgebung ist. Sonst wird einem schnell langweilig werden.


Auch die beiden Castellos sind absolut sehenswert. Das Erste am Weg kostet keinen Eintritt und ist lustigerweise auch weniger besucht. Hier kann man über einiges über Che lernen und sich übers ganze Gelände fast frei bewegen. Zum zweiten Castello führt einen der Weg, wenn man ihm bis zum Schluss folgt. Hier wäre meine Empfehlung aber lieber die Außenmauern zu erkunden, die auch einiges (unter anderen einen genialen Ausblick aufs offene Meer) zu bieten haben und so dem Eintrittspreis zu entgehen.


Casa: Das Angebot an Casas ist zahlreich. In „Habana Vieja“ wurden wir nach nur zwei Versuchen fündig und haben 30 CUC die Nacht bezahlt. In anderen Vierteln sollte sich das dementsprechend genauso einfach, wenn nicht sogar noch einfacher gestalten.

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#295 Immer mit der Ruhe

Reisen ist nicht immer einfach. Es wird Situationen geben, die dich herausfordern und manchmal vielleicht sogar Momente, in denen dir dein Atem stockt. Du wirst möglicherweise beängstigende Erfahrungen machen oder Hindernisse zu bewältigen haben. Das alles passiert. Doch keine Sorge für die meisten Situationen gibt es eine Lösung. Wir alle erleben Reisepannen und Herz-Aussetzer-Momente. Ins Auge gehen davon zum Glück die wenigsten.

Grundsätzlich gilt: Wenn du in eine beängstigende oder sogar bedrohliche Situation gerätst, ist das Wichtigste, dass du die Ruhe bewahrst. Zumindest irgendwo in dir drinnen. Denn du musst in der Lage sein, klar zu denken. Nur dann kannst du auch die richtige Entscheidung treffen und bestmöglich reagieren. Einfach ist das keineswegs, aber sicherlich der allerbeste Selbstschutz, den du in so einem Moment haben kannst.

Wenn die Situation die Möglichkeit bietet, nimm dir eine kurze Sekunde, atme tief durch und wäge deine Alternativen ab. Es ist keine Schande, eine Situation gefährlicher einzuschätzen, als sie das ist. Geht es beispielsweise um das Verständigen der Polizei, haben wir oft gewisse Hemmungen. Schließlich möchte man die Polizei nicht mit unwichtigen Problemen von der Arbeit abhalten oder sich mit einer unnötigen Panik blamieren. Doch es gibt eben auch Situationen, in denen jede Sekunde zählt. Solltest du also grundlegend das Gefühl haben, dass du in der Gefahr, in der du dich befindest, polizeiliche Hilfe benötigst, dann zögere nicht zu lange. Ruf direkt an und schildere deine Lage. Ähnlich ist es auch mit medizinischen Maßnahmen. Man sollte, wenn es geht, schon immer das Für und Wider abwägen. Doch wenn es dein Bauchgefühl dir rät, dann such den Arzt lieber einmal zu viel als zu wenig auf. Jedenfalls, wenn du dich in einem Land befindest, dessen medizinisches System verlässlich genug ist.

Reisen ist wunderbar, aber Reisen birgt trotzdem auch seine Risiken. Manche haben wir natürlich auch zu Hause oder grundsätzlich in unserem Heimatland. Doch im Ausland sind uns manche Gefahren neu oder unbekannt und die Abläufe sind anders, als wir es gewohnt sind. Da ist Vorsicht in dem einen oder anderen Fall einfach besser als Nachsicht! Und ein kühler Kopf ist die Waffe, die dich beschützt und dazu befähigt einzuschätzen, ob du deine Situation ein derartiger Fall ist…

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#294 Handys auf Reisen

Smartphones sind heutzutage unsere täglichen Begleiter. Manch einer verbringt mit seinem Smartphone wohl mehr Zeit als mit seinem Partner. Kein Wunder, schließlich können wir ihnen befehlen, was sie tun sollen, ohne dass wir Widerworte bekommen. Außerdem kann man mit ihnen sprechen, sie fotografieren einen ohne zu murren – auch stundenlang – und bieten einem einen unendlichen Pool an Zerstreuung.

Auf Reisen kann einem so ein Handy ganz schön zum Verhängnis werden. Kommen wir aber erst mal zu den positiven Aspekten eines Handys auf Reisen. Im heutigen Zeitalter sind die wenigsten Menschen – ich eingeschlossen – in der Lage, eine gute alte Straßenkarten zu lesen, zumindest nicht so, dass man problemlos von A nach B kommt. Da sind die ganzen Routenplaner-Applikationen und Standort-Bestimmer so etwas wie unsere Rettung. Viel einfacher geht es ja kaum noch. Außerdem fungiert unser Handy auch als Beschützer, Übersetzer und Unterkunfts-Bucher. Alles nützlich und sinnvoll. Und alle, die keine schwere Kamera mit sich herumschleppen möchten, haben dank fortschreitender Technik trotzdem ausreichend unverwackelte Urlaubserinnerungen.

Jetzt aber mal zur Schattenseite! Das, was ein Smartphone auch zu Hause in der Lage ist zu zerstören, muss man auf Reisen mal einhundert nehmen. Gerade in einem fremden Land sollte man in der Lage sein, sich völlig auf das einzulassen, was einen umgibt und sich nicht ständig hinter einen winzigen Bildschirm klemmen. Ja, Social Media oder Videoclips sind unterhaltsam, aber die Welt da draußen ist noch viel unterhaltsamer. Dafür muss man ihr allerdings eine Chance geben. Und sie völlig ungefiltert in sich aufnehmen.

Das kann aber nicht funktionieren, wenn wir alle drei Sekunden ein Foto nach Hause schicken, auf eine Whatsapp-Nachricht reagieren oder durch die Insta-Chronik scrollen. Wer am Strand liegt, auf einen Berg klettert oder in einem einheimischen Dörfchen zu mittagisst, sollte das Handy öfters mal ganz bewusst in der Tasche lassen – am besten auf stumm geschaltet. Dass man inzwischen fast überall Empfang hat und WLAN für kaum einen mehr ein Fremdwort ist, bedeutet auch, dass wir den Fängen der Technik nur noch entkommen, wenn wir uns eigenständig dafür entscheiden.

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#293 Immer wieder das gleiche Reiseziel?

Es gibt die und die Reisetypen! Logischerweise! Bekanntlich sind Menschen ja verschieden. Die einen brauchen jedes Mal ein neues Reiseziel, während andere glücklich sind, immer wieder den gleichen Ort aufzusuchen. Ich weiß nicht, wie du die Sache siehst! Aber für mich ist es so: Ich liebe es, an Orte zurückzukehren. Doch immer nur das gleiche Reiseziel würde mich auf die Dauer langweilen. Von mir aus komme ich gerne jedes Jahr mehrmals in dasselbe Land, solange ich die gleichzeitig die Chance habe, auch neue Destinationen zu erkunden!

Beleuchten wir doch einmal die Vor- und Nachteile eines regelmäßigen Urlaubsortes! Zu den Vorteilen würde ich zählen, dass man sein Reiseziel bereits sehr gut kennt und wenig Zeit für die Eingewöhnung benötigt. Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants und Aktivitäten der Region sind bekannt und möglicherweise gibt es sogar Routinen, denen man während seines Urlaubs nachgehen kann. Das beinhaltet für mich allerdings gleich den ersten Nachteil. Während eines Urlaubs will ich keinen Routinen nachgehen. Davon habe ich zu Hause schon die Nase voll. Beim Reisen kann ich dann also getrost darauf verzichten und freue mich stattdessen auf unbekannte Abenteuer und Auskundschaftungen von fremden Städten oder Ländern. Dass wir aber nicht alle gleich sind, haben wir jedoch unlängst festgestellt und so ist davon auszugehen, dass der ein oder andere auch die Routine gerne in den Koffer packt!

Ein anderer Vorteil von Reisen, die dich Jahr für Jahr an denselben Ort führen, ist auch der geringe Planungsaufwand. Kennst du Ort, Unterkunft und die restlichen Details bereits, musst du kaum Zeit damit verbringen, dich vor deiner Abreise um irgendetwas zu kümmern. Du brauchst nur das Zimmer zu reservieren, in dem du im Regelfall nächtigst inklusive Anreise und schon hat sich der Planungsaufwand gegessen. Hat auch seinen Reiz!

Wie schaut es aus? Bist du der Typ „Festes Reiseziel“?

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#292 Gut informiert reisen – Vorsicht ist besser als Nachsicht

Wer kennt sie nicht? Die Trottel, die durch den Urwald in Flipflops stapfen. Oder die, die schon am ersten Reisetag am ganzen Körper einen knallroten Sonnenbrand durch die Stadt tragen. Wir kennen sie nicht nur alle, wir haben sicher mindestens schon ein-, zweimal in unserem Leben genau zu diesen Trotteln gehört. Wir haben eine Reise naiv begonnen und uns den einen oder anderen Fauxpas geleistet. Ist ja auch aller erst mal kein Thema. Sonnenbrände sollte man zwar eigentlich vermeiden und das falsche Schuhwerk auch, aber im Regelfall kommt man mit einem blauen Augen davon.

Es gibt aber auch Momente oder Geschichten, in denen sind Reisende so dermaßen ins Fettnäpfchen getreten, dass der Spaß aufgehört hat. Beispiele wollen wir hier keine nennen, ich denke, jeder von euch hat eine passende Geschichte von irgendwoher parat oder kann sich zumindest im Groben ausmalen, was gemeint ist.

Ja, wir sind ganz ehrlich, wir lieben es, ungeplant ins Abenteuer zu starten. Aber damit meinen wir eher die tatsächliche Reiseplanung, also so was wie Route, Übernachtungsmöglichkeiten und Sightseeing. Solche Sachen lassen wir oft und gerne auf uns zukommen. Andere Bereiche unserer Reisen sind aber fast immer gut durchdacht und abgewogen. Egal, ob wir in Europa – da gibt es tatsächlich Ausnahmen oder auf einem anderen Kontinent unterwegs sind, wir lesen uns vor jedem Grenzübertritt in die entsprechende Seite des Auswärtigen Amtes ein. Wir klären, was die Do’s oder Dont’s sind und wie die politische sowie medizinische Lage einzuschätzen ist. Unser Gepäck enthält Medikamente für den Notfall und unsere Versicherungen sind wasserdicht.

Wer einfach ins Blaue fahren will, soll das auch unbedingt tun, aber in einem vernünftigen Maß und ohne dabei zu vernachlässigen, dass immer etwas passieren kann. Zu Hause ist man zumeist in ein sicheres Netz eingebunden und weiß, wie man sich im Unglücksfall zu verhalten hat. In fremden Ländern existieren diese Netze nicht immer. Man hat oft weniger Kontaktpersonen und die Regeln sind einem völlig fremd. Wer also etwas Umsicht beweist und sich zumindest halbwegs mit seinem Reiseziel auseinandersetzt, verschafft sich im Fall, dass tatsächlich mal etwas passiert, einen entscheidenden Vorteil!

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#291 In 50 Jahren – unsere Welt

Wo möchtest du in 5 Jahren stehen? Und wo in 15? Wo in 50? Was sind deine Wünsche und Ziele für dich und dein Leben? Du hast ein Bild vor Augen? Und jetzt geh noch einen Schritt weiter: In was für einer Welt möchtest du leben? Wie soll unser blauer Planet aussehen, wenn die nächsten 50 Jahre ins Land gezogen sind?

Ich glaube, wir alle gehen mit einem gewissen Endlosigkeitsanspruch an das Leben auf dieser Erde heran! Viele halten die Situation, wie sie aktuell ist, für selbstverständlich! Doch dass sie das nicht ist, noch nie war und auch niemals sein wird, zeigt ein einziger Blick auf all die Katastrophen, die uns bereits überrollt haben. Solche Katastrophe werden uns auch in Zukunft treffen – nur möglicherweise anders geartet!

Jeder Reisende ist in der Pflicht, seinen Teil dafür zu leisten, dass unsere Welt in ihrem Innersten heil und unversehrt bleibt! Gut an diesem Punkt kommen bestimmt schon Schreie der Empörung von allen Seiten! Denn viele sind der Ansicht, dass Reisen – vor allem Fernreisen mit dem Flugzeug – schlimme Folgen für die Umwelt nach sich ziehen. Gleichzeitig kann das „richtige“ Reisen aber auch eine Menge dazu beitragen, unsere Welt zu unterstützen, indem wir sie näher zusammen führen!

Wer Zeit und die Möglichkeit hat, der sollte nicht jede Distanz im Flugzeug zurücklegen. Beispielsweise konnte ich noch nie verstehen, warum ich nach Venedig oder Wien fliegen sollte, wenn ich in Bayern lebe. Das sind Entfernungen, die man auch mit dem Zug problemlos bewältigen kann. Manchmal sogar schneller. Jedenfalls, wenn man nicht in der direkten Nähe eines Flughafens wohnt und man den Safety Check, etc. in die Reisezeit mit einberechnet!

Außerdem ermöglicht eine Reise insbesondere eine Individualreise, die Wirtschaften anderer Länder zu stärken und Geld in die Regionen zu bringen. Vor allem wenn wir in privaten Unterkünften übernachten, in kleinen Restaurants speisen und auf den Märkten der Locals einkaufen! Dieses Geld wird mitunter auch in den Erhalt der Natur- und Nationalparks gesteckt!

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#290 Grundsätzliche Reisekleidung

Welche Bekleidungsstücke sollten grundsätzlich in deinem Koffer/Backpack/was auch immer nicht fehlen?

Egal wohin ich reise, fehlen darf niemals ein warmer, kuscheliger und unempfindlicher Pullover zum Überziehen. Selbst im sommerlichsten Paradies wird es nach dem Sonnenuntergang mitunter frisch. Zudem ist er eine gute Waffe gegen aufdringliche Mücken. In kalten Regionen hingegen ist so ein Pullover ein gutes Backpack, falls die dicke Daunenjacke nicht ausreicht.

Außerdem liebe ich es, dass ich mir vor ein oder zwei Jahren wasserdichte Stiefeletten mit regenabweisender Beschichtung gekauft habe. Wann immer mein Gepäck noch Platz dafür bieten, sind diese hübschen und praktischen Schuhe mit von der Partie. Denn wer weiß schon definitiv im Vorhinein, ob die Sonne wirklich jeden Tag scheinen wird? Auch für matschige Wanderungen oder lange Stadtspaziergänge eignen sich meine neuen Lieblingsreisefreunde wunderbar.

Wenn wir schon bei Schuhen sind, muss ich noch zwei andere Dauerbegleiter vorstellen: Das sind für mich im Normalfall Flip Flops und Wanderschuhe. Flip Flops sind praktisch, falls man mal das Bad nicht hygienisch genug vorfindet, um barfuß durch die Gegend zu tapsen und können gleichzeitig bei kurzen Strandspaziergängen ihren Einsatz finden. Und wozu man Wanderschuhe benötigen könnte, muss ich wohl kaum erwähnen. Woran du vielleicht noch nicht gedacht hast, sie bieten auch einen gewissen Schutz, wenn du durch hohes Gras läufst und dabei Angst vor giftigen Tieren hast! Natürlich kann man sich nicht alleine auf die Wanderschuhe verlassen. Aber je nach Risikogebiet bieten sie schon eine mögliche Abhilfe.

Außerdem trage ich auch immer ein großes, buntes Tuch in der Tasche herum. Das dient mir als Sonnenschutz, ermöglicht mir, mich bei Kirchenbesichtigungen angemessen zu bekleiden und sieht außerdem auf Fotos wunderbar aus!

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#289 Ist Reisefieber ansteckend?

Besteht die Möglichkeit, dass du andere mit deiner Reisewut infizierst? Ist das nur so was wie ein Bakterium, das von Mensch zu Mensch überspringt? Hast du dich möglicherweise selbst irgendwann bei jemand anderem damit angesteckt?

Fragen über Fragen. Und so wenige Antworten! Nun gut, ich bin mir ziemlich sicher, dass Reisefreude etwas ist, was man weitergeben kann. Doch das ist meiner Meinung nach nur möglich, wenn der Gegenüber Andockstellen für diese spezielle Art von Fieber besitzt. Es soll auch Menschen geben, die dagegen völlig immun sind. Heutzutage ist diese Immunität trotz allem jedoch ein seltenes Gut! Ich selber würde es auch nicht als gutes Gut bezeichnen! Aber ich will darüber natürlich nicht urteilen. Das steht mir auch nicht zu. Schlecht ist Reisefieber auf jeden Fall auch nicht! Nur ziemlich teuer und voller Suchtpotenzial. Wer damit befallen ist, wird nicht eher ruhen, bevor sein Reisepass überquillt.

Spielen wir es mal durch. Wie können wir uns vor dem Reisefieber schützen? Der beste Schutz ist, wenn wir unsere Augen vor jedem Bild verschließen, das uns in ein anderes Land entführt. Wir dürften dann allerdings keine sozialen Medien mehr nutzen, keine Filme schauen, keine Bücher lesen und schon gar keine Reisefotos von Freunden betrachten. All das nervige Blabla von Menschen, die gerade aus der Ferne kommen, müssen wir ausblenden. Wenn es ins linke Ohr reingeht, müsste es aus dem rechten schon längst wieder draußen sein. Sonst wird die Gefahr wachsen, dass ein winziger Rest Reisefieber in unserem Gehirn hängen bleibt. Und da wird dieses Fieber mit großer Wahrscheinlichkeit so richtig zu sprießen beginnen. Was einst nur ein mickriger Gedanke war, wird eines Tages zu einer blühenden Tulpe gereift sein. Ab diesem Augenblick wird dich kaum mehr etwas Zuhause halten können. Denn der Schmetterling, der geweckt wird, der will fliegen. Einmal um die Welt und wenn das nicht reicht, dann zum Mond.

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#288 Glaube auf Reisen

Ja, ich glaube an Gott! Doch das hießt nicht, dass ich den Glauben anderer auf Reise nicht respektiere. Glaube ist etwas Persönliches und etwas, was jedem freigestellt werden sollte. Keiner darf über den Kopf eines anderen hinweg entscheiden und ihm vorschreiben, was er denken, fühlen oder glauben soll. So würde zumindest eine ideale Welt funktionieren. Die Realität deckt sich damit leider nicht so oft.

Wer häufig und weltweit unterwegs ist, der wird auf die unterschiedlichsten Glaubensformen stoßen. Mit manchen wird er leichter warm werden und andere werden für immer ein Rätsel bleiben. Trotzdem gilt, dass wir jedem Menschen und damit logischerweise auch seinem Glauben unvoreingenommen und mit Toleranz gegenübertreten müssen. Das ist humanes Verhalten und sollte das grundlegender Imperativ gelten. Die allgemeinen Menschenrechte bestätigen das.

Doch wo fängt Akzeptanz an und wo hört Toleranz auf? Keine Ahnung, ob man das genau eingrenzen kann. Ich habe jedoch das Gefühl, dass für den einen oder anderen Reisenden diese Frage von höherer Priorität sein sollte. Wenn ich sehe, wie wenig Respekt der eine oder andere ihm fremden Glaubensrichtungen entgegenbringt, dann bin ich schockiert. Urlauber, die mit knappen Miniröcken und Tanktops durch die Medina von Marrakesch laufen, sind da eines meiner Paradebeispiele. Oder ein Pärchen, das in der Metro von Dubai wild herum geknutscht hat. So was muss doch eigentlich nicht sein. Auch wenn uns die Moralvorstellungen eines Landes fremd sind oder wir sie sogar für weit überholt halten, heißt das nicht, dass wir – die nun mal Gäste sind – uns anmaßen dürfen, unsere eigenen Regeln aufzustellen. Keiner verlangt, dass du jeden Morgen zum Beten auf der Matte stehst oder dein neuestes Lieblingsoutfit eine Ganzkörperverhüllung ist. Aber ein wenig Respekt ist angebracht und Akzeptanz sollte dein schickster Reisebegleiter sein.

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#287 Die Sache mit der Vorfreude

Ist Vorfreude denn tatsächlich die beste Freude? Ich hätte grundsätzlich immer gesagt wohl kaum. Zeitweilig bin ich mir da aber nicht immer so sicher.

Nach wochenlanger Vorfreude auf eine Reise ist der lang ersehnte Abreisetag endlich da. Auf einmal kommt die Angst: Was ist, wenn es nicht so toll wird wie erwartet? Diese und auch einige andere Sorgen beim Aufbruch sind völlig normal. Trotzdem trüben sie die Freude, die du nun eigentlich empfinden solltest. Das einzigartige an Vorfreude ist, dass sie so unglaublich zum Idealisieren neigt. Während du noch auf etwas hinarbeitest, möglicherweise in einem grauen Alltag gefangen bist, erscheint dir die Zukunft glänzend und voller Silberstreifen am Horizont. Wenn der graue Alltag dann jedoch in die schillernde Zukunft übergeht, wird häufig klar, dass diese nicht ganz so schillernd und silbern ist wie erträumt. Ist ja auch logisch betrachtet ganz normal. Perfektion in dem Sinne existiert nur, wenn wir sie anerkennen. Ich habe schon eine Menge wunderbarer Momente erlebt, aber ob einer davon wirklich so perfekt war, wie ich ihn mir hätte ausmalen können, da bin ich mir ziemlich unsicher.

Perfektion wird theoretisch schon durch die kleinsten Dinge gestört. Sei es das schwere Gepäck, Haare, die uns ins Gesicht fallen, oder eine winzige Angst vor dem, was dir bevorsteht. Diese klitzekleinen Kriselpunkte sind in der Vorfreude auf etwas quasi nicht existent. Denn wer träumt schon realistisch von etwas? Wir Menschen neigen dazu, uns Dinge oder Erlebnis im Vorhinein oder auch im Nachhinein um ein Vielfaches schöner ausmalen, als sie das sein können oder waren. Ehrlich gesagt, fällt mir keine Erklärung ein, warum das so ist. Ich könnte mir höchstens Folgendes vorstellen: All die kleinen Details, die uns die Freude ein wenig schmälern können wie ein Haar in der Suppe, sind eigentlich völlig unwichtig. In unserer Fantasie wissen wir das auch und lassen sie aus diesem Grund einfach aus. Nur in Realität haben wir das noch zu lernen! Wenn wir eines Tages diese Fähigkeit besitzen, dann steht der Perfektion nichts mehr im Weg. Nicht mal die Vorfreude!

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#286 Glaube an dich

Wenn du nicht dich glaubst, wer tut es dann? Ich hoffe, du kannst ein paar Namen aufzählen, aber so oder so wir alle sind dazu verpflichtet, uns selbst die bestmögliche Unterstützung und Wärme zukommen zu lassen. Egal wer du bist oder was dein Ziel ist, du wirst mit großer Wahrscheinlichkeit Momente des Zweifels erleben oder Augenblicke, in denen innere Stimmen dich vom rechten Weg abbringen wollen. Das passiert jedem Mal. Entscheidend ist auch nicht, diese Momente zu verhindern. Entscheidend ist stärker aus ihnen hervorzutreten.

Ich habe verrückte Wünsche an meine Zukunft. Vielleicht hast du die ja auch. Dann halte sie ganz fest in deinem Herzen. Möglicherweise werden nicht alle verstehen, warum du das tust, aber du tust es für dich. Und das ist, was wirklich zählt. Ein Mensch, der alt und grau ist und mit einem Lächeln in die Welt blicken kann, ist – meiner Vorstellung nach – jemand, der ein Leben lang für das gekämpft hat, was seine Seele begehrt. Dieser Mensch ist sicher nicht von schlimmen Erfahrungen oder Fehlschlägen verschont geblieben. Dieses Glück haben die wenigsten. Doch nach einer harten Zeit hat er sich erholt, das zusammengesammelt, was von ihm noch übrig war und hat seinen Glauben wiedergefunden. Manche Träume sind im Angesicht der Zeit in der Unendlichkeit verloren gegangen und manche Wünsche hatten nicht den Anspruch, den er ihnen einst zugesprochen hat. So sind seine Träume ihm in seinem Wandel gefolgt, aber den Glauben an sich selbst hat er sich immer und wieder zurückerkämpft. Denn ich glaube irgendwo da steckt unser Glück, nach dem wir alle lechzen.

Glück ist nicht Geld oder ein Übermaß an Erfahrungen. Glück ist Liebe, Selbstfindung und auf dem Weg zu wandeln, der sich wie der eigene anfühlt. Wer dieses Glück findet, hat sein Leben genutzt. Ich spüre dieses Glück, wenn ich am richtigen Ort bin, mit dem richtigen Menschen zusammen oder so wie jetzt meine tiefsten Gedanken aufschreibe. Dann meine ich es mit den Händen zu fassen zu kriegen, aber im nächsten Moment ist es schon auf und davon geflattert. Trotzdem glaube ich an mich und an meine Art zu leben.

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#285 Kindheitsreisen

Erinnerst du dich noch an die Reisen, die du mit deiner Familie gemacht hast? Sind es gute Erinnerungen? Bist du jemals wieder zurück an den Ort gekehrt, den dir deine Erinnerungen so bunt ausmalen? Wie war der Ort dann? Immer noch so wie früher?

Ich glaube, Kinder sehen die Welt auf eine ganz andere Art als wir Erwachsenen. Für ein Kind ist es ja schon eine spannende Reise, wenn es zum Supermarkt geht. Ein Kind bekommt leuchtende Augen, wenn es auch nur eine Tüte Gummibärchen geschenkt bekommt. Für Kinder ist die Welt ein großes Abenteuer. Wie abenteuerlich muss es dann erst sein, in ein riesiges Ungetüm mit Flügeln zu steigen, um dann auf einem fremden Kontinent wieder auszusteigen. Ob ein Kind das wohl überhaupt angemessen verarbeiten kann?

Ich selber habe nur die besten Erinnerungen an die Reisen meiner Kindheit. Wir waren vor allem in Griechenland, Italien und Österreich unterwegs. Wir waren oft auf dem Bauernhof oder am Strand und egal wo wir waren, habe ich wunderbare Erfahrungen gesammelt. Von den riesigen Sandburgen träumte ich noch Jahre später. Rückblickend erschienen sie mir sogar noch größer. Das Meer in seinen sämtlichen Blauschattierungen hat tiefen Eindruck hinterlassen. Ich denke, die Reisen von damals sind der Grund, warum ich heute so ein fanatischer Meer-Liebhaber bin.

Letztlich entscheidet sich auf den Reisen, die wir in unserer Kindheit unternehmen, wie wir später einmal zum Reisen stehen werden. So ist es doch immer im Leben. Wer mit etwas gute Erfahrungen sammelt, der wird es als Teil seines Lebens behalten wollen und umgekehrt. Auf diese Art und Weise läuft das Spiel.

Heute würde ich unglaublich gerne noch mal durch meine kindlichen Augen hindurch auf die Welt blicken. Was das bringen würde? Ich würde meine Abenteuer unbeschwerter, schwärmerischer und lockerer nehmen. Kinder treten allem so unendlich offen gegenüber. Das verlernen wir leider! Dagegen müssen wir lernen vorzugehen. Und uns selbst dazu anhalten, die kindlichen Augen wiederzugewinnen.

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#284 Gib dich auch mit kleinen Dingen zufrieden

Gib dich auch mit den kleinen Dingen zufrieden! Das ist einer der nervigsten Sprüche überhaupt. Zumindest bis man seinen wahren Gehalt durchschaut hat. Mit kleinen Dingen zufrieden zu sein bedeutet nicht aufzuhören, nach mehr zu streben. Das heißt das keinesfalls. Aber diese Moral will sagen, dass du, während du strebst, mit dem glücklich sein sollst, was du bereits hast.

Die meisten Wünsche sind nicht mal so eben in Realität umgesetzt. Viele erfordern eine Menge Arbeit und Ambitionen. Es dauert oft Jahre, bis wir den Punkt erreichen, den wir so lange anvisiert hatten. In der Zwischenzeit wollen wir jedoch trotzdem glücklich sein. Das gelingt mal mehr und mal minder gut. Ein entscheidendes Glücksrezept sind dafür die „kleinen Dinge“. All das, was uns vergleichsweise beinahe nichtig oder selbstverständlich vorkommt, hat allerdings auch zumeist einen großen Wert.

Legen wir unser Glück immer nur in die Waagschale mit unseren kühnsten Träumen, werden diese wohl um einiges schwerer wiegen. Sehen wir aber mal dahinter und fragen uns, worauf es uns in diesem Leben wirklich ankommt, gibt es nur wenige Sachen, die wirklich von ausschlaggebender Schwere in unserer Waagschale sein sollten. Dazu gehört ehrlich gesagt nicht einmal unbedingt das Reisen oder andere Herzenswünsche, sondern die grundlegenden Lebensbedingungen wie Gesundheit, Liebe und eine Zukunft! Vielmehr dürfen wir eigentlich gar nicht erwarten. Zumindest nicht einfach so. Alles, was wir uns darüber hinaus ersehen, ist ein zusätzliches Privileg, welches wir uns mitunter stark erkämpfen müssen. Wer jedoch nicht einmal innehalten und sein Glück schätzen kann, gesund und am Leben zu sein, der wird nie richtig ankommen. Denn die eigentlich kleinen Dinge, die wir häufig als gegeben annehmen, sind die Grundlagen dafür, dass wir überhaupt nach höherem streben können. Dein Leben ist etwas, was du als höchstes Gut schätzen solltest. Alles, was du aus ihm heraus aufbauen kannst, ist ein wunderbarer Zusatz!

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#283 Ist Reisen dein Kindheitstraum?

Jeder hat seinen ganz speziellen Wunschtraum. Der eine möchte in den Weltraum, der andere Gangster jagen, der nächste nach der Schule in die Forschung gehen. Egal, wovon wir träumen, wir widmen diesem Traum häufig eine Menge Zeit und Energie. Wir sitzen da und malen uns unsere Wünsche in den kühnsten Farben aus. Mit dem Kopf in den Wolken warten wir darauf, dass die Zeit endlich kommt, wenn die Bäume grüner und der Himmel weiter ist. Dieses Warten treibt einen manchmal in den Wahnsinn.

Für manch einen ist der Kindheitstraum auch das Reisen. Was meinst du wohl wie diese ihren Traum ausleben und wodurch er geboren wird? Geboren wird der Traum vom Reisen auf vielen verschiedenen Wegen. Sei es ein gelungener Urlaub, ein Buch über eine Abenteuerreise oder vielleicht sogar der Geografieunterricht. Vielleicht haben wir aber auch einfach ein Herz voller Sehnsucht, das am falschen Ort geboren wurde. Was auch immer dein Grund ist. Lass den Traum deines Herzens niemals einfach ziehen. Träume sind es wert für sie zu kämpfen.

Die Wände des Kinderzimmers eines Reisefans müssen voller Poster von fernen Ländern sein, voller Straßenkarten und Fotografien. Wer gerne reist, der sammelt häufig auch gerne! Das ist es, was uns an die schönen Erlebnisse erinnert. Oder uns darauf vorbereitet. Ein reiseverliebtes Kind hört keine Kassetten von Benjamin Blümchen, sondern reist lieber mit Felix dem Hasen um den Planeten. Wahrscheinlich haben die Felix-Bücher damals auch meine Reisefreude geweckt. Ein Hase, der seine beste Freundin aus Versehen verlässt und dann vom anderen Ende der Welt Briefe sendet, ist ja auch wirklich cool. Immer wieder habe ich bei seinen Abenteuern mitgefiebert. In Gedanken war ich ebenfalls in den Gärten Frankreichs unterwegs und habe den Einheimischen beim Boulespielen zugesehen! So entsteht Reiseliebe. Wenn man sieht wie schön und spannend Reisen sein muss.

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#282 Gesundheit im Ausland

Ein Thema, das für kontroverse Ansichten sorgt, ist die Debatte um Gefahren für die Gesundheit bei Auslandsaufenthalten. Ich persönlich bin ein wahrer Angsthase und neige deshalb dazu, die Gefahren als weitaus größer einzuschätzen, als sie es in Realität sind. Doch zu mir gibt es natürlich auch den passenden Gegensatz. Menschen, die jegliche Gefahr negieren und jede Bedrohung verlachen. Ich halte beide Herangehensweisen für schlecht. Der Mittelweg, den müssen wir finden!

Wenn du reist, dann kommst du in Situationen, die du zu Hause so nicht erleben würdest. Manche davon bergen Risiken, die uns neu oder unbekannt sind. Deshalb ist die richtige Vorbereitung alles. Weitsicht und Umsicht verhindern viele Gefahren und schenken dir in einer Bedrohungslage möglicherweise den nötigen Vorsprung.

Es gibt so viele Krankheiten, die dir auf Reisen begegnen, von denen du noch niemals zuvor gehört hast. Gegen eine Menge dieser Krankheiten gibt es bereits eine Impfung. Ich habe mich dazu entschlossen, diese Impfungen alle durchführen zu lassen. Denn ich denke mir, dass ich so den bestmöglichen Schutz für mich gewährleisten kann. Auch wenn ich – wie gesagt – zu übermäßiger Angst neige, wüsste ich nicht genau, welche Argumente gegen meine These sprechen. Impfgegner fürchten häufig die Nebenwirkungen der Wirkstoffe, aber ich habe an mir nie eine besonders auffällige Nebenwirkung bemerken können. Da würde ich für meinen Teil sehr viel mehr einen Krankenhausaufenthalt in einem Entwicklungsland fürchten. Man muss zugeben, dass die medizinische Versorgungslage weltweit große Fortschritte macht, dennoch ist die Situation in einigen Ländern nicht annähernd mit der in Deutschland zu vergleichen. Alle Erfahrungen, die ich in dieser Richtung bisher gemacht habe, bestätigen das!

Wenn es für eine Krankheit noch keine Impfung gibt, so bestehen doch meistens Schutzmaßnahmen in irgendeiner Form. Es ist sinnvoll, diese – nach Absprache mit deinem Hausarzt – zu beachten!

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#281 Kleines Reiseplanungs 1×1 (oder 4×4)

Planung ist alles, aber auch nicht immer! Wer gerne in der Welt unterwegs ist, ist gezwungen, das richtige persönliche Maß zwischen Planen und Nicht-Planen zu finden. Denn das ist die erste Komponente in unserem Reiseplanungs 1×1! Finde den Weg zu planen, mit dem du dich wohlfühlst! Und dann variiere deinen Weg abhängig von Ziel, Travelbuddys und verfügbarer Zeit. Hier hast du auch schon die weiteren Komponenten, die deine Planung bestimmen.

Persönliches Maß
Jeder ist unterschiedlich abenteuerlich eingestellt. Der eine mag es nicht zu wissen, wo er morgen schläft, während dem anderen bei dem Gedanken richtiggehend übel wird! Der eine ist ein Urlauber von der Sorte, hach mal schauen, was es hier so zu erleben gibt, während der andere schon Wochen vor Reiseantritt einen fest durchgetakteten Sightseeing-Plan ausgearbeitet hat. Alles eine Frage des Geschmacks. Und der Erwartung, die man an seine Reise stellt. Möchte man möglichst alles von einem Ort/Land/Stadt sehen, bedarf es einer detaillierteren Planung. Reicht es dir jedoch einfach in den Flair abzutauchen und das mitzunehmen, was deinen Weg kreuzt, musst du dich nicht dem Stress aussetzen, dir wochenlang über Route und Sehenswürdigkeiten den Kopf zu zerbrechen!

Ziel
Das Ziel ist natürlich auch entscheidend, was die Planungsgenauigkeit angeht. Manche Länder erfordern zum Beispiel vorzeitige Reservierungen von Museumstickets oder Guides für deine Rundreise. Andere Länder wiederum sind individuell und ohne feste Anhaltspunkte am einfachsten zu genießen! Man kann sogar soweit gehen zu behaupten, dass es Länder gibt, die eine feste Planung völlig unmöglich machen und jeden in den Wahnsinn treiben, der sich an einen vorgefertigten Plan halten möchte!

Travelbuddys
Da jeder ein unterschiedliches Maß an Planung für sein individuelles Glück benötigt, ist es immer eine gewisse Herausforderung, in einer noch nicht eingespielten Reisegruppe unterwegs zu sein. Hier ist jeder gefragt, Kompromisse zu schließen, von seinen natürlichen Gewohnheiten abzuweichen und auf die Vorstellungen der anderen einzugehen. Wenn das nicht funktioniert, muss man auch manchmal einsehen, dass man die Aktivitäten getrennt voneinander gestaltet und sich erst abends gemütliche zum Essen zusammensetzt!

Zeit
Was der Planungsfreiheit einen beschränkenden Riegel vorschiebt, ist auf jeden Fall die verfügbare Zeit. Gerade wenn man nur wenig Zeit in einem Land verbringen kann und trotzdem das beste aus allem herausholen will, muss man manchmal mit seiner Zeit sehr sorgsam haushalten und ist somit gezwungen, einen groben Plan in der Tasche zu haben.

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#280 Geschäftsreisen blockieren die Reiselust?

Schnell! Das Boarding beginnt gleich. Er hetzt zum Terminal. In letzter Sekunde, knapp bevor die Türen schließen, erreicht er sein Ziel. Verschnaufen ist nicht. Im Flugzeug wird der Laptop aufgeklappt und bis zur Landung in eineinhalb Stunden muss das Meeting vorbereitet werden. Anschließend geht es mit dem Zug zum nächsten Termin. Schon morgen bringt ihn der nächste Flug zurück! Und übermorgen wartet eine weitere Flugreise auf ihn! Er ist in diesem Fall der typische Geschäftsreisende. Zumindest so, wie man ihn sich vorstellt. Eben der Prototyp unserer Gedanken, wenn wir von Geschäftsreisen sprechen. Doch reist ein Geschäftsreisender auch in seiner Freizeit noch freiwillig?

Wer ständig on the road ist, der möchte in seinem Urlaub vielleicht auch mal genau das Gegenteil erleben. Möglicherweise möchte er einfach nur zu Hause sitzen, den ganzen Tag das gleiche Zimmer vor den Augen haben und zur Ausnahme mal absolut keine Abwechslung geboten bekommen.

Wie muss das sein Tag für Tag ein neues Flugzeug erwischen zu müssen? Jeden Morgen zu wissen, dass man schon am Mittag Hunderte Kilometer entfernt sein wird und in der Zwischenzeit zehntausend Meter über der Erde schweben wird? Macht das glücklich oder bereitet es Stress? Womöglich ist das reine Typensache! Wie so viele Dinge im Leben! Doch kann ein Allzeitreisender im Auftrag des Geschäfts eine Arbeitsreise von einer Reise aus privatem Vergnügen trennen? Ist jemand, der über das Jahr so viele Stunden in der Luft verbringt, in der Lage, sich auf eine Flugreise in den Urlaub zu freuen? Oder wird er es weiterhin als nervigen Teil, der sonst der Arbeit gehört, betrachten?

Verspürt jemand, der schon etliche Orte aus arbeitstechnischen Gründen besucht hat, überhaupt noch Interesse an neuen Orten? Vielleicht sagt er sich ja auch: „Wozu? Ich komme schließlich beruflich nächsten Monat sowieso nach Asien! Warum sollte ich dann Urlaub in Vietnam machen?“ Wenn wir aber mal ehrlich sind, dann ist eine typische Geschäftsreise keinesfalls mit einer typischen Erkundungsreise zu vergleichen. Denn ein Geschäftsreisender hat meistens nicht annähernd genug Zeit, um ein Land auch nur in irgendeiner Art kennenzulernen. Sind Geschäftsreisen also eine ernst zu nehmende Blockade unserer Reiselust?

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#279 Können wir uns auf Reiseblogs verlassen?

Ein paar Filter hier, die eine oder andere Beschönigung da und dann noch ein paar geposte Strandbilder. Ja, auch Reiseblogger machen so etwas. Keine Frage! Doch kann man sich trotzdem auf die Informationen verlassen, die man so auf Blogs liest?

Das ist schwierig zu beantworten! Vom Bauchgefühl und meinen eigenen Erfahrungen würde ich sagen Jein. Grundsätzlich ist nämlich viel wichtiger zu fragen: Auf wen kann ich mich verlassen? Auf welchen Blogs finde ich die Informationen, die so echt sind, dass ich sie auch nutzen kann. Nun, ich denke, davon gibt es einige! Doch wem du selber glaubst, das vermag keiner für dich zu entscheiden.

Meine persönliche Einstellung dazu? Ich habe das meiste Vertrauen zu den Bloggern, von denen man sehen kann, mit welcher Liebe sie ihre Beiträge gestalten und wie viel Herzblut hinter ihrer Arbeit steckt. Webseiten und Social Media Kanäle, die eine persönliche Note haben und nicht nur der breiten Masse gefallen wollen, sind die Echtesten und Authentischsten. Diesen Menschen höre ich gerne zu und nehme von ihnen den einen oder anderen Tipp an.

In der Reiseblogger-Branche berichten die meisten von uns von ihren persönlichen Erfahrungen und unterstützen die Postings mit eigenem Bild- und Videomaterial. Große Produktionen sind eher die Seltenheit und die meisten deutschen Blogger haben eine feste Stammleserschaft, aber keine Abertausende Follower. Das macht ihre Einblicke privater und zuverlässiger. Wer weiß, für wen er schreibt und nicht nur darauf aus ist, sein Produkt an zwanzig Millionen Menschen zu verkaufen, der geht mit einer anderen Einstellung an die Sache heran. Ich selbst ziehe den kleinen Blogger von nebenan jedem großen Magazin vor. Ich mag es zu sehen, welcher Charakter hinter einem Artikel steckt und wenn ich einen Stil gefunden habe, der mir gefällt, schaue ich auch gerne öfters vorbei! Denn dann weiß ich, hier habe ich jemanden gefunden, auf dessen Worte ich mich verlassen kann.

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#278 Geld auf Reisen

Wie und wo versteckt du dein Geld, wenn du unterwegs bist? Wo hebst du ab oder wechselst es, wenn nötig? Hast du gewisse Tricks oder Geheimtipps! Dann kommt hier unser Tipp Nummer eins für dich: Verrate deine Tricks auf keinen Fall! Bewahre das Geheimnis gut für dich selbst und weihe keinen ein!

Nun zu weiteren Tipps und Tricks! Geld wechseln ist ein kleines Risikospiel. Aus mehreren Gründen. Wechselst du Geld, musst du immer den Wechselkurs beachten. Gerade an touristisch frequentierten Orte passiert es nicht selten, dass du ordentlich über den Tisch gezogen wirst. Wechselkurse in Touri-Gegenden werden häufig ausgeschlachtet oder unfair verfälscht. Also check doch einfach im Vorfeld den aktuellen Wechselkurs im Internet. Erwarte nicht ein Angebot genau dem tagesaktuellen Kurs angepasst zu finden, aber orientiere dich grob daran. Vergleiche die unterschiedlichen Wechselstuben und entscheide dich nicht gleich für den allerersten. Beachte außerdem, dass manche Wechselhäuser auch noch zusätzlich eine Kommission verlangen. Wenn du ein Wechselhaus ohne Kommission finden kannst, ist das natürlich besser. Ob eine Kommission erlaubt ist, hängt jedoch von dem jeweiligen Land ab. Wir gehen aus diesem Grund auch öfters in Banken oder größere Hotels, um doch unser Geld zu tauschen.

Gefahr Nummer zwei beim Geldwechseln: Du zeigst, dass du eine größere Menge Geld mit dir herumträgst und machst so möglicherweise Diebe auf dich aufmerksam. Achte also von Anfang an darauf, dich möglichst unauffällig zu verhalten und dein Geld nicht offen zu zeigen. Bleibe im Inneren der Wechselstube, bis du dein Geld verpackt hast und trage – zumindest in kritischen Ländern – keine offensichtlichen Wertgegenstände mit dir herum. Das gilt zwar in gewissen Ländern immer, doch vor allem während des Geldwechselns ist das besonders wichtig!

Kommen wir noch zu zwei allgemeinen Tipps: Habe dein Geld niemals nur einem Ort, sondern verteile es sinnvoll. Kenne die Sperrcodes für deine EC-Karten und habe entsprechende Notfallnummern parat. Außerdem solltest du immer darauf achten, nur so viel Bargeld bei dir zu haben, wie eben nötig ist!

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#277 Kopien von wichtigen Dokumenten – Warum?

Bevor wir eine Reise antreten, überprüfen wir jedes Mal, ob uns alle erforderlichen Dokumente noch in doppelter Form vorliegen. Das kann als gedruckte Kopie oder als Online-Version vorliegen.

Es nicht auszuschließen, während einer Reise ein wichtiges Dokument zu verlieren oder wenn es ganz blöd läuft, sogar entwendet zu bekommen. Auch wenn uns selbst das noch nie passiert ist, hört man doch oft von Taschen- oder Portemonnaiediebstählen im Ausland. Um dann nicht blöd dazustehen und sich vielleicht nicht einmal mehr ausweisen zu können, sollte jeder eine Möglichkeit haben, auf seine persönlichen Unterlagen als Back-up zugreifen zu können. Der Reisepass oder der Personalausweis ist wohl wirklich das ernüchterndste Beispiel. Ohne Unterlagen, die die eigene Identität bestätigen, ist es äußerst kompliziert, Ländergrenzen zu übertreten. Es bedeutet zumindest im Normalfall eine Menge Ärger und Aufwand.

Um solchem Ärger vorzubeugen, tragen wir unsere Dokumente in Papierform als Kopie mit uns herum und haben noch zusätzlich einen Scan aller wichtigen Unterlagen auf einem Stick und online verfügbar. Wenn du in einer vertrauenswürdigen Unterkunft absteigst, ist es sinnvoll, deine wichtigsten Dokumente im Safe oder an einem sicheren Ort zurückzulassen und nur die kopierten Papiere mit dir herumzutragen. Insofern das Land, in dem du dich befindest, dir gestattet, dich per Kopie auszuweisen.

Welche Dokumente benötigst du als Kopie? Selbstverständlich Reisepass oder/und Personalausweis. Dazu kommt die Bestätigung deiner Krankenversicherung, deines Impfpasses und deines (internationalen) Führerscheins. Der Rest ist von deiner Reiseart und dem Zielland abhängig. Es bietet sich zum Beispiel an Visa, Mietwagenpapiere oder den Fahrzeugschein deines eignen Autos – je nachdem eben – als Kopie mitzuführen. Wer für die Einreise eine ärztliche Bescheinigung über die eingeführten Medikamente benötigt, sollte sich auch davon eine Kopie anfertigen.

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#276 Georgien – Unser erster Eindruck

Schon nach wenigen Stunden im hübschen Kutaissi war klar: Dieses Land ist einzigartig. Georgien ist schnuckelig klein, bietet seinen Touristen aber ein derartiges Maß an Eindrücken, dass man es kaum zu glauben vermag.

Besonders gefallen hat uns, dass alles noch so ruhig und untouristisch erscheint. An unserem ersten Tag in Georgiens drittgrößter Stadt sind wir genau einem anderen Reisenden begegnet – außerhalb von unserer Unterkunft. Als wir uns an Tag zwei auf in Richtung Küste gemacht haben, hat uns ein Umweg ins Hinterland von Kutaissi geführt. Dort sprach kaum einer Englisch und trotzdem hat uns jeder ein Lächeln entgegengebracht und auf unsere Fragen mit Herz, Händen und Füßen reagiert.

Wir lieben Georgien, weil es so viel zu sehen gibt, die Menschen unendlich sympathisch sind und man sich dort einfach nur wohl sowie gut aufgehoben fühlt. Egal ob am Tag oder auch in der Nacht Unsicherheiten haben wir nie empfunden.

Etwas mehr Touristen gibt es hauptsächlich in den beliebten Wanderregionen Swanetien und rund um Stepanzminda. Aber auch da hält sich die Situation in Grenzen. Abgesehen von einem unumgänglichen Besuch bei der Gergetier Dreifaltigkeitskirche hast du allerlei Möglichkeiten für einsame Wanderungen und Erkundungszüge.

Entscheidend für deinen Urlaub in Georgien ist auch ein gewisser Entdeckerdrang. Die meisten typischen und bekannten Sehenswürdigkeiten sind ja schon toll, aber da gibt es noch eine ganze Menge mehr zu erleben. Wer die ausgetretenen Pfade, metaphorisch gesprochen, auch mal verlässt, der wird dieses Land sogar noch mehr zu schätzen wissen. Beispiele sind alte Burgruinen, wunderschöne Hängebrücken und verlassene Bergdörfer. Vergessen darf man dabei aber nicht, dass die Einheimischen in den abgelegenen Regionen noch wenig mit Touristen in Berührung gekommen sind. Da ist es angebracht, sich so angepasst und respektvoll wie nur irgendwie möglich zu verhalten. Schließlich sollen für die Locals die ersten Eindrücke von Reisenden doch auch voll und ganz positiv ausfallen. So wie am besten auch alle Weiteren!

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#275 Reiseliebhaber

Das Schönste an unseren Reisen ist es, wenn wir ein Land von vorne bis hinten kennenlernen. Von Nord nach Süd, von West nach Ost, am liebsten steuern wir jede noch so winzige Ecke an. Auf eigene Faust mit einem fahrbaren Untersatz haben wir bereits viele Länder erkundet. Damit fühlen wir uns am wohlsten. Klar, die öffentlichen Verkehrsmittel garantieren mehr Nähe zu den Locals und authentischer ist das zugegebenermaßen auch. Trotzdem lieben wir es völlig unabhängig von Fahrplan, Tageszeit und sonstigen Bedingungen zu sein. Die verstecken Geheimtipps, unsere Secluded Places finden wir so auch am leichtesten.

Oft sind wir von früh bis spät unterwegs. In unserem Alltag sind wir eher Langschläfer und schon gar nicht diejenigen, die frei nach dem Motto „Morgenstund hat Gold im Mund“ in den Tag starten, aber glaubt uns, wenn wir auf Reisen sind, dann legen wir los. Der Wecker klingelt spätestens um 8 Uhr. Dann wird in Windeseile geduscht, Zähne geputzt und geschminkt. Letzteres ist natürlich nur der einen Hälfte vorbehalten. Etwas Sonnencreme und Mückenschutz gehören außerdem dazu und anschließend sind wir kaum noch zu bremsen. Manchmal haben wir nicht mal mehr genug Zeit für ein Frühstück. Was übrigens jedes Mal ein riesengroßer Fehler ist. Mit leeren Mägen auf der Jagd nach den schönsten und verstecktesten Plätzen hält man es nicht lange aus. Spätestens nach zwei Stunden fängt einer von uns an zu knurren. Danach kann man die Uhr stellen. Hat einer erst mal damit angefangen, dann steigt der andere meist flott mit ein. Schneller als Du gucken kannst, ziehen auch am sonnigsten Tage finstere und bedrohliche Gewitterwolken auf. Zum Glück sind wir lernfähig. Ohne Frühstück auf die Piste ist ein No-Go.

Stressig, so könnte man unsere Reisen durchaus bezeichnen. Doch vor allem sind sie eins: unendlich wertvoll. Wir erleben unbegreifliche Momente, wir lernen die besondersten Menschen kennen und wir nehmen Erinnerungen für uns mit, die lange nachhallen. Für keine Entspannung der Welt würden wir das hergeben. Wenn wir irgendwann endlich mit der nötigen Zeit unterwegs sind, dann kann uns nichts mehr aufhalten.

Reisen ist alles. Reisen ist nichts. Reisen ist für jeden etwas anderes. Für uns ist eine Reise die Gelegenheit, sich den Atem rauben zu lassen, den Horizont zu erweitern gemischt mit einer Prise Hektik. Genussfaktor pur. Die Ruhe wird sich nach und nach wieder integrieren lassen. Manchmal blinzeln wir uns für einen Tag in alte Zeiten zurück. Dann liegen wir wieder stundenlang in der Sonne und machen nichts anderes, als dem Meeresrauschen zu lauschen. Wir haben die Erinnerung immer fest vor Augen. Unsere nächste Reise wird hoffentlich die perfekte Mischung an Ruhe und Erlebnis. Das Rezept für diese Mischung lautet: Zeit, Entspannung und Idylle, begleitet von einer Unzahl neuer, bunter Eindrücke.

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#274 Wer sollte unbedingt mal alleine reisen?

Solotrips erfreuen sich unterschiedlicher Beliebtheit. Von muss man unbedingt mal gemacht haben bis zu das geht ja gar nicht, ist alles dabei! Grundlegend festzuhalten ist, dass eine Reise, die du alleine machst, die meisten Menschen stärker herausfordert, man ist freier und gezwungen, selber die vollständige Verantwortung zu tragen.

Der Mensch neigt dazu, sich zu sehr auf die Fähigkeiten anderer zu verlassen und vernachlässigt dabei, sich selber anzustrengen. Wer sich jedoch ständig nur auf andere verlässt, hat auf die Dauer das Problem, dass er sich selbst nicht genügend weiterentwickelt. Jeder sollte sich ab und zu auch mal an etwas versuchen, was ihm schwerfällt. Unsere Schwächen werden wir nicht los, wenn wir sie in Watte packen und im Wohnzimmerschrank verstauben lassen. Nein, die müssen wir gezielt ganz gezielt attackieren. Und das solange, bis sie kein Hindernis mehr darstellen!

Wer meint, so ein „In-Watte-pack-Mensch“ zu sein, für den wird es jetzt höchste Zeit. Traust du dich trotzdem nicht sofort alleine los, kannst du auch damit beginnen, dir einen neuen Travelbuddy zu suchen! Am besten jemand mit weniger Reiseerfahrung und weniger Engagement für das, was dir schwerfällt. So wirst du automatisch gezwungen, mehr Verantwortung zu tragen, hast aber noch eine Schulter zum Anlehnen als Back-up dabei! Für alle Fälle!

Bist du dann für den ersten Solotrip bereit, ist es von großer Bedeutung das richtige Ziel für dich auszuwählen! Wähle etwas aus, wofür dein Herz wirklich brennt. Dann wird es umso leichter, sich auf die Zeit zu freuen. Außerdem ist es hilfreich, an einen Ort zu fahren, der für dich interessante Aktivitäten bietet. Aktivitäten, die dich von der Tatsache ablenken, dass keiner an deiner Seite ist. Für alle, die trotzdem nicht auf soziale Kontakte verzichten wollen – was auch völlig verständlich und legitim ist – spielt auch die Unterkunftswahl eine entscheidende Rolle. Die angemessene Solo-Reise für dich findest du nur, wenn du tief in dein Inneres schaust und ehrlich mit dir selbst bist. Welchen Herausforderungen bist du bereit, dich zu stellen?

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#273 Filme auf Reisen

Und jetzt einen Augenblick Ruhe. Abschalten. Die Beine hochlegen. Es gibt Tage, da kommen wir in unsere Unterkunft oder unser Auto und haben einfach das Bedürfnis, mal für ein paar Momente den Kopf freizubekommen und an nichts mehr denken zu müssen. Auf einer Reise sammelt man so viele neue Eindrücke, dass man manchmal nicht bereit ist, noch mehr aufzunehmen. Alles, wonach man dann strebt, ist sich zurückzulehnen und die Gehirnströme zu entspannen.

Meistens nehmen wir unser Tablet mit auf Reisen. Viele Streaming-Portale bieten heutzutage die Möglichkeit, Filme herunterzuladen und sie offline zu schauen. Das nutzen wir sehr gerne aus. Vor jeder längeren Reise laden wir uns ein paar gute Filme oder Folgen einer Serie herunter. Jedes Mal denken wir uns, ach eigentlich werden wir das wohl kaum brauchen. Reisen ist so spannend und aufregend, dass man abends sowieso nur müde ins Bett fällt. Und überhaupt, es ist doch nichts weiter als Zeitverschwendung, während einer Reise vor dem Bildschirm zu hängen! Grundsätzlich ist das auch absolut wahr. Doch so schön neue Länder auch sind, so fordernd sind sie auch gleichzeitig! Also ist es verständlich und auch verzeihlich, ab und zu das Bedürfnis nach etwas Zerstreuung zu verspüren. Ein Abend eingekuschelt auf der Couch oder auf unserer gemütlichen Matratze im Auto, ein guter Film und am nächsten Morgen kann es mit neuer Kraft weitergehen. So ein Entspannungsmoment wirkt wahre Wunder.

Unsere liebsten Serien für lange Reisen? How I met your mother spielt auf jeden Fall ganz oben mit! Die Folgen sind nicht zu lange, sie bringen einen immer zum Lachen und man muss sie nicht unbedingt immer zusammenhängend gucken. Längere Pausen zwischen den Folgen sind problemlos möglich und wenn mal aus Versehen eine Folge gelöscht wird, bevor man sie sehen konnte – danke liebes Tablet – ist das kein zu großes Drama.

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#272 Alles eine Sache der Einstellung

Mit Missgeschicken umgehen, dazu muss man in der Lage sein. Egal wo, egal wann! Unser Leben ist voll von Pleiten, Umplanen und neuen Wegen gehen. Enttäuschungen und menschliche Fehler leiten unser Sein und tragen mit dazu bei, wer wir sind. Wer sich aus der Asche erhebt, der wird mit etwas Glück fliegen wie der Phoenix.

Jede Reise birgt eigene Scheiterfaktoren. Sei es mal dahingestellt, ob wir uns immer darüber ärgern oder ob es überhaupt die Sorgenfurchen wert ist. Oft ist es trotzdem gar nicht so leicht mit einem abwinkenden „Was soll’s“ darüber hinwegzusehen, sich das Krönchen zu richten und weiterzumachen. Meistens ist das aber die beste und ab und zu sogar einzige Alternative.

Hotelbilder im Internet sehen fast immer besser aus! Das Wetter hat keiner unter Kontrolle und die Kakerlake im Bad macht den wenigsten gute Laune. Dann gibt es noch verpasste Busse – oder schlimmer noch Flüge und die beliebten Reisekrankheiten wie Magendarm und was uns eben sonst noch so erwarten könnte. Probleme auf Reisen gibt es zahlreiche – an Lösungen mangelt es teilweise. Was kannst du auch groß im Nachhinein gegen schlecht gegartes Hühnchen unternehmen? Rein gar nichts! Also nimm es, wie es kommt, sei froh, dass du dieses Leben leben darfst und hoffe, dass es die Welt im Großen und Ganzen gut mit dir meint.

Auch ein paar schöne Tage in einer kleinen Unterkunft mit – hoffentlich nur mäßigen – Bauchschmerzen sowie einem guten Fernsehprogramm oder einem spannenden Buch versprechen theoretisch eine schöne Zeit. Du schaffst dir zwar andere Erinnerungen als erwartet, aber für die meisten Gelegenheiten gilt glücklicherweise: Verschoben ist nicht aufgehoben. Und so oder so. Wenn dir die Wahl fehlt, musst du aus dem, was dir bleibt, das Beste machen. Das ist das menschliche Rezept des Glückes! Nimm das, was sich dir bietet, und verwandele es in etwas, das dir Freude bringt!

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#271 Egoismus auf Reisen

Egoismus ist ein weitverbreitetes Gut. Egal wo, egal wann. Du triffst sie. Die Egoisten! Schließ dich selbst aber keinesfalls aus. In den meisten von uns steckt irgendwo ein Egoist. Wir sind Menschen, wir können gar nicht anders. Doch darum geht es hier nicht. Heute geht es um Egoismus auf Reisen.

Viele Reisende führen sich auf, als würde ihnen der Ort gehören, den sie bereisen. Oder als wäre er nur da, um sie zu unterhalten. Ob er auch noch da ist, um ihnen nachfolgende Reisende zu erfreuen, scheint manche kaum zu kümmern. Vor allem wenn es in die Natur geht, bringt Egoismus ein gehöriges Zerstörungspotenzial mit sich. Was tun die klassischen Egoisten der Natur an? Sie zertreten Pflanzen, missachten Regeln, verlassen die festen Wege und verbreiten Angst unter den heimischen Tieren. Müll bleibt zurück und frisch mit Sonnencreme bedeckt wird in kleinen Seen in Naturreservats gebadet. Es ist ja nicht so, dass nicht jeder von uns schon mal einen derartigen Fehler begangen hat. Aber sobald ich etwas Falsches getan habe – sei es absichtlich oder unabsichtlich passiert – hat es mir sofort leidgetan und ich habe alles getan, um aus meinem Fehler zu lernen. Aus seinen Fehlern zu lernen scheint aber leider einem gewissen Anteil der Reisenden überhaupt gar keine Wichtigkeit zu haben. Wenn wir jedoch so weitermachen, wird unsere Welt bald nicht mehr so schön sein, wie sie das momentan zum Glück noch ist.

Unfreundlichkeit auf Reisen zähle ich übrigens auch zum Reise Egoismus. Oder unvorbereitetes Reisen. Denn all das führt dazu, dass die Urlauber, die nach derartigen Egoisten einen Ort bereisen, mit Einschränkungen leben müssen. Doch unfreundliche Reisende entstehen unter Umständen unfreundliche Gastgeber und durch missachtete Regeln entstehen noch viel strengere Regeln. Unvorbereitetes Reisen führt zu Zwischenfällen und Zwischenfälle führen zu noch mehr Verboten und Unwillen. Das alles muss nicht sein! Sparen wir uns alle zusammen den Egoismus!

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#270 Als Paar reisen ist nicht für jeden das richtige

Er und sie. Sie und er. Die zwei auf Reisen. Was ist typischer als das? Ein Pärchen, das gemeinsam um die Welt jettet oder auch nur Urlaub macht. Das ist das klassische Beispiel der modernen Reiseszene. Klar verreisen die Menschen auch gerne alleine, in großen Gruppen oder mit engen Freunden. Trotzdem scheint ein deutlicher Trend zu Paarreisen zu gehen.

Doch ist das immer das Richtige? Pauschal lässt sich das natürlich nicht beantworten. Ganz grob aber kann man eine Abschätzung abgeben: Paare, die große Teile ihrer Freizeit zusammen verbringen, eine ähnliche Meinung darüber vertreten, wie ihr Reisestil auszusehen hat und darüber hinaus zu Kompromissen bereit sind, werden mit großer Wahrscheinlichkeit auch auf Reisen oder im Urlaub sehr glücklich zusammen sein.

Anders ist es, wenn einer oder schlimmstenfalls beide eine klare Vorstellung davon haben, wie die Reise auszusehen hat. Wenn die Vorstellungen zu weit auseinanderklaffen, hat das dickes Konfliktpotenzial. Da hilft dann höchstens Vernunft und die Bereitschaft, faire Kompromisse einzugehen.

Wenn man sich so umschaut, scheinen irgendwie die meisten Paare der Ansicht zu sein, dass es sich einfach gehört, zusammen in den Urlaub zu fahren. Da muss man aber auch mal lernen, ganz klar zu widersprechen. Egal wie groß die Liebe ist, nicht jedes Paar kann jede Aktivität zusammen genießen. Das kann eben auch das Reisen sein. Dann ist es nun mal so und daran ist nichts Falsches. Dann habt ihr eben hierbei euer Hobby gefunden, welchem ihr am liebsten getrennt voneinander nachgeht. Umso schöner ist es auch, sich danach wiederzusehen. In unseren Zeiten neigt man häufig dazu, sich zu sehr von der Masse beeinflussen zu lassen, was bedeutet, dass die Individualität untergeht.

Wer jedoch schon oft zusammen im Ausland unterwegs war, der weiß aber auch, wie sehr einen solche Erfahrungen zusammenschweißen können. Alles eine Typensache! Aber kein Zwang und keine Selbstverständlichkeit. Felix und ich reisen zum Beispiel gerne und problemlos zusammen, dafür essen und kochen wir zu Hause häufig getrennt, obwohl wir zusammenwohnen. Auch etwas ungewöhnlich in der alltäglichen Norm, aber so sind dann eben wir. Jeder braucht irgendwo seinen Freiraum und seine Individualität.

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#269 Was ist Reisen für dich?

Die Frage ist einfach. Die Antworten sind vielfältig. Der eine reist, um sich zu entspannen, der andere, weil er auf Abenteuer steht. Mancher will nur am Strand liegen, der nächste in fremden Kulturen abtauchen. Doch was steckt dahinter? Was treibt uns wirklich an? Natürlich können wir nur für uns selber sprechen. Vielleicht jedoch findest Du dich ja in unseren Gedanken wieder.

Noch vor ein paar Jahren, während unserer ersten gemeinsamen Urlaube, hätte man uns wohl eher zu den Genussreisenden gezählt. Diejenigen, die ein bis zweimal im Jahr an ein hübsches Plätzchen kommen, um sich dort für eineinhalb Wochen niederzulassen und nicht allzu viel sonst tun. Weder haben wir die Gegend der Urlaubsorte ausgiebig erkundet noch uns besonders mit den Kulturen vor Ort befasst. Unser Tagesziel war es, am Strand zu faulenzen und abends ein leckeres Eis zu verdrücken. Versteht uns bitte nicht falsch. Daran ist rein gar nichts falsch. Der Urlaub ist schließlich zum Ausruhen und Kraft tanken da. Doch heute reicht uns das persönlich einfach nicht mehr. Wir wollen mehr.

Heute nennen wir unseren Urlaub nicht mehr Urlaub. Wir machen keinen Urlaub, sondern wir reisen. Die Bezeichnung „Urlaub“ erschien uns immer weniger passend für das, was wir da inzwischen betreiben. Nach einer langen Reise durch ein fernes Land fühlen wir uns sicher nicht relaxt. Wir sind glücklich, verzaubert und voller neuer Bilder im Kopf. Aber keinesfalls entspannt oder ausgeruht. Kraft haben wir auch keine getankt. Wir haben sie eher verbraucht.

Auf einem fremden Kontinent unterwegs zu sein, bedeutet, dass man seine Grenzen immer weiter ausdehnt. Jedenfalls wenn man vorgesteckte Grenzen hat. Es gibt Menschen, die sind frei von jeder Einschränkung und stürzen sich ohne Wenn und Aber in jedes neue Abenteuer. Diese Menschen sind wohl zu beneiden. Es muss schön sein, diese Welt zu erkunden und sich dabei niemals selber im Weg zu stehen.

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#268 Alternativ reisen – Was bedeutet das?

Was heißt es alternativ zu reisen? Muss man dazu Hippie sein? Nachhaltig reisen oder einfach nur einen Wohnwagen besitzen? Verzichtet ein Alternativreisender auf das Fliegen oder trägt er lediglich alternative Klamotten? Falls du all diese Frage im Kopf hast, dann wollen wir damit jetzt mal endlich aufräumen! Also Klartext: Was meint alternatives Reisen?

Zunächst lässt sich sagen, dass man alternativ Reisen nicht als einen pauschalen Begriff einordnen darf! Alternativ steht einfach dafür, sich nicht der Masse anzuschließen. Wo, inwiefern oder in welcher Hinsicht man das tut, bleibt jedem selbst überlassen. Denn Alternativreisender steht für einen Menschen, der seinen eigenen Weg geht! Und einen eigenen Weg, den kann man nicht klassifizieren!

Wer alternativ reist, der möchte sich nicht dem klassischen Bild von einem Urlauber anschließen! Oder ihm gefällt es einfach besser, sein eigenes Ding aus dem Reisen zu machen. Vielleicht hat er aber auch einfach zufällig eine Reiseart gefunden, die ungewöhnlich ist! Es gibt tausend Gründe, warum man alternativ reist. Kein Grund ist richtig oder falsch! Eine Reise ist etwas Persönliches und soll dir dein Glück bringen. Was für dich Glück bedeutet, das entscheidest du selbst.

Natürlich gibt es auch sehr stark alternative Reisearten. Wir mit unserem Kleinwagen, in dem wir übernachten, fallen schon ab und an unter die Rubrik des Augenbrauenhochziehens. Und ich meine, was ist daran schon so dermaßen außergewöhnlich. Viele Menschen campen oder übernachten in Autos. Unser Auto ist einfach etwas kleiner als der typische Camper! Dafür hat es dennoch seine Vorzüge!

Sehr viel mehr gucken die Leute, wenn jemand im Krokodilkostüm um die Welt läuft – beispielsweise! Dann wird getuschelt und alle fragen sich, was wohl dahinterstecken mag! Doch ich finde, dass jede Art zu reisen legitim ist! Solange man sich selber treu ist, ist man glücklich mit dem, was man tut! Hoffe ich jedenfalls!

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#267 Fremden Kulturen begegnen

So vielfältig wie wir Menschen aussehen, so vielfältig sind auch die Gedanken in unseren Köpfen. Vielleicht sogar noch vielfältiger! Jeder Mensch vertritt andere Ideale und Normvorstellungen. Viele davon sind von der Außenwelt vorgegeben und einige gehören ganz uns. Umso mehr Personen und Charaktere wir kennenlernen, umso mehr Denkweisen und Verhaltensregeln kreuzen unseren Weg.

Das Gute und auch Schlechte an den meisten Menschen ist, dass wir leicht beeinflussbar sind und häufig dazu neigen, uns anzupassen. Wir wollen lieber ein Teil der Masse sein, als wie ein bunter Vogel hervorzustechen. Ob das falsch oder richtig ist, darüber lässt sich streiten und das ist momentan nicht unser Thema – zum Glück! Darüber könnte man nämlich gleich ein ganzes Buch schreiben. Wir stellen uns hier eine andere Frage: Wie funktioniert unser Anpassungstrieb da, wo mehrere Welten aufeinanderprallen?

Das Schwierige an der zunehmenden Globalisierung und der steigenden Reiselust ist, dass ganze Menschengruppen an Orten eintreffen, die einer völlig fremden Kultur folgen und ihre besonderen Regeln jahrhundertelang geübt und praktiziert haben. Würde nur ein einzelner Fremder hinzukommen, wird dieser kaum eine andere Wahl haben, als sich zumindest rudimentär anzupassen. Doch mit dem altbekannten Massentourismus ist das eine ganz andere Geschichte. Ein Strom kulturähnlicher Menschen treffen an einem Ort ein. Da sie sich in der Gruppe sicher fühlen und sich gegenseitig bestärken – wenn auch häufig unterbewusst – fühlen sie sich nicht in der Notwendigkeit, ihr Verhalten und Regeldenken dem der landestypischen Norm anzupassen. Sie bleiben sich selbst treue und legen dadurch eine gewisse Arroganz an den Tag.

Ja, man sollte sich niemals selber aufgeben müssen, um irgendwo dazugehören zu dürfen, doch wer stur und starr auf den eigenen Idealen verharrt, lebt die Globalisierung in einer falschen Art und Weise. Ziel der zunehmenden Verbundenheit der Weltbevölkerung muss es sein, von einander zu profitieren und aus gegenseitigen Erfahrungen und Ansichten zu schöpfen. Dazu braucht es die Bereitschaft, aufeinander zuzugehen und das Interesse aneinander.

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#266 Andorra – Und unser eingesperrtes Auto

Eines sonnigen Dienstags im Dezember sind auch wir endlich auf dem Weg in dieses malerische Bergstädtchen, über das viele reden, aber von dem doch nur wenige genaues wissen.
Die Sonne strahlt und die Berge sind schneebedeckt! Ein unglaublicher Anblick, den man bekommt, wenn man sich für die Passstraße von Frankreich aus durch die Bergwelt der Pyrenäen entscheidet. Diese führt uns durch die schneebedeckte Bergwelt auf luftige Höhen von über 2400 m. Glaubt mir, es gibt so viele Fotomotive und tolle Aussichten, dass man gar nicht weiß, wo man zuerst anhalten soll.

Die Skisaison hat natürlich schon angefangen und gefühlt alle 10 Meter kann man Wintersportler bewundern, die sich anmutig die Hänge herunterstürzen! Selbst Pferde sieht man hier noch vereinzelt auf ihren eingeschneiten Koppeln stehen. Ihr seht, es lohnt sich schon alleine wegen der Fahrt! Man kann natürlich auch bequem per Tunnel anfahren und spart sich den Bergpass, aber glaubt mir, dann verpasst man wirklich was. Und dafür bezahlt man natürlich Maut!

In Andorra angekommen, machen wir dann den Fehler, der uns später noch einen großen Schreckmoment einbringen wird. Die Parksituation in einigen südeuropäischen Ländern ist ja bekanntlich eher besch***. Doch das Glück scheint es gut mit uns zu meinen, denn wir finden relativ schnell eine kostenlose Parkmöglichkeit sehr nahe am Zentrum. Was uns eigentlich schon hätte stutzig machen müssen! Aber na ja, blauäugig lassen wir das Auto stehen und machen uns zu Fuß auf den Weg in die Innenstadt.

Im Stadtkern reiht sich ein Modegeschäft ans andere, dazwischen eine Mall oder einer der zahlreichen Fotozubehörläden. Wer sich mal wieder neu einkleiden will, ist in der großen Fußgängerzone also bestens aufgehoben! Er denkt: Achtet darauf, eure Wegwahl sorgfältig zu treffen, sonst besteht der Tag nur noch aus Shoppen! Ist man aber eher auf der Suche nach kleinen verschnörkelten Gässchen mit ein, zwei Kirchen, sollte man sich ins „Centro Historico“, die Altstadt, begeben. Neben gemütlichen Tapas-Bars und schön eingerichteten Hostels befindet sich dort auch das „Casa de la Vall“, der Sitz des andorranischen Parlaments. Die ganze Stadt schmiegt sich an die umliegenden Berghänge an, deren Gipfel allerdings die Sonne daran hindern, den Talboden zu erreichen, weswegen alles ein wenig grau wirkt.

Besonders schön jedoch ist, dass die Stadt schon passend zur Weihnachtszeit ausgiebig, ja fast schon protzig geschmückt ist und es überall funkelt und glitzert. Auch der WEihnachtsschlitten mit seinen Rentieren ist Vorort.
Ein ganz besonderes Highlight ist auf jeden Fall der Weihnachtsmarkt. Der ist auch wirklich umwerfend. Unter einem funkelnden Lichterketten-Himmel stehen kleine einladende Holzhütten und bieten allerlei interessante Dinge an. Allgemein ist er recht spanisch geprägt. Sprich, er besteht eher aus Verkaufsständen als aus kulinarischem Vergnügen. Neben Kuchen gibt es nur einen Stand mit Essen und das kommt ausgerechnet aus unserer Heimat Bayern. Nebst Brezeln und Wurscht gibt’s sonst noch deutsches Bier – da muss man dann doch mal schmunzeln. Sie denkt: Spätestens wenn ihr ihm eine Bratwurst ausgebt, hat sich euer Freund dann auch wieder beruhigt und ist darüber hinweg gekommen, dass er stundenlang auf dem Weihnachtsmarkt mit euch Geschenke aussuchen musste.

Abgesehen davon hat Andorra-la-Vella allerdings leider nicht allzu viel zu bieten und wir waren auch eher etwas enttäuscht. Die Stadt versprüht nicht unbedingt den Flair von einem romantischen Bergstädtchen, das ich mir erwartet hatte. Na ja, vielleicht war das aber auch genauso unbedacht wie die Geschichte mit dem Auto. Die müssen wir ja noch zu Ende erzählen. Als unsere Erkundungstour dem Ende zugeht und unsere Beine uns so langsam aber sicher nicht mehr tragen können, machen wir uns auf dem Rückweg zu unserem Parkplatz. Da erwartet uns die große Überraschung.

Unser Auto ist neuerdings eingesperrt. Klar, den Zaun und die Schranken hatten wir auch am Morgen bemerkt, aber da waren Letztere noch sperrangelweit offen. Zu unserer Verteidigung es gab auch nirgendwo ein Schild oder sonst irgendwas. Nun aber waren die Schranken fest verschlossen. Völlig verwirrt stehen wir also da und fragen uns, wie wir da jetzt unser Auto herausbekommen sollen. Ich meine, einfach den Zaun umfahren, ist wohl auch in Andorra keine legale Lösung. Nach längerem verzweifeltem Herumirren ist zu unserem Glück vor irgendwoher ein Parkwächter aufgetaucht (auch der war am Morgen noch nicht da) und hat sich unserer verwirrenden Situation angenommen. Noch besser: Nachdem wir unsere Geschichte erzählt hatten, hat er uns sogar erklären können, was passiert war. Am Morgen hatte es einen technischen Ausfall gegeben und alle Schranken des sonst kostenpflichtigen Parkplatzes standen deshalb für alle Welt offen. Und dann kam das allerbeste: Breit grinsend hat er für uns die Schranken noch einmal geöffnet und wir konnten ohne einen Cent zu zahlen, endlich unseren Heimweg antreten.
Da wir das mit dem Parken in Andorra leider nicht so erfolgreich gemeistert haben … falls ihr einen Tipp habt, wo man in Andorra kostenlos parken kann, dann nur her damit, bitte!

Unser Fazit: Während sich Andorra zwar sehr gut zum Skifahren und Shoppen eignet, schlendert man anderswo schöner – Schneespaziergänge ausgenommen! Wir waren weit weniger begeistert im Vergleich zu ähnlichen kleinen Staaten wie Monaco oder San Marino. Die Hauptstadt wirkte auf uns mehr trist als schön und ausgenommen von der kleinen historischen Altstadt kann man nicht zu viel Interessantes entdecken. Empfehlenswert ist das Fürstentum aber trotzdem für alle Wintersportler und im Sommer bietet die Bergwelt auch zahlreiche Möglichkeiten. Von einem reinen Städtetrip würden wir aber abraten.

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#265 Einen Reiseblog betreiben

Oft haben wir ein straffes Programm. Worüber wir uns ehrlich gesagt jedes Mal aufs Neue ärgern. Wir wollen eigentlich gar kein Programm. Wir wollen alles gemütlich und ausgiebig erkunden. In der Ruhe liegt die Kraft. Ist das nicht so? Aber das allseits bekannte Zeitproblem verfolgt uns schonungslos durch jede einzelne Reise. Egal, wie viel Zeit wir uns nehmen, egal ob wir vorher denken: „Das wird supereasy. So und so viele Wochen sind mehr als genug für Land XY!“ Hinterher ist man immer schlauer. Fakt ist: Die Zeit reicht nie, nie, nie!

Es wird immer deutlicher: Wir müssen lernen, Nein zu sagen. Nein zu manchen Sehenswürdigkeiten oder Orten. Alles schafft man eben nicht. Bisher fällt uns das Nein-Sagen deutlich schwer. Häufig taumeln wir am späten Abend nach einem vollgestopften Tag schlaftrunken zurück in unsere Unterkunft. Davor sind wir als letzte Gäste in einem leeren Lokal fast über unseren Tellern eingeschlafen. Bevor uns die Augen endgültig zufallen, murmeln wir voller Hoffnung: „Morgen wird das besser!“

Ihr könnt es euch wahrscheinlich denken. Morgen wird es nicht besser. Am nächsten Tag blüht uns das gleiche Spiel. Wir verstehen, wenn Du dich jetzt fragst: „Was soll das alles? Was für einen Blödsinn machen die da eigentlich? Das ist doch völlig am Ziel vorbei.“ Ganz ehrlich, damit hast Du auch recht. Als wir die Idee zu unserem Blog entwickelt haben, war uns noch nicht ganz klar, wie viel Arbeit dahinter verborgen sein würde. Die erste Voraussetzung für uns, um über etwas zu berichten, ist es, jeden noch so kleinen Ort selber besucht zu haben. Wir wollen keine Halbwahrheiten oder lückenhafte Artikel abliefern. Wir müssen auch nicht den zehntausendsten Bericht über die „Top 10 Sehenswürdigkeiten in Marrakesch“ schreiben. Wer würde den noch lesen. Orte wie Asilah oder Meknès, die sind es wert, über sie zu berichten.

Aber jetzt mal unter uns: Wir lieben unsere Aufgabe. Wir gehen förmlich darin auf. Gut, ab und zu sehen unsere Gespräche auch so aus: „Wir brauchen noch ein Foto von diesem Tempel!“ – „Sollen wir anhalten?“ – „Mhhm, okaaay! Machst du das Bild?“ – „Was ich?! Ich war eben erst dran!“ Solche Wortwechsel gibt es normalerweise aber erst mit zunehmender Müdigkeit nach einem ereignisreichen Tag.

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#264 Ängste auf Reisen

Wir alle haben Ängste. Das ist so was von normal und manchmal sogar sehr hilfreich. In einem fremden Land ist alles neu und unbekannt. Oft verlassen wir dabei unsere Wohlfühlzone und verzichten auf altvertraute Sicherheitsnetze. Dass das einen auch mal in Unruhe stürzt oder zu sorgenvollen Gedanken führt, ist verständlich und nichts, weswegen man sich schämen müsste. Am besten spricht man seine Gedanken in solchen Momenten laut aus und kommuniziert offen darüber. Das hilft dir, unnütze Sorgen loszuwerden und beugt einem möglichen Gedankenkarussell vor.

Angst kann man vor so vielen Dingen haben. Davor fremde Leute anzusprechen, sich in einer fremden Sprache unterhalten zu müssen, vor Krankheiten, vor unbekannten Gefahren oder vor giftigen Tieren. In unseren Köpfen sind diese Bedrohungen real und häufig schlimmer, als sie es in Wirklichkeit sind. Wer öfters mal in Reiseforen unterwegs ist, der liest dort die wildesten Befürchtungen. Die Menschen erkundigen sich nach Schlangenbegegnungen, Tsunami-Sorgen werden geäußert und die Gefahr einer Entführung in Aussicht gestellt.

Dann gibt es auf der anderen Seite aber auch den Schlag Reisender, die sich überhaupt null Gedanken machen und sich, ohne jegliche Erkundung einzuholen, ins nächste Abenteuer stürzen. Zwar wird derjenige weniger Sorgenfalten davon tragen, aber dafür möglicherweise unbedacht in eine missliche Lage hineinstolpern.

Ich denke, der wahre Weg liegt irgendwo dazwischen. Man muss ehrlich sagen, die eine richtige Methode mit Ängsten und potenziellen Gefahren umzugehen, die gibt es nicht. Jeder muss das mit sich selbst und seinem Gewissen vereinbaren. Was ich selber gelernt habe, ist, dass die meisten Ängste unbegründet und übertrieben sind. Jedenfalls die Ängste, die ich häufig mit mir herumtrage. Kommen wir noch mal auf das Schlangen-Beispiel von vorhin. Vor meiner Sri-Lanka-Reise hatte ich mich ein wenig eingelesen, wo auf der Insel man Schlangen treffen könnte. Als ich die Entdeckung machte, dass die Reptilien wohl auch des Öfteren in der Hauptstadt Colombo gesichtet werden, war das für mich etwas schockierend. Nach dieser Information nahm ich an, dass sie dann ja wohl überall herumfleuchen. Letzten Endes habe ich nach knapp drei Wochen im Land nicht eine einzige gesehen. Und ich bin wirklich weit herum gekommen. Von Wanderungen über Stadtbesuche bis hin zu Safaris war alles dabei. Nur eben keine Schlange! Da sieht man nicht jede Angst bewahrheitet sich. Die meisten bleiben zum Glück nur Gespenster in unserem Kopf!

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#263 Flugangst auf Reisen

Flugangst zu haben, ist unglaublich nervig. Vor allem, wenn man so reiseverliebt ist, wie ich es bin. Vor jedem Flug zittern meine Beine, ich verspüre schlimme Übelkeit und würde am liebsten davonrennen. Wenn ich schließlich im Flugzeug sitze und das große Monster Geschwindigkeit aufnimmt, bin ich mit Sicherheit davon überzeugt, dass ich dieses Mal hier nicht wieder herauskommen werde.

Warum steige ich trotzdem ein? Die Antwort ist klar und braucht kaum Erklärung: Ich liebe es zu reisen! Das Reisen ist mir die Überwindung meiner Ängste wer! Und manche Orte erreicht man eben nur mit dem Flugzeug.

Wer selber Flugangst hat, der kennt mein Dilemma bestimmt. Es ist so ein unangenehmes Gefühl zu wissen, dass ein toller Urlaub vor einem liegt, man sich aber nicht darauf freuen kann. Früher war meine Angst vor dem Fliegen so stark, dass ich schon Tage vorher nicht mehr sorgenfrei schlafen konnte und mitunter regelmäßige Albträume erlitt. Das hat sich mit der Zeit relativiert. So richtig mies geht es mir nur noch in den Stunden vor dem Abflug und während des Fluges. Trotzdem begleitet mich in den Tagen vorher noch immer ein dumpfes, ungutes Gefühl. Auch wenn ich inzwischen weiß, dass Flugzeuge nicht einfach vom Himmel fallen, fehlt mir nach wie vor ein ausgeprägtes Vertrauen in ihre Funktionskraft. Deshalb dämpft der bevorstehende Flug meine Reiselust jedes Mal um Längen. Ich beschäftige mich vielmehr damit, was im Falle eines Absturzes passieren würde, als daran zu denken, welche tolle Abenteuer vor mir liegen! Das anzugehen ist mein nächstes Ziel! Ich wünsche mir von Herzen, mich irgendwann einmal auch auf eine Flugreise zu freuen. Ohne Wenn und Aber! Mal schauen, ob sich mir dieser Wunsch erfüllt.

Um ehrlich zu sein, ist meine Flugangst für mich keine allzu große Einschränkung, sondern etwas, womit ich zu leben gelernt habe, indem ich mich wieder und wieder damit konfrontiert habe! Dennoch trage ich immer ein paar Zusatzgewichte in meinem Koffer herum. Das muss nicht unbedingt sein!

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Reisen

#262 Antizyklisch reisen – Wer reist schon gerne, wenn alle reisen?

Überfüllte Strände und Waldbrände, teure Unterkünfte und keine freien Stellplätze. Dieses und jenes! Da ließe sich gut noch ein wenig weiter lamentieren. In der Hauptsaison zu reisen, bedeutet meistens ein gewisses Maß an Unannehmlichkeiten. Darauf hat nicht jeder Lust! Es lässt sich natürlich keineswegs immer vermeiden, aber wenn möglich, umgehen wir die alljährliche Massenbewegung ins Ausland sehr gerne. Als Studenten und Selbstständige hatten wir bisher auch immer den Luxus, nicht an feste Urlaubszeiten oder Schulferien gebunden zu sein. Da ist dann nur noch ein bisschen Flexibilität und schlaues Planen vonnöten und schon sitzt man völlig alleine am Traumstrand schlechthin.

Auch wenn man nicht immer genau voraussagen kann, wie es ist, außerhalb der Saison an einen Urlaubsort zu reisen, haben wir meistens sehr gute Erfahrungen gemacht. Ein Beispiel: Als wir 2019 im Mai über die Azoren gehüpft sind, waren wir auf fast jedem Campingplatz die einzigen Gäste. Manche Campingplätze hatten noch nicht einmal geöffnet und wir durften infolgedessen regelmäßig kostenlos übernachten. Zwar ohne Sanitäranlagen, aber mit freundlichen Camp-Besitzern, die noch so richtig in Plauderstimmung waren. Wie gesagt, mit etwas Flexibilität findet sich immer ein Weg. Als dann der Juni über die Inseln inmitten des Atlantiks hereinbrach, wendete sich das Blatt deutlich. Plötzlich teilten wir unsere Campingplätze mit mehr und mehr Besuchern und die touristischen Hotspots wurden nach und nach „entprivatisiert“.

Auch in anderen Ländern haben wir derartige Erfahrung bereits gesammelt. Ob du Kroatien im Juli oder Ende September besuchst, macht einen gigantischen Unterschied. Einmal hast du die klassische Situation, in der du kaum einen Quadratmeter frischer Luft für dich findest – zumindest an der Küste. Knapp zweieinhalb Monate später liegt das Meer dann so verlassen da, dass du dich fragst, ob du dir die ganze Sache nur eingebildet hast! Schon irgendwie verrückt oder?

Antizyklisch reisen funktioniert natürlich nicht immer und überall – so richtig Bock auf eine Reise zur Hurricane-Saison haben wir bisher noch nicht verspürt! Letztendlich ist es aber eine gute und nervenschonende Sache und wir werden es wann immer möglich in die Tat umsetzen.

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Lifestyle

#261 Arbeite an deiner Einstellung

Du bist du! Das und nichts anderes ist die Wahrheit! Doch wer bist du wirklich? Wer du bist, das spiegelt sich viel in deiner Einstellung zur Welt wieder! Deine Einstellung begründet dein Handeln und wächst aus deinen Erfahrungen. Wie du handelst, beeinflusst deine Erfahrungen maßgeblich. Also ist die Einstellung mit deinem Handeln fast untrennbar verbunden. Sie erwächst aus ihm und bildet seine Grundlage. Unglaublich, wie kompliziert wir Menschen schon wieder sein müssen!

Dass deine Einstellung und dein Handeln derart kreislaufförmig miteinander verbunden sind, ist eine wichtige Erkenntnis. Denn nun weißt du, dass du beides immerfort hinterfragen musst. Nur so kannst du freies und unbeeinflusstes Handeln gewährleisten. Hänge dich nicht an dir selber auf, indem du veraltete Einstellungen zur Maxime deines Handelns werden lässt.

Ein Beispiel: Jemand hat die Erfahrung gemacht, dass fremde Menschen ihn grundsätzlich nicht mögen. Seine Einstellung zu fremden Menschen wird demnach eher negativ sein! Wie wird er sich also gegenüber jemanden verhalten, den er nicht kennt? Möglicherweise misstrauisch, ablehnend und keineswegs offen. Was wird die Folge daraus sein? Logischerweise, dass er bei den meisten fremden Menschen, die er kennenlernt, nicht so gut ankommt. Das wird seine Haltung logischerweise wieder bestätigen und erhärten. Und was ist an alldem schuld? Eine schlechte Erfahrung, die vielleicht sogar schon jahrelang zurückliegt. So was ist so dermaßen menschlich. Leute, uns allen passiert das! Also hört auf, euch von alten Verhaltensmustern leiten zu lassen. Dazu bleibt einem nichts anderes übrig, als seine Einstellung zu überdenken. Doch wie macht man so etwas? Ganz einfach: Man geht ins Gespräch über sich selbst. Mit seinen engsten Mitmenschen oder mit sich selbst. Man thematisiert die eigenen Schwachstellen und wiederkehrende Verhaltensmuster. Man sucht in seiner Vergangenheit nach Gründen und schlechten Erfahrungen. Und dann, wenn man soweit ist, lässt man die unguten Erfahrungen los. Lebe ohne deine alten Erfahrungen. Sie gehören nicht zu dir! Bau dir neue Meinungen von der Welt auf, die dich in die richtige Richtung leiten.

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Reisen

#260 Betteln auf Reisen

Seit Längerem gehen Bilder von Reisenden um die Welt, die ihre Reise mit Bettelei finanzieren. Da greift man sich schon an den Kopf. Es geht hier nicht um arme Menschen, die auf Geld von anderen angewiesen sind, sondern um junge Erwachsene, die es für angemessen halten, in einem Land zu betteln, wo viele Leute nicht einmal die Chance haben, ihre eigenen Staatsgrenzen hinter sich zu lassen. Diese Leute, um Geld für eigene Reisen zu bitten, grenzt fast schon an morbide Ironie.

Ich finde es in den meisten europäischen Ländern vertretbar, wenn Reisende sich Geld für ihr Weiterkommen verdienen, indem sie Musik auf der Straße spielen oder vergleichbare Kunst aufführen. In Europa herrscht ein allgemeiner Wohlstand und jeder entscheidet selbst, ob er etwas spenden möchte oder nicht.

In anderen Ländern gelten da jedoch völlig andere Regeln. Es gibt Kulturkreisen, in denen zählt es als Verpflichtung, einem Bettler Geld zu geben. Was wenn diese Menschen sich also gezwungen fühlen, jemanden Geld für seine Reise zu spenden, der höchstwahrscheinlich an einem Tag zehnmal so viel ausgibt, als sie selbst in einem Monat verdienen. Natürlich habe ich keine festen Zahlen, die ich hier beweisführend anbringen kann. Es gibt auch in den Ländern, die wir als verarmt einstufen, viele Menschen, die alles andere als arm sind. Trotzdem ist es eine Schmach, in einem Land als vergleichsweise reicher Gast zu betteln, wenn ein paar Kilometer weiter Menschen verhungern. Auch wenn diese bettelnden Reisenden nur an touristischen Orten betteln sollten und lediglich andere Reisende um Geld bitten, ist und bleibt dieses Unterfangen in meinen Augen unmoralisch. Schließlich sollte das Geld, welches Touristen in ein Land bringen, dem Land selbst zu gute kommen. Wer in einem Urlaubsland Geld an Bettler verteilen möchte, der sollte es denen zukommen lassen, die in der Region heimisch sind und das Geld wirklich zum Leben benötigen.

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Reisen

#259 Freundschaft gekündigt?!

Nicht jede Freundschaft hält einer gemeinsamen Reise stand. Da gibt es die und die Arten von Freundschaft. Manche Freunde sollten sich nur einmal pro Monat auf einen Kaffee treffen und ansonsten möglichst keinen Kontakt miteinander pflegen. Dann funktioniert die Freundschaft wunderbar. Aber eine Kontakt-Überdosis wäre dann so was wie ein blinder Angriff ohne jede Chance auf ein positives Ende. Manch eine Freundschaft braucht einfach eine gewisse Distanz und dann ist alles wunderbar. Like best friends forever! Nun gut, Ironie beiseite. Es gibt wirklich die und die Freundschaften. Als Freunde sollte man aber eigentlich nur diejenigen Menschen im Leben zählen, mit denen man auch von Herzen gerne Zeit verbringt. Alle anderen sind eher so was wie Bekannte.

Doch egal wie dick du mit jemanden bist, das muss nicht bedeuten, dass ihr auch die besten Reisekumpanen wärt. Zusammen reisen ist eine große Herausforderung. Reisen bringt Schwierigkeiten, Stress, tagelanges aufeinander hocken und, und und! Hinzu kommt, dass wir alle die unterschiedlichsten Vorstellungen davon haben, wie die perfekte Reise auszusehen hat. Und da wir eben alle nur Menschen sind, sind wir dann schnell mal unamused, wenn etwas nicht so läuft, wie wir uns das vorgestellt haben. Was dann folgt, ist ebenfalls menschlich: Vorwürfe, Beschimpfungen, Schuldzuweisungen und böse Worte. Zwei Wochen später fliegen ehemalige Freunde als geborene Feinde nach Hause. Zumindest sollen solche Dinge passieren.

All diesen Komplikationen beugst du am besten vor, indem du dir gut anschaust, mit wem du vorhast du verreisen. Ist das eine Person, mit der du gut reden kannst? Seid ihr euch häufig einig und habt grundlegend die gleichen Einstellungen in Sachen Reisen? Habt ihr schon öfters über einen längeren Zeitraum miteinander verbracht und bringt euch ein gefestigtes Vertrauen hingegen? Reisepartner müssen sich so freundschaftlich gegenüberstehen, dass sie auch im Fall eines Ärgernisses in der Lage sind, problemlos miteinander zu kommunizieren. Das ist alles gegeben? Na dann los, einer gemeinsamen Reise steht nichts im Weg! Reisen schweißt schließlich auch zusammen!

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Fotografie

#258 Bildbearbeitung – ja oder nein?

Lange haben wir diskutiert, viel versucht und so richtig einig sind wir uns noch heute nicht. Vor ein paar Jahren war ich der festen Ansicht, dass man ein Bild so lassen sollte, wie es ist. Daran rumbasteln, photoshopen und mit Instafiltern darüber kleistern, das geht gar nicht! Zum Teil sehe ich das heute noch genauso – zumindest in dem Part, der die Instafiter betrifft, bin ich mir glücklicherweise treu geblieben. Doch andere Ideale habe ich schnell und umfassend abgelegt.

Wer in der heutigen Zeit im Raw-Format fotografiert und diese Bilder später im Internet nutzen will, der kommt um eine gewisse Bearbeitung fast gar nicht mehr herum. Raw-Bilder sind in sich selbst nicht vollständig – wenn man es mal auf die Basis herunter bricht! Sie benötigen eine wenn auch noch so kleine Modifikation. Zumindest muss man sie durch einen Raw-Converter jagen. Doch das, was bei der rudimentärsten Bearbeitung herauskommt, ist häufig so enttäuschend, dass es neben all den glänzenden, farbenfrohen Fotografien im Internet richtig kläglich erscheint. Nachdem ich auf Instagram zuerst ein nur leicht bearbeitetes Bild hochgeladen hatte und darauf quasi null Reaktionen erhalten habe, versuchte ich es am nächsten Tag mit einem ähnlichen Bild aber auf das Beste optimiert. Ihr dürft raten, wie die Reaktionen ausfielen!

Völlig mich selbst verlieren und meine Ideale auch noch bis ins Letzte verraten, das möchte ich aber nicht! Deswegen habe ich mir das Ziel gesetzt, dass die Bearbeitung meiner Bilder zumindest noch im authentischen Bereich bleiben soll. Die Farben sollen nicht so fake sein, dass es jeder auf den ersten Blick erkennt, sondern zumindest im Zusammenhang mit der Realität stehen. Manchmal verleitet dieses ganze Bearbeiten leider aber auch mich genau zu solchen Ergebnissen. Ein Skyoverlay war aber bisher noch nicht dabei!

Für uns alle gilt, dass wir selber einen Weg finden müssen, den wir gehen möchten! Irgendwo zwischen der reinen Wahrheit und der puren Verfälschung ist für jeden ein Platz.

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Lifestyle

#257 Bauch siegt über Kopf – schön wär’s!

Gedanken bringen einen oft in eine Lage, in der man lieber nicht sein möchte. Sie machen alles so unnötig kompliziert und lassen einen mit rasendem Kopfschmerz zurück. Denkst du zu viel, leidest du unter nicht endenden Gedankenkarussells. Denkst du zu wenig, stürzt du dich möglicherweise aus Unbedachtheit ins Verderben! Wie immer liegt die Zauberkraft in der goldenen Mitte. Doch wo genau findest du die?

Zunächst einmal ist wichtig zu betonen, dass es nicht nur darum geht, ein Mittelmaß in der Gedankenvielfalt zu finden. Viel wichtiger ist, dass du deine eigene Mitte findest. Okay, dann mach mal! Finde deine Mitte! Ist ja sicher keine große Mühe für dich! Schön wär’s! Das Kreisen um unsere Mitte ist wohl so was wie der Lebensschwerpunkt für uns Menschen. Manchmal sind es größere Kreise, die wir ziehen, ein anderes Mal bewegen wir uns fast auf einem Punkt. Das soll heißen, dass wir das eine Mal schon so gut wie in unserer Mitte angekommen sind, während wir zu anderen Lebenspunkten kaum weiter entfernt sein könnten. Das ist normal, treibt einen aber ab und zu zur Verzweiflung.

Wo befindet sich deine Mitte? Im Kopf wohl eher nicht! Nein, da musst du woanders suchen! Dein Kopf ist Ort der Vernunft, des Abwägens und Anstacheln. Jedoch kein Ort der Ruhe oder ein Ort, an dem man sich findet. Deine Mitte wird wohl eher in der Gegend deines Bauches oder deines Herzens befinden. Am besten probierst du einfach Folgendes aus: Lass einmal alles um dich herum völlig still werden. Die Gedanken drehst du still, so gut das eben klappt und fühlst nur noch in deinen Bauch. Was bemerkst du? Wärme, Kälte oder vielleicht auch Angespanntheit? Dein Bauch verrät dir eine Menge über dich! Wenn er sich leicht zusammenzieht, heißt das zum Beispiel, dass du dich unwohl fühlst. Merkst du rein gar nichts? Dann geht es dir wahrscheinlich momentan einfach gut! Dich belastet nichts und du läufst auch vor nichts davon! Dahin wollen wir alle! Und die größte Chance, dorthin zu kommen ist, dass du möglichst oft in dein Innerstes hörst und deine Gefühle wahrnimmst. Denn dann weißt du wirklich, was in dir vorgeht und was du dir wünscht.

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#256 Bitte arbeitet nicht nur eine vorgefertigte Bucket-Listen ab

Schon oft gehört, aber wohl nicht unbedingt kapiert! Dieser Bucket-Listen Kram hält auch nicht das, was er verspricht! Angepriesene Orte enttäuschen, während die, die du nicht auf dem Schirm hattest, dich buchstäblich von den Füßen hauen! Diese Aussage hat zwar weder einen pauschalen Anspruch auf Wahrheit, noch trifft sie auf jeden Menschen zu, doch um ehrlich zu sein, erging es mir persönlich häufig so! Orte und Länder, die ich mir in den schillerndsten Farben ausgemalt hatte, erstarrten vor meinen Augen zu grauen, lustlosen Touristenmagneten, die nur mit richtig viel Sättigung ein gutes Foto abgeben. Diese Erfahrung habe ich schon mit Stränden, Städten oder auch Nationalparks gemacht. Manchmal sind wir im Anschluss deprimiert ins Auto gestiegen, nur um der Straße ein paar Kilometer von den Massen weg zu folgen und das wahrhaftige Paradies vorzufinden.

Zusammenfassend will ich dir sagen, dass Bucket-Listen, die dich nur an die beliebten Hotspots der heutigen Tourismusbranche führen, wahrscheinlich nicht unbedingt das pure Glück für dich bedeuten werden. Um wirklich einzigartige und erfüllende Erfahrungen zu machen, solltest du den ausgetretenen Pfad verlassen und deine eigenen Spuren im Sand hinterlassen.

Klar sind die meisten Orte, die inzwischen berühmt und beliebt geworden sind, häufig beeindruckend und mitunter sogar beispiellos! Trotzdem sind sie überfüllt, kosten möglicherweise Eintritt und um ein annehmbares Foto zu bekommen, musst du bereits in der ersten Minute nach der Eröffnung auf der Matte stehen. Wen sich daran nicht stört oder wer nicht so süchtig nach den einsamen und authentischen Plätzen ist, der sollte sich aber noch um einen weiteren Punkt Gedanken machen. Orte, die jährlich Abermillionen Menschen anpilgern, werden nicht für immer so rein und unberührt bleiben, wie sie das einst bei ihrer Entdeckung waren. Die Ausschlachtung als spektakulärer Sightseeingspot hinterlässt seine Spuren! Selbst wenn sich der Großteil an die Regeln hält und beispielsweise nicht von den umzäunten Wegen abweicht, wird immer mal wieder irgendein Trottel dabei sein, dem die Erhaltung der Natur etwas zu wenig am Herzen liegt!

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#255 Dankbarkeit

Jeder von uns hat etwas, wofür er dankbar sein kann! Davon bin ich zu einhundert Prozent überzeugt. Jeder, der lebt, darf schon alleine dafür dankbar sein. Denn egal, wie schwer das Leben ist und egal, woran wir glauben, dieses Leben war ein Geschenk. Wer oder was uns unser Leben geschenkt hat, mal dahingestellt. Es geht hier auch gar nicht darum, jemandem gegenüber Dankbarkeit zu empfinden, sondern einfach um das grundlegende Gefühl dankbar für etwas zu sein.

Ein großes Manko der Menschheit ist, dass wir alles für selbstverständlich halten. Egal, wer wir sind und welche Chancen sich uns bieten, viel zu selten halten wir inne und betrachten und nehmen wahr, welche Glückspilze wir sind. Das fängt damit an, dass wir frühs erwachen, dass wir gesund sein dürfen, dass wir genügend zu essen haben, keine Geldsorgen haben oder ein funktionierendes Gesundheitssystem. Es geht bei den Menschen weiter, die an unserer Seite stehen und den Talenten, die wir haben. Die Sonne, die jeden Morgen aufgeht und der grüne Planet, auf dem wir wandeln. Wir haben wirklich eine ganze Menge an Gründen dankbar zu sein. Jeder hat seine ganz Persönlichen!

Doch wenn ich mal ganz ehrlich mit mir selbst bin, dann weiß ich, dass mir meine Privilegien meist erst dann auffallen, wenn ich in die drohende Lage gerate, sie zu verlieren. Wenn mir Angst und Trauer im Nacken sitzt oder ich in einen blöden Streit geraten. Plötzlich sehe ich mein eigentliches Leben im Glanze eines Regenbogens. Die Tage, an denen ich einfach nur an meinem Schreibtisch sitzen und arbeiten darf, erscheinen wir wie Oasen des wahren Glücks. Dabei sind das oft genau die Tage, von denen ich mir einmal wünschte, dass sie so schnell wie möglich vorüber gehen. Wie naiv man sein kann. Jede Sekunde, in der wir versorgt sind und frei von Sorgen um unser Leben oder das Leben unserer Liebsten, sollten wir in tiefster Dankbarkeit verbringen. Viel zu schnell ändern sich die Karten. Also sieh jetzt, was du hast! Damit du es genießen kannst!

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#254 Bootfahren – Das Paradies auf Erden

Die Wellen schwappen gegen den Bug. Das kleine Bötchen wiegt sich hin und her, während die unruhige See an ihm rüttelt. Gemächlich tuckern wir über den Ozean. Weit über uns funkeln die Sterne im tiefschwarzen Nachthimmel und unter uns rauscht das tosende Meer. Dieser Moment ist für mich der perfekteste aller Reisemomente. Ich liebe es, mit dem Boot zu fahren.

Stundenlang könnte ich hier sitzen und in die Ferne blicken. Ich weiß, dass irgendwo im kühlen Nass ein Leben existiert, von dem ich keinerlei Kenntnis habe. Dort treffen sich Delfine mit ihren Freunden und Wale machen sich auf ihre Wanderungen. Vielleicht ist eines dieser Meereswesen ja sogar ganz in meiner Nähe? Wie gerne würde ich jetzt eine Schwanzflosse aus dem Wasser aufragen sehen.

Wenn andere sich schon mit blassgrünen Gesichtern an ihren Sitzen festklammern oder ins Innere des Schiffes zurückziehen, ist es mir oft immer noch nicht wackelig genug. Das Gefühl, wenn das Schiff so richtig schön hin und her schwankt oder über eine große Welle hüpft, finde ich phänomenal. Zugegeben, bisher war ich nur auf großen „Booten“ unterwegs, wenn es ungemütlich wurde. Wie es auf einem winzigen Segelboot bei Windstärke 7 zugeht, weiß ich noch nicht. Ich könnte mir vorstellen, dass das auch mich an meine Grenzen bringen würde.

Warum mir das Schiff fahren so gut gefällt? Nun, dann gibt es nur mich, das Meer und die endlose Weite der Natur. Die Blautöne des Wassers glitzern idyllisch in der Sonne oder versprühen eine mystische Stimmung bei Nacht. Schiff fahren gibt ein Gefühl von Freiheit und Leichtigkeit. Wir bewegen uns fort, ohne dabei den Boden zu verlassen, aber dennoch ist es etwas Neues. Etwas, das man nicht jeden Tag macht. Ich finde übrigens auch, dass man nirgendwo besser schläft als auf einem Schiff. Eingekuschelt in eine Decke wiegen dich die Wellen in den schönsten Tiefschlaf.

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Reisen

#253 Eine Reise zu dir selbst

Reisen bedeutet Abenteuer und Entspannung in einem. Wer neue Orte erkundet, lässt den Alltag links liegen und entkommt seiner Komfortzone. Reisen ist etwas ganz Besonderes. Reisen lässt unsere Herzen höherschlagen und bringt uns dazu über uns selbst hinauswachsen. Hört sich zu sehr nach Klischee an, findest du? Aber alles davon ist wahr!

Wir sprechen hier ganz klar nicht von einer simplen Urlaubsreise. Wer sich für ein paar Tage in einem gemütlichen Hotel einnistet, zur Mittagszeit am Strand döst und abends in einem gehobenen Restaurant sein Mahl einnimmt, der hat mit dem „echten“ Reisen erst mal nichts am Hut. Klar ist das auch eine Form von Reisen und wir möchten das auch keineswegs kleinreden oder auf den Erfahrungen von anderen Menschen herumtrampeln. Jeder reist eben so, wie es ihm Freude bereitet und das ist auch genau richtig! Was bei dieser Art von Urlaubsreise jedoch fehlt, ist das Potenzial, sich weiter zu entwickeln und über sich selbst hinauszuwachsen.

Wenn wir in dieser einzigartigen Welt unterwegs sind, bietet fast jeder Tag eine neue Herausforderung. Wir stehen nicht mehr still, sondern sind permanent in Bewegung. Jeder von uns ist mit seinen eigenen Grenzen ausgestattet. Doch jede Reise verlangt, diese Grenzen mehr und mehr zu sprengen. Auf unserer ersten Reise fiel es mir noch schwer, auf einem Campingplatz in Italien im Zelt zu übernachten. Ich war es gewohnt, vier feste Wände um mich zu haben und fühlte mich draußen in der Natur schutzlos ausgeliefert.

Inzwischen reisen wir in unserem kleinen Auto um die Welt, schlafen fast jede Nacht an einem anderen Ort und übernachten häufig irgendwo im nirgendwo. Wildcampen ist für uns zur Normalität geworden. Das hätte sich das neunzehnjährige Mädchen von damals niemals vorstellen können. Heute könnte ich nicht glücklicher damit sein. Es ist von unbeschreiblicher Schönheit, morgens in absoluter Stille zu erwachen und auf dem Gaskocher eine Tasse Tee zuzubereiten. Trotzdem gibt es noch viele Momente, in denen mich diese Art zu Reisen Kraft und Überwindung kostet. Ich freue mich darüber, denn nur wer an sich arbeitet, kann sich wirklich kennenlernen!

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Campingurlaub Reisen

#252 Campingplatz-Talk

Heute Nacht sind wir sehr spät angekommen. Glücklicherweise haben wir in letzter Minute vor Mitternacht noch einen Campingplatz mit geöffneter Schranke gefunden und durften unser geliebtes Auto in einer dünnen Lücke vorne am Meer parken. Nach einer entspannten Nacht und einer guten Mütze Schlaf sitzen wir nun vorne auf unserem Stellplatz und gucken den Wellen zu. Es gibt leckeres Frühstück und die ersten Sonnenstrahlen des Tages. So beginnt ein Morgen richtig! Bald sehen wir die anderen Camper um uns herum aus ihren mobilen Häusern hervorkommen und die ersten Gespräche beginnen! Doch was sind die typischen Gespräche auf einem Campingplatz? Wir haben für dich in der Schatzkiste unserer Erinnerungen gekramt!

Erstes: Wo kommt ihr her? Wie immer, wenn man auf einer Reise fremden Menschen begegnet, wird als Erstes die Frage der Herkunft geklärt! Das interessiert einfach immer! Egal wo, egal wen! Manchmal stellt man überraschend fest, dass man aus der gleichen Gegend stammt und nach einigen Floskeln über diese und jene Stadt ist das Herkunftsgespräch erledigt. Manche Kommunikation ebbt hier sogar schon ab. Je nachdem, ob die Stimmung und die Connection stimmt oder eben nicht!

Zweitens: Reiseroute! Wo wart ihr bisher? Habt ihr dieses und jenes schon gesehen? Dorthin müsst ihr unbedingt noch fahren! Diesen Teil des Gesprächs mag ich am liebsten. Ob man will oder nicht, man bekommt meist jede Menge Tipps an die Hand! Und sehr oft sind diese Tipps wirklich Gold wert! Vor allem wenn ihr in entgegengesetzte Richtung reist, ist dieser Austausch von unendlich große Hilfe. Viele Gespräche gehen hier erst so richtig los! Und nicht selten sind wir den Tipps unserer Camper-Freunde im Anschluss gefolgt. Nur selten mussten wir das bereuen!

Drittens: Das Camping-Wagen ist ebenfalls ein beliebtes Thema. Da wird unser Auto oft einer ausführlichen Musterung unterzogen. Cool finde ich auch immer die Einladungen in andere Reise-Gefährte!

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Lifestyle

#251 Das Prinzip der Belohnung

Ich muss etwas gestehen: Die Motivation ist nicht unbedingt mein bester Freund! Zumindest nicht jeden Tag! Oft muss ich kämpfen, mich durchringen und gegen meine Grenzen angehen! Viel zu oft bin ich faul und antriebslos. An manchen Tagen würde ich die Arbeit an liebsten in die Ecke pfeffern und nie wieder zurückholen! Ich denke, mit dieser Problematik stehe ich nicht allein da. Deshalb habe ich mir eine kleine Selbsttherapie einfallen lassen. Oder eher so was wie einen Trick, der mir dabei hilft meine Motivation aus ihrem Scherbenhaufen zusammenzukratzen. Dieser Trick nennt sich Belohnung!

Grundlegend funktioniert das Ganze folgendermaßen: Du setzt dir feste Ziele. Wenn du sie erreicht hast, dann belohnst du dich. Diese Belohnung sollte natürlich immer angemessen ausfallen. Nur weil du es geschafft hast, deine Wäsche zu waschen, hast du dir noch lange keine Kreuzfahrt verdient. Dafür vielleicht aber eine Minute Ruhe mit einem guten Lied auf den Ohren.

Das Prinzip der Belohnung funktioniert nur, wenn es nicht missbraucht wird. Du machst mit dir selbst einen Deal und musst in der Lage sein, dich auch daran zu halten. Weitere Beispiele: Für jede halbe Stunde, die du für die Uni gelernt hast, darfst du ein Gummibärchen essen. Für das Erledigen deiner Aufgaben im Haushalt gönnst du dir einen entspannten Spaziergang. Dafür, dass du deinen Morgen fleißig genutzt hast, darfst du den Mittag mit einer guten Serie auf dem Sofa verbringen. Es gibt so viele Möglichkeiten. Du musst sie nur gezielt ausloten und einsetzen.

Das alles erfordert ein großes Maß an Selbstkontrolle. Wer sich selbst ein Bein stellt und sich nicht an seine eigenen Vorgaben halten kann, der sollte es lieber gleich sein lassen. Denn sich selbst zu enttäuschen ist eine der blödesten Sachen, die man sich antun kann. Man verliert das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und das ist nichts, was man so leicht wieder beheben kann. Also ganz oder gar nicht! Steh zu dir selbst, aber überfordere dich nicht! Stecke deine Ziele dir da, wo du sie auch meinst schaffen zu können!

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Reisen

#250 Cook it, peel it or leave it

Was bedeutet Cook it, peel it or leave it? Ist das eine magische Zauberformel? Nun ja, so was in der Art. Das ist der Zauberspruch, den du dir am besten tagtäglich ins Gedächtnis rufst, um unangenehmen Reiseerlebnissen vorzubeugen.

Wer gerne reist, der weiß, dass man in manchen Ländern unbedingt etwas gewissenhafter darauf achten sollte, was man zu sich nimmt und wie es zubereitet wurde. Übersetzt heißt der Spruch: Koche es, schäle es oder lass es liegen! Das ist also die Wahl, die du zu treffen hast!

Wasser zum Beispiel sollte immer ausreichend abgekocht werden. Nur so ist sicherzustellen, dass mögliche Keime vernichtet sind. Ähnlich ist es mit Obst und Gemüse. Was du nicht schälen oder abkochen kannst, solltest du nicht verzehren. Auch bei Säften würde ich dir übrigens immer empfehlen nachzufragen, mit welchem Wasser sie zubereitet worden sind. Das Gleiche gilt auch für Eiswürfel in deinem Getränk. Aus diesem Grund bitte ich den Kellner im Restaurant normalerweise auf jegliche Eiswürfel zu verzichten. Und aus dem gleichen Grund sind Bananen ein Obst, das ich im Ausland sehr gerne esse. Die Schale schützt vor Keimen, was den Verzehr der Früchte völlig ungefährlich macht.

Noch einmal: Wie streng du den Spruch befolgen musst, hängt stark von dem Land ab, in dem du dich aufhältst! Am besten unterhältst du dich im Vorfeld mit einem Arzt deines Vertrauens und lässt dich ausführlich über die Situation vor Ort beraten. Auch auf der Seite des Auswärtigen Amtes gibt es häufig hilfreichen Lesestoff.

Ich schlemme mich auch manchmal sehr gerne durch Essensmärkte an irgendwelchen Straßenmärkten. Dabei habe ich nicht unbedingt immer das beste Gefühl. Aber auch hier gilt, dass du ein Auge darauf haben solltest, wie die Lebensmittel aufbewahrt und zubereitet werden. Wenn mir das, was ich dabei sehe, ein sicheres Gefühl gibt, dann wage ich das Experiment. Und bisher ging das auch glücklicherweise noch nie schief!

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Lifestyle

#249 Der Frieden in dir selbst

Du bist verantwortlich für dein Glück, deine Ruhe und deinen Frieden in dir. Frieden kann dir keiner aus dir selbst geben. Du findest Frieden möglicherweise in der gemeinsam verbrachten Zeit mit einem lieben Menschen in einem Song oder vielleicht auch auf einer Reise. Aber den Frieden zu finden, heißt noch lange nicht, dass du ihn auch wirklich fühlst. Gefühle muss man nämlich zulassen.

Um deine Mitte zu finden, wo sich womöglich auch dein Frieden befindet, gibt es eine Menge zutun. Du kannst nicht einfach losstürmen und hoffen, dass sich das positive Gefühl schon von selbst einstellen wird. Das heißt nicht, dass das niemals passieren würde, aber es macht die Sache unwahrscheinlicher. Zumindest für einen Menschen, der sich damit schwertut, bei sich selbst zu sein. Es gibt Menschen, die müssen dafür gar nicht viel tun, denn sie ruhen bereits in sich selbst und fühlen eine Menge Ruhe. Doch so ist eben nicht jeder. Oder vielleicht sollte ich sogar sagen, so sind die wenigsten! Leider! Für die meisten ist es ein harter Kampf. Unser heutiges Leben bietet so viel mehr Stress und Hektik, als für die meisten von uns gut ist. Deshalb verschwindet nach und nach die Ruhe und wir unterdrücken unsere Seelen.

Du willst den Weg zu dir zurückfinden? Dann sieh zu, dass du fühlst. Sieh zu, dass du Situationen schaffst – und zwar wirklich aktiv schaffst – in denen du dich rundum wohlfühlst. Glaube nicht, dass das Leben das schon für dich tun wird oder irgendwer anders. Schaffe dir den Moment und dann lebe ihn. Aus deinem vollsten Herzen! Nimm mit jedem Atemzug das Feeling in dich auf, welches dir Hoffnung gibt. Lass dich voll und ganz auf jede Emotion ein, die aufkommt. Nur in ihrem kompletten Spektrum gelebt, lassen sich Gefühle auch wirklich verarbeiten. Und nur verarbeitete Gefühle sind wirklich echt!

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#248 Das beste Planungsmaterial ist eine Landkarte

Wer hier widerspricht, der braucht gute Argumente. Für meine Reiseplanung, wenn ich denn mal plane, nutze ich Karten in jeder Form. Karten im Internet, im Atlas oder improvisierte selbstgezeichnete kartenähnliche Varianten.

Letztlich ist ziemlich simple, wie meine Planung mit meinem Kartenmaterial abläuft. Ich betrachte die Zeit, die mir zur Verfügung steht, sowie die Spots, die ich abklappern möchte. Zunächst zeichne ich alle interessanten Spots mit verschiedenen Farben ein. Die Farben – normalerweise drei bis vier unterschiedliche – kennzeichnen die Wichtigkeit. Anschließend betrachte ich die Distanzen und gruppiere die Sehenswürdigkeiten. Welche kann ich auf einem Trip verbinden und welche fordern einen großen Umweg. Wie viel Fahrzeit ist es mir wert, dieses oder jenes gesehen zu haben. Schlussendlich lege ich auf die sinnvollste Route fest, welcher ich grundlegend folgen will.

Wenn ich im Zielland angekommen bin, dann modifiziere ich meine Karte auch noch häufig. Während ich meine Route abklappere, merke ich schnell, ob das, was ich mir gedacht habe, auch in Realität funktioniert. Manchmal läuft alles wie am Schnürchen, aber viel öfters kommt alles anders, als man denkt. Schließlich weiß man im Vorhinein nie, ob die Straße beispielsweise die Qualität hat, die Google Maps ihr zuschreibt und ob man jeden Tag mit dem gleichen Elan aufsteht. Das schöne an der Karte ist, dass ich auch die Optionen eingezeichnet habe, die ich eigentlich aus meiner Route ausgeschlossen habe. Wenn ich merke, eine Region gefällt mir nicht so gut, wie ich bei der Planung gedacht habe, kann ich immer noch Plan B heranziehen.

Spontanität und Planungswille sind die besten Partner. So geht man weder im Chaos noch im strikten Planbefolgen verloren. Die richtigen Karten geben den Überblick dazu.

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#247 Die Einzigartigkeit unterschiedlicher Menschen

Das Schöne auf einer Reise ist, dass man über seinen Horizont hinaus wächst. Wann immer du neue Erlebnissen begegnest, begegnet dir auch ein neuer Mensch. Jedenfalls fast immer. Das Interessanteste daran ist zu sehen, dass wir alle Menschen sind und darin uns gleichen. Was jedoch jeden besonders macht, ist sein einzigartiger Charakter. Keiner von uns entspricht den anderen in jedem Detail. Mindestens ein Detail haben wir nur für uns selbst. Und das ist auch gut so!

Sobald wir anerkennen, dass jeder etwas Individuelles in sich trägt, was es zu entdecken gibt, treten wir den Menschen mit einer anderen Einstellung gegenüber. Wir zeigen uns offener und interessierter für das gegenüber. Im Alltag zu Hause erscheint es fast manchmal so, als wären wir an dem Menschen selbst kein Stück interessiert. Wir erwarten nur, dass sie ihre Rolle spielen, ihre Aufgaben erfüllen und sich in das System einfügen. So funktioniert das System um ehrlich zu sein. Jeder bekommt eine Rolle zugewiesen, welche er ausfüllen muss. Das läuft logischerweise nicht so offiziell und unbemerkt ab. Diese Zuteilungen erfolgen nicht über bekannte Gleise in der Öffentlichkeit. Aber in den Tunneln unter der Erde da ist der Zug längst abgefahren. Denn wir alle haben auf die eine oder andere Weise gelernt, uns anzupassen. Das hat zur Folge, dass wir nur noch vielen gesichtslosen Menschen ohne eigene Identität gegenüberstehen. Dass sich das Interesse dieser Menschen füreinander in Grenzen hält, erklärt sich wohl von selbst. Wir kennen uns ja schließlich alle schon. Denn das, was uns einzigartig macht, haben wir auf einem stillgelegten Bahnhof liegen gelassen. Ob wir einen Zug finden, der uns jemals dorthin zurückfährt, ist fraglich.

Auf einer Reise in andere Länder verlassen wir die genormte Ideale unserer eigenen Gesellschaft und treffen auf eine andere Art zu Denken und zu Handeln. Möglicherweise folgen auch die Menschen, die wir auf Reisen antreffen, genormten Idealen. Doch diese sind für uns so anders, dass sie uns ein Stück weit aus unseren eigenen Normen befreien. Und uns wieder für die eigene Einzigartigkeit sowie die der anderen empfänglich machen.

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#246 Der perfekte Reisesoundtrack ist Musik

Musik an, Augen zu und schon du bist wieder zurück an dem Ort, wo du dich in dieses Musikstück verliebt hast.

Ed Sheeran und 10.000 Meter über der Erde. Niemals werde ich diesen Moment vergessen. Es war meine erste Fernreise. Ich saß im Flugzeug nach Kuba und hatte diese unglaubliche Musik auf den Ohren. Ein paar Stunden zuvor im Fernbus, hatte ich mir noch schnell das neueste Album von ihm heruntergeladen. Und dann die ersten Klänge. Nach einer ungemütlichen Nacht am Flughafen, einem gewaltigen Ziehen im Magen beim Start und einer klitzekleinen Träne der Erleichterung, befanden wir uns weit oben im Himmel.

An diesem Tag war keine einzige Wolke zu sehen. Bald glitzerte der tiefblaue Ozean unter uns. Von meinem Fensterplatz aus konnte meine Augen nicht mehr von der Erde abwenden. Dazu diese mitreisende Musik. Ich fange jetzt noch an zu lächeln, wenn ich diese Rhythmen höre. Ein warmes und unendlich glückliches Gefühl breitet sich in meinem Bauch aus. Mir fehlen die Worte für diese einzigartige Erinnerung. Doch jedes Mal, wenn die Musik wieder erklingt, ist ein Stück meiner Seele zurück in diesem Flugzeug. Vor mir liegt eine einzigartige Reise, die mir einst so viel Glück beschert hat.

Musik ist ein Magnet für Emotionen, spricht unsere Herzen an und bindet Erfahrungen an Erinnerungen. Musik besitzt die Gabe, uns allein durch eine Abfolge von Tönen in ihren Bann zu ziehen. Auf Reisen bedeutet Musik auch manchmal einen Moment für sich zu haben. Wird einmal alles zu viel, die Eindrücke zu neu und wir brauchen einen Ort der Ruhe, hilft uns Musik für eine gewisse Zeit dabei alles auszublenden.

Außerdem verbindet Musik die Eindrücke, die wir sehen, oft mit frohem Mut und Leichtigkeit. Ein Spaziergang durch die Natur kann mit Musik beschwingt und energievoll oder auch nachdenklich und behaglich sein. Alles eine Sache der Töne. Oft reicht es sogar aus, sie im Kopf zu haben.

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#245 Der steinige Weg zum Moment

Wie oft dreht die Welt um dich herum durch? Lass mal den letzten Monat Revue passieren? Reichen deine Finger aus, um alle Widrigkeiten in deinem Umfeld zusammen zu zählen? All die schlechten Nachrichten, die die erreicht haben? Und all die Hiobsbotschaften, mit denen einen die Medien in ihren Bann ziehen wollen? Egal wohin wir sehen, im Leben begegnen uns Probleme. Unsere Aufgaben ist es, mit ihnen zu leben zu lernen. Nur wer den Frieden in sich selbst finden, wird die Ruhe spüren, nach der wir alle streben.

Unsere Welt ist seltsam. Zumindest, wenn man sie mal ganz genau betrachtet. Während ich hier sitze und schreibe und es mir eigentlich ganz gut geht, bangen Menschen um ihr Überleben. Manche sterben genau in diesem Moment. Andere wiederum werden geboren. Und wieder andere stehen vielleicht genau jetzt vor dem glücklichsten Augenblick ihres Lebens. Das ist doch völlig verrückt. Wie kann ein einziger Augenblick so viele verschiedene Emotionen umfassen.

Viel zu oft jammern wir oder beschweren uns. Wir schenken Belanglosigkeiten über Übermaß an Aufmerksamkeit und bekommen es einfach nicht hin, im jetzt frei von Widersprüchen zu leben. Wir stellen uns selbst ein Bein und fallen einfach darüber. Genau so sind wir. Bei mir ist das jedenfalls so. Doch wenn dann der Gedanke an all das Leid aufkommt, das gerade anderswo hinein bricht, denke ich mir, dass ich der dümmste Mensch überhaupt bin. In meinem Leben ist zwar schon so viel Mist passiert und es gibt Erlebnisse, die ich für fast jeden Preis der Welt ungeschehen machen würde, aber es gibt immer auch andere Menschen, die leiden. Wenn meine aktuelle Aufgabe also darin besteht, dass ich meinen Weg in meinem Leben finden, dann habe ich es für den Moment im Hier und Jetzt sogar ganz gut getroffen. Also muss ich wohl oder übel aufhören, mich zu beschweren. Jedenfalls über alles Unwichtige. Nimm das Leben wie es kommt und mach das Beste daraus. Das heißt es doch so schön.

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#244 Der perfekte Städtetrip

Wie schaut dein perfekter Städtetrip aus? Für mich besteht er aus einer Menge Sightseeing, leckeren Gerichten und einem ausgiebigen Shopping-Abenteuer. Doch von vorne: Wie solltest du deinen Städtetrip gestalte, um das Beste aus ihm herauszuholen.

Für einen gewöhnlichen Städtetrip plane ich normalerweise maximal drei Tage ein. Egal wie groß die Stadt ist, nach mehr als drei Tagen habe ich sowieso genug von dem Trubel und den vollen Straßen. Dann brauche ich mal wieder etwas anderes vor der Kameralinse und vor allem frische Luft zum Atmen. Ja, ich bin ein Städteliebhaber, aber eben in Maßen. Deshalb empfehle ich auch dir – falls du das ähnlich siehst – für die meisten Städte nicht mehr als drei oder vier Tage einzuplanen. Meistens wird es danach auch einfach langweilig. Es sei denn du bist ein großer Museumsfan. Die einzige Stadt, in der ich es sehr viel länger ausgehalten habe, ist übrigens Madrid!

Nun gut wichtig ist auch die Unterkunft. Zentrumsnah oder zumindest in adäquater Laufnähe zum Zentrum ist immer eine gute Sache. Willst du abends noch einen kleinen Spaziergang durch die beleuchtete Straßenidylle unternehmen oder gemütlich essen gehen, wirst du dich freuen nicht auf öffentliche Verkehrsmitteln angewiesen zu sein. Taxis sind mir normalerweise sowieso viel zu teuer. Wenn du nicht so viel Geld für deine Unterkunft ausgeben möchtest, dann such dir ein angenehmes Wohnviertel, das wenige Kilometer vom Zentrum entfernt liegt. Eben gerade so weit, dass du den Weg noch laufen kannst. Wenn es schnell gehen muss, nimmst du Bus oder Bahn und abends läufst du eben. Jedenfalls in einer Stadt, die in einem Land liegt, wo man das problemlos machen kann! Nachtspaziergänge durch Städte sind sowieso das Schönste! Plötzlich ist alles so ruhig und verlassen.

Zu einem gelungenen Städtetrip benötigst du auch eine passende Planung. Erstelle dir eine Liste deiner wichtigsten Sehenswürdigkeiten und teile sie in Gruppen ein. Nimm dir pro Tag nicht zu viel vor und plane genügend Zeit zum Entspannen ein! Großstädte sind ganz schön anstrengend!

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#243 Die Leere in uns bekämpfen

Manchmal schauen wir in uns hinein und da ist einfach rein gar nichts. Kein Gefühl, kein Ziel und kein Bestreben, für das es sich zu kämpfen lohnt. Das ist okay! Gefühle kommen und gehen und ab und zu geht eines, ohne dass ein neues kommt!

Diese Leere kann einem ganz schön Angst machen. Denn wir alle wollen fühlen. Gefühle geben uns das Empfinden am Leben zu sein. Denn Menschen definieren sich über sie. Aber Gefühle bedeuten auch mal schwach zu sein oder sich unsicher zu fühlen. Diese Emotionen sind von vielen Menschen verhasst. Daraus folgt, dass wir unsere Gefühle aus unserem Leben verdrängen. Nicht unbedingt mit Absicht, sondern eher automatisch. Denn um funktionieren zu können, müssen wir uns von aller Ablenkung freischaufeln. Unsere Gesellschaft verlangt praktisch als höchstes Gut von uns zu funktionieren. Gleichzeitig heißt das aber nicht, dass wir die Gefühle nicht wollen. Eigentlich wollen wir sie um jeden Preis. Doch wir wollen sie einfach und unkompliziert. Wir wollen fühlen und trotzdem funktionieren.

Wie soll das funktionieren? Fühlen und funktionieren? Die Leere überwinden? Nun, es gibt nur zwei Möglichkeiten. Jedenfalls kenne ich persönlich nur zwei. Die eine besteht darin, dass man Gefühle nur sporadisch zulässt. Nur in den Situationen, in denen man sich sicher fühlt. In Situationen, in denen wir funktionieren müssen, lassen wir unsere Gefühle außen vor und werden zu Robotern. Mich macht diese Lösung jedoch keineswegs glücklich. Denn wer lernt, seine Gefühle auszuschalten, der erlangt eine äußerst ungute Macht über seine Gefühle. Er neigt dazu, zu viel zu verdrängen und baut sein Kartenhaus auf dem Sand. Denn echte Stärke und Authentizität sieht anders aus.

Also schlage ich dir Möglichkeit Nummer zwei vor. Nimm jedes einzelne Gefühl wahr, wie es eben ist und wann auch immer es kommt. Lebe es, lass es dich mitreißen und lass dir ruhig auch mal Schwäche oder Unsicherheit anmerken. Das macht dich menschlich. Und du bist ein Mensch! Also verhalte dich auch so! Wenn du den Gefühlen zeigst, dass sie willkommen sind, wenn dein Bauch und dein Herz nicht mehr jedes aufkommende Gefühl mit Härte bekämpfen, dann bist du auch für die schönen Gefühle bereit. Das Leben geht auf und ab. Ein altbekanntes Sprichwort besagt, dass nur nach einem ab ein auf kommen kann. Genauso ist es mit unseren Gefühlen. Nur durch die komplette Gefühlsbandbreite hast du die Chance auf vollkommenes Glück!

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#242 Der Reiseführerschein – dazu sollte jeder verpflichtet werden!

Respekt auf Reisen für Natur & Umwelt! Eigentlich selbstverständlich! Oder etwa nicht? Viele Antierlebnisse auf unseren eigenen Reisen haben uns oft schmerzhaft die Augen geöffnet. Regeln und ethischen Normen sind für viele Menschen nichts, was es einzuhalten gilt. Das macht uns häufig wütend oder auch einfach traurig und angsterfüllt. Angst verspüren wir nämlich um unseren wunderbaren Planeten, die verletzliche Natur und die Einheimischen, die ein solch respektloses Verhalten nicht verdient haben.

Beispiele zu nennen, gäbe es unzählige. Doch wir belassen es bei den Basics. Es geht uns um ignorierte Warnschilder, Leute, die unbedacht Felder zertrampeln oder sich querfeldein durch den Regenwald schlagen unbeachtet aller ausgewiesenen Wege. Außerdem beobachten wir häufig rüpelhaftes Verhalten gegenüber der Bewohner unserer Reiseländer und die Mentalität des „Ich bin der King, also darf ich mir alles erlauben“-Urlaubers!

Warum also unterziehen wir uns jahrelanger Ausbildungswege, um einen Beruf zu lernen, dürfen aber beispielsweise einfach mal so drauflos reisen? Äquivalent dazu, dass man Vernunft, adäquate Kompetenzen und spezieller Fähigkeiten sowie Fertigkeiten für sein berufliches Leben benötigt, braucht man auch ein auserwähltes für das vernünftige und faire Reisen. Leute ohne jegliches Wissen um ein angemessenes Betragen außerhalb der eignen vier Wände dürften nicht mehr so mir nichts dir nichts auf unsere Welt losgelassen werden. Damit ist natürlich nicht gemeint, dass ihnen das Reisen verboten werden sollte. Das steht nun mal auch gar nicht zur Debatte. Doch so eine kleine Einführung oder Unterweisen bezüglich Respekt und Toleranz würde unsere Welt ein Stückchen erhellen. Nein, das Hotelpersonal sind keine Unmenschen, die man nach Bedarf herunterputzen darf, nur weil ein winziges Staubkörnchen im Badezimmer von der Decke gerieselt ist. Wenn dein Essen im Restaurant nicht schmeckt, kannst du das auch freundlich sagen!

Die Regeln sind doch so einfach! Freundlichkeit, Ebenbürtigkeit, Offenherzigkeit, Hilfsbereitschaft und Ehrlichkeit. Damit könnten wir doch alle mal gemeinsam beginnen!

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#241 Gedankenreisen

Nah oder fern! Du darfst wählen! Deine Gedankenreise gehört nur dir! Wer sich oft nach fremden Ländern und spannenden Abenteuern sehnt, der kennt diese Art des Reisens gut. Während dein Körper im Hier und Jetzt verweilt, springt deine Seele, dein Kopf oder wie auch immer du es nennen magst an einen Ort, der manchmal Tausende Meilen von dir entfernt liegt.

Ich sitze hier und schreibe diesen Text, aber vor meinem inneren Auge sehe ich nicht meinen Laptop, sondern das rauschende Meer und meterhohe Palmen. Ich spüre erhitzten Sand zwischen den Zehen und aus dem nahen Strandlokal klingen leise die Schläge eines Pianospielers zu mir herüber. Endlich kann ich ausatmen und mir den Moment der Ruhe gönnen, den ich so sehr gebraucht habe. Tja, schön wär’s! Denn schon bin ich wieder zurück in der Realität, der Regen prasselt unerbittlich an die Scheibe und die einzige Hitze, die ich spüre, kommt vom Ladekabel meines Notebooks, das dabei ist heißzulaufen.

Zwar sind meiner Fantasie oft keine Grenzen gesetzt, doch zwischen Realität und Vorstellung zu unterscheiden ist ein Talent, das ich nun mal auch besitze. Wie schön wäre es manchmal einfach meine Rationalität abschalten zu können und mich der Vorstellung einer Traumreise vollständig hinzugeben. Wenn der Alltag mal wieder zu Grau wird und man sich wiederholt nach Abwechslung in Form von Stranderholung sehnt, wäre diese gedankenhafte Beam-Fähigkeit genau das, was ich brauchen würde!

Was mir und meiner Sehnsucht nach dem Reisen am meisten Abhilfe schafft sind meine zahlreichen Reisefotos. Wenn der Leidensdruck mal wieder überhandnimmt, verkrieche ich mich stundenlang in den farbenfrohen Erinnerungen an einzigartige vergangene Tage. Sooft ich die Fotos auch angucke, mir wird dabei seltenst langweilig. Es gibt immer etwas Neues zu entdecken und zu bestaunen.

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#240 Der Weg der Reise

Eine Reise ist nicht immer nur eine Reise. Reisen fordert uns heraus und leitet uns an, einen Fuß nach den anderen zu setzen. Vor einer Reise verspüre ich oft eine tiefe Unruhe oder Nervosität. Denn ich muss mich dazu überwinden, mich ins Unbekannte zu stürzen, wo mich keine altbekannten Netze auffangen oder mir Sicherheit geben. Wenn ich dann jedoch endlich im Flugzeug sitze, im Auto oder im Zug, spüre ich so richtig, wie sich der Frieden über mir ausbreitet und das Loslassen beginnt. Der bedeutendste Schritt ist nun getan. Alles, was nun auf mich zukommt, liegt in den Händen der Zukunft.

Auch die Reise selbst ist ein steinerner Pfad. Ein fremdes Land bringt dich zu so vielen ungewohnten Situationen und Erfahrungen, dass du regelmäßig deine festgefahrenen Grenzen verschiebst und Vorhänge fallen lässt. Du lebst freier, ungezwungener und authentischer. Vorurteile verblassen und Ängste entpuppen sich als übertrieben. Jedenfalls ist das der Idealfall. Wenn eine Reise glückt, sind das die Einsichten, die ich für mich mitnehme. Nur wer bereit ist, sich selbst zu überwinden und einen Schritt weiterzugehen, hat das Herz offen genug für überdachte Ansichten und nötige Veränderungen. Bleiben wir immer fest, dann verschwenden wir eine Menge Energie damit, an dem festzuhalten, was längst der Vergangenheit angehört. Viele Hindernisse einer Reise bringen mich genau an solche Punkte, an denen ich mich entscheiden muss: Festhalten oder loslassen? Bleibe ich taub oder springe ich? Ich trage eine Menge Ängste mit mir herum, doch die Zeit vergeht. Deshalb bleibt mir nichts anders übrig, als auch die Ängste vergehen zu lassen.

Und schließlich steht noch etwas Letztes an. Das Zurückkehren. Wer reist, genießt häufiger auch das Glück, nach Hause kommen zu dürfen. Erst wenn man wieder dort ist, wo man seine Wurzeln hat, merkt man die Veränderungen, die sich in einem abgespielt haben, am deutlichsten. Nur im Auge des Altbekannten ist das Neugewonnene in der Lage, sich in seiner vollen Pracht zu entfalten.

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#239 Etwas Besonderes vornehmen

Glück sind die kleinen Dinge! Schon, oder? Aber definitiv nicht nur! Glück liegt natürlich auch im Großen und Besonderen! Da gibt es sogar besonderes Glückspotential. Das Besondere kommt aber nicht immer von selbst von dir. Du musst es dir selbst schaffen. An besonderen Tagen ist das nicht wirklich schwer. Geburtstage, Jahrestage oder Feiertage tragen das Besondere schließlich in sich. In deinem Everydaylife sieht das aber schon ganz andres aus: Die Oasen des Glücks kannst nur du höchstpersönlich in deinen Alltag hineinrufen.

Wie also kommst du an einem ganz gewöhnlichen Tag zu einem besonderen Gefühl? Ganz einfach: Nimm dir etwas Besonderes vor! Mach etwas, was du schon immer mal tun wolltest und wovon du denkst, dass es dich glücklich machen wird. Etwas, was du normalerweise nicht einfach so tun würdest. Doch alles, was du niemals einfach so tun würdest, solltest du auf der Stelle tun. Genau jetzt! Okay, wahrscheinlich wird alles auf einmal zu viel und zu chaotisch, aber schiebe deine Wünsche bitte nicht auf die lange Bank! Denn wer weiß, wie dein Morgen aussehen wird? Du lebst heute und deshalb sollten deine Träume ebenfalls heute leben. Dazu bist du gefragt! Stürm da raus und hau dein Leben um. Mit deiner Besonderheit!

Wieso kannst du nicht an einem Dienstag ins Kino gehen? Wiese sollte man nicht über das Wochenende ans Meer fahren? Warum nicht am Mittwochmorgen im See schwimmen gehen? Warum kann an einem Donnerstag keine laute Musik gehört werden? Warum ist ein Freitag nicht zum Träumen da? Jeder Tag ist deiner! Verwandle deine Tage in deine Art des Besonderen! Du wirst garantiert glücklicher, als du es bist, wenn du das Glück nur in der Ferne vorbeiziehen siehst. Hör auf zu warten, dass es sich bei dir niederlässt. Zwinge es lieber dazu, an deinem Leben teilzuhaben. Der Schmied deines Glücks bist nur du! Also triff Entscheidungen, die für dich Glück bedeuten! Und glaub mir, wenn du nach ihnen suchst, wirst du immer Gründe finden, die dagegen sprechen! Versprochen! Aber weißt du was: Die wenigsten Gründe machen das Glück unmöglich! Sie fordern das Glück, möglicherweise auf verzweigte Wege zu gehen, aber sie stehlen es nicht! Öffne dem Glück die Tür in dein Leben, indem du ihm den Weg zeigst!

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#238 Bist du angekommen?

Ich fürchte, bisher habe ich ihn noch nicht gefunden. Den Ort, an dem ich angekommen bin. Jedenfalls noch nicht in einem Maß, dass ich sagen würde, dort möchte ich für immer bleiben. Es gibt viele Orte, Städte, Inseln und Länder, die tief in meinem Herzen einen Platz haben. Einige davon werden diesen Platz vermutlich mein Leben lang behalten. Doch trotzdem sind meine Reisen bisher eher Pfade, denen ich folge, um weiterzugehen, als um anzukommen. Noch bin ich hibbelig und voller Neugierde.

Früher dachte ich immer, dass man sich irgendwo niederlässt und dort für immer glücklich sein wird. Durch diese normierte Idealvorstellung ist mir meine Reiselust gefunkt. Zuweilen wünschte ich mir, dass ich mich davon wieder befreien könnte. Es erscheint so einfach nicht mehr streben oder suchen zu müssen und einfach an dem Ort, an welchem man sich befindet, das Glück zu finden.

Auch wenn mich viele Orte sehr glücklich machen, meldet sich häufig in mir das Gefühl, dass das noch nicht alles gewesen sein kann. Meine Seele sucht ständig nach dem einen Ort. Dieser Ort, der das Heimatgefühl mit dem perfekten Traum der Idylle verbindet!

So wie mein Heimatland für immer Deutschland bleiben wird, ist auch die Stadt, in der ich geboren wurde, für mich auf ewig der Ort, der Zuhause im eigentlichen Sinne bedeutet. Das kann und wird sich niemals ändern. Im Angesicht dieses Ortes erblicke ich meine Veränderungen und erkenne auch das, was immer gleich bleibt. Dieses Zuhause erweitere ich mit der Zeit um weitere Herzensorte. Es ist ein schöner Gedanke, mehrere Zuhause rund um die Welt zu haben. Wenn ich eines davon verlasse, dann um in einem anderen anzukommen. Ein paar solcher Zuhause habe ich bereits gefunden.

Wie ist das für dich? Hast du ein Zuhause fernab von deinem Zuhause? Willst du dein Leben lang dort wohnen, wo du aufgewachsen bist oder zieht es dich fort? Mit welchen Wünschen begegnest du deiner Zukunft? Es gibt in diesen Fragen kein richtig und kein falsch! Hat es nie und wird es nie!

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Lifestyle

#237 Feier die kleinen Momente

Wie oft heißt es, wir sollen die kleinen Momente feiern! Jeder Moment ist ein Moment, der zählt. Und deswegen müssen wir auch jeden einzelnen Moment genießen. Das ist aber gar nicht immer so einfach! Oder siehst du das anders?

Let’s go and get our life right! Das sollten wir uns alle jeden Morgen auf ein Neues sagen! Doch die kleinen Widrigkeiten des Lebens machen genau das so schwer. Wir straucheln, brechen manchmal ein und kämpfen und mühevoll wieder nach oben. Wir sehen das Licht weit am Ende des Tunnels. Häufig bleiben unsere Augen an diesem Licht haften. Umso dunkler es um uns herum ist, desto mehr fokussieren wir dieses Licht. Doch mal ehrlich gesprochen: Wer weiß schon, was dieses Licht wirklich für uns bereit hält? Und wie lange es dauern wird, bis wir dort ankommen? Das kann dir keiner sagen. Was ich dir aber sagen kann: Je fester und länger du ins Licht schaust, desto mehr verlierst du die Sehkraft für die kleinen, feinen Lichtscheine um dich herum. Jeder Tunnel hat dünnere Stellen und möglicherweise Türen, durch die winzige Lichtfunkeln ins Dunkle dringen. Diese dünnen Lichtstrahlen sind schwer zu sehen oder sogar fast unmöglich, wenn du nicht auf sie achtest. Dieses Licht kann nur für dich scheinen, wenn du ihm eine Chance gibst.

Wollen wir diese Metapher einmal auf dein Leben übertragen: Wir alle haben klare Ziele, Träume und Vorstellungen vor Augen! Meistens halten uns diese über Wasser, wenn alles um uns herum droht im Chaos zu versinken. Häufig sind wir so sehr damit beschäftigt, uns an unseren Wünschen festzuhalten, dass wir nicht mehr im Hier und Jetzt leben. Wir träumen immer nur von besseren Tagen, ohne zu wissen, wann sie kommen werden und wie genau sie aussehen. Dabei übersehen wir die kleinen Dinge in unserem Leben, die uns glücklich machen könnten. Das Leben spielt sich im hier und jetzt ab. Nicht in unseren Träumen oder in unserer Zukunft. Fast jeder Tag trägt auch einen schönen Moment in sich. Manchmal ist es unmöglich, ihn zu sehen, doch meistens muss dazu nur mit offenen Augen durch das Leben gehen!

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Reisen

#236 Deutschlandreisen – Nichts für mich?

Diese verrückten Weltentdecker der modernen Reisegeneration. Die waren schon in Bangkok, Dubai und Amerika! Doch von ihrem Heimatland haben sie noch so gut wie nichts gesehen! Eine Schande! Diese und ähnliche Schmähreden hört man als Fernreisender bei mancher Gelegenheit. Was jedoch soll man darauf erwidern, außer: Ja, so ist es eben! Na und? So sehe zumindest ich das!

Gut, mein Interesse an Deutschland hält sich bisher eben in Grenzen. Mich zieht es weit weg! Ich möchte Orte sehen, die mir völlig fremd sind und mir die Welt zeigen, wie ich sie nicht kenne! Du willst mir wohl kaum erzählen, dass eine Reise nach Berlin oder Nürnberg die gleiche Wirkung zeigt. Das zu behaupten wäre absolute Heuchelei! All diejenigen, die immer so darauf pochen, dass Deutschland auch schön ist und es auch wert ist, erkundet zu werden, haben damit ja trotzdem überhaupt nicht unrecht. Ich mag Deutschland auch. Ich fahre gerne nach Hamburg, ich liebe es, durch Bamberg zu schlendern und war schon in den unterschiedlichsten deutschen Mittelgebirgsregionen wandern. Auch wenn es um meine Skiurlaube geht, kann ich mit Deutschland problemlos vorliebnehmen. Insofern genügend Schnee liegt. Nur ersetzt das alles eben nicht meine Sehnsucht nach fernen Ländern. Also hört bitte alle auf, mit dem mahnenden Zeigefinger zu sprechen. Wer eben lieber weiter wegreist, der soll das auch bitte tun dürfen! Ohne schlechtes Gewissen! Auf unseren ökologischen Fußabdruck achten sollten wir alle. Doch das nur auf Fernreisen zu beziehen ist etwas zu weit hergeholt. Außerdem kann man auch auf ökologischere Art und Weise in die Ferne ziehen. Mit einer Menge Zeit und öffentlichen Verkehrsmitteln gelangt man heutzutage auch schon überallhin, wo man will! Dass nicht jeder diese Zeit hat, sollte wohl klar sein! Wer jedoch die Möglichkeiten hat, der kann ja einfach mal darüber nachdenken!

Ich selber bin noch lange nicht soweit, dass mir eine Reise in den bayrischen Wald ausreicht. Mein Fernweh zieht mich ganz woanders hin! Das ist aber keine Absage an die Schönheit meiner Heimat, sondern eine Zusage an meinen Planeten.

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Lifestyle

#235 Unfreundlichkeit – Eine Krankheit der Gesellschaft

Viel zu oft begegnet man im Alltag unfreundlichen Menschen. Gesten der Ungeduld sind keine Seltenheit. Chefs lassen ihren Unmut an Mitarbeitern aus, warten zu müssen bringt die schlechtesten Seiten des Menschen hervor und sowieso wird jeder verurteilt, der uns gerade nicht in den Kram passen. Wo immer Menschen aufeinandertreffen, ist ein böser Gedanke oder ein böses Wort nicht allzu fern.

Warum behandeln wir unsere Mitmenschen nicht einfach als das, was sie sind: eben MIT-MENSCHEN. Menschen, die einfach nur Menschen sind und mit dir gemeinsam existieren. Lass sie existieren. Lass sie sie selbst sein und gib ihnen dabei das Gefühl, dass du an ihrer Seite bist. Dazu müsst ihr euch weder kennen noch mögen. Doch wenn wir uns diese Welt teilen, dann sollten wir einfach Seite an Seite stehen. Unfreundlichkeiten verhindern das und geben uns allen das Gefühl, Einzelkämpfer zu sein!

Wo fängt Unfreundlichkeit an? Es kann ein verurteilender Blick sein, eine unterlassene Hilfeleistung, böses Getuschel hinten rum, eine vernichtende Beschimpfung oder einfach nur ein mieser Gedanke! Menschen merken schnell, wie jemand zu ihnen eingestellt ist.

Warum ist Unfreundlichkeit überhaupt so ein großer Teil in unserer Realität geworden? Waren Menschen schon immer so ungehobelt im Umgang miteinander? Ich fürchte ja! Früher liefen die meisten Fehden nur auf versteckteren Wegen ab. Heute ist unsere Gesellschaft in jeder Hinsicht offener. Man muss sich weniger zurückhalten. Das bedeutet aber auch, dass Unfreundlichkeiten immer stärker an die Oberfläche treten. Darüber muss man sich dennoch wundern! Wenn wir offener und authentischer werden, dann sollte das der Unfreundlichkeit eigentlich den Wind aus den Segeln nehmen! Unfreundlichkeiten tarnen oft unsere echten Gefühle! Wer verletzt ist, Sorgen hat oder einfach nur im Stress ist, der neigt oft dazu, das unter unfreundlichem Gehabe zu tarnen. Warum wandeln wir Unfreundlichkeit nicht stattdessen in Ehrlichkeit um? Statt den Kassierer anzublaffen, warum alles solange dauert, wäre es doch auch eine Möglichkeit, einfach das zu sagen, was wirklich dahintersteckt: Zum Beispiel könnte man dem Supermarktmitarbeiter oder dem Menschen hinter einem an der Kasse einfach mal erzählen, wie beschissen der Tag bisher gelaufen ist! Ein unvorstellbarer Gedanke! Aber was hätten wir eigentlich zu verlieren? Wäre die Chance, dass wir etwas gewinnen, nicht viel größer? Wir bekommen neue Ansichten zu unserem Problem, geraten in Austausch mit anderen Leuten und werden möglicherweise sogar aufgebaut!

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Reisen

#234 Die traumhaften Azoren

Wer hat schon mal etwas von den Azoren gehört? Ich hoffe doch die meisten von euch. Aber ich muss ehrlich zugeben, dass ich selber nicht genau wusste, was es mit dieser unbekannten Inselgruppe so wirklich auf sich hat.

Erst nachdem ich vor ein paar Jahren auf der Suche nach einem besonderen Reiseziel fernab der typischen Pfade war, sind die Azoren auf mein Radar geraten. Etwas Googlearbeit reichte aus, um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen. Die Azoren sind eine neunköpfige Inselgruppe, die inmitten des Atlantiks zu Hause ist. Bist du also mit dem Flugzeug auf dem Weg nach Amerika und wagst auf der Mitte der Strecke einen klitzekleinen Fallschirmsprung, landest du mit etwas Glück nicht im Wasser, sondern auf festem Land.

Die Inselkette gehört zu Portugal und bietet rund 250.000 Bewohnern ein Zuhause. Im letzten Jahrzehnt sind die hübschen Flecken im Ozean auch für den Tourismus immer interessanter geworden. Das ist auch keineswegs verwunderlich. Alle Inseln sind vulkanischen Ursprungs und voller Naturwunder. Dich erwarten verwunschene Kraterseen, meterhohe Wasserfälle und einsiedlerhafte Idylle.

Wie und wann bereist du die Azoren am besten? Nun, die Azoren eignen sich fast ganzjährig für einen Besuch. Dank der gemäßigten Klimazone ist es fast immer durchschnittlich warm. Nur die Regenwahrscheinlichkeit nimmt in den Sommermonaten ab. Dafür nimmt aber die Touristenwahrscheinlichkeit zwischen Juli und September erschreckend zu. Wer die Inseln also lieber für sich haben möchte, der weicht am besten auf Mai oder Juni aus.

Anreisen musst du mit dem Flugzeug, aber zwischen den Inseln hast du die Wahl. Es verkehren sowohl Flugzeuge als auch Fähren – zumindest im Sommer. Im Winterhalbjahr fahren die Fähren nur die Inseln des Dreiecks an. Das sind Pico, Faial und São Jorge. Eine Azorenreise will also gut geplant sein. Doch jede Mühe lohnt sich!

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Reisen

#233 Eat Pray Love – ein Vorbild?

Ich mag den Film Eat Pray Love tatsächlich ziemlich gerne! Mehrere Male habe ich ihn bereits geschaut und mich jedes Mal in fremde und bekannte Welten entführen lassen. Doch ist das Bild, das uns der Film vermittelt, wirklich ein reales Bild vom Reisen? Nein, das denke ich nicht!

Warum verzehrt der Film unsere Vorstellung vom Reisen? Ganz klar! Er verherrlicht und vereinfacht! Ist ja auch ein Film! Das liegt Filmen nun mal im Blut. Und was bleibt einem Regisseur auch anderes übrig? Schließlich hat er maximal 120 Minuten zur Verfügung, um eine Geschichte zu erzählen. Im Fall von Eat Pray Love ist das sogar eine sehr komplizierte Geschichte mit mehreren Teilen in verschiedensten Ländern.

Für alle, die den Film nicht kennen. Eat Pray Love handelt von einer Frau, die sich selbst sucht. Eigentlich scheint sie alles zu haben. Ehemann, einen guten Job und eine Zukunft. Doch sie scheint das nicht ausreichend zu erfüllen. Um ihre wahre Identität in sich zu finden, reist sie nach Italien, Indien und Bali. Jedes Land bereichert sie auf eine ganz eigene Art und Weise!

Meiner Meinung nach schildert die Geschichte die Selbstfindung auf Reisen viel zu problemlos. Es ist ja nun nicht so, dass man einfach nur einen Sprachführer kaufen muss und ein Flugticket. Alles andere fügt sich dann schon von selbst. Wohl kaum! In dieser Hinsicht ist der Film so weit von der Realität entfernt wie nur irgendwie möglich. Reisen ist auch mal schmerzhaft und keine bunte Märchenwelt, die uns einmal zuwinkt und sagt: Hey, hier geht es lang! Das ist der richtige Weg!

Was mir jedoch sehr gut gefallen hat, ist das Lebensgefühl, das im Film vermittelt wird. Gezeigt wird, dass man sich trauen muss und loslassen muss. Das wahre Glück lauert da, wo wir es nicht erwarten. Auch wenn der Film die Realität verherrlicht, heißt das nicht, dass die Botschaft nicht genau die ist, die wir alle brauchen. Leichtigkeit, Lebensfröhlichkeit, Genuss und Mut!

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Reisen

#232 Die größten Reiseträume

Manche Träume finden sich auf zigtausenden Bucket-Lists wieder! Damit meine ich die typischen Reiseträume, die viele Reisende teilen. Lass uns gemeinsam einen Blick auf die klassischen Reisevisionen werfen.

Viele sehnen sich beispielsweise danach, einmal im Leben die Nordlichter gesehen zu haben. Deshalb ist ein Urlaub im Norden zur Nordlichtersaison ein Ziel, das viele für sich festlegen. Verständlich! Schließlich sind die farbigen Schattierungen des Himmels wohl ganz offensichtlich ein wahres Spektakel.

Bleiben wir im Norden. Viele träumen vom ewigen Eis in der Arktis. Einmal durch die weiße Endlosigkeit zu stapfen scheint für eine große Zahl Reisender ein Highlight zu sein! Bisher zähle ich das nicht zu meinen persönlichen Must-Dos, aber spannend könnte es in jedem Fall werden!

Was ebenfalls eine Unzahl von Menschen begeistert ist ein Roadtrip durch Australien. Das Land lockt mit seiner unglaublichen Vielfalt, seiner Leichtigkeit und den vielen anderen Backpackern, mit denen man das Reiseabenteuer teilen kann. Einsame Strände, unzählige Inseln und eine paradiesische Roadtrip-Atmosphäre! Wie soll man das auch bitte übertreffen?

An unserer nächsten Reisevision wird es kritisch. Viele sehen sich auch nach einzigartigen Tierbegegnungen. Sei es mit Delfinen schwimmen zu gehen oder eine Safari – beispielsweise in Afrika. Bei derartigen Aktivitäten ist es wirklich wichtig, auf den Schutz der Tiere zu achten und nur die Einrichtungen zu besuchen, bei denen Tierschutz großgeschrieben wird. Von Delfinschwimmen würde ich sogar grundsätzlich abraten. Bei Safaris lege ich persönlich wert darauf, dass die Parks nicht überflutete werden und die Guides einen angemessenen Abstand zu den Tieren wahren.

Du siehst! Wir haben bereits eine Menge Reiseträume gesammelt. Es gibt noch so viele weitere. Seien es berühmte Millionenmetropolen, kulturelle Stätte oder Inseln im Pazifik. Wir alle erträumen uns so viel. Darauf, dass unsere Träume hoffentlich eines Tages wahr werden! Zumindest die, die unser Herzen wirklich begehrt!

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Lifestyle

#231 Gefühle – Wer mag die schon?

Die Gefühle anderer kann man häufig nur sehr schwer deuten. Wir alle haben gelernt, in der Gesellschaft Masken aufzuziehen – und nein, damit meine ich nicht die Coronazeit! Die Masken, die ich meine, sind viel unsichtbarer. Sie rauben uns nicht die Atemluft, aber dafür manchmal die Lebenslust. Wir alle zähmen unsere Gefühle oder unterdrücken sie, weil wir denken, dass wir sonst nicht akzeptiert werden. Viel zu oft haben wir gelernt, dass man sich anpassen muss und am besten nicht aus der Masse hervorsticht. Und die breite Masse hat nun mal keine besonders markanten Gefühle. Zumindest wirkt es so von außen betrachtet.

Meiner Meinung nach ist das aber keineswegs so. Wir alle haben massig Gefühle. Positive sowie negative. Und daran ist auch rein gar nichts Schlechtes. Gefühle gehören zu uns wie Fische ins Wasser. Schlecht ist nur, dass wir inzwischen den Bezug zu unseren Gefühlen soweit verloren haben, dass wir oft nicht einmal genau wissen, was wir selber fühlen. Wir stochern im Dunkeln und verdenken uns in unseren Gedanken. Und meist kommt dabei rein gar nichts Gutes heraus. Unterm Strich leiden wir alle unter Stress, Anspannung, ungesagten Wörtern und ungelebten Träumen? Und warum das Ganze? Weil irgendjemand mal beschlossen hat, dass das Zusammenleben leichter ist, wenn man nicht immer all die Jammereien unserer Mitmenschen auf das Brot geschmiert bekommen. Wir wollen scheinbar nicht wissen, dass jemand anders traurig ist, unsicher oder einfach gelangweilt. Wir wollen keine zu starken Meinungen oder Gefühlsausbrüche! Unser Konfrontationswille liegt bei unter null. Was dabei auch unter den Tisch fällt, ist die geteilte Freude, die strahlenden Augen im Umgang miteinander und die ehrliche Aufrichtigkeit. Wir sind eher funktionierende Marionetten als Menschen mit echten Gefühlsregungen!

Lasst uns die Mauern einreißen. Anstelle all dieser Gefühlsmasken sollten wir schleunigst mal wieder lernen, in uns hineinzuhorchen und das, was wir da hören, ganz offen zu kommunizieren. Dieses Leben ist zu kurz, um nicht zu fühlen! Wer fühlt, der will das teilen!

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Reisen

#230 Die Reisegeneration

Die Reisegeneration – wo sie anfängt und wie sie aufhört, das ist schwer zu sagen. Verreist ist die Menschheit schon vor Ewigkeiten. Sei es mit dem ersten Flugzeug, einem Heißluftballon oder per Fähre. Selbst mit dem Segelschiff wurden schon Länder erkundet, wie wir alle wissen. Die Weltbevölkerung hat schon lange bemerkt, dass einen spannende Abenteuer erwarten, wenn man die eignen vier Wände verlässt.

Seit einigen Jahre jedoch scheint das Ganze etwas überhandgenommen zu haben. Wir, die liebe Reisegeneration des 21. Jahrhunderts, feiern das Reisen auf eine Art, die zuvor fremd war. Ist das gut oder schlecht? Diese Frage kommt mir manchmal! Ich würde sie dann am liebsten schleunigst aus meinem Gedankenkarussell schubsen, denn ich bin mir im Klaren darüber, dass mir nicht alle möglichen Antworten darauf gefallen. Schließlich darf man keineswegs behaupten, dass die Reisegeneration der Welt das bietet, was sie nur besser und stärker macht. Gleichzeitig hat unser Reisewahn negative Aspekte und vor allem schwächt sie unsere Umwelt.

Welche Argumente sehen sich überhaupt gegenüber? Für das Reisen spricht, dass sich die Weltbevölkerung einander annähert und die Reicheren ihr Geld auch in ärmere Regionen tragen. Hier kommen wir schon zum ersten großen ABER! Klar kommt mehr Geld in ärmere Länder, aber die große Frage ist, ob das Geld wirklich da ankommt, wo es gebraucht wird! Wohl kaum! Eher werden auch in den ärmeren Ländern unserer Welt die sozialen Scheren genährt! Geld kann tatsächlich auch Schaden anrichten und Länder spalten. Diejenigen, die vom Tourismus profitieren, werden davon auch noch abhängig. Auch wenn es gut ist, wenn wir die lokale Bevölkerung mit unseren Reisen unterstützen, muss das auf die richtige Art und Weise erfolgen. Soweit sind wir alle aber noch lange nicht! Dazu fehlen uns die Ressourcen! Reisegeneration hin oder her, wir haben noch einen weiten Weg vor uns zum fairen und nachhaltigen Tourismus.

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Lifestyle

#229 Inspiration finden

In fast jedem Augenblick deines Lebens ist Inspiration zu finden! Auch wenn man es manchmal nicht sieht, steckt in so gut wie allen Momenten Potenzial. Ein paar spezielle Momente mal beiseitegelassen. Es gibt in jedem Leben Erlebnisse, die so grauenvoll sind, dass man in ihnen einfach kein Potenzial sehen mag und auch nicht kann! Das ist erschreckend furchtbar, aber es ist eben einfach so. Das muss man wohl akzeptieren. Doch in allen anderen Augenblicken gilt: Augen auf und der Inspiration entgegengehen.

Worin zeigt sich Inspiration? Nun, das ist für jeden unterschiedlich. Es kommt schließlich ganz darauf an, wozu wir die Inspiration brauchen. Doch uns alle vereint, dass wir immer nach einem möglichst schönen und erfüllten Leben streben. Was inspiriert uns zu genau diesem Leben? Nun, das ist wohl zunächst einmal jede Erfahrung, die uns aus dem Kreislauf unseres Alltags befreit. Ich denke dabei an einen Spaziergang im Sonnenaufgang, eine durchfahrene Nacht ans Meer, eine besondere Geste eines lieben Menschen oder Ähnliches. Es gibt aber auch noch so viele noch kleinere Dinge, die uns Inspiration schenken können. Sieh dir beispielsweise den Himmel mal ganz genau an, betrachte die Form der Wolken, schau den Autos beim Dahinflitzen zu oder gönn dir ein richtig leckeres Essen. All diese Erfahrungen geben dir Kraft und Frische. Genau das, was du brauchst, um neue Lebensinspiration aufkommen zu lassen. Also lebe dein Leben und es wird dich zu noch mehr Leben inspirieren.

Wir alle fühlen uns ab und zu ausgebrannt und uninspiriert. Auch das ist völlig normal. Inspiration lässt sich eben nicht erzwingen. Der beste Weg zurück ist oft, sich eine kleine Pause zu gönnen. Manchmal darf man auch einfach mal etwas Uninspiriertes machen, um zurück auf die Beine zu kommen. Warum nicht einfach ein paar Stunden vor dem Fernseher sitzen, bis die Energie für dein Leben zurückkommt? Ab und zu ist das eben das Einzige und Richtige!

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Reisen

#228 Die verrückten Weltreisende

Regelmäßig werden wir als verrückte Reisesüchtige belächelt. Haha, morgen bist du ja sowieso schon wieder in Spanien, Australien oder warum nicht gleich auf Weltreise. Nun gut, wenn du es schon sagst, denke ich mir dann manchmal, dann mache ich das eben! Dass es sowieso schon lange feststeht, muss ich ja keinem verraten!

Viele haben wenig Verständnis für das Verlangen ständig neue Länder zu erkunden. Vielen reichen ein zwei Urlaube im Jahr völlig aus. Es soll sogar Menschen geben, die wollen überhaupt nie verreisen! Für so jemanden ist es dann wohl wirklich schwer nachvollziehbar, dass ich es kaum erwarten kann wieder wochenlang aus dem Rucksack zu leben.

Mich hat es noch nie gestört, dass viele meine Träume nicht nachvollziehen können. Mir geht es ja mit den ihren häufig ähnlich. Macht ja nichts! Ich wünsche mir nur, dass ich so akzeptiert werde wie ich eben bin. Mit meinen eigenen Vorstellungen vom Leben. Wenn diese Vorstellung beinhaltet, dass ich öfters mal in der Fremde abtauche, dann erhoffe ich mir von den Menschen, die mir am Herzen liegen, dass sie sich für mich freuen und mich bei meiner Rückkehr mit offenen Armen empfangen. Denn dann komme ich auch gerne nach Hause!

In der modernen Leistungsgesellschaft ist es Standard, dass wir nach dem Schulabschluss vielleicht mal für ein halbes Jahr nach Australien abtauchen, uns danach aber mit zielstrebiger Ernsthaftigkeit unserer Ausbildung widmen. Die Flusen, die mir aber im Kopf herumgehen, von langen Reisen und Selbstfindungstrips passen nicht wirklich ins Bild. Nicht erst einmal habe ich einen schrägen Blick von der Seite geerntet, wenn ich verkündet habe nach meinem Studium erstmal die Welt unsicher machen zu müssen anstatt brav meine Karriere zu starten. Mainstream lag mir ehrlich gesagt noch nie. Andersherum habe ich häufig meine Augenbrauen nicht unter Kontrolle halten können, wenn mir jemand berichtet hat, dass er zwar eigentlich großen Bock auf ein ERASMUS+ Semester gehabt hätte, aber es lieber gelassen hat, da die Zeit drängt und man ja bald mal mit dem arbeiten anfangen müsste. Also bitte, die meisten von uns beginnen ihr Studium spätestens mit 19 und wir arbeiten doch sowieso noch ein ganzes Leben lang. Da ist so ein Auslandsaufenthalt, der sogar gefördert wird, doch eine der besten Chancen, die sich uns davor bieten kann! Hiermit rufe ich dich auf deine Träume nicht zurückzustellen und die der anderen anzuerkennen!

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Reisen

#227 Krankheiten auf Reisen – Die Naivität der Menschheit

Corona hat es uns gezeigt. Wir sind alle nicht darauf vorbereitet, dass uns eine schlimme Krankheit im Ausland erwischt. Viele von uns fürchten sich davor, in einem fremden Land ins Krankenhaus zu müssen und gar sich einer ernsteren medizinischen Prozedur unterziehen zu lassen. Was natürlich verständlich ist!

In einer derartigen Epidemie-Situation kommt es zu massenhaften Stornierungen, Reiserückkehrer hoffen verzweifelt auf einen Flug zurück nach Deutschland und viele verharren im Ausland planlos, wie es nun weitergehen soll. Einige Reisekrankenversicherungen erlöschen, die Betroffenen sitzen da – ohne gültigen Krankheitsschutz – und müssten im Fall der Fälle ihre Behandlungskosten selber tragen.

Doch warum ist das vielen nur in derartigen Ausnahmesituationen bewusst? Ein gutes Beispiel ist die Tollwut-Impfung! Leider gibt es Unmengen Reisender, die diese Impfung nicht machen lassen und dann aber irgendwo in Südostasien das Bedürfnis verspüren, mit einem Straßenhund zu kuscheln. Ja, die Hunde können äußerst putzig und anhänglich sein und natürlich verdienen sie eine ausgiebige Streicheleinheit. Aber verdammt, das kann so dermaßen ins Auge gehen. Tollwut ist absolut kein Spaß und endet – neuerdings fast – immer tödlich. Dazu braucht es nicht mal unbedingt einen Biss, sondern ein wenig Speichel auf einer winzigen Wunde reicht aus, um dich zu infizieren. Und dann ist so was von Schluss mit lustig! Manch einer meint wohl, „Ach, ich seh das einem Tier doch an, ob es krank ist oder nicht.“ Nein! Das tut man nicht! Jedenfalls nicht zwingend. Nicht jedes an Tollwut leidende Tier rennt mit Schaum vor dem Mund durch die Gegend!

Dieses Beispiel ist nur eins von vielen! Wer von euch hat gewusst, dass SARS und MERS seit Jahren in Asien grassieren? Wer hätte sich deswegen von Dromedaren ferngehalten? Nein, wir verstehen die Zusammenhänge oft erst dann, wenn sie uns im Alltag einholen. Auf Reisen scheinen für uns andere Regeln zu gelten! Das ist naiv und gefährlich und muss sich schleunigst ändern! Also informiert euch und geht mit Weitsicht in die Welt hinaus! Immer!

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#226 Die wandernde Hängematte – ein wahrgewordener Traum?

Viele Hängematten haben schon die ganze Welt gesehen. Denn Hängematten sind einzigartige Reisebegleiter! In meinen Träumen war meine Hängematte bereits überall.

Einmal haben wir sie zwischen zwei Bäumen im schönsten Naturpark Spaniens direkt am Meer aufgespannt. Die ganze Nacht saßen wir da, haben den Wellen gelauscht, eine Menge gelacht und kein Auge zugetan, bevor die Sonne wieder durch die Wolken hervorgebrochen ist.

Dann war ich mit meiner Hängematte schon hoch oben in den Alpen. Tagelang bin ich gelaufen. Um mich herum Stille, Vogelgezwitscher und die schönste Naturidylle. Mein Essen habe ich mir über dem Gaskocher zubereitet und die Sonnenuntergänge waren die besten, die ich jemals gesehen habe. Immer, wenn es dunkel wurde, suchte ich mir einen Platz, um mich in meiner Hängematte schlafen zu legen. Ich habe noch nie besser und erholter geschlafen!

Außerdem hat mich meine Hängematte auch schon auf eine einsame Insel im Pazifik begleitet. Während ich mir eine kleine Hütte direkt am Wasser gemietet habe, diente mir die Hängematte tagsüber dazu, die Seele baumeln zu lassen, spannende Geschichten aufzuschreiben und meinen Gedanken nachzuhängen.

Was glaubst du, welche Geschichten davon sind wahr und welche bisher nur ein Traum? Ein Traum muss ja nicht zwingend nur ein Traum bleiben. Träume helfen uns herauszufinden, was wir uns wirklich wünschen. Und für das, was wir uns wirklich wünschen, sollten wir unser Bestes tun. Nur so besteht die Chance, dass wir eines Tages das erreichen, was wir uns erträumen. Viele werden nie verstehen, warum ich so sehr an meinen Träumen festhalte und Vertrauen darin lege, dass ein Teil von ihnen vielleicht irgendwann wahr wird. Ich aber denke, dass ich, solange ich träume, mich lebendig fühle! Ich nehme mein Leben selber in die Hand und glaube daran, dass ich zu einem bestimmten Grad selbst beeinflussen kann, wo ich irgendwann einmal landen werde! Wir Menschen haben so wenig selber wirklich zu entscheiden. So oft trifft uns das Schicksal oder wie auch immer man es nennen mag. Doch unsere Träume gehören nur uns. Lass dich niemals davon abhalten zu träumen!

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#225 Länder sammeln – Please don’t

Ziehen wir mal wieder ein Dilemma der Modernität aus unserer Schatzkiste. Die Jagd der Länder. Es wirkt fast so, als gäbe es eine Trophäe, wenn wir schnellstmöglich alle Länder der Welt abklappern würden. Leute, diese Einstellung ist grundlegend falsch! Sammelt Stempel, sammelt Länder, aber bitte, bitte, bitte tut das aus den richtigen Gründen.

Zunächst mal: Was sind die falschen Gründe zum Ländersammeln? Logischerweise jede Form von Aufmerksamkeitsgeiz. Ja, wir Menschen lieben es, im Mittelpunkt zu stehen und viele sehnen sich nach Rampenlicht. Alles okay und kein Problem. Doch auf die Kosten unseres Planeten und unserer Mitmenschlichkeit darf das nicht passieren. Wenn du deinen Reisepass voller Stempel sehen willst, ist es wichtig, auch daran zu denken, dass Reisen auch etwas zurückgeben sollte und nicht nur ein Wettlauf mit anderen Reisenden ist. Reisen ist kein InstaWalk, bei dem wir unsere Follower mit an möglichst viele verschiedene Orte nehmen. Reisen sollte man um des Reisens willen. Hast du das verlernt, dann brauchst du eine Reisepause. Denn dann ist es dringend nötig, mal wieder umzudenken.

Zahllose Vorbilder präsentieren uns ihr perfektes Leben ontheroad. Schon mal daran gedacht, dass dieses Dasein auch sehr belastend und sehr viel weniger gewinnbringend ist, als es präsentiert wird. Daran gibt es absolut nichts Nachahmungswürdiges. Ich hoffe, dass ich jedes Land, das ich besuchen werde, aus den richtigen Gründen besuche.

Richtige Gründe zum Ländersammeln sind, dass wir möglichst viele verschiedene Orte für uns selbst gesehen haben wollen. Ein jeder Ort gibt uns etwas Neues und hilft uns, im Leben weiterzukommen. Wenn du reist, um die Vielfalt der Welt kennenzulernen, ist das zum Beispiel ebenfalls ein guter Grund. Wenn dich all die Länder und Plätze wirklich von Herzen interessieren. Wenn du möglichst umweltfreundlich reist und von den Reisen noch lange zehrst. Ob du dabei nun Bilder für die sozialen Netzwerke machst oder eben nicht!

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#224 Du warst nicht in einem Land, wenn …

Wann hast du ein fremdes Land so richtig kennengelernt? Ab wann kannst du dir erlauben, dich als Experte für ein Land zu bezeichnen? Nun ja, so gut wie niemals! Ich will ehrlich zugeben, dass ich mich nicht einmal als Expertin für mein eigenes Heimatland ausgeben könnte. Ich kenne zwar einzelne Regionen sehr gut, aber einjedes Land ist von einer derartigen Vielfalt gesegnet, dass es schwierig wird, jede Pulsader gefühlt zu haben. Trotzdem ist es möglich, einen grundsätzlichen Überblick über ein besuchtes Land zu gewinnen. Dazu habe ich ein paar Ideen für dich gesammelt.

Als Allererstes ist das Essen zu testen. Essen kennzeichnet so viele Länder und Regionen auf eine äußerst authentischen Weise. Gekostet haben solltest du logischerweise die Landesspezialität. Dabei darfst du es aber nicht belasten. Um eine Küche so richtig gut kennenzulernen, musst du auch etwas völlig Landesuntypisches probieren. Nur so habe ich herausgefunden, dass die Spanier ihre chinesische Küche größtenteils der Landesart zu Kochen unterworfen haben. Im Außergewöhnlichen lässt sich das Allgemeine am besten feststellen. So sagt man doch!

Was noch? Na ja, willst du ein Land wirklich kennenlernen, dann bleibt dir nichts anders übrig als dahinzugehen, wo das Land nicht für die Besucher aufpoliert worden ist. Reise an Orte, die auf Google kaum Einträge haben oder hole dir Tipps von der lokalen Bevölkerung. Die Wanderung zu einem Wasserfall, der schon zwanzigtausend Nennungen auf Instagram hat, wird dich deinem Reiseland nicht unbedingt am authentischsten näher bringen.

Und drittens: Lass dir Zeit! Um zu erleben, wie ein Land wirklich tickt, ist Zeit deine beste Reisebegleitung. Wer genügend Ruhe hat, endlos durch Städte zu streifen, sich mit den Einheimischen unterhalten kann und in den Restaurants ab vom Schuss auf die interessantesten Geschichten trifft, der hat etwas zu erzählen, wenn er wieder zu Hause ist! Denn er war wirklich da!

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#223 Mit Länderklischees aufräumen?

Erstes Vorurteil: Die Spanier und ihre Tapas. Tapas gibt es überall und kein Spanier beginnt eine Mahlzeit ohne seine Tapas. Nun gut, ich habe ja nicht bei jedem einzelnen Spanier hausiert. Ich persönlich konnte es in einem ganzen Jahr Spanien sehr gut vermeiden, zu oft mit den besagten Tapas in Kontakt zu kommen. Ich bin allerdings auch nicht ihr allergrößter Fan. Gleichzeitig kann ich jedoch schon bestätigen, dass kaum eine Karte ohne das Angebot von Tapas auskommt und du, wenn du abends durch die Straßen Madrid spazierst, schon den einen oder anderen Teller vor zufrieden schnabulierenden Madrileños stehen siehst.

Weiter geht es mit den berühmten Baguettes unter dem Arm der Franzosen. Frankreich ist das Land des guten Essens. Das Land der Croissants, Crêpes und der Baguettes. Wenn man an Paris denkt, dann hat man die Einheimischen vor Augen, wie sie mit dem Baguette unter dem Arm durch die Stadt wandern. Leider muss ich aber sagen, dass ich während meines dreitägigen Paris-Aufenthaltes viel zu selten in den Genuss eines wandernden Baguettes gekommen bin. Das ist wohl mehr ein Mysterium als die Wahrheit.

Und hier folgt noch das letzte Klischee. Dieses Mal geht es auf die Kosten des europäischen Stiefels: Alle Italiener sind Machos und flirtverrückt? Stimmt das? Nun gut, das kommt stark darauf an, welche Italiener du meinst! Italien ist ein großes und vielfältiges Land. Man darf keineswegs den Norden mit dem kompletten Süden in einen Topf werfen. Sagen wir es mal so: Auf die meisten Italiener, die ich in Südtirol oder in der Toskana kennengelernt habe, passt das Macho-Bild genauso wenig, wie es auf mich als Frau passen würde. Dem einen oder anderen Römer hingegen darf man den Macho-Vorwurf durchaus begründet gegen den Kopf werfen.

Was haben wir also gelernt? Klischees und Vorurteile stimmen so gut wie nie mit absolutem Wahrheitsanspruch. Sie sind zwar auch nicht immer vollkommen von der Hand zu weisen, aber man muss sie zumindest vor dem richtigen Hintergrund betrachten.

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#222 Warum jeder Roadtripper ein Hobbyschrauber sein sollte

Seit einigen Jahren schon spiele ich immer wieder mit dem Gedanken, einfach mal ein halbes Jahr in einer Autowerkstatt ein Praktikum zu machen. Ich bin handwerklich sehr interessiert und die letzten Jahre haben mir immer wieder aufgezeigt, dass gerade das Wissen um das eigene Auto in vielen Situationen enorm hilfreich ist.

In den letzten Jahren habe ich deswegen auch immer mehr probiert, alle anfallenden Reparaturen am Auto selbst durchzuführen. Dazu ging es in eine sogenannte „Selbsthilfewerkstatt“. Es handelt sich dabei um eine professionelle Kraftfahrzeugwerkstatt, die sich aber von den anderen mit einem Detail abhebt. Auch ambitionierte Selbstschrauber dürfen die Hebebühnen und das Werkzeug vor Ort benutzen. Klar, eine kleine Gebühr wird dafür schon fällig. Damit die selbst durchgeführten Reparaturen kein Sicherheitsrisiko bedeuten, kann man den Meister vor Ort immer nach Hilfe fragen oder seine Arbeit noch einmal überprüfen lassen. Neben einer deutlichen Geldersparnis hat das Ganze aber noch einen zweiten riesigen Vorteil. Man lernt sein Fahrzeug kennen. Man weiß plötzlich viel mehr und kann auftretende Geräusche und Symptome viel leichter deuten.

Gerade auf Reisen ist dieses Wissen meiner Meinung nach fast unersetzlich. Wieso fast? Naja, man kann es schon ersetzen – das kostet dann gegebenenfalls aber ziemlich viel Kohle! Gerade Touristen werden gerne in der ausländischen Werkstatt übers Ohr gehauen. Stammkunde wird man ja wohl eh nicht und wenn man dem Klienten dann noch alles verkaufen kann, weil der eh nur Bahnhof von seinem Fahrzeug versteht? Den Zulieferer-Auspuff, der dann plötzlich teurer als das Originalteil ist, lass ich mir jedenfalls nicht nochmal verbauen!

Ein Erlebnis, das mir diesbezüglich sehr im Kopf geblieben ist, trat im letzten Jahr auf unserer Balkanrundreise auf. Ich bin auf jeden Fall heilfroh, dass ich mir die Mühe gemacht habe, möglichst viel über unseren Honda Jazz und über Autos im Allgemeinen zu erlernen. Jetzt fühle ich mich auf Reisen immer besser vorbereitet und weiß, dass auch unser Honda vollends bereit für das nächste Abenteuer ist!

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#221 Langzeitreisen ja oder nein?

Es gibt ja immer die und die. Menschen sind nun mal verschieden. Doch gerade bei der Frage, ob lange Reise sinnvoll und gewollt sind, scheiden sich die Geister. Ich bin ja der klare Typ Pro-Langzeitreise. Trotzdem will ich versuchen, ganz nüchtern die Vor- und Nachteile abzuwägen.

Was spricht gegen eine Langzeitreise? Nun zunächst mal siehst du für eine sehr lange Zeit einen großen Teil deiner Familie, Freunden und Bekannten nicht. Du schläfst eine Ewigkeit nicht in deinem eignen Bett und musst auf alle Annehmlichkeiten deiner Heimat verzichten. Das alles ist zudem noch mit einem hohen organisatorischen Aufwand verbunden. Vor allem für diejenigen, die in einem festen Job stecken. Da ist das nicht mal so eben gemacht. Wer also nicht gerne monatelang von zu Hause weg ist oder wer zu Heimweh neigt, der ist auf einer Langzeitreise nicht wirklich gut aufgehoben. Genauso wie all diejenigen, die auf Beständigkeit und permanenten Luxus setzen. Eine Langzeitreise bedeutet nämlich im Normalfall viele Ortswechsel und neue Perspektiven. Das ist nicht etwas für jedermann. Muss es ja auch nicht. Wir Menschen sind verschieden und das ist auch gut so. Würde jeder von uns auf verrückte Expeditionen ziehen, dann wären sie bald gar nicht mehr verrückt, sondern Alltag.

Nun aber zu der anderen Seite. Wer sollte unbedingt eine Langzeitreise machen? Auf jeden Fall alle die, die nach jeder Reise sagen: „Warum ist es schon wieder vorbei? Ich würde am liebsten noch viel länger bleiben.“ Und das dann auch wirklich so meinen. Lange Zeit auf Reisen kann man nur sein, wenn man bereit ist, seinen Alltag für eine Weile abzustreifen und unbeachtet liegen zu lassen. Sich voll auf das hier und jetzt zu konzentrieren und all die neuen Eindrücke aus vollstem Herzen zu genießen. Lange Reisen geben dir die Möglichkeit, dich langsam fortzubewegen, viel mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu reisen und auch mal einfach zu bleiben, wenn es dir gefällt. Du kannst einen Ort ganz und gar kennenlernen und musst nichts auslassen. Du reist mit Zeit und Ruhe.

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#220 Urlaub im Ferienhaus

Auch wenn ich es liebe, beim Reisen immer auf Achse zu sein, genieße ich auch manchmal einfach die Seele baumeln zu lassen und an einem Ort zu verweilen. Wie auch die meisten anderen empfinde auch ich einen Urlaub in einer Ferienwohnung als ein super Erlebnis.

Der Ferienhausurlaub, der mir am meisten im Gedächtnis geblieben ist, führte mich nach Dänemark. Zusammen mit meiner Familie und einem meiner besten Freunde ging es in ein Ferienhaus direkt am Fjord. Typisch meine Familie war es komplett spontan. Die Entscheidung, wohin es geht, wird bei uns doch recht häufig ziemlich lang rausgezögert. Dieses Mal fiel sie genau einen Tag bevor die Reise anfing. Das Tollste war, dass selbst mein Kindergartenfreund so spontan noch mitkonnte. Nach der endlos lang erscheinenden Autofahrt von Bayern auf die skandinavische Insel begann eine unglaublich entspannende Woche. Die Tage verbrachten wir vor allem in aller Ruhe am Fjord, faulenzten oder spielten Kubb – auch bekannt als Wikingerschach. Hauptziel Nummer eins? Einfach mal nichts vorhaben und das Leben genießen!

Urlaub in der Ferienwohnung bedeutet für mich, dass man sich vor allem an dem Ort der Ferienwohnung aufhält und sich intensiv mit der nahen Umgebung und sich selbst auseinandersetzt. Es wird definitiv kein Sightseeing-Urlaub und auch keine Erlebnisreise. Man könnte es schon eher mit einer Wellnessreise gleichsetzen. Zwar weniger mit Wellness, aber mit genauso viel Entspannung und Runterkommen.
Auch wenn ich genau das so sehr an einer Ferienwohnung schätze, ist das auch der Grund, warum ich sie dann doch eher selten anmiete. Das Beste am Urlaub ist für mich persönlich immer noch, dass man die Möglichkeit hat, Neues und Unbekanntes zu entdecken. Aber ich gebe auf jeden Fall zu, dass es auch nicht schaden kann, eine dieser Möglichkeiten mit einer extra Portion Ruhe einzutauschen.

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#219 Lebensmittelvergiftung im Ausland

Nein, das ist kein Thema, welches man gerne bespricht! Vor allem nicht ausführlich! Aber hiermit bekenne ich mich offen dazu. Ja, ich habe mir bereits eine Lebensmittelvergiftung im Ausland zugezogen. Und das war wirklich keine spaßige Erfahrung. Seitdem achte ich noch mal mehr auf die Hygieneetikette und die Abkochregeln, wenn ich mein Heimatland verlasse.

Es war ein schöner lauer Abend. Wir hatten uns ein leckeres Gericht in einem schnuckeligen Restaurant an der französischen Südküste genehmigt. Da die Speisen an sich schon ordentlich ins Geld gingen, beschlossen wir, auf ein Getränk zu verzichten. Zugegeben, das kommt nicht besonders gut an und ist auch nicht gerade ein Zeichen von vornehmen Verhalten. Doch zwei jungen Studenten kann man so etwas doch mal nachsehen. Oder etwa nicht? Nun ja, der Kellner konnte das offensichtlich nicht! Mit mauligem Gesicht nahm er unsere Bestellung auf und knallte uns Minuten später eine kleine Kanne voller Leitungswasser auf den Tisch. Dieses Wasser hätten wir besser nicht trinken sollen. Jedenfalls steht es bei uns hoch im Verdacht, für den weiteren Verlauf verantwortlich zu sein. Eigentlich hätten wir es sowieso besser wissen müssen. Leitungswasser trinkt man im Ausland grundsätzlich nicht! Es sei denn man ist in einer Region, wo man die Wasserqualität sehr gut einschätzen kann.

Nun ja, mitgefangen mitgehangen. Der nächste Tag brach an und damit auch eine der unangenehmsten Autofahrten. Kaum waren wir ein paar Kilometer gefahren, rumorte der Bauch etwas lauter als gewohnt!

Über Details will hier keiner sprechen, aber dieses Beispiel soll euch nur zeigen, wie schnell so etwas passieren kann. Also achtet darauf, was ihr esst, wo eure Speisen herkommen und ob sie so riechen wie sie sollten! Nicht allen Risiken kann man vorbeugen, aber mit etwas Umsicht vermeidet man zumindest die größeren Patzer!

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#218 Lieber öfter als zu selten

Es gibt ein paar Orte auf der Welt die für mich immer weiter in Richtung zweiter Heimat entwickeln oder schon längst diesen Status erreicht haben. Die zehn Monate in Madrid werden mich die Hauptstadt Spaniens wohl nie wieder vergessen lassen. Kaltern an der Weinstraße ist mein Wander-, Mountainbike- und Naturparadies.

München gehört aber auch auf die Liste. Zwar habe ich dort noch nicht so viel Zeit verbracht, aber dafür habe ich diesen Ort am öftesten besucht in meinem Leben. Mal ging es an die umliegenden Seen, mal habe ich Verwandte in der Nähe besucht oder war auf dem Weg nach Kaltern. Meistens wenn es in die Nähe von München geht, gehört ein Besuch in der Landeshauptstadt dazu. Mal wieder beim Lieblingsasiaten vorbeischneien oder an der Münchner Freiheit Münchens besten Döner genießen. Dazu noch den Großstadtflair aufsaugen und durch noch unbekannte Straßen irren.

Das schöne im Gegensatz zu Madrid und Kaltern ist, dass ich noch lange nicht alles gesehen habe. Ok, ok… In Madrid kenne ich natürlich auch noch nicht alles und sogar in Kaltern habe ich letztens ein paar neue Ecken kennengelernt. Aber in München bin ich immer nur für eine ganz kurze Zeit. Meistens nur einen Tag und ich glaube noch nie länger als eine Woche. Dadurch sieht man natürlich viel weniger auf einmal und kann jedes Mal etwas neues Entdecken!

Die bekanntesten Ecken habe ich aber natürlich schon alle durch. Die Allianzarena sieht man sowieso immer, wenn man aus dem Norden nach München reinfährt. Ein näherer Besuch muss für mich auch nicht sein. Der Olympiapark und das alte Stadium ist ein Klassiker und immer wieder auf der Tagesagenda. Ein bisschen frische Luft kann in der Großstadt eh nie schaden! Marienplatz, Alter Peter, Frauenkirche, Hofbräuhaus, Viktualienmarkt, Stachus sowie Odeonsplatz, Englischer Garten und das Deutsche Museum sind auch schon abgehakt. Was mir von den Highlights auf jeden Fall noch fehlt, ist die Attraktion, die jährlich Tausende Touristen anzieht. Als gebürtiger Bayer habe ich tatsächlich noch nie das Oktoberfest besucht!

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#217 Leicht packen – Die Kunst eines Backpackers

Wer mit leichtem Gepäck reist, der hat mehr Spaß! Zumindest sagt man das so und ich bin mir absolut sicher, dass es auf jeden zutrifft, der mit seinem Gepäck mehr bewältigen muss als die Strecke vom Flughafen ins Hotel.

Wenn ich unterwegs bin, trage ich mein Gepäck öfters weite Strecken. Und ich bin mit absoluter Sicherheit nicht der strikteste Backpacker, den diese Welt je gesehen hat. Ich bin eher so vom Backpacker Typ Gemütlichkeit. Das heißt, dass ich auch gerne mal einen Roller oder ein Auto miete, statt immer nur mit den Öffentlichen zu fahren oder von Ort zu Ort zu laufen. Doch auch schon bei dieser gemütlichen Art zu Backpacken, hat man das Gepäck immer als Anhängsel dabei. Jeder Unterkunftswechsel macht einem zu schaffen, wenn die Kiloanzahl auf dem Rücken nicht stimmt. Hinzu kommt, dass es in meinen Reiseländern oft sehr warm ist, meine Unterkünfte nicht selten etwas ab vom Schuss liegen und ich auch gerne mal zelte. Vor allem im Zelt kann man nur einen gewissen Teil seiner Sachen bedenkenlos zurücklassen. Den Rest trägt man tagsüber mit sich herum.

Wie also packen wir leicht? Nun ja, lass alles unnötige Zuhause! Wasche deine Klamotten unterwegs und gönne dir keinen Luxus! So jedenfalls besagt es die Theorie. Was du letztendlich daraus machst, bleibt dir überlassen. Manche Hardcore-Wanderer packen genau ein paar Schuhe, eine Hose, drei T-Shirts und drei Unterhosen ein. Was schmutzig wird, wird über Nacht gewaschen und gut ist!

Ich für meinen Teil habe jedoch das Bedürfnis, etwas mehr Abwechslung in meine Garderobe zu bringen. Auch wenn ich dafür schwerer schleppen muss. Jedes Mal ärgere ich mich über mich selbst, aber anders geht es für mich einfach nicht. Ich möchte auch schöne Bilder von mir machen und dazu reichen drei T-Shirts für mich einfach nicht aus! Geschmacksache! Und eine Sache der Reiseart!

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#216 Kuriosum München

Wenn mich jemand fragen würde, welche Großstadt in Deutschland für mich die Wichtigste ist, würde ich nicht mit „Berlin“ antworten. Ich denke dann immer sofort an München! Ich weiß auch nicht genau, woran es liegt. In Berlin war ich im Gegensatz zu München erst ein einziges Mal. In München kann ich darüber nicht einmal eine genaue Aussage treffen. Ich schätze mal knapp fünfzig Mal.
München liegt nicht nur näher an meinem Zuhause, die Stadt – beziehungsweise das Umland – ist auch die Heimat von einem großen Teil meiner Verwandtschaft. München ist die Landeshauptstadt und das Bundesland ist doch noch einmal näher als das Heimatland. Wenn ich in den Urlaub fahre, geht es auch meistens gen Süden und seltener nach Norden. An meinen ersten Besuch in München kann ich mich nicht einmal erinnern, weil ich noch so jung war. Das erste Mal in unserer Hauptstadt war ich dagegen erst mit 22 Jahren. Die Alpen reizen mich mehr als die Ostsee.

Es gibt so viele Gründe, warum München für mich persönlich die wichtigere der beiden Städte ist. Ich bin aber auch ein ehrlicher Fan von München. Ich bin zwar nicht fußballverrückt und auch die zuweilen arroganten Münchner überzeugen mich nicht. Die Stadt selbst ist für mich aber immer eine tolle Erfahrung. Ich hab sogar ein paar Stammlokale! Dazu kommen noch ein paar Freunde, die in München aufgeschlagen sind und schon ist jeder Besuch ein einmaliges, absolut schönes Erlebnis.

Ein fairer Vergleich, welche der beiden Städte aber schöner / lebenswerter / fröhlicher kann ich aber definitiv nicht liefern. Ich muss wohl noch ein paar Mal in unserer Hauptstadt vorbeischauen! Mein erster Besuch war mit seinen drei Tagen auch viel zu kurz. Es war zwar auch nur ein spontaner Entschluss, weil der Flieger ab Berlin genauso viel gekostet hat wie ab Frankfurt..

Ich bin auf jeden Fall schon einmal gespannt darauf mich noch einmal näher mit den Eigenheiten der Berliner – damit sind hier mal ausnahmsweise nicht die Krapfen gemeint – und ihrer quirligen Stadt zu beschäftigen!

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#215 Mainstream ist out!

Ich hatte es bereits einmal erwähnt: Mainstream ist so gar nicht mein Ding. Ich bin nicht gut darin, mich anzupassen oder den Erwartungen anderer zu entsprechen. Umso mehr ich es versuche, desto unglücklicher werde ich darüber. Ich muss lernen, mich loszureißen, die Fesseln abzulegen und meiner eignen Stimme zu lauschen.

Diese Welt bietet Muster, Vorstellungen und eine Menge Regeln sowie Normen, die uns in einem umfassenden Maß daran hindern, wir selbst zu sein. Nicht falsch verstehen, dass es Gesetze gibt oder Regeln für gutes Benehmen halte ich sogar für außerordentlich wichtig. Doch alles, was gezielt in unsere Privatsphäre oder Persönlichkeit einschneidet, lehne ich aus tiefsten Herzen ab. Jeder von uns ist doch genauso toll, wie er eben ist. Viel zu oft schreibt uns gesellschaftlicher Druck jedoch vor, welche Person wir anstelle von uns selbst sein sollen. Das ist traurig und führt zu einer Menge ungelöster Probleme sowie Missverständnisse. Deshalb sage ich dir: Lass dich nicht beeinflussen! Glaube an dich! Halte an deiner Art zu leben fest! Da betrifft deine Wünsche, deine Gesinnung, aber auch deine Art zu reisen.

Als ich mit dem Reisen begonnen habe, bin ich auch dort lange den Pfaden gefolgt, die andere für mich breitgetreten haben. Schon allen deshalb, weil ich nichts anderes kannte. Doch irgendwann habe ich gemerkt, dass da noch mehr sein muss. Dazu braucht es häufig einen Stupser von außen oder eine prägende Erfahrung. In meinem Fall weiß ich gar nicht mehr genau, was den Ausschlag gegeben hat, aber so oder so ich bin dankbar dafür, heute meine eigenen Pfade zu schlagen. Wer neue Wege geht, die ihn zu sich selbst führen, der findet zu dem Menschen zurück, der er im Innersten ist. Vielleicht ist es auch gerade das, was ich am Reisen so liebe. Ich habe das Gefühl, dass ich dabei am meisten ich selbst und am wenigsten ferngesteuert bin. Fremde Ideale bleiben dabei zurück!

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#214 Surfen lernen in Agnes Water

In das winzige Städtchen Agnes Water kommt man am besten, um das Surfen zu erlenen. In der lokalen Surfschule Reef 2 Beach kostet die dreistündige Surflektion gerade einmal 17 AUD – sprich nur vier Euro pro Stunde! Der Gruppenunterricht findet am Hauptstrand von Agnes Water statt. Am Anfang lernt man die Grundlagen erst einmal am Strand, danach geht es ab in die Wellen. Die Surflehrer kümmern sich gut um einen, wenn man Hilfe braucht und am Ende schafft es eigentlich jeder, die leichten Wellen ganz zu Ende zu reiten. Durch meine Skateboarderfahrung viel es mir wirklich unglaublich leicht, weswegen ich mir am nächsten Tag gleich noch ein Board für die Hälfte des Tages ausgeliehen habe. Das kostete dann zwar 20 AUD, aber dafür konnte ich an eine Stelle mit ein paar mehr Wellen gehen.

Der zweite Surftag war durch die größeren Wellen wirklich deutlich schwieriger als der erste. Mich hat es unglaublich oft vom Surfbrett geschmissen. Das Aufstehen klappte ja meistens noch, aber irgendwann ging das Gleichgewicht flöten und ich landete im kalten Nass. Wenn es dann aber doch mal bis zum Ende der Welle geklappt hat, war ich umso stolzer.

Wer noch nie gesurft ist, sollte die Chance, die sich ihm in Agnes Water bietet, unbedingt nutzen. Nirgendwo anders in Australien bekommt man einen so günstigen Surfkurs! Online kann man Kurs im Übrigen noch günstiger ergattern. Bis auf 14 Dollar kann der Preis sinken. Manchmal ist der Kurs online aber auch teurer als direkt vor Ort!

Der Ort selbst ist für ein paar Tage auch schön anzusehen und man kann einen kleinen Ausflug zur nah gelegenen Town of 1770 unternehmen. Im Jahre 1770 – ja, der Name ist kein Zufall – ging dort der Kapitän James Cook das erste Mal in Queensland an Land. Die Straße von Agnes Water zur Town of 1770 heißt deswegen auch Captain Cook Drive.

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#213 Maltaliebe oder eher nicht!

Für genau 49€ flogen wir 2016 auf die beliebte Touristeninsel Malta. Mit einem Feuerwerk wurden wir besucht. Doch unsere Herzen verspürten beim ersten Anblick unseres Reiseziels leider kein Feuerwerk. Mit Malta wurden wir vom ersten Augenblick an leider nicht so richtig warm. Da dieser Schnäppchen-49€-Flug genau drei Wochen Aufenthalt einschloss, hatten wir uns für zwei Wochen in einem Hostel im Süden eingemietet. Die restliche Zeit planten wir im Norden zu verbringen.

Schon die Nacht Nummer eins war alles andere als klasse. Für mich war das der erste Aufenthalt in einem Hostel und dementsprechend war ich nicht wirklich glücklich, als ich hörte, dass es einen Fehler bei der Reservierung gegeben hatte. Wir waren nicht mal auf das gleiche Zimmer gebucht worden. Na super! Noch dazu hatten wir ein heftiges Partyhotel erwischt. An Schlaf vor vier war tatsächlich nicht zu denken. Um ehrlich zu sein, ist San Ġiljan, unser erster Aufenthaltsort auf Malta, eine richtige Feierhochburg.

Wir hatten uns vorher zugegebenermaßen auch nicht wirklich erkundigt, was uns auf dieser Insel erwarten würde. Wir haben lediglich gesehen: Da gibt es einen billigen Flug, uns ein paar Bilder auf Google angeschaut und die Reise blindlings gebucht. Blauäugig und ohne detaillierten Plan – Reisesicherheit mal ausgenommen – auf eine Reise zu starten lag uns schon immer und ist auch heute noch unsere liebste Art die Welt zu erkunden. Bisher sind wir damit auch immer gut gefahren. So richtig knallhart auf die Nase gefallen sind wir nur dieses einen Mal: Auf Malta!

Doch letztendlich haben wir auch aus der Zeit das Beste herausgeholt. Wir sind mit dem Bus über die Insel gefahren, um nach einem Ort zu suchen, der uns besser gefällt als San Ġiljan. Überzeugen konnte uns Valletta, Mdina und il-Baħrija. Dank des freundlichen Hostelbesitzers war es uns möglich, unseren Aufenthalt im Hostel zu stornieren und haben einige wunderschöne Tage an der Westküste verbracht. il-Baħrija ist ein winziges Dörfchen unweit vom Meer. Über einsame Straße gelangst du hinab an einen traumhaften, abgelegenen Strand. So lässt es sich auch auf einer Insel aushalten, die wir nicht zu unseren Favoriten zählen!

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Reisen

#212 Was man aus der Corona-Zeit fürs Reisen lernen kann

Dass es den Corona-Virus gibt, ist für das Reisen und für die gesamte Tourismus-Industrie natürlich erst mal richtig … suboptimal. Während der Ausgangsbeschränkungen ist mir aber bewusst geworden, dass uns diese Krise auch etwas beibringen kann.

Überall zeigen sich die Menschen plötzlich viel sozialer. Im Treppenhaus hängt plötzlich ein Zettel, ob jemand auf Nachbarschaftshilfe angewiesen ist. Ich hoffe natürlich sehr, dass dies nicht nur eine kurzfristige Entwicklung ist.

Was aber auch eine zwangsläufige Konsequenz ist? Man unternimmt viel weniger. Es geht nicht mehr zum Frühstücken in ein Café. Mittags geht keiner mehr shoppen und abends kann man seine Freunde auch nicht in der Bar treffen. Natürlich ist es schade, dass man diese ganzen Dinge nicht mehr machen kann. Gleichzeitig spart man sich damit aber auch eine Menge Geld ein. Auch schon vor der Coronakrise war ich mir immer bewusst, dass wir in einer absoluten Konsumgesellschaft leben. Ich probiere deswegen nicht immer gleich irgendwohin wegzugehen, wo man dann zwangsläufig Geld ausgibt. Es kann doch auch der nahe Baggersee sein. Oder die traumhafte Waldwiese mit wilden Blumen und Tieren ringsum.

Wenn du mal ein bisschen darauf achtest, was du mit Freunden machst und merkst, dass es nicht immer konsumlastig sein muss, sparst du dir bald viel Geld ein. Natürlich nur, wenn auch von den alternativen Beschäftigungsmöglichkeiten genauso begeistert bist, wie ich es bin. Die Corona-Pandemie hat uns sehr in unserem Konsumverhalten eingeschränkt. Ich für meinen Teil habe dabei fast keine negativen Einschränkungen verspürt. Klar, es wär schon schön gewesen, mal wieder ein paar Leute zu treffen oder einfach sich komplett frei wieder draußen bewegen zu dürfen. Alles in allem habe ich aber einfach meine Betätigungen ein bisschen umgelagert und hatte so trotz Ausnahmezustand keine Langeweile in den eigenen vier Wänden und konnte dabei auch noch eine Menge Geld einsparen, das ich jetzt stattdessen für (zukünftige) Reisen einplanen kann. Vielleicht nimmst ja auch du etwas Positives aus der Pandemie mit in deine Zukunft – diese Form von Geldsparen geht nämlich – und das ist das Wichtigste – auch ohne eine erzwungene Konsumauszeit.

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#211 Jeder Tag ist ein Tag, den man leben sollte

Wieso verstecken wir uns immer hinter all diesen unbedeutenden Dingen? Wir beschweren uns über Kleinigkeiten, warten auf Übermorgen und sind viel zu oft unzufrieden. Das hat möglicherweise damit zu tun, dass wir gerne nach mehr streben, aber dabei vergessen zu bedenken, dass nicht immer nur der Fortschritt zählen sollte. Eigentlich ist alles, was wirklich zählt, der Moment, in dem du lebst. Denn diesen Moment wirst du niemals zurückbekommen. Nickelback hat es in seinem Lied sehr gut auf den Punkt gebracht: Du solltest jeden Tag so leben, als ob es dein Letzter wäre. Das ist es, was jedem Tag Bedeutung und Würde gibt. Natürlich ist das eine unfassbar große und schwere Aufgabe! Doch es ist die Mühe mit Sicherheit wert.

Manchmal fällt es mir schwer hinzusehen, wenn so viele Menschen an ihrem Leben vorbei leben. All die unnützen Dinge, die wir im Kopf haben und all die verschenkten Gedanken und Energie. Ein Beispiel: Warum denken wir überhaupt über fremde Menschen nach, die nichts mit unserem Leben zu tun haben? Warum regt es uns auf, wenn jemand etwas tut, was wir als komisch erachten? Was hat es für uns denn überhaupt für eine Bedeutung, wenn jemand anderes aus der Reihe tanzt? Wahrscheinlich kümmert es uns einfach nur deshalb, weil wir uns darüber von uns selbst ablenken. Mit jedem Gedanken, der an jemanden anderen gerichtet ist, bleibt es uns erspart, uns mit uns selbst auseinanderzusetzen. Es macht oft große Angst, der Wahrheit ins Auge zu blicken. Denn die Wahrheit ist oft, dass wir keinerlei Ahnung haben, wer wir sind und wie wir dahin kommen, wohin wir wollen. Doch in unserem Leben sind diese Fragen die allerwichtigsten für uns! Wir leben jetzt, das ist unser Tag und dieser Tag will gelebt werden. Gelebt in unserem Sinne! Nicht in Gedanken irgendwo da draußen! Sondern nur bei dir selbst! Hole das beste aus deinem Tag heraus, indem du anfängst. Das dürfen auch die kleinsten Babyschritte sein. Hauptsache, du tust etwas, von dem du denkst, dass es dich weiterbringt.

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#210 Baggage Check-In? Nein, danke!

Wer beim Reisen ein wenig auf sein Geld achtet, kann öfter reisen. Wir probieren also an fast jeder Ecke zu sparen. Heute auf der Agenda: Billiges Fliegen.

Ich habe ja bereits darüber geschrieben, dass wir immer probieren, an Flugschnäppchen zu kommen. Unser Sparsinn hat uns beim Fliegen, aber auf eine weitere geniale Idee gebracht. Wieso immer für das aufgegebene Gepäck extra blechen? Wenn das Reiseziel und die Reisedauer es zulassen, fliegen wir nur noch mit Handgepäck.

Glücklicherweise ist mein 60L Backpack gerade noch klein genug, dass er von der Höhe als Handgepäck durchgeht. Voraussetzung ist natürlich, dass er nicht komplett vollgepackt ist. Dem kann man aber einfach entgegenwirken: einfach ein paar mehr Sachen anziehen! Kaum hat man die beiden Pullis und die Jacke aus dem Rucksack genommen, wirkt er schon nicht mehr so imposant. Bis jetzt hatte ich tatsächlich noch nie den Fall, dass ich den Backpack nachträglich noch hätte aufgeben müssen.

Das einzige Problem am Handgepäck ist, dass man aufpassen muss, was man mitnehmen darf und was nicht. Bei unserem Stativ lassen wir auf jeden Fall immer die Spikes für den besseren Halt daheim – das könnte dann doch fehlinterpretiert werden! Darüber hinaus ist man natürlich gerade bei den Flüssigkeiten eingeschränkt. Glücklicherweise brauche ich selbst nicht besonders viel. Ein bisschen Zahnpasta, Sonnencreme und eventuell mal Haargel ist genug. Falls Julia also mal mehr mitnehmen möchte, hab ich noch ein bisschen frei im 1L-Beutel. Das einzige, was ich durch die Handgepäckregeln wirklich nie mitnehmen kann, ist mein Rasiermesser. Aber Einmalrasierer gibt es ja fast überall zu kaufen und für die paar Tage/Wochen kann man das Haarproblem im Gesicht auch mal auf diese Weise lösen.

Falls das Handgepäck aber mal wirklich nicht ausreicht, kann man immer noch überlegen, ob gleich zwei Aufgabegepäckstücke auf einer Reise zu zweit nötig sind. Das Handgepäck ist auf unseren Reisen auf jeden Fall ein weiteres wichtiges Mittel geworden, ein bisschen mehr Geld zu sparen. Ein weiterer Vorteil? Wenn man dann doch mal mit Emirates oder einer ähnlichen Fluglinie verreist, fühlt sich das kostenlose Aufgabegepäck wie ein Stück Luxus an 😉

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#209 Sei Du selbst

Was spricht eigentlich dagegen einfach du selbst zu sein? Bist du nicht gut genug für die Welt? Für deine Arbeit, für deine Freunde, für deine Beziehung, für dich? Hast du es überhaupt schon mal versucht? Wir alle sind Meister des Verkünstelns. Wir alle spielen Versionen von uns selbst, sobald wir mit anderen Personen konfrontiert werden. Zu oft versuchen wir das zu sein, was wir denken, dass andere in uns sehen wollen. Selbst der Mensch, der seine Klappe am weitesten aufreißt und behauptet, immer authentisch zu sein, ist nur die Variante von sich, die er glaubt, sein zu müssen. Das trifft fast auf jeden Weltbürger zu. Diese Erfahrung habe ich zumindest gemacht.

Hast du schon einmal einen Menschen getroffen, der einfach nur in sich ruhte? Jemand, der im Gespräch dir das Gefühl vermittelt hat, absolut sicher und gut aufgehoben zu sein? Ein Mensch, der seine Meinung klar und deutlich ausdrückte, aber auch andere Ansichten offen eine Chance gewährte? Ich habe von dieser Sorte Mensch leider bisher viel zu wenige Menschen getroffen. Ich würde behaupten, dass umso ruhiger ein Mensch in der Begegnung mit anderen ist, desto echter und authentischer ist er auch mit sich selbst. Wer sich selbst akzeptiert, der akzeptiert oftmals auch seinen Gegenüber. Denn es gäbe dann nichts, wovon wir davon laufen müssten. Wer weiß, wer er selbst ist, der braucht keine Bestätigung und kann viel leichter mit Widerständen umgehen. Denn er ist sich selbst die Stütze, die er dafür braucht. Also fang an! Geh da raus und sei du selbst! Das kann wehtun und dich in schwierige Situationen führen. Am Ende wirst du aber einen dicken, fetten Nutzen daraus ziehen! All die Worte, Atemzüge und Gedanken, die du an eine Variante von dir verschenkt hast, die nicht deiner echten Person entsprechen, gehören dann endlich der Vergangenheit an. Du bist der Mensch, der du bist. Die Welt soll dich sehen! Denn du bist gut genug! Für dich und für alle anderen! Denn es gibt keinen Menschen, der das Recht hat, darüber zu urteilen, ob du gut genug bist. Das steht außer Frage!

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#208 Warum ein 4WD das perfekte Geschenk für mich wäre

Immer wieder bin ich fasziniert von einer bestimmten Reisedestination und dann denke ich mir aber, dass das irgendwie keinen Sinn macht mit unserem Honda Jazz. Man müsste einen richtigen Fourwheel-Drive haben!

In Marokko waren wir zwar schon mit unserem Honda, aber da mussten wir uns eben auf die erschlossenen Gebiete beschränken. Nichts war es mit einmal querfeldein oder gar mit einer Fahrt in die unendliche Weite der Sahara. Für die Wüstentour mussten wir uns dagegen auf eine geführte Tour begeben – gar nicht unser Stil!

In Georgien war es zwar toll, trotzdem fast alles mit dem Auto erkunden zu können, aber anstatt immer in ein Tal hereinzufahren, um dann wieder umzukehren um ins nächste Tal zu fahren, macht einfach weniger Spaß, als wenn man die Rundwege über die Passstraßen fahren kann. Das hätte uns nicht nur einmalige Erfahrungen eingebracht, sondern auch noch dazu eine deutliche Zeitersparnis bedeutet!

Schon vor Jahren entstand die Idee, mit dem Auto nach Thailand zu fahren. Ja, das geht theoretisch schon ohne 4WD – es gibt dort unten ja auch einige Abenteurer mit einem in Deutschland zugelassenen Bulli. Aber ein Fourwheel-Drive ist meiner Meinung nach auf jeden Fall die bessere Wahl. Man kann einfach alles entlang des Weges machen und ist nicht nur auf asphaltierte und gekieste Straßen beschränkt.

Der Urlaub in die Mongolei ist an derselben Problematik gescheitert. Das Straßennetz der Mongolei ist gerade einmal 50.000 Kilometer lang und davon sind gerade einmal 2000 Kilometer asphaltiert. Zum Vergleich: Deutschland hat außerhalb von Ortschaften ungefähr 250.000 Kilometer an Straßen. Fast alle davon sind asphaltiert. Wenn man jetzt noch in Betracht zieht, dass die Mongolei mehr als vier Mal so groß ist…

Falls mir jemand also einen ganz großen Gefallen tun will – schenkt mir einen Fourwheel-Drive!!!

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#207 Selbstsucht vs. Selbstliebe

Wir alle werden von Zeit zu Zeit mit dem Mindset der Selbstliebe konfrontiert. Denn diesem Lebensprinzip unterliegt eine Menge und davon ist vieles abhängig. Man muss lernen, sich selbst zu lieben und auf umfassende Art zu akzeptieren. Wo allerdings wird Selbstliebe zu Selbstsucht und Eigensupport zum Egoismus? Die Grenzen sind schwammig und gleichzeitig glänzend klar!

Eine mögliche Definition von Egoismus ist das Erstreben von Vorteilen für das eigene Selbst. Eine egoistische Person kennzeichnet sich also dadurch, dass sie permanent an ihr persönliches Vorankommen denkt. Meiner Meinung nach muss man aber noch einen Schritt weitergehen, um Egoismus von gesunder Selbstliebe zu unterscheiden. Grundsätzlich spricht nichts dagegen, für sich selbst einzustehen, seine Ziele zu verfolgen und den eignen Vorteil im Sinn haben. Das ist durchaus eine Eigenschaft, die man als natürlich und vernünftig bezeichnen darf. Schluss ist an dem Punkt, an dem wir unsere Wünsche auf dem Nachteil anderer umsetzen. Dort, wo wir aufhören, fair und ebenbürtig mit unseren Mitmenschen umzugehen, um an unser Ziel zu gelangen, genau dort wird Selbstliebe zum puren, radikalen Egoismus. Das ist die Grenze, die wir nicht überschreiten sollten.

Wichtig ist, einen ausgeprägten Gleichgewichtssinn zu erkennen. Ein passender Vergleich wäre wohl der Akt des Seilbalancierens in fünf Meter Höhe. Trittst du einen Schritt zu weit nach rechts oder links, ja lehnst du auch nur deinen Oberkörper zu weit in die falsche Richtung, befindest du dich auch schon im freien Fall. Genauso läuft das mit der Balance zwischen Selbstliebe und Selbstsucht. Trittst du zu viel oder auch zu wenig für dich ein, egal was es ist, letztendlich führt es immer dazu, dass du dein Gleichgewicht verlierst und abstürzt. Wir müssen in diesem Leben unzählige Stürze dieser Art hinnehmen. Doch mit der Zeit, wenn wir viel üben und unsere Technik viel überdenken, werden wir lernen, auf dem Seil zu laufen.

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#206 Dunk Island, Australia

Für die meisten Besucher der Ostküste Australiens ist auch ein Stopp in Mission Beach fällig. Mission Beach lockt vor allem mit seinem über zehn Kilometer langen Sandstrand. Wer es noch ein bisschen einsamer möchte, kann von Mission Beach aus den kompletten Strand entlang nach Süden gehen und dort auf Wanderung gehen. In South Mission Beach beginnt der Kennedy Walk zu den beiden absolut idyllischen und einsam gelegenen Buchten Lugger Bay und Kennedy Bay. Auf dem Weg hat man sogar die Chance Wallabies, Echidnas oder Kasuaren zu begegnen.

Wer sich eine noch einsamere Stranderfahrung wünscht, sollte der vorgelagerten Insel Dunk Island einen Besuch abstatten. Mit der normalerweise täglich fahrenden, privaten Fähre (das Mission Beach Dunk Island Water Taxi), die ab Mission Beach zur Insel übersetzt, bin ich damals auf die Insel gekommen. Aber im Gegensatz zu all den Tagesausflüglern, die mich begleiteten, bin ich auch Dunk Island über Nacht geblieben. Ganz im Westen gibt es eine kleine Bar, ein kleines Resort und den kleinen Campingplatz von Dunk Island. 2011 traf die Insel ein Zyklon und beschädigte das Resort schwer. Bei meinem Besuch 2016 war es immer noch geschlossen und so war ich nach der Abfahrt der Tagesausflügler ganz allein auf der Insel.

Zuerst machte ich mich an die Rundwanderung, die einmal quer durch den Westen der Insel führt. Ich stieg auf den höchsten Berg der Insel, wanderte durch das Palm Valley und genoss die wunderschönen Sandstrände in absoluter Ruhe. Abends wurde meine Inselidylle dann ein wenig gestört. Eine Gruppe Einheimischer setzte mit ihrem Boot über und feierte eine Barbecueparty auf die sie mich sofort einluden. Den Fisch angelten wir frisch aus der See und neben ein paar wirklich leckeren Exemplaren zogen wir dabei auch einen locker eineinhalb Meter langen Fisch heraus. Der war allerdings zu seinem Glück ungenießbar und schwamm so bald wieder in den Gewässern rund um die Insel.

Am nächsten Morgen ging es für mich dann noch einmal kurz an den Coral Beach, bevor mir das Water Taxi wieder aufgabelte. Der Coral Beach besteht, wie sein Name schon vermuten lässt, ausschließlich aus angespülten Korallenüberresten. Das Meer hatte dann noch einmal ein Highlight für mich im Petto. Unter absolut schrecklichen Schnorchelbedingungen – das Wasser war an diesem Tag recht unruhig – begegnete ich trotz einer Sicht von unter einem halben Meter meiner ersten Meeresschildkröte in freier Wildbahn. Mein Aufenthalt auf Dunk Island wird wohl für immer in meinem Gedächtnis bleiben und ich will auf jeden Fall noch ein zweites Mal vorbeischauen!

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#205 Geld auf Reisen

Wie und wo versteckt du dein Geld, wenn du unterwegs bist? Wo hebst du ab oder wechselst es, wenn nötig? Hast du gewisse Tricks oder Geheimtipps! Dann kommt hier unser Tipp Nummer eins für dich: Verrate deine Tricks auf keinen Fall! Bewahre das Geheimnis gut für dich selbst und weihe keinen ein!

Nun zu weiteren Tipps und Tricks! Geld wechseln ist ein kleines Risikospiel. Aus mehreren Gründen. Wechselst du Geld, musst du immer den Wechselkurs beachten. Gerade an touristisch frequentierten Orte passiert es nicht selten, dass du ordentlich über den Tisch gezogen wirst. Wechselkurse in Touri-Gegenden werden häufig ausgeschlachtet oder unfair verfälscht. Also check doch einfach im Vorfeld den aktuellen Wechselkurs im Internet. Erwarte nicht ein Angebot genau dem tagesaktuellen Kurs angepasst zu finden, aber orientiere dich grob daran. Vergleiche die unterschiedlichen Wechselstuben und entscheide dich nicht gleich für den allerersten. Beachte außerdem, dass manche Wechselhäuser auch noch zusätzlich eine Kommission verlangen. Wenn du ein Wechselhaus ohne Kommission finden kannst, ist das natürlich besser. Ob eine Kommission erlaubt ist, hängt jedoch von dem jeweiligen Land ab. Wir gehen aus diesem Grund auch öfters in Banken oder größere Hotels, um doch unser Geld zu tauschen.

Gefahr Nummer zwei beim Geldwechseln: Du zeigst, dass du eine größere Menge Geld mit dir herumträgst und machst so möglicherweise Diebe auf dich aufmerksam. Achte also von Anfang an darauf, dich möglichst unauffällig zu verhalten und dein Geld nicht offen zu zeigen. Bleibe im Inneren der Wechselstube, bis du dein Geld verpackt hast und trage – zumindest in kritischen Ländern – keine offensichtlichen Wertgegenstände mit dir herum. Das gilt zwar in gewissen Ländern immer, doch vor allem während des Geldwechselns ist das besonders wichtig!

Kommen wir noch zu zwei allgemeinen Tipps: Habe dein Geld niemals nur einem Ort, sondern verteile es sinnvoll. Kenne die Sperrcodes für deine EC-Karten und habe entsprechende Notfallnummern parat. Außerdem solltest du immer darauf achten, nur so viel Bargeld bei dir zu haben, wie eben nötig ist!

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Campingurlaub Reisen

#204 Naturverträglich Abspülen und Waschen

Auf längeren Reisen oder auf Reisen mit sehr wenig Gepäck kommt man schnell in die Situation, dass man nicht nur selbst mal wieder dringend eine Dusche bräuchte, sondern auch die immer dreckig werdende Kleidung. Wenn man im Hostel übernachtet, ist die Sache ganz easy. Mit ein bisschen Shampoo kriegt man die Haare schnell wieder geschmeidig und die Waschmaschine reinigt die Kleidung für ein paar wenige Euro. Im Zweifelsfall tut es das Shampoo unter der Dusche auch. Wie sieht es aber aus, wenn weit und breit kein Abfluss zu finden ist? Im Hostel wird dir das zwar nicht passieren, aber dafür umso wahrscheinlicher, wenn du viel wanderst oder weit ab vom Schuss unterwegs bist. Und falls dort überhaupt ein Campingplatz in der Nähe ist, heißt das noch nicht, dass er anständige Sanitäranlagen hat. In der Natur ist es auf jeden Fall im Sinne des Umweltschutzes eine riesen Schweinerei, sein handelsübliches Shampoo, Waschmittel oder Spülmittel zum Waschen zu benutzen. Wer sich also nicht daneben benehmen möchte, sollte sich schon im Vorhinein damit befassen, welche Lösungen auch in freier Wildbahn existieren.

Meine liebste Lösung ist eine sogenannte Outdoor-Seife. Das Tolle daran ist, dass sie meistens hochkonzentriert und sehr kompakt ist. Das bedeutet erstens weniger Gewicht und zweitens weniger Platzverbrauch. Das Beste daran ist natürlich, dass man auch in der freien Natur seine Sieben Sachen säubern kann, ohne ein schlechtes Gewissen zu bekommen. Die Seifen sind extra für die Anwendung in der Natur entwickelt worden, sind biologisch abbaubar und naturverträglich. Allerdings musst du trotzdem darauf achten, diese Outdoor-Spülmittel mit ausreichend Entfernung zu Wasserläufen, Seen oder zum Meer zu benutzen. Normalerweise reichen 50 oder 100 Meter. Die Tenside bedrohen leider selbst bei den Naturwaschmitteln die Wasserbewohner, wenn sie direkt ins Wasser geleitet werden. Ganz entspannt unter dem Wasserfall duschen, ist also weiterhin nur ohne Shampoo möglich.

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Lifestyle

#203 Sich auch mal Ruhe gönnen

Mein typischer Alltag schaut meistens so aus. Ich hetze von A nach B. Frühs muss ich in die Uni, mittags habe ich einen Termin und am Nachmittag versuche ich an allen restlichen Dingen arbeiten, die so anfallen. Dazu gehört der Haushalt, Essen kochen oder die Selbstständigkeit anzugehen. Die Masse an Aufgaben, die einen täglich überfällt, ist meist zu groß, um sie wirklich gewinnbringend meistern zu können. Viel zu oft fällt man abends müde ins Bett, ohne das Gefühl zu haben, wirklich etwas bewegt zu haben. Natürlich gibt es Tage, an denen stimmt das mehr und an anderen stimmt es weniger! Aber was auf jeden Fall immer richtig, ist, dass du dir Ruhepausen nehmen musst, um überhaupt sehen zu können, was du geleistet hast.

Hör auf nur von einer Verpflichtung in die nächste zu rennen. Reduziere deine Aufgaben so gut wie eben möglich. Nimm dir jeden Tag einige wichtige Dinge vor, die du wirklich schaffen kannst. Und plane unbedingt von Anfang Pausen ein. Die brauchst du, um überhaupt funktionieren zu können. Jedermann braucht Pausen. Mit Pause ist Zeit gemeint, in der du wirklich rein gar nichts erledigen musst. Das sind Momente der absoluten Stille und Entspannung. Pause bedeutet nicht, sich Essen zu kochen oder die Haare zu waschen! Selbst wenn du dir pro Tag nur zwei Minuten für dich selbst gönnen kannst, wird das schon einiges ändern. In diesen zwei Minuten schaltest du komplett ab, lässt alles um dich herum fallen und bist nur noch bei dir! Solche Augenblicke erden dich und machen deinen Blick wieder frei. Der starre Tunnelblick des To-do-Punkte-Abhakens wird nun durch frisches Licht erweitert. Vielleicht wird dir in deinen Ruhepausen auch bewusst, wie glücklich du bist oder dir fällt auf, was du unbedingt ändern möchtest. Ruhepausen dieser Art sollen eine Quelle der Inspiration und der Energie sein. Damit dein Leben wieder mehr zu deinem eigenen Leben wird!

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#202 Reisegefahren

Reisen ist nicht gerade ungefährlich. Glücklicherweise passiert aber dann doch die meiste Zeit nichts. Oder zumindest nichts allzu Schlimmes. Mein bisher „schlimmstes“ Reiseerlebnis hatte ich vor ziemlich genau vier Jahren in Australien.

Im März 2016 war ich gerade in Melbourne angekommen und war auf der Suche nach ein paar Leuten, die mit mir einen Wagen leihen wollen, um die Great Ocean Road nach Adelaide entlang zu fahren. Dort musste ich in einer guten Woche meinen Rückflug nach Hause erwischen. Glücklicherweise traf ich auf insgesamt acht Gleichgesinnte und wir machten uns mit zwei Mietwagen auf den Weg.

Die Great Ocean Road war wirklich eine super Erfahrung. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht und abends haben wir auf den freien Campingplätzen immer ein Lagerfeuer gemacht und zu Gitarrenmusik gesungen und gelacht. Das einzige Problem zu dieser Zeit waren meine Augen. Ich hatte keine frische Lösung für meine Kontaktlinsen mehr und hatte sie wohl ein bisschen zu lang benutzt. Ich bekam eine ausgewachsene Entzündung. Die folgenden zwei Tage verliefen für mich ein bisschen weniger lustig.

Ausgerüstet mit einem Kapuzenpulli und einer Sonnenbrille versuchte ich der Sonne so gut wie nur irgendwie möglich zu entkommen. Selbst durch die Sonnenbrille wurde ich so stark geblendet, dass ich gerade einmal zwei Meter weit vor mich schauen konnte. Bei einer Wanderung geschah es dann. Ich hing der Gruppe ein bisschen nach. Ich war vielleicht 15 oder 20 Meter hinter ihnen. Immer noch visuell stark eingeschränkt, den Blick immer fest auf den Boden vor mich geheftet, damit meine Augen nicht das Tränen anfangen. Und da sah ich sie: Eine waschechte Königskobra, die mitten auf dem Weg vor mir lag. Die anderen waren doch eben erst hier vorbei gekommen? Wie kann das überhaupt sein?! Glücklicherweise hat sich die Kobra aber genauso stark erschreckt wie ich mich auch. Nach einer langen Sekunde Augenkontakt verschwand sie ganz schnell wieder im Gestrüpp.

Auch wenn mir nicht wirklich etwas passiert ist, hätte das ganz schön ins Auge gehen können (Hach, wie ich Wortspiele liebe!). Ich für meinen Teil bin auf jeden Fall heilfroh, dass erstens die Schlange Reißaus genommen hat und zweitens, dass diese im Endeffekt doch recht harmlose Geschichte schon mein schlimmstes Reiseerlebnis war. Ich hoffe, das bleibt so!

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#201 Unsicherheiten – Monster mit Super-Zerstörkräften

Wer auf dieser Welt ist bitte nicht unsicher? Wer auch immer jetzt „hier“ schreit, bitte, bitte lass uns tauschen! Denn ich gehöre ganz klar auch zu der Sorte Mensch, die sich von den kleinen bösen Stimmen der Verunsicherung ab und zu mal aus der Fassung bringen lassen.

Für all die Glücklichen, die nicht wissen, wie sich dieses Gefühl äußerst: Zunächst mal wird dir ganz flau in der Magengegend. Dann fangen die Gedanken an, mit dir Karussell zu fahren.

„Das kann ich nicht? Wie auch? Alle anderen sind garantiert besser als ich! Was habe ich schon je zustande gebracht, worauf ich stolz sein kann?“

Etwas halbherzig meldet sich dann irgendwo eine beruhigende Stimme in deinem Kopf: „Hey, aber schau, wie gut du XY kannst! Und dieses uns jenes hast du sehr gut gemacht! Du kannst absolut zufrieden mit dir sein und du wirst alles erreichen, wenn du dich nur genügend anstrengst!“

Kurz ist es dir möglich, daran festzuhalten. Für zwei Sekunden fängst du beinahe an, an dich zu glauben. Drei Sekunden später allerdings sind all diese aufbauenden Gedanken doch schon in weiter Ferne. Du fühlst dich verloren, unfähig und ganz klein. Am liebsten würdest du weglaufen und nie wieder in Konfrontation mit deinen innersten Ängsten gehen. Doch weglaufen wird dich auch nicht retten. Alles, was gegen deine Gefühle der Unsicherheit angehen kann, ist den Tatsachen mitten ins Gesicht zu schreien. ICH KANN DAS! Und es dann einfach zu machen!

Was bringt es dir, dich immer zu verstecken? Ist es dir dein Leben nicht wert voranzukommen? Dann hast du keine Wahl! Alles, was du dir erträumst, wird nur dann wahr, wenn du dir einen fetten Tritt in den Popo versetzt und dich einfach mal traust! Logisch wird dir nicht alles auf Anhieb gelingen, aber darauf kommt es ja auch gar nicht an. Doch dein Leben ist da, damit du es lebst. Und dazu gehören auch Fehler, Irrwege und Rückschritte. Solange du nur immer wieder weitergehst. Stell dir vor, du läufst einen Marathon bei Windstärke 7. Der Wind fegt dir mit 50 km/h entgegen und zieht dir die Beine weg. Manchmal wirst du zurückgeweht, aber du gehst tapfer weiter. Irgendwann eines schönen Tages wird sich der Wind legen und dann wirst du sehen, wie viel du trotz des Windes vorangekommen bist. Und du wirst so unglaublich stolz sein! Das ist das Leben!

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Reisen

#200 Everybody’s free to wear sunscreen (Ein Lied von Baz Luhrmann)

Ein jeder weiß es. Ein jeder hat es schon tausend Mal gehört. Wer in die Sonne geht, sollte sich mich Sonnencreme einschmieren. Dass ich heute trotzdem ein weiteres Mal daran erinnern möchte, hat einen ganz speziellen Grund. Als Kind wurde mir immer gesagt, dass ich mich eincremen muss, damit ich keinen Sonnenbrand bekomme. Ich werde allerdings sehr schnell braun, weswegen ich auch äußerst selten einen Sonnenbrand bekomme. Selbst die australische Sonne hat das nur zwei Mal geschafft.

Was ich aber lange Zeit nicht wusste, ist, dass die Sonnencreme nicht nur vor einem Sonnenbrand schützen soll, sondern auch überhaupt vor der im Sonnenlicht befindlichen UV-Strahlung. Nur weil man keinen Sonnenbrand bekommt, heißt es nämlich nicht, dass die UV-Strahlung ungefährlich wäre. Sie ist hauptverantwortlich für die Bildung von Langzeitschäden wie Hautkrebs oder anderen lichtbedingten Hautschäden und ist deswegen unbedingt zu vermeiden. Dabei existiert die Gefahr der UV-Strahlung natürlich nicht nur im Urlaub sondern auch in unseren Gefilden.

Das heißt, gerade Menschen mit heller Haut sollten sich unbedingt immer eincremen und die Creme einziehen lassen, bevor man z.B. ins Wasser geht. Das schützt nicht nur die Gewässer, sondern garantiert auch einen besseren Schutz vor der Sonne. Auch wasserfeste Sonnencreme ist nicht vollständig wasserfest und sollte deswegen einziehen. Nach einem erfrischenden Bad oder bei längerer Sonnenexposition ist es sinnvoll, den Sonnenschutz zu erneuern.

Aber auch wenn man sich mehrmals eincremt, kann man nicht unendlich lange in der Sonne bleiben, ohne sich einen Sonnenbrand zuzuziehen. Auch Cremes mit Lichtschutzfaktor 50+ können nicht die gesamte UV-Strahlung abhalten und irgendwann wird es unserer empfindlichen Außenhülle einfach zu heiß. Deswegen heißt die Devise trotzdem noch die Mittagssonne zu meiden und sich bei starker Sonnenstrahlung vermehrt im Schatten aufzuhalten.

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#199 Verbanne Unerfreuliches aus deinem Leben

Gibt es Dinge oder Personen, die dich regelmäßig runterziehen? Hast du eine Belastung in deinem Leben, die dich das Morgen fürchten lassen? Kannst du dich von ihnen trennen? Dann trenne dich! Dieses Leben ist deins und das wird es auch immer bleiben! Vom Tag deiner Geburt bis zum Tag deines Todes lebst du dein Leben. Du berührst und beeinflusst zwar mit deinem Tun immer und immer wieder das Leben anderer, doch dennoch bist du derjenige, der dein Leben führen musst! Nur wenn du das akzeptierst, kannst du auch die richtigen Entscheidungen für DICH treffen! Alles andere führt dazu, dass du dich für die falschen Dinge und Menschen verausgabst. Das kann ein Job sein, der dich unglücklich macht, eine toxische Beziehung oder eine Freundschaft, die eben keine echte Freundschaft ist.

Wir haben nicht ewig Zeit und wir bekommen auch nicht unendlich immer wieder eine neue Chance. Deshalb muss man das Beste aus dem machen, was man eben hat. Wenn das bedeutet, manchmal Dingen Lebwohl zu sagen, dann müssen wir das eben tun. Viele Menschen schieben derartige Abschiede jedoch manchmal jahrelang mit sich herum. Es gibt immer Gründe, warum ich etwas jetzt nicht sofort tun kann. Doch wenn es nicht den absoluten Zusammenbruch deiner Welt bedeutet, dann solltest du lieber das verfolgen, was für dich zum Ziel führt. Damit ist nicht gemeint, dass du egoistisch andere Menschen fallen lassen oder aus einem schlechten Tag heraus deinen Job kündigen sollst. Gemeint ist viel eher, dass Situationen, die dich wirklich zutiefst belasten und keine Aussicht auf Besserung zeigen, zu vermeiden sind. Wenn das eben möglich ist, ohne dabei dich selbst oder einen zu wichtigen Bestandteil deines Lebens zu verlieren. Wir alle tragen Verantwortung. Eine sehr wichtige Verantwortung tragen wir jedoch gegenüber uns selbst. Die wie folgt lautet: Handle so, dass du dich über morgen freuen kannst!

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#197 Essen auf Reisen – Wir alle werden mutiger

Essen und Reisen. Das ist etwas, das passt zusammen wie die Faust aufs Auge! Nirgends wirst du häufiger mit dir unbekannten Genüssen für den Gaumen konfrontiert als in einem fremden Land.

Ich will dir mal eine Geschichte erzählen. Als ich ein kleines Kind war, habe ich kaum etwas gegessen, was ich nicht kannte oder was komisch roch oder unter Verdacht stand, etwas Gesundes zu sein. Gut, das ist ja soweit auch normal für ein Kind. Das ändert sich mit dem Erwachsenwerden. Tja, in meinem Fall? Pustekuchen. Noch mit 21 Jahren habe ich meine Pizza ohne Käse und meinen Döner ohne Salat sowie Soße bestellt. Klingt eklig? Und irgendwie unvollständig? Nun gut, da stimme ich dir zu! Aber erst neuerdings. Ich wage zu behaupten, das alles hat sich in diesem Moment geändert, in dem ich mit dem Reisen begonnen habe. Wer wochen- oder monatelang unterwegs ist und sich mit den fremdesten Gerichten konfrontiert sieht, dem bleibt fast nichts anderes übrig, als ein wenig Mut zu beweisen und diesen exotischen Gerüchen eine Chance zu geben. Was soll ich sagen? Es hat geschmeckt! Zwar nicht alles und vor allem auch nicht immer sofort. Doch mit der Zeit habe ich mich in die Küchen der Länder, die ich besucht habe, der Reihe nach verliebt.

Heute gehört mein Herz vor allem der indischen Art zu kochen. Ich könnte Currys, Naan und den ganzen unfassbar leckeren Kram am liebsten zu jeder Mahlzeit verspeisen.

Deswegen kann ich jedem, der vielleicht bisher etwas schüchtern an die Sache herangegangen ist, nur empfehlen: Traut euch! Schmeißt euch mitten rein in diese Genüsse. Ihr werdet es nicht bereuen. Was ihr jedoch bereuen würdet, wären drei Wochen in Asien, in denen ihr nur in Burgerläden oder bei Pizzahut gegessen habt.
Probiert das Essen da, wo auch die Einheimischen speist und lasst euch in die Geheimnisse der traditionellen Landesküche einführen.

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#198 Gewürzauswahl für deine Campingreise