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Mittelmeer-Reiseziele über Pfingsten

Die Pfingstferien nähern in sich in einem riesigen Tempo. Höchste Zeit, sich über die Urlaubsplanung Gedanken zu machen! Die Pfingstferien eignen sich hervorragend für einen ersten Urlaub zu den südeuropäischen Reisezielen. Fast jeden Tag steht die strahlende Sonne hoch am Himmel und lädt zu einem abkühlenden Bad im blauen Wasser oder zum ausgiebigen Sonnenbaden am Strand ein. Der Sand kitzelt zwischen den Zehen und das Wellenrauschen schaukelt dich sanft in den Schlaf – was gibt es besseres? Am Abend dann noch einen ausgiebigen Strandspaziergang, ab in ein heimeliges Restaurant und der nächste Tag des perfekten Strandurlaubs ist erfolgreich abgeschlossen. Kein Fan von Sandstrand? Das erste Reiseziel ist der Dauerbrenner von Kiesstrand-Enthusiasten:

Kroatien – Inseln, Kies und FKK
Kroatien gehört nicht ohne Grund zu den favorisierten Zielen der deutschsprachigen Gesellschaft. Bei den vielen verschiedenen Inseln im Mittelmeer war bisher für jeden die Richtige dabei und wer nicht auf Inselidylle steht, wird auch am Festland glücklich. Kroatien ist zudem eines der Länder, bei denen Kies- und Felsstrandurlauber auf volle Kosten kommen. Zwar gibt es natürlich auch Sandstrände, aber die grobkörnigen Kollegen trifft man öfter an. Und wenn der Traumstrand etwas abgelegen liegt, kann man auch mal die Hüllen komplett fallen lassen.

Italien – Dolce Vita, Eis und Pizza
Italien bietet sich selbstverständlich super für deinen Pfingsturlaub an. Wer nicht so weit fahren möchte und trotzdem das Mittelmeerfeeling nicht missen möchte, fährt in die Cinque Terre oder Venedig. Etwas südlicher laden die Strände der Toskana ein und wer das komplette Italienpaket in seine Reise packen möchte, fährt gleich bis nach Palermo oder Sizilien. Das Beste an Italien? Es ist wirklich fast überall schön – das Dolce Vita prägt die italienische Kultur und begeistert die Touristen jedes Jahr aufs Neue. Dazu kommen noch kulinarische Delikatessen und runden deine Italien-Erfahrung ab!

Griechenland – Sonne, Strand und Meer
Strandurlaub? Da muss Griechenland natürlich aufgezählt werden! Zwar ist das Land etwas zu weit entfernt, um bequem mit dem Auto anzureisen, aber auch das geht problemlos über den Balkan oder eine der drei Fährrouten ab Italien. Erst einmal in Griechenland angekommen, heißt es dich mit dem vollen Programm willkommen: leckeres Essen, entspannte Atmosphäre und Traumstrände. Besonders toll? Zu Pfingsten ist in Griechenland noch nicht allzu viel los. Die echte Hauptsaison ist erst im Juli und August!

Welches Ziel du am Ende auch wählen wirst – eine Reise zum Mittelmeer zu Pfingsten ist definitiv eine gute Idee! Um die Entscheidung noch etwas schwerer zu machen: Auch Frankreich, Spanien und die ganzen anderen Länder am Mittelmeer sind super Alternativen. Aber keine Sorge – wirklich falsch entscheiden, kannst du dich nicht!

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Reisen

Sommerurlaub in Deutschland

Es ist langsam wieder Reisezeit in Deutschland. Das bedeutet unendlich lange Autoschlangen gen Süden – Italien, Frankreich, Kroatien locken und wer etwas mehr Zeit mit im Gepäck hat, reist eventuell auch noch weiter. Ein perfekter Zeitpunkt, um darüber nachzudenken, ob man sich dem Wahnsinn ein weiteres Mal anschließen möchte oder doch lieber vom vorgezeichneten und vielfach begangenen Weg abweichen möchte! Eine sehr schöne Alternative? Einfach mal daheim bleiben – ok, ich rede nicht von daheim in den eigenen vier Wänden bleiben, sondern von einem Sommerurlaub im wunderschönen Deutschland.

Auch wenn die Corona-Pandemie furchtbar viele Einschränkungen mit sich gebracht hat, habe ich auch einiges Positives mitgenommen. Zum Beispiel die Lust, Deutschland zu erkunden! 2020 war ein sehr reisearmes Jahr – zumindest wenn ich vom konventionellen Reisen ausgehe. Dafür war ich zum ersten Mal in meinem Leben wirklich länger in Deutschland im Urlaub. Eine wirklich sehr schöne Erfahrung und deswegen möchte ich heute mit diesem Artikel auch dein Augenmerk auf diese Möglichkeit lenken!

Die meiste Zeit in Deutschland habe ich in den letzten zwei Jahren in Bayern und noch genauer gesagt in Oberbayern verbracht. Die vielen unterschiedlichen Seen, das fantastische Bergpanorama und die herrliche Natur haben es mir wirklich angetan. Eine wahrlich schöne und sehr abwechslungsreiche Zeit, auf die ich mich jederzeit wieder einlassen würde. Dass Deutschland mich aber auch sonst umhauen kann, ist aber genauso klar: Die Kraterseen in der Vulkaneifel, die Basteibrücke nahe Tschechien oder die wunderschönen Inseln im Norden – es gibt wirklich viel zu sehen! Warum verbringst also nicht auch du deinen nächsten Urlaub in unserer schönen Heimat? Eine Überlegung ist es auf jeden Fall wert und falls du dich ebenso dazu entschließen solltest, wünsche ich dir von tiefstem Herzen eine wundervolle Erfahrung!

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Lifestyle

In Extrema denken – eine Methode zum Nachvollziehen und Diskutieren

Jeder hat irgendwelche Theorien zu irgendwelchen Themen. Die Frage ist, wie kann man dafür sorgen, dass Theorien zu Tatsachen werden oder sich zumindest einem solchen Zustand annähern?

Ich schrieb das letzte Mal, dass alles zwei Seiten hat und dass einem dies bewusst sein solle. Dennoch kann es sinnvoll sein, verschiedene Aspekte genau gegenteilig zu durchdenken und das im extremen Maß. Worte wie immer, nie, perfekt oder unmöglich werden im Alltag verwendet, jedoch können Sätze, die diese Worte enthalten, oft als falsch oder nicht ganz korrekt betitelt werden, indem man entsprechend extreme Gegenbeispiele als Beweis heranzieht. Dies mag zwar manchmal eher nervig als konstruktiv sein, jedoch ist es für viele Szenarien gut zu wissen, wo das Maximum und wo das Minimum liegt. Das Denken in Extrema macht nichts anderes, als sich genau das beispielhaft vor Augen zu führen. Sätze wie „alles ist scheiße“ können damit gut auseinandergenommen werden. Eine solche vergleichsweise große und extreme Aussage soll an einem Beispiel angewandt werden. Was müsste bei einem selbst gerade alles eintreten, damit jene Aussage korrekt wäre? Schnell wird man feststellen, dass ein Dach über dem Kopf, genug zu essen, wertvolle Freundschaften zu haben oder auch die Zeit, mit anderen diskutieren zu können, dafür sorgt, dass obige Aussage nicht korrekt ist. Je extremer man dem nachgeht, desto eher und mehr findet man. Daraus kann die Allgemeinaussage folgen, dass nie alles scheiße sein kann. Wer jetzt noch nicht genug hat, kann bei der jetzt neuen Theorie/Allgemeinaussage weitermachen und sich ein Extrembeispiel überlegen. Wie ist das, wenn man tot ist, ist dann alle scheiße? Oder befindet man sich dann in einem absoluten Punkt der Neutralität?

In diesem Sinne: Denkt in Extrema, denkt unterschiedlich, vielfältig und gegensätzlich und vor allem versucht, für alles offen zu sein. Denn nur so müsst ihr keine Angst haben, das mögliche Potenzial von irgendwelchen Gedankengängen zu übersehen.

Cogito ergo sum – Ich denke, also bin ich.

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Reiseplanung Australien: beste Reisezeit

Meine zweite Reise nach Australien rückt immer näher. Dieses Mal soll die Reise nicht nur die Ostküste abdecken, sondern das ganze Land. Höchste Zeit also, mir eine grobe Reiseroute zu überlegen! Aber was ist überhaupt die beste Reisezeit für Australien?

Dass Australien riesig ist, ist wohl jedem klar. Aber wie groß ist Australien wirklich? Die Antwort: ca. 4000 x 6000 Kilometer. Dass es beim Klima deswegen extreme Unterschiede gibt, liegt auf der Hand. Der subtropische Norden wird von Dezember bis März vom Monsunregen überschwemmt. Im südlichen Tasmanien gibt es im Juni oder Juli auch mal Schnee. Während Perth an der Westküste und Sydney an der Ostküste gemäßigtes Klima genießen, ist es im Outback – dem australischen Kernland – staubtrocken. Nachts kühlt es in der Steinwüste stark ab und gerade die Tage im Hochsommer sind unerträglich heiß.

Die Frage nach der besten Reisezeit in Australien lässt sich also nicht mit einem Satz beantworten. Vielmehr ist entscheiden, welche Teile Australiens bereist werden sollen. In meinem Fall nun mal alle! Welche Routen machen also Sinn? Meine Planung starte ich mit einer Skizze Australiens. In die Skizze trage ich die wichtigsten Städte und deren ungefähre Klimadiagramme ein. Schnell ergeben sich Tendenzen. Den Norden sollte ich während des Monsunregens meiden, das Outback im australischen Sommer – also den Monaten Dezember und Januar. Im Winter wird es im Süden ziemlich kalt. Wie kann ich das Land also am besten innerhalb von etwa sechs Monaten erkunden?

Meine Reise soll im Oktober starten und ungefähr bis April dauern. Da ich gerne das weltberühmte Silvesterfeuerwerk in Sydney genießen möchte, steht ein dortiger Besuch im Dezember schon fest. Was mache ich in den Monaten davor und danach? Da es im März im Süden langsam wieder kalt wird und es im Norden aber noch äußert angenehme Temperaturen hat, plane ich Südostaustralien für Oktober bis Dezember ein – ein Abstecher nach Tasmanien inklusive. Nach einem hoffentlich genialen Jahreswechsel in der bekanntesten australischen Metropole (die übrigens nicht Australiens Hauptstadt ist, sondern Canberra), soll es in Richtung Norden weitergehen. Den australischen Herbst will ich in Queensland und dem Northern Territory verbringen und immer weiter Richtung Westküste vorankommen. Ein Ausflug zum Wahrzeichen in Australiens Mitte – dem Ayers Rock – ist selbstverständlich ebenso eingeplant. Für den letzten Monat plane ich, die Westküste und Perth im Südwesten zu erkunden. Ob für meinen Zeitplan sechs Monate reichen? Keine Ahnung. Notfalls muss ich wohl länger bleiben!

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Lifestyle

Das Positive am Negativen und das Negative am Positiven

Jede Münze hat zwei Seiten, es ist ein zweischneidiges Schwert, jede Wurst hat zwei Enden… es gibt diverse Sprichwörter, die allesamt das Gleiche oder zumindest etwas sehr Ähnliches aussagen: Alles hat zwei Seiten – natürlich nur metaphorisch gemeint. Das mag zwar für die meisten kein neuer Input sein und infolgedessen zum Gähnen anregen. Jedoch unterscheiden sich die Menschen sehr stark darin, was sie mit diesem Wissen machen oder wie intensiv sie sich mit dieser Thematik auseinandersetzen.

Was meine ich damit?

Wenn sich jemand aktiv der Tatsache bewusst ist, dass es immer auch eine Gegenmeinung/einen anderen Pfad/eine andere Präferenz gibt, dann ermöglicht dies beispielsweise in Diskussionen – neutraler formuliert: Meinungsaustausch – mit einer komplett anderen, meiner bescheidenen Ansicht nach auch gesünderen, Mentalität teilzunehmen. Mehr Verständnis, weniger emotionale und unerwünschte Ausbrüche sowie eine gewisse innere Ruhe sind nur ein paar der Vorteile, wenn man nach obig genannten Gedankengang wirklich lebt.

Apropos Vorteile: Wenn man jenen Inhalt weiterdenkt, dann ergibt sich, dass alles Positive auch etwas Negatives hat und andersherum; besonders wenn es um Erfahrungen geht. Sicherlich ist das eine grenzwertige Aussage, denn schnell werden einigen Beispiele einfallen wie der Tod von Personen oder eine Pandemie wie Corona, die gegen die Kernaussage dieses Textes sprechen. Dem werde ich in erster Linie nicht widersprechen, es ist und bleibt ein negatives Erlebnis! – Jedoch muss es das nicht zu 100 Prozent sein. Sei es, dass man seinen Geist härtet, in Zukunft besser mit ähnlichen Situationen umgehen kann oder die Erfahrung neuer Gefühle macht. Es geht auch nicht darum, das Negative zu ignorieren oder gar zu verleugnen. Nein, es geht darum, sich selbst zu erlauben, nicht nur einen Teilausschnitt, sondern mehr vom ganzen Bild zu sehen. Probiert es aus, schaden kann es ja nicht, oder?

Tja, leider meinte ich ja auch, dass alles Positive etwas Negatives hat. Fairnesshalber muss ich diese Logik dann auch auf diesen Text anwenden: Der Nachteil von dieser „Methode“ ist, dass es Übung braucht – so viel bis die positiven Gedanken bei etwas Negativem automatisch kommen. Dafür benötigt es natürlich ein gewisses Maß an Bereitschaft, sich damit im Kopf oder gar mit Freunden auseinanderzusetzen. Ich behaupte, das ist es wert, aber natürlich gibt es Leute, die das anders sehen. Welche Ansicht hast du?

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Reisen

Karibik-Reise: Was gilt es zu beachten

Endlos lange Traumstrände, türkisblaues Wasser, das im prallen Sonnenschein glänzt, dazu ein paar Palmen, Cocktails und Salsa-Musik. Urlaub in der Karibik ist für viele das Nonplusultra, wenn es um Strand und Meer geht. Damit deine nächste Reise in die Karibik zur vollsten Zufriedenheit abläuft, gibt es jetzt ein paar Tipps für dich.

1. Reisezeit
Das Wetter in der Karibik ist subtropisch. Je nachdem, wie nah dein Reiseziel am Äquator liegt, desto tropischer wird es. Zur Erinnerung: Der Äquator läuft durch Ecuador – der Name des Staats ist kein Zufall! Durch das subtropische Klima ist das Wetter über das ganze Jahr recht konstant. Die Temperaturen liegen zwischen 25 und 26 Grad Celsius. Worauf beim Buchen aber zu achten ist, ist die Hurrikan-Saison! Damit deine Urlaubspläne nicht durch einen Tropensturm weggeblasen werden, solltest du die Monate Juli, August und September meiden. Zu dieser Zeit ist das Risiko am größten. Prinzipiell möglich sind Hurrikans zwischen ca. April und Oktober.

2. Reisekrankheiten
Andere Länder, andere Sitten. Aber auch andere Krankheiten. In den Tropen grassieren ein paar fiese Keime, Viren etc. Bevor du deine Reise in die Karibik buchst, solltest du am besten deinen Hausarzt oder einen Reisemediziner bezüglich einer Reiseberatung besuchen. Damit du weißt, wie du dich gegen Dengle-Fieber schützt und dir über die Konsequenzen einer Tollwutexposition bewusst bist. Nach der Aufklärung durch einen Profi reist es sich in jedem Fall sicherer!

3. Kriminalität
In der Karibik trifft Urlaubsluxus auf ärmliche Verhältnisse. Je nachdem für welchen Staat und für welche der vielen Inseln du dich entscheidest, musst du dir um deine Wertsachen Gedanken machen. Für einen ersten Eindruck kannst du die hilfreichen Reisehinweise des Auswärtigen Amts konsultieren. Wenn du kein Risiko eingehen möchtest, gibt es aber auch sehr sichere Karibik-Staaten. Gerade Kuba und die ABC-Inseln gelten als besonders sicher.

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Lifestyle

Umgang mit Geld – Priorität beim Ausgeben

Geld macht einem das Leben oftmals einfacher. Daher ist es sehr unangenehm, wenn dieses fehlt. Daher möchte ich im Folgenden ein paar Anregungen geben, wie man besser kalkulieren kann, wie viel Geld man wofür braucht.

Das Anfertigen einer Tabelle oder Liste ist hierbei extrem hilfreich. Zuerst könnte man die monatlichen bzw. regelmäßigen Ausgaben notieren und addieren. Dazu gehören klassischerweise Miete, Nebenkosten, Benzinkosten, Nahrungsmittel oder Monatskarten (Bus, Bahn), aber auch Sachen wie Handy(vertrags)kosten, GEZ-Gebühr, Beitragsgebühren (Fitnessstudio, Mitgliedschaften o. Ä.), Abos (Netflix, Amazon etc.), eventuelle Ratenzahlungen oder Tierhaltungskosten.

Fast alles davon kann schon im Vorhinein mit klaren Zahlen aufgelistet werden. Bei den Themen, bei denen dies nicht möglich ist, bietet es sich an, eine 2. Tabelle zu führen, in der über einen möglichst langen Zeitraum sämtliche Kosten, die für diese Thematik anfallen, aufgelistet werden, damit man dann die Gesamtsumme durch die Anzahl der beobachteten Monate teilen kann, um so die Durchschnittsausgaben pro Monat relativ genau feststellen zu können. Nahrungsmittel und Tierhaltungskosten sind dafür gute Beispiele. Beispielsweise kann man sämtliche anfallende Kassenzettel im Supermarkt mitnehmen und daheim in die Tabelle eintragen, um so am Ende einen Überblick über die monatlichen Kosten zu bekommen. Für den Anfang würde ich pro Person mit circa 150 Euro im Monat rechnen. Dies kann je nach Hunger stark abweichen. Solange man sich jedoch nur selten in der Stadt oder bei Imbissbuden etwas kauft, sollten die 150 Euro ein angemessener Richtwert sein.

Zusätzlich gibt es besondere Kosten, die normalerweise nur selten anfallen, jedoch dann vergleichsweise hoch sind. Klassiker dafür sind der TÜV, Waschmaschine, andere Elektronikgeräte wie ein Handy oder ein PC und Reparaturkosten (Wohnung, Auto etc.). Diese sind der Grund, warum es sinnvoll ist, Rücklagen einzukalkulieren. Zwar sind diese sehr schwer im Vorhinein abzuschätzen, aber auch hier kann man sich informieren, wie lange entsprechende Geräte normalerweise halten. Diese Kosten kann man ebenfalls auf den Monat runterrechnen, je nachdem, wie man die Liste gerne führt.

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Reisen

Venedig zu Boot

Beeindruckende Städte gibt es viele auf der Welt. Mir fällt spontan New York ein mit seinen imposanten Wolkenkratzern. Sydneys Hafen samt seinem Opernhaus ist ebenso weltbekannt. Ein ganz besonderes Glanzstück ist Venedig. Die Stadt, die auf dem Wasser erbaut ist. Das stimmt zwar nicht zu 100 Prozent – die verschiedenen Stadtteile sind so einem ansehnlichen Teil auch auf flachen Inseln der venezianischen Lagune erbaut – aber das ist doch eher zweitrangig. Der Flair ist trotzdem unvergleichlich. Kleine Gassen, unzählige Kanäle mit Gondeln und wenn man um die richtige Ecke geht, steht man plötzlich vor imposanten Palästen oder auf einem der vielen großen Plätze.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind ganz sicher der Markusplatz und Markusdom, der Dogen-Palast und die Glasbläserinsel Burano. Außerdem sollte man sich eine Fahrt in der Gondel überlegen und wer nicht bereit ist, die teils horrenden Preise dafür zu bezahlen, kann dem Vergnügen in abgespeckter Form frönen: Über Venedig verteilt, gibt es mehrere Stellen, an denen man für einen Euro mit der Gondelfähre übersetzen kann. Dass all diese Attraktionen nur der Anfang sind, ist ein Segen und Fluch zugleich. Die Stadt ist unglaublich vielfältig und interessant. Im Sommer wird Venedig dafür von den Touristenhorden wortwörtlich eingenommen! Die Touristenströme verstopfen die engen Gassen, überfluten Restaurants und nehmen selbst das Wasser mit angemieteten Gondeln und Schiffen ein. Gerade wer in der Hochsaison Venedig besucht, sollte sich also überlegen, welche versteckten, unbekannten Ecken Venedigs sich zu besuchen lohnen.

Wer etwas länger in Venedig bleibt, sollte sich unbedingt den Sieben-Tage-Pass der ÖPNV-Boote zulegen. Damit wird nicht nur der Transport zwischen den Hauptattraktionen einfacher, sondern auch der Zugang zu unbekannten Ecken. Die Überfahrten auf andere Inseln sind auf jeden Fall lohnenswert und man entkommt den Horden an Touristen und kann den Einheimischen näher kommen. Auf diese Weise entdeckt man nicht nur echte Geheimtipps – man erlebt auch das echte Venedig. Das Venedig, das über den Tagestourismus hinausreicht.

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Erst Denken, dann ausgeben!

Der Umgang mit Geld gestaltet sich manchmal schwieriger als gedacht. Selbst wenn man über etwas mehr Geld verfügt, so ist es ein Leichtes, dieses schnell auszugeben. Vielen Menschen fällt es schwer, einen Überblick über das eigene Vermögen zu behalten und die „richtige“ Priorität beim Ausgeben des Geldes einzuhalten. Daher versuche ich im Folgenden dafür eine kleine Hilfestellung zu schreiben.

Es gibt die notwendigen Ausgaben, an welchen fast bis absolut nichts geändert werden kann: Darunter fallen Kosten wie Miete und Nahrung. Sowohl ein Dach über dem Kopf als auch genug Essen und Trinken ist ein absolutes Muss (zumindest für die meisten). Vor allem die Miete kann man sich oftmals nicht aussuchen, da in vielen Städten der Wohnungsmarkt eine Katastrophe darstellt und man in gewisser Weise über jede Wohnung, die man bekommt, froh sein muss.

Als zweites gibt es die situativ-praktischen Ausgaben: Darunter fallen Kosten für ein Auto (Versicherung, Sprit, Reparatur, TÜV), Monatstickets und Dinge, die sehr wichtig für die Wohnung sind (Töpfe, PC für Mails, Stuhl, Waschmaschine etc.). Es handelt sich hierum um Kostenpunkte, die zwar nicht immer absolut notwendig sind, aber auf welche schwer zu verzichten ist. Ein Auto kann je nach Arbeit auch zu den notwendigen Ausgaben zählen, aber eventuell auch zu den Luxusgütern. Das hängt damit zusammen, dass manche nur mit einem Auto zur Arbeit kommen können oder aber der Arbeitsweg mit öffentlichen Verkehrsmitteln eine Zumutung darstellen würde. Andere wiederum würden die Arbeit aber auch z. B. per Fahrrad in 30 Minuten erreichen können, sodass das Auto dann oftmals eher ein Luxusgut darstellt.

Fast alles andere sind in gewisser Weise Luxusgüter. Sicherlich gibt es dabei große Unterschiede, je nachdem, wie wichtig einem die jeweiligen Güter sind. Ich möchte darauf hinaus, dass es für die meisten sinnvoll ist, sich zuerst um die Kosten der ersten beiden Punkte zu kümmern, bevor man Geld für den Rest ausgibt.

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Georgien – ein Kleinod am Schwarzen Meer

An der Ostküste des Schwarzen Meers liegt eingekesselt zwischen dem großen und dem kleinen Kaukasus der Staat Georgien. Das Land ist prädestiniert für wundervolle Mehrtageswanderungen oder entspannte Badetage an der Schwarzmeerküste. Es bietet kulinarische Köstlichkeiten, interessante Kulturdenkmäler und malerische Landschaften. Aber auch die Georgier bereichern jede Reise durch das Land. Die Bevölkerung ist wahnsinnig freundlich und immer für einen Plausch zu haben – vorausgesetzt die Verständigung funktioniert. In weiten Teilen des Landes spricht die Bevölkerung neben dem Georgischen nur Russisch. Englisch ist bisher vor allem bei den Jüngeren verbreitet.

Schon während meiner Hinreise erklärt mir mein georgischer Sitznachbar, dass es sehr besonders ist, wenn man Georgisch, Russisch und Englisch gelernt hat. Der Clou dabei abgesehen davon, dass zwei Fremdsprachen sowieso schon schwer genug zu erlernen sind? Jede Sprache hat ihr eigenes Alphabet! Das führt auch bei der Beschilderung im Straßenverkehr zu einer ganz besonderen Situation: Jedes Schild ist dreisprachig verfasst. Zumindest in den größeren Städten. Je ländlicher es wird, desto spärlicher wird auch die Beschilderung und dann fehlt auch ganz schnell die Ausschilderung auf Russisch oder Englisch. Wenn man am sprichwörtlichen Ar*** der Welt ankommt, ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass gar keine Beschilderung mehr existiert. Dann heißt es, die Einheimischen um Rat zu fragen und zu hoffen, dass man sich mit Händen und Füßen verständigen kann. Glücklicherweise ist die georgische Gastfreundschaft fast ungeschlagen!

Wer bis jetzt noch nicht von einer Reise in den kleinen Staat zwischen Asien und Europa überzeugt ist, sollte seine Nase unbedingt in einem Reiseführer versenken. Denn eines ist sicher: Georgien bietet wirklich für jede Art Tourist die richtige Attraktion!

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Lifestyle

Zeit ist Geld? – Die Wahrheit im Kern

„Zeit ist Geld“ – ein bekanntes und inzwischen über 250 Jahre altes Sprichwort von Benjamin Franklin. Die Frage ist, was ist mit dem Sprichwort gemeint und wie viel Wahrheit steckt darin? Mathematisch gesehen ist „Zeit = Geld“ keine Äquivalenzgleichung und man kann jene Wörter auch nicht in der Sprache füreinander einsetzen: Sie sind keine Synonyme. Viel eher spiegelt es meiner Ansicht nach die Wahrheit wieder, wenn man sagen würde, dass aus Zeit Geld resultiert oder zumindest resultieren kann.

Jenes Sprichwort war eigentlich auf die Arbeit bezogen. Auch heute arbeiten die meisten Deutschen nach einem Stundenlohn. Bezogen darauf lässt sich Zeit tatsächlich in die Währung Euro umrechnen. Infolgedessen entspricht nach dieser Logik eine Stunde Zeit circa zwölf Euro, wenn man vom Mindestlohn ausgeht. Wobei selbst diese Aussage kritikwürdig ist, schließlich sprechen wir hier von brutto. Das bedeutet, dass das Geld, welches dem Arbeitenden nach einer Stunde zur Verfügung steht (orientiert am Mindestlohn), geringer als die zwölf Euro ist. Wie viel geringer hängt jedoch von zu vielen Faktoren ab, die sich von Mensch zu Mensch unterscheiden (Teilzeit vs. Vollzeit, Art der Versicherung, weitere Einkünfte etc.).

Dennoch kann man diese Art der Abhängigkeit zwischen Zeit und Geld verwenden, um sich zu überlegen, ob gewisse andere Wege, Geld zu verdienen, es wert sind oder nicht. Als Beispiel kann man sich so „errechnen“, ob der zeitliche Aufwand, Sachen auf einem Flohmarkt zu verkaufen, es wert ist oder ob man nicht vielleicht mehr verdienen würde, wenn man seiner eigentlichen Arbeit nachgehen würde.

Am Ende muss man trotzdem unterscheiden. Mit Geld kann man vieles kaufen und es macht einem das Leben normalerweise einfacher, jedoch ist Zeit keine Ware, die man mit egal wie viel Geld kaufen kann. Deswegen ist Zeit immer wertvoller als Geld. Schließlich braucht es vor allem anderen Zeit, um leben zu können. Geld ist im Kontrast zur Zeit gänzlich irrelevant.

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Mykonos – Sonne, Strand & Meer … und Party!

Mykonos hat genauso wie Santorin bereits Weltruhm erreicht. Die kleine Insel im ägäischen Meer reizt jedes Jahr Millionen Besucher mit ihren weißen Häusern und den Kirchen mit ihren blauen Dächern. Gerade die Chora – viele der größten Städte der griechischen Inseln heißen genauso wie die Insel selbst und werden dann auch Chora genannt – fasziniert die Touristenhorden. Das kleine Viertel Little Venice vibriert zur Saison geradezu mit seinen vielen Cafés, Boutiquen und Restaurants. Direkt daneben stehen die schönsten, ikonischen Mühlen von Mykonos. Wer auf Mykonos seine Zeit lieber am Meer verbringen will, wird allerdings nicht in der Chora, dafür aber auf der gesamten restlichen Insel glücklich.

Die bekanntesten Strände befinden sich im Süden der Insel. Hier gibt es im Hochsommer Party, Party und noch mal Party. Den Strand sieht man dann vor lauter Sonnenschirmen und Strandliegen fast gar nicht mehr und die Bässe der Musikanlagen schallen durch die Buchten. Die Top-Adressen bezüglich Party-Tourismus liegen an den berühmten Stränden Paradise und Super Paradise Beach. Aber auch an anderen Stränden der Südküste, wie zum Beispiel dem Elia Beach, geht es im Sommer hoch her. Wer sich dem Meer in etwas ruhigerer Atmosphäre hingeben möchte, sollte sich demnach an einen der ruhigeren Inselstrände legen. Vor allem die Nordküste ist deutlich ruhiger und abgelegener. Selbst im Hochsommer hat man die Chance, fast menschenleere Strände vorzufinden.

Neben den pittoresken Gassen in der Altstadt und den wunderschönen Stränden kann Mykonos vor allem noch mit seiner ausgeprägten Restaurantszene punkten. Über die ganze Insel verteilt, gibt es kleine Tavernen. Die Atmosphäre der Tavernen passt sich dem Stil der umliegenden Strände an.

Dass Mykonos eine Top-Reisedestination ist, bestätigen die Horden an jedes Jahr wiederkehrenden Touristen. Für mich selbst gibt es zwar schönere griechische Inseln, aber den Besuch für einen persönlichen Eindruck bereue ich auf keinen Fall. Ob Mykonos für dich das Richtige ist, musst du natürlich selbst entscheiden.

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Kann man sich nicht egoistisch verhalten? – Ein Denkexperiment

Nicht egoistisch handeln müsste doch sehr einfach sein, oder? Bevor ich darauf eingehe, braucht es jedoch eine genauere Erläuterung, was ich in diesem Rahmen unter egoistisch meine. Ich verbinde damit eigene Denkweisen bzw. eigene Handlungsweisen, die das Ziel haben oder zumindest absichtlich dafür sorgen (sollen), dass man einen Nutzen davon trägt bzw. einem selbst deswegen etwas für einen selbst Positives widerfährt.

Das würde bedeuten, wenn ich einem Fremden 100 Euro schenke, dann wäre dies keine egoistische Handlung, oder? Jedoch könnte man hinterfragen, warum jene Person die 100 Euro verschenkt hat. Vielleicht hatte man ja gerade das Bedürfnis dazu, ein „Dankeschön“ von jemandem gesagt zu bekommen oder jene Person möchte sich mithilfe dieser Schenkung einreden können, trotz negativer Handlungen eine „gute Person“ zu sein. Am Ende könnte man es wieder so auslegen, dass man die 100 Euro verschenkt hat, um sich selbst etwas Gutes damit zu tun. Dem zu widersprechen ist einfach, das Gegenteil zu beweisen jedoch unmöglich.

Wie kann ich sichergehen, dass jemand nicht aus Eigeninteresse handelt, obwohl die jeweilige Tat auf den ersten Blick gesehen, der ausführenden Person keinen Nutzen bringt? Meiner Ansicht nach gar nicht, zumindest kann man es nie komplett sagen. Viel wichtiger ist dann doch die Frage: Ob es denn überhaupt von Relevanz ist, dass man diesbezüglich sichergehen kann. In den meisten Fällen glaube ich, dass auch das eher unwichtig ist. Das wirklich Relevante besteht doch darin, dass man mit seinen eigenen Handlungen für sich sowie für andere positiven Erfahrungen schafft. Wenn eine Handlung also bei beiden Seiten zu einem Lächeln führt, dann ist das eine klare Win-Win Situation, zumindest so lange, wie es nicht gegen gewisse Prinzipien verstößt wie zum Beispiel das Anlügen einer anderen Person. Das ist jedoch ein Thema für ein anderes Mal.

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Worauf bei Reisen durch Asien zu achten ist

„Ich muss durch den Monsun …“ – damit es dir nicht genauso wie den Sängern von Tokio Hotel ergeht, solltest du dir vor einer Reise nach Asien ein paar Gedanken machen. Aber nicht nur das Wetter und der jahreszeitenabhängige Monsunregen sind von Relevanz. Nicht zu vergessen sind unter anderem auch besondere Gepflogenheiten und eine angepasste Notfallapotheke.

Bevor du dich auf den Weg nach Asien machst, besuche am besten zu allererst deinen Hausarzt bezüglich einer Reiseberatung (bzw. einen Reisemediziner). In deinem Zielland gibt es aller Wahrscheinlichkeit nach Krankheiten, die bei uns nicht zu finden sind. Japanische Enzephalitis, Zika-Virus oder Dengue- und Chikungunya-Fieber sind nur einige Beispiele und die wohlbekannte Malaria ist leider auch weit verbreitet. Daneben kann es auch giftige Tiere wie Schlangen oder Gefahren durch verunreinigtes Wasser geben. Ein Profi wird dich auch jeden Fall umfassend aufklären.

Wenn du schon eine Reiseberatung genießt, frage am besten gleich nach einer Anpassung deiner Notfallapotheke und lasse dir gegebenenfalls Rezepte für fehlende Medikamente geben. Gerade Magenverstimmungen sind im asiatischen Raum sehr wahrscheinlich und müssen eventuell medikamentös behandelt werden, bevor dein Körper zu viele Nährstoffe verliert. Um dem Nährstoffverlust wieder auszugleichen, gibt es auch Aufbaukuren. Nähere Auskünfte bekommst du beim Arzt deines Vertrauens.

Wenn du endlich im Land deiner Ziele angekommen bist, kümmere dich unbedingt um die Einhaltung der lokalen Gepflogenheiten. Zum einen fällst du so nicht negativ auf und bist respektvoll, sondern bekommst zum anderen auch weniger Probleme. Was du vielleicht noch nicht wusstest: Wenn du dir Bilder mit einer Buddha-Statue wünscht, solltest du Buddha niemals den Rücken zudrehen! Das wird als respektlos empfunden und steht in einigen Ländern zudem unter Strafe!

Auch wenn diese Liste bestimmt noch lange nicht zu Ende ist, sollte dir jetzt klar sein, dass zu deiner Reise nach Asien noch mehr gehört als das buchen des Tickets und dem Kofferpacken. Erkundige dich ausführlich auch beim Auswärtigen Amt und deine Reise wird bestimmt ein Hit!

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Der Sinn von Sprache

Früher wurde ich am Essenstisch regelmäßig von meinen Eltern korrigiert, wenn ich den Dativ anstelle des Genitivs verwendet habe oder aber der Ansicht war, dass etwas Sinn macht und nicht ergibt. Nervtötend war das Adjektiv, das mir damals eingefallen ist. Inzwischen muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich mich ebenfalls immer wieder dabei erwische, wie bei anderen das Verhalten meiner Eltern nachahme – zumindest mein Kopf schreit manchmal auf, wenn jemand von „dem Einzigsten“ spricht und nicht von „dem Einzigen“. Tja, der Apfel fällt normalerweise nicht weit vom Stamm.

Eine Frage hat mich diesbezüglich dann allerdings geplagt: Wie wichtig ist es, dass Sprache grammatikalisch nahezu perfekt bzw. korrekt verwendet wird? Braucht es wirklich den Genitiv oder wozu ist die Sprache eigentlich da?

Meiner Ansicht nach besteht der Sinn von Sprache im Kommunizieren miteinander – Das Austauschen von Informationen jeglicher Art auf eine vergleichsweise genaue Art, zumindest wenn man es mit anderen Kommunikationsmitteln wie Gestik und Mimik vergleicht. Es braucht doch keinen Genitiv, um genau zu verstehen, was die andere Person einem sagen möchte! Und selbst wenn jemand zu mir sagt, dass der Freund das Letzteste ist, dann schmunzel ich und weiß, dass der Freund was gemacht, was der anderen Person nicht gefällt. So viel Interpretationsvermögen traue ich jedem zu.

Wofür also ist es gut, sich grammatikalisch korrekt zu artikulieren? Es hinterlässt bei manchen Menschen einen gebildeten Eindruck und ist in bestimmten Berufen bzw. Umständen etwas, das erwünscht oder gar verlangt wird; auch wenn meiner Ansicht nach der Grund dafür in der Regel eher altmodisch ist. Ein weiterer Grund dafür wäre vielleicht, dass Menschen zuerst gute Basisfähigkeiten brauchen, um sicherzugehen, dass sie jeder verstehen kann. Lange Rede kurzer Sinn: Sich so zu artikulieren, dass das Gegenüber den Inhalt gut vermittelt bekommt, ist das Relevante an der Sprache, alles andere ist Luxus. Wobei das sicherlich einige Leute, die Bewerbungen durchlesen müssen, nicht genauso sehen.

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Nie vergessene Reiseerlebnisse

Was ist die schönste Zeit im Jahr? Die Reisezeit! Das gilt jedenfalls für mich. Und offensichtlich bin ich damit nicht allein. Jedes Jahr zieht es Millionen Menschen in die Ferne, um Fremdes zu entdecken, lieb Gewonnenes noch einmal zu genießen, Abenteuer zu erleben oder Ruhe zu genießen. Und einjeder kennt sie: diese Momente, diese Reisemomente, die man niemals wieder vergessen wird.

Den Sonnenaufgang mit vielen hundert anderen Pilgern auf dem Adam’s Peak in Sri Lanka erleben, das erste Mal mit dem Flugzeug abheben und den Boden hinter sich lassen, ganz allein auf einer abgelegenen Insel übernachten. Ich habe bereits unzählige solcher Momente erleben dürfen, die ich bis ins späte Alter bei mir behalten möchte und wenn es mir vergönnt ist, mit meinen Enkeln teilen will. Denn eines steht für mich fest – das Beste am Reisen sind genau diese Erlebnisse. Sie berühren, sie verändern, sie bleiben in Erinnerung.

Was aber oft vergessen wird, ist die Kehrseite der Medaille. Nicht immer sind es positive Ereignisse! Reisen katapultieren in unbekannte Gefilde, man verlässt seine gewohnte Umgebung und muss sich vielen Herausforderungen stellen. Andere Länder, andere Sitten; andere Sicherheitsbedenken und Fangnetze. Das deshalb nicht immer alles glattgeht, ist klar. Das Flugzeug ist ohne dich an Board auf dem Heimweg, die Brieftasche hat plötzlich Füße bekommen, das Auto wurde gestohlen. Oder ist etwas viel Schlimmeres passiert?
Klar, Risiken reisen immer mit. Aber sollte man deswegen aufhören? In Zukunft immer auf Nummer sicher gehen? Ich glaube nein. Denn das Leben ist ein ewiges Abwägen von Wahrscheinlichkeiten und Eventualitäten. Bisher bin ich mit dieser Einschätzung auch sehr gut verfahren. Das Erlebte will und kann ich nicht mehr missen. Überlege einen Moment für dich – geht es dir genauso? Entscheidest du dich anders?

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Der legendäre erste Eindruck – Warum er suboptimal, aber dennoch wichtig ist!

Die Aufregung bei einem Bewerbungsgespräch, welche sich nach einiger Zeit des Arbeitens bei der jeweiligen Firma wieder legt, ist vollkommen normal. Aber wieso ist man dann anfangs überhaupt so stark aufgeregt?

Ein Grund dafür ist, dass sich sehr viel darum dreht, ob man einen guten ersten Eindruck bei anderen hinterlässt oder nicht – sei es bei der Jobwahl, der Partnerwahl oder auch Gleichaltrigen etc. So wie andere Menschen sich in den ersten paar Sekunden schon einiges an Meinung über einen bilden, so macht man das vermutlich auch selbst. Das Problem dabei ist, dass oftmals einzelne z. B. beobachtete Eigenschaften mit anderen Eigenschaften kombiniert werden und so andere Menschen vermutlich Eigenschaften zugeschrieben bekommen, über welche sie gar nicht verfügen. Beispielsweise hat man einen langhaarigen Verwandten, der gerne Metal hört, was man selbst jedoch als schrecklichen Musikgeschmack empfindet. Jetzt begegnet man einem fremden, ebenfalls langhaarigen Kerl und geht aufgrund des Verwandten und der äußerlichen Zusammenhänge davon aus, dass jener Fremde ebenfalls Metal-Fan ist und versucht deswegen Gespräche mit ihm über seinen Musikgeschmack zu vermeiden. Dies ist ein vergleichsweise harmloses Beispiel, was dennoch gut darstellt, warum es wichtig ist oder zumindest sein kann, sich die Problematik des ersten Eindrucks und der Verschiebung von Eigenschaften anderer regelmäßig ins Gedächtnis zu rufen.

Das bedeutet natürlich nicht, dass man versuchen soll, sich keine ersten Eindrücke mehr von anderen zu machen. Es ist auch wichtig, erste Einschätzungen über Personen und die Situationen aufgrund der eigenen Erfahrungen zu machen, jedoch empfiehlt es sich dabei, sich nie zu fest auf die eigene Erfahrung zu berufen. Offenheit mit einem gesunden Maß an Vorsicht erscheint mir hier als die goldene Mitte.

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Reisen

Droge Adrenalin

Bungeespringen, Paragliden, Wingsuitfliegen. Snowboarden im Funpark, Mountainbikesprünge durch die Berge, Apnoetauchen. In welcher Form auch immer – Sportarten voller Adrenalin warten an jeder Ecke. Aber wieso stehen so viele Menschen auf diesen starken Adrenalin-Kick? Was macht ihn so besonders? Für mich persönlich kann ich folgende Erklärung abgeben. Auch wenn ich eher gemäßigt unterwegs bin und morgen nicht ohne Sicherung auf den nächsten Berg steigen werde, bin ich adrenalingeladenen Aktivitäten dennoch zugetan. Diese Mischung aus Aufregung davor und absoluter Befreiung danach macht süchtig. Man fühlt sich frei und klar – nur mit dem eigenen Körper verbunden. Man denkt weder an vorher noch an nachher, man lebt den Moment!

Dass ich hiermit nicht allein bin, zeigt nicht nur der Erfolg von Energydrinks und Aktionkameras. Jedes Jahr werden neue Verrücktheiten ausprobiert, neue Rekorde aufgestellt. Was gestern noch als unmöglich galt, wird plötzlich umgesetzt. Die schier unendlichen Möglichkeiten sind beeindruckend. Alles wird möglich gemacht.

Ein ganz wichtiger Aspekt, wenn man sich der Droge Adrenalin hingeben möchte? Die eigene Sicher- und Gesundheit! Nur weil alles möglich ist, ist nicht alles sinnvoll. Wo muss man seine persönlichen Grenzen ziehen? Schätzt man seine eigenen Fähigkeiten richtig ein? Ist man in ausreichender Kondition, physischer und psychischer Gesundheit?
Gerade die Notwendigkeit zur Selbstbeschränkung wird in der medialen Welt selten berücksichtigt. Höher, weiter, schneller – immer her damit! Kritische Reflexion ist dagegen langweilig. Ich will bei Weitem nicht mit dem erhobenen Zeigefinger wedeln. Trotzdem möchte ich dazu aufrufen, in sich zu gehen und nachzudenken. Damit der nächste Sprung ins Abenteuer genauso glatt läuft, wie sich das alle Adrenalinjunkies wünschen!

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Lifestyle

Warum zuerst das Zückerli und dann die Peitsche

Zuerst sollte erwähnt werden, dass die Überschrift metaphorisch gemeint ist! Im Alltag fällt mir regelmäßig auf, wie Menschen sofort zu einer lauten und fordernden Stimme (= Peitsche) greifen, wenn sie eine Bitte erfüllt haben wollen. Ich möchte erklären, warum es sinnvoller ist, zuerst die freundliche Weise zu versuchen.

Jede Aktion hat auch eine Reaktion, in welcher Weise sich diese auch äußern mag. Jedoch fühlt sich nahezu, wenn nicht sogar absolut jeder, unwohl, wenn man angeschrien wird, etwas Bestimmtes zu tun. Eine Art Abwehrhaltung, Trotz, Unzufriedenheit oder Ähnliches ist die Konsequenz. Nicht allzu selten wird zurückgeschrien. Dies ist suboptimal, wenn man als Ziel hatte, dass die jeweilige Person der jeweiligen Bitte nachgeht. Stattdessen kostet es Zeit, Energie und Nerven mit der anderen Person zu streiten. Hat der Streit oder das Schreien erst einmal ein bisschen an Fahrt aufgenommen, lässt es sich nicht mehr einfach so pausieren oder rückgängig machen. Die Emotionen der Menschen sind nicht wie ein Ruderboot, wo man jederzeit wenden kann.

Was jedoch sehr wohl geht, ist es zuerst freundlich um etwas zu bitten. Was alles dabei zu beachten ist, habe ich bereits bei einem anderen Text erwähnt. Überraschend viele Leute erfüllen einem die Wünsche, wenn man nur freundlich darum bittet. Natürlich hat das Grenzen. Nur weil ich jemanden Fremden freundlich nach einer Million Euro frage, sagt dieser trotzdem nicht ja. Jedoch würde dies auch nicht bei Geschrei und Drohungen funktionieren, zumindest nicht ohne schwerwiegende Konsequenzen. Jedoch – und bitte versteht dies nicht als Aussage, dass die Peitsche immer nach dem Zückerli folgen muss – kann man nach dem freundlichen Weg noch immer einen anderen Ton wählen. Bei dieser Reihenfolge muss man keine Sorge haben, etwas zu verpassen oder nicht zu nutzen. Nur andersherum besteht das Problem. In diesem Sinne: Wandert stets freundlich durch die Gegend, es bringt euch selbst auch mehr.

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Reisen

Gesellschaftszensus

Die ersten Sonnenstrahlen zeigen sich am Horizont und tauchen die trübe Wolkenmasse in einen Eimer bunter Farben. Ich strecke meine taub gewordenen Glieder, unterdrücke ein langes Gähnen und kämpfe mich aus den weichen Sofakissen heraus. Bei den ersten Schritten taumle ich ein wenig von links nach rechts, von rechts nach links – doch etwas zu viel Wein gestern? Normal trinke ich doch nie zu viel?! Ich gehe an ein paar am Boden Schlafenden vorbei und wundere mich, dass Sie sich wirklich zu diesem Schlafplatz entschlossen haben und vor allem, dass sich noch niemand beschwert hat. Während ich die schwere Tür aufstemme und mir plötzlich der Wind um die Nase pfeift, weiß ich wieder, wo ich mich gestern Abend herumgetrieben habe. Das unendliche Blau um mich herum lässt mich auch nicht zweimal raten!

Die Zeit auf einer Fähre ist doch immer irgendwie besonders. Manche speisen luxuriös im à-la-carte-Restaurant und verköstigen einen edlen Wein. Andere sitzen an geldhungrigen Glücksspielautomaten und haben gerade schon wieder nicht das letzte Mal Geld eingeworfen. Man sieht ein verliebtes Pärchen an der Reling kuscheln und nur ein paar Meter weiter bricht ein Mann seine dritte Packung Zigaretten an. Studenten liegen schlafend auf allem herum, was nur halbwegs bequem aussieht – ein paar Stockwerke weiter oben fällt gerade die Tür zur Privatkabine ins Schloss.

Eine Fährüberfahrt ist nicht nur eine Reise, sondern auch ein tiefer Einblick in unsere Gesellschaft. Gebildet und Ungebildet, Reich und Arm, alle auf demselben Schiff. Dass dies nicht jedermanns Sache ist – allein schon wegen der Seekrankheit – ist klar. Aber mir gefällt die Reise über das Meer mit Ihren ganz unterschiedlichen Eindrücken. Ganz besonders im Kopf bleiben mir immer die genialen Sonnenauf- und Untergänge. Der Blick auf fremde Landstriche und Inseln. Das schöne Gefühl, wenn man nur das Meeresrauschen um sich hört. Nur die Delfine lassen sich wirklich viel zu selten blicken!

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Lifestyle

Sich selbst sehen – die Problematik des Vergleichens

Jeder hat seine Stärken und Schwächen – ein klassischer und ausgelutschter Satz. Dennoch ist er wahr. Das Interessante jedoch ist, dass selbst wenn mehrere Leute die Stärken und Schwächen einer Person benennen müssten, sich gewisse Unterschiede ergeben. Dies lässt sich besonders stark beobachten, wenn man selbst seine eigene Stärken und Schwächen nennen muss. Das liegt vor allem an zwei zentralen Punkten:

1. Ab wann eine Leistung/Eigenschaft/Verhalten oder Ähnliches als „gut“ oder „schlecht“ und vor allem in welchem Maße als solches betitelt wird, hängt davon ab, was die jeweiligen Menschen als normal ansehen und bisher erlebt haben. Zu diesem Aspekt habe ich bereits etwas geschrieben, daher möchte ich mehr auf den daraus resultierenden zweiten zentralen Punkt eingehen:

2. Womit bzw. mit wem vergleicht man sich? Wann immer man eine Wertung für etwas abgibt, ist automatisch ein Vergleich dabei. Beispielsweise bezieht sich das Schulnotensystem auf die angedachte Leistung für das jeweilige Alter. So ist es eine eher leichte Sache als Volljähriger eine 1 in einem Deutschaufsatz zu schreiben als andersherum. Je nachdem was oder wer als Vergleich herangenommen wird, bekommt der zu vergleichende Aspekt eine gänzlich andere Wertung. Nehmen wir weiterhin das Beispiel Schule zur Veranschaulichung: Wer sich stets mit den Klassenbesten vergleichen wird und nicht dazu gehört, wird sich selbst als schlecht betiteln, obwohl die Leitung trotzdem viel besser als der Durchschnitt sein kann. Das Vergleichen mit anderen kann in beide Richtungen Probleme erzeugen. Extrem gedacht: Entweder ist man gänzlich von sich selbst überzeugt in einem so hohen Maße, dass es andere abschreckt und schlichtweg das viel zu positive Bild von einem selbst zu suboptimalen Anmaßungen führt. Genauso kann es aber auch sein, dass man durch den Vergleich mit „zu hohen Zielen“ in eine Depression oder Ähnliches verfällt. Die Goldene Mitte zu finden, ist da gar nicht so leicht. Jedoch kann man sich obiges Wissen stets vor Augen führen und wenn man mit einem Vergleich anfängt, stets auch die andere Seite mit einbeziehen. Oder aber du machst bewusst von der Problematik Gebrauch, um andere Übel (Gedankengänge) zu beseitigen und beispielsweise durch einen für dich selbst positiv bedingten Vergleich zu mehr Selbstvertrauen zu gelangen.

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Reisen

Glück im Unglück

Dass auf Reisen immer alles glattgeht, ist äußerst selten. Man vergisst sich mit Sonnencreme einzuschmieren und bekommt dafür die Quittung in Form eines ausgeprägten Sonnenbrandes. Man hat sich bei einem Onlinebuchungsportal in eine wunderschöne Maisonette-Wohnung samt Balkon verliebt und als man vor der Türe steht, erkennt man, das die Bilder leider doch sehr stark aufgehübscht wurden und das Viertel eher heruntergekommen als chic wirkt. In welcher Form die böse Überraschung um die Ecke kommt, ist immer unterschiedlich. Und bei bestimmten Dingen tut man wirklich sein bestes, um sie zu verhindern. Der folgende Bericht soll einen Einblick geben, dass aber selbst bei den größten Dummheiten nicht immer alles schief gehen muss!

Der Kalender schreibt das Jahr 2016. Es ist März und der Atlantische Ozean ist gerade noch kalt genug vom Winter, dass die Hurrikansaison vor der amerikanischen Ostküste noch nicht wieder von vorn begonnen hat. Perfekte Bedingungen für eine Reise ins sonnenverwöhnte Kuba! Die Flüge sind gebucht, der Koffer gepackt, die Wertsachen alle im Handgepäckrucksack verstaut. Schon bald darauf kündigt das laute Rattern der Flugzeugräder auf der Landebahn des Flughafens Varadero die Ankunft auf der karibischen Insel an. Wahnsinn! Endlich im subtropischen Paradies!

Etwas übermüdet schnappe ich mir vor dem Ausgang des Flughafens einen Taxifahrer und handele mit ihm den Tarif in die Stadt aus. Natürlich werde ich etwas übers Ohr gezogen, aber das ist mir gerade, ehrlich gesagt, nicht mehr so wichtig. Im letzten Moment quatscht mich noch ein Pärchen an, ob sie denn nicht auch noch mitfahren könnten. Klar, warum denn auch nicht?!

Die Fahrt wird ungleich interessanter – meine gebrochenen Spanischkenntnisse hätten nicht für ein Gespräch mit dem Fahrer ausgereicht, dass über mein Alter und meine Nationalität herausgereicht hätte – das Pärchen spricht zum Glück Englisch. Die 20 Minuten Taxifahrt verstreichen wie im Flug und ich werde vom starken Bremsen des Taxis etwas überrascht. Das Taxi ist vor meiner „Casa particulares“ angekommen: Endstation für mich. Ich tausche noch schnell die Handynummern mit dem Pärchen, schnappe mir meinen Koffer und schon düst das Taxi davon.

Ich klingle an der Tür meiner Unterkunft und werde freudestrahlend von meinen Gastgebern begrüßt. Zum Empfang gibt es erst einmal einen frischen, selbst gemachten Fruchtshake – Guave, wenn mich nicht alles täuscht – und einen kleinen Plausch dazu. Nach den ersten Kennenlernminuten wird mir das Gepäck abgenommen und mein Zimmer gezeigt. Jetzt nur noch den Ausweis abgeben und dann schnell ins Bett! Verdammt, der Ausweis! Ich Trottel hab meinen Rucksack samt Wertsachen und Dokumenten im Taxi vergessen! Wie soll ich rausbekommen, welches Taxi, welcher Taxifahrer das war?! Keine Ahnung, was auf dem Nummernschild stand! So ein Mist!

Kaum ist der erste Schreck überstanden, klingelt schon mein Telefon. Etwas entgeistert starre ich aufs Display: „Hannah“. Wer zum Teufel ist Hannah? Ah ja, das nette Pärchen! Ich drücke auf den grünen Hörer und nehme das Gespräch an. Die Überraschung? Der Taxifahrer hat beim Absetzen der beiden bemerkt, dass ich meinen Rucksack im Beifahrerfußraum stehen lassen habe. Ich vereinbare mit Hannah, dass sie den Taxifahrer bitte noch einmal vorbeischieben soll. Wenige Minuten später ist der Spuk vorbei und der Fahrer überreicht mir mit einem dicken Grinsen im Gesicht den Rucksack. Während mein Herzschlag endlich wieder ein normales Tempo annimmt, bedanke ich mich und erhöhe das Trinkgeld des ehrlichen Finders um einen großen Batzen. Wenn das mal nicht Glück im Unglück war!

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Lifestyle

Normal, Gesellschaft und müssen – Große Worte, wenig Ahnung!

Aussagen wie „Das ist doch nicht normal“, „aber jeder macht das so“ und „du musst das (so) machen“ gehören für viele zu ihrem Alltag. Jene Aussagen bringen Probleme, Missverständnisse aber gerade deswegen auch Potenzial zur positiven Eigennutzung mit sich. „Was ist denn heute noch normal?“ ist eine Standardaussage/-frage, die man nicht selten zu hören bekommt. Meistens ist sie rhetorisch gemeint und es ist die Aussage, dass entweder alles oder nichts normal ist, darin versteckt. Das ist genauso falsch, wie es richtig ist, paradoxerweise. Denn alles KANN normal sein bzw. etwas, das für die einen normal ist, ist es für die anderen nicht. Was normal ist, hängt davon ab, von wo man kommt, welche Kultur man kennt und verinnerlicht hat, welches Umfeld man hat und hatte etc. – kurz gesagt, welche Erfahrungen jemand gemacht hat und wie diese verarbeitet wurden. So ist es für die einen normal, mittags warm zu essen und für die anderen abends. Ein vergleichsweise wahrlich kleiner Unterschied. Alleine die kulturellen Unterschiede rund um die Thematik, was normal ist zu essen, zeigt, dass es kein allgemeingültiges normal gibt. Ein weiteres Problem mit dem Wort normal ist, dass es keine klare Grenze gibt, wann etwas normal ist und wann nicht. Wie viel Prozent der Deutschen müssen ein Verhalten aufweisen, damit es als normal für Deutsche gilt? Wobei man hier noch unterschieden muss zwischen normal und Norm. Norm ist meiner Ansicht nach ein sachlicher Begriff im Gegensatz zu normal. Wenn etwas eine Norm ist, dann gehe ich davon aus, dass die Mehrheit oder zumindest ein nennenswerter Prozentsatz der jeweils gemeinten Gruppe das jeweilige Verhalten an den Tag legt. Ob es dann auch als normal von den gleichen Leuten angesehen wird, ist dabei zwar oft der Fall, aber lange nicht immer. Jeder definiert den Inhalt des Wortes normal für sich selbst individuell. Je mehr Überschneidungen oder gar Parallelen, desto eher werden sich Menschen verstehen und weniger streiten, denn was man als normal ansieht, bestimmt auch die eigenen Wertvorstellungen in hohem Maße. Den Nutzen, den mal also daraus ziehen kann, wenn jemand mit Begriffen wie normal um sich wirft, ist die Aufnahme der Informationen, die jemand damit über sich selbst preisgibt. Dir wird damit indirekt erzählt, was jemand wieso für wie wichtig hält. Nachfragen, wie dies zustande kommt, kann zu interessanten Unterhaltungen führen und manchmal – nur durchs (Nach-)Fragen – lernen sich die jeweiligen Menschen selber besser kennen. Win-Win.

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Reisen

Vorbereitung auf unsere Langzeitreise

Ab September 2022 planen wir, auf unsere Langzeitreise aufzubrechen. Kein einfaches Unterfangen, sondern eins, das einem den Kopf in tausend Puzzlestücke zerbricht. Eine lange Reise ist ja schon in einem normalen Jahr ein kleines bis riesiges Abenteuer und Corona setzt gleich noch einen Schwierigkeitsgrad obendrauf. Wie viel Zeit sollte man für die Planung einer Langzeit- oder Weltreise verwenden? Wir persönlich sagen, ein halbes Jahr im Voraus genügt für die Reiseplanung und das ganze Drumherum.

1. Packlisten schreiben

Was nehmen wir mit, worin nehmen wir es mit und wie viel wollen wir überhaupt dabei haben? Packstile variieren genauso wie Reisearten. Wir persönlich stehen irgendwo zwischen dem klassischen Hostelurlauber und einem mittelanspruchsvollen Backpacker. Wir werden zwar mit den Backpacks reisen, aber uns die ein oder andere Annehmlichkeit genehmigen.

2. Wohnung leerräumen

Bevor wir losziehen, werden wir aus unserer Wohnung ausziehen. Wir müssen unsere Sachen verkaufen, verpacken und einlagern und einen Nachmieter finden. Kein großes Ding, aber trotzdem ein wenig stressig. Schließlich hat man über die Jahre eine Menge Besitz angesammelt und muss nun entscheiden, was braucht man weiterhin und was kann endlich weg?

3. Route planen

Bei der Route gibt es so viel mehr zu beachten als die reinen Wünsche und Vorlieben. Du musst nach den besten Reisezeiten für jedes Land gucken und dann eine Möglichkeit finden, deine Vorstellungen damit in Einklang zu bringen. Vielleicht gibt es auch besondere Ereignisse, die du in diesem und jenem Land zu einem fixen Termin erleben möchtest. Alles in allem ein kleines Kunststück.

4. Vorbuchen

Mit Vorbuchen haben wir es eigentlich gar nicht. Wir lieben es, spontan zu sein und einen Ort so lange auszukosten, wie wir es wollen. Dabei sind wir ungerne von Weiterflügen und vorgebuchten Unterkünften abhängig. Das wird auf unserer Langzeitreise jedoch nur bedingt möglich sein. Buche mal spontan einen Flug von den Seychellen nach Vietnam und organisier dann noch auf die Schnelle das nötige Visum. Nein, so wird das dieses Mal nicht funktionieren. Also machen wir uns bereits jetzt an die Feinplanung.

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Lifestyle

Wie man die eigene Meinung äußern sollte

Angenommen man selbst ist der Ansicht, dass die eigene Ansicht unabdingbar für die Ansicht der anderen bezüglich eines speziellen Themas ist, so sollte man sich vor der konkreten Äußerung gut überlegen, wie man jene eigene Ansicht äußern möchte. Denn auch wenn der Inhalt der gleiche ist, so wird die Art der Meinungsdarstellung einen erheblichen Einfluss darauf haben, wie andere darauf reagieren. Oftmals ist sogar die Art der Darstellung wichtiger als der eigentliche Inhalt. Um zu wissen, wie man seine eigene Meinung äußern sollte, muss man sich zuerst die Frage stellen, was man mit seiner Äußerung bezwecken will. Geht es um den reinen Informationsgehalt, soll die Äußerung einen Wunsch bzw. Aufforderung beinhalten oder möchte man das Gegenüber zu bestimmten Aussagen verleiten? Sehr schnell, wenn man die eigene Art der Formulierung überdenkt, kann es zu anderen Folgen kommen. Jemand fühlt sich angegriffen oder beleidigt, fasst das Gesprochene als eine Aufforderung zu etwas auf, was man gar nicht bezweckt hat etc. Um Entsprechendes zu vermeiden, ist es relevant zu wissen, welche Faktoren darauf Einfluss haben, wie andere dein Gesprochenes aufnehmen bzw. interpretieren. Lautstärke, Tonhöhe, Sprechgeschwindigkeit, Aussprache, Formulierung, Mimik, Gestik, Zeitpunkt, Umfeld und Zustand des Gegenübers sind dabei die wichtigsten Aspekte. Alle der genannten Punkte sind schnell an einem Beispiel erklärt. Angenommen man möchte jemanden davon überzeugen, dass Laugenbrötchen besser sind als Laugenstangen, zumindest der eigenen Meinung nach, dann wird es grundlegend zu mehr Erfolg führen, wenn meine seine Ansicht in einem normalen Tempo und auf freundliche Art und Weise formuliert. Wenn die Tonhöhe sich von der Norm für einen selbst zu sehr unterscheidet, man also in einer wesentlich höheren Tonlage spricht als sonst ohne ersichtlichen und vorher genannten Grund (medizinische Faktoren), dann wird das Gesagte lächerlich klingen und die eigene Meinung wird nicht erst genommen. In dem Augenblick, wo man sehr laut, stark oder schnell spricht, wird das Gesagte das Gegenüber eher abschrecken. Dies führt dazu, dass das Gesagte weniger gerne und schnell aufgenommen wird. Ein Lächeln sowie eine offene (körperliche) Haltung ist an dieser Stelle empfehlenswert, da dies in Kombination mit einer freundlichen und nicht misszuverstehenden Formulierung dafür sorgen wird, dass das Gegenüber nicht in eine Art Abwehrhaltung gehen wird. Außerdem gibt es für jeglichen Inhalt, den man einer anderen Person vermitteln möchte, einen eher guten und einen eher schlechten Zeitpunkt. Dabei spielt auch das Umfeld in dem jeweiligen Augenblick sowie die Grundsituation, in der sich das Gegenüber befindet, eine wichtige Rolle. Beispielsweise bietet sich für ernsthafte Diskussionen ruhigere bzw. nicht belebte Orte an. Außerdem ist es wenig ratsam, mit jemandem ernste Gespräche zu führen, wenn jenes Gegenüber wegen einer anderen Sache sehr aufgebracht ist. Genauso kann es sein, dass jemand wegen frischer und unangenehmer Erfahrungen der jeweiligen Thematik gegenüber sehr emotional geladen ist.

Unwahrscheinlich viel zu beachten, das stimmt. Alles davon zu jeder Zeit kann man gar nicht beachten, aber es führt bereits zu sehr großen Ergebnissen, wenn man sich obige Aspekte ab und zu ins Gedächtnis ruft und sich dafür sensibilisiert.

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3 Reiseziele für deinen Urlaub 2022

Auch im Reisejahr 2022 wird uns Corona noch nicht vollständig aus seinen beschränkenden Viruspranken lassen. Ob sich da eine weite Flugreise anbietet, sei fraglich. Jeder entscheidet natürlich für sich selbst und auf Grundlage der eigenen Ansichten und des persönlichen Bauchgefühls, aber warum nicht einfach mal ein paar tolle Destinationen in Europa abechecken? Vielleicht ist ja das richtige für deinen Urlaub 2022 dabei?

Wandern in Süddeutschland

Das erste Coronajahr haben wir – wie viele andere auch – fast ausschließlich in Deutschland verbracht. Wir haben die Zeit genutzt, unser Heimatland kennenzulernen und auf ausgiebigen Trips zu erkunden. Oberbayern hat es uns besonders angetan. Die vielen Seen, die exzellenten Bergtouren und die historischen Altstädte machen jede Reise in die Region zu einem echten Rundum-Erholungsprogramm.

Strandurlaub in Griechenland

Griechenland ist ja sowieso ein exzellentes Ziel und bringt aktuell einen großen Pluspunkt mit auf die Reisekarte: Man muss nicht einmal drei Stunden im Flugzeug sitzen und schon befindet man sich im Paradies. Weiße Traumstrände, türkises Wasser, leckeres Essen und absolut herzliche Einheimische. Besser geht es fast gar nicht. Wer keine Lust auf übertriebenen Tourismus hat, sucht sich einfach eine Insel mit einem unbekannten Namen aus. Bei mehr als 3000 griechischen Inseln wirst du garantiert fündig!

Städtetrip durch Italien

Oh, Bella italia – du zelebrierst la dolce vita wie kein anderer! Wer nach Italien reist, kehrt als völlig neuer Mensch nach Hause zurück. Mit Eindrücken, die für immer bleiben und einem Mindset, das eine neue Programmierung erfahren hat. Nach jedem Aufenthalt in Italien fühlen wir, dass unsere Akkus aufgeladener sind und unsere Seelen erholter. Wir können endlich wieder durchatmen und haben eine Menge schöner Dinge gesehen. Von der Cinque Terre über die Toskana bis nach Rom oder Sizilien haben wir uns bislang immer von Herzen wohl gefühlt. Italien kannst du bequem per Zug, Bus oder sogar mit dem eigenen Auto bereisen.

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Plappern oder lieber die Klappe halten?

Anderen die Meinung geigen; eine Formulierung, die vermutlich jedem ein Begriff ist. Nur, wie sinnvoll ist das überhaupt? In fast jeder größeren Gruppe wird man zum einen sehr diskussionsfreudige Menschen treffen, die zu nahezu jedem Thema ihre Ansicht loswerden (wollen) und zum anderen findet man dort Menschen, die sich selbst bei Nachfrage zur eigenen Meinung zu einem speziellen Thema kaum bis gar nicht äußern. Dies kann unterschiedliche Gründe haben. Schüchternheit, ungewohnte Situation, Unwissenheit zu einem speziellem Thema, Desinteresse etc. Beide Parteien haben ihre Gründe für ihr Verhalten. Nur welches Verhalten ist jetzt besser? So was lässt sich zwar niemals pauschal beantworten, aber man kann vor dem Preisgeben der eigenen Ansicht zu einem speziellen Thema überlegen, wie sinnvoll jenes Verhalten ist. Dabei sind eine Menge Faktoren abzuwägen.

1. Wird überhaupt ein Meinungsaustausch erwünscht? Handelt es sich um einen Gedankenaustausch in einer offenen Runde oder möchte jemand einfach nur eine Geschichte erzählen und dabei nicht unterbrochen werden. Der Rahmen ist dabei entscheidend.

2. Was für Folgen wird das Äußern der eigenen Meinung vermutlich haben? Führt das Äußern der eigen Ansicht zu einem wertvollen und interessanten Gedankenaustausch oder aber ist eine Art Streitgespräch die wahrscheinliche Konsequenz?

3. Interessieren die anderen sich für das, was du diesbezüglich zu sagen hast oder für jene Thematik bzw. trägt dein Input zu einem entsprechend erwünschten Gespräch bei? Oder wird das Gespräch dadurch ins Stocken geraten?

4. Wie wichtig ist es dir selbst, dass andere deine eigene Meinung kennen? Musst du dir vielleicht bei einer bestimmten Thematik treu bleiben, indem du dich dazu äußerst oder gibt es vielleicht noch andere Möglichkeiten?

5. Hast du das nötige Wissen, um mitzureden oder aber wäre es vielleicht sinnvoller, bei der Meinung eines anderen zuerst nachzufragen/zusammenzufassen/umzuformulieren/weitere Informationen einzuholen, um dann eine vermutlich qualitativ hochwertigere und somit meist positiver aufgefasste Meinung zu äußern?

Letztlich muss es jeder für sich selbst bestimmen, jedoch gilt grundsätzlich: Wer austeilt, muss auch einstecken können. Bei Diskussionen bedeutet das, wer von anderen erwartet, dass sie offen für die eigene Ansichten sind, sollte auch offen sein für die Meinung von anderen. Der kategorische Imperativ von Kant in unprofessioneller Kurzversion.

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Strandhochzeit

Jedes kleine Mädchen hat wohl eine Traumvorstellung, wie ihre Traumhochzeit einmal ablaufen soll. Im romantischen Schloss über den Parkettboden wirbeln, im botanischen Garten zwischen Blumen das „Ja“-Wort austauschen oder auf hoher See den Bund der Ehe eingehen. Dass sich nicht nur Frauen, sondern auch Männer Hochzeitsträume ausmalen, ist zwar nicht so bekannt, aber trotzdem genauso real. Zugegeben, das Thema ist für uns Männer meist von geringerer Popularität.

Auf meiner Reise durch Georgien habe ich aber eine Hochzeitslocation gesehen, die mich nie wieder losgelassen hat. In einer alten Burgruine, einige hundert Meter über den blauen Wellen des Schwarzen Meers, stand auf einer saftig grünen Wiese ein mit weißen Tüchern verzierter Holzbogen. Davor ein paar Reihen weiße Stühle und ein Teppich, der den Weg zum Altar ebnete. Es war ein wunderschöner Tag und ich war zufällig am rechten Ort zur rechten Zeit, dass ich den Beginn dieser Traumhochzeit miterleben durfte.

Seit diesem Tag lässt mich der Gedanke an meine Traumhochzeit nicht mehr in Ruhe: eine Hochzeit am Strand! Denn seien wir mal ehrlich – gibt es etwas Schöneres, als sich zu trauen, wenn dabei im Hintergrund die Wellen leise auf den Strand laufen, das Wasser in der Sonne glitzert und sich Palmen sanft im Wind wiegen?!

Damit dieser Traum auch Wirklichkeit wird, muss man ihn selbstverständlich mit aller Kraft verfolgen. Denn alles, was sich zu haben lohnt, bekommt man nicht von allein. Glücklicherweise nur fast alles, aber trotzdem gilt diese Weisheit in diesem Fall. Denn eins steht fest: Eine Hochzeit am mediterranen, karibischen oder sonst fernen Strand ist für Deutsche auf keinen Fall gewöhnlich. Nicht nur die oder der Zukünftige muss mitspielen, auch die Gäste müssen überzeugt werden, den Weg auf sich zu nehmen. Dazu kommen die bürokratischen und organisatorischen Schwierigkeiten einer Trauung im Ausland. Und trotzdem bin ich fest überzeugt: Der Aufwand wird sich lohnen!

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Toleranz ist wie Gleichgültigkeit, nur mit Beibehaltung der eigenen Meinung

Ich erlaube mir an dieser Stelle, eine gewagte Theorie aufzustellen: Je toleranter jemand ist, desto glücklicher ist jene Person im Schnitt bzw. desto glücklicher kann jene Person sein – im Gegensatz zu jenen, die es nicht sind. An dieser Stelle unterscheide ich zwischen tolerant sein und etwas tolerieren. Hierzu ein Beispiel zur Veranschaulichung. Man selbst wird auf der Straße von einem anderen Menschen an der Schulter angerempelt, wobei man daran selbst keine Schuld trägt. Egal ob man tolerant ist oder es tolerieren würde, beide Mal würde man einfach weitergehen. Der Unterschied ist im Inneren von einem Selbst. Wenn man das Anrempeln toleriert, so geht man weiter, aber es kann gut sein, dass man innerlich dabei ist, die andere Person anzubrüllen. Wenn man tolerant ist, so zumindest nach meinem Verständnis, geht man weiter, verbindet aber keine oder kaum negative Gedanken mit dem Erlebnis. Anstatt sich über die Person innerlich aufzuregen, ist einem das Anrempeln vergleichsweise gleichgültig. Man wundert sich oder fragt sich, warum es zu dem Zusammenstoß gekommen ist. Der Punkt ist, dass man das Anrempeln trotzdem nicht in Ordnung finden darf. Die Frage ist, welchen Einfluss hat das auf den Alltag. So kann ein verpasster Bus manchen Menschen den kompletten Tag zunichtemachen. Dieser Ärger bekommt üblicherweise das Umfeld mit bzw. es hat einen – üblicherweise negativen – Einfluss auf das eigene Umfeld. Was ist aber, wenn man den Bus verpasst, sich überlegt, wie man dies das nächste Mal vermeiden kann und dann die Zeit bis zum nächsten Bus anderweitig nutzt. Das passiert selten, was schade ist. Wer also toleranter ist, der spaziert mit mehr Zufriedenheit durchs Leben und wird auch von seinem Umfeld positiver aufgefasst, was das eigene Umfeld wiederum positiver gestaltet. Eine Win-Win-Situation. Die eigene Meinung verliert man dadurch nicht.

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Was du heute kannst besorgen, das verschiebe stets auf morgen

„Treffen sich mittags zwei Beamten auf dem Flur. Fragt der eine den anderen: «Kannst du auch nicht schlafen?»“ – Humor gegenüber Beamten und ihrer Arbeitsmoral ist weit verbreitet. Dass das Phänomen der langsamen Behördenarbeit nicht nur in Deutschland auftritt, ist mir spätestens seit meinen diesbezüglichen Erfahrungen auf Reisen klar. Ein Beispiel gefällig?

Für einen zehnmonatigen Aufenthalt in Madrid benötige ich einen Bewohnerparkausweis. Ich recherchiere im Internet und mache mich auf den Weg in das Büro der Stadtverwaltung, welches für meinen Bezirk verantwortlich ist. In alter Behördenmanier muss ich natürlich erst mal warten und mir eine Nummer ziehen. Als ich endlich an der Reihe bin und mich mit gebrochenem Spanisch auf meiner Seite und gebrochenem Englisch auf der Gegenseite durchgekämpft habe, kommt die erste Enttäuschung: Ich muss ins Ausländeramt. Das ist natürlich nicht im selben Haus, sondern mehrere Kilometer entfernt. Nach einer halben Stunde U-Bahnfahrt stehe ich im nächsten Wartebereich. Wieder dauert es und als ich endlich drankomme, kommt das dicke Ding: Im Ausländerbüro spricht natürlich kein einziger Mitarbeiter Englisch! Und meine dürftigen Spanischkenntnisse reichen leider nicht aus. Immerhin ein Streifen am Horizont: Mit meinen Französischkenntnissen und Unterstützung durch Google Translate klappt die Verständigung dann doch noch. Leider bin ich aber laut den Mitarbeitern auch hier nicht richtig. Für die Beantragung des Bewohnerparkausweises soll ich auf eine Behörde weit außerhalb des Stadtkerns. Mir wird versichert, dass es dort klappen wird. Long story short: Auch dort bin ich falsch. Mir wird gesagt, ich solle mich wieder an die erste Stelle wenden und als ich dort bin, klappt es dieses Mal tatsächlich. Dass der Bewohnerparkausweis nur bis zum Jahresende gilt und ich die restlichen Monate erst im nächsten Jahr beantragen kann, wirkt dagegen schon wie ein viel kleineres Problem.

Was sind deine Erfahrungen mit Behördengängen im Ausland? Sind sie ebenso einseitig geprägt wie bei mir?

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Der Mensch ist ein Gewohnheitstier

Im Alltag ist regelmäßig die Rede von der „Macht der Gewohnheit“. Was ist damit gemeint, wieso sollte dich das interessieren und wie kann man diese „Macht“ für sich nutzen?

Viele – wenn nicht sogar der Großteil aller – Menschen haben im Alltag extrem viele Gewohnheitselemente. Schon beim Thema Essen fällt dies stark auf. Die ähnlichen Uhrzeiten zu denen man isst, die Anzahl der Mahlzeiten, was man isst, der Ort und die Art und Weise wo/wie man isst. Aber auch das Vokabular, die Arbeit, Gesten, Mimik und vieles andere gehört dazu. Nur selten und wenige fallen aus der eigenen Gewohnheit heraus und grüßen plötzlich anders, machen ab sofort immer einen Mittagsschlaf oder wechseln das Radio langfristig. Die Macht der Gewohnheit ist also eine Art „Kraft“ bzw. die Tatsache, dass Menschen wesentlich stärker dazu neigen, das, was sie bisher gemacht haben, so wie sie es bisher gemacht haben, weiter zu machen. Das Ändern des bisherigen Verhaltens und Denkens passiert kaum bzw. nur sehr langsam.

Wieso ist das gut zu wissen? Weil man sich dafür sensibilisieren kann! Man kann sein Augenmerk darauf richten und sich fragen, ob die Begründung, dass man etwas schon immer/lange so gemacht hat, ausreicht, um es weiter so zu machen. Wenn man zu sehr in eine automatische Schiene in so vielen Aspekten des Lebens verfällt, dann läuft man dabei Gefahr, bessere bzw. effizientere, spaßigere, profitablere Lösungen zu übersehen. Man kann immer im gleichen Supermarkt einkaufen gehen, weil man es so gewohnt ist, dabei kann es aber gut sein, dass einige Produkte im Supermarkt gegenüber günstiger oder frischer sind.

Es gibt jedoch auch die gegensätzliche Richtung, wie man die Macht der Gewohnheit nutzen kann. Wenn man etwas nicht gerne mag oder nicht kann, kann man dies leicht im Alltag einbauen und nach einiger Zeit wird es oftmals nicht mehr so schlimm sein oder gar leichter fallen. Natürlich hat diese „Methode“ Limits, aber die sind höher, als einige denken. Gute Einsatzgebiete hierfür sind Sport, Freizeitbeschäftigungen und Essen. Aber auch das Denken und Verhalten gegenüber anderen lässt sich damit gut kombinieren, auch wenn dies schwieriger ist, weil es mehr Aufmerksamkeit benötigt.

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Ein neues Reisejahr beginnt – also starte deine Reise zu kunterbunten Erinnerungen

Am Silvesterabend denkt jeder noch einmal über das vergangene Jahr nach – und am Neujahrstag dreht sich dann alles um die guten Vorsätze. Dabei ist Silvester eigentlich ein fließender Übergang. Von einer Sekunde auf die nächste gleitet man ins neue Jahr hinüber. Und mit dir deine Träume und Hoffnungen. Wie wäre es, wenn du das Jahr 2022 nicht von Wünschen, sondern Erinnerungen bestimmen lässt. Wir Menschen denken häufig zu kurzfristig. Das Wort Torschlusspanik ist viel zu vielen von uns ein nur allzu bekannter Vertrauter. Kurz vor dem Jahreswechsel spüren wir den Strom der Zeit häufig besonders stark. Und nach Neujahr versuchen wir alles, um dieses Gefühl wieder im Alltagsstrudel untergehen zu lassen. Echtes Glück liegt jedoch im Moment – und zu jedem Moment gehört die Vergangenheit genauso wie die Zukunft. Dein Leben ist untrennbar mit vergangenen Erfahrungen und zukünftigen Hoffnungen verflochten. Warum also nicht einmal vorplanen und schon jetzt an spätere Erinnerungen denken. Mit einem neuen Jahr erwarten dich 365 neue Chancen für unvergessliche Erinnerungen. Welche Erinnerungen sollen dich 2023 durch den Silvesterabend begleiten?

Ich persönlich träume von folgenden Erinnerungen: Wenn das Jahr 2023 beginnt, hoffe ich auf ein kunterbuntes und fröhliches Jahr. Ich möchte viel lachen, Zeit mit Freunden und der Familie verbringen und jede Menge Reisegeschichten erzählen. Mit einem Lächeln will ich zurückdenken an wertvolle Erfahrungen und Lektionen, die nicht wehtun. Ich will wachsen, mich selber ins Herz schließen und mich dem Leben öffnen. Mit jedem Tag möchte ich Erinnerungen schaffen, die ich gerne behalte. Erinnerungen, die Glück bedeuten und mir, meinen Mitmenschen und der Welt guttun. Denn so darf ein Jahr gerne zu Ende gehen. Die Zeit vergeht, das ist eben so – wir müssen sie auskosten!

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#371 Zeit ist Geld: Gutscheinedition

Ich bekomme eine E-Mail. Ein 10 € Gutschein für einen Versandhandel bei dem ich ein Konto besitze und die Konditionen sind ausnahmsweise derart gut, dass der Einkaufswert nicht einmal über dem Gutscheinwert liegen muss. Da beiße ich ausnahmsweise mal an!

Ich rufe also die Webseite des Versandhändlers auf und mache mich gleich auf die Suche nach etwas Nützlichem. Ich will doch demnächst wieder wandern oder skifahren gehen. Generell fehlt mir noch so einiges an Sportbekleidung. Die 10 € werden da bloß nicht lange reichen… Ich beschränke mich also auf Sportunterwäsche. Boxershorts, mittlere Größe und für den Sport geeignet. Ich lese noch schnell einen Artikel über die verschiedenen Materialen und entscheide, dass eine Kunstfaser am sinnvollsten wäre – ich möchte, dass die Shorts möglichst schnell trocknen. Schnell beschränke ich noch den Preis damit ich höchstens ein bisschen draufzahle und bekomme schon eine kleine Auswahl an passenden Artikeln angezeigt.

Die einen gefallen mir nicht von der Farbe, die anderen sind komisch geformt aber ein Modell sagt mir auch besonders zu. Ich klicke drauf und probiere herauszufinden, um welches Material es sich handelt. Ach schade, leider nur Baumwolle und damit für meinen Zweck nicht besonders gut geeignet. Auf zum nächsten Artikel! Leider merke ich schnell, dass mein Anliegen bei diesem Anbieter nicht besonders gut abgedeckt ist. Es bleibt am Ende genau ein Paar Unterhosen übrig, das meinen Kriterien entspricht. Eines reicht aber auch – ich habe ja eh nur einen 10€ Gutschein! Also schnell angemeldet, in den Warenkorb gelegt und beim Checkout kommt dann die Enttäuschung: Es handelt sich um einen Artikel aus dem „Marketplace“, das bedeutet, dass der Artikel nicht direkt vom Versandhändler vertrieben wird, sondern von einem Verkäufer, der nur die Internetwebseite gegen eine Provision mitbenutzen kann. Das Problem dabei? Ich kann bei externen Verkäufern meinen Gutschein nicht einlösen!

Etwas genervt entschließe ich mich, stattdessen nach Socken zu suchen. Auch hier das gleiche Spiel. Der eigentliche Händler hat nur wenige Sportsocken im Sortiment und leider keinen der in meinem Preissegment liegt, gut genug aussieht und meinen Ansprüchen genügt. Der einzige infrage kommende Artikel ist äußerst schlecht bewertet. So langsam raufe ich mir die Haare. Wie lange suche ich jetzt nach einer Möglichkeit zehn geschenkte Euro auszugeben? Macht das überhaupt noch Sinn?? Ich ziehe einen Schlussstrich und frage kurzerhand meine Freundin nach einer spontanen Idee. Sie nimmt mir den Laptop aus der Hand, scrollt durch die Übersicht aller Sportartikel und schlägt mir spontan Flipflops vor. Das Ende vom Lied? Für den unschlagbaren Preis von 99 Cent sind ein Paar Markenflipflops auf den Weg zu mit nach Hause. Abgesehen von dem Aspekt, dass das definitiv kein gutes Geschäft für den Verkäufer war, war es für mich leider auch nicht lohnend. Ich bin etwas genervt und habe eine knappe halbe Stunde verschwendet. Ist es das wirklich wert? Nächstes Mal denke ich darüber besser vorher nach!

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Reisen

#370 Im Auto übernachten – bei Minusgraden!

Den Tag über auf der Piste verbringen, ein Skiwasser auf der Hütten zusammen mit einem deftigen Kaiserschmarrn genießen. Sich die Sonne ins Gesicht strahlen lassen, währen man im Sessellift auf die nächste großartige Abfahrt wartet. Und danach ab ins warme Hotelzimmer oder die gemütliche Ferienwohnung! Tja, … was ist, wenn man diese Option aber gar nicht hat und man sich auf eine Nacht im Auto freuen muss? Ein Ausflug in unbekannte Gefilde!

Seit das Auto meiner Freundin und mir einen kleinen Umbau im hinteren Teil durchmachen musste, vergeht kein Jahr mehr, in welchem der kleine Flitzer nicht mit uns die Welt erkundet – und das auch mal auf ausgewachsenen Offroad-Strecken. Diese genialen Surfer-Strände liegen teils einfach verdammt abgelegen… Aber was er auch immer öfter mitmachen muss: Übernachtungen, die leider nicht mehr in den warmen Sommermonaten stattfinden.

Unsere erste solche Erfahrung machen wir im winterlichen Tschechien: Anfang Dezember. Tagestiefsttemperatur unter 0° C. Die erste Nacht steht bevor. Wie haben wir uns darauf vorbereitet und welche Tipps würden wir den Waghalsigen auf den Weg geben, die sich für denselben Pfad entscheiden?

Erst einmal zur Vorbereitung. Wir kaufen uns die dicksten Schlafsäcke, die wir finden können ohne ein Vermögen hinzublättern. Es werden also 0°-Schlafsäcke von einem bekannten Sportgeschäft. Für meine besonders eisige (zum Glück nur außen!) Freundin gibt es obendrauf noch eine Einlage für den Schlafsack. Diese soll die mobile Schlafdecke auch für noch tiefere Temperaturen angenehm machen. Ich verzichte darauf, da ich beim Schlafen auch sonst zu kälteren Decken tendiere. Für den Notfall nehmen wir beide noch Skiunterwäsche für die Nacht mit. Für das Aufwärmen vor und nach der Nacht kommt noch ein Gaskocher und Tee mit ins Gepäck.

Das Resultat? Gar nicht mal so schlimm! Bevor wir bei unserem Schlafplatz ankommen, haben wir glücklicherweise noch einmal so richtig die Heizung im Auto aufgedreht – das hat den entscheidenden Vorteil gebracht. Morgens ab vier wurde es aber trotzdem ziemlich kalt. Da hat der Tee direkt nach dem Aufstehen wirklich Wunder getan. Ratschläge? Plant nicht zu viele solcher Nächte ein! Es geht ein paar Mal, aber gerade wenn man tagsüber auf der Piste war, ist man über eine warme Nacht froh! Und man hat auch einen Platz um die Schuhe und Schneekleidung wieder zu trocknen und zu wärmen. Wenn du wirklich zum winterlichen Draußenschläfer mutieren möchtest, solltest du über einen Campervan oder ein Wohnmobil nachdenken – am besten mit Dämmung und Standheizung. Da kann ein normales Auto leider einfach nicht mithalten.

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Reisen

#369 Warum die Off-Season die beste Reisezeit ist?

Worum geht es mir beim Reisen? Ich möchte am liebsten Orte authentisch erkunden. Zufällig mit den Einheimischen ins Gespräch kommen. Komisch angeschaut werden, wenn ich im Winter in Südafrika immer noch in kurzen Hosen herumlaufe, während alle Einheimischen sich in dicke Winterjacken kuscheln. Menschenleere Strände. Urlaub der nicht so viel kostet, damit man umso öfter die Zeit weg von daheim genießen kann.

Beim Lesen wird es den meisten schon aufgefallen sein. Ich liebe es, wenn keine Heerscharen an Touristen, meine Reiseziele durchfluten. Deswegen reise ich fast nie in der Hauptsaison und halte mich zumindest an die Neben- oder noch besser an die Zeit davor/danach –  die Off-Season!

Die Preise der Unterkünfte und Mietwagen fallen auf das Jahrestiefsttniveau, die typischen Tourischuppen haben schon längst zu gemacht und die Gassen, Straßen und Strände werden nur noch von Einheimischen frequentiert. Das Leben der Einheimischen floriert und auch Orte, die sich ansonsten vor Touristen nicht mehr retten können, erstrahlen wieder in einer authentischeren Version ihrer selbst.

Ganz besonders schön sind Reisedestinationen deren Off-Season nicht bedeutet, dass man die begehrten Attraktionen missen muss. Hier ist es wichtig, sich im Vorhinein zu erkundigen. In Ländern wie zum Beispiel Griechenland kann es gut vorkommen, dass berühmt berüchtigte Touristenattraktionen nur in der Hauptsaison offen haben und danach verrammelt werden. Bei niedrigen Temperaturen immer nur aufs Meer schauen können und nicht mehr darin herumtoben? Ist leider auch nicht immer das Wahre! Zum Glück gibt es eine Vielzahl an Reisezielen, die einem das alles auch bieten können, wenn die Touristenströme langsam abreisen. Man muss nur ein wenig suchen und vor allem für sich klären, was einem wichtig ist! Was aber auch einem jeden klar sein muss, der sich auf eine Reise in die Nach- oder Vorsaison macht: Die Orte können oft deutlich schwerer bereist werden. Denke daran, die typischen Läden und Einrichtungen, die auf Touristen abzielen, sind oft schon geschlossen! Dazu gehören leider auch WCs und Bars, ein paar Buslinien oder die Touristenauskunft. Für mich persönlich gleichen die Vorteile das zwar mehr als aus, aber trotzdem solltest du dir dessen bewusst sein. Immer noch interessiert? Wie wäre es dann mit einer Reise zum Reinschnuppern und Wohlfühlen?

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Reisen

#368 Die geheimnisvolle Welt unter Mallorca

Mallorca: Sonne, Strand und Meer – auch ja, auch noch Party, Party, Party – so oder so ähnlich sind doch die ersten Assoziationen von allen, die noch nie auf der lieblichen Mittelmeerinsel eine wunderschöne Zeit genießen durften.

Aber Mallorca ist glücklicherweise noch viel mehr als das! Man kann Wandern – hier seien auch die fantastischen Fernwanderwege GR 221 und GR222 erwähnt – man kann die kulinarischen Highlights der Insel erleben, in romantischen Finkas dem Leben der Einheimischen näher kommen oder unzähligen Aktivitäten fröhnen: Schnorcheln, Tauchen, Bootstouren, Fallschirmspringen, Radfahren, Klettern, Canyoning, und und und. Und was gibt es noch? Höhlen! Mallorca bietet nicht nur ein oder zwei, sondern eine Vielzahl an kleinen, großen und riesigen Höhlen. Kein Wunder also, dass ich mir dieses Erlebnis nicht entgehen lassen möchte.

Ich recherchiere im Internet und finde gerade auf den Karten von Open Street Maps unzählige Höhleneingänge. Ich konzentriere mich vor allem auf den Bereich zwischen der Cala Romantica und der Cala Varques im Osten der Insel und werde bald fündig. Ein Blog hat jede Menge Erfahrungsberichte zu den verschiedenen Höhlen in Petto und auch eine wissenschaftliche Publikation mit Skizzen der Höhlen ist bald gefunden. Zwar ist leider alles auf Spanisch, aber für den Großteil reichen meine dürftigen Spanischkenntnisse aus. Die Höhlen bei denen es Abseil-Ausrüstung oder Neoprenanzug braucht, schließe ich von Anfang an aus. Ebenso die, die sich in Privatbesitz befinden oder durch Metallgitter verschlossen sind – darunter fallen leider auch die drei wichtigsten Höhleneingänge, die zusammen das größte Höhlensystem der Insel bilden. Trotzdem bleiben ein knappes Dutzend Höhlen noch übrig.

Am nächsten Tag mache ich mich auf in Richtung Cala Varques – auf dem Weg habe ich mir die vielversprechendsten Höhlen markiert und Suche mit Hilfe des Handy-GPS nach den Eingängen. Und tatsächlich! Bald habe ich den ersten Höhleneingang gefunden! Bewaffnet mit Handy und Taschenlampe wage ich mich ins Innere. Die Decke hat weder Risse, noch liegen größere Steine auf dem Boden herum – ein gutes Zeichen! Die Höhle ist größer als erwartet und in einem durchgängig guten Zustand und vor allem komplett eben. Keine plötzlichen Abbruchkanten, keine unüberwindbaren Stufen. Dafür aber faszinierende und gut erhaltende Stalaktiten und Stalagmiten, wundersame Gesteinsformationen und absolute Stille – nur das Rauschen des Meeres, das durch den Eingang eindringt, wird von den Höhlenwänden zurückgeworfen. Nach etwa zwanzig Metern erreiche ich das Ende der Höhle und damit auch das Ende meiner unterirdischen Expedition – meine Freundin möchte endlich den herrlichen Strand der Cala Varques genießen. Für mich steht fest: Die nächsten Tage werden noch mehr Höhlen unsicher gemacht!

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Beruf Technik

#367 Von unterwegs aus arbeiten – so einfach war es noch nie

„40GB Jahres-Datenvolumen? Das ist doch viel zu viel?!“ Das sind meine ersten Gedanken als ich von dem Angebot eines bekannten, deutschen Discounters höre. Dazu aber eine SMS- und Allnet-Flat und alles für ungefähr 100 Euro pro Jahr? Das hört sich doch nach einer eindeutigen Verbesserung zu meinem bisherigen Tarif an. Zugegeben, der aktuelle Tarif ist völlig unterdimensioniert. Eine Festnetzflat, kostenlos ins Handynetz des Anbieters telefonieren und lediglich 100MB Datenvolumen pro Monat – das ganze zwar für umsonst, aber trotzdem ist es ziemlich mager.

Durch veränderte Ansprüche meiner Arbeit, einem neuen Handy – das sich nach mobilen Daten sehnt – und dem Wunsch künftig nicht mehr aufzupassen, wie lange ich telefoniere, entscheide ich mich nach einigem Hin und Her für das Angebot.

In den ersten Monaten bin ich noch sehr stark an meinen alten Tarif gewöhnt. Ich verbrauche pro Monat immer maximal 200MB Daten, aber die Allnetflat ist dafür schon stark in Gebrauch. Dann kommt der erste richtige Einsatz der 40GB: Ich bin auf Geschäftsreise, habe meinen Laptop dabei und kein kostenloses WLAN-Netzwerk ist in Sicht. Zeit den mobilen Hotspot zu verwenden! Die ersten Sekunden sind faszinierend – die Internetverbindung läuft komplett flüssig und dass obwohl alles über das Handy geschickt wird? Unglaublich! Und zum Glück Realität. Die Arbeit geht ohne Zwischenfälle von der Hand und schon ist die erste Arbeitsstunde verstrichen. Das Resultat? Ich möchte meine mobilen Daten nicht missen!

Auch in den nächsten Monaten wächst mir mein mobiler Datenknoten immer weiter ans Herz: Allnet-flat und mobiler WLAN-Hotspot dank EU-Roaming auch aus dem Ausland heraus. Schnelle Verbindungsraten in ländlichen Gebieten. Wartezeiten werden zu Arbeitszeit. Eine Besonderheit des Tarifs: Man kann sich das Datenvolumen über das Jahr hinweg komplett individuell einteilen. Das war noch ein besonderer Pluspunkt für mich, da ich Zeiten habe in denen ich in bekannten Gefilden unterwegs bin und ein monatliches Datenvolumen lange nicht aufbrauchen würde – und dann gibt es Wochen in denen fast alles über den Hotspot abläuft. Und die 40GB? Die werden trotzdem nicht knapp. Nach etwa sechs Monaten Nutzung sind immer noch knappe 30GB übrig. Gerade wegen Corona war ich dann wohl doch seltener unterwegs als geplant.

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Reisen

#366 Fat-Biken in Finnland

Vor ein paar Jahren war ich für eine gute Winterwoche in Finnland. Neben einem Roadtrip an den Polarkreis – das Auto brauchte selbstverständlich Spikes – einer ausführlichen Fahrt auf den Schneemobilstraßen von Rovaniemi und Langlaufen im finnischen Winterwunderland, stand auch eine ungewöhnliche Aktivität auf der TODO-Liste: Fat-Bike fahren!

Was ist das überhaupt, ein Fat-Bike? Ein Fat-Bike ist ein modifiziertes Mountainbike – der Name kommt von den auffälligen, extra breiten, „fetten“ Reifen. Zusammen mit zwei Freunden gehen wir in Rovaniemi in die nächste Fahrradvermietung und werden sofort fündig – kein Wunder! Bei den winterlichen Verhältnissen hat man es mit einem normalen Fahrrad außerhalb der Hauptwege auch verdammt schwer. Für jeweils 25€ gehören uns die Fate-Bikes für die nächsten drei Stunden. Und auf damit in den Tiefschnee!

Auch wenn die Langläufer direkt über das Eise des breiten, zugefrorenen Kemijoki gleiten, überqueren wir den Fluss doch lieber über die Brücke und machen uns auf den Weg zum Ounasvaara – ein etwa zweihundert Meter Hügel direkt neben der Stadt. Gleich hinter dem Fluss wird der Schnee immer unberührter und ans Bergauf fahren durch den Schnee ist gar nicht erst zu denken. Wir halten uns erst einmal an die (schneebedeckte) Straße und sind nach einer guten halben Stunde oben angekommen. Wir genießen den Blick auf das in Schnee getauchte Tor zu Lappland – so wird Rovaniemi auch genannt – und wärmen uns erstmal mit heißen Getränken wieder auf.

Runterwärts fängt der Spaß dann richtig an – wir entscheiden uns für einen kleineren Spazierweg und fegen durch den kniehohen Schnee. Dank der dicken Reifen schwimmt man deutlich mehr auf, als mit einem normalen MTB. Die Kurven stellen trotzdem eine gefährliche und äußerst rutschige Angelegenheit dar. Das Highlight des Tages befindet sich am Ende unseres Weges: ein hügeliger Abschnitt bei dem man immer wieder ein paar Sprünge hinlegen kann! Die ersten Versuche sind noch zaghaft, aber schon bald haben wir den Dreh raus. Auch wenn die Landung immer eine brenzlige Sache bleibt, macht es unglaublich viel Spaß und auch wenn es zu einem Sturz kommt – der Schnee federt das Gröbste ab!

Das Fat-Bike Abenteuer war auf jeden Fall ein großer Erfolg und ich kann ohne Bedenken eine klare Empfehlung zum Nachmachen aussprechen! Der Schnee macht es zwar zum einen rutschiger sowie anstrengender aber zum anderen wird das Fahrradfahren ein echter Adrenalinkick und ein unvergessliches Winterwunder.

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Lifestyle

#365 Was du vor deinem ersten Yoga-Retreat wissen solltest

Yoga. Was ist das eigentlich? Klar, wirklich jeder hat schon einmal davon gehört. Aber viele – bis vor einigen Wochen gehörte auch ich dazu – haben keine wirkliche Vorstellung was das ist. „Irgendwas mit Gymnastik und lustigen Namen oder?“ Auch wenn das mit den lustigen Namen teilweise stimmt – man nehme zum Beispiel den „herabschauenden Hund“ – ist Yoga noch deutlich mehr.

Durch einen günstigen Zufall bin ich in einen Yoga-Wochenend-Workshop hineingestolpert. Es ist mein Erstkontakt. Anfangs bin ich zwar noch ein bisschen überfordert, da die restlichen KursteilnehmerInnen bereits Vorwissen mitbringen, aber das ergibt sich schnell. Im Wesentlichen orientiere ich mich am Anfang besonders stark an der Yoga-Lehrerin und schaue mir auch ein paar Details bei meiner Nachbarin ab. Die verschiedenen Positionen zwischen denen gewechselt wird, lerne ich glücklicherweise relativ bald und schneller als ich schauen kann, ist die erste Yoga-Stunde meines Lebens schon vorbei.

Als ich wieder zurück auf meinem Hotelzimmer bin, fühle ich in meinen Körper hinein. Was hat sich verändert? Wie fühle ich mich? Entspannt. Ja, entspannt ist definitiv das Hauptgefühl, aber auch ein wenig erschöpft. Auch wenn die einzelnen Positionen meist nicht anstrengend sind, bemerke ich trotzdem ein paar müde Muskeln. Am meisten gefällt mir, wie ruhig ich mich in meinem Körper fühle – ich bin in meiner Mitte. Das ständige, kontrollierte Atmen während der Yoga-Stunde und entspannende Musik dazu haben Ihren Zweck erfüllt. Ich bin gespannt, wie es mir nach den insgesamt fünf Stunden Yoga gehen wird.

In den Wochen nach dem Workshop haben sich ein paar der Positionen in meinen Alltag hineingeschmuggelt. Liege ich morgens noch faul im Bett, mache ich zwei, drei Yoga-Positionen und schon geht das Aufstehen leichter von der Hand. Habe ich nach einer Nacht auf einer durchgelegenen Matratze Rückenschmerzen hilft mir die „aufschauende Kobra“. Auch wenn ich noch kein begeisterter Yogi bin, hat mich die neue Erfahrung definitiv bereichert. Ich bin gespannt, ob mich Yoga auch langfristig begleiten wird.

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Beruf

#364 Gestrandet im Wörtermeer

Gestrandet! Nein, zum Glück nicht völlig ohne Mittel auf einer menschenleeren Insel mitten im Nirgendwo. So verzwickt ist die Lage zum Glück dann doch nicht! Ich bin gestrandet in meinem eigenen Kopf. Der Tag ist eher diesig und Wolken bedecken den Himmel. Ein perfekter Tag um in einen dicken Pulli gekuschelt, kreative neue Artikel zu schreiben! Pustekuchen, im Kopf schwirren zwar allerlei Ideen aber keine finde ich richtig überzeugend. Na gut – erst einmal das Lied wechseln und dann fällt mir was ein… Vielleicht lese ich dazwischen noch diesen interessanten Bericht über X, Y oder Z. Die erste halbe Stunde meines eigentlichen Produktivtages ist bereits verstrichen und das Dokument enthält immer noch wie viele Zeichen? Genau, Null!

Dann kommt mir eine Idee. Keinen Plan zu haben ist doch auch etwas. Schreib doch einfach mal drauf los, wispert eine Stimme im hintersten Winkel meines Kopfes. Das ist doch Quatsch – was soll da schon Gutes herauskommen? Naja, aber besser als Rumsitzen ist es dann doch. Und tatsächlich: Nach ein paar Minuten falle ich in die gewohnte Schreibroutine. Die Musik rückt immer weiter in den Hintergrund und auch wenn ein Lied kommt, das mir so überhaupt nicht liegt, fällt es mir gar nicht mehr auf. Die Worte purzeln nur vor sich hin und ich merke, dass es nicht immer einen Masterplan geben muss – ein Gedanke, der nicht wirklich zu mir passt.

Was kann einjeder davon lernen? Wenn auch du bei der Umsetzung einer deiner Projekte hängst: Versuche deinen Kopf auszutricksen! Probiere es wie ich und sieh, ob es dich genauso weiterbringt. Aber erzwinge es nicht. Wenn es so überhaupt nicht funktionieren will, nimm lieber ein, zwei Tage Abstand und mache danach weiter.

Zum Glück kann ich dieses Mal einer größeren Schreibblockade gekonnt ausweichen – der wolkenverhangene Tag bleibt nicht ungenutzt und ich bin froh mein Vorhaben umsetzen zu können. Nur eine kleine Träne verbleibt – die Wolkentürme hätten auch eine klasse Fotomotiv für eine HDR-Aufnahme hergegeben!

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Australienliebe Reisen

#363 Schlafen im Four Wheel Drive

Im Zuge der Planung meiner nächsten Australienreise kam mir folgende Frage: Wo schlafe ich am besten, wenn ich mehrtägige Offroad-Touren fernab jeglicher Zivilisation unternehme? Tja, ehrlich gesagt eine ganz schön gute Frage. Mehrere Optionen sind denkbar:

Option 1: Zelten
Klar, die offensichtliche Möglichkeit. Aber Zelten im Outback ist zuweilen auch recht unpraktisch. Der Boden ist oft von Steinen übersäht und da sind ja dann auch noch die ein, zwei…hundert giftigen Tierarten in Australien!

Option 2: Dachzelt
Das Dachzelt, engl. rooftop tent, ist die Alternative zum Zelten am Boden. Es gibt mehrere Vorteile: Alles was kreucht und fleucht befindet sich jetzt einige Meter weiter unten und du genießt ungestörte Nächte. Zweitens ist das Zelt meist sehr schnell aufgebaut und wird nicht vom Boden verschmutzt. Aber die Nachteile lassen natürlich auch nicht auf sich warten: Das Autodach muss das Zelt aushalten und beinahe ausnahmslos muss natürlich ein Dachträger installiert sein. Dazu kommt, dass das Dachzelt wertvollen Platz auf dem Autodach einnimmt und natürlich wäre da noch der nicht unerhebliche Preis.

Option 3: Bett im Auto
Die Backpacker-Alternative beim Reisen: Einfach die Rückbank ausbauen oder umklappen und ein Bett auf Höhe des unteren Rands der Fenster einbauen. Darunter gibt es immer noch eine Menge Stauraum und wer ein bisschen handwerkliches Geschick aufweist, kann ein intelligentes Sortiersystem und einen ausziehbaren Tisch realisieren. Auch schon gesehen: ein ausziehbares Bett – bei gutem Wetter direkt unter den Sternen schlafen. Klingt toll oder? Aber auch hier gibt es natürlich ein paar Nachteile: Der Platz im Auto wird massiv beschränkt. Beim Schlafen hat man nicht besonders viel Platz – man kann vor allem nicht aufrecht sitzen. Aufstehen und sofort losfahren? Geht leider auch nicht. Wer die Nacht schon einmal im Auto verbracht hat, kennt das Problem: Die Scheiben sind total beschlagen!

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Technik

#362 Verloren im Digitalwahn

Der Hauptgrund warum ich dem Medium Fernsehen seit meiner Kindheit den Rücken gekehrt habe, ist das Problem mit der Werbung. Sie kommt immer, ist viel zu lang und man weiß nicht wann das Programm oder der Spielfilm weiter geht. Nachrichten beziehe ich aus dem Internet und Filme gibt es an jeder Ecke. Das immer größer werdende Problem dabei? Die Werbung verbreitet sich auch im Internet immer weiter und ist mittlerweile auch auf kleinen Blogs, in Foren und im hintersten Winkel angekommen.

Zum Glück gibt es dagegen ein einfaches sowie wirksames Mittel: Ad-Blocker! Das Problem mit der Werbung? Ad-Blocker blocken auch nicht alles und die Werbebranche wird leider auch immer kreativer: Bei Amazon Prime darf man sich an Trailern vor jedem Film erfreuen, ganze Texte sind provisionsbasiert oder die Werbung ist gleich direkt im Video enthalten.

Vor ein paar Tagen ist mir aufgefallen: Das Internet ist noch schlimmer als das Fernsehen geworden – und das liegt nicht nur an der Werbung! Langsam kenne ich keinen Ausweg mehr. Überall gibt es aufmerksamkeitserregende Pop-Ups, Kurzvideos oder Einblendungen. Dazu noch Cookie-Hinweise, Newsletter-Angebote und Einblendungen von Sozialen Medien. Die Texte wollen verkaufen, weiterleiten und konvertieren. Das Internet wird immer mehr zu einer Zeit-Vernichtungsmaschine. Für mich ein No-Go.

Es ist also Zeit meinen Konsum der Digitalgüter zu überdenken. Gar nicht so einfach, wenn man hauptsächlich am PC arbeitet. Trotzdem fühlt es sich richtig an. Überhaupt stelle ich fest, dass ich viel zu viel Zeit vor dem Bildschirm verbringe – immerhin nicht auf Facebook und Instagram aber trotzdem zu viel. Es gibt einfach an jeder Ecke Ablenkung. Mein Handy ist glücklicherweise bereits seit über einem Jahr gesäubert. Alles Unnötige ist deinstalliert, sogar nervende Systemapps habe ich mithilfe der AndroidDebugBridge entfernt. Mein Umgang mit dem Handy hat sich seitdem deutlich gebessert. Beim PC bin ich leider noch nicht so rigoros vorgegangen. Höchste Zeit dies zu ändern!

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Beruf

#361 Mission Impossible: Bankkonto

Im Rahmen meiner Berufstätigkeit steht die Eröffnung eines neuen Bankkontos an. Eigentlich doch keine große Sache oder? Ich rufe bei meiner Hausbank an und frage nach, ob ich ein weiteres Konto eröffnen kann. Klar, kein Problem: Einfach Papiere ausfüllen und in den Briefkasten einwerfen. Soll auch insgesamt nur maximal eine Woche dauern. Ich warte also auf die Vertragspapiere, zwei Tage später landen sie in meinem Briefkasten. Ich fülle alles aus, fahre schnell bei der Filiale vorbei und schmeiß das Couvert direkt ein. Das große Warten beginnt!

Die erste Woche verstreicht. Die zweite Woche verstreicht. Immer noch nichts. Der erste Anruf – leider werde ich trotz Durchwahl zu meiner Beraterin in die Hotline weitergeleitet. Dort erstmal die große Ernüchterung: Der Antrag ist noch nicht einmal eingetragen. Na gut – dauert wohl doch länger? Die dritte Woche verstreicht. Jetzt ist aber bestimmt war passiert oder? Ich logge mich ins Online-Banking-Konto ein – keine Änderung… Die Hotline kann immer noch nicht helfen – sie haben keine Möglichkeit den Bearbeitungsstand einzusehen, aber können mir gerne einen Telefontermin mit meiner Beraterin vereinbaren. Natürlich nicht heute am Freitag, aber wie wäre es denn mit nächster Woche Dienstag? Zähneknirschend stimme ich dem Terminvorschlag zu.

Neue Woche, neues Glück? Das Telefonat ist kurz – sie könne den Antrag nicht selbst bearbeiten, aber werde der zuständigen Stelle melden, dass die Angelegenheit dringlich sei. Das Konto soll noch heute oder spätestens bis zum morgigen Abend eröffnet und im Online-Banking verfügbar sein. Zwei Tage später – immer noch nichts Es ist doch zum verrückt werden! Die Hotline kann weiterhin nicht helfen – keine Einsicht möglich – mutmaßt ins Blaue hinein, dass etwas fehlen würde und empfiehlt noch ein paar Tage vergehen zu lassen. Klar – ist langsam absolut keine Eile vonnöten…

Nach dem nächsten Termin mit der Beraterin wird klar: Hätte ich den Antrag doch lieber direkt in die Hauptfiliale der Bank geschickt. Entgegen der anfänglichen Aussage, wurde mein Antrag erst einmal weitergeleitet, bevor er bearbeitet wurde. Ankunftsdatum laut System? 20 Tage nach dem Einwurf. So langsam überrascht mich leider nichts mehr.

Mittlerweile sind vier Wochen vergangen – die Hotline muss wieder herhalten und diesmal bin ich ziemlich deutlich, dass ich das Gebaren absolut nicht in Ordnung finde und erkundige mich nach Auswegmöglichkeiten, wie ich vielleicht doch noch an mein Konto kommen könne. Die gibt es natürlich nicht und ich werde wieder an meine Beraterin verwiesen – Termin für übermorgen. Am nächsten Tag eine unerwartete Überraschung – ein Anruf aus der Hauptfiliale: Das Konto ist nach über einem Monat seit dem Einwurf endlich eröffnet! Zwar wurde dabei der Online-Banking-Zugang vergessen, aber das lässt sich dann glücklicherweise am nächsten Tag mit der Beraterin lösen. Ende gut, alles gut? Naja, ich weiß ja nicht.

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Australienliebe Reisen

#360 Reiseplanung: Offroad durch Australien

Die Pläne für meine zweite Australienreise stehen. Naja, immerhin fast. Wann genau soll es losgehen? Wie lange dauert die Reise? Wohin geht der Flug? Ehrlich gesagt. Kein Plan! Aber – und das ist ein großes ABER: Der Plan ist besiegelt und nimmt langsam aber sicher Realität an! Dieses Mal soll es wesentlich länger dauern – 10 Wochen Australien kann ja jeder. Diesmal sollen es um die sechs Monate werden! Irgendwann im Sommer (bzw. dortigen Winter) soll es losgehen. Und sofort fängt das große Träumen an…

Ich checke bereits Preise, google nach den besten Geheimtipps und fange mit der Routenplanung an. Ich kann es überhaupt nicht mehr erwarten. Die ganzen Bilder und Eindrücke denen ich ausgesetzt bin, machen es nicht gerade besser. Schon bei meiner ersten Reise durch Australien war ich einfach begeistert. Damals war ich allerdings in der Mobilität stark eingeschränkt: Mit dem australischen Busunternehmen Greyhound erkundigte ich die Ostküste und war ansonsten nur zu Fuß unterwegs – okay, der Segeltörn zu den Whitsunday Islands mal ausgenommen. Dieses Mal ist aber endlich auch der Rest dran und dafür will ich mir definitiv den Luxus eines Allradantriebs leisten, damit auch die entlegensten Winkel nicht vor mir sicher sind.

Mit dem Four Wheel Drive quer durch das australische Outback. Gibt es etwas Besseres?! Ich bin zwar bereits heute ein begeisterter Offroad-Fahrer, aber leider muss ich mich bisher auf einen stinknormalen 2Wheel Drive beschränken. Damit ist zwar auch schon eine Menge drinnen, aber wenn man mal im Land der Offroadpisten ist, will man dann doch das echte Erlebnis genießen! Was ich aber auch merke: Die Suche nach dem richtigen fahrbaren Untersatz wird eine echte Herausforderung. Ich kenne mich bisher einfach nicht zu gut auf dem Themengebiet aus und weiß noch nicht genau, welches Auto für meine Ansprüche nicht ausreicht. Aber eins ist sicher. Die Tage zu meinem ersten, eigenen Forwheeler sind angezählt!

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Reisen

#359 Corona-Lockdown in Österreich: Reisen noch möglich?

Heute morgen wurde es beschlossen: Österreich ist ab nächstem Montag für die nächsten zwanzig Tage im Lockdown – für alle, also auch die Geimpften, nachdem der Lockdown für Ungeimpfte schon letzten Montag beschlossen wurde! Was bedeutet das für Reisen in und nach Österreich?

Die Grenzen sind zwar weiterhin geöffnet, aber im Land darf man zwischen 0 und 24 Uhr – sprich den ganzen Tag – nicht aus dem Haus gehen, wenn es sich nicht um wichtige, unausweichliche Aktivitäten handelt: z.B. Einkaufen, Arbeiten und unaufschiebbare Arzttermine. Auch das Geschäftsleben wird stark eingeschränkt. Die ab dem 8. und 15.11. bereits verschärften Regelungen bezüglich der Maskenpflicht und 3G-Pflicht am Arbeitsplatz wurden erweitert. Es gilt nun FFP2-Maskenpflicht in allen geschlossenen Räumen und auch geimpfte Mitarbeiter müssen Maske tragen. Hotels, Restaurants und Freizeiteinrichtungen müssen schließen und bleiben voraussichtlich bis zum Ende des Lockdowns geschlossen. Eine Sondierung nach zehn Tagen Lockdown könnte eventuelle Lockerungen mit sich bringen. Das bedeutet, dass bis auf weiteres Reisen nach Österreich unserer Meinung nach nicht besonders sinnvoll sind und eine Urlaubsreise so gut wie unmöglich. Das Land befindet sich in einem Ausnahmezustand. Die 7-Tages-Inzidenz liegt derzeit bei fast 1000 pro 100.000 Einwohner. Regional bei über 2000.

Der Lockdown für Ungeimpfte wird im Übrigen nicht am 12. Dezember vorüber sein, sondern weiter andauern. Sogar eine Impfpflicht ist für den 1.2.2022 geplant. Die Impfauffrischung wird nach 4 Monaten empfohlen (in Deutschland derzeit nach 6-7 Monaten) und die Impfung soll ab dem 1. Februar nicht mehr anerkannt werden, wenn keine Auffrischung nach sieben Monaten nach dem zweiten Stich erfolgt. Österreich macht klar: Corona wird nicht vorübergehen – die Impfung und folgende Auffrischungen sind unausweichlich.

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#358 Wie Australien zu seinen Namen kam

Vielen ist der rote Kontinent bekannt, die meisten sind von ihm begeistert aber nur manche haben auch das Glück das riesige Land Down Under zu besuchen. Das Australien nicht gleichzusetzen mit Down Under ist, habe ich allerdings auch erst im Zuge der Recherche zu diesem Artikel erfahren. Wer auf Reisen durch das Land ist, wird nicht sofort darauf kommen, warum man Australien Down Under nennt – und eben nicht nur Australien – sondern auch die umliegenden Inseln im Südpazifik. Abgeleitet wird Down Under davon, dass die Staaten komplett unterhalb, sprich „down under“, des Äquators liegen. So einfach ist es eigentlich.

Nun aber zurück zu Australien. Auch der Begriff Australien ist nicht so selbstverständlich, wie man meine könnte. Der politisch korrekte Name Australiens ist nämlich „Commonwealth of Australia“ und schließt nicht nur die Landmasse Australiens, sondern auch den vorgelagerten Inselbundesstaat Tasmanien im Süden und australische Inseln, die zu keinem Bundesstaat gehören – den sogenannten Australischen Außengebieten – mit ein.

Sprechen wir hingegen von Kontinenten, kommt eine auf den ersten Gedanken lächerliche Frage auf: „Zu welchem Kontinent gehört Australien?“ Die Antwort mag überraschen – je nachdem wie man es sieht! Zur australischen Kontinentalplatte gehören auch die umliegenden Inseln Tasmanien und Neuguinea. Zusammen bilden sie plattentektonisch gesehen den Kontinent Australien. Häufig werden aber auch Neuseeland und die pazifischen Inselstaaten zu Australien hinzugezählt. In diesem Fall wird der Name allerdings meistens auf Australien und Ozeanien erweitert – manchmal sagt man aber auch nur Australien oder seltener Ozeanien.

Etymologisch betrachtet, stammt der Begriff Australien im Übrigen von dem lateinischen Begriff „terra australis inkognito“ – dem unbekannten südlichen Land. Nach seiner Entdeckung wurde daraus „terra australis“ und nach der ersten Umrundung durch den Entdecker Matthew Flinders setzte sich dessen Bezeichnung „Australia“ weltweit durch.

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Reisen

#357 Die perfekte Unterkunft finden – 5 Tipps

Ich liebe es völlig ungeplant Länder zu erkunden. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass ich fast nie Unterkünfte vorgebucht habe und darauf angewiesen bin, mir vor Ort noch eine Bleibe zu suchen. Ich nutze dafür immer öfter die großen Buchungswebseiten wie booking.com. Mir gefällt es einerseits, dass die Auswahl unglaublich groß ist und außerdem kann ich die Unterkünfte preislich sortieren und mir einen guten Einblick verschaffen, was mich tatsächlich erwartet. Trotzdem gibt es dabei einiges zu beachten und deswegen möchte ich jetzt meine Tipps vorstellen, wie man im Urlaub eine günstige und trotzdem wunderschöne Unterkunft finden kann.

1. Schau dir die Bilder genau an
Stelle dir beim Anschauen der Bilder sofort die Frage, welche Bilder zu deinem Raum gehören und welche eher zu den teureren/günstigeren Optionen. Fehlen bestimmte Bilder, z.B. vom Bad? Ist die Aussicht aufs Meer so fotografiert, dass die Balkonbrüstung geschickt die umliegende Gegend kaschiert? Der Eingangsbereich ist wahnsinnig schick? Klar, denn die Couch in der Lobby wird wenig abgenutzt und man muss sie nur einmal bezahlen und nicht für jedes Zimmer einzeln.

2. Schaue dir Satellitenbilder an
Um einen besseren Eindruck von der Gegend zu bekommen, ist es wahnsinnig hilfreich sich Satellitenbilder anzuschauen. Direkt neben deiner Unterkunft steht eine Bauruine, die Mülldeponie ist um die Ecke oder Fabrikschlote ragen dir entgegen? Vielleicht würde ich noch mal weitersuchen!

3. Kontaktiere die Unterkunft direkt
Gerade bei längeren Aufenthalten kann man unglaublich viel Geld sparen, indem man über die Webseite der Unterkunft bucht und nicht über ein Buchungsportal. Noch besser? Man nimmt direkten Kontakt auf und fragt nach einem Rabatt bei einem längeren Aufenthalt oder einer Vergünstigung, da keine Provision für das Buchungsportal anfällt. Bei Booking beträgt diese immerhin um die 15 Prozent!

4. Buche nur eine Nacht
Wenn du dir nicht sicher bist, ob dich die Bilder trügen oder du einfach sichergehen möchtest, dass du die Nachbarn durch die Wände beim „Sport“ nicht hörst, buche die Unterkunft doch einfach nur für eine einzige Nacht. Wenn es dir gefällt, kannst du meistens problemlos verlängern und wenn du Glück hast, bekommst du ein deutlich besseres Angebot oder kannst in ein anderes Zimmer wechseln, dass du dir davor natürlich zeigen lässt. Der Tipp ist natürlich nichts für besonders kleine Unterkünfte mit wenig Zimmern. Auch in der Hauptsaison ist es das Risiko höchstwahrscheinlich nicht wert, aber ansonsten habe ich schon viele gute Erfahrungen damit gemacht.

5. Setze nicht zu viel auf Bewertungen
Die Überschrift sagt es eigentlich schon, denke daran, dass Menschen eher dazu geneigt sind, eine Bewertung zu erstellen, wenn sie mit etwas unzufrieden waren. Andererseits gibt es auch viele gekaufte Bewertungen. Und ach ja: Achte, wenn möglich darauf, ob die Bewertung überhaupt dein Zimmer betrifft. Auf manchen Bewertungsportalen sieht man, welche Zimmeroption der Verfasser gebucht hatte.

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#356 Corona – auch unser Start-Up war nicht gefeit

Dem ein oder anderen begeisterten Leser wird es aufgefallen sein. Beinahe ein Jahr lang erschienen keine neuen Artikel! Auch wenn Corona bereits im April letzten Jahres angefangen hat, haben für uns die Folgen erst dieses Jahr begonnen. Leider mussten wir unsere Ressourcen zielgerichteter einsetzen, das Projekt Restlessrace schweren Herzens pausieren und für einige Monate auf Eis legen.

In der Zwischenzeit ist zum Glück einiges passiert. Die Corona-Beschränkungen wurden schrittweise gelockert, das Leben geht weiter und sogar das nationale sowie internationale Reisen ist wieder möglich. Das Beste? Auch unsere Durststrecke ist überwunden! Das Magazin wird endlich wieder mit frischem Inhalt gefüllt! Die Beitragsfrequenz unserer Anfangszeit können wir zwar nicht ganz wieder aufnehmen, aber das Magazin kann aus seiner verlängerten Sommerpause aufwachen. Die Artikel für die nächsten Wochen stehen in den Startlöchern und ab nächstem Jahr wird ein weiterer Autor dem Team Unterstützung leisten. Wenn das keine guten Neuigkeiten sind?!

Einen kleinen Vorblick auf die nächsten Themen können wir jetzt schon bieten. Du bist vom Reisen begeistert? Der rote Kontinent wird in den nächsten Wochen eine größere Rolle spielen! Aber natürlich werden wir uns auch sonst unserem Lieblingsthema widmen. Wie wäre es denn mit einer Portion Fatbiken im winterlichen Finnland. Doch eher ein Technik-Freak?! Kein Problem – du bist nicht allein und natürlich werden auch weiterhin spannende Technikthemen behandelt. Das alles passt dir gar nicht in den Kram und ko*** dich so richtig an? Dann probier es doch mal mit Dezember-Yoga! Zwar dauert es noch ein bisschen, aber der Winter naht und kommt schneller als du denkst – gab es da nicht eine bekannte Serie?

Wie auch immer. Wir hoffen sehr, dass dies unsere letzte Zwangspause war und vor allem, dass wir dich auch in den nächsten Wochen, Monaten oder gar Jahren mit an Bord haben, um dich zu erheitern und dein Leben zu bereichern. Auf eine gute gemeinsame Zeit!

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Reisen

#355 Warum jeder reisen sollte?

Reisen macht glücklich und befreit. Doch vielen scheint das noch nicht ausreichend klar zu sein. Es kommt nicht selten vor, dass wir unverständliche Blicke ernten, wenn wir mit glänzenden Augen von unserer letzten Reise oder einem bevorstehenden Abenteuer berichten. Was wollt ihr mit all dem Reisekram? Werdet doch endlich mal erwachsen. Ein fester Job, Hochzeit, Kinder! Das ist es, was ihr angehen solltet. Dieser Reisekram ist doch nur was für Aussteiger oder taufrische Abiturienten.

Nun gut, solche Aussagen kann man ignorieren – muss man sogar. Trotzdem bleiben derartige Gespräche hängen. Sie hinterlassen eine leichte Traurigkeit und Unverständnis. Fast sogar Mitleid. Menschen, die solche Dinge heraus posaunen, haben wohl keinerlei Ahnung, dass Reisen dich und deine komplette Welt verändern kann. Reisen ist so viel mehr als bloß Urlaub machen. Reisen bedeutet loslassen lernen, Freiheit genießen und in neue Gefilde aufzubrechen. Wer viel und ausgiebig reist, der erweitert Horizonte, die man sich nicht einmal vorzustellen vermag.

Leben ist schwer, Reisen macht es einfach. Okay, nein – so ganz stimmt das nicht. Reisen ist unfassbar schwer. Es ist herausfordernd und kräftezehrend. Manchmal fällst du abends in dein Bett und meinst für zwei Wochen mindestens nicht mehr aufstehen zu können. Es gibt Tage, an denen du zusammenbrichst und dich einfach nur nach Hause wünschst. Aber die sind normalerweise deutlich in der Unterzahl.

An allen anderen Reisetagen fühlst du klar und deutlich den Puls des Lebens. Du stellst keine Fragen, denn du bekommst die Antworten einfach, indem du hinsiehst. Du hörst auf zu urteilen, denn du nimmst an, was du bekommst. Du verstehst, indem du bist. Reisen mit leichtem Gepäck ist nicht nur auf deinen Koffer bezogen. Das Reisen macht dich leicht.

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Lifestyle

#354 L(i)ebe aus vollem Herzen

Wir Menschen neigen dazu, uns zurückzuhalten. Wir zeigen immer nur einen Teil der Wahrheit. Wir neigen dazu Emotionen zu verstecken und uns zu schützen, indem wir nur Ausschnitte unserer Persönlichkeit zulassen.

Doch warum sind wir eigentlich so? Warum gehen wir nie aufs Ganze? Naja – schlussendlich liegt es wohl einfach daran, dass wir riesige Angst davor haben. Nicht unbedingt davor, alles zu zeigen, sondern vor den Konsequenzen. Wir befürchten, dass wir eine Lawine lostreten, die wir nicht kontrollieren können. Also laufen wir auf Zehenspitzen durch die Berge. Dass wir dabei keinen Halt haben und immer wieder drohen abzurutschen, davor verschließen wir die Augen. Dabei ist dieses Risiko so viel größer, als wenn wir einfach mal ehrlich mit uns und unseren Gefühlen umgehen würden.

Du weißt es und ich weiß es. Unser Leben findet genau in diesem Augenblick statt. Kein anderer lebt so wie du. Kein anderer empfindet wie du. Also erlebst nur du diesen Augenblick für dich. Wie soll irgendjemand irgendwann verstehen, was dir dieser Augenblick bedeutet, wenn du ihn nicht teilst? Du musst anfangen, offen zu sein und der Welt deine vollständige Seele präsentieren. Kehre dein Inneres nach außen und lass alle teilhaben.

Wer nicht aus vollem Herzen lebt, der verdrängt immer einen Teil von sich, was ihn daran hindert, ungebremst zu leben und zu lieben. Er dämpft seine Empfindungen und somit sein Glück. Doch was haben wir davon? Die eine oder andere riesige Katastrophe weniger, weil wir unsere Emotionen im Keller verrotten haben lassen? Wahrscheinlich nicht mal das. Jede versteckte Emotion drängt sich irgendwann zurück an die Oberfläche und das mit einer Kraft, die du niemals erwartet hättest. Höchstwahrscheinlich folgt auf jede unterdrückte Katastrophe irgendwann eine mindestens doppelt so heftige. Also hör auf deine Emotionen – und zwar jetzt.

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Lifestyle

#353 Glück ist relativ

Glück ist relativ… was bedeutet das? Naja das kommt darauf an. Vor allem darauf, wie du diese Aussage betrachtest. Aber fangen wir mal mit folgender Frage an: Was ist Glück für dich? Ist Glück, nachts am Strand zu spazieren oder mit einem fetten Auto durch die Gegend zu düsen. Liebst du es alleine ein leckeres Mahl zuzubereiten oder genießt du deiner Zeit am meisten im Kreis deiner Familie und Freunde.

Du siehst, Glück ist vielfältig. Jeder empfindet es etwas anders und unter unterschiedlichen Umständen. Glück ist also relativ. Denn es ist nicht für jeden das Gleiche.

Glück zu empfinden ist so leicht, wie es schwer ist. Eigentlich müssten wir doch jeden einzelnen Morgen mit einem freudestrahlenden Lächeln aus dem Bett hüpfen, schon allein deswegen weil wir leben. Doch wie viele von uns tun das denn nun wirklich? Vielleicht der eine unter einer Million. Alle anderen bevorzugen es missgünstig oder unzufrieden zu sein. Statt selber lächelnd aufzuwachen, neiden sie dem einem unter all den Millionen sein Glück. Darüber vergessen sie genau hinzusehen. Sie verlieren sich in Unsicherheit, Unzulänglichkeit und Unglückseligkeit. Dabei haben die meisten alles, was sie brauchen, direkt vor der Nase. Sie müssen es nur anpacken. Das Glück einfangen, das in den allermeisten Augenblicken zu finden ist.

Wir bereuen verpasste Chancen und vergessen dabei, dass in jedem Tag eine neue Chance zu finden ist. Das Glück scheint zu schwer zu fassen. Es entgleitet immer mehr. Dabei musst du bloß zugreifen. Also greif zu. Folge deinem Herzen ins Glück. Dein Herz weiß, wie Glück aussieht – auch wenn du es längst vergessen haben solltest. Fühle in dein Herz oder in deinen Bauch. Wo auch immer du eine winzige Portion Glück das letzte Mal gefühlt hast. Dort hallt das Glück immer noch nach – wartend darauf, dass du es wieder erkennst. An altes Glück lässt sich anknüpfen.

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Tanzen

#352 Wenn Tanz dem Lied eine neue Bedeutung verleiht

Fast jeder kennt es: Man hat ein Lieblingslied, das man viel zu oft hört und es sich dabei jedes Mal toll anfühlt, doch irgendwann hat man es einmal zu oft gehört und es verliert die Bedeutung. Ab diesem Zeitpunkt beginnt man es in der Playlist zu überspringen, bis man es schließlich komplett aus der Playlist entfernt. Meist kann nur Zeit das Lied wieder aufwerten, doch es gibt noch andere Möglichkeiten, einen neuen Bezug zu Liedern herzustellen.

Wenn man eine Choreografie auf einen Song erstellt und diesen auf einzelne Lyrics des Songs bezieht, schafft dies eine neue emotionale Bindung zum Lied und schon will man es wieder hören. Auch Lieder, die man noch nie mochte, können durch Choreografien plötzlich Bedeutung erhalten und sogar das neue Lieblingslied werden. Ein einzelner Satz im Lied, der vorher vielleicht untergegangen ist, kann plötzlich zur Grundlage eines Gefühls werden, das mit dem Tanz ausgedrückt werden soll und die Stimmung des ganzen Liedes beeinflussen, selbst wenn man nur etwas mit diesem Satz und nicht mit dem Rest des Liedes anfangen kann.

Folglich kannst man jedes beliebige Lied für eine Choreografie auswählen – der Tanz dazu wird es besonders machen und selbst wenn es dadurch nicht das neue Lieblingslied wird, wird man trotzdem ein Gefühl mit dem Lied verbinden.

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Tanzen

#351 Improvisation – die Musik fühlen

Wie schwer kann es schon sein, einfach drauf los zu tanzen? Tatsächlich ist dieser Gedanke nicht ganz falsch – im Grunde ist es überhaupt nicht schwer. Doch wenn man einen improvisierten Tanz auf hohem technischen und tänzerischen Niveau aufs Parkett legen will, wird das ganze schon schwieriger. Besonders wenn der Tänzer das Lied nicht kennt, ist es eine Herausforderung, sich dem Rhythmus und Besonderheiten wie Abweichungen vom Rhythmus anzupassen. Woher kann man schon wissen, welche Bewegung als nächstes passend wäre? Wenn man sich nicht richtig leiten lassen kann, dann sieht der Tanz schnell unbeholfen und der Tänzer verwirrt aus.

Diese Hürde scheint unüberwindbar und das ist sie auch fast – dennoch sind beispielsweise die meisten Popsongs ähnlich aufgebaut. Die Strophen sind ruhig, in der Bridge wird meist das Tempo etc. gesteigert und der meist schnelle Refrain wiederholt sich mehrmals. Hat man den Refrain einmal gehört, kennt man also schon das halbe Lied. Wenn man sich nur auf die Musik konzentriert und sich und seine Bewegungen von dieser leiten lässt, kann man die folgenden Abschnitte in der Musik auch oft erahnen. Außerdem wird die Improvisation umso besser, umso mehr man sich auf die Musik einlässt. Bei Musik, die man schon kennt, kann man sich komplett fallen und von dieser leiten lassen. So entstehen atemberaubende Tänze!

Improvisation wird oft als Übung im Tanzunterricht genutzt, um das Gespür für die Musik und den eigenen Körper zu fördern. Die Musik ist dabei immer die leitende Kraft, auf die man sich immer verlassen kann und die den Tänzer durch die Improvisation leitet. Zum Tanzen lernen gehört auch immer das Improvisieren. Wer sich auf die Musik einlässt, kann großartige Ergebnisse erzielen.

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Lifestyle

#350 Wissen, was zählt

Du und zwar nur du entscheidest, was in deinem Leben wichtig ist. Diese Erkenntnis ist möglicherweise einfach, doch bei der Umsetzung hapert es gewaltig. Jedenfalls, was mich betrifft. Mir fällt es unendlich schwer, meine Wünsche und Vorstellungen so umzusetzen, dass ich damit zufrieden bin. Ich verstecke mich vielmehr davor.

Kompromisse sind gut, aber nicht immer richtig. Wenn es um deine Leben und deine Ziele geht, dann darfst du nur bedingt Kompromisse schließen. Doch welche Kompromisse wichtig und auch nötig sind, das erfährst du nur, wenn du dir ganz klar bewusst machst, was du wirklich willst und brauchst.

Geht es beispielsweise um Beziehungen, müssen wir früher oder später alle Kompromisse eingehen. In einer Partnerschaft sind unterschiedliche Meinungen und Bedürfnisse nichts Ungewöhnliches. Wer dann nicht in der Lage ist, sich auch einmal anzupassen oder unterzuordnen, der wir auf die Dauer niemals glücklich werden. Doch gleichzeitig gilt auch, dass man sich selbst treu bleiben und auch für die eigenen Interessen nachhaltig eintreten muss. Wo aber liegt hier die Grenze? Wer sagt dir, wann du für dich eintreten und wann du zurücktreten musst? Natürlich keiner außer dir selbst. Denn du solltest wissen, was dir so wichtig ist, dass kein Kompromiss der Welt in Frage kommt und wann du der Beziehung zur Liebe bereit bist zurückzustehen.

Es ist kompliziert, zwischen den eigenen und fremden Interessen abzuwägen. Doch diese Fähigkeit ist eine der wichtigsten, die es zu kultivieren gilt. In einem Lebensraum, in dem unser Glück von zwischenmenschlichen Beziehungen abhängig ist, sind wir darauf angewiesen. Deshalb zögere nicht und fange noch heute damit an. Wo kannst du starten? Natürlich bei dir selbst. Fang an dich zu verstehen und deine Wünsche einzuordnen. Was brauchst du und weshalb ist das so. Erst wenn du dich selbst verstehst, bist du in der Lage, entsprechend zu handeln.

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Tanzen

#349 Warum jeder tanzen kann

Tanzen ist eine hoch anspruchsvolle Sportart, bei welcher äußerst streng auf Kleinigkeiten geachtet werden kann. Bei Wettbewerben können schon kleine Fehler zum Aus führen und selbst eine perfekt ausgeführte Choreografie ist keine Garantie zu gewinnen. Aber neben der perfektionistischen Form des Tanzens, die man in Tanzschulen erlernt und in die man Zeit und Schweiß investiert, um besser zu werden, gibt es auch die freien Formen des Tanzens.

Ein Beispiel dafür ist das einfache Tanzen in einem Klub. Da reicht es schon ein bisschen, die Hüften zu bewegen und nicht ganz aus dem Takt zu kommen. Oft hört man zwar ein „Ich kann überhaupt nicht tanzen“ oder „Ich will nur tanzen, wenn ich getrunken habe“ aber dies hängt vom Selbstbewusstsein ab und nicht von den tänzerischen Fähigkeiten. Ein „Ich kann nicht Tanzen“ ist in den meisten Fällen ein „Ich traue mich nicht, aber will es natürlich nicht zugeben“. Jeder kann tanzen! Hierbei ist natürlich zwischen guten und weniger guten Tänzern zu unterscheiden, jedoch beherrscht jeder ein paar Grundlagen.

Auch Grundschritte der Standardtänze wie der langsame Walzer können von jedem Einzelnen auf die Schnelle erlernt werden. Das gleiche gilt für simple Volkstänze, die oft spaßeshalber auf Festen beigebracht werden. Bevor man bei so einer Gelegenheit nicht mitmacht und sich gelangweilt an den Rand stellt und zuschaut, sollte man bedenken: Auch wenn man sich nicht zum Tanzen geboren fühlt und glaubt, zwei linke Füße zu haben, sind einfache Tanzformen dennoch für jeden zugänglich. So etwas wie „Ich kann nicht tanzen“ gibt es nicht.

Um sich selbst davon zu überzeugen, kann man einfach mal zu Hause im eigenen Wohnzimmer das persönliche Lieblingslied voll aufdrehen und sich etwas dazu bewegen. Wenn man sich leicht beobachtet oder verurteilt fühlt, klappt das am Besten, wenn niemand zu Hause ist. Man merkt schnell, dass dies beinahe wie von selbst geht und außerdem guttut.

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Reisen

#348 Spanien im Winter

Spanien ist das absolute Sommerreiseziel. Erst wenn die Sonne ordentlich vom Himmel brutzelt, füllen sich die spanischen Hotels und mit ihnen die Strände. Doch ehrlich gesagt konnten wir das noch nie so ganz nachvollziehen. Spanien ist nicht nur im Sommer schön. Auch im Winter, wenn dir frische Winde um die Nase wehen, lässt sich der Südwesten Europas wunderbar entdecken.

2017 zogen wir für ein Jahr nach Madrid. In diesem Jahr haben wir so ziemlich alles in unserer Heimat auf Zeit mitgenommen, was machbar war. Im Oktober besuchten wir die Nordküste, im November flogen wir nach Mallorca, den Winter über bereisten wir die Ostküste, einschließlich Valenica und als schließlich der Frühling um die Ecke lugte, gingen wir auf unsere große Andalusien-Tour.

Unsere Erfahrungen damit, Spanien außerhalb der Saison zu bereisen, fielen äußerst positiv aus. Wir genossen es, dass nur wenige andere Urlauber unterwegs waren und freuten uns über einsame Strände sowie Sehenswürdigkeiten. Ich glaube, den kompletten Nordküstentrip über sind wir maximal fünf anderen Deutschen begegnet. Zu dieser Jahreszeit fällst du dort oben auf wie ein bunter Hund. Den Blick, den man uns gewidmet hat, als wir vor acht Uhr in einem Restaurant zu Abendessen wollten, den vergessen wir sicher niemals. Wir saßen dort bestimmt eineinhalb Stunden, bis die ersten anderen Gäste eintrudelten. Als wir längst aufgegessen hatten, warfen die restlichen Gäste ihren ersten Blick auf die Karte.

Was haben wir sonst über das Reisen in Spanien im Winter gelernt? Nun zum einen, dass es dort auch im Winter äußerst wenig regnet. In Madrid hatten wir zwar den kompletten Januar über Regen zu beklagen, aber das war es dann auch schon wieder. Anderswo haben wir kaum Regen erlebt. Dafür gab es ein Wetterphänomen, das uns noch heute begeistert. Es war wohl Anfang März, als wir mit dem Auto von Madrid Richtung Ostküste unterwegs waren. Auf einmal und aus heiterem Himmel sahen wir dicke, weiße Flocken vor unserem Fenster durch die Luft wirbeln. Es schneite. Im Frühling, mitten in Spanien. Unglaublich. Wir stiegen aus und schossen unvergessliche Bilder von blühenden Mandelbäumen, die unter einer weißen Schneehülle hervor blitzten. So schnell wie der Schnee gekommen war, verzog er sich allerdings auch wieder. Und ca. eine Stunde später standen wir an der sonnigen Ostküste und überlegten uns, ob es schon warm genug für ein kurzes Bad im Meer sei.

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Tanzen

#347 Warum Dehnbarkeit nicht über tänzerische Fähigkeiten entscheidet

Akrobatische Tanzaufführungen, bei denen der Tänzer in den Spagat springt oder ein Bein gekonnt zur Decke wirft, sind immer sehr beeindruckend und schön anzusehen. Um in der Lage zusein, diese Tricks auszuführen, ist viel Training nötig, das meist schon von klein an begonnen wird. Auch Späteinsteiger haben noch die Möglichkeit, dehnbar zu werden, doch umso später man beginnt, umso schwieriger und aufwendiger ist es, solche Tricks zu lernen. Da stellt sich die Frage: Kann man auch ohne Dehnbarkeit ein guter Tänzer werden?

Tänze, welche Dehnbarkeit erfordern, sind sicherlich atemberaubend und gehören zu den Choreografien, die sich auf einem der höchsten Schwierigkeitslevel befinden. Dennoch kann man sich auch auf andere Arten von Choreografien konzentrieren und in diesem Bereich ein ausgezeichneter Tänzer werden, weiche Bewegungen vollführen und ein großartiges Taktgefühl werden. Ein guter oder sogar großartiger Tänzer zu sein muss nicht heißen, alle Tanzrichtungen zu beherrschen, sondern man muss seine Fähigkeiten im gewählten Gebiet perfektionieren.

Ein Beispiel für Tänze, die keine Dehnbarkeit zur Perfektion erfordern, sind die Standardtänze. Ein Tanzpaar kann schon jahrelang Tanzkurse besuchen, geradezu über das Parkett fliegen und viele Wettbewerbe gewinnen, ohne akrobatisch talentiert zu sein. Selbst eine Jazzchoreografie kann wunderschön aussehen, ohne Bewegungen einzubauen für die Dehnbarkeit von Nöten wäre, solange die restlichen Bewegungen gut ausgeführt werden.

Im Endeffekt geht es beim Tanzen nicht darum, schwierige Übungen zu beherrschen, sondern darum, dass man Musik und Bewegungen aufeinander abstimmen und im Takt bleiben kann. Flüssige und schön ausgeführte Bewegungen sind wichtiger als der Spagat. Häufig sieht der Zuschauer auch lieber Tänze, die ihn berühren, als Tänze, die einen hohen Schwierigkeitsgrad haben. Im Endeffekt gilt es nur, das, was man kann, gut in Szene zu setzen.

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Tanzen

#346 Modern Dance und klassischer Tanz im Vergleich

Inwiefern weicht Modern Dance vom klassischen Tanz ab? Ist Modern Dance leichter? Wo liegen die genauen Unterschiede und Gemeinsamkeiten? Diese Fragen stellt man sich wohl besonders, wenn man mit dem Tanzen beginnen möchte, sich aber nicht für eine Richtung entscheiden kann.

Von klassischem Tanz bzw. vom Ballett träumen Kinder oft schon von jungen Jahren an. Nicht selten heißt es: „Mama, wenn ich groß bin, werde ich Ballerina!“ Leichter gesagt als getan, doch Ballett ist schon immer eine sehr bewundernswerte Tanzform, da sie komplizierte Kombinationen, Sprünge und mehrfache Pirouetten beinhaltet. Ballett fordert den Körper und bringt ihn an seine Grenzen. Das Ergebnis ist aber meist sehr schön anzusehen. Gerne werden Geschichten wie „Der Nussknacker“ auf der Bühne aufgeführt. Klassischer Tanz ist im Allgemeinen etwas anspruchsvoller für den Körper und für das große Publikum bestimmt. Deshalb ist Ballett auch nichts für Menschen, die nicht gerne im Rampenlicht stehen, da dieser Stil – Ausnahmen bestätigen die Regel – meist für größere Aufführungen gedacht ist.

Ein kleines bisschen ruhiger geht es beim Modern Dance zu. Tänze wie diese sind nicht nur für die Bühne gedacht, obwohl dies aber auch keinesfalls auszuschließen ist. Anzunehmen, dass Modern Dance keine große Herausforderung ist, wäre ein Fehler. Wahr ist aber, dass man dabei weniger an körperliche Grenzen stößt als beim Ballett und weniger Sprünge etc. beherrschen muss. Für Späteinsteiger ist beispielsweise Modern Dance leichter zu lernen, ganz besonders weil einige Elemente des Balletts schob im frühen Kindesalter gelernt werden müssen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass beide Stile anspruchsvoll sind, doch bis zum erfolgreichen Balletttänzer etwas mehr Hürden zu überwinden sind, während man Modern Dance auch noch als Späteinsteiger lernen kann.

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Tanzen

#345 Aufwärmen ist das A und O

Tanzen ist eine Sportart, welche sehr viele plötzliche Richtungswechsel und unterschiedliche Bewegungshandlungen beinhaltet. Des Weiteren treten durch Sprünge und Überdehnungen punktuelle Spitzenbelastungen auf beinahe alle Gelenke auf. Um den aktiven und passiven Bewegungsapparat bestmöglich vor Verschleiß zu schützen, sollte man niemals auf das gründliche Aufwärmen verzichten.

Wenn die Muskeln vorher nicht genug aufgewärmt wurden, kann dies zu einer Verkürzung des Gesamtmuskels führen, wodurch der Bewegungsradius eingeschränkt wird. Da Tanzen weite Bewegungen erfordert, stellt dies ein deutliches Hindernis für eine sauber ausgeführte Choreografie dar. Außerdem können Richtungswechsel mit nicht aufgewärmter Muskulatur weniger schnell und akkurat aufgeführt werden als mit aufgewärmter Muskulatur.

Außerdem können Knochen- und Gelenksysteme im Verlauf der Zeit Abnutzungserscheinungen aufweisen. So werden Gelenkknorpel auf Dauer abgerieben. Da sich die meisten Knorpel beim Aufwärmen mit Wasser vollsaugen und somit besser Stöße abgefedert werden können, können mit Aufwärmen solche Schäden verhindert und Verletzungen des passiven Bewegungsapparates vermieden werden.

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Reisen

#344 Sprachen auf Reisen

Wer viel und gerne reist, der muss ein Sprachtalent sein? Nun ja, nicht zwingend, aber zumindest Englisch solltest du fließend sprechen.

Mallorca ist das klassische Beispiel einer Insel, die sich dem Tourismus mit Haut und Haar angepasst hat. Zumindest auf sprachlicher Ebene. In Mallorca findest du kaum jemanden, der nicht zumindest ein paar Brocken Deutsch versteht. Egal wo du dich auf der Insel aufhältst, du wirst mit größter Sicherheit unterbrochen, sobald dir das erste Hola über die Lippen gekommen ist. Auf Deutsch erklärt man dir den Weg, weißt dich in deine Unterkunft ein oder beantwortet dir deine Fragen über das Wetter. Für uns eine völlig neue und ehrlich gesagt auch etwas unangenehme Erfahrung.

Ähnliche Erlebnisse hatten wir auch letztes Jahr auf Korfu. Nur dass dort die Deutsche Sprache zum Glück noch nicht allzu übermächtig ist. Jedenfalls im Vergleich zu Mallorca.

Vielleicht fragst du dich nun, was uns daran stört, dass man auch außerhalb unseres Heimatlandes unsere Sprache spricht. Ist doch nichts dabei und außerdem ganz bequem. So muss man zumindest nicht unbedingt eine fremde Sprache erlernen, bevor man in den Urlaub fährt.

Besonders schlimm ist es natürlich wirklich nicht. Was uns jedoch stört, ist der Fakt, dass wir in einem fremden Land eigentlich eine fremde Sprache sprechen WOLLEN. Wir wollen lernen und uns weiterentwickeln. Schließlich sind wir der Meinung, dass ein Gast sich im Großen und Ganzen anpassen muss und nicht der Gastgeber. Also ist es unserer Meinung nach ein Zeichen von Respekt, sich zu bemühen und wenigstens die wichtigsten Vokabeln eines Reiselandes zu beherrschen.

Doch ein Reiseziel wie Mallorca zeigt ziemlich deutlich, dass eben genau das vielen Urlaubern mehr als „wurscht“ ist. Jedenfalls ist das unsere Interpretation der Lage. Wieso sonst sollten die Inselbewohner bis heute jeden deutschen Touristen in seiner heimischen Sprache empfangen. Für uns ist das unterm Strich ein Mangel an Anpassungsfähigkeit auf der Seite der Touristen. Schaden würde es jedenfalls nicht, sich vor der nächsten Reise wenigstens bruchstückweise mit einer Sprache zu beschäftigen, die im Zielland verstanden wird.

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Tanzen

#343 Tanz als Ausgleich zum Alltag

Arbeit, Schule, Rechnungen oder Aufgaben im Haushalt – das ist unser aller Alltag. Und auch wenn man es nicht gerne zugibt, es gibt immer irgendeinen Stressfaktor. Ob es der morgendliche Weg zur Arbeit ist, der mal wieder ewig dauert, weil man im Stau steht oder doch der Stress mit dem Chef – irgendetwas gibt es fast immer. Es können auch Kleinigkeiten sein, die man gar nicht bemerkt. Doch man kann nicht immer komplett ausgeglichen sein. Das muss nicht schlimm sein, man muss nur den richtigen Ausgleich finden. Tanzen ist hier – so wie auch andere Sportarten – eine gute Möglichkeit, den Alltagsstress abzubauen.

Tanzen eignet sich sogar besonders gut, weil hier der ganze Körper beansprucht wird. Eine gute Choreografie ist ähnlich wie ein Ganzkörper-Work-out, das zusätzlich nicht zu überfordernd ist und auch nach einem anstrengenden Arbeits- oder Schultag noch ausgeführt werden kann.

Außerdem benötigt Tanzen volle Konzentration auf den Körper und seine Bewegungen. Sonst auf nichts! Dies ist der perfekte Moment, sich wenigstens einmal am Tag ausschließlich auf sich selbst zu konzentrieren und alles um sich herum zu vergessen. In einer Tanzstunde gibt es keine anstehenden Termine, über die man schon den ganzen Tag nachdenkt. In dieser Stunde gibt es nur die Choreografie und die Musik. Der Kopf, der sonst zum Grübeln und Planen neigen könnte, ist nun völlig ausgelastet. Die Konzentration, die Tanzen erfordert, mag zwar auch anstrengend sein, dennoch auf eine Weise, die nicht stressig ist, sondern auf eine Weise, die lediglich ablenkt. Kombiniert man Ablenkung mit der Bewegung des ganzen Körpers, hat man das perfekte Mittel gegen Stress gefunden.

Deswegen hier meine Empfehlung: Tanzen hilft! Man sollte sich – selbst wenn man gerade keinen Tanzunterricht oder Ähnliches besucht – ab und zu mal Zeit nehmen und einfach für sich selbst Tanzen. Dabei kann auch ein einfaches Tutorial auf Youtube helfen. Tanzen geht immer und hilft immer, sich zu entspannen!

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Reisen

#342 Reisetherapie für Weltliebhaber

Jeder Reisende, der schon einmal für einen längeren Zeitraum in der Weltgeschichte unterwegs war, weiß, welche Auswirkungen das haben kann. Reisen ist so viel mehr als Urlaub machen. Es lässt dein Herz höher schlagen, deine Knie weich werden und dein Bewusstsein in Dimensionen aufsteigen, die du nie für möglich gehalten hättest.

Reisen führt dich zu dir selbst. Es bringt dich deinem Herzen näher. Doch wie macht es das? Wie vollbringt es diese kleinen großen Wunder? Nun, das lässt sich ganz leicht herausfinden.

Denk einfach mal ganz genau an deine letzte große Reise zurück. Was war das wahrhaftig Besondere daran? Waren es die vielen Begegnungen mit fremden Menschen, die dich verändert haben? Waren es die Abenteuer und Herausforderungen, die dich haben wachsen lassen? Oder waren es die Orte selbst, die deine Mauer zum schmelzen brachten?

Ich denke, dass keiner das so pauschal beantworten kann. Eine Reise besteht aus so vielen verschiedenen Teilen, die aber letztlich nur zusammengesetzt ein großes Ganzes ergeben. Zwar wirst du dich möglicherweise an bestimmte Erlebnisse sehr deutlich erinnern, während andere inzwischen verblasst sind. Dennoch weißt du, dass diese Erlebnisse auf anderen aufgebaut haben oder sogar durch sie bedingt wurden.

Das Leben ist eine Reise und so ist eine Reise auch vor allem eins: Leben. Allerdings bringt uns eine Reise gewöhnlich dazu, mehr zu leben. Wir leben langsamer, aktiver und bewusster. Wir genießen und überwinden unsere Grenzen. Innerhalb eines Tages auf einer Reise erleben wir oft mehr als innerhalb einer kompletten Woche zuhause. Das ist gut und schlecht zugleich. Schön ist, dass eine Reise für uns unsere Medizin gegen diverse Alltagsbeschwerden ist. Das Ziel sollte es aber langfristig sein, den Alltag ebenfalls in eine bunte Reise zu verwandeln.

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Tanzen

#341 Warum sich Tanzen wie Fliegen anfühlt

Sieht man einen großartigen Tänzer, dessen Bewegungen schwerelos wirken und er durch den Raum zu schweben scheint, zieht man oftmals den Vergleich zum Fliegen. Es wird auch oft behauptet, dass sich Tanzen tatsächlich wie Fliegen anfühlt. Auch wenn dies mehr eine Redewendung als ein ernsthafter Vergleich ist, gibt es doch einige Gründe, weshalb Tanzen das Gefühl von Schwerelosigkeit auslösen kann.

Ein Beispiel dafür sind die Sprünge: Ein Spagatsprung erfordert beispielsweise genug Kraft und Höhe, um die Beine komplett nach außen wegzustrecken. Für diesen Sprung muss man sich lange genug in der Luft befinden. Auch das freie Rad hat eine lange Flugphase und funktioniert nur, wenn man sich mit genug Kraft vom Boden wegstößt. Bei diesem Sprung befindet sich der Tänzer für den Bruchteil einer Sekunde schließlich mit dem Kopf direkt über dem Boden. Da diese Sprünge hohe körperliche Leistung verlangen, ist auch das Gefühl dabei ein besonderes. Ein kleines bisschen Gefahr, ein kleines bisschen Kribbeln im Bauch, ein kleines bisschen Faszination – so muss sich auch Fliegen anfühlen.

Doch für dieses umwerfende Gefühl sind gar nicht zwingend Sprünge nötig. Wenn man eine Choreografie so gut beherrscht, dass sich die Füße von selbst zu bewegen scheinen, fühlt man sich oft so frei und schwerelos, dass man glaubt, gleich abzuheben. Da bei den meisten Tanzformen auch kein Aufstampfen mit den Füßen, sondern ein sanftes Aufsetzen des Fußes erfordert ist, ist die Verbindung zum Boden ein anderes Gefühl als beim normalen Gehen.

Schlussendlich ist hier nur die Rede von einem Gefühl, dass von jedem auch anders wahrgenommen werden kann. Tanzen ist Interpretationssache und wird erst spannend, wenn jeder seine eigene Interpretation entwickeln kann. Ein Tänzer, der das Gefühl hat zu fliegen, ist aber mit Sicherheit auf dem Weg, ein guter und ausdrucksstarker Tänzer zu werden.

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Allgemein

#340 Was macht Italien zu einem Traumreiseziel?

Bella Italia. Italien lockt mit seinem unvergleichlichen Flair, seiner verträumten Atmosphäre und seiner romantischen Idylle jährlich zahlreiche Urlauber ins Land. Doch warum ist das eigentlich so? Was macht Italien so besonders?

Die Vielfalt Italiens

Italien sprudelt förmlich über vor Vielfalt und Variantenreichtum. Das kleine Stiefelland im Süden Europas bietet so viel mehr als Strandurlaub und kleine, romantische Dörfchen. Jeder Geschmacks- und Reisetyp wird dort fündig. Dein Urlaub wird zehnmal facettenreicher, als du es dir jemals erträumen könntest.

Klettere durch die höchsten Berge, schwimme im endlos blauen Meer, genieße Köstlichkeiten in der Hauptstadt und gondele auf einer schwimmenden Nuss durch die Stadt, die auf Wasser gebaut wurde. Erkunde entlegene Regionen, freue dich auf atemberaubende Wasserfälle und werde Zeuge längst vergangener Zeiten.

Die Kultur der Kultur

Die Geschichte Italiens reicht weit zurück. 753 Rom schlüpft aus dem Ei. Schon in der fünften Klasse habe ich diesen Spruch pausenlos vorgebetet bekommen, doch erst als ich selbst vor Ort stand und Sehenswürdigkeiten wie das Forum Romanum oder das Kolosseum bewundern durfte, wurde mir klar, welche kulturelle Besonderheiten Italien prägen. Die Kultur der Italiener ist nicht nur geschichtsträchtig, sondern auch bis heute präsent. Vergleichsweise lebensnahe Zeitzeugnisse sind selten und deshalb umso beeindruckender.

Essen für Genießer

Italiens Attraktionen sehen nicht nur schön aus, sie schmecken aus vorzüglich. Pizza und Pasta wirst du zu Hause nie wieder anrühren, wenn du einmal in den Genuss einer echten italienischen Küche gekommen bist. Unser Tipp: Die besten Restaurants findest du abseits der Touriplätze. Unsere liebste Pizzeria liegt in einem abgelegenen Wohnviertel Venedigs. Nur durch absoluten Zufall sind wir dort vorbeigekommen.

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Tanzen

#339 Jazz Dance – so bekommt man ein Gefühl dafür

Jazz erfordert ein grundlegendes Rhythmusgefühl, da diese Tanzform ganz besonders auf der Musik basiert. Die Choreografie sieht umso besser aus, desto mehr man die Musik fühlt und die Bewegungen mit dieser verschmelzen. Manchmal kann es auch hilfreich sein, während des Tanzens die Augen zu schließen vorausgesetzt, man hat genug Platz. Die Gebundenheit an die Musik kommt daher, dass Jazz Dance – eine Form des zeitgenössischen Tanzes – früher hauptsächlich auf Jazzmusik getanzt wurde. Jazzmusik hat meist einen sehr ausdrucksstarken Rhythmus, auf den der Tanz genau passen musste. Heute wird häufiger moderne Popmusik verwendet, doch die Musik spielt trotzdem noch die entscheidende Rolle.

Des Weiteren ist diese Tanzform sehr bodengebunden. Das bedeutet: Viel Fußarbeit und viele Bewegungen im Liegen oder Sitzen. Jazz erfordert einen anderen Einsatz des Körpers als beispielsweise Ballett. Die Bewegungen am Boden können für Anfänger zu Beginn schwierig und unbequem sein, doch mit der Zeit gewöhnt sich der Körper bei regelmäßigem Üben an den Boden.

Bei Jazz hat der Tänzer außerdem mehr Freiheit zur Eigeninterpretation und Abwandlung des Tanzes als bei anderen Tanzstilen. Auch wenn eine Choreografie ganz besonders in der Gruppe natürlich einheitlich aufgeführt werden sollte, kommt es nicht auf jeden Millimeter an. Jeder Tänzer hat die Möglichkeit, den Umfang einer Bewegung so auf sich anzupassen, sodass diese gut aussieht und er die Emotion des Tanzes authentisch ausdrücken kann. Umso verbundener der Tänzer mit der Musik ist und umso mehr er sein eigenes Ding durchzieht, umso emotionaler wirkt eine Vorführung. Hinzu kommen noch die Gesichtsausdrücke des Tänzers und ob sie zur Stimmung des Tanzes passen. Man sollte ihm nie die Konzentration und Anstrengung, sondern nur seine Gefühle im Bezug auf die Geschichte, die er erzählen will, ansehen. Leichter gesagt als getan, doch mit genug Übung ist es sehr wohl möglich, ein Gefühl für Jazz Dance zu bekommen.

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#338 Wie man eine Choreografie entwickelt

Da hat man ein schönes Lied gefunden und sieht sich im Kopf dazu übers Parkett wirbeln, doch weiß nicht, wie genau man eine genaue Choreografie erstellt. Dabei gibt es nämlich mehr zu beachten, als man denken würde. Es gibt einige Punkte, die eingehalten werden sollten, wenn man mit dem Endergebnis zufrieden sein will. Abhängig davon, um welche Tanzrichtung es sich handelt, gibt es verschiedene Aspekte zu berücksichtigen, dennoch gibt es auch einige Aspekte, die auf die meisten Stile zutreffen.

Erstens sollte man den Rhythmus des Liedes mit den Bewegungen abstimmen. An markanten Stellen des Liedes sollten markante Tricks eingebaut werden. Umso besser man sich im Takt bewegt, umso fesselnder und flüssiger wirkt die Choreografie. Außerdem sollte man sich einen guten Start und ein gutes Ende für den Tanz ausdenken. Beginnt das Lied langsam oder schnell? Endet es abrupt oder klingt es langsam aus? Anhand solcher Kriterien kann man seine Bewegungen ausrichten. Eine schöne Idee wäre beispielsweise in der gleichen Position zu enden, in der man gestartet hat, möglicherweise in der Hocke oder auf dem Boden liegend.

Um eine Choreografie abwechslungsreicher zu gestalten, sollte man bestenfalls öfters zwischen Bewegungen am Boden, im Stehen und im Sprung wechseln. So deckt man alle wichtigen Ebenen ab und nutzt den Raum optimal. Man könnte beispielsweise sich beispielsweise von einer liegenden Position in die Hocke befördern und schließlich aufspringen.

Außerdem kommt es immer gut an, wenn die Choreografie eine Geschichte erzählt. So besteht die höchste Wahrscheinlichkeit, den Zuschauer zu Tränen zu rühren oder zum Lachen zu bringen. Obendrauf bekommt das Ganze noch eine persönliche Note. Und dies ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Choreografie.

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#337 Ballett – jede Bewegung muss stimmen

Ballett ist eine Tanzform, die Perfektion verlangt. Kleinste Bewegungen, die für den Zuschauer einfach aussehen mögen, fordern Körperspannung bis in die Fingerspitzen. Auch jeder Fuß muss richtig gesetzt werden und kleine Fehler im Bewegungsablauf können das Gesamtbild zerstören. Eine einzige Ballettstunde verlangt Höchstleistung des ganzen Körpers und volle Konzentration. Vollkommene Perfektion ist selbst für die erfahrensten Tänzer nicht möglich. Doch wie kommt man der Perfektion möglichst nahe?

Darauf kann es nur eine Antwort geben: Üben! Nur jahrelanges Training, meist schon von Beginn des Kindesalters an, erlauben Tänzern nach einer nahezu perfekten Vorführung zu streben. Ballett lernt man nicht von heute auf morgen, der Körper muss sich erst an diese Bewegungsformen gewöhnen und wichtige Muskeln müssen trainiert werden.

Professionelle Tänzer stehen von klein auf täglich stundenlang an der Ballettstange. Dabei stehen nicht nur Choreografien und Work-outs auf dem Programm, auch die Liebe zum Detail zählt. Beispielsweise müssen einzelne Handbewegungen lange geprobt werden, bis der Tänzer sie verinnerlicht hat und ohne Spiegel ausführen kann.

Da trotz harter Arbeit niemand alles perfekt beherrschen kann, sollte man Geduld und Ausdauer an den Tag legen und nicht verzweifeln, wenn man dies wieder feststellt. Hier ist eine Mischung aus Genauigkeit und der Akzeptanz von kleineren Fehlern gefragt. Sonst kann schnell Frustration folgen und die Lust am Tanzen vergehen.

Im Endeffekt ist aber genau dies das Faszinierende an Ballett. Man ist so nahe an der Perfektion, dass die Bewegungen atemberaubend schön anzusehen sind, aber hat dennoch immer die Möglichkeit, noch ein bisschen besser zu werden. Wenn es irgendwann keine Luft mehr nach oben gäbe, wäre es ja auch langweilig.

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#336 Silvesterfeuerwerk in anderen Ländern – ein Kulturschock?

Den Jahreswechsel im Ausland zu erleben ist eine ganz besondere Erfahrung. Im Vorhinein weißt du wahrlich nicht, wie es wohl wird. Außer du feierst in den bekanntesten Silvester-Städten wie New York oder Sydney. Aber auch dann wirst du feststellen, dass der äußere Schein trügt und den Feierlichkeiten aus der Nähe beizuwohnen doch komplett anders ist als erwartet. Ich war zwar weder in den Vereinigten Staaten noch in Australien zu Silvester, aber dafür schon einmal im schönen Italien – genauer gesagt in der Ewigen Stadt – und ein anderes Mal im schönen Split an der kroatischen Mittelmeerküste.

Eines kann ich schon einmal verraten: Keine der Neujahrsfeiern war so wie bei uns daheim. In Italien werden fast gar keine privaten Böller gezündet. Zum Glück gehen Fans von Feuerwerkskörpern nicht komplett leer aus. Die Römer lieben es genauso, den Himmel erleuchtet zu sehen, weswegen mehrere öffentliche Feuerwerke die Stadt von oben erhellen. Die größte Feier ist für gewöhnlich – wie könnte es auch anders sein – im alten Circus Maximus. Passender kann man doch gar nicht ins neue Jahr starten, oder?

Dazu komplett im Kontrast stehend war das Feuerwerk in Kroatien. Auch wenn vor dem Glockenschlag im Gegensatz zu unseren heimischen Gefilden noch keine Böller flogen, ging es um 24 Uhr dann so richtig los. Nicht nur das städtische Feuerwerk lief auf Hochtouren – auch die Einwohner von Split ließen den Himmel in buntesten Farben erstrahlen. Die komplette Hafenpromenade leuchtete im Schein der unzähligen Bengalischen Feuer feuerrot auf. Ein Wahnsinnsanblick!

Beide Silvesterfeste im Ausland – und damit meine ich nicht nur das Feuerwerk – waren so unterschiedlich, dass ich ehrlich gesagt, ganz gespannt darauf bin, nächstes Jahr Silvester wieder im Ausland zu feiern. Mal sehen, wo ich in einem Jahr ganz sehnsüchtig das Feuerwerk erwarten werde…

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#335 Warum sollte man unbedingt mal im Winter nach Mallorca?

Hier kommt eine dringliche Empfehlung: Fliege unbedingt auch mal im November, Dezember oder Januar auf die Balearen. Du hast die Inseln fast für dich und vom Sauftourismus sind maximal noch Bruchstücke übrig.

Erkunde bei dieser Gelegenheit am besten gleich die ganze Insel. Beginne in Sant Elm und arbeite dich mindestens bis nach Cala Figuera durch. Koste die Dörfchen aus, die man jetzt fast ganz alleine genießt. Vergiss jeglichen Stress auf den schönsten Wanderwegen der Insel und fühle die Sonne, die immer noch unerwartet warm strahlen kann.

Gerade Sant Elm habe ich besonders ins Herz geschlossen. Ende November 2017 war ich dort zum ersten Mal. Man kann sehr gut erahnen, wie voll das kleine Dorf am westlichen Zipfel der Insel im Sommer werden muss. Doch im Spätherbst und Winter liegt es in absoluter Stille und glänzt mit seinen verwunschenen Eckchen. Wunderschön ist zum Beispiel der alte Fischerhafen, wo Bötchen in allen möglichen Farben auf ihren Einsatz warten. Überall findet man kleine Aussichtspunkte und enge Treppchen, die immer wieder direkt ans Meer hinunter führen. Die Häuser im Zentrum sind mit viel Liebe errichtet worden und verleihen der Stadt einen außergewöhnlichen Look mit ihren fröhlichen Fassaden. Der eine oder andere Balkon kann einen etwas neidisch machen. Die süßen kleinen Restaurants mit tollem Blick übers Meer sind weder überfüllt noch zu leer und alle wirken total entspannt.

Auch die Viertel etwas außerhalb lohnt es sich zu erkunden. Viele Hotels werden über den Winter renoviert und sogar einige neu errichtet. Es ist wirklich spannend zu sehen, wie die großen und kleinen Ferienorte entstehen. Auch wenn es etwas traurig macht, dass die Orte mehr und mehr vom Tourismus erschlossen werden. Aber nun gut, dem kannst Du auf Mallorca sowieso nur außerhalb der Saison entgehen. So ist das eben.

Angeschlossenen an die Hotels liegt eine sehr ruhige Wohnecke. Hinter dem letzten Haus der Siedlung befindet sich der dritte Strand der Stadt. Der ist allerdings mehr eine Felsansammlung mit einer Treppe ins Wasser als ein Strand.

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#334 Was solltest Du bei der Reiseplanung für 2021 beachten?

Corona hat das Reisen dieses Jahr deutlich erschwert. Kein Wunder also, dass sich in uns allen große Sehnsucht nach dem nächsten Urlaub breitmacht. Der eine träumt von endlosen Stränden und entspannten Städtetrips, während der andere den nächsten Wellness-Aufenthalt kaum erwarten kann. Die Zeit zwischen Weihnachten und Silvester ist meist sehr ruhig und bietet sich perfekt an, die Urlaubsplanung für das nächste Jahr anzugehen. Dabei solltest Du aber ein paar Aspekte beachten.

Bleib flexibel

Genau wie 2020 lässt sich auch für 2021 keine eindeutige Aussage machen. Das Einzige, was feststeht, ist, dass Corona uns auf jeden Fall weiterhin begleiten wird. In welche Richtung sich die Dinge entwickeln, kann dir aber keiner garantieren.

Wer flexibel ist, bucht am besten nicht allzu lange im Voraus, sondern erst unmittelbar vor Reiseantritt. Mit dem richtigen Reiseziel und der richtigen Herangehensweise wird das auch nicht wesentlich teurer werden.

Sorge für eine Reiserücktrittsversicherung

Wenn du nicht flexibel genug buchen kannst, solltest du für 2021 unbedingt eine Reiserücktrittsversicherung abschließen. Und zwar eine, die auch wirklich wasserdicht ist. Informiere dich ausführlich und lass dir nichts andrehen.

Plane eher für das Sommerhalbjahr

Die Betrachtung des vergangenen Jahres zeigt, dass das Virus im Sommer möglicherweise weniger oft übertragen wird. Schon alleine deswegen, weil man sich weniger drinnen aufhält. Aus diesem Grund ist es ratsam, potenzielle Reisen eher für die warmen Monate zu planen.

Autoreise statt Flugreise

Wer mit dem Auto reist, kann spontan reagieren. Du bist dann nicht auf einen Rückflug angewiesen, sondern hast die Möglichkeit, von jetzt auf gleich abzureisen oder den Ort zu wechseln. Sollte es an deinem Urlaubsort zu einem plötzlichen Anstieg der Fallzahlen kommen, hältst du dir somit alle Optionen offen.

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#333 Warum Georgien eines der außergewöhnlichsten Länder ist – eine Liebeserklärung

Georgien habe ich mein Herz und meine Seele geschenkt. Wobei geschenkt ist wohl falsch ausgedrückt. Das hört sich viel zu willentlich an. Aber das war keinesfalls eine Entscheidung. Sondern vielmehr eine unvermeidliche Konsequenz meiner Reise nach Georgien.

Nach nur einer Handvoll Tage in diesem kleinen Land am Schwarzen Meer war es um mich geschehen. Ich war hingerissen. Georgien ist so viel mehr als nur irgendein Staat zwischen Europa und Asien.

Gereist bin ich schon eine Menge. Gesehen von der Welt habe ich also bereits vieles. Noch nie jedoch war ich an einem vergleichbaren Ort. Georgien ist für mich etwas ganz Besonderes. Wie genau ich diese Aussage verständlich belegen kann, weiß ich allerdings nicht. Denn es geht dabei vielmehr um ein Feeling. So was lässt sich schwer in Worte fassen. Doch ich werde es einfach einmal versuchen.

Es fängt schon damit an, dass du dich in Georgien zu jeder Uhrzeit wohl und sicher fühlst – selbst die Straßenhunde geben dir Geleitschutz. Unterwegs triffst du überall auf unglaublich hilfsbereite Menschen. Es gibt da die Geschichte von einer verlorenen Kamera, die mir mitten in der Prärie zurückgebracht wurde, und Taxifahrern, die mich zur Tauglichkeit meines Mietwagens beraten haben, womit sie sich um einen zahlenden Kunden gebracht haben – das alles und noch viel mehr habe ich in Georgien erleben dürfen.

Außerdem ist Georgien ein unglaublich vielfältiges Land. Fast egal, was du suchst, du wirst es finden. Das Meer, die Berge, einsame Szenerien, Wildlife, religiöse Pilgerorte, Kultur, Geschichte, belebte Großstädte, schillernde Feste, kulinarische Besonderheiten, sportliche Herausforderungen und endlose Ruhe.

Georgien kann man in ein paar Tagen oder in ein paar Wochen erkunden. Auch wenn das Land gerade mal so groß wie Bayern ist, gibt es immer wieder etwas Neues zu bestaunen. Stell dir mal den Moment vor, wenn du irgendwo abseits der großen Straßen in den Bergen unterwegs bist und auf einmal durch dein rechtes Autofenster auf eine Wiese voller riesengroßer Steingesichter blickst. Einfach einmalig. Dann fährst du noch ein paar Kilometer weiter und findest dich plötzlich in einem winzigen Dörfchen wieder, dessen Hauptstraße so tiefe Schlaglöcher aufweist, dass an ein Weiterkommen nicht zu denken ist. Doch in Georgien macht das überhaupt nichts. Du lässt dein Auto einfach am Straßenrand stehen und wartest auf den nächsten Wagen mit Allradantrieb. Ein nettes Lächeln und der Fahrer nimmt dich freudestrahlend mit zu seinem Ziel. Auf dem Weg erzählt er dir treuherzig von seinem Leben, seinem Land und seinen Leuten.

Dieser Artikel könnte noch ewig weitergehen. Ich könnte von der abendlichen Lebensfreude in der Hauptstadt Tiflis berichten oder den Schwefeldüften in deren Altstadt. Gut, diesen Geruch mag nicht jeder, aber es macht Tiflis trotzdem zu etwas Besonderem – ich war zuvor noch nie in einer Großstadt mit einem Zentrum voll von Schwefelduft.

Dann gibt es da noch die Bauarbeiter, die nur für dich Hammer und Meißel fallen lassen und dir den Blick auf ihre halb fertige Kirche freigeben. Oder die Geschichte von dem wilden Bären, den ich getroffen habe. Mensch Georgien, du flashst mich immer wieder. Ich liebe meine Erinnerungen an diese Reise und hoffe eines Tages zurückkehren zu dürfen.

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#332 Italienliebe – Was macht Italien so besonders?

Jährlich fahren gut ein Dutzend Millionen Deutsche zum Urlaub, machen nach Italien. Und das aus gutem Grund. Italien ist ein spitzen Reiseziel. Doch überzeuge dich selbst. Wir haben unsere Top 3 Gründe für dich aufgelistet.

  1. Kultur und Geschichte

Italiens Geschichte reicht weit zurück. Man kann die Entwicklung des Landes sogar bis um die 1,5 Milliarden Jahre zurückverfolgen. Für alle, die das nur wenig interessiert, wird es spätestens mit einem Blick auf die Entstehung des Römischen Reiches spannend.

Ruinen und beachtliche Bauten zieren das Stadtbild Roms. Die bekanntesten darunter: das Forum Romanum und das Colosseum!

Dann gibt es da noch eine konservierte Stadt, die uns alle an die Grausamkeit der Natur erinnert, aber trotzdem jeden Besucher in seinen Bann zieht. Natürlich, Pompeji. Keiner kann einen Fuß in diese alten Mauern setzen, ohne sich dabei in eine völlig andere Zeit versetzt zu fühlen und furchtbare Bilder eines vergangenen Ereignisses vor Augen zu haben.

Neben dieser traurigen, düsteren Seite Italiens gibt es aber auch umso mehr kunterbunte, farbenfrohe und lebensbejahende Sehenswürdigkeiten. Dazu gehören für mich die Fischerdörfchen der Cinque Terre, die Toskana, der bunte Trubel in den Straßen von Rom und noch so viel mehr.

  1. Schmackhaftes Essen

Mhmm, wenn ich nur daran denke, sehe ich sofort eine leckere italienische Pizza mit knusprigen Boden, ganz viel Tomatensoßen und Mozzarella vor mir stehen. Ich muss dann mal weg. Bis nach Italien sind es ein paar Stunden zu fahren. Und ich will ja nicht, dass meine Pizza kalt wird.

Abgesehen von Pizza, Pizza, Pizza gibt es in Italien noch jede Menge anderer leckerer Spezialitäten. Damit sind jetzt nicht nur Pastagerichte gemeint, sondern schmackhafte Fisch- oder Fleischspezialitäten. Und nicht zu vergessen: das leckerste Eis der Welt!

  1. La Dolce Vita

Lebensfeeling pur. Das ist Italien. Und bisher kenne ich kein anderes Land – zumindest in Europa – das es mit der Lebensfreude und Leichtigkeit der Italiener aufnehmen kann. Ein Tag dort reicht aus, um Stress, Sorgen und Anspannung abzustreifen, wie eine alte Haut, die überflüssig geworden ist.

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#331 Schöne Spaziergänge rund um Bamberg

Bamberg ist eine traumhafte Stadt. Die Architektur reicht bis ins 11. Jahrhundert zurück und an Sehenswürdigkeiten lassen sich die Bamberger auch nicht lumpen. Seit ich ein kleines Kind war, komme ich regelmäßig nach Bamberg. Meine Eltern haben die Stadt für Tagesausflüge geliebt und inzwischen wohnen auch einige Freunde von mir im bayrischen Venedig. Ein guter Grund, um hin und wieder einen Abstecher nach Bamberg zu unternehmen. Heute möchte ich mich auf eine der vielen Besonderheiten Bambergs konzentrieren: In Bamberg kannst Du nämlich wunderbar spazieren gehen. Meine drei liebsten Spaziergänge durch Bamberg stelle ich dir im Folgenden vor.

  1. Schlendern durch die Parkanlagen am Luisenhain

Zwischen den beiden Regnitzarmen erstreckt sich der Luisenhain. Du streifst Ewigkeiten durch grüne Natur und hast das Flussufer direkt vor deiner Nase. Vom Zentrum aus ist es nicht weit und so ist der Luisenhain ein beliebter Treffpunkt vieler Bamberger geworden. Trotzdem ist so viel Platz und Natur, dass immer ein Stück Ruhe zu finden ist.

  1. Brücken und Altstadt

Natürlich darf ein Spaziergang durch die Bamberger Altstadt keinesfalls auf deiner Bucket List fehlen. Bambergs alte Häuser, die bunten Fassaden, die leckeren Restaurants, Cafés sowie Eisdielen und nicht zuletzt die imposanten Brücken machen die Innenstadt zu etwas ganz Besonderem. Ich liebe es, ziellos durch die Altstadt zu schlendern und mich von den farbenfrohen Anblicken begeistern zu lassen. Am besten gefällt es mir, die Gärten und Häuser direkt am Flussufer zu bestaunen. Dort verstecken sich ein paar schönsten Altbauten Bambergs.

  1. Kloster Michaelsberg

Auch der Weg zum Kloster hinauf steht definitiv ganz oben auf jeder Bamberg-Tipp-Liste. Zu Recht! Vom Kloster hast du nicht nur einen einzigartigen Blick auf die Stadt, sondern auch ein tolles kulturelles Erlebnis und einige tolle Einkehrmöglichkeiten. Und wie jeder weiß, vertragen sich Spazierengehen und Essen besonders gut.

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#330 Bayern – das schönste Bundesland Deutschlands?

Manch einer behauptet, Bayern sei das schönste Bundesland in Deutschland. Ich sehe mich nicht imstande, das objektiv zu beurteilen. Nachdem ich sowohl in Bayern geboren bin, dort aufwuchs und bis heute mein Wohnsitz in Bayern liegt, bin ich wohl etwas blind für die Schönheit meines Heimatbundeslandes geworden. Klar, auch ich bin der Meinung, dass Bayern einige schöne Flecken hat, aber ob das Bayern zum schönsten Part von Deutschland macht!? Keine Ahnung. Aber weißt du was? Beurteile das doch einfach selbst. Nachfolgend werde ich dir einen Überblick über die schönsten Sehenswürdigkeiten in Bayern geben und dann kannst du entscheiden, wie sehr dir Bayern gefällt.

Beginnen wir ganz im Süden. Dort erwarten dich meiner Meinung nach die größten Schätze von Bayern: die Berge und eine ganze Menge Seen. Wer Bayern besucht, der muss auf jeden Fall durch die raue Alpenlandschaft streifen, über saftig grüne Wiesen tanzen und an einem der unzähligen Seeufer ein Picknick abhalten. Dann wäre da noch ein Sprung in den eiskalten Königssee zu empfehlen, ein Blick auf die Königsschlösser und ein Besuch in der Landeshauptstadt München. Du siehst: Allein der Süden von Bayern hat schon einiges zu bieten.

Weiter geht’s Richtung Norden. Auch da warten einige Highlights auf dich. Wir leben hier zwischen vielen schönen Altstädten und architektonischen Wunderwerken. Würzburg, Bamberg, Rothenburg, Miltenberg und Bayreuth – diese Namen solltest Du auf jeden Fall gehört haben.

Bayern ist auch für all die wunderbaren Weihnachtsmärkte bekannt. Besonders toll finden wir den Weihnachtsmarkt in Nürnberg. Nicht nur, dass es superleckeren Glühwein und Lebkuchen gibt, die Kulisse rund um den Weihnachtsmarkt und die historischen Gebäude sorgen für ein einzigartiges Ambiente.

Nun, was sagst du? Bekommt Bayern eine Chance von dir?

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#329 Wohin mit deinem Reisefieber?

Aktuell macht Corona das Reisen zu großen Teilen unmöglich. Natürlich gilt das nicht für jeden oder jede Art des Reisens, aber die Mehrheit der Menschen sitzt momentan an ihrem Heimatort fest. Ob das nun für jeden ein Problem ist, sei mal dahingestellt. Doch wenn du auf diesen Artikel geklickt hast, dann wohl höchstwahrscheinlich aus dem Grund, dass dir das Reisen genauso fehlt wie mir. Deshalb möchte ich heute der Frage nachgehen, wie in dieser speziellen Situation mit den beschränkten Möglichkeiten, die uns bleiben, unsere Reisesehnsucht dennoch gestillt werden kann.

Es gibt so viele Vorschläge im Internet. Die wenigsten davon stellen mich jedoch zufrieden. Ich will dir einen kurzen Überblick geben: Reisefotos anschauen, die Wohnung nach einer Reisedestination dekorieren, Dokumentarfilme sehen, die nahe Umgebung erkunden, Essen anderer Nationalitäten kochen und und, und! Das alles schafft maximal für einen kurzen Augenblick Abhilfe. Es gibt mir wohl nur einen winzigen Bruchteil des Gefühls, das ich habe, wenn ich endlich wieder meinen Rucksack packen und auf Reisen gehen kann.

Den Sommer über haben mich kleine Reisen bei Laune gehalten. Ich war mehrfach in Italien unterwegs. Das konnte mich zumindest teilweise über meine Sehnsucht hinwegtrösten. Ich will in die Ferne. Ich will Orte erkunden, die ich noch nie gesehen habe, und ich will jeden Tag aufwachen und wissen, dass ich das tue, was ich liebe.

Es war ein kühler, dunkler Novembernachmittag, als mir endlich klar wurde, was das Einzige ist, was mir momentan da raus helfen kann. Ich habe mich deprimiert durch Reiseblogs geklickt und mich weit weg geträumt. Da fiel mein Blick auf einen Bericht über den Hua Shan. Kennst du den Hua Shan? Falls nein – der Hua Shan ist ein heiliger Berg in China. Jährlich wagen zahlreiche Chinesen sowie Touristen den schwierigen Aufstieg zur Pilgerstätte am Gipfel. Die Besteigung des Hua Shans ist alles andere als ungefährlich und doch hat mich dieser Berg sofort fasziniert. Vielleicht auch gerade deswegen. Ich habe mir vorgenommen, da will ich mal hin. Ob ich mich dann auch tatsächlich trauen werde? Keine Ahnung! Aber ich habe ab jetzt ein neues Reiseziel. Und mich in diesem Moment darüber hinweggetröstet, nicht sofort reisen zu können. Seitdem weiß ich: Wenn mich das Fernweh mal wieder übermannt, mache ich mich einfach an die Reiseplanung für die Zeit nach Corona. Ich recherchiere, mache Pläne, gucke mich nach neuen Destinationen um und lasse mich von unserer wunderbaren Welt faszinieren.

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#328 Unsere Erfahrung mit Corona auf Reisen

Im Sommer 2020 war zumindest ein kleines bisschen Normalität zu finden. Diese Gelegenheit haben wir genutzt, um ein paar beschauliche Reisen zu unternehmen. Nichts Großes, nichts Besonderes, nichts Aufsehenerregendes. Trotzdem war es toll und ich bin gerade so froh, dass wir den Schritt gewagt haben. Es wird mich durch den Winter bringen und meine Hoffnung auf kommende Reisen hochhalten.

Auf jeder unserer Reisen und Kurztrips haben wir uns sehr strikt und möglichst umfassend mit den Sicherheitsmaßnahmen auseinandergesetzt, um uns und andere zu schützen. Gerade als Reisender, also als Gast, ist es von außerordentlicher Wichtigkeit dafür zu sorgen, dass man keine Viren verbreitet. Das haben wir sehr ernst genommen und als unsere oberste Verantwortung gesehen. Doch wie genau konnten wir das umsetzen? Wie hat es sich angefühlt? Und wie waren die Reaktionen?

Als Erstes muss ich leider sagen, dass andere Urlauber es mit den Gastregeln oft nicht allzu genau nehmen. Wir haben mindestens so viele schlechte Beispiele wie zu Hause gesehen. Das war wohl aber auch zu erwarten. Schließlich fahren ja nicht nur die Leute ins Ausland, die bereit sind, sich an die Regeln zu halten. Doch gleichzeitig haben wir auch eine Menge positive Erfahrungen gemacht. In Italien beispielsweise waren wir positiv überrascht, wie akribisch sich die Einheimischen an jegliche Vorschriften hielten und wie ausgefeilt die Regeln zum Teil waren. Klar, es hat genervt in den Altstädten und am Strand mit Maske unterwegs zu sein, aber zumindest ist man so mit einem guten Gefühl gereist.

Die Stimmung war übrigens durchwegs sehr gut. Die Gastländer haben sich sehr gefreut, endlich wieder Touristen begrüßen zu dürfen und uns keinerlei Argwohn entgegengebracht. Unterm Strich lässt sich sagen, dass unsere Reisen zu Coronazeiten bisher äußerst angenehm verlaufen sind. Wer sich das richtige Reiseziel aussucht und sich an die gebotenen Regeln hält, der fühlt sich in seinem Urlaub wohl. Auch wenn jetzt eine längere Zeit ohne Reisen ansteht, können wir uns darauf freuen, wenn es wieder losgehen darf.

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#327 Europas Zwergstaaten

Wir haben schon einen Franzosen getroffen, der dachte, Monaco gehöre zu Frankreich und dass San Marino keine italienische Stadt ist, weiß auch nicht jeder. Monaco und San Marino sind allerdings nur zwei Beispiele von den insgesamt sechs europäischen Zwergstaaten. Als Zwergstaat werden sie bezeichnet, da sie flächenmäßig besonders klein sind und meist eine sehr geringe Einwohnerzahl aufweisen. Die Grenze zur Einordnung als Zwerg- oder Microstaat zieht man bei ungefähr 1000km².

Wer sich jetzt fragt, welche sechs Staaten das bitte sein sollen – hier kommt die Auflösung: Die Vatikanstadt im Herzen von Rom ist der kleinste Staat und das sogar weltweit! Gerade einmal 440 Quadratmeter (0,44km²) ist der Sitz des römisch-katholischen Oberhauptes groß. Dicht dahinter folgt Monaco – Platz 2 weltweit. Der berühmte Stadtstaat am Mittelmeer nahe Nizza misst 2km². San Marino mit 62km² ist dagegen schon fast ein Riese. San Marino liegt unweit von Rimini, komplett umringt von Italien. Liechtenstein verfügt über 160km² zwischen Österreich und der Schweiz. Weiter geht es mit einer eigenständigen Mittelmeerinsel: Malta. Mit 316km² ist das Land der zweitgrößte Microstaat in Europa. Größer ist sonst nur noch Andorra. Eingekuschelt zwischen den hohen Gipfeln der Pyrenäen ringsum, trotz das 468km² Andorra dem eisigen Winter – im Umkehrschluss bedeutet das, dass es ideale Skibedingungen hat! Im Sommer dagegen darf man sich an dem Paradies für Wanderer, Mountainbiker, Kletterer und Gleitschirmflieger erfreuen.

Ich war im Laufe der letzten fünf Jahre tatsächlich in jedem Einzelnen dieser sechs Staaten. Durch die geringe Größe haben die Staaten meiner Meinung nach einen ganz besonderen Charme. Jeder Besuch war einzigartig und eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Am besten gefallen haben mir übrigens die Vatikanstadt, San Marino und Liechtenstein.

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#326 Phänomen Mallorca – Spanien ohne Spanisch und andere Marotten

Als wir in Palma aus dem Flugzeug steigen – von Madrid aus für 20€ hin und zurück mit gewissen Billigairlines und in Deutschland liegen die Preise außerhalb der Saison auch nicht wirklich höher – sind wir erst mal von den vielen Toiletten beeindruckt, die wir auf dem Weg vom Gate zum Ausgang passieren. Wenn wir jetzt scherzen dürfen, dann sind die wohl extra für alle gebaut worden, die schon im Flieger mit dem Bier angefangen haben und jetzt mehr als dringend ein stilles Örtchen benötigen. Von der Anzahl der Örtchen ausgegangen sind das wohl einige. Na ja, wenn ihr euch jetzt angesprochen fühlt, dann ist das auch okay. Schließlich darf jeder ja seinen Urlaub verbringen, wie er sich am wohlsten fühlt. Und wenn das heißt, fünf Bier vor der Landung, heißt es das eben. Vielleicht fällt so auch das Spanisch leichter. Wobei Spanisch eigentlich gar nicht nötig ist. Deutsch versteht mindestens die Hälfte der Einheimischen. Liegt wahrscheinlich daran, dass fast die Hälfte der Anwohner Deutsche sind.

In Peguera ist Deutsch wohl inzwischen die Amtssprache. Peguera ist ein Dorf einige Kilometer von der Hauptstadt Palma entfernt, das auch das „Deutsche Dorf“ genannt wird. Dort bekommst du Thüringer Bratwurst, Weißwürste mit Brezel und auch fast alles sonst, was du von zu Hause kennst. Die Bratwurst schmeckt übrigens ziemlich gut. Im November liegt Peguera, das übrigens definitiv keinen Schönheitswettbewerb gewinnen kann, ziemlich einsam da. Ein paar übrig gebliebene Touristen und ein paar Backpacker sind die einzigen, die sich noch hierher verirren. Die meisten Geschäfte sind permanent geschlossen und die Hotels zum Teil verrammelt und winterfest zurückgelassen. Abgesehen von ein paar deutschen Expats und wenigen Mallorquinen gibt es – zumindest im Zentrum – kaum permanente Einwohner. Als wir abends durch die Straßen laufen, wirkt das irgendwie traurig und man merkt schnell, wie sehr der Tourismus dieses Dorf eingenommen hat.

Doch schreibe Mallorca als Reiseziel trotzdem keinesfalls ab. Die Insel kann so viel mehr als Peguera und Bratwürste. Da gibt es noch so viel zu erkunden und zu entdecken. Verlass die ausgetrampelten Pfade und du wirst Mallorca lieben lernen.

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#325 Liechtenstein – ein erstes Reinschnuppern

Als meine Freundin und ich dieses Jahr endlich die Möglichkeit hatten, auf dem Rückweg aus Italien noch einen Zwischenstopp in Liechtenstein einzulegen, war ich ehrlich gesagt begeistert. Unsere letzte Nacht in Italien verbrachten wir am Comer See (Lago di Como). Nachdem wir mit der Sonne aufgestanden waren, gab es ein schnelles Frühstück in unserem Honda Schlafmobil und nach ein paar obligatorischen Morgenfotos ging es dann gleich in Richtung Schweizer Grenze. Die wirklich extrem kurvenreiche und teils enge Straße zum 2113 Meter hohen Splügenpass (Passo dello Spluga) überraschte uns nicht nur mit einem unglaublichen Ausblick, sondern auch mit dem ersten Schnee des kommenden Winters. In der Schweiz angekommen, erwartete uns die volle Schönheit der Schweizer Natur. Durch enge Schluchten und über reißende Gebirgsbäche führte uns die Straße beständig unserem eigentlichen Ziel entgegen. Die Freude und Aufregung wurde immer größer mit jedem Kilometer, den wir uns der Grenze näherten. Liechtenstein, wir kommen!

Im Fürstentum Liechtenstein angekommen, erwartete uns zuerst einmal die durch Fotos weit bekannte Burg Gutenberg. Auch wir hatten sie natürlich schon einmal gesehen, aber es ist doch immer etwas besonderes, wenn man das Fotomotiv dann mit seinen eigenen Augen zu sehen bekommt. Nach einem kurzen Zwischenstopp ging es direkt weiter in den Hauptort Vaduz.

Vaduz selbst ist noch einmal ein wenig aufgehübschter als das generell sehr ansprechende Liechtenstein. Gerade das Zentrum mit dem Landtagsgebäude, daneben dem Sitz der Regierung und der imposanten Kathedrale St. Florin hat uns unglaublich gefallen. Ein wenig darüber – umgeben von Wald – liegt das Schloss der fürstlichen Familie.

Da wir am gleichen Tag noch zu hause ankommen wollten, konnten wir leider nach unserer ausführlichen Tour durch Vaduz Liechtenstein nicht mehr weiter erkunden. Für uns bedeutet das, dass wir auf jeden Fall noch einmal wiederkommen und dann auch die malerische Bergwelt des Fürstentums erkunden werden!

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#324 Spanien – unser zweites Zuhause

Wir müssen uns direkt entschuldigen. Der nachfolgende Text könnte sich etwas kitschig anhören oder irgendwie verliebt. Denn das sind wir. In das wunderbare Spanien. Genauer gesagt in die endlosen Landschaften, das südliche Ambiente und den entspannten Lebensstil. Als Halb-Spanier sind wir ja sozusagen, immerhin haben wir ein Jahr in Spanien gelebt, dürfen wird das aber auch sein! Oder nicht?

Wie ihr sicher schon bemerkt habt, lieben wir es zu reisen. All die Orte, die wir besuchen, hinterlassen immer Spuren in unserer Seele. Es gibt sicher Plätze oder Länder, die uns schon mehr umgehauen haben als Spanien. Als „Weltreisende“ sind wir natürlich immer an weiter, weiter und noch weiter weg interessiert. Aber mal ganz ehrlich, manchmal ist das auch gar nicht nötig. Einige Länder Europas haben so einiges zu bieten. Auch abgesehen von historischen Städten. Das merken wir in letzter Zeit immer wieder. Gerade in dem Jahr, das wir nutzen durften, um die iberische Halbinsel endlich mal ausführlich unter die Räder zu bekommen. Damit meinen wir, dass wir mit unserem Lieblings-Honda von A nach B, anschließend nach C und letztendlich bis Z gefahren sind. Und damit meinen wir, dass wir Spanien von Nord bis Süd und von West nach Ost erkundet haben. Das war wirklich eine wunderschöne Zeit.

Spanien ist so viel mehr, als man sonst so hört. Es ist nicht nur ein Land, das sich zum in der Sonne brutzeln anbietet. Es ist auch nicht nur ein Land für eine Woche Sightseeing in den andalusischen Ikonen. Wer nach Spanien kommt, sollte sehr viel Zeit mitbringen. Jedenfalls, wenn man sich auf die Suche machen möchte, nach den wirklichen Wurzeln des Landes. Doch glaubt uns bitte, es würde sich garantiert lohnen.

Da wir während unserer Spanienzeit beide in Madrid studiert haben, konnten wir natürlich nicht die ganze Zeit durch die Gegend reisen. Zumindest ein paar Tage die Woche waren wir an die Stadt gefesselt, die wir immer noch von ganzen Herzen vermissen. Die Zeit, während unsere Studientage haben wir also auch mehr als genossen. Klar wären wir auch gerne die ganze Zeit Roadtrip-mäßig unterwegs gewesen, aber unsere Base in Madrid hätten wir auf keinen Fall missen wollen.

Jedes Mal, wenn unser langes Wochenende dann jedoch endlich vor der Tür stand, ging es ganz schnell: Rucksack geschnappt, Essen gepackt, Zelt unterm Arm und dann alles rein in unser Auto. Das hat vielleicht etwas geächzt, aber uns immer treue Dienste geleistet. Anschließend mussten wir uns für eine der vielen Himmelsrichtungen entscheiden. Okay, Spanien hat auch nicht mehr als Norden, Osten, Süden, Westen und eben etwas dazwischen. Dennoch hatten wir irgendwie das Gefühl, als wäre die Auswahl riesig. Es war immer eine Qual der Wahl. Der Norden verzauberte uns mit seinen wilden, einsamen Stränden. In den Buchten der nördlichen Küste herrscht eine unzerstörbare Ruhe, die einem wahnsinnig dabei hilft, alles einfach mal hinter sich zu lassen. Egal ob man für ein Wochenende kommt oder gleich für zwei Wochen. Hier gibt es so viel Sehenswertes. Sowohl für Naturliebhaber als auch für Architekturfans. Besonders toll in Erinnerung haben wir immer noch den kleinen Fischerort El Cuidellero. Nach einer Fahrt über den Bergrücken an der Küste findet man sich in einem abgekapselten kleinen Paradies wieder. Wir haben dort nur einen einzigen Abend verbracht, aber wir würden am liebsten sofort wieder hingehen. In die Bergmulde kuschelt sich ein kleiner Hafen mit Spazierbrücke durch die Meereinmündung. Die hochragenden, kunterbunten Häuschen strecken sich in die Höhe und die kleinen Plätze und Gassen laden ein, sich treiben zu lassen oder ein leckere fischiges Menü in einer der einheimischen Kneipen zu genießen. Durch das Zentrum führt nur eine einzige große Straße. Alles andere kann man maximal als Sträßchen bezeichnen. Folgt man den engen Treppen und Gassen nach oben, hat man bald einen tollen Ausblick auf das Dorf inklusive Hafen. Ein weiterer gigantischer Ausblick befindet sich etwas außerhalb des Ortes gelegen. Hierhin kommst du, wenn du rechts neben dem Hafen entlang der felsigen Wände auf einen weiteren Spazierweg am Wasser entlang gehst. Bald kommen ein paar Treppen und darauf ein hoher Steg. Das Ende des Weges bringt dich zu einem großen Leuchtturm. Das Leuchtturm-Gelände darf man zwar leider nicht betreten, aber der Ausblick von hier oben ist unbezahlbar. Du siehst das wilde Meer an die kleinen Felsen weit unter die klatschen und wirst dich einfach ruhig und glücklich fühlen.

Außerdem last but not least, weil der Norden der einzige wirklich grüne Ort Spaniens ist. Das Grüne haben wir in Spanien manchmal etwas vermisst. Durch die starke und lang anhaltende Hitze im Sommer ist vieles verdörrt und die meisten Wiesen sind mehr vertrocknet braun als saftig grün. Auch der Regen hat uns gefehlt. In unserem ganzen Jahr in Madrid hat es maximal vierzig Tage geregnet. 30 davon waren im Januar. Den Rest des Jahres ist die Luft oft sehr trocken. Das macht das Atmen manchmal recht schwer. Vor allem in der Großstadt.

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#323 Autounfälle auf reisen – oder: Was wir schon alles gesehen haben

Spanien 2017: Ein Krachen. Ein quietschender Schrei. Und plötzlich fliegt vor meinen Augen alles durcheinander. Dann herrscht Stille. Absolute Stille. Wahrscheinlich ist es in Wirklichkeit gar nicht so ruhig, aber für mich steht die Welt für einen Moment still. Da gibt es nichts zu sehen, zu hören oder zu fühlen. Ich stehe unter Schock.

Lange hält die Stille nicht vor. Die Gedanken kommen zurück und der Drang zu handeln ebenso. Was ist da eben passiert? Das Krachen kam von dem Motorrad, als es auf die Autobahn aufgeschlagen ist. Der Fahrer hat die Kurve beim Auffahren zu eng genommen. Das Quietschen stammte von der durchgetretenen Bremse, die mein Freund aus vollster Kraft betätigt hat, um irgendwie vor der Unfallstelle zum Stehen zu kommen. Und das Durcheinander vor meinen Augen ist entstanden, als es den Motorradfahrer mitsamt seinem Motorrad über mehrere Spuren des Highways geschleudert hat. Ein furchtbarer Anblick.

Sekunden später springen wir aus dem Auto und eilen dem Fahrer schnellen Schrittes zur Hilfe. Der versucht sich bereits aufzurappeln. Würde er das bitte unterlassen. Nach so einem Unfall einfach ohne Weiteres aufzustehen, ist nicht unbedingt das schlaueste. Man muss immer mit inneren Verletzungen rechnen. Doch Spanier sind nicht umsonst Spanier: Nachdem der Mann sich von seinem Schock erholt hat und die Umstehenden sein Motorrad auf die Räder gewuchtet haben, ist er nicht mehr aufzuhalten. Er besteigt sein Fahrzeug und besteht darauf, die Fahrt ganz normal fortzusetzen. Noch lange später fragen wir uns, ob wir das irgendwie hätten verhindern können. Als Ausländer hat man in so einem Fall jedoch noch weniger Handlungsspielraum als zu Hause. Man kann sich ja nicht mal ausreichend flüssig verständigen.

Ähnliches haben wir leider schon viel zu oft erlebt. Erst vor wenigen Wochen gab es ein erneutes Schockerlebnis: Wir sind in Italien unterwegs. Es ist bereits später Abend. In der Ortschaft, wo wie in Deutschland 50 km/h zu fahren ist, überholt uns ein Auto mit mindestens 80 Sachen. Nur knapp eine Minute später biegen wir um die nächste Kurve und sehen das furchtbare Szenario. Das Auto steht quer die Fenster, weis von den ausgelösten Airbags und überall liegen Splitter. Öl und Kühlmittel tropft aus dem Motorraum. Der Fahrer selbst steht fassungslos und unversehrt daneben. Ihm müssen anscheinend gleich einhundert Schutzengel auf einmal zur Seite gestanden haben.

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#322 Die Brombachseen & der Altmühlsee – was es dort zu sehen gibt?

Der kleine Brombachsee zählt, seit ich denken kann, zu meinen liebsten Ausflugszielen in Bayern. Einst gab es nur den einen, den kleineren der beiden Seen. Dann entschied man, dass nur ein toller See viel zu wenig sei. Man schaufelte ein neues Loch, viel größer als das erste und schippte einen hohen Damm. Bald kam das Wasser und ein neuer See war geboren: der große Brombachsee. Das Coole daran ist, dass ich das alles mit eignen Augen mit ansehen durfte. Okay, nicht jeden einzelnen Moment davon. Aber eben die grundlegende Entwicklung und die einzelnen Schritte. Bei jedem Besuch dort entstand ein neuer Blick auf die Landschaft und irgendwann stand ich dort vor einem einzigartigen neuen Gewässer. Als das alles dort vonstattengegangen ist, war ich noch sehr jung und mir erschien das Ganze wie Zauberei. Nur dank ein paar riesiger Bagger und einem großen Loch entstand plötzlich ein völlig neuer See. Das muss doch Magie sein!

Diese Magie hat die Region um die Brombachseen für mich bis heute behalten. Ich unternehme noch regelmäßig Tagestrips oder Wochenendausflüge in die Region. Es gibt dort so viel zu sehen und zu erleben. Bade am kleinen Brombachsee, umrunde die Seen zu Fuß oder mit dem Fahrrad, spaziere auf dem Damm mit je einem See zu deiner rechten und einem See zu deiner linken Seite. Unternimm eine Schiffstour auf dem großen Brombachsee oder spring ins Auto und lerne den Altmühlsee kennen.

Auch der Altmühlsee ist ein wunderbares Ausflugsziel. Nur eine kurze Fahrt von den Brombachseen entfernt, erwartet dich ein kleines Naturparadies. Auf der geschützten Insel mitten im Altmühlsee leben zahllose Vogelarten in einem sicheren Umfeld. Durch Holzbrücken ist die Insel mit dem anderen Seeufer verbunden. Auf einem ruhigen Spaziergang genießt du die Stille der Natur und kannst sogar auf einen Aussichtsturm hinaufklettern.

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#321 Seen im Süden von München – Starnberger See

Eine meiner schönsten Kindheitserinnerungen mit meinem Onkel ist der Tag, an dem wir gemeinsam mit dem Segelboot meiner Oma hinaus auf den Starnberger See gefahren sind. Der Wind spannt die weißen Segel und die Sonne lässt das Wasser glänzen. Während mein Onkel die kleine Nussschale zielsicher durch den See navigiert, springe ich vom Bug ins glasklare Wasser und ziehe mich an der kleinen Leiter am Heck wieder an Bord.

Heute schätze ich den Starnberger See aber nicht nur wegen dieser Erinnerung. Immer wieder hat er mich wie magisch angezogen. Kein Wunder! Während man ein entspannendes Bad genießt, kann man in der Ferne das fantastische Bergpanorama der Alpenkette genießen. Besonders schön ist es, wenn die Berggipfel schon durch eine feine Schneeschicht bedeckt sind – auch wenn dann das Wasser schon ziemlich kalt sein kann. Aber auch wenn man keine so begeisterte Wasserratte wie ich ist, kann der Starnberger See überzeugen. Entlang des Ufers gibt es kilometerlange Spazierwege und die Grillplätze laden zu einem gemütlichen Abend mit Freunden ein. Es gibt sogar ein paar wenige Plätze, an denen echte Lagerfeuer erlaubt sind! Auch eine Übernachtung in einem der unzähligen Hotels entlang des Sees ist eine wunderschöne Erfahrung. Das Frühstück mit Seeblick schmeckt einfach noch einen Ticken besser.

Alles in allem wird der Starnberger See immer ein schönes Erlebnis für mich bereithalten. Bis jetzt hat er mich auf jeden Fall noch nie enttäuscht. Wer auf der Suche nach ein bisschen Abwechselung ist, sollte auch dem hübschen Ammersee einen Besuch abstatten… oder dem Staffelsee… oder dem Kochel-, Walchen- oder Tegernsee. Dann gibt es aber auch noch die ganzen kleinen Weiler dazwischen… Man merkt schnell: Bei so einer Auswahl wird jeder fündig und seinen eigenen Lieblingssee bald finden!

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#320 Hamburgs schönste Sehenswürdigkeiten

Hamburg ist eine Stadt mit einer ganzen Menge Wohlfühlflair. Ich liebe Hamburg, weil ich mich dort mit jedem Besuch mehr und mehr zu Hause fühle.

Ich war bereits dreimal in Hamburg und jedes Mal habe ich dort eine neue tolle Entdeckung gemacht. Es gibt einfach so viel zu sehen! Doch welche der vielen Sehenswürdigkeiten sind denn nun die schönsten? Auch wenn ich mir schwertue da eine Rangordnung herzustellen, kann ich zumindest grundsätzlich sagen, welche Sehenswürdigkeiten Du auf deinem Hamburgtrip auf jeden Fall gesehen haben solltest.

Da wäre als Allererstes die Speicherstadt. Wer als Kind die Pfefferkörner geschaut hat, der weiß sofort, wovon ich spreche. Alte, riesengroße Lagerhäuser und dazwischen breite Wasserkanäle, auch Fleet genannt. Für Wasserfans und Fans von architektonischen Highlights ist die Speicherstadt der Place-to-be in Hamburg.

Des Weiteren solltest Du auch unbedingt einen Besuch bei der Fontäne auf der Binnenalster einplanen sowie einen ausgedehnten Bummel durch die Altstadt. Solltest du im Sommer nach Hamburg fahren, kann ich dir auch eine Tretboottour über die Alster nur ans Herz legen. Ruhe, Sonne und ein wenig sportliche Betätigung – ein guter Ausgleich auf einem Städtetrip.

Ebenso gut hat mir der Hamburger Dom gefallen und auch die Reeperbahn sollte man einmal gesehen haben.

Den Artikel schließen möchte ich mit dem wohl spektakulärsten Gebäude der Stadt: der Elbphilharmonie. Wer von sich sagen möchte „Ich war in Hamburg“, der muss auf jeden Fall einen Blick auf die Elbphilharmonie geworfen haben. Alles andere ist so was wie ein kleiner Verrat an die Kultur der Stadt. Gleichsam kannst Du dann noch einen kurzen Blick auf die großen Hafenanlagen nahe der Philharmonie werfen.

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#319 Was macht den Flair von Großstädten aus?

Lass dir das von jemanden sagen, der bereits ein komplettes Jahr in einer Millionenmetropole gelebt hat: Großstädte sind etwas ganz Besonderes! Heute möchte ich dir erzählen, was mir an Großstädten so gut gefällt.

Beginnen wir mal mit dem Offensichtlichen: In Städten mit vielen Einwohnern ist immer etwas geboten. Man muss nur vor die Tür gehen und schon fällt alle Langweile von einem ab. Es gibt eine riesige Auswahl an Restaurants, Cafés, Kleiderläden und Supermärkten. Wer auf Abwechslung steht, der ist in seinem persönlichen Paradies auf Erden angekommen.

Mir gefällt an Großstädten außerdem der Sog der Massen. Im überfüllten Madrider Zentrum wirst Du von den Menschen herum quasi mitgerissen. Das Leben, die Geschwindigkeit und die vielen Geräusche. Das alles ist ansteckend und gibt dir das Gefühl, Teil eines großen Ganzen zu sein. Du bist nicht allein, sondern gehörst dazu. Manch einer mag zwar sagen, dass man in Großstädten durch all ihre Anonymität besonders leicht einsam sein kann, aber ich wage dem entgegenzusetzen, dass derjenige einfach nur die falschen Großstädte besucht hat.

Mir persönlich gefallen vor allem die Metropolen des Südens. Allen voran Rom und Madrid. Beide Städte verkörpern pure Lebensfreude und eröffnen so viele Chancen. Und beide bieten Rückzugsorte, um der Großstadthektik auch mal zu entkommen. Ich muss ehrlich sagen, dass mir Rom manchmal gar nicht wie eine Metropole vorkommt. Schon wenige Straßenecken von der spanischen Treppe entfernt, kannst du absolute Ruhe und Idylle finden. In Madrid gibt es zu solchen Zwecken unendlich viele Grünflächen. Allen voran den Parque el Retiro.

Großstädte verzaubern mich und schenken mir Perspektiven, die ich nie für möglich gehalten hätte. Wenn ich noch einmal die Möglichkeit bekommen sollte, in einer solchen zu leben, würde ich dazu höchstwahrscheinlich nicht Nein sagen. Solange es die richtige Großstadt ist!

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Reisen

#318 Mallorca – die Feiermeile! Oder steckt da mehr dahinter?

Mallorca. Was sind da bloß eure ersten Assoziationen? Ja klar, viele denken jetzt an Alkohol in Massen, Partypeople everywhere, peinliche Urlauber mit Socken in Sandalen und ganz vielleicht noch an schöne Buchten mit türkisem Meer. Wahrscheinlich so ziemlich in dieser Reihenfolge. Da bringt einem der Gedanke an die Traumbuchten eigentlich auch nicht wirklich was. Denn wer will diese schon mit Abertausend anderen teilen. Wir auf jeden Fall nicht! Wir stehen total auf verstecke Plätze. Am glücklichsten sind wir, wenn wir auf jeder Reise mindestens einen davon entdecken. Einen Ort, den wir ganz für uns haben und der nicht von Hunderttausenden vor uns schon betrampelt worden ist. Klingt das auch nach etwas für euch? Dann empfehlen wir euch ganz klar Mallorca außerhalb der Saison. Deswegen sind wir im November (leider nicht dieses Jahr) nach Palma geflogen!

Mallorca wird zwar auch im November nicht zum Geheimtipp und neue Strände oder versteckte Orte werdet ihr auf dieser Insel wohl kaum noch finden, aber ihr werdet trotzdem etwas besonders erleben. All diese schönen Plätze werden ganz für euch da sein. Im Sommer überschattet vom Massen- und Partytourismus, kommen die kleinen und großen Schätze der Insel gar nicht genug zum Strahlen. Doch in der kalten Jahreszeit kann man die Strände oft ganz alleine genießen. Und so kalt ist es da übrigens auch im Herbst gar nicht. Zumindest im November, als wir da waren. Wir sind zum Teil kurzärmelig herumgelaufen und hatten noch sehr viele Sonnenstunden. In den Abendstunden haben wir uns dann in ein leichtes Fleece gekuschelt. Nur zum Schwimmen hat es dann doch nicht gereicht. Dafür haben wir uns all die Orte, von denen man so oft hört, mal völlig ungestört angucken können, so viel Entspannung getankt wie schon lange nicht mehr und uns die letzte Bräune vor dem langen Winter abgeholt…

Auch wenn Corona uns derzeit einen Strich durch die Rechnung macht: Wir können ja immer noch unsere Hoffnung auf 2021 setzen und eventuell Mallorca im Frühjahr genießen!

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Technik

#317 Plug and Play? Pustekuchen!

Meine Freundin und ich sind endlich mal wieder auf Reisen. Das Negative? Das Arbeiten fällt unterwegs immer schwieriger und das liegt nicht nur an den fantastischen Dingen, die man stattdessen machen kann. Dieses Mal scheitert es an einer Komponente, die normalerweise komplett unkompliziert ist: Mein USB-Stick will einfach nicht mit meinem Laptop harmonieren. Ich wollte eigentlich nur schnell einen Text schreiben, ihn auf den USB-Stick ziehen und weiterreichen. Dann kommt die ernüchternde Erkenntnis. Seitdem ich Linux Arch auf meinem Laptop installiert habe, hatte ich noch keinen USB-Stick angeschlossen. Nach dem Anschließen passiert erstmal… nichts. Ich kann nicht auf den Stick zugreifen!

Nach einer kurzen Google Suche – den mobilen Daten sei Dank – befinde ich mich endlich auf dem Weg zur Lösung des Problems. Mit dem Befehl „lsblk“ lasse ich mir die angeschlossenen Datenträger samt ihrer Partitionen anzeigen. Meinem USB-Stick wurde die Bezeichnung sdc1 zugewiesen. Nach dem Befehl „sudo mount /dev/sdc1 /mnt/usb“ habe ich endlich Zugriff auf die gespeicherten Dateien. Gleich darauf überkommt mich aber wieder Ernüchterung: Zugriff ja, aber nur Lesezugriff! Ich kann also sämtliche gespeicherten Dateien öffnen oder abspielen, aber weder verändern noch neue Daten hinzufügen. Google wird also wieder zurate gezogen. Auch dieses Problem haben glücklicherweise (für mich) schon andere gehabt. Die Lösung soll sein, den USB-Stick neu zu formatieren. Dafür müsste ich allerdings ein Komplettbackup des Sticks machen, da ich keine der 64GB gespeicherter Daten verlieren möchte. Das denke ich mir, ist nun aber endgültig zu viel und beschließe dieses Linux-Abenteuer lieber in den trauten vier Wänden meines zuhause einzugehen und mir die Reisestimmung nicht weiter verhageln zu lassen. Den Text schicke ich dann doch lieber dank des Mobile-Daten-Hotspots per E-Mail an meine Freundin. Was habe ich daraus gelernt? Erstens sollte ich die Plug and Play Funktion dringend nachrüsten und zweitens sollte ich wohl einmal alle meine USB-Sticks einmal an meinen Laptop anschließen und gegebenenfalls formatieren, um weitere solcher Überraschungen auf Reisen zu verhindern.

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Technik

#316 Youtube-dl: maximale Videoqualität, Flexibilität und Datensicherheit

Wer kennt das nicht? Man schaut gerade einen Film an und plötzlich stockt er und das Video fängt das Laden an. Mist, die Internetverbindung ist wohl gerade eingebrochen! Manchmal kommt es aber noch schlimmer und es liegt ein Problem beim Internetanbieter vor und das Internet geht die nächsten Stunden gar nicht. Damit ich mir solche Überraschungen sparen kann, bin ich vor einiger Zeit darüber übergegangen, mir meine Videos und Filme mit dem Programm Youtube-dl herunterzuladen. Auch wenn der Name anders vermuten lässt, ist es mithilfe von Youtube-dl möglich, Videos von über 100 verschiedenen Seiten herunterzuladen.

„Videos herunterladen? Das ist doch bestimmt illegal“, könnte man jetzt denken. Dem wirken zwei Dinge entgegen. Das wichtigste ist das Stichwort Privatkopie. In Deutschland ist es nämlich erlaubt, sich Videos im Rahmen der Regulierungen der Privatkopie herunterzuladen, falls die Quelle nicht eindeutig illegal und kein Kopierschutz umgangen wird. Dass kein Kopierschutz umgangen wird, stellt Youtube-dl auch von sich aus sicher. Falls ein Kopierschutz (DRM) vorliegt, wird Youtube-dl diesen nicht umgehen. Aber IANAL und deswegen sollte sich jeder noch einmal individuell mit der Rechtslage beschäftigen und dann eine eigene Entscheidung treffen. Ich benutze Youtube-dl bis jetzt ausschließlich auf Youtube und Twitch. Auf Twitch lässt sich die Regelung der Privatkopie meiner Meinung nach sowieso immer anwenden. Auf Youtube beschränke ich mich auf die offiziellen und auf mich integer erscheinenden Kanäle. Es gibt aber auch Stimmen im Internet die erklären, dass alle Videos auf Youtube von der Privatkopie erfasst sind, da man sich darauf berufen kann, dass Youtube illegal hochgeladene Videos von sich aus entfernt und man daher grundsätzlich nicht davon ausgehen kann, dass ein Video offensichtlich illegal ist. Mir ist diese Handhabung aber persönlich ein wenig zu heikel.

Gerade für offizielle Channel eignet sich Youtube-dl meiner Meinung nach perfekt. Man lädt sich die gewünschten Videos einfach über Nacht herunten und kann sie dann tagsüber auch komplett ohne Internetverbindung konsumieren. Mehr Informationen finden sich auf der offiziellen Github-Seite von Youtube-dl.

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Lifestyle Reisen

#315 Reisesongs, die mich weit weg bringen

In Lieder stecken Gefühle. Gefühle und Erinnerungen. Gefühle, die viel können. Und Erinnerungen, die dich in eine andere Welt bringen. Das Reisen verbinde ich mit so viel Musik und Klängen. Seien es die kubanischen Rhythmen, die in Havanna aus jeder Bar erklingen oder das sanfte Rauschen des Ozeans. Das alles ist Musik in meinen Ohren und geleitet mich an Orte, die ich in meiner Vorstellung oder in meinem Herzen verborgen finden.

Einst saß ich hoch oben in den Wolken, mein Flugzeug nahm Kurs auf Varadero in Kuba und in meinen Ohren ertönten die zarten Klingen von Ed Sheeran. Barcelona. Seitdem brauche ich bloß dieses Lied einzuschalten, meine Augen zu schließen und schon bin ich wieder zurück in diesem Flugzeug. Das lustige daran ist, dass Fliegen mir eigentlich panische Angst macht. Normalerweise reicht ein Gedanke daran, um mich in Unruhe zu versetzen. Doch dieser Augenblick und dieses Lied lassen mich jegliche Angst vergessen. Ich denke nur daran, wie glücklich ich in diesem Moment war und an den tollen Ort, an den mich das Flugzeug gebracht hat.

Ein weiteres Lied, das ich mit dem Reisen verbinde, ist „In love with the world“ von Aura Dione. Sie singt davon, dass sie nie lange an einem Ort bleiben kann und das das eben ein Teil ihrer Persönlichkeit und ihres Lebens ist. Das kann ich nur allzu gut nachvollziehen. Reisen ist für mich mein Lebenselixier und die beste Medizin gegen fast jede Art von Kummer. Packe ich meine Taschen und starte in ein neues Abenteuer, entsteht da ein Frieden in mir, den ich sonst vermisse.

Musik ist toll. Reisen ist unglaublich. Beides in Kombination ist eine erstklassige Garantie für gute Laune und Positivität. Ich hoffe noch viele tolle Reisen zu erleben und noch viele einzigartige Lieder zu hören. Lieder, die mich berühren, und Reisen, die mich wachsen lassen. Ich reise mit den Augen, dem Herzen, aber auch mit den Ohren. Das ist Reisemusik.

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Lifestyle

#314 Natur statt Stadtabenteuer

Wir alle brauchen Abstand. So lautet die Devise. Ich schreibe diesen Artikel im Hinblick auf die kommenden Wochen. Wir alle brauchen einen Ausgleich vom vielen Drinnen-Hocken. Frische Luft und kleine Unternehmungen sind da willkommen. Jetzt ist es an der Zeit, sich auf die Natur zu beschränken. Und zwar am besten auf Natur ab vom Schuss – damit sind die weniger frequentierten Naturziele gemeint. Was kannst du also tun – jetzt, wo du keine Reisen oder ausgedehnten Tagesausflüge mehr unternehmen solltest?

Nun ganz einfach, wir suchen uns kleine Mini-Ausflüge direkt vor unserer Haustür. Das kann ein Spaziergang durch einen nahen Wald sein oder ein Fahrradtrip zum nächsten See. Achte dabei darauf, dass du dir nicht die beliebtesten Ziele der Region herauspickst und dann kann der Spaß beginnen.

Du wirst sehen, die Natur tut gut. Das hat sie schon immer und tut sie noch immer. Die Natur hat etwas zu bieten, das die meisten Städte nicht können: Ruhe, Idylle und Entspannung. Städte sind oft hektisch und schnelllebig, aber in der Natur fallen Stress und Eile von dir ab. Du atmest wieder durch, befreist dich von Chaos, Druck und Enge. Lass dich darauf ein und du wirst mit Sicherheit nicht enttäuscht werden.

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Technik

#313 HTTP Adaptive Streaming – warum es jeden etwas angeht

Auch wenn es den wenigsten bekannt ist, begleitet HTTP Adaptive Streaming (kurz: HAS) einen jeden von uns fast jeden Tag. Wie das letzte Wort schon vermuten lässt, handelt es sich bei HTTP Adaptive Streaming um eine Technologie, die beim Streaming über das HTTProtokoll eingesetzt wird. Und was bedeutet das jetzt?! Wann immer du dir ein Video bei YouTube reinziehst oder Netflix & Chillst – HTTP Adaptive Streaming liefert das Video von dem Datenserver auf dein Handy, Tablet, Laptop oder Rechner. Damit man ein möglichst gutes Videostreaming Erlebnis hat, ist die übertragene Videoqualität abhängig von der Verbindungsstärke. Verändert sich die Qualität der Internetverbindung, passt sich die Übertragungsqualität mit an – sie adaptiert sich also. Spätestens jetzt sollte auch dem technisch nicht versierten Nutzer ein Licht aufgehen, an wie vielen Stellen im Internet man dieser Technologie begegnet. Kurzum, HTTP Adaptive Streaming ist aus unserem derzeitigen Leben fast nicht wegzudenken. Damit auf die Übertragungsgeschwindigkeit beim Endbenutzer vernünftig eingegangen werden kann, ist es selbstverständlich notwendig, die Videodatei in mehreren Qualitätsstufen vorzuhalten. Das Video wird dann in sogenannte Chunks zerlegt und ausgeliefert.

Meinen ersten tieferen Kontakt mit HAS hatte ich beim Schreiben meiner Bachelorarbeit. Ich untersuchte, inwiefern der Hintergrund eines eingebetteten Videos die erfahrene Dienstgüte des Endnutzers beeinflusst. Wen jetzt der Wissensdurst gepackt hat, sollte sich unbedingt weiter in die Thematik einlesen. Es gibt unzählige Studien und Publikationen über HTTP Adaptive Streaming und – der Informatik sei Dank – sind ein Großteil vom Internet aus zugänglich. Ein guter Ausgangspunkt ist die Suche von Google Scholar. Eine Vielzahl der Paper sind kostenlos abrufbar.

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Technik

#312 – Mein Weg nach Windows 7?

Nach jahrelangem Hadern habe ich mich letzten Sonntag endlich dazu überwunden. Ich habe von Windows auf Linux gewechselt! Mit dem Supportende von Windows 7 musste ich mich zwangsläufig um ein neues Betriebssystem kümmern. Windows 8 schloss ich von Vorhinein aus und mit Windows 10 werde ich auch nicht so wirklich warm. Ein guter Freund von mir hatte vor Kurzem angefangen, sich mit der Distribution Arch auseinanderzusetzen und bot mir kurzerhand an, mich beim Wechsel zu unterstützen.

Nach dem erfolgreichen Sichern aller relevanten Daten schließen wir also das CD-Laufwerk mit einer bootfähigen Version von Arch an. Der erste Schritt in die neue Welt von Linux ist absolviert. Bei Arch handelt es sich um eine recht rudimentäre Distribution. Man muss praktisch alles manuell installieren. Am Anfang läuft alles ausschließlich über die Konsole. Zuerst erstellen wir auf meiner 128GB SSD drei Partitionen: Boot, Home und Swap. Die 1TB HDD bietet genügend Speicherplatz für Daten. Nach dem Formatieren und mounten stellen wir über LAN eine Internetverbindung her. Im Anschluss laden wir erst einmal eine ganze Menge Standardpakete herunter und konfigurieren das Betriebssystem. Nach etlichen Stunden und einem Neustart können wir uns zum ersten Mal mit unserem eingerichteten Benutzerkonto einloggen. Damit ich die Linuxwelt nicht nur über die Konsole entdecken muss, installieren wir zum Abschluss noch ein paar Treiber und das grafische Fensterverwaltungssystem Awesome – das ich ganz dem Namen entsprechend richtig awesome finde!

Am Abend machen wir fürs Erste einmal erschöpft Schluss. Mir raucht der Kopf ganz gewaltig und ich frage mich ein wenig, ob es doch eine Schnapsidee war, auf Linux und dann auch noch auf die nicht ganz unanspruchsvolle Distribution Arch zu wechseln. Auch mein fleißiger Helfer macht sich ein wenig Sorgen um mich. Glücklicherweise bringt der nächste Tag neue Kraft und auch neue Freude. Nach einer knappen Woche Benutzung bin ich bis jetzt ziemlich begeistert. Auch wenn es immer noch zuweilen ein wenig holprig zugeht, komme ich im Großen und Ganzen super zurecht. Wer es auch mal ausprobieren will, sollte sich in die Anleitung für Einsteiger des ausgezeichneten Arch Wikis vertiefen.

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#311 Deine Sicht ist die Sicht auf die es ankommt

Sag es dir so oft du kannst. Denn es ist wahr: Deine Sicht ist die Sicht, auf die es ankommt! Das ist sie schon immer gewesen und wird es auch bis ans Ende deines Lebens sein. Doch was heißt das ganz genau? Wie ist es zu interpretieren und wie wendest du dein neues Mantra an?

Nun zu allererst musst du dir klarmachen, dass du nicht Selbsthingabe mit Egoismus verwechseln darf. Das Ziel ist es nicht, die Meinungen und Ansichten anderer als nutzlos und überflüssig abzutun. Es geht auch nicht darum, sich ausschließlich auf den eigenen Willen zu fokussieren. Was vielmehr hinter der Phrase steckt, ist die Tatsache, dass nur du wirklich entscheiden kannst, was für dein Leben wichtig ist. Nur du bist du selbst. Kein anderer kennt deine Gefühle, Sehnsüchte und innersten Gedanken. Deshalb kann auch kein anderer für dich urteilen oder Entscheidungen treffen. Das bleibt für immer in deinen Händen. Nur das Ausmaß sollte von Situation zu Situation angepasst werden.

Werden wir mal konkreter. Bei der Sache mit der Sicht geht es nicht unbedingt um die winzigen Alltagsentscheidungen, sondern vor allem um dein grundlegendes Mindset. Dein Mindset muss dir und deinem Leben entsprechen. Es bringt dir rein gar nichts, wenn du immer nach den Fäden unbekannter Puppenspieler tanzt. Du musst mit dem glücklich sein, was du lebst. Das wirst du aber nur werden, wenn du deine Handlungen mit deiner Art zu Denken in Einklang bringst.

Viele Menschen versuchen sich auf Biegen und Brechen anzupassen. Doch das führt meistens zu Unglück und gekrümmten Rücken. Möchtest du aufrecht stehen und mit einem Lächeln durch die Welt spazieren? Dann sorg dafür! Es ist deine Aufgabe, glücklich zu werden. Glücklich wirst du, wenn das, was du lebst, das ist, was dir dein inneres Gleichgewicht vorspricht. Dazu brauchst Du weder die Meinungen anderer noch ein positives Feedback. Alles was zählt, ist, dass du zufrieden bist mit dem, was dabei herauskommt.

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#310 Meine Erfahrung mit Erasmus+

Zwei Semester in Spanien. Das sind zehn Monate voller Abenteuer, neuer Bekanntschaften, fremder Tradition und unvergesslicher Erinnerungen. Hinter alldem steckt jedoch noch vielmehr. Denn all das wäre ohne Erasmus+ nicht möglich gewesen. Doch wie läuft ein Jahr Erasmus+ im Ausland ab? Was musst du beachten und wo liegen mögliche Stolperfallen. Hier und heute gebe ich dir einen Einblick in meine Erasmus+ Erfahrungen.

Relativ schnell stand fest, wann und wohin ich ins Ausland wollte. Es sollte in den Süden gehen und am liebsten gleich für ein Jahr. Also gehst du auf die Homepage deiner Universität und klickst dich durch die Angebote, die für dein Studienfach angeboten werden. Anschließend wendest du dich an den entsprechenden Betreuer. Meistens betreut ein Dozent eine bestimmte Universität, manchmal auch eine ganze Stadt, ein komplettes Land oder ein komplettes Fach. Das kommt immer drauf an. Sobald du deinen Koordinator von dir überzeugt hast, wirst du dem Auswärtigen Amt als Kandidat vorgeschlagen.

Dann beginnt der lustige Bewerbungsprozess von vorne. Was mussten wir nicht alles einreichen: Motivationsschreiben, Lebenslauf und nicht zu vergessen das leidige Learning Agreement. Im Learning Agreement stellst du die Veranstaltungen deiner Heim- und Partneruniversität gegenüber. Du wägst ab, welche Veranstaltung sich gut eignen würde, um sie nach deiner Rückkehr anerkannt zu bekommen. Dieses Learning Agreement muss sowohl deine Heimat- als auch deine Auslandsuniversität unterschreiben. Diese Unterschrift ist Voraussetzung für den erfolgreichen Antritt deines Erasmus+ Aufenthaltes. Doch ich musste um sie gehörig kämpfen. Irgendwie war immer irgendjemand nicht zufrieden. Diese Veranstaltung passt nicht in unser Programm und die andere Veranstaltung bieten wir gar nicht mehr an. Nach zigtausend Telefonaten, Mails und Bürobesuchen stand dann endlich fest: Juhu, ich kann nach Madrid! Erasmus+ ist toll, aber auch eine aufwendige Organisationsfalle. Trotzdem: Ich kann es dir nur empfehlen!

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#309 Bayern Top 3 Seen

Bayern ist ein schönes Bundesland. Ich habe schon an einigen Seen nahe meiner Heimat eine tolle Zeit verbracht. Meine Favoriten stelle ich euch heute vor.

1. Brombachsee

Klein aber fein. Nahe des schönen Altmühltals entstand erst eine und bald darauf noch eine zweite große Pfütze. Die beiden Brombachseen. Beide sind wunderbar und wie gemacht für einen Badetag am See. Du kannst sie auch mit einem Fahrrad umrunden, es gibt zahlreiche Restaurants und auch ein großes Schiff tuckert über den See.

Zum Baden gehen wir lieber an den kleinen Brombachsee als an den großen. Allerdings sind einige der Strandabschnitte am kleinen See inzwischen von Wakeboardanalgen und einer noblen Bar in Besitz genommen worden. Das ist ziemlich schade.

2. Königssee

Der Königssee ist das Naturparadies Bayerns. Dafür ist er zum Schwimmen nicht so gut geeignet, da er meistens frostig kalt ist. Nur im Hochsommer überschreitet er für eine kurze Zeit die 20 Grad Marke.

Am Königssee gibt es zahllose tolle Unternehmungen. Beispielsweise kannst du auf den Jenner fahren oder wandern, einen Berg, der direkt neben dem See aufragt. Während des Aufstiegs hast du nur selten einen Blick auf den See, aber von oben am Aussichtspunkt lassen sich wunderbare Panoramaaufnahmen machen.

Außerdem solltest du unbedingt den kleinen Spazierweg namens Malerwinkel direkt am See belaufen und den Ausblick bei der Rabenwand genießen.

3. Chiemsee

Der Chiemsee ist ein wahres Seenparadies. Wenn man ihn denn überhaupt noch See nennen kann. Eigentlich könnte er fast schon als Meer durchgehen. Er ist riesig, bietet ein unglaubliches Panorama und lädt seine Besucher ein zu genießen und sich treiben zu lassen. Bei einer Schifffahrt, einem Inselausflug oder einem Badetag holst du das Beste aus dem Chiemsee heraus. Nur auf die Stadt Prien stehe ich nicht besonders.

Vom Chiemsee aus ist es eine Überlegung wert in die nahen Bergwelten zu fahren. Dank einer Seilbahn bist du ruckzuck hoch oben in kühleren Lüften. Im Sommer eine willkommene Abwechslung. So viel steht fest.

Du siehst Bayern hat einige tolle Seen zu bieten. Lass dich verzaubern!

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#308 Essen in Sri Lanka

Ich liebe das Essen in Sri Lanka. Ach, wenn ich nur daran denke…! Ich will sofort wieder dort sitzen. In den kleinen, unordentlich bestuhlten Restaurants voll Trubel und scharfer Gerüche.

Essen in Sri Lanka ist ein wahres Abenteuer. Fürchte dich nicht vor Schlangen, Leoparden oder Mücken, nein… die wahrhaftige Gefahr liegt in der Schärfe des Essens. Ich hoffe, dass die Ironie meiner Aussage zu erkennen ist. Nicht dass noch ärgerliche E-Mails herein flattern, die mir unterstellen, ich verharmlose Dengue-Fieber und Schlangenbisse. Natürlich ist dem nicht so.

Nun aber zurück zur Sri Lankischen Küche. Das Essen ist wie gesagt scharf. Äußerst scharf. Kaum ein Ausländer ist der herkömmlichen Würzung der Einheimischen gewachsen. Das wissen die Köche glücklicherweise. Als Reisender bekommst du spezielle Touristengerichte. Das grundsätzliche Rezept bleibt das gleiche, aber die Gewürze werden um ein vielfaches reduziert. Soßen gibt es für dich nur auf kleinen Extratellern.

Gleich an unserem ersten Abend jedoch haben wir eine interessante Erfahrung gemacht. Die Bedienung hatte vergessen, an den Küchenchef weiterzugeben, dass er für Touristen kocht und so hat er die normale Menge Schärfe ins Essen gehauen. Das war ein Feuerwerk im Gaumen. Ab diesem Moment waren wir für alles gewappnet.

Nach drei Wochen in Sri Lanka erscheint uns inzwischen übrigens jedes asiatische Gericht, das man hier in Deutschland vorgesetzt bekommt, vergleichsweise lasch.

Was macht die Sri Lankische Küche abgesehen von der Schärfe aus? Nun, zumeist haben wir leckere Nudel- oder Reisboxen gegessen. Im Normalfall sind die Speisen mit Lauch, Ei, Karotten und Paprika zubereitet und dampfen in riesigen Mengen vor deiner Nase. Die Portionen sind häufig so groß, dass man sie nur schwerlich aufessen kann.

Ansonsten steht auch das ein oder andere Curry auf der Speisekarte. Die Inselbewohner lassen sich gut und gerne von ihren indischen Nachbarn inspirieren. Du siehst, auf Sri Lanka gibt es Essen für jeden Geschmack.

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#307 Kochen wie ein Local

Beim Reisen probiert man die außergewöhnlichsten Speisen und Gerichte. Man entwickelt seinen Geschmack weiter. Oft verlieben wir uns in neue Rezepte und wollen auch zu Hause nicht mehr ohne sie leben. Doch das ist nicht immer so einfach. Denn um zu kochen wie die Locals braucht man manchmal sehr spezielle Zutaten. Der folgende Artikel soll dir dabei helfen, deine Lieblingsgerichte aus dem Ausland nachzukaufen. Alle Tipps und Tricks haben wir selbst getestet.

1. Fachhandel

Es gibt zwar nicht in jeder Stadt zu jedem Land einen entsprechenden Fachhandel, aber zumindest einen Asialaden haben selbst die kleinsten Städte. Sollte dein Wohnort nicht entsprechend ausgestattet sein, kannst du doch einen kleinen Trip zur nächstgelegenen Großstadt unternehmen. Mit einer vorherigen Lebensmittelrecherche geht das bestimmt nicht in die Hose.

2. Zutaten aus dem Ausland importieren

Du hast dich in ein Gericht verliebt? Und möchtest sie unbedingt auch zu Hause genießen? Na, dann pack deinen Koffer voll mit allem, was du dafür benötigst. Doch achte unbedingt auf die Bestimmung am Zoll. Welche Lebensmittel dürfen im- und exportiert werden. Dazu finden sich gewöhnlich detailreiche Informationen auf der Seite des Auswärtigen Amtes.

3. Zutaten online bestellen

In der heutigen Zeit ist es nun mal für jeden ein Klacks, Waren vom anderen Ende der Welt zu beordern. Bei Lebensmitteln sieht die Sache natürlich etwas schwieriger aus, aber Gewürze oder Ähnliches bekommt man problemlos nach Hause geliefert.

4. Kochkurse belegen

Wer einen ausländischen Kochkurs in seinem Heimatland belegt, der sollte sich vorher erkundigen, wer diesen Kochkurs leitet. Hat derjenige entsprechend ausländische Wurzeln oder anderweitige Belege für seine Expertise in der jeweiligen Küche. Ein Kochkurs ist eine wunderbare Gelegenheit, um in Erfahrung zu bringen, wie man an die benötigten Zutaten kommt und was bei der Zubereitung im Genauen zu beachten ist.

5. In Restaurants nachfragen

Idee Nummer fünf ist zugegeben etwas unrealistisch. Welches Restaurant gibt schon gerne seine geheimen Kochtipps weiter. Wenn du dich allerdings sehr nett und zuvorkommend gibst, dass Essen in den höchsten Tönen lobst, dann könnte doch ein winziger Tipp drinnen sein. Natürlich werden sie dir nicht direkt all ihre Rezepte anvertrauen. Doch Fragen zur Zutatenbeschaffung werden dann möglicherweise gerne beantwortet.

Und wenn alle Stricke reisen, musst du einfach öfters in das Land deiner kulinarischen Träume fahren. Du wirst sehen, wie sehr sich dein Magen auf die nächste Reise freuen wird.

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#306 Dein Ich zu einer anderen Zeit

Wir alle machen Entwicklungen durch. Immerzu. Das Leben ist eine einzige Entwicklung. Deine Entwicklung verläuft im Normalfall nicht geradlinig, sondern in Kurven und Sprüngen. Manchmal gibt es sogar Rückschritte. Doch wenn du mit dir selbst streng genug bist, dann wirst du dich langsam, aber stetig in die Richtung bewegen, die dich mehr in deine Mitte kommen lässt.

Das Interessante an der menschlichen Entwicklung? Wir sind immer wir selbst. Wir sind immer ein Ich. Und irgendwo immer dasselbe. Trotzdem fühlt man sich gegenüber seinem Vergangheits- oder Zukunfts-Ich häufig unglaublich fremd.

Denk doch mal kurz an deine Grundschulzeit. Siehst du da ein kleines Wesen mit Kulleraugen vor dir, das du vielleicht einst flüchtig kanntest oder fühlst du dich selber. Erkennst du dich in dem Menschen, der du einst warst?

Wenn ich zurückblicke, dann sehe ich flüchtige Bilder. Ich sehe schöne Erinnerungen, spüre gefühlte Emotionen und sehne mich nach manchen Momenten. Trotzdem fühlt es sich nie so an, als wäre der Mensch in der Vergangenheit wirklich ich selbst. In der Zwischenzeit habe ich mich so stark entwickelt, dass ich den Menschen, der ich einst war, nur noch als früheres Abbild meiner selbst erkennen kann.

Gehen mir all diese Gedanken im Kopf herum, denke ich mir oft, dass ich mir in meinem früheren Sein gerne alles Mögliche mit auf den Weg gegeben hätte. So viele Dinge, die ich heute weiß, hätte ich früher von Herzen gebrauchen können. Es hätte mir mein sowie auch das Leben anderer leichter gemacht. Doch so ist das eben. Während wir wachsen und neue Erkenntnisse gewinnen, vergeht die Zeit. Wir können unmöglich zurück und das Wissen in der Vergangenheit nutzbar machen. Das, was uns bleibt, ist, die Gegenwart und Zukunft auf Grundlage unseres besten Ichs zu gestalten. Nur so kommen wir voran. Wer immer zurückblickt, der wird festhängen. Doch daran ist rein gar nichts einfach. Die Vergangenheit hat uns geschaffen und geprägt. Wir verbinden mit ihr entscheidende Momente und Menschen.

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#305 Musik im Leben – Der Sound deines Tages

Du erwachst früh am Morgen. In deinen Ohren klingt die Melodie deines Lieblingssongs. Dein Wecker vertönt erst, als du ihn mit einem lauten Knall an die Wand wirst. Bald darauf tippelst du barfuß ins Bad, wo du das Radio einschaltest. Die Lieder im Radio erschallen den Raum und ergeben einen lustigen Mix mit den Wassertropfen deiner Dusche.

Beim Frühstück genießt du die Vögel vor deinem Fenster zwitschern. Darunter mischt sich der Sound der nahegelegenen Straße. Als du dich schließlich auf den Weg zur Arbeit machst, steckst du dir deine Kopfhörer in die Ohren und drehst den Beat auf. Beschwingt eilst du durch die Straßen.

Im Büro angekommen schallt dir schon der Klang des Radios entgegen. Es läuft den ganzen Tag und unterhält euch. Nur in der Pause hast du deine Ruhe davon. Eine winzige Zeit ohne viele Geräusche. Wenn du deine Pause im Freien verbringst, umgehst du sogar das Geschnatter deiner Kollegen. Dafür lauschst du erneut dem Gezwitscher der Vögel.

Für den Heimweg greifst du wieder auf deine Kopfhörer zurück. Die Lieder vom Morgen hören sich zum Abend hin auf einmal ganz anders an. Du wechselst die Playlist. Erschöpft marschierst du nach Hause.

Doch auch zu Hause gibt es etwas zum Hören. Die Nachbarn führen einen geräuschvollen Streit, dein Baby gurgelt zufrieden vor sich hin und auf dem Herd brutzelt das Wasser in vielen Blasen. Ruhig wird es erst, als du dir die Decke über den Kopf ziehst und die Augen bis morgen schließt.

Ist dein Tag ähnlich gefüllt mir Hörmaterial? Höre einmal genau hin. Wir neigen viel zu oft dafür, unsere Sinne taub werden zu lassen. Wir stumpfen ab und geben uns allem nur halb hin. Auf uns wirken pro Tag so viele Eindrücke ein. Seien es Gerüche, visuelle Reize oder eben akustische Phänomene. Es wird Zeit, dass wir wieder bewusster wahrnehmen. Wir müssen uns diese Zeit aktiv einräumen. Hör auf, durch dein Leben zu flattern und geh in einen Zustand, der dich deiner Umgebung vollkommen gewahr werden lässt. Beginne morgen damit ganz genau hinzuhören.

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#304 Liebe für Sonnenaufgänge

Was ist das Faszinierende an Sonnenaufgängen? Da fällt mir eine Menge ein. Beginnen wir mal mit dem Offensichtlichen. Nämlich der Tatsache, dass man für einen Sonnenaufgang normalerweise unglaublich früh aufstehen muss. Ich bin ehrlich gesagt ein ziemlicher Morgenmuffel. Es geschieht nur äußerst selten, dass ich meine Zehnen vor neun Uhr morgens unter der Bettdecke hervorstrecke. Wenn ich mich also freiwillig dazu entscheide, in aller Frühe aufzustehen, um ein Naturschauspiel am Himmel zu genießen, dann ist das etwas Außergewöhnliches für mich, wovon ich jede Sekunde auskosten möchte.

Bevor der Fotoapparat nicht einsatzbereit ist, darf kein Sonnenaufgang starten. Doch manchmal musste ich lernen, dass ein Moment auch als Erlebnis selbst Bestand haben sollte und nicht nur in Form einer fotografischen Erinnerung. Besonders bei Sonnenaufgängen habe ich angefangen, mich dazu zu zwingen, einfach nur dazusitzen und zu genießen. Wenn der Himmel beginnt, sich rosarot zu färben, die ersten Schattierungen von Schwarz zu Grau wechseln und ein kleines Licht nahe des Horizonts zu strahlen beginnt, dann kehrt für wenige Augenblicke Ruhe in meinem Herz ein. Diese Ruhe will ich ganz und gar wahrnehmen.

Sonnenuntergänge finde ich übrigens ein klitzekleines bisschen weniger besonders. Doch auch Sonnenuntergänge sollten zelebriert werden. Dazu gibt es fast jeden Tag die Chance, da die meisten von uns zur Sonnenuntergangszeit hellwach sind und bereits Feierabend haben sollten. Häufig lassen wir uns diese Gelegenheit leider dennoch entgehen. Dabei könnte man tagtäglich so viel mehr daraus machen.

Nimm dir doch einmal Folgendes vor: Du willst pro Monat mindestens einen Sonnenaufgang und um die zwei bis drei Sonnenuntergänge genießen. Überlege dir, welche Orte sich besonders gut dafür eignen würden und welche Menschen du an deiner Seite haben willst. Mit einem leckeren Picknick wird das ganze noch attraktiver. Und noch was: Lass Handy und Fotoapparat von Zeit zu Zeit zu Hause.

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#303 Warum nicht?

Das, was auch immer du tun willst, ist gut und richtig. Es gibt natürlich Dinge, die grundlegend falsch sind, wie zum Beispiel Diebstahl oder Mord. Doch solange du dich dieser und anderer begründeter Grenzen im Klaren bist, hast du in deinen restlichen Lebensbereichen absolute Schaffensfreiheit. Da heißt es nicht mehr „ja, nein, vielleicht“, sondern nur noch „Warum nicht?“.

Du alleine entscheidest, was sich richtig anfühlt. Denn du alleine fühlst, was sich richtig anfühlt. Kein anderer kann sich genügend in dich einfühlen, um wirklich standhafte Urteile ergründen zu können. Das ist nur deine Aufgabe. Deshalb setzte deine Grenzen weit. Geh in dich und finde deine Unendlichkeit. Den Ort, an dem alles möglich erscheint. Denn warum nicht?

Es gibt keinen Menschen, dessen „warum nicht“ für dich einen Rückzugsgrund darstellen sollte. Natürlich nimmt man auf die Menschen, die man liebt, Rücksicht, aber darüber hinaus bist nur du dein eigener Boss. Es bringt rein gar nicht bei den Regeln eines anderen zu spielen.

Warum meinst du wohl, sind so viele Menschen so unglücklich mit ihrem Leben in der Liebe und in ihrem Job. Die Gründe sind offensichtlich. Sie haben ihr „Warum nicht“ vergessen. Sie haben sich zu sehr nach von außen vorgegebenen Reisleinen gerichtet und dabei ihr wahres Begehren aus den Augen verloren. Sie dachten sich, sie brauchen Reichtum und vor allem eins: Anerkennung. Auf Anerkennung folgt Bestätigung. Wer sich bestätigt fühlt, der weiß, dass er dazu gehört. Doch all das ist Schein. Kein Sein. Zugehörigkeit und Bestätigung wirst du nur solange fühlen, bis du einen Schritt zu weit nach rechts oder links machst. Eine Zehenspitze verlässt den Kreis des Normalen und schon war es das mit der allgemeingültigen Akzeptanz. Und was bringt dir das?

Wir sollten die Sache besser gleich aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Frage dich von Beginn an: „Wer bin ICH? Was will ICH? Und WARUM NICHT?“

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#302 Welche Art von Kamera?

Wenn es um Kameraliebe geht, dann scheiden sich die Geister. Heutzutage gibt es zwei klare Fraktionen. Da wären Mr. und Mrs Handy, die immer mehr und mehr Zuwachs bekommen, während bei den Freunden des professionellen Kameraequipments immer mehr die Frage aufkommt, ob es sich überhaupt noch lohnt, all diese Gewichtsmassen durch die Gegend zu schleppen.

Welche Kamera ist für wen die richtige Wahl? Häufig werden in Anfängergruppen der Fotografie ähnliche Fragen gestellt. Ein gutes Beispiel: „Ich fotografiere gerne in der Natur. Welche Kamera soll ich mir kaufen? Oder reicht mir ein fototaugliches Handy?“ Nun, darauf gibt es keine pauschale Antwort. Es kommt immer darauf an, was dein Ziel ist und wie weit deine Passion reicht. Die folgenden Einschätzungen sind aus meinem persönlichen Blickwinkel zu sehen und sollen nicht als ultimative Meinung missinterpretiert werden.

Grundsätzlich würde ich behaupten, dass all diejenigen mit einem Handy bedient sind, die nur ab und zu mal ein paar wenige Fotos knipsen. Vielleicht mal zwanzig Selfies im Urlaub oder einen Schnappschuss vom schönen Sonnenuntergang, der sich gerade zufällig vor deiner Nase abspielt. Als würde jemand aus dieser Personengruppe seine Kamera überhaupt im Gepäck haben. Warum müssen also ein paar Hundert Euro zu Hause in deinem Regal verstauben? Investiere sie in ein besseres Handy und gut ist! Und das sage ich dir als absoluter Verfechter von High End Kameras.

Bei Gelegenheitsfotografen sieht die Sache schon ganz anders aus. Fotografierst du im Urlaub oder bei Familienfesten mit Leidenschaft. Du hast deine Kamera vielleicht nur zu fünf Gelegenheiten im Jahr in der Hand, aber dann verspürst du große Freude dabei? Fein, dann ist eine mittelprofessionelle Kompakt- oder Spiegelreflexkamera genau dein Ding.

Alle anderen, also all diejenigen, die regelmäßig qualitative Fotos schießen wollen, sollten sich zumindest mit dem Gedanken auseinandersetzen, in Richtung Vollformat Kamera zu gehen. Wer es dabei nicht so gewichtsträchtig haben möchte, dem empfehle ich sich mit den neuen spiegellosen Reihen vieler Marken zu beschäftigen.

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#301 Was ist wirklich wichtig?

Über Wichtigkeiten lässt sich streiten. Dem einen geht es um das große Geld, der andere setzt auf die Liebe und der nächste möchte auf einem kleinen Boot um die Welt segeln. Jedem ist also etwas anderes wichtig. Allerdings musst du hierbei Wichtigkeit und Prioritäten unterscheiden. Wichtig ist für viele eine ganze Menge. Nur wissen sie, dass sie manche Wichtigkeiten nicht oder nur schwer erreichen können und fokussieren sich aus diesem Grund auf andere Faktoren.

Die Fähigkeit zu priorisieren ist unabdingbar für ein glückliches, geordnetes Leben. Manchmal übertreiben wir es dabei jedoch und überschreiten die eine oder andere Grenze der Menschlichkeit. Ja, wir werden in unserem Leben nicht alles bekommen, was uns wichtig erscheint, aber müssen wir deshalb jeden Traum aus unserer Realität verbannen? Ich hoffe doch, dass dem nicht so ist! Es muss möglich sein, auch momentan unerreichbare Träume in ihrer Wichtigkeit zu erhalten.

Warum stellen heute so viele Realismus über Wichtigkeit? Nun, höchstwahrscheinlich aus Angst und Unsicherheit. Unsere Welt ist schnelllebig. Wir Menschen gehen leicht verloren. In einem Sog aus Verführung und Zerstreuung lässt der Halt unter den Füßen nach, bis wir willenlos durch die Atmosphäre taumeln. Das ist nicht schön und auch nicht das Ziel des Lebens. Das Ziel sollte es eigentlich sein, im Einklang mit uns und unseren Wichtigkeiten zu stehen. Nicht mit den Wichtigkeiten, die als realistisch und akzeptiert, sondern mit den Wichtigkeiten, für die es sich lohnt zu kämpfen.

Hör also niemals auf damit zu dir selber ehrlich zu sein. Frage dich immer mal wieder auf ein Neues: Was ist mir wichtig und warum ist es das? Sind es meine persönlichen Wichtigkeiten oder Prioritäten, die ich aus der Not oder aus einem Anpassungstrieb heraus getroffen habe? Sehe ich einen Weg, meine Wichtigkeiten wieder ins rechte Licht zu rücken? Denn ein Weg entsteht, wo man ihn geht. So heißt es doch. Wir alle setzen einen Fuß nach dem anderen. Du wirst erstaunt sein, was ein paar kleine Schritte später alles möglich ist.

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#300 Gestrandet im Outback

Es hat 40 Grad Celsius im Schatten. Jedenfalls theoretisch, aber es gibt hier doch überhaupt keinen Schatten! Und überhaupt, es gibt hier weit und breit gar nichts! Keine Wohnhäuser, keinen Supermarkt mit frischen Lebensmitteln und leider auch keine Wasserleitung, aus der man die langsam schwindenden Reserven wieder auffüllen könnte…
Auch wenn man im ersten Augenblick nicht daran denken mag, so kann das australische Outback schnell zu einer lebensgefährlichen Falle werden. Klar, es kann einen auch ganz blöd erwischen und man wird von einer der giftigsten Schlangen der Welt gebissen.

Wahrscheinlicher ist es aber, inmitten der australischen Gesteinswüste zu verdursten, weil zum Beispiel das Auto liegen bleibt oder man sich verirrt hat. Wer sich aufmacht, die ausgetrocknete Mitte Australiens zu durchqueren, sollte deswegen unbedingt im Vorhinein Maßnahmen für den Notfall treffen.

Die allerbeste Möglichkeit, um im Notfall Hilfe zu erhalten, ist ein Satellitentelefon, da das Handy vielerorts natürlich absolut nutzlos ist. Das Problem an den Satellitentelefonen? Sie sind so unglaublich teuer, dass nur die wenigsten sich eines leisten können. Eine andere Option wäre zumindest das Leihen. Falls aber auch das Unterlassen wurde, ist der beste Tipp, beim Fahrzeug zu bleiben. Erstens ist man so leichter zu erkennen und zweitens kann niemand literweise Wasser mitschleppen, die definitiv für einen langen Fußmarsch nötig wären. Um auf sich aufmerksam zu machen, kann man den entleerten Ersatzreifen anzünden. Die dabei entstehende Rauchsäule kann man auch noch in einigen Kilometern Entfernung ausmachen.

Um genügend lange Ausharren zu können, sollten immer ausreichend Vorräte mit im Fahrzeug sein. Es sollten ungefähr 5L Wasser pro Tag pro Person sein plus eine Extraration für den Notfall oder den Kühler. Ein paar Notfallrationen an Verpflegung sind auch nicht zu vergessen. Damit im Zweifelsfall überhaupt nach einem gesucht wird, sollte man die Route und den Zeitplan der Polizei oder einem verlässlichen Freund beziehungsweise Verwandten mitteilen. Das hilft auch ungemein, dich inmitten der australischen Weite zu finden! In jedem Fall wünsche ich „Save travels, mate!“

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#299 Hochtauschen auf Reisen

Vor einigen Jahren waren wir auf der kroatischen Insel Krk unterwegs. Im Hafen machten wir eine interessante Begegnung. Drei junge Mädchen sprachen uns an. Sie spielten das Tauschspiel. Bei diesem Spiel beginnt man mit irgendeinem Gegenstand. Sei es beispielsweise ein Apfel. Deine Aufgabe ist dann einen Tauschpartner zu finden und dir einen wertigeren Gegenstand zu ertauschen. In unserem Fall ging es um eine Packung Gummibärchen. Wir boten eine Sonnenbrillenhülle zum Tausch. Die Mädels nahmen sie fröhlich an und zogen weiter.

Diese Begegnung hat uns zum Nachdenken gebracht. Schließlich hat man diese Geschichten schon öfters gehört. Es gibt Gerüchte, dass es mal jemand vom Apfel zur Villa gebracht hat. Wie auch immer er das angestellt haben soll.

So dachten wir darüber nach, ob man so wohl auch verreisen könnte. Besser gesagt, ob es möglich ist, seine Reise allein durch Tauschgeschäfte zu finanzieren. Wahrscheinlich funktioniert das höchstens zu Teilen. Denken wir es mal durch: Starten wir beispielsweise mit dem obligatorischen Apfel. Du tauschst ihn bestenfalls gegen eine Zugkarte. Doch damit endet der Tausch ja schon. Schließlich musst du die Zugkarte für die Fahrt einlösen und hast danach nichts mehr in der Hand, was du weiter eintauschen könntest. Mit Fortbewegungsmitteln zu tauschen, ist insgesamt immer schwierig, da diese von offiziellen Stellen geführt werden, die nicht an Tauschgeschäften interessiert sind.

Könnte die Tauschidee bei der Unterkunftssuche helfen? Auch hier haben wir ein ähnliches Spiel. Vielleicht findest du jemanden, der dich im Tausch gegen ein Buch eine Nacht bei ihm schlafen lässt. Doch auch in diesem Fall hast du am nächsten Tag kein Gut zum weiter tauschen.

Grundsätzlich kann ich mir vorstellen, dass man mit Tauschen auf Reisen weit kommen kann. Aber nicht mit einem einzelnen Gegenstand. Funktionieren wird es nur, wenn du mehrere Gegenstände hast, die du unabhängig voneinander eintauschst. Doch das ist nun mal nicht Sinn des Hochtausch-Spiels.

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#298 Hello my friend!

Hälloo mai fräänd! Warum ich diesen Satz auf Reisen nicht mehr hören kann? Ganz einfach! Diesen Satz bringen die meisten nur, wenn sie dir etwas verkaufen oder andrehen wollen! Ungeduldig dahin gerotzt, freundlich auf dich eingesäuselt oder mit verengten Augen hervorgepresst. Als echter „friend“ angesprochen fühlt man sich jedenfalls selten.

Diesem Satz folgt normalerweise ein „Where are you from? German? Deutsch! French? Dutch?“ und dann das entsprechende Angebot. Die angepriesene Ware oder die unschlagbar günstige Tour zu einer Sehenswürdigkeit, die man keineswegs verpassen darf, bringen dich nicht zum Stehenbleiben? Auch egal. Dann heftete man sich im Schnellschritt an deine Fersen. Das Geplapper geht weiter, ob du willst oder nicht. Als Reiseanfänger haben wir oft mit aller Freundlichkeit versucht, uns der Situation zu entwenden. Mit einem breiten Lächeln und einem herzlichen „No, thanks!“ kamen wir nur leider nie weit. Es gibt sogar Länder, in denen bist du verloren, wenn du den ersten Ton von dir gegeben hast. Das sehen manche Straßenhändler als offizielle Einladung. Jetzt kann der Spaß beginnen. Ohne jegliches Ende in Sicht.

Erst unter unerfreulichen Beschimpfungen wird irgendwann von dir abgelassen. Dazu muss man aber auch oft erst mal deutlich genug reagieren. Das einfache No aus unserer Anfangszeit reicht da meistens nicht. So weh es uns tut, wir haben gelernt – je nach Ort und Land – bleibt einem manchmal nichts anderes übrig, als den Handelnden rigoros zu ignorieren. Hörst du irgendwas? Das muss der Wind sein! Natürlich ist das alles andere als höflich, aber leider ab und an das einzige Mittel der Verteidigung. Wem bereitet es denn bitte Freude nach einer wohlmeinenden Absage – man kann ja nicht alles kaufen – bitter beschimpft zu werden? Uns jedenfalls nicht! Auch wenn das alles natürlich hier in einer überspitzten Form thematisiert wurde, hat bestimmt die Vielzahl der Reisenden schon ähnliche Erfahrungen gemacht. Wir lieben es, mit Locals ins Gespräch zu kommen und geben uns größte Mühe, immer einen positiven Eindruck zu machen. Doch es gibt auch Grenzen. Schon rein aus Selbstschutz!

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#297 Hustenbonbons auf Reisen

Eines meiner wichtigsten Reisegadgets ist eine große Tüte Hustenbonbons! Warum das? Nun ja, ich reagiere allergisch auf Hausstaub und somit ist mein Hals auch ziemlich reizbar für jede Art von anderem Staub, den man unterwegs so antrifft. Typisch ist es für mich, dass ich während einer Reise aus dem Husten gar nicht mehr herauskomme! Das liegt manchmal daran, dass die Unterkünfte ziemlich staubig sind, aber nicht immer ist das der einzige Grund.

Wenn wir ein Land erkunden, dann am liebsten bis in die abgelegenste Region und bevorzugt da, wo nur selten andere Urlauber vorbeikommen. Doch die Straßen, die an solche Orte führen, kann man nicht immer guten Gewissens als Straßen bezeichnen. Ihr glaubt gar nicht, welche Abenteuer unser treuer Honda schon alle hinter sich gebracht hat. Manchmal bin ich mir nicht sicher, ob er uns dafür liebt oder hasst! Aber ich bin der Meinung, dass auch ein Auto es verdient hat, unsere Welt zu sehen! Wer mich jetzt für verrückt hält, weil ich einem Auto so viele Gefühle zuspreche, dem kann ich wohl kaum etwas Vernünftiges entgegensetzen, außer, dass so viele zusammenverbrachte Kilometer eben zusammenschweißen! Aber stopp, darum geht es hier nicht! Worauf ich eigentlich hinaus wollte, war, dass diese Straßen häufig keine Straßen sind, sondern eher staubige Ruckelpisten. Alles, was wir dann unter unseren Reifen aufwirbeln, führt bei mir zu starken hustenreichen Symptomen! Da wirkt es wahre Wunder, ein befreiendes Hustenbonbon zur Hand zu haben!

Wozu sind Hustenbonbons ansonsten noch gut? Du wirst lachen, aber im unglückseligen Fall stillen sie sogar auch mal deinen Hunger! Zumindest irgendwie annähernd! Manchmal, wenn wir irgendwo sehr spät ankommen oder einfach keinen offenen Supermarkt oder ein annähernd bezahlbares Lokal finden konnten, überbrückt ein Hustenbonbon das erste Magenknurren, bis wir endlich den richtigen Ort zum Essen gefunden haben!

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#296 Havanna entdecken

Wer nach Havanna geht, wird sicherlich nicht enttäuscht werden. Die große und absolut facettenreiche Stadt bietet in jedem Viertel eine andere Seite von sich an. Meine Highlights waren auf jeden Fall der Malecon und die Viertel „Habana Vieja“ sowie „Casa Blanca“. Der Malecon aus dem Grund, dass er beeindruckend und weltbekannt ist. Dennoch war er nicht allzu überlaufen. Ein tolles Extra sind die Wellen, die an manchen Tagen hoch gegen die Mauern schlagen und einen, wenn man nicht aufpasst, nass spritzen.


In „Habana Vieja“ hatten wir unsere Unterkunft. Dieses Viertel ist jedem zu empfehlen, der es genießt, abends durch die belebten Gassen zu schlendern und den Flair der kubanischen Abendstimmung zu genießen. Gute Restaurants gibt es hier in Massen.
Wer allerdings günstig wegkommen möchte, sollte sich von einem Einheimischen ein sogenanntes „Peso-Lokal“ empfehlen lassen. Oder in einer Cafeteria Essen mitnehmen. Am besten bei einer mit besonders vielen Einheimischen davor- meist ein Zeichen der Qualität und der Preiswertigkeit! Etwas negativ aufgefallen ist allerdings gerade in „Habana Vieja“ die hohe Anzahl an Touristen im Vergleich zu den Einheimischen.


In „Casa Blanca“ ist das eher das Gegenteil. Von „Habana Vieja“ aus gelangt man am einfachsten für 1-2 CUC mit der Fähre dorthin (Einheimische bezahlen umgerechnet 20 Cent). Erst mal angekommen sollte man sich Zeit lassen und die Plätze in der Nähe des Fährhafens erkunden und die anderen erst mal ziehen lassen. Anschließend läuft man am besten zu Fuß zur riesigen Jesus-Statue den Hang hinauf. Schon auf dem Weg hat man einen unglaublichen Blick auf die anderen Viertel und den Hafen.


Oben bei der Statue schnell ein paar Fotos mit Havanna im Hintergrund und dann nicht gleich weiter in Richtung Castello, sondern erst mal die hinter der großen Wiese liegenden Wohnviertel erkunden. Hier findet man das „echte Kuba“. Da uns ziemlich schnell der Hunger geplagt hat, sind wir zur einzigen Cafeteria weit und breit gegangen und durften unsere Käsepizza in dem urigsten Garten „Casa Blancas“ verspeisen. Die Besitzerin vermietet übrigens auch Zimmer. Hier scheint die Zeit irgendwie still zu stehen und man hört kaum andere Geräusche als Vogelzwitschern und den hauseigenen Papagei. Ist man allerdings einmal durch das Wohnviertel geschlendert und hat vielleicht zehn Leute angetroffen, hat man auch schon alles gesehen. Deshalb sollte man sich dort nur einmieten, wenn man auf der Suche nach absoluter Ruhe in idyllischster Umgebung ist. Sonst wird einem schnell langweilig werden.


Auch die beiden Castellos sind absolut sehenswert. Das Erste am Weg kostet keinen Eintritt und ist lustigerweise auch weniger besucht. Hier kann man über einiges über Che lernen und sich übers ganze Gelände fast frei bewegen. Zum zweiten Castello führt einen der Weg, wenn man ihm bis zum Schluss folgt. Hier wäre meine Empfehlung aber lieber die Außenmauern zu erkunden, die auch einiges (unter anderen einen genialen Ausblick aufs offene Meer) zu bieten haben und so dem Eintrittspreis zu entgehen.


Casa: Das Angebot an Casas ist zahlreich. In „Habana Vieja“ wurden wir nach nur zwei Versuchen fündig und haben 30 CUC die Nacht bezahlt. In anderen Vierteln sollte sich das dementsprechend genauso einfach, wenn nicht sogar noch einfacher gestalten.

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#295 Immer mit der Ruhe

Reisen ist nicht immer einfach. Es wird Situationen geben, die dich herausfordern und manchmal vielleicht sogar Momente, in denen dir dein Atem stockt. Du wirst möglicherweise beängstigende Erfahrungen machen oder Hindernisse zu bewältigen haben. Das alles passiert. Doch keine Sorge für die meisten Situationen gibt es eine Lösung. Wir alle erleben Reisepannen und Herz-Aussetzer-Momente. Ins Auge gehen davon zum Glück die wenigsten.

Grundsätzlich gilt: Wenn du in eine beängstigende oder sogar bedrohliche Situation gerätst, ist das Wichtigste, dass du die Ruhe bewahrst. Zumindest irgendwo in dir drinnen. Denn du musst in der Lage sein, klar zu denken. Nur dann kannst du auch die richtige Entscheidung treffen und bestmöglich reagieren. Einfach ist das keineswegs, aber sicherlich der allerbeste Selbstschutz, den du in so einem Moment haben kannst.

Wenn die Situation die Möglichkeit bietet, nimm dir eine kurze Sekunde, atme tief durch und wäge deine Alternativen ab. Es ist keine Schande, eine Situation gefährlicher einzuschätzen, als sie das ist. Geht es beispielsweise um das Verständigen der Polizei, haben wir oft gewisse Hemmungen. Schließlich möchte man die Polizei nicht mit unwichtigen Problemen von der Arbeit abhalten oder sich mit einer unnötigen Panik blamieren. Doch es gibt eben auch Situationen, in denen jede Sekunde zählt. Solltest du also grundlegend das Gefühl haben, dass du in der Gefahr, in der du dich befindest, polizeiliche Hilfe benötigst, dann zögere nicht zu lange. Ruf direkt an und schildere deine Lage. Ähnlich ist es auch mit medizinischen Maßnahmen. Man sollte, wenn es geht, schon immer das Für und Wider abwägen. Doch wenn es dein Bauchgefühl dir rät, dann such den Arzt lieber einmal zu viel als zu wenig auf. Jedenfalls, wenn du dich in einem Land befindest, dessen medizinisches System verlässlich genug ist.

Reisen ist wunderbar, aber Reisen birgt trotzdem auch seine Risiken. Manche haben wir natürlich auch zu Hause oder grundsätzlich in unserem Heimatland. Doch im Ausland sind uns manche Gefahren neu oder unbekannt und die Abläufe sind anders, als wir es gewohnt sind. Da ist Vorsicht in dem einen oder anderen Fall einfach besser als Nachsicht! Und ein kühler Kopf ist die Waffe, die dich beschützt und dazu befähigt einzuschätzen, ob du deine Situation ein derartiger Fall ist…

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#294 Handys auf Reisen

Smartphones sind heutzutage unsere täglichen Begleiter. Manch einer verbringt mit seinem Smartphone wohl mehr Zeit als mit seinem Partner. Kein Wunder, schließlich können wir ihnen befehlen, was sie tun sollen, ohne dass wir Widerworte bekommen. Außerdem kann man mit ihnen sprechen, sie fotografieren einen ohne zu murren – auch stundenlang – und bieten einem einen unendlichen Pool an Zerstreuung.

Auf Reisen kann einem so ein Handy ganz schön zum Verhängnis werden. Kommen wir aber erst mal zu den positiven Aspekten eines Handys auf Reisen. Im heutigen Zeitalter sind die wenigsten Menschen – ich eingeschlossen – in der Lage, eine gute alte Straßenkarten zu lesen, zumindest nicht so, dass man problemlos von A nach B kommt. Da sind die ganzen Routenplaner-Applikationen und Standort-Bestimmer so etwas wie unsere Rettung. Viel einfacher geht es ja kaum noch. Außerdem fungiert unser Handy auch als Beschützer, Übersetzer und Unterkunfts-Bucher. Alles nützlich und sinnvoll. Und alle, die keine schwere Kamera mit sich herumschleppen möchten, haben dank fortschreitender Technik trotzdem ausreichend unverwackelte Urlaubserinnerungen.

Jetzt aber mal zur Schattenseite! Das, was ein Smartphone auch zu Hause in der Lage ist zu zerstören, muss man auf Reisen mal einhundert nehmen. Gerade in einem fremden Land sollte man in der Lage sein, sich völlig auf das einzulassen, was einen umgibt und sich nicht ständig hinter einen winzigen Bildschirm klemmen. Ja, Social Media oder Videoclips sind unterhaltsam, aber die Welt da draußen ist noch viel unterhaltsamer. Dafür muss man ihr allerdings eine Chance geben. Und sie völlig ungefiltert in sich aufnehmen.

Das kann aber nicht funktionieren, wenn wir alle drei Sekunden ein Foto nach Hause schicken, auf eine Whatsapp-Nachricht reagieren oder durch die Insta-Chronik scrollen. Wer am Strand liegt, auf einen Berg klettert oder in einem einheimischen Dörfchen zu mittagisst, sollte das Handy öfters mal ganz bewusst in der Tasche lassen – am besten auf stumm geschaltet. Dass man inzwischen fast überall Empfang hat und WLAN für kaum einen mehr ein Fremdwort ist, bedeutet auch, dass wir den Fängen der Technik nur noch entkommen, wenn wir uns eigenständig dafür entscheiden.

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#293 Immer wieder das gleiche Reiseziel?

Es gibt die und die Reisetypen! Logischerweise! Bekanntlich sind Menschen ja verschieden. Die einen brauchen jedes Mal ein neues Reiseziel, während andere glücklich sind, immer wieder den gleichen Ort aufzusuchen. Ich weiß nicht, wie du die Sache siehst! Aber für mich ist es so: Ich liebe es, an Orte zurückzukehren. Doch immer nur das gleiche Reiseziel würde mich auf die Dauer langweilen. Von mir aus komme ich gerne jedes Jahr mehrmals in dasselbe Land, solange ich die gleichzeitig die Chance habe, auch neue Destinationen zu erkunden!

Beleuchten wir doch einmal die Vor- und Nachteile eines regelmäßigen Urlaubsortes! Zu den Vorteilen würde ich zählen, dass man sein Reiseziel bereits sehr gut kennt und wenig Zeit für die Eingewöhnung benötigt. Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants und Aktivitäten der Region sind bekannt und möglicherweise gibt es sogar Routinen, denen man während seines Urlaubs nachgehen kann. Das beinhaltet für mich allerdings gleich den ersten Nachteil. Während eines Urlaubs will ich keinen Routinen nachgehen. Davon habe ich zu Hause schon die Nase voll. Beim Reisen kann ich dann also getrost darauf verzichten und freue mich stattdessen auf unbekannte Abenteuer und Auskundschaftungen von fremden Städten oder Ländern. Dass wir aber nicht alle gleich sind, haben wir jedoch unlängst festgestellt und so ist davon auszugehen, dass der ein oder andere auch die Routine gerne in den Koffer packt!

Ein anderer Vorteil von Reisen, die dich Jahr für Jahr an denselben Ort führen, ist auch der geringe Planungsaufwand. Kennst du Ort, Unterkunft und die restlichen Details bereits, musst du kaum Zeit damit verbringen, dich vor deiner Abreise um irgendetwas zu kümmern. Du brauchst nur das Zimmer zu reservieren, in dem du im Regelfall nächtigst inklusive Anreise und schon hat sich der Planungsaufwand gegessen. Hat auch seinen Reiz!

Wie schaut es aus? Bist du der Typ „Festes Reiseziel“?

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#292 Gut informiert reisen – Vorsicht ist besser als Nachsicht

Wer kennt sie nicht? Die Trottel, die durch den Urwald in Flipflops stapfen. Oder die, die schon am ersten Reisetag am ganzen Körper einen knallroten Sonnenbrand durch die Stadt tragen. Wir kennen sie nicht nur alle, wir haben sicher mindestens schon ein-, zweimal in unserem Leben genau zu diesen Trotteln gehört. Wir haben eine Reise naiv begonnen und uns den einen oder anderen Fauxpas geleistet. Ist ja auch aller erst mal kein Thema. Sonnenbrände sollte man zwar eigentlich vermeiden und das falsche Schuhwerk auch, aber im Regelfall kommt man mit einem blauen Augen davon.

Es gibt aber auch Momente oder Geschichten, in denen sind Reisende so dermaßen ins Fettnäpfchen getreten, dass der Spaß aufgehört hat. Beispiele wollen wir hier keine nennen, ich denke, jeder von euch hat eine passende Geschichte von irgendwoher parat oder kann sich zumindest im Groben ausmalen, was gemeint ist.

Ja, wir sind ganz ehrlich, wir lieben es, ungeplant ins Abenteuer zu starten. Aber damit meinen wir eher die tatsächliche Reiseplanung, also so was wie Route, Übernachtungsmöglichkeiten und Sightseeing. Solche Sachen lassen wir oft und gerne auf uns zukommen. Andere Bereiche unserer Reisen sind aber fast immer gut durchdacht und abgewogen. Egal, ob wir in Europa – da gibt es tatsächlich Ausnahmen oder auf einem anderen Kontinent unterwegs sind, wir lesen uns vor jedem Grenzübertritt in die entsprechende Seite des Auswärtigen Amtes ein. Wir klären, was die Do’s oder Dont’s sind und wie die politische sowie medizinische Lage einzuschätzen ist. Unser Gepäck enthält Medikamente für den Notfall und unsere Versicherungen sind wasserdicht.

Wer einfach ins Blaue fahren will, soll das auch unbedingt tun, aber in einem vernünftigen Maß und ohne dabei zu vernachlässigen, dass immer etwas passieren kann. Zu Hause ist man zumeist in ein sicheres Netz eingebunden und weiß, wie man sich im Unglücksfall zu verhalten hat. In fremden Ländern existieren diese Netze nicht immer. Man hat oft weniger Kontaktpersonen und die Regeln sind einem völlig fremd. Wer also etwas Umsicht beweist und sich zumindest halbwegs mit seinem Reiseziel auseinandersetzt, verschafft sich im Fall, dass tatsächlich mal etwas passiert, einen entscheidenden Vorteil!

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#291 In 50 Jahren – unsere Welt

Wo möchtest du in 5 Jahren stehen? Und wo in 15? Wo in 50? Was sind deine Wünsche und Ziele für dich und dein Leben? Du hast ein Bild vor Augen? Und jetzt geh noch einen Schritt weiter: In was für einer Welt möchtest du leben? Wie soll unser blauer Planet aussehen, wenn die nächsten 50 Jahre ins Land gezogen sind?

Ich glaube, wir alle gehen mit einem gewissen Endlosigkeitsanspruch an das Leben auf dieser Erde heran! Viele halten die Situation, wie sie aktuell ist, für selbstverständlich! Doch dass sie das nicht ist, noch nie war und auch niemals sein wird, zeigt ein einziger Blick auf all die Katastrophen, die uns bereits überrollt haben. Solche Katastrophe werden uns auch in Zukunft treffen – nur möglicherweise anders geartet!

Jeder Reisende ist in der Pflicht, seinen Teil dafür zu leisten, dass unsere Welt in ihrem Innersten heil und unversehrt bleibt! Gut an diesem Punkt kommen bestimmt schon Schreie der Empörung von allen Seiten! Denn viele sind der Ansicht, dass Reisen – vor allem Fernreisen mit dem Flugzeug – schlimme Folgen für die Umwelt nach sich ziehen. Gleichzeitig kann das „richtige“ Reisen aber auch eine Menge dazu beitragen, unsere Welt zu unterstützen, indem wir sie näher zusammen führen!

Wer Zeit und die Möglichkeit hat, der sollte nicht jede Distanz im Flugzeug zurücklegen. Beispielsweise konnte ich noch nie verstehen, warum ich nach Venedig oder Wien fliegen sollte, wenn ich in Bayern lebe. Das sind Entfernungen, die man auch mit dem Zug problemlos bewältigen kann. Manchmal sogar schneller. Jedenfalls, wenn man nicht in der direkten Nähe eines Flughafens wohnt und man den Safety Check, etc. in die Reisezeit mit einberechnet!

Außerdem ermöglicht eine Reise insbesondere eine Individualreise, die Wirtschaften anderer Länder zu stärken und Geld in die Regionen zu bringen. Vor allem wenn wir in privaten Unterkünften übernachten, in kleinen Restaurants speisen und auf den Märkten der Locals einkaufen! Dieses Geld wird mitunter auch in den Erhalt der Natur- und Nationalparks gesteckt!

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#290 Grundsätzliche Reisekleidung

Welche Bekleidungsstücke sollten grundsätzlich in deinem Koffer/Backpack/was auch immer nicht fehlen?

Egal wohin ich reise, fehlen darf niemals ein warmer, kuscheliger und unempfindlicher Pullover zum Überziehen. Selbst im sommerlichsten Paradies wird es nach dem Sonnenuntergang mitunter frisch. Zudem ist er eine gute Waffe gegen aufdringliche Mücken. In kalten Regionen hingegen ist so ein Pullover ein gutes Backpack, falls die dicke Daunenjacke nicht ausreicht.

Außerdem liebe ich es, dass ich mir vor ein oder zwei Jahren wasserdichte Stiefeletten mit regenabweisender Beschichtung gekauft habe. Wann immer mein Gepäck noch Platz dafür bieten, sind diese hübschen und praktischen Schuhe mit von der Partie. Denn wer weiß schon definitiv im Vorhinein, ob die Sonne wirklich jeden Tag scheinen wird? Auch für matschige Wanderungen oder lange Stadtspaziergänge eignen sich meine neuen Lieblingsreisefreunde wunderbar.

Wenn wir schon bei Schuhen sind, muss ich noch zwei andere Dauerbegleiter vorstellen: Das sind für mich im Normalfall Flip Flops und Wanderschuhe. Flip Flops sind praktisch, falls man mal das Bad nicht hygienisch genug vorfindet, um barfuß durch die Gegend zu tapsen und können gleichzeitig bei kurzen Strandspaziergängen ihren Einsatz finden. Und wozu man Wanderschuhe benötigen könnte, muss ich wohl kaum erwähnen. Woran du vielleicht noch nicht gedacht hast, sie bieten auch einen gewissen Schutz, wenn du durch hohes Gras läufst und dabei Angst vor giftigen Tieren hast! Natürlich kann man sich nicht alleine auf die Wanderschuhe verlassen. Aber je nach Risikogebiet bieten sie schon eine mögliche Abhilfe.

Außerdem trage ich auch immer ein großes, buntes Tuch in der Tasche herum. Das dient mir als Sonnenschutz, ermöglicht mir, mich bei Kirchenbesichtigungen angemessen zu bekleiden und sieht außerdem auf Fotos wunderbar aus!

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#289 Ist Reisefieber ansteckend?

Besteht die Möglichkeit, dass du andere mit deiner Reisewut infizierst? Ist das nur so was wie ein Bakterium, das von Mensch zu Mensch überspringt? Hast du dich möglicherweise selbst irgendwann bei jemand anderem damit angesteckt?

Fragen über Fragen. Und so wenige Antworten! Nun gut, ich bin mir ziemlich sicher, dass Reisefreude etwas ist, was man weitergeben kann. Doch das ist meiner Meinung nach nur möglich, wenn der Gegenüber Andockstellen für diese spezielle Art von Fieber besitzt. Es soll auch Menschen geben, die dagegen völlig immun sind. Heutzutage ist diese Immunität trotz allem jedoch ein seltenes Gut! Ich selber würde es auch nicht als gutes Gut bezeichnen! Aber ich will darüber natürlich nicht urteilen. Das steht mir auch nicht zu. Schlecht ist Reisefieber auf jeden Fall auch nicht! Nur ziemlich teuer und voller Suchtpotenzial. Wer damit befallen ist, wird nicht eher ruhen, bevor sein Reisepass überquillt.

Spielen wir es mal durch. Wie können wir uns vor dem Reisefieber schützen? Der beste Schutz ist, wenn wir unsere Augen vor jedem Bild verschließen, das uns in ein anderes Land entführt. Wir dürften dann allerdings keine sozialen Medien mehr nutzen, keine Filme schauen, keine Bücher lesen und schon gar keine Reisefotos von Freunden betrachten. All das nervige Blabla von Menschen, die gerade aus der Ferne kommen, müssen wir ausblenden. Wenn es ins linke Ohr reingeht, müsste es aus dem rechten schon längst wieder draußen sein. Sonst wird die Gefahr wachsen, dass ein winziger Rest Reisefieber in unserem Gehirn hängen bleibt. Und da wird dieses Fieber mit großer Wahrscheinlichkeit so richtig zu sprießen beginnen. Was einst nur ein mickriger Gedanke war, wird eines Tages zu einer blühenden Tulpe gereift sein. Ab diesem Augenblick wird dich kaum mehr etwas Zuhause halten können. Denn der Schmetterling, der geweckt wird, der will fliegen. Einmal um die Welt und wenn das nicht reicht, dann zum Mond.

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#288 Glaube auf Reisen

Ja, ich glaube an Gott! Doch das hießt nicht, dass ich den Glauben anderer auf Reise nicht respektiere. Glaube ist etwas Persönliches und etwas, was jedem freigestellt werden sollte. Keiner darf über den Kopf eines anderen hinweg entscheiden und ihm vorschreiben, was er denken, fühlen oder glauben soll. So würde zumindest eine ideale Welt funktionieren. Die Realität deckt sich damit leider nicht so oft.

Wer häufig und weltweit unterwegs ist, der wird auf die unterschiedlichsten Glaubensformen stoßen. Mit manchen wird er leichter warm werden und andere werden für immer ein Rätsel bleiben. Trotzdem gilt, dass wir jedem Menschen und damit logischerweise auch seinem Glauben unvoreingenommen und mit Toleranz gegenübertreten müssen. Das ist humanes Verhalten und sollte das grundlegender Imperativ gelten. Die allgemeinen Menschenrechte bestätigen das.

Doch wo fängt Akzeptanz an und wo hört Toleranz auf? Keine Ahnung, ob man das genau eingrenzen kann. Ich habe jedoch das Gefühl, dass für den einen oder anderen Reisenden diese Frage von höherer Priorität sein sollte. Wenn ich sehe, wie wenig Respekt der eine oder andere ihm fremden Glaubensrichtungen entgegenbringt, dann bin ich schockiert. Urlauber, die mit knappen Miniröcken und Tanktops durch die Medina von Marrakesch laufen, sind da eines meiner Paradebeispiele. Oder ein Pärchen, das in der Metro von Dubai wild herum geknutscht hat. So was muss doch eigentlich nicht sein. Auch wenn uns die Moralvorstellungen eines Landes fremd sind oder wir sie sogar für weit überholt halten, heißt das nicht, dass wir – die nun mal Gäste sind – uns anmaßen dürfen, unsere eigenen Regeln aufzustellen. Keiner verlangt, dass du jeden Morgen zum Beten auf der Matte stehst oder dein neuestes Lieblingsoutfit eine Ganzkörperverhüllung ist. Aber ein wenig Respekt ist angebracht und Akzeptanz sollte dein schickster Reisebegleiter sein.

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#287 Die Sache mit der Vorfreude

Ist Vorfreude denn tatsächlich die beste Freude? Ich hätte grundsätzlich immer gesagt wohl kaum. Zeitweilig bin ich mir da aber nicht immer so sicher.

Nach wochenlanger Vorfreude auf eine Reise ist der lang ersehnte Abreisetag endlich da. Auf einmal kommt die Angst: Was ist, wenn es nicht so toll wird wie erwartet? Diese und auch einige andere Sorgen beim Aufbruch sind völlig normal. Trotzdem trüben sie die Freude, die du nun eigentlich empfinden solltest. Das einzigartige an Vorfreude ist, dass sie so unglaublich zum Idealisieren neigt. Während du noch auf etwas hinarbeitest, möglicherweise in einem grauen Alltag gefangen bist, erscheint dir die Zukunft glänzend und voller Silberstreifen am Horizont. Wenn der graue Alltag dann jedoch in die schillernde Zukunft übergeht, wird häufig klar, dass diese nicht ganz so schillernd und silbern ist wie erträumt. Ist ja auch logisch betrachtet ganz normal. Perfektion in dem Sinne existiert nur, wenn wir sie anerkennen. Ich habe schon eine Menge wunderbarer Momente erlebt, aber ob einer davon wirklich so perfekt war, wie ich ihn mir hätte ausmalen können, da bin ich mir ziemlich unsicher.

Perfektion wird theoretisch schon durch die kleinsten Dinge gestört. Sei es das schwere Gepäck, Haare, die uns ins Gesicht fallen, oder eine winzige Angst vor dem, was dir bevorsteht. Diese klitzekleinen Kriselpunkte sind in der Vorfreude auf etwas quasi nicht existent. Denn wer träumt schon realistisch von etwas? Wir Menschen neigen dazu, uns Dinge oder Erlebnis im Vorhinein oder auch im Nachhinein um ein Vielfaches schöner ausmalen, als sie das sein können oder waren. Ehrlich gesagt, fällt mir keine Erklärung ein, warum das so ist. Ich könnte mir höchstens Folgendes vorstellen: All die kleinen Details, die uns die Freude ein wenig schmälern können wie ein Haar in der Suppe, sind eigentlich völlig unwichtig. In unserer Fantasie wissen wir das auch und lassen sie aus diesem Grund einfach aus. Nur in Realität haben wir das noch zu lernen! Wenn wir eines Tages diese Fähigkeit besitzen, dann steht der Perfektion nichts mehr im Weg. Nicht mal die Vorfreude!

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#286 Glaube an dich

Wenn du nicht dich glaubst, wer tut es dann? Ich hoffe, du kannst ein paar Namen aufzählen, aber so oder so wir alle sind dazu verpflichtet, uns selbst die bestmögliche Unterstützung und Wärme zukommen zu lassen. Egal wer du bist oder was dein Ziel ist, du wirst mit großer Wahrscheinlichkeit Momente des Zweifels erleben oder Augenblicke, in denen innere Stimmen dich vom rechten Weg abbringen wollen. Das passiert jedem Mal. Entscheidend ist auch nicht, diese Momente zu verhindern. Entscheidend ist stärker aus ihnen hervorzutreten.

Ich habe verrückte Wünsche an meine Zukunft. Vielleicht hast du die ja auch. Dann halte sie ganz fest in deinem Herzen. Möglicherweise werden nicht alle verstehen, warum du das tust, aber du tust es für dich. Und das ist, was wirklich zählt. Ein Mensch, der alt und grau ist und mit einem Lächeln in die Welt blicken kann, ist – meiner Vorstellung nach – jemand, der ein Leben lang für das gekämpft hat, was seine Seele begehrt. Dieser Mensch ist sicher nicht von schlimmen Erfahrungen oder Fehlschlägen verschont geblieben. Dieses Glück haben die wenigsten. Doch nach einer harten Zeit hat er sich erholt, das zusammengesammelt, was von ihm noch übrig war und hat seinen Glauben wiedergefunden. Manche Träume sind im Angesicht der Zeit in der Unendlichkeit verloren gegangen und manche Wünsche hatten nicht den Anspruch, den er ihnen einst zugesprochen hat. So sind seine Träume ihm in seinem Wandel gefolgt, aber den Glauben an sich selbst hat er sich immer und wieder zurückerkämpft. Denn ich glaube irgendwo da steckt unser Glück, nach dem wir alle lechzen.

Glück ist nicht Geld oder ein Übermaß an Erfahrungen. Glück ist Liebe, Selbstfindung und auf dem Weg zu wandeln, der sich wie der eigene anfühlt. Wer dieses Glück findet, hat sein Leben genutzt. Ich spüre dieses Glück, wenn ich am richtigen Ort bin, mit dem richtigen Menschen zusammen oder so wie jetzt meine tiefsten Gedanken aufschreibe. Dann meine ich es mit den Händen zu fassen zu kriegen, aber im nächsten Moment ist es schon auf und davon geflattert. Trotzdem glaube ich an mich und an meine Art zu leben.

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#285 Kindheitsreisen

Erinnerst du dich noch an die Reisen, die du mit deiner Familie gemacht hast? Sind es gute Erinnerungen? Bist du jemals wieder zurück an den Ort gekehrt, den dir deine Erinnerungen so bunt ausmalen? Wie war der Ort dann? Immer noch so wie früher?

Ich glaube, Kinder sehen die Welt auf eine ganz andere Art als wir Erwachsenen. Für ein Kind ist es ja schon eine spannende Reise, wenn es zum Supermarkt geht. Ein Kind bekommt leuchtende Augen, wenn es auch nur eine Tüte Gummibärchen geschenkt bekommt. Für Kinder ist die Welt ein großes Abenteuer. Wie abenteuerlich muss es dann erst sein, in ein riesiges Ungetüm mit Flügeln zu steigen, um dann auf einem fremden Kontinent wieder auszusteigen. Ob ein Kind das wohl überhaupt angemessen verarbeiten kann?

Ich selber habe nur die besten Erinnerungen an die Reisen meiner Kindheit. Wir waren vor allem in Griechenland, Italien und Österreich unterwegs. Wir waren oft auf dem Bauernhof oder am Strand und egal wo wir waren, habe ich wunderbare Erfahrungen gesammelt. Von den riesigen Sandburgen träumte ich noch Jahre später. Rückblickend erschienen sie mir sogar noch größer. Das Meer in seinen sämtlichen Blauschattierungen hat tiefen Eindruck hinterlassen. Ich denke, die Reisen von damals sind der Grund, warum ich heute so ein fanatischer Meer-Liebhaber bin.

Letztlich entscheidet sich auf den Reisen, die wir in unserer Kindheit unternehmen, wie wir später einmal zum Reisen stehen werden. So ist es doch immer im Leben. Wer mit etwas gute Erfahrungen sammelt, der wird es als Teil seines Lebens behalten wollen und umgekehrt. Auf diese Art und Weise läuft das Spiel.

Heute würde ich unglaublich gerne noch mal durch meine kindlichen Augen hindurch auf die Welt blicken. Was das bringen würde? Ich würde meine Abenteuer unbeschwerter, schwärmerischer und lockerer nehmen. Kinder treten allem so unendlich offen gegenüber. Das verlernen wir leider! Dagegen müssen wir lernen vorzugehen. Und uns selbst dazu anhalten, die kindlichen Augen wiederzugewinnen.

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#284 Gib dich auch mit kleinen Dingen zufrieden

Gib dich auch mit den kleinen Dingen zufrieden! Das ist einer der nervigsten Sprüche überhaupt. Zumindest bis man seinen wahren Gehalt durchschaut hat. Mit kleinen Dingen zufrieden zu sein bedeutet nicht aufzuhören, nach mehr zu streben. Das heißt das keinesfalls. Aber diese Moral will sagen, dass du, während du strebst, mit dem glücklich sein sollst, was du bereits hast.

Die meisten Wünsche sind nicht mal so eben in Realität umgesetzt. Viele erfordern eine Menge Arbeit und Ambitionen. Es dauert oft Jahre, bis wir den Punkt erreichen, den wir so lange anvisiert hatten. In der Zwischenzeit wollen wir jedoch trotzdem glücklich sein. Das gelingt mal mehr und mal minder gut. Ein entscheidendes Glücksrezept sind dafür die „kleinen Dinge“. All das, was uns vergleichsweise beinahe nichtig oder selbstverständlich vorkommt, hat allerdings auch zumeist einen großen Wert.

Legen wir unser Glück immer nur in die Waagschale mit unseren kühnsten Träumen, werden diese wohl um einiges schwerer wiegen. Sehen wir aber mal dahinter und fragen uns, worauf es uns in diesem Leben wirklich ankommt, gibt es nur wenige Sachen, die wirklich von ausschlaggebender Schwere in unserer Waagschale sein sollten. Dazu gehört ehrlich gesagt nicht einmal unbedingt das Reisen oder andere Herzenswünsche, sondern die grundlegenden Lebensbedingungen wie Gesundheit, Liebe und eine Zukunft! Vielmehr dürfen wir eigentlich gar nicht erwarten. Zumindest nicht einfach so. Alles, was wir uns darüber hinaus ersehen, ist ein zusätzliches Privileg, welches wir uns mitunter stark erkämpfen müssen. Wer jedoch nicht einmal innehalten und sein Glück schätzen kann, gesund und am Leben zu sein, der wird nie richtig ankommen. Denn die eigentlich kleinen Dinge, die wir häufig als gegeben annehmen, sind die Grundlagen dafür, dass wir überhaupt nach höherem streben können. Dein Leben ist etwas, was du als höchstes Gut schätzen solltest. Alles, was du aus ihm heraus aufbauen kannst, ist ein wunderbarer Zusatz!

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#283 Ist Reisen dein Kindheitstraum?

Jeder hat seinen ganz speziellen Wunschtraum. Der eine möchte in den Weltraum, der andere Gangster jagen, der nächste nach der Schule in die Forschung gehen. Egal, wovon wir träumen, wir widmen diesem Traum häufig eine Menge Zeit und Energie. Wir sitzen da und malen uns unsere Wünsche in den kühnsten Farben aus. Mit dem Kopf in den Wolken warten wir darauf, dass die Zeit endlich kommt, wenn die Bäume grüner und der Himmel weiter ist. Dieses Warten treibt einen manchmal in den Wahnsinn.

Für manch einen ist der Kindheitstraum auch das Reisen. Was meinst du wohl wie diese ihren Traum ausleben und wodurch er geboren wird? Geboren wird der Traum vom Reisen auf vielen verschiedenen Wegen. Sei es ein gelungener Urlaub, ein Buch über eine Abenteuerreise oder vielleicht sogar der Geografieunterricht. Vielleicht haben wir aber auch einfach ein Herz voller Sehnsucht, das am falschen Ort geboren wurde. Was auch immer dein Grund ist. Lass den Traum deines Herzens niemals einfach ziehen. Träume sind es wert für sie zu kämpfen.

Die Wände des Kinderzimmers eines Reisefans müssen voller Poster von fernen Ländern sein, voller Straßenkarten und Fotografien. Wer gerne reist, der sammelt häufig auch gerne! Das ist es, was uns an die schönen Erlebnisse erinnert. Oder uns darauf vorbereitet. Ein reiseverliebtes Kind hört keine Kassetten von Benjamin Blümchen, sondern reist lieber mit Felix dem Hasen um den Planeten. Wahrscheinlich haben die Felix-Bücher damals auch meine Reisefreude geweckt. Ein Hase, der seine beste Freundin aus Versehen verlässt und dann vom anderen Ende der Welt Briefe sendet, ist ja auch wirklich cool. Immer wieder habe ich bei seinen Abenteuern mitgefiebert. In Gedanken war ich ebenfalls in den Gärten Frankreichs unterwegs und habe den Einheimischen beim Boulespielen zugesehen! So entsteht Reiseliebe. Wenn man sieht wie schön und spannend Reisen sein muss.

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#282 Gesundheit im Ausland

Ein Thema, das für kontroverse Ansichten sorgt, ist die Debatte um Gefahren für die Gesundheit bei Auslandsaufenthalten. Ich persönlich bin ein wahrer Angsthase und neige deshalb dazu, die Gefahren als weitaus größer einzuschätzen, als sie es in Realität sind. Doch zu mir gibt es natürlich auch den passenden Gegensatz. Menschen, die jegliche Gefahr negieren und jede Bedrohung verlachen. Ich halte beide Herangehensweisen für schlecht. Der Mittelweg, den müssen wir finden!

Wenn du reist, dann kommst du in Situationen, die du zu Hause so nicht erleben würdest. Manche davon bergen Risiken, die uns neu oder unbekannt sind. Deshalb ist die richtige Vorbereitung alles. Weitsicht und Umsicht verhindern viele Gefahren und schenken dir in einer Bedrohungslage möglicherweise den nötigen Vorsprung.

Es gibt so viele Krankheiten, die dir auf Reisen begegnen, von denen du noch niemals zuvor gehört hast. Gegen eine Menge dieser Krankheiten gibt es bereits eine Impfung. Ich habe mich dazu entschlossen, diese Impfungen alle durchführen zu lassen. Denn ich denke mir, dass ich so den bestmöglichen Schutz für mich gewährleisten kann. Auch wenn ich – wie gesagt – zu übermäßiger Angst neige, wüsste ich nicht genau, welche Argumente gegen meine These sprechen. Impfgegner fürchten häufig die Nebenwirkungen der Wirkstoffe, aber ich habe an mir nie eine besonders auffällige Nebenwirkung bemerken können. Da würde ich für meinen Teil sehr viel mehr einen Krankenhausaufenthalt in einem Entwicklungsland fürchten. Man muss zugeben, dass die medizinische Versorgungslage weltweit große Fortschritte macht, dennoch ist die Situation in einigen Ländern nicht annähernd mit der in Deutschland zu vergleichen. Alle Erfahrungen, die ich in dieser Richtung bisher gemacht habe, bestätigen das!

Wenn es für eine Krankheit noch keine Impfung gibt, so bestehen doch meistens Schutzmaßnahmen in irgendeiner Form. Es ist sinnvoll, diese – nach Absprache mit deinem Hausarzt – zu beachten!

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#281 Kleines Reiseplanungs 1×1 (oder 4×4)

Planung ist alles, aber auch nicht immer! Wer gerne in der Welt unterwegs ist, ist gezwungen, das richtige persönliche Maß zwischen Planen und Nicht-Planen zu finden. Denn das ist die erste Komponente in unserem Reiseplanungs 1×1! Finde den Weg zu planen, mit dem du dich wohlfühlst! Und dann variiere deinen Weg abhängig von Ziel, Travelbuddys und verfügbarer Zeit. Hier hast du auch schon die weiteren Komponenten, die deine Planung bestimmen.

Persönliches Maß
Jeder ist unterschiedlich abenteuerlich eingestellt. Der eine mag es nicht zu wissen, wo er morgen schläft, während dem anderen bei dem Gedanken richtiggehend übel wird! Der eine ist ein Urlauber von der Sorte, hach mal schauen, was es hier so zu erleben gibt, während der andere schon Wochen vor Reiseantritt einen fest durchgetakteten Sightseeing-Plan ausgearbeitet hat. Alles eine Frage des Geschmacks. Und der Erwartung, die man an seine Reise stellt. Möchte man möglichst alles von einem Ort/Land/Stadt sehen, bedarf es einer detaillierteren Planung. Reicht es dir jedoch einfach in den Flair abzutauchen und das mitzunehmen, was deinen Weg kreuzt, musst du dich nicht dem Stress aussetzen, dir wochenlang über Route und Sehenswürdigkeiten den Kopf zu zerbrechen!

Ziel
Das Ziel ist natürlich auch entscheidend, was die Planungsgenauigkeit angeht. Manche Länder erfordern zum Beispiel vorzeitige Reservierungen von Museumstickets oder Guides für deine Rundreise. Andere Länder wiederum sind individuell und ohne feste Anhaltspunkte am einfachsten zu genießen! Man kann sogar soweit gehen zu behaupten, dass es Länder gibt, die eine feste Planung völlig unmöglich machen und jeden in den Wahnsinn treiben, der sich an einen vorgefertigten Plan halten möchte!

Travelbuddys
Da jeder ein unterschiedliches Maß an Planung für sein individuelles Glück benötigt, ist es immer eine gewisse Herausforderung, in einer noch nicht eingespielten Reisegruppe unterwegs zu sein. Hier ist jeder gefragt, Kompromisse zu schließen, von seinen natürlichen Gewohnheiten abzuweichen und auf die Vorstellungen der anderen einzugehen. Wenn das nicht funktioniert, muss man auch manchmal einsehen, dass man die Aktivitäten getrennt voneinander gestaltet und sich erst abends gemütliche zum Essen zusammensetzt!

Zeit
Was der Planungsfreiheit einen beschränkenden Riegel vorschiebt, ist auf jeden Fall die verfügbare Zeit. Gerade wenn man nur wenig Zeit in einem Land verbringen kann und trotzdem das beste aus allem herausholen will, muss man manchmal mit seiner Zeit sehr sorgsam haushalten und ist somit gezwungen, einen groben Plan in der Tasche zu haben.

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#280 Geschäftsreisen blockieren die Reiselust?

Schnell! Das Boarding beginnt gleich. Er hetzt zum Terminal. In letzter Sekunde, knapp bevor die Türen schließen, erreicht er sein Ziel. Verschnaufen ist nicht. Im Flugzeug wird der Laptop aufgeklappt und bis zur Landung in eineinhalb Stunden muss das Meeting vorbereitet werden. Anschließend geht es mit dem Zug zum nächsten Termin. Schon morgen bringt ihn der nächste Flug zurück! Und übermorgen wartet eine weitere Flugreise auf ihn! Er ist in diesem Fall der typische Geschäftsreisende. Zumindest so, wie man ihn sich vorstellt. Eben der Prototyp unserer Gedanken, wenn wir von Geschäftsreisen sprechen. Doch reist ein Geschäftsreisender auch in seiner Freizeit noch freiwillig?

Wer ständig on the road ist, der möchte in seinem Urlaub vielleicht auch mal genau das Gegenteil erleben. Möglicherweise möchte er einfach nur zu Hause sitzen, den ganzen Tag das gleiche Zimmer vor den Augen haben und zur Ausnahme mal absolut keine Abwechslung geboten bekommen.

Wie muss das sein Tag für Tag ein neues Flugzeug erwischen zu müssen? Jeden Morgen zu wissen, dass man schon am Mittag Hunderte Kilometer entfernt sein wird und in der Zwischenzeit zehntausend Meter über der Erde schweben wird? Macht das glücklich oder bereitet es Stress? Womöglich ist das reine Typensache! Wie so viele Dinge im Leben! Doch kann ein Allzeitreisender im Auftrag des Geschäfts eine Arbeitsreise von einer Reise aus privatem Vergnügen trennen? Ist jemand, der über das Jahr so viele Stunden in der Luft verbringt, in der Lage, sich auf eine Flugreise in den Urlaub zu freuen? Oder wird er es weiterhin als nervigen Teil, der sonst der Arbeit gehört, betrachten?

Verspürt jemand, der schon etliche Orte aus arbeitstechnischen Gründen besucht hat, überhaupt noch Interesse an neuen Orten? Vielleicht sagt er sich ja auch: „Wozu? Ich komme schließlich beruflich nächsten Monat sowieso nach Asien! Warum sollte ich dann Urlaub in Vietnam machen?“ Wenn wir aber mal ehrlich sind, dann ist eine typische Geschäftsreise keinesfalls mit einer typischen Erkundungsreise zu vergleichen. Denn ein Geschäftsreisender hat meistens nicht annähernd genug Zeit, um ein Land auch nur in irgendeiner Art kennenzulernen. Sind Geschäftsreisen also eine ernst zu nehmende Blockade unserer Reiselust?

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#279 Können wir uns auf Reiseblogs verlassen?

Ein paar Filter hier, die eine oder andere Beschönigung da und dann noch ein paar geposte Strandbilder. Ja, auch Reiseblogger machen so etwas. Keine Frage! Doch kann man sich trotzdem auf die Informationen verlassen, die man so auf Blogs liest?

Das ist schwierig zu beantworten! Vom Bauchgefühl und meinen eigenen Erfahrungen würde ich sagen Jein. Grundsätzlich ist nämlich viel wichtiger zu fragen: Auf wen kann ich mich verlassen? Auf welchen Blogs finde ich die Informationen, die so echt sind, dass ich sie auch nutzen kann. Nun, ich denke, davon gibt es einige! Doch wem du selber glaubst, das vermag keiner für dich zu entscheiden.

Meine persönliche Einstellung dazu? Ich habe das meiste Vertrauen zu den Bloggern, von denen man sehen kann, mit welcher Liebe sie ihre Beiträge gestalten und wie viel Herzblut hinter ihrer Arbeit steckt. Webseiten und Social Media Kanäle, die eine persönliche Note haben und nicht nur der breiten Masse gefallen wollen, sind die Echtesten und Authentischsten. Diesen Menschen höre ich gerne zu und nehme von ihnen den einen oder anderen Tipp an.

In der Reiseblogger-Branche berichten die meisten von uns von ihren persönlichen Erfahrungen und unterstützen die Postings mit eigenem Bild- und Videomaterial. Große Produktionen sind eher die Seltenheit und die meisten deutschen Blogger haben eine feste Stammleserschaft, aber keine Abertausende Follower. Das macht ihre Einblicke privater und zuverlässiger. Wer weiß, für wen er schreibt und nicht nur darauf aus ist, sein Produkt an zwanzig Millionen Menschen zu verkaufen, der geht mit einer anderen Einstellung an die Sache heran. Ich selbst ziehe den kleinen Blogger von nebenan jedem großen Magazin vor. Ich mag es zu sehen, welcher Charakter hinter einem Artikel steckt und wenn ich einen Stil gefunden habe, der mir gefällt, schaue ich auch gerne öfters vorbei! Denn dann weiß ich, hier habe ich jemanden gefunden, auf dessen Worte ich mich verlassen kann.

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#278 Geld auf Reisen

Wie und wo versteckt du dein Geld, wenn du unterwegs bist? Wo hebst du ab oder wechselst es, wenn nötig? Hast du gewisse Tricks oder Geheimtipps! Dann kommt hier unser Tipp Nummer eins für dich: Verrate deine Tricks auf keinen Fall! Bewahre das Geheimnis gut für dich selbst und weihe keinen ein!

Nun zu weiteren Tipps und Tricks! Geld wechseln ist ein kleines Risikospiel. Aus mehreren Gründen. Wechselst du Geld, musst du immer den Wechselkurs beachten. Gerade an touristisch frequentierten Orte passiert es nicht selten, dass du ordentlich über den Tisch gezogen wirst. Wechselkurse in Touri-Gegenden werden häufig ausgeschlachtet oder unfair verfälscht. Also check doch einfach im Vorfeld den aktuellen Wechselkurs im Internet. Erwarte nicht ein Angebot genau dem tagesaktuellen Kurs angepasst zu finden, aber orientiere dich grob daran. Vergleiche die unterschiedlichen Wechselstuben und entscheide dich nicht gleich für den allerersten. Beachte außerdem, dass manche Wechselhäuser auch noch zusätzlich eine Kommission verlangen. Wenn du ein Wechselhaus ohne Kommission finden kannst, ist das natürlich besser. Ob eine Kommission erlaubt ist, hängt jedoch von dem jeweiligen Land ab. Wir gehen aus diesem Grund auch öfters in Banken oder größere Hotels, um doch unser Geld zu tauschen.

Gefahr Nummer zwei beim Geldwechseln: Du zeigst, dass du eine größere Menge Geld mit dir herumträgst und machst so möglicherweise Diebe auf dich aufmerksam. Achte also von Anfang an darauf, dich möglichst unauffällig zu verhalten und dein Geld nicht offen zu zeigen. Bleibe im Inneren der Wechselstube, bis du dein Geld verpackt hast und trage – zumindest in kritischen Ländern – keine offensichtlichen Wertgegenstände mit dir herum. Das gilt zwar in gewissen Ländern immer, doch vor allem während des Geldwechselns ist das besonders wichtig!

Kommen wir noch zu zwei allgemeinen Tipps: Habe dein Geld niemals nur einem Ort, sondern verteile es sinnvoll. Kenne die Sperrcodes für deine EC-Karten und habe entsprechende Notfallnummern parat. Außerdem solltest du immer darauf achten, nur so viel Bargeld bei dir zu haben, wie eben nötig ist!

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#277 Kopien von wichtigen Dokumenten – Warum?

Bevor wir eine Reise antreten, überprüfen wir jedes Mal, ob uns alle erforderlichen Dokumente noch in doppelter Form vorliegen. Das kann als gedruckte Kopie oder als Online-Version vorliegen.

Es nicht auszuschließen, während einer Reise ein wichtiges Dokument zu verlieren oder wenn es ganz blöd läuft, sogar entwendet zu bekommen. Auch wenn uns selbst das noch nie passiert ist, hört man doch oft von Taschen- oder Portemonnaiediebstählen im Ausland. Um dann nicht blöd dazustehen und sich vielleicht nicht einmal mehr ausweisen zu können, sollte jeder eine Möglichkeit haben, auf seine persönlichen Unterlagen als Back-up zugreifen zu können. Der Reisepass oder der Personalausweis ist wohl wirklich das ernüchterndste Beispiel. Ohne Unterlagen, die die eigene Identität bestätigen, ist es äußerst kompliziert, Ländergrenzen zu übertreten. Es bedeutet zumindest im Normalfall eine Menge Ärger und Aufwand.

Um solchem Ärger vorzubeugen, tragen wir unsere Dokumente in Papierform als Kopie mit uns herum und haben noch zusätzlich einen Scan aller wichtigen Unterlagen auf einem Stick und online verfügbar. Wenn du in einer vertrauenswürdigen Unterkunft absteigst, ist es sinnvoll, deine wichtigsten Dokumente im Safe oder an einem sicheren Ort zurückzulassen und nur die kopierten Papiere mit dir herumzutragen. Insofern das Land, in dem du dich befindest, dir gestattet, dich per Kopie auszuweisen.

Welche Dokumente benötigst du als Kopie? Selbstverständlich Reisepass oder/und Personalausweis. Dazu kommt die Bestätigung deiner Krankenversicherung, deines Impfpasses und deines (internationalen) Führerscheins. Der Rest ist von deiner Reiseart und dem Zielland abhängig. Es bietet sich zum Beispiel an Visa, Mietwagenpapiere oder den Fahrzeugschein deines eignen Autos – je nachdem eben – als Kopie mitzuführen. Wer für die Einreise eine ärztliche Bescheinigung über die eingeführten Medikamente benötigt, sollte sich auch davon eine Kopie anfertigen.

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#276 Georgien – Unser erster Eindruck

Schon nach wenigen Stunden im hübschen Kutaissi war klar: Dieses Land ist einzigartig. Georgien ist schnuckelig klein, bietet seinen Touristen aber ein derartiges Maß an Eindrücken, dass man es kaum zu glauben vermag.

Besonders gefallen hat uns, dass alles noch so ruhig und untouristisch erscheint. An unserem ersten Tag in Georgiens drittgrößter Stadt sind wir genau einem anderen Reisenden begegnet – außerhalb von unserer Unterkunft. Als wir uns an Tag zwei auf in Richtung Küste gemacht haben, hat uns ein Umweg ins Hinterland von Kutaissi geführt. Dort sprach kaum einer Englisch und trotzdem hat uns jeder ein Lächeln entgegengebracht und auf unsere Fragen mit Herz, Händen und Füßen reagiert.

Wir lieben Georgien, weil es so viel zu sehen gibt, die Menschen unendlich sympathisch sind und man sich dort einfach nur wohl sowie gut aufgehoben fühlt. Egal ob am Tag oder auch in der Nacht Unsicherheiten haben wir nie empfunden.

Etwas mehr Touristen gibt es hauptsächlich in den beliebten Wanderregionen Swanetien und rund um Stepanzminda. Aber auch da hält sich die Situation in Grenzen. Abgesehen von einem unumgänglichen Besuch bei der Gergetier Dreifaltigkeitskirche hast du allerlei Möglichkeiten für einsame Wanderungen und Erkundungszüge.

Entscheidend für deinen Urlaub in Georgien ist auch ein gewisser Entdeckerdrang. Die meisten typischen und bekannten Sehenswürdigkeiten sind ja schon toll, aber da gibt es noch eine ganze Menge mehr zu erleben. Wer die ausgetretenen Pfade, metaphorisch gesprochen, auch mal verlässt, der wird dieses Land sogar noch mehr zu schätzen wissen. Beispiele sind alte Burgruinen, wunderschöne Hängebrücken und verlassene Bergdörfer. Vergessen darf man dabei aber nicht, dass die Einheimischen in den abgelegenen Regionen noch wenig mit Touristen in Berührung gekommen sind. Da ist es angebracht, sich so angepasst und respektvoll wie nur irgendwie möglich zu verhalten. Schließlich sollen für die Locals die ersten Eindrücke von Reisenden doch auch voll und ganz positiv ausfallen. So wie am besten auch alle Weiteren!

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#275 Reiseliebhaber

Das Schönste an unseren Reisen ist es, wenn wir ein Land von vorne bis hinten kennenlernen. Von Nord nach Süd, von West nach Ost, am liebsten steuern wir jede noch so winzige Ecke an. Auf eigene Faust mit einem fahrbaren Untersatz haben wir bereits viele Länder erkundet. Damit fühlen wir uns am wohlsten. Klar, die öffentlichen Verkehrsmittel garantieren mehr Nähe zu den Locals und authentischer ist das zugegebenermaßen auch. Trotzdem lieben wir es völlig unabhängig von Fahrplan, Tageszeit und sonstigen Bedingungen zu sein. Die verstecken Geheimtipps, unsere Secluded Places finden wir so auch am leichtesten.

Oft sind wir von früh bis spät unterwegs. In unserem Alltag sind wir eher Langschläfer und schon gar nicht diejenigen, die frei nach dem Motto „Morgenstund hat Gold im Mund“ in den Tag starten, aber glaubt uns, wenn wir auf Reisen sind, dann legen wir los. Der Wecker klingelt spätestens um 8 Uhr. Dann wird in Windeseile geduscht, Zähne geputzt und geschminkt. Letzteres ist natürlich nur der einen Hälfte vorbehalten. Etwas Sonnencreme und Mückenschutz gehören außerdem dazu und anschließend sind wir kaum noch zu bremsen. Manchmal haben wir nicht mal mehr genug Zeit für ein Frühstück. Was übrigens jedes Mal ein riesengroßer Fehler ist. Mit leeren Mägen auf der Jagd nach den schönsten und verstecktesten Plätzen hält man es nicht lange aus. Spätestens nach zwei Stunden fängt einer von uns an zu knurren. Danach kann man die Uhr stellen. Hat einer erst mal damit angefangen, dann steigt der andere meist flott mit ein. Schneller als Du gucken kannst, ziehen auch am sonnigsten Tage finstere und bedrohliche Gewitterwolken auf. Zum Glück sind wir lernfähig. Ohne Frühstück auf die Piste ist ein No-Go.

Stressig, so könnte man unsere Reisen durchaus bezeichnen. Doch vor allem sind sie eins: unendlich wertvoll. Wir erleben unbegreifliche Momente, wir lernen die besondersten Menschen kennen und wir nehmen Erinnerungen für uns mit, die lange nachhallen. Für keine Entspannung der Welt würden wir das hergeben. Wenn wir irgendwann endlich mit der nötigen Zeit unterwegs sind, dann kann uns nichts mehr aufhalten.

Reisen ist alles. Reisen ist nichts. Reisen ist für jeden etwas anderes. Für uns ist eine Reise die Gelegenheit, sich den Atem rauben zu lassen, den Horizont zu erweitern gemischt mit einer Prise Hektik. Genussfaktor pur. Die Ruhe wird sich nach und nach wieder integrieren lassen. Manchmal blinzeln wir uns für einen Tag in alte Zeiten zurück. Dann liegen wir wieder stundenlang in der Sonne und machen nichts anderes, als dem Meeresrauschen zu lauschen. Wir haben die Erinnerung immer fest vor Augen. Unsere nächste Reise wird hoffentlich die perfekte Mischung an Ruhe und Erlebnis. Das Rezept für diese Mischung lautet: Zeit, Entspannung und Idylle, begleitet von einer Unzahl neuer, bunter Eindrücke.

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#274 Wer sollte unbedingt mal alleine reisen?

Solotrips erfreuen sich unterschiedlicher Beliebtheit. Von muss man unbedingt mal gemacht haben bis zu das geht ja gar nicht, ist alles dabei! Grundlegend festzuhalten ist, dass eine Reise, die du alleine machst, die meisten Menschen stärker herausfordert, man ist freier und gezwungen, selber die vollständige Verantwortung zu tragen.

Der Mensch neigt dazu, sich zu sehr auf die Fähigkeiten anderer zu verlassen und vernachlässigt dabei, sich selber anzustrengen. Wer sich jedoch ständig nur auf andere verlässt, hat auf die Dauer das Problem, dass er sich selbst nicht genügend weiterentwickelt. Jeder sollte sich ab und zu auch mal an etwas versuchen, was ihm schwerfällt. Unsere Schwächen werden wir nicht los, wenn wir sie in Watte packen und im Wohnzimmerschrank verstauben lassen. Nein, die müssen wir gezielt ganz gezielt attackieren. Und das solange, bis sie kein Hindernis mehr darstellen!

Wer meint, so ein „In-Watte-pack-Mensch“ zu sein, für den wird es jetzt höchste Zeit. Traust du dich trotzdem nicht sofort alleine los, kannst du auch damit beginnen, dir einen neuen Travelbuddy zu suchen! Am besten jemand mit weniger Reiseerfahrung und weniger Engagement für das, was dir schwerfällt. So wirst du automatisch gezwungen, mehr Verantwortung zu tragen, hast aber noch eine Schulter zum Anlehnen als Back-up dabei! Für alle Fälle!

Bist du dann für den ersten Solotrip bereit, ist es von großer Bedeutung das richtige Ziel für dich auszuwählen! Wähle etwas aus, wofür dein Herz wirklich brennt. Dann wird es umso leichter, sich auf die Zeit zu freuen. Außerdem ist es hilfreich, an einen Ort zu fahren, der für dich interessante Aktivitäten bietet. Aktivitäten, die dich von der Tatsache ablenken, dass keiner an deiner Seite ist. Für alle, die trotzdem nicht auf soziale Kontakte verzichten wollen – was auch völlig verständlich und legitim ist – spielt auch die Unterkunftswahl eine entscheidende Rolle. Die angemessene Solo-Reise für dich findest du nur, wenn du tief in dein Inneres schaust und ehrlich mit dir selbst bist. Welchen Herausforderungen bist du bereit, dich zu stellen?

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#273 Filme auf Reisen

Und jetzt einen Augenblick Ruhe. Abschalten. Die Beine hochlegen. Es gibt Tage, da kommen wir in unsere Unterkunft oder unser Auto und haben einfach das Bedürfnis, mal für ein paar Momente den Kopf freizubekommen und an nichts mehr denken zu müssen. Auf einer Reise sammelt man so viele neue Eindrücke, dass man manchmal nicht bereit ist, noch mehr aufzunehmen. Alles, wonach man dann strebt, ist sich zurückzulehnen und die Gehirnströme zu entspannen.

Meistens nehmen wir unser Tablet mit auf Reisen. Viele Streaming-Portale bieten heutzutage die Möglichkeit, Filme herunterzuladen und sie offline zu schauen. Das nutzen wir sehr gerne aus. Vor jeder längeren Reise laden wir uns ein paar gute Filme oder Folgen einer Serie herunter. Jedes Mal denken wir uns, ach eigentlich werden wir das wohl kaum brauchen. Reisen ist so spannend und aufregend, dass man abends sowieso nur müde ins Bett fällt. Und überhaupt, es ist doch nichts weiter als Zeitverschwendung, während einer Reise vor dem Bildschirm zu hängen! Grundsätzlich ist das auch absolut wahr. Doch so schön neue Länder auch sind, so fordernd sind sie auch gleichzeitig! Also ist es verständlich und auch verzeihlich, ab und zu das Bedürfnis nach etwas Zerstreuung zu verspüren. Ein Abend eingekuschelt auf der Couch oder auf unserer gemütlichen Matratze im Auto, ein guter Film und am nächsten Morgen kann es mit neuer Kraft weitergehen. So ein Entspannungsmoment wirkt wahre Wunder.

Unsere liebsten Serien für lange Reisen? How I met your mother spielt auf jeden Fall ganz oben mit! Die Folgen sind nicht zu lange, sie bringen einen immer zum Lachen und man muss sie nicht unbedingt immer zusammenhängend gucken. Längere Pausen zwischen den Folgen sind problemlos möglich und wenn mal aus Versehen eine Folge gelöscht wird, bevor man sie sehen konnte – danke liebes Tablet – ist das kein zu großes Drama.

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#272 Alles eine Sache der Einstellung

Mit Missgeschicken umgehen, dazu muss man in der Lage sein. Egal wo, egal wann! Unser Leben ist voll von Pleiten, Umplanen und neuen Wegen gehen. Enttäuschungen und menschliche Fehler leiten unser Sein und tragen mit dazu bei, wer wir sind. Wer sich aus der Asche erhebt, der wird mit etwas Glück fliegen wie der Phoenix.

Jede Reise birgt eigene Scheiterfaktoren. Sei es mal dahingestellt, ob wir uns immer darüber ärgern oder ob es überhaupt die Sorgenfurchen wert ist. Oft ist es trotzdem gar nicht so leicht mit einem abwinkenden „Was soll’s“ darüber hinwegzusehen, sich das Krönchen zu richten und weiterzumachen. Meistens ist das aber die beste und ab und zu sogar einzige Alternative.

Hotelbilder im Internet sehen fast immer besser aus! Das Wetter hat keiner unter Kontrolle und die Kakerlake im Bad macht den wenigsten gute Laune. Dann gibt es noch verpasste Busse – oder schlimmer noch Flüge und die beliebten Reisekrankheiten wie Magendarm und was uns eben sonst noch so erwarten könnte. Probleme auf Reisen gibt es zahlreiche – an Lösungen mangelt es teilweise. Was kannst du auch groß im Nachhinein gegen schlecht gegartes Hühnchen unternehmen? Rein gar nichts! Also nimm es, wie es kommt, sei froh, dass du dieses Leben leben darfst und hoffe, dass es die Welt im Großen und Ganzen gut mit dir meint.

Auch ein paar schöne Tage in einer kleinen Unterkunft mit – hoffentlich nur mäßigen – Bauchschmerzen sowie einem guten Fernsehprogramm oder einem spannenden Buch versprechen theoretisch eine schöne Zeit. Du schaffst dir zwar andere Erinnerungen als erwartet, aber für die meisten Gelegenheiten gilt glücklicherweise: Verschoben ist nicht aufgehoben. Und so oder so. Wenn dir die Wahl fehlt, musst du aus dem, was dir bleibt, das Beste machen. Das ist das menschliche Rezept des Glückes! Nimm das, was sich dir bietet, und verwandele es in etwas, das dir Freude bringt!

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#271 Egoismus auf Reisen

Egoismus ist ein weitverbreitetes Gut. Egal wo, egal wann. Du triffst sie. Die Egoisten! Schließ dich selbst aber keinesfalls aus. In den meisten von uns steckt irgendwo ein Egoist. Wir sind Menschen, wir können gar nicht anders. Doch darum geht es hier nicht. Heute geht es um Egoismus auf Reisen.

Viele Reisende führen sich auf, als würde ihnen der Ort gehören, den sie bereisen. Oder als wäre er nur da, um sie zu unterhalten. Ob er auch noch da ist, um ihnen nachfolgende Reisende zu erfreuen, scheint manche kaum zu kümmern. Vor allem wenn es in die Natur geht, bringt Egoismus ein gehöriges Zerstörungspotenzial mit sich. Was tun die klassischen Egoisten der Natur an? Sie zertreten Pflanzen, missachten Regeln, verlassen die festen Wege und verbreiten Angst unter den heimischen Tieren. Müll bleibt zurück und frisch mit Sonnencreme bedeckt wird in kleinen Seen in Naturreservats gebadet. Es ist ja nicht so, dass nicht jeder von uns schon mal einen derartigen Fehler begangen hat. Aber sobald ich etwas Falsches getan habe – sei es absichtlich oder unabsichtlich passiert – hat es mir sofort leidgetan und ich habe alles getan, um aus meinem Fehler zu lernen. Aus seinen Fehlern zu lernen scheint aber leider einem gewissen Anteil der Reisenden überhaupt gar keine Wichtigkeit zu haben. Wenn wir jedoch so weitermachen, wird unsere Welt bald nicht mehr so schön sein, wie sie das momentan zum Glück noch ist.

Unfreundlichkeit auf Reisen zähle ich übrigens auch zum Reise Egoismus. Oder unvorbereitetes Reisen. Denn all das führt dazu, dass die Urlauber, die nach derartigen Egoisten einen Ort bereisen, mit Einschränkungen leben müssen. Doch unfreundliche Reisende entstehen unter Umständen unfreundliche Gastgeber und durch missachtete Regeln entstehen noch viel strengere Regeln. Unvorbereitetes Reisen führt zu Zwischenfällen und Zwischenfälle führen zu noch mehr Verboten und Unwillen. Das alles muss nicht sein! Sparen wir uns alle zusammen den Egoismus!

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#270 Als Paar reisen ist nicht für jeden das richtige

Er und sie. Sie und er. Die zwei auf Reisen. Was ist typischer als das? Ein Pärchen, das gemeinsam um die Welt jettet oder auch nur Urlaub macht. Das ist das klassische Beispiel der modernen Reiseszene. Klar verreisen die Menschen auch gerne alleine, in großen Gruppen oder mit engen Freunden. Trotzdem scheint ein deutlicher Trend zu Paarreisen zu gehen.

Doch ist das immer das Richtige? Pauschal lässt sich das natürlich nicht beantworten. Ganz grob aber kann man eine Abschätzung abgeben: Paare, die große Teile ihrer Freizeit zusammen verbringen, eine ähnliche Meinung darüber vertreten, wie ihr Reisestil auszusehen hat und darüber hinaus zu Kompromissen bereit sind, werden mit großer Wahrscheinlichkeit auch auf Reisen oder im Urlaub sehr glücklich zusammen sein.

Anders ist es, wenn einer oder schlimmstenfalls beide eine klare Vorstellung davon haben, wie die Reise auszusehen hat. Wenn die Vorstellungen zu weit auseinanderklaffen, hat das dickes Konfliktpotenzial. Da hilft dann höchstens Vernunft und die Bereitschaft, faire Kompromisse einzugehen.

Wenn man sich so umschaut, scheinen irgendwie die meisten Paare der Ansicht zu sein, dass es sich einfach gehört, zusammen in den Urlaub zu fahren. Da muss man aber auch mal lernen, ganz klar zu widersprechen. Egal wie groß die Liebe ist, nicht jedes Paar kann jede Aktivität zusammen genießen. Das kann eben auch das Reisen sein. Dann ist es nun mal so und daran ist nichts Falsches. Dann habt ihr eben hierbei euer Hobby gefunden, welchem ihr am liebsten getrennt voneinander nachgeht. Umso schöner ist es auch, sich danach wiederzusehen. In unseren Zeiten neigt man häufig dazu, sich zu sehr von der Masse beeinflussen zu lassen, was bedeutet, dass die Individualität untergeht.

Wer jedoch schon oft zusammen im Ausland unterwegs war, der weiß aber auch, wie sehr einen solche Erfahrungen zusammenschweißen können. Alles eine Typensache! Aber kein Zwang und keine Selbstverständlichkeit. Ich und mein Freund reisen zum Beispiel gerne und problemlos zusammen, dafür essen und kochen wir zu Hause häufig getrennt, obwohl wir zusammenwohnen. Auch etwas ungewöhnlich in der alltäglichen Norm, aber so sind dann eben wir. Jeder braucht irgendwo seinen Freiraum und seine Individualität.

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#269 Was ist Reisen für dich?

Die Frage ist einfach. Die Antworten sind vielfältig. Der eine reist, um sich zu entspannen, der andere, weil er auf Abenteuer steht. Mancher will nur am Strand liegen, der nächste in fremden Kulturen abtauchen. Doch was steckt dahinter? Was treibt uns wirklich an? Natürlich können wir nur für uns selber sprechen. Vielleicht jedoch findest Du dich ja in unseren Gedanken wieder.

Noch vor ein paar Jahren, während unserer ersten gemeinsamen Urlaube, hätte man uns wohl eher zu den Genussreisenden gezählt. Diejenigen, die ein bis zweimal im Jahr an ein hübsches Plätzchen kommen, um sich dort für eineinhalb Wochen niederzulassen und nicht allzu viel sonst tun. Weder haben wir die Gegend der Urlaubsorte ausgiebig erkundet noch uns besonders mit den Kulturen vor Ort befasst. Unser Tagesziel war es, am Strand zu faulenzen und abends ein leckeres Eis zu verdrücken. Versteht uns bitte nicht falsch. Daran ist rein gar nichts falsch. Der Urlaub ist schließlich zum Ausruhen und Kraft tanken da. Doch heute reicht uns das persönlich einfach nicht mehr. Wir wollen mehr.

Heute nennen wir unseren Urlaub nicht mehr Urlaub. Wir machen keinen Urlaub, sondern wir reisen. Die Bezeichnung „Urlaub“ erschien uns immer weniger passend für das, was wir da inzwischen betreiben. Nach einer langen Reise durch ein fernes Land fühlen wir uns sicher nicht relaxt. Wir sind glücklich, verzaubert und voller neuer Bilder im Kopf. Aber keinesfalls entspannt oder ausgeruht. Kraft haben wir auch keine getankt. Wir haben sie eher verbraucht.

Auf einem fremden Kontinent unterwegs zu sein, bedeutet, dass man seine Grenzen immer weiter ausdehnt. Jedenfalls wenn man vorgesteckte Grenzen hat. Es gibt Menschen, die sind frei von jeder Einschränkung und stürzen sich ohne Wenn und Aber in jedes neue Abenteuer. Diese Menschen sind wohl zu beneiden. Es muss schön sein, diese Welt zu erkunden und sich dabei niemals selber im Weg zu stehen.

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#268 Alternativ reisen – Was bedeutet das?

Was heißt es alternativ zu reisen? Muss man dazu Hippie sein? Nachhaltig reisen oder einfach nur einen Wohnwagen besitzen? Verzichtet ein Alternativreisender auf das Fliegen oder trägt er lediglich alternative Klamotten? Falls du all diese Frage im Kopf hast, dann wollen wir damit jetzt mal endlich aufräumen! Also Klartext: Was meint alternatives Reisen?

Zunächst lässt sich sagen, dass man alternativ Reisen nicht als einen pauschalen Begriff einordnen darf! Alternativ steht einfach dafür, sich nicht der Masse anzuschließen. Wo, inwiefern oder in welcher Hinsicht man das tut, bleibt jedem selbst überlassen. Denn Alternativreisender steht für einen Menschen, der seinen eigenen Weg geht! Und einen eigenen Weg, den kann man nicht klassifizieren!

Wer alternativ reist, der möchte sich nicht dem klassischen Bild von einem Urlauber anschließen! Oder ihm gefällt es einfach besser, sein eigenes Ding aus dem Reisen zu machen. Vielleicht hat er aber auch einfach zufällig eine Reiseart gefunden, die ungewöhnlich ist! Es gibt tausend Gründe, warum man alternativ reist. Kein Grund ist richtig oder falsch! Eine Reise ist etwas Persönliches und soll dir dein Glück bringen. Was für dich Glück bedeutet, das entscheidest du selbst.

Natürlich gibt es auch sehr stark alternative Reisearten. Wir mit unserem Kleinwagen, in dem wir übernachten, fallen schon ab und an unter die Rubrik des Augenbrauenhochziehens. Und ich meine, was ist daran schon so dermaßen außergewöhnlich. Viele Menschen campen oder übernachten in Autos. Unser Auto ist einfach etwas kleiner als der typische Camper! Dafür hat es dennoch seine Vorzüge!

Sehr viel mehr gucken die Leute, wenn jemand im Krokodilkostüm um die Welt läuft – beispielsweise! Dann wird getuschelt und alle fragen sich, was wohl dahinterstecken mag! Doch ich finde, dass jede Art zu reisen legitim ist! Solange man sich selber treu ist, ist man glücklich mit dem, was man tut! Hoffe ich jedenfalls!

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#267 Fremden Kulturen begegnen

So vielfältig wie wir Menschen aussehen, so vielfältig sind auch die Gedanken in unseren Köpfen. Vielleicht sogar noch vielfältiger! Jeder Mensch vertritt andere Ideale und Normvorstellungen. Viele davon sind von der Außenwelt vorgegeben und einige gehören ganz uns. Umso mehr Personen und Charaktere wir kennenlernen, umso mehr Denkweisen und Verhaltensregeln kreuzen unseren Weg.

Das Gute und auch Schlechte an den meisten Menschen ist, dass wir leicht beeinflussbar sind und häufig dazu neigen, uns anzupassen. Wir wollen lieber ein Teil der Masse sein, als wie ein bunter Vogel hervorzustechen. Ob das falsch oder richtig ist, darüber lässt sich streiten und das ist momentan nicht unser Thema – zum Glück! Darüber könnte man nämlich gleich ein ganzes Buch schreiben. Wir stellen uns hier eine andere Frage: Wie funktioniert unser Anpassungstrieb da, wo mehrere Welten aufeinanderprallen?

Das Schwierige an der zunehmenden Globalisierung und der steigenden Reiselust ist, dass ganze Menschengruppen an Orten eintreffen, die einer völlig fremden Kultur folgen und ihre besonderen Regeln jahrhundertelang geübt und praktiziert haben. Würde nur ein einzelner Fremder hinzukommen, wird dieser kaum eine andere Wahl haben, als sich zumindest rudimentär anzupassen. Doch mit dem altbekannten Massentourismus ist das eine ganz andere Geschichte. Ein Strom kulturähnlicher Menschen treffen an einem Ort ein. Da sie sich in der Gruppe sicher fühlen und sich gegenseitig bestärken – wenn auch häufig unterbewusst – fühlen sie sich nicht in der Notwendigkeit, ihr Verhalten und Regeldenken dem der landestypischen Norm anzupassen. Sie bleiben sich selbst treue und legen dadurch eine gewisse Arroganz an den Tag.

Ja, man sollte sich niemals selber aufgeben müssen, um irgendwo dazugehören zu dürfen, doch wer stur und starr auf den eigenen Idealen verharrt, lebt die Globalisierung in einer falschen Art und Weise. Ziel der zunehmenden Verbundenheit der Weltbevölkerung muss es sein, von einander zu profitieren und aus gegenseitigen Erfahrungen und Ansichten zu schöpfen. Dazu braucht es die Bereitschaft, aufeinander zuzugehen und das Interesse aneinander.

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#266 Andorra – Und unser eingesperrtes Auto

Eines sonnigen Dienstags im Dezember sind auch wir endlich auf dem Weg in dieses malerische Bergstädtchen, über das viele reden, aber von dem doch nur wenige genaues wissen.
Die Sonne strahlt und die Berge sind schneebedeckt! Ein unglaublicher Anblick, den man bekommt, wenn man sich für die Passstraße von Frankreich aus durch die Bergwelt der Pyrenäen entscheidet. Diese führt uns durch die schneebedeckte Bergwelt auf luftige Höhen von über 2400 m. Glaubt mir, es gibt so viele Fotomotive und tolle Aussichten, dass man gar nicht weiß, wo man zuerst anhalten soll.

Die Skisaison hat natürlich schon angefangen und gefühlt alle 10 Meter kann man Wintersportler bewundern, die sich anmutig die Hänge herunterstürzen! Selbst Pferde sieht man hier noch vereinzelt auf ihren eingeschneiten Koppeln stehen. Ihr seht, es lohnt sich schon alleine wegen der Fahrt! Man kann natürlich auch bequem per Tunnel anfahren und spart sich den Bergpass, aber glaubt mir, dann verpasst man wirklich was. Und dafür bezahlt man natürlich Maut!

In Andorra angekommen, machen wir dann den Fehler, der uns später noch einen großen Schreckmoment einbringen wird. Die Parksituation in einigen südeuropäischen Ländern ist ja bekanntlich eher besch***. Doch das Glück scheint es gut mit uns zu meinen, denn wir finden relativ schnell eine kostenlose Parkmöglichkeit sehr nahe am Zentrum. Was uns eigentlich schon hätte stutzig machen müssen! Aber na ja, blauäugig lassen wir das Auto stehen und machen uns zu Fuß auf den Weg in die Innenstadt.

Im Stadtkern reiht sich ein Modegeschäft ans andere, dazwischen eine Mall oder einer der zahlreichen Fotozubehörläden. Wer sich mal wieder neu einkleiden will, ist in der großen Fußgängerzone also bestens aufgehoben! Er denkt: Achtet darauf, eure Wegwahl sorgfältig zu treffen, sonst besteht der Tag nur noch aus Shoppen! Ist man aber eher auf der Suche nach kleinen verschnörkelten Gässchen mit ein, zwei Kirchen, sollte man sich ins „Centro Historico“, die Altstadt, begeben. Neben gemütlichen Tapas-Bars und schön eingerichteten Hostels befindet sich dort auch das „Casa de la Vall“, der Sitz des andorranischen Parlaments. Die ganze Stadt schmiegt sich an die umliegenden Berghänge an, deren Gipfel allerdings die Sonne daran hindern, den Talboden zu erreichen, weswegen alles ein wenig grau wirkt.

Besonders schön jedoch ist, dass die Stadt schon passend zur Weihnachtszeit ausgiebig, ja fast schon protzig geschmückt ist und es überall funkelt und glitzert. Auch der WEihnachtsschlitten mit seinen Rentieren ist Vorort.
Ein ganz besonderes Highlight ist auf jeden Fall der Weihnachtsmarkt. Der ist auch wirklich umwerfend. Unter einem funkelnden Lichterketten-Himmel stehen kleine einladende Holzhütten und bieten allerlei interessante Dinge an. Allgemein ist er recht spanisch geprägt. Sprich, er besteht eher aus Verkaufsständen als aus kulinarischem Vergnügen. Neben Kuchen gibt es nur einen Stand mit Essen und das kommt ausgerechnet aus unserer Heimat Bayern. Nebst Brezeln und Wurscht gibt’s sonst noch deutsches Bier – da muss man dann doch mal schmunzeln. Sie denkt: Spätestens wenn ihr ihm eine Bratwurst ausgebt, hat sich euer Freund dann auch wieder beruhigt und ist darüber hinweg gekommen, dass er stundenlang auf dem Weihnachtsmarkt mit euch Geschenke aussuchen musste.

Abgesehen davon hat Andorra-la-Vella allerdings leider nicht allzu viel zu bieten und wir waren auch eher etwas enttäuscht. Die Stadt versprüht nicht unbedingt den Flair von einem romantischen Bergstädtchen, das ich mir erwartet hatte. Na ja, vielleicht war das aber auch genauso unbedacht wie die Geschichte mit dem Auto. Die müssen wir ja noch zu Ende erzählen. Als unsere Erkundungstour dem Ende zugeht und unsere Beine uns so langsam aber sicher nicht mehr tragen können, machen wir uns auf dem Rückweg zu unserem Parkplatz. Da erwartet uns die große Überraschung.

Unser Auto ist neuerdings eingesperrt. Klar, den Zaun und die Schranken hatten wir auch am Morgen bemerkt, aber da waren Letztere noch sperrangelweit offen. Zu unserer Verteidigung es gab auch nirgendwo ein Schild oder sonst irgendwas. Nun aber waren die Schranken fest verschlossen. Völlig verwirrt stehen wir also da und fragen uns, wie wir da jetzt unser Auto herausbekommen sollen. Ich meine, einfach den Zaun umfahren, ist wohl auch in Andorra keine legale Lösung. Nach längerem verzweifeltem Herumirren ist zu unserem Glück vor irgendwoher ein Parkwächter aufgetaucht (auch der war am Morgen noch nicht da) und hat sich unserer verwirrenden Situation angenommen. Noch besser: Nachdem wir unsere Geschichte erzählt hatten, hat er uns sogar erklären können, was passiert war. Am Morgen hatte es einen technischen Ausfall gegeben und alle Schranken des sonst kostenpflichtigen Parkplatzes standen deshalb für alle Welt offen. Und dann kam das allerbeste: Breit grinsend hat er für uns die Schranken noch einmal geöffnet und wir konnten ohne einen Cent zu zahlen, endlich unseren Heimweg antreten.
Da wir das mit dem Parken in Andorra leider nicht so erfolgreich gemeistert haben … falls ihr einen Tipp habt, wo man in Andorra kostenlos parken kann, dann nur her damit, bitte!

Unser Fazit: Während sich Andorra zwar sehr gut zum Skifahren und Shoppen eignet, schlendert man anderswo schöner – Schneespaziergänge ausgenommen! Wir waren weit weniger begeistert im Vergleich zu ähnlichen kleinen Staaten wie Monaco oder San Marino. Die Hauptstadt wirkte auf uns mehr trist als schön und ausgenommen von der kleinen historischen Altstadt kann man nicht zu viel Interessantes entdecken. Empfehlenswert ist das Fürstentum aber trotzdem für alle Wintersportler und im Sommer bietet die Bergwelt auch zahlreiche Möglichkeiten. Von einem reinen Städtetrip würden wir aber abraten.

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#265 Einen Reiseblog betreiben

Oft haben wir ein straffes Programm. Worüber wir uns ehrlich gesagt jedes Mal aufs Neue ärgern. Wir wollen eigentlich gar kein Programm. Wir wollen alles gemütlich und ausgiebig erkunden. In der Ruhe liegt die Kraft. Ist das nicht so? Aber das allseits bekannte Zeitproblem verfolgt uns schonungslos durch jede einzelne Reise. Egal, wie viel Zeit wir uns nehmen, egal ob wir vorher denken: „Das wird supereasy. So und so viele Wochen sind mehr als genug für Land XY!“ Hinterher ist man immer schlauer. Fakt ist: Die Zeit reicht nie, nie, nie!

Es wird immer deutlicher: Wir müssen lernen, Nein zu sagen. Nein zu manchen Sehenswürdigkeiten oder Orten. Alles schafft man eben nicht. Bisher fällt uns das Nein-Sagen deutlich schwer. Häufig taumeln wir am späten Abend nach einem vollgestopften Tag schlaftrunken zurück in unsere Unterkunft. Davor sind wir als letzte Gäste in einem leeren Lokal fast über unseren Tellern eingeschlafen. Bevor uns die Augen endgültig zufallen, murmeln wir voller Hoffnung: „Morgen wird das besser!“

Ihr könnt es euch wahrscheinlich denken. Morgen wird es nicht besser. Am nächsten Tag blüht uns das gleiche Spiel. Wir verstehen, wenn Du dich jetzt fragst: „Was soll das alles? Was für einen Blödsinn machen die da eigentlich? Das ist doch völlig am Ziel vorbei.“ Ganz ehrlich, damit hast Du auch recht. Als wir die Idee zu unserem Blog entwickelt haben, war uns noch nicht ganz klar, wie viel Arbeit dahinter verborgen sein würde. Die erste Voraussetzung für uns, um über etwas zu berichten, ist es, jeden noch so kleinen Ort selber besucht zu haben. Wir wollen keine Halbwahrheiten oder lückenhafte Artikel abliefern. Wir müssen auch nicht den zehntausendsten Bericht über die „Top 10 Sehenswürdigkeiten in Marrakesch“ schreiben. Wer würde den noch lesen. Orte wie Asilah oder Meknès, die sind es wert, über sie zu berichten.

Aber jetzt mal unter uns: Wir lieben unsere Aufgabe. Wir gehen förmlich darin auf. Gut, ab und zu sehen unsere Gespräche auch so aus: „Wir brauchen noch ein Foto von diesem Tempel!“ – „Sollen wir anhalten?“ – „Mhhm, okaaay! Machst du das Bild?“ – „Was ich?! Ich war eben erst dran!“ Solche Wortwechsel gibt es normalerweise aber erst mit zunehmender Müdigkeit nach einem ereignisreichen Tag.

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#264 Ängste auf Reisen

Wir alle haben Ängste. Das ist so was von normal und manchmal sogar sehr hilfreich. In einem fremden Land ist alles neu und unbekannt. Oft verlassen wir dabei unsere Wohlfühlzone und verzichten auf altvertraute Sicherheitsnetze. Dass das einen auch mal in Unruhe stürzt oder zu sorgenvollen Gedanken führt, ist verständlich und nichts, weswegen man sich schämen müsste. Am besten spricht man seine Gedanken in solchen Momenten laut aus und kommuniziert offen darüber. Das hilft dir, unnütze Sorgen loszuwerden und beugt einem möglichen Gedankenkarussell vor.

Angst kann man vor so vielen Dingen haben. Davor fremde Leute anzusprechen, sich in einer fremden Sprache unterhalten zu müssen, vor Krankheiten, vor unbekannten Gefahren oder vor giftigen Tieren. In unseren Köpfen sind diese Bedrohungen real und häufig schlimmer, als sie es in Wirklichkeit sind. Wer öfters mal in Reiseforen unterwegs ist, der liest dort die wildesten Befürchtungen. Die Menschen erkundigen sich nach Schlangenbegegnungen, Tsunami-Sorgen werden geäußert und die Gefahr einer Entführung in Aussicht gestellt.

Dann gibt es auf der anderen Seite aber auch den Schlag Reisender, die sich überhaupt null Gedanken machen und sich, ohne jegliche Erkundung einzuholen, ins nächste Abenteuer stürzen. Zwar wird derjenige weniger Sorgenfalten davon tragen, aber dafür möglicherweise unbedacht in eine missliche Lage hineinstolpern.

Ich denke, der wahre Weg liegt irgendwo dazwischen. Man muss ehrlich sagen, die eine richtige Methode mit Ängsten und potenziellen Gefahren umzugehen, die gibt es nicht. Jeder muss das mit sich selbst und seinem Gewissen vereinbaren. Was ich selber gelernt habe, ist, dass die meisten Ängste unbegründet und übertrieben sind. Jedenfalls die Ängste, die ich häufig mit mir herumtrage. Kommen wir noch mal auf das Schlangen-Beispiel von vorhin. Vor meiner Sri-Lanka-Reise hatte ich mich ein wenig eingelesen, wo auf der Insel man Schlangen treffen könnte. Als ich die Entdeckung machte, dass die Reptilien wohl auch des Öfteren in der Hauptstadt Colombo gesichtet werden, war das für mich etwas schockierend. Nach dieser Information nahm ich an, dass sie dann ja wohl überall herumfleuchen. Letzten Endes habe ich nach knapp drei Wochen im Land nicht eine einzige gesehen. Und ich bin wirklich weit herum gekommen. Von Wanderungen über Stadtbesuche bis hin zu Safaris war alles dabei. Nur eben keine Schlange! Da sieht man nicht jede Angst bewahrheitet sich. Die meisten bleiben zum Glück nur Gespenster in unserem Kopf!

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#263 Flugangst auf Reisen

Flugangst zu haben, ist unglaublich nervig. Vor allem, wenn man so reiseverliebt ist, wie ich es bin. Vor jedem Flug zittern meine Beine, ich verspüre schlimme Übelkeit und würde am liebsten davonrennen. Wenn ich schließlich im Flugzeug sitze und das große Monster Geschwindigkeit aufnimmt, bin ich mit Sicherheit davon überzeugt, dass ich dieses Mal hier nicht wieder herauskommen werde.

Warum steige ich trotzdem ein? Die Antwort ist klar und braucht kaum Erklärung: Ich liebe es zu reisen! Das Reisen ist mir die Überwindung meiner Ängste wer! Und manche Orte erreicht man eben nur mit dem Flugzeug.

Wer selber Flugangst hat, der kennt mein Dilemma bestimmt. Es ist so ein unangenehmes Gefühl zu wissen, dass ein toller Urlaub vor einem liegt, man sich aber nicht darauf freuen kann. Früher war meine Angst vor dem Fliegen so stark, dass ich schon Tage vorher nicht mehr sorgenfrei schlafen konnte und mitunter regelmäßige Albträume erlitt. Das hat sich mit der Zeit relativiert. So richtig mies geht es mir nur noch in den Stunden vor dem Abflug und während des Fluges. Trotzdem begleitet mich in den Tagen vorher noch immer ein dumpfes, ungutes Gefühl. Auch wenn ich inzwischen weiß, dass Flugzeuge nicht einfach vom Himmel fallen, fehlt mir nach wie vor ein ausgeprägtes Vertrauen in ihre Funktionskraft. Deshalb dämpft der bevorstehende Flug meine Reiselust jedes Mal um Längen. Ich beschäftige mich vielmehr damit, was im Falle eines Absturzes passieren würde, als daran zu denken, welche tolle Abenteuer vor mir liegen! Das anzugehen ist mein nächstes Ziel! Ich wünsche mir von Herzen, mich irgendwann einmal auch auf eine Flugreise zu freuen. Ohne Wenn und Aber! Mal schauen, ob sich mir dieser Wunsch erfüllt.

Um ehrlich zu sein, ist meine Flugangst für mich keine allzu große Einschränkung, sondern etwas, womit ich zu leben gelernt habe, indem ich mich wieder und wieder damit konfrontiert habe! Dennoch trage ich immer ein paar Zusatzgewichte in meinem Koffer herum. Das muss nicht unbedingt sein!

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#262 Antizyklisch reisen – Wer reist schon gerne, wenn alle reisen?

Überfüllte Strände und Waldbrände, teure Unterkünfte und keine freien Stellplätze. Dieses und jenes! Da ließe sich gut noch ein wenig weiter lamentieren. In der Hauptsaison zu reisen, bedeutet meistens ein gewisses Maß an Unannehmlichkeiten. Darauf hat nicht jeder Lust! Es lässt sich natürlich keineswegs immer vermeiden, aber wenn möglich, umgehen wir die alljährliche Massenbewegung ins Ausland sehr gerne. Als Studenten und Selbstständige hatten wir bisher auch immer den Luxus, nicht an feste Urlaubszeiten oder Schulferien gebunden zu sein. Da ist dann nur noch ein bisschen Flexibilität und schlaues Planen vonnöten und schon sitzt man völlig alleine am Traumstrand schlechthin.

Auch wenn man nicht immer genau voraussagen kann, wie es ist, außerhalb der Saison an einen Urlaubsort zu reisen, haben wir meistens sehr gute Erfahrungen gemacht. Ein Beispiel: Als wir 2019 im Mai über die Azoren gehüpft sind, waren wir auf fast jedem Campingplatz die einzigen Gäste. Manche Campingplätze hatten noch nicht einmal geöffnet und wir durften infolgedessen regelmäßig kostenlos übernachten. Zwar ohne Sanitäranlagen, aber mit freundlichen Camp-Besitzern, die noch so richtig in Plauderstimmung waren. Wie gesagt, mit etwas Flexibilität findet sich immer ein Weg. Als dann der Juni über die Inseln inmitten des Atlantiks hereinbrach, wendete sich das Blatt deutlich. Plötzlich teilten wir unsere Campingplätze mit mehr und mehr Besuchern und die touristischen Hotspots wurden nach und nach „entprivatisiert“.

Auch in anderen Ländern haben wir derartige Erfahrung bereits gesammelt. Ob du Kroatien im Juli oder Ende September besuchst, macht einen gigantischen Unterschied. Einmal hast du die klassische Situation, in der du kaum einen Quadratmeter frischer Luft für dich findest – zumindest an der Küste. Knapp zweieinhalb Monate später liegt das Meer dann so verlassen da, dass du dich fragst, ob du dir die ganze Sache nur eingebildet hast! Schon irgendwie verrückt oder?

Antizyklisch reisen funktioniert natürlich nicht immer und überall – so richtig Bock auf eine Reise zur Hurricane-Saison haben wir bisher noch nicht verspürt! Letztendlich ist es aber eine gute und nervenschonende Sache und wir werden es wann immer möglich in die Tat umsetzen.

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Lifestyle

#261 Arbeite an deiner Einstellung

Du bist du! Das und nichts anderes ist die Wahrheit! Doch wer bist du wirklich? Wer du bist, das spiegelt sich viel in deiner Einstellung zur Welt wieder! Deine Einstellung begründet dein Handeln und wächst aus deinen Erfahrungen. Wie du handelst, beeinflusst deine Erfahrungen maßgeblich. Also ist die Einstellung mit deinem Handeln fast untrennbar verbunden. Sie erwächst aus ihm und bildet seine Grundlage. Unglaublich, wie kompliziert wir Menschen schon wieder sein müssen!

Dass deine Einstellung und dein Handeln derart kreislaufförmig miteinander verbunden sind, ist eine wichtige Erkenntnis. Denn nun weißt du, dass du beides immerfort hinterfragen musst. Nur so kannst du freies und unbeeinflusstes Handeln gewährleisten. Hänge dich nicht an dir selber auf, indem du veraltete Einstellungen zur Maxime deines Handelns werden lässt.

Ein Beispiel: Jemand hat die Erfahrung gemacht, dass fremde Menschen ihn grundsätzlich nicht mögen. Seine Einstellung zu fremden Menschen wird demnach eher negativ sein! Wie wird er sich also gegenüber jemanden verhalten, den er nicht kennt? Möglicherweise misstrauisch, ablehnend und keineswegs offen. Was wird die Folge daraus sein? Logischerweise, dass er bei den meisten fremden Menschen, die er kennenlernt, nicht so gut ankommt. Das wird seine Haltung logischerweise wieder bestätigen und erhärten. Und was ist an alldem schuld? Eine schlechte Erfahrung, die vielleicht sogar schon jahrelang zurückliegt. So was ist so dermaßen menschlich. Leute, uns allen passiert das! Also hört auf, euch von alten Verhaltensmustern leiten zu lassen. Dazu bleibt einem nichts anderes übrig, als seine Einstellung zu überdenken. Doch wie macht man so etwas? Ganz einfach: Man geht ins Gespräch über sich selbst. Mit seinen engsten Mitmenschen oder mit sich selbst. Man thematisiert die eigenen Schwachstellen und wiederkehrende Verhaltensmuster. Man sucht in seiner Vergangenheit nach Gründen und schlechten Erfahrungen. Und dann, wenn man soweit ist, lässt man die unguten Erfahrungen los. Lebe ohne deine alten Erfahrungen. Sie gehören nicht zu dir! Bau dir neue Meinungen von der Welt auf, die dich in die richtige Richtung leiten.

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Reisen

#260 Betteln auf Reisen

Seit Längerem gehen Bilder von Reisenden um die Welt, die ihre Reise mit Bettelei finanzieren. Da greift man sich schon an den Kopf. Es geht hier nicht um arme Menschen, die auf Geld von anderen angewiesen sind, sondern um junge Erwachsene, die es für angemessen halten, in einem Land zu betteln, wo viele Leute nicht einmal die Chance haben, ihre eigenen Staatsgrenzen hinter sich zu lassen. Diese Leute, um Geld für eigene Reisen zu bitten, grenzt fast schon an morbide Ironie.

Ich finde es in den meisten europäischen Ländern vertretbar, wenn Reisende sich Geld für ihr Weiterkommen verdienen, indem sie Musik auf der Straße spielen oder vergleichbare Kunst aufführen. In Europa herrscht ein allgemeiner Wohlstand und jeder entscheidet selbst, ob er etwas spenden möchte oder nicht.

In anderen Ländern gelten da jedoch völlig andere Regeln. Es gibt Kulturkreisen, in denen zählt es als Verpflichtung, einem Bettler Geld zu geben. Was wenn diese Menschen sich also gezwungen fühlen, jemanden Geld für seine Reise zu spenden, der höchstwahrscheinlich an einem Tag zehnmal so viel ausgibt, als sie selbst in einem Monat verdienen. Natürlich habe ich keine festen Zahlen, die ich hier beweisführend anbringen kann. Es gibt auch in den Ländern, die wir als verarmt einstufen, viele Menschen, die alles andere als arm sind. Trotzdem ist es eine Schmach, in einem Land als vergleichsweise reicher Gast zu betteln, wenn ein paar Kilometer weiter Menschen verhungern. Auch wenn diese bettelnden Reisenden nur an touristischen Orten betteln sollten und lediglich andere Reisende um Geld bitten, ist und bleibt dieses Unterfangen in meinen Augen unmoralisch. Schließlich sollte das Geld, welches Touristen in ein Land bringen, dem Land selbst zu gute kommen. Wer in einem Urlaubsland Geld an Bettler verteilen möchte, der sollte es denen zukommen lassen, die in der Region heimisch sind und das Geld wirklich zum Leben benötigen.

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Reisen

#259 Freundschaft gekündigt?!

Nicht jede Freundschaft hält einer gemeinsamen Reise stand. Da gibt es die und die Arten von Freundschaft. Manche Freunde sollten sich nur einmal pro Monat auf einen Kaffee treffen und ansonsten möglichst keinen Kontakt miteinander pflegen. Dann funktioniert die Freundschaft wunderbar. Aber eine Kontakt-Überdosis wäre dann so was wie ein blinder Angriff ohne jede Chance auf ein positives Ende. Manch eine Freundschaft braucht einfach eine gewisse Distanz und dann ist alles wunderbar. Like best friends forever! Nun gut, Ironie beiseite. Es gibt wirklich die und die Freundschaften. Als Freunde sollte man aber eigentlich nur diejenigen Menschen im Leben zählen, mit denen man auch von Herzen gerne Zeit verbringt. Alle anderen sind eher so was wie Bekannte.

Doch egal wie dick du mit jemanden bist, das muss nicht bedeuten, dass ihr auch die besten Reisekumpanen wärt. Zusammen reisen ist eine große Herausforderung. Reisen bringt Schwierigkeiten, Stress, tagelanges aufeinander hocken und, und und! Hinzu kommt, dass wir alle die unterschiedlichsten Vorstellungen davon haben, wie die perfekte Reise auszusehen hat. Und da wir eben alle nur Menschen sind, sind wir dann schnell mal unamused, wenn etwas nicht so läuft, wie wir uns das vorgestellt haben. Was dann folgt, ist ebenfalls menschlich: Vorwürfe, Beschimpfungen, Schuldzuweisungen und böse Worte. Zwei Wochen später fliegen ehemalige Freunde als geborene Feinde nach Hause. Zumindest sollen solche Dinge passieren.

All diesen Komplikationen beugst du am besten vor, indem du dir gut anschaust, mit wem du vorhast du verreisen. Ist das eine Person, mit der du gut reden kannst? Seid ihr euch häufig einig und habt grundlegend die gleichen Einstellungen in Sachen Reisen? Habt ihr schon öfters über einen längeren Zeitraum miteinander verbracht und bringt euch ein gefestigtes Vertrauen hingegen? Reisepartner müssen sich so freundschaftlich gegenüberstehen, dass sie auch im Fall eines Ärgernisses in der Lage sind, problemlos miteinander zu kommunizieren. Das ist alles gegeben? Na dann los, einer gemeinsamen Reise steht nichts im Weg! Reisen schweißt schließlich auch zusammen!

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Fotografie

#258 Bildbearbeitung – ja oder nein?

Lange haben wir diskutiert, viel versucht und so richtig einig sind wir uns noch heute nicht. Vor ein paar Jahren war ich der festen Ansicht, dass man ein Bild so lassen sollte, wie es ist. Daran rumbasteln, photoshopen und mit Instafiltern darüber kleistern, das geht gar nicht! Zum Teil sehe ich das heute noch genauso – zumindest in dem Part, der die Instafiter betrifft, bin ich mir glücklicherweise treu geblieben. Doch andere Ideale habe ich schnell und umfassend abgelegt.

Wer in der heutigen Zeit im Raw-Format fotografiert und diese Bilder später im Internet nutzen will, der kommt um eine gewisse Bearbeitung fast gar nicht mehr herum. Raw-Bilder sind in sich selbst nicht vollständig – wenn man es mal auf die Basis herunter bricht! Sie benötigen eine wenn auch noch so kleine Modifikation. Zumindest muss man sie durch einen Raw-Converter jagen. Doch das, was bei der rudimentärsten Bearbeitung herauskommt, ist häufig so enttäuschend, dass es neben all den glänzenden, farbenfrohen Fotografien im Internet richtig kläglich erscheint. Nachdem ich auf Instagram zuerst ein nur leicht bearbeitetes Bild hochgeladen hatte und darauf quasi null Reaktionen erhalten habe, versuchte ich es am nächsten Tag mit einem ähnlichen Bild aber auf das Beste optimiert. Ihr dürft raten, wie die Reaktionen ausfielen!

Völlig mich selbst verlieren und meine Ideale auch noch bis ins Letzte verraten, das möchte ich aber nicht! Deswegen habe ich mir das Ziel gesetzt, dass die Bearbeitung meiner Bilder zumindest noch im authentischen Bereich bleiben soll. Die Farben sollen nicht so fake sein, dass es jeder auf den ersten Blick erkennt, sondern zumindest im Zusammenhang mit der Realität stehen. Manchmal verleitet dieses ganze Bearbeiten leider aber auch mich genau zu solchen Ergebnissen. Ein Skyoverlay war aber bisher noch nicht dabei!

Für uns alle gilt, dass wir selber einen Weg finden müssen, den wir gehen möchten! Irgendwo zwischen der reinen Wahrheit und der puren Verfälschung ist für jeden ein Platz.

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Lifestyle

#257 Bauch siegt über Kopf – schön wär’s!

Gedanken bringen einen oft in eine Lage, in der man lieber nicht sein möchte. Sie machen alles so unnötig kompliziert und lassen einen mit rasendem Kopfschmerz zurück. Denkst du zu viel, leidest du unter nicht endenden Gedankenkarussells. Denkst du zu wenig, stürzt du dich möglicherweise aus Unbedachtheit ins Verderben! Wie immer liegt die Zauberkraft in der goldenen Mitte. Doch wo genau findest du die?

Zunächst einmal ist wichtig zu betonen, dass es nicht nur darum geht, ein Mittelmaß in der Gedankenvielfalt zu finden. Viel wichtiger ist, dass du deine eigene Mitte findest. Okay, dann mach mal! Finde deine Mitte! Ist ja sicher keine große Mühe für dich! Schön wär’s! Das Kreisen um unsere Mitte ist wohl so was wie der Lebensschwerpunkt für uns Menschen. Manchmal sind es größere Kreise, die wir ziehen, ein anderes Mal bewegen wir uns fast auf einem Punkt. Das soll heißen, dass wir das eine Mal schon so gut wie in unserer Mitte angekommen sind, während wir zu anderen Lebenspunkten kaum weiter entfernt sein könnten. Das ist normal, treibt einen aber ab und zu zur Verzweiflung.

Wo befindet sich deine Mitte? Im Kopf wohl eher nicht! Nein, da musst du woanders suchen! Dein Kopf ist Ort der Vernunft, des Abwägens und Anstacheln. Jedoch kein Ort der Ruhe oder ein Ort, an dem man sich findet. Deine Mitte wird wohl eher in der Gegend deines Bauches oder deines Herzens befinden. Am besten probierst du einfach Folgendes aus: Lass einmal alles um dich herum völlig still werden. Die Gedanken drehst du still, so gut das eben klappt und fühlst nur noch in deinen Bauch. Was bemerkst du? Wärme, Kälte oder vielleicht auch Angespanntheit? Dein Bauch verrät dir eine Menge über dich! Wenn er sich leicht zusammenzieht, heißt das zum Beispiel, dass du dich unwohl fühlst. Merkst du rein gar nichts? Dann geht es dir wahrscheinlich momentan einfach gut! Dich belastet nichts und du läufst auch vor nichts davon! Dahin wollen wir alle! Und die größte Chance, dorthin zu kommen ist, dass du möglichst oft in dein Innerstes hörst und deine Gefühle wahrnimmst. Denn dann weißt du wirklich, was in dir vorgeht und was du dir wünscht.

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Reisen

#256 Bitte arbeitet nicht nur eine vorgefertigte Bucket-Listen ab

Schon oft gehört, aber wohl nicht unbedingt kapiert! Dieser Bucket-Listen Kram hält auch nicht das, was er verspricht! Angepriesene Orte enttäuschen, während die, die du nicht auf dem Schirm hattest, dich buchstäblich von den Füßen hauen! Diese Aussage hat zwar weder einen pauschalen Anspruch auf Wahrheit, noch trifft sie auf jeden Menschen zu, doch um ehrlich zu sein, erging es mir persönlich häufig so! Orte und Länder, die ich mir in den schillerndsten Farben ausgemalt hatte, erstarrten vor meinen Augen zu grauen, lustlosen Touristenmagneten, die nur mit richtig viel Sättigung ein gutes Foto abgeben. Diese Erfahrung habe ich schon mit Stränden, Städten oder auch Nationalparks gemacht. Manchmal sind wir im Anschluss deprimiert ins Auto gestiegen, nur um der Straße ein paar Kilometer von den Massen weg zu folgen und das wahrhaftige Paradies vorzufinden.

Zusammenfassend will ich dir sagen, dass Bucket-Listen, die dich nur an die beliebten Hotspots der heutigen Tourismusbranche führen, wahrscheinlich nicht unbedingt das pure Glück für dich bedeuten werden. Um wirklich einzigartige und erfüllende Erfahrungen zu machen, solltest du den ausgetretenen Pfad verlassen und deine eigenen Spuren im Sand hinterlassen.

Klar sind die meisten Orte, die inzwischen berühmt und beliebt geworden sind, häufig beeindruckend und mitunter sogar beispiellos! Trotzdem sind sie überfüllt, kosten möglicherweise Eintritt und um ein annehmbares Foto zu bekommen, musst du bereits in der ersten Minute nach der Eröffnung auf der Matte stehen. Wen sich daran nicht stört oder wer nicht so süchtig nach den einsamen und authentischen Plätzen ist, der sollte sich aber noch um einen weiteren Punkt Gedanken machen. Orte, die jährlich Abermillionen Menschen anpilgern, werden nicht für immer so rein und unberührt bleiben, wie sie das einst bei ihrer Entdeckung waren. Die Ausschlachtung als spektakulärer Sightseeingspot hinterlässt seine Spuren! Selbst wenn sich der Großteil an die Regeln hält und beispielsweise nicht von den umzäunten Wegen abweicht, wird immer mal wieder irgendein Trottel dabei sein, dem die Erhaltung der Natur etwas zu wenig am Herzen liegt!

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#255 Dankbarkeit

Jeder von uns hat etwas, wofür er dankbar sein kann! Davon bin ich zu einhundert Prozent überzeugt. Jeder, der lebt, darf schon alleine dafür dankbar sein. Denn egal, wie schwer das Leben ist und egal, woran wir glauben, dieses Leben war ein Geschenk. Wer oder was uns unser Leben geschenkt hat, mal dahingestellt. Es geht hier auch gar nicht darum, jemandem gegenüber Dankbarkeit zu empfinden, sondern einfach um das grundlegende Gefühl dankbar für etwas zu sein.

Ein großes Manko der Menschheit ist, dass wir alles für selbstverständlich halten. Egal, wer wir sind und welche Chancen sich uns bieten, viel zu selten halten wir inne und betrachten und nehmen wahr, welche Glückspilze wir sind. Das fängt damit an, dass wir frühs erwachen, dass wir gesund sein dürfen, dass wir genügend zu essen haben, keine Geldsorgen haben oder ein funktionierendes Gesundheitssystem. Es geht bei den Menschen weiter, die an unserer Seite stehen und den Talenten, die wir haben. Die Sonne, die jeden Morgen aufgeht und der grüne Planet, auf dem wir wandeln. Wir haben wirklich eine ganze Menge an Gründen dankbar zu sein. Jeder hat seine ganz Persönlichen!

Doch wenn ich mal ganz ehrlich mit mir selbst bin, dann weiß ich, dass mir meine Privilegien meist erst dann auffallen, wenn ich in die drohende Lage gerate, sie zu verlieren. Wenn mir Angst und Trauer im Nacken sitzt oder ich in einen blöden Streit geraten. Plötzlich sehe ich mein eigentliches Leben im Glanze eines Regenbogens. Die Tage, an denen ich einfach nur an meinem Schreibtisch sitzen und arbeiten darf, erscheinen wir wie Oasen des wahren Glücks. Dabei sind das oft genau die Tage, von denen ich mir einmal wünschte, dass sie so schnell wie möglich vorüber gehen. Wie naiv man sein kann. Jede Sekunde, in der wir versorgt sind und frei von Sorgen um unser Leben oder das Leben unserer Liebsten, sollten wir in tiefster Dankbarkeit verbringen. Viel zu schnell ändern sich die Karten. Also sieh jetzt, was du hast! Damit du es genießen kannst!

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Reisen

#254 Bootfahren – Das Paradies auf Erden

Die Wellen schwappen gegen den Bug. Das kleine Bötchen wiegt sich hin und her, während die unruhige See an ihm rüttelt. Gemächlich tuckern wir über den Ozean. Weit über uns funkeln die Sterne im tiefschwarzen Nachthimmel und unter uns rauscht das tosende Meer. Dieser Moment ist für mich der perfekteste aller Reisemomente. Ich liebe es, mit dem Boot zu fahren.

Stundenlang könnte ich hier sitzen und in die Ferne blicken. Ich weiß, dass irgendwo im kühlen Nass ein Leben existiert, von dem ich keinerlei Kenntnis habe. Dort treffen sich Delfine mit ihren Freunden und Wale machen sich auf ihre Wanderungen. Vielleicht ist eines dieser Meereswesen ja sogar ganz in meiner Nähe? Wie gerne würde ich jetzt eine Schwanzflosse aus dem Wasser aufragen sehen.

Wenn andere sich schon mit blassgrünen Gesichtern an ihren Sitzen festklammern oder ins Innere des Schiffes zurückziehen, ist es mir oft immer noch nicht wackelig genug. Das Gefühl, wenn das Schiff so richtig schön hin und her schwankt oder über eine große Welle hüpft, finde ich phänomenal. Zugegeben, bisher war ich nur auf großen „Booten“ unterwegs, wenn es ungemütlich wurde. Wie es auf einem winzigen Segelboot bei Windstärke 7 zugeht, weiß ich noch nicht. Ich könnte mir vorstellen, dass das auch mich an meine Grenzen bringen würde.

Warum mir das Schiff fahren so gut gefällt? Nun, dann gibt es nur mich, das Meer und die endlose Weite der Natur. Die Blautöne des Wassers glitzern idyllisch in der Sonne oder versprühen eine mystische Stimmung bei Nacht. Schiff fahren gibt ein Gefühl von Freiheit und Leichtigkeit. Wir bewegen uns fort, ohne dabei den Boden zu verlassen, aber dennoch ist es etwas Neues. Etwas, das man nicht jeden Tag macht. Ich finde übrigens auch, dass man nirgendwo besser schläft als auf einem Schiff. Eingekuschelt in eine Decke wiegen dich die Wellen in den schönsten Tiefschlaf.

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Reisen

#253 Eine Reise zu dir selbst

Reisen bedeutet Abenteuer und Entspannung in einem. Wer neue Orte erkundet, lässt den Alltag links liegen und entkommt seiner Komfortzone. Reisen ist etwas ganz Besonderes. Reisen lässt unsere Herzen höherschlagen und bringt uns dazu über uns selbst hinauswachsen. Hört sich zu sehr nach Klischee an, findest du? Aber alles davon ist wahr!

Wir sprechen hier ganz klar nicht von einer simplen Urlaubsreise. Wer sich für ein paar Tage in einem gemütlichen Hotel einnistet, zur Mittagszeit am Strand döst und abends in einem gehobenen Restaurant sein Mahl einnimmt, der hat mit dem „echten“ Reisen erst mal nichts am Hut. Klar ist das auch eine Form von Reisen und wir möchten das auch keineswegs kleinreden oder auf den Erfahrungen von anderen Menschen herumtrampeln. Jeder reist eben so, wie es ihm Freude bereitet und das ist auch genau richtig! Was bei dieser Art von Urlaubsreise jedoch fehlt, ist das Potenzial, sich weiter zu entwickeln und über sich selbst hinauszuwachsen.

Wenn wir in dieser einzigartigen Welt unterwegs sind, bietet fast jeder Tag eine neue Herausforderung. Wir stehen nicht mehr still, sondern sind permanent in Bewegung. Jeder von uns ist mit seinen eigenen Grenzen ausgestattet. Doch jede Reise verlangt, diese Grenzen mehr und mehr zu sprengen. Auf unserer ersten Reise fiel es mir noch schwer, auf einem Campingplatz in Italien im Zelt zu übernachten. Ich war es gewohnt, vier feste Wände um mich zu haben und fühlte mich draußen in der Natur schutzlos ausgeliefert.

Inzwischen reisen wir in unserem kleinen Auto um die Welt, schlafen fast jede Nacht an einem anderen Ort und übernachten häufig irgendwo im nirgendwo. Wildcampen ist für uns zur Normalität geworden. Das hätte sich das neunzehnjährige Mädchen von damals niemals vorstellen können. Heute könnte ich nicht glücklicher damit sein. Es ist von unbeschreiblicher Schönheit, morgens in absoluter Stille zu erwachen und auf dem Gaskocher eine Tasse Tee zuzubereiten. Trotzdem gibt es noch viele Momente, in denen mich diese Art zu Reisen Kraft und Überwindung kostet. Ich freue mich darüber, denn nur wer an sich arbeitet, kann sich wirklich kennenlernen!

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Campingurlaub Reisen

#252 Campingplatz-Talk

Heute Nacht sind wir sehr spät angekommen. Glücklicherweise haben wir in letzter Minute vor Mitternacht noch einen Campingplatz mit geöffneter Schranke gefunden und durften unser geliebtes Auto in einer dünnen Lücke vorne am Meer parken. Nach einer entspannten Nacht und einer guten Mütze Schlaf sitzen wir nun vorne auf unserem Stellplatz und gucken den Wellen zu. Es gibt leckeres Frühstück und die ersten Sonnenstrahlen des Tages. So beginnt ein Morgen richtig! Bald sehen wir die anderen Camper um uns herum aus ihren mobilen Häusern hervorkommen und die ersten Gespräche beginnen! Doch was sind die typischen Gespräche auf einem Campingplatz? Wir haben für dich in der Schatzkiste unserer Erinnerungen gekramt!

Erstes: Wo kommt ihr her? Wie immer, wenn man auf einer Reise fremden Menschen begegnet, wird als Erstes die Frage der Herkunft geklärt! Das interessiert einfach immer! Egal wo, egal wen! Manchmal stellt man überraschend fest, dass man aus der gleichen Gegend stammt und nach einigen Floskeln über diese und jene Stadt ist das Herkunftsgespräch erledigt. Manche Kommunikation ebbt hier sogar schon ab. Je nachdem, ob die Stimmung und die Connection stimmt oder eben nicht!

Zweitens: Reiseroute! Wo wart ihr bisher? Habt ihr dieses und jenes schon gesehen? Dorthin müsst ihr unbedingt noch fahren! Diesen Teil des Gesprächs mag ich am liebsten. Ob man will oder nicht, man bekommt meist jede Menge Tipps an die Hand! Und sehr oft sind diese Tipps wirklich Gold wert! Vor allem wenn ihr in entgegengesetzte Richtung reist, ist dieser Austausch von unendlich große Hilfe. Viele Gespräche gehen hier erst so richtig los! Und nicht selten sind wir den Tipps unserer Camper-Freunde im Anschluss gefolgt. Nur selten mussten wir das bereuen!

Drittens: Das Camping-Wagen ist ebenfalls ein beliebtes Thema. Da wird unser Auto oft einer ausführlichen Musterung unterzogen. Cool finde ich auch immer die Einladungen in andere Reise-Gefährte!

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Lifestyle

#251 Das Prinzip der Belohnung

Ich muss etwas gestehen: Die Motivation ist nicht unbedingt mein bester Freund! Zumindest nicht jeden Tag! Oft muss ich kämpfen, mich durchringen und gegen meine Grenzen angehen! Viel zu oft bin ich faul und antriebslos. An manchen Tagen würde ich die Arbeit an liebsten in die Ecke pfeffern und nie wieder zurückholen! Ich denke, mit dieser Problematik stehe ich nicht allein da. Deshalb habe ich mir eine kleine Selbsttherapie einfallen lassen. Oder eher so was wie einen Trick, der mir dabei hilft meine Motivation aus ihrem Scherbenhaufen zusammenzukratzen. Dieser Trick nennt sich Belohnung!

Grundlegend funktioniert das Ganze folgendermaßen: Du setzt dir feste Ziele. Wenn du sie erreicht hast, dann belohnst du dich. Diese Belohnung sollte natürlich immer angemessen ausfallen. Nur weil du es geschafft hast, deine Wäsche zu waschen, hast du dir noch lange keine Kreuzfahrt verdient. Dafür vielleicht aber eine Minute Ruhe mit einem guten Lied auf den Ohren.

Das Prinzip der Belohnung funktioniert nur, wenn es nicht missbraucht wird. Du machst mit dir selbst einen Deal und musst in der Lage sein, dich auch daran zu halten. Weitere Beispiele: Für jede halbe Stunde, die du für die Uni gelernt hast, darfst du ein Gummibärchen essen. Für das Erledigen deiner Aufgaben im Haushalt gönnst du dir einen entspannten Spaziergang. Dafür, dass du deinen Morgen fleißig genutzt hast, darfst du den Mittag mit einer guten Serie auf dem Sofa verbringen. Es gibt so viele Möglichkeiten. Du musst sie nur gezielt ausloten und einsetzen.

Das alles erfordert ein großes Maß an Selbstkontrolle. Wer sich selbst ein Bein stellt und sich nicht an seine eigenen Vorgaben halten kann, der sollte es lieber gleich sein lassen. Denn sich selbst zu enttäuschen ist eine der blödesten Sachen, die man sich antun kann. Man verliert das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und das ist nichts, was man so leicht wieder beheben kann. Also ganz oder gar nicht! Steh zu dir selbst, aber überfordere dich nicht! Stecke deine Ziele dir da, wo du sie auch meinst schaffen zu können!

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Reisen

#250 Cook it, peel it or leave it

Was bedeutet Cook it, peel it or leave it? Ist das eine magische Zauberformel? Nun ja, so was in der Art. Das ist der Zauberspruch, den du dir am besten tagtäglich ins Gedächtnis rufst, um unangenehmen Reiseerlebnissen vorzubeugen.

Wer gerne reist, der weiß, dass man in manchen Ländern unbedingt etwas gewissenhafter darauf achten sollte, was man zu sich nimmt und wie es zubereitet wurde. Übersetzt heißt der Spruch: Koche es, schäle es oder lass es liegen! Das ist also die Wahl, die du zu treffen hast!

Wasser zum Beispiel sollte immer ausreichend abgekocht werden. Nur so ist sicherzustellen, dass mögliche Keime vernichtet sind. Ähnlich ist es mit Obst und Gemüse. Was du nicht schälen oder abkochen kannst, solltest du nicht verzehren. Auch bei Säften würde ich dir übrigens immer empfehlen nachzufragen, mit welchem Wasser sie zubereitet worden sind. Das Gleiche gilt auch für Eiswürfel in deinem Getränk. Aus diesem Grund bitte ich den Kellner im Restaurant normalerweise auf jegliche Eiswürfel zu verzichten. Und aus dem gleichen Grund sind Bananen ein Obst, das ich im Ausland sehr gerne esse. Die Schale schützt vor Keimen, was den Verzehr der Früchte völlig ungefährlich macht.

Noch einmal: Wie streng du den Spruch befolgen musst, hängt stark von dem Land ab, in dem du dich aufhältst! Am besten unterhältst du dich im Vorfeld mit einem Arzt deines Vertrauens und lässt dich ausführlich über die Situation vor Ort beraten. Auch auf der Seite des Auswärtigen Amtes gibt es häufig hilfreichen Lesestoff.

Ich schlemme mich auch manchmal sehr gerne durch Essensmärkte an irgendwelchen Straßenmärkten. Dabei habe ich nicht unbedingt immer das beste Gefühl. Aber auch hier gilt, dass du ein Auge darauf haben solltest, wie die Lebensmittel aufbewahrt und zubereitet werden. Wenn mir das, was ich dabei sehe, ein sicheres Gefühl gibt, dann wage ich das Experiment. Und bisher ging das auch glücklicherweise noch nie schief!

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Lifestyle

#249 Der Frieden in dir selbst

Du bist verantwortlich für dein Glück, deine Ruhe und deinen Frieden in dir. Frieden kann dir keiner aus dir selbst geben. Du findest Frieden möglicherweise in der gemeinsam verbrachten Zeit mit einem lieben Menschen in einem Song oder vielleicht auch auf einer Reise. Aber den Frieden zu finden, heißt noch lange nicht, dass du ihn auch wirklich fühlst. Gefühle muss man nämlich zulassen.

Um deine Mitte zu finden, wo sich womöglich auch dein Frieden befindet, gibt es eine Menge zutun. Du kannst nicht einfach losstürmen und hoffen, dass sich das positive Gefühl schon von selbst einstellen wird. Das heißt nicht, dass das niemals passieren würde, aber es macht die Sache unwahrscheinlicher. Zumindest für einen Menschen, der sich damit schwertut, bei sich selbst zu sein. Es gibt Menschen, die müssen dafür gar nicht viel tun, denn sie ruhen bereits in sich selbst und fühlen eine Menge Ruhe. Doch so ist eben nicht jeder. Oder vielleicht sollte ich sogar sagen, so sind die wenigsten! Leider! Für die meisten ist es ein harter Kampf. Unser heutiges Leben bietet so viel mehr Stress und Hektik, als für die meisten von uns gut ist. Deshalb verschwindet nach und nach die Ruhe und wir unterdrücken unsere Seelen.

Du willst den Weg zu dir zurückfinden? Dann sieh zu, dass du fühlst. Sieh zu, dass du Situationen schaffst – und zwar wirklich aktiv schaffst – in denen du dich rundum wohlfühlst. Glaube nicht, dass das Leben das schon für dich tun wird oder irgendwer anders. Schaffe dir den Moment und dann lebe ihn. Aus deinem vollsten Herzen! Nimm mit jedem Atemzug das Feeling in dich auf, welches dir Hoffnung gibt. Lass dich voll und ganz auf jede Emotion ein, die aufkommt. Nur in ihrem kompletten Spektrum gelebt, lassen sich Gefühle auch wirklich verarbeiten. Und nur verarbeitete Gefühle sind wirklich echt!

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#248 Das beste Planungsmaterial ist eine Landkarte

Wer hier widerspricht, der braucht wirklich gute Argumente. Für meine Reiseplanung, wenn ich denn mal plane, nutze ich Karten in jeder Form. Karten im Internet, im Atlas oder improvisierte selbstgezeichnete kartenähnliche Varianten.

Letztlich ist ziemlich simple, wie meine Planung mit meinem Kartenmaterial abläuft. Ich betrachte die Zeit, die mir zur Verfügung steht, sowie die Spots, die ich abklappern möchte. Zunächst zeichne ich alle interessanten Spots mit verschiedenen Farben ein. Die Farben – normalerweise drei bis vier unterschiedliche – kennzeichnen die Wichtigkeit. Anschließend betrachte ich die Distanzen und gruppiere die Sehenswürdigkeiten. Welche kann ich auf einem Trip verbinden und welche fordern einen großen Umweg. Wie viel Fahrzeit ist es mir wert, dieses oder jenes gesehen zu haben. Schlussendlich lege ich auf die sinnvollste Route fest, welcher ich grundlegend folgen will.

Wenn ich im Zielland angekommen bin, dann modifiziere ich meine Karte auch noch häufig. Während ich meine Route abklappere, merke ich schnell, ob das, was ich mir gedacht habe, auch in Realität funktioniert. Manchmal läuft alles wie am Schnürchen, aber viel öfters kommt alles anders, als man denkt. Schließlich weiß man im Vorhinein nie, ob die Straße beispielsweise die Qualität hat, die Google Maps ihr zuschreibt und ob man jeden Tag mit dem gleichen Elan aufsteht. Das schöne an der Karte ist, dass ich auch die Optionen eingezeichnet habe, die ich eigentlich aus meiner Route ausgeschlossen habe. Wenn ich merke, eine Region gefällt mir nicht so gut, wie ich bei der Planung gedacht habe, kann ich immer noch Plan B heranziehen.

Spontanität und Planungswille sind die besten Partner. So geht man weder im Chaos noch im strikten Planbefolgen verloren. Die richtigen Karten geben den Überblick dazu.

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Reisen

#247 Die Einzigartigkeit unterschiedlicher Menschen

Das Schöne auf einer Reise ist, dass man über seinen Horizont hinaus wächst. Wann immer du neue Erlebnissen begegnest, begegnet dir auch ein neuer Mensch. Jedenfalls fast immer. Das Interessanteste daran ist zu sehen, dass wir alle Menschen sind und darin uns gleichen. Was jedoch jeden besonders macht, ist sein einzigartiger Charakter. Keiner von uns entspricht den anderen in jedem Detail. Mindestens ein Detail haben wir nur für uns selbst. Und das ist auch gut so!

Sobald wir anerkennen, dass jeder etwas Individuelles in sich trägt, was es zu entdecken gibt, treten wir den Menschen mit einer anderen Einstellung gegenüber. Wir zeigen uns offener und interessierter für das gegenüber. Im Alltag zu Hause erscheint es fast manchmal so, als wären wir an dem Menschen selbst kein Stück interessiert. Wir erwarten nur, dass sie ihre Rolle spielen, ihre Aufgaben erfüllen und sich in das System einfügen. So funktioniert das System um ehrlich zu sein. Jeder bekommt eine Rolle zugewiesen, welche er ausfüllen muss. Das läuft logischerweise nicht so offiziell und unbemerkt ab. Diese Zuteilungen erfolgen nicht über bekannte Gleise in der Öffentlichkeit. Aber in den Tunneln unter der Erde da ist der Zug längst abgefahren. Denn wir alle haben auf die eine oder andere Weise gelernt, uns anzupassen. Das hat zur Folge, dass wir nur noch vielen gesichtslosen Menschen ohne eigene Identität gegenüberstehen. Dass sich d