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Reiseplanung Australien: beste Reisezeit

Meine zweite Reise nach Australien rückt immer näher. Dieses Mal soll die Reise nicht nur die Ostküste abdecken, sondern das ganze Land. Höchste Zeit also, mir eine grobe Reiseroute zu überlegen! Aber was ist überhaupt die beste Reisezeit für Australien?

Dass Australien riesig ist, ist wohl jedem klar. Aber wie groß ist Australien wirklich? Die Antwort: ca. 4000 x 6000 Kilometer. Dass es beim Klima deswegen extreme Unterschiede gibt, liegt auf der Hand. Der subtropische Norden wird von Dezember bis März vom Monsunregen überschwemmt. Im südlichen Tasmanien gibt es im Juni oder Juli auch mal Schnee. Während Perth an der Westküste und Sydney an der Ostküste gemäßigtes Klima genießen, ist es im Outback – dem australischen Kernland – staubtrocken. Nachts kühlt es in der Steinwüste stark ab und gerade die Tage im Hochsommer sind unerträglich heiß.

Die Frage nach der besten Reisezeit in Australien lässt sich also nicht mit einem Satz beantworten. Vielmehr ist entscheiden, welche Teile Australiens bereist werden sollen. In meinem Fall nun mal alle! Welche Routen machen also Sinn? Meine Planung starte ich mit einer Skizze Australiens. In die Skizze trage ich die wichtigsten Städte und deren ungefähre Klimadiagramme ein. Schnell ergeben sich Tendenzen. Den Norden sollte ich während des Monsunregens meiden, das Outback im australischen Sommer – also den Monaten Dezember und Januar. Im Winter wird es im Süden ziemlich kalt. Wie kann ich das Land also am besten innerhalb von etwa sechs Monaten erkunden?

Meine Reise soll im Oktober starten und ungefähr bis April dauern. Da ich gerne das weltberühmte Silvesterfeuerwerk in Sydney genießen möchte, steht ein dortiger Besuch im Dezember schon fest. Was mache ich in den Monaten davor und danach? Da es im März im Süden langsam wieder kalt wird und es im Norden aber noch äußert angenehme Temperaturen hat, plane ich Südostaustralien für Oktober bis Dezember ein – ein Abstecher nach Tasmanien inklusive. Nach einem hoffentlich genialen Jahreswechsel in der bekanntesten australischen Metropole (die übrigens nicht Australiens Hauptstadt ist, sondern Canberra), soll es in Richtung Norden weitergehen. Den australischen Herbst will ich in Queensland und dem Northern Territory verbringen und immer weiter Richtung Westküste vorankommen. Ein Ausflug zum Wahrzeichen in Australiens Mitte – dem Ayers Rock – ist selbstverständlich ebenso eingeplant. Für den letzten Monat plane ich, die Westküste und Perth im Südwesten zu erkunden. Ob für meinen Zeitplan sechs Monate reichen? Keine Ahnung. Notfalls muss ich wohl länger bleiben!

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#363 Schlafen im Four Wheel Drive

Im Zuge der Planung meiner nächsten Australienreise kam mir folgende Frage: Wo schlafe ich am besten, wenn ich mehrtägige Offroad-Touren fernab jeglicher Zivilisation unternehme? Tja, ehrlich gesagt eine ganz schön gute Frage. Mehrere Optionen sind denkbar:

Option 1: Zelten
Klar, die offensichtliche Möglichkeit. Aber Zelten im Outback ist zuweilen auch recht unpraktisch. Der Boden ist oft von Steinen übersäht und da sind ja dann auch noch die ein, zwei…hundert giftigen Tierarten in Australien!

Option 2: Dachzelt
Das Dachzelt, engl. rooftop tent, ist die Alternative zum Zelten am Boden. Es gibt mehrere Vorteile: Alles was kreucht und fleucht befindet sich jetzt einige Meter weiter unten und du genießt ungestörte Nächte. Zweitens ist das Zelt meist sehr schnell aufgebaut und wird nicht vom Boden verschmutzt. Aber die Nachteile lassen natürlich auch nicht auf sich warten: Das Autodach muss das Zelt aushalten und beinahe ausnahmslos muss natürlich ein Dachträger installiert sein. Dazu kommt, dass das Dachzelt wertvollen Platz auf dem Autodach einnimmt und natürlich wäre da noch der nicht unerhebliche Preis.

Option 3: Bett im Auto
Die Backpacker-Alternative beim Reisen: Einfach die Rückbank ausbauen oder umklappen und ein Bett auf Höhe des unteren Rands der Fenster einbauen. Darunter gibt es immer noch eine Menge Stauraum und wer ein bisschen handwerkliches Geschick aufweist, kann ein intelligentes Sortiersystem und einen ausziehbaren Tisch realisieren. Auch schon gesehen: ein ausziehbares Bett – bei gutem Wetter direkt unter den Sternen schlafen. Klingt toll oder? Aber auch hier gibt es natürlich ein paar Nachteile: Der Platz im Auto wird massiv beschränkt. Beim Schlafen hat man nicht besonders viel Platz – man kann vor allem nicht aufrecht sitzen. Aufstehen und sofort losfahren? Geht leider auch nicht. Wer die Nacht schon einmal im Auto verbracht hat, kennt das Problem: Die Scheiben sind total beschlagen!

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#360 Reiseplanung: Offroad durch Australien

Die Pläne für meine zweite Australienreise stehen. Naja, immerhin fast. Wann genau soll es losgehen? Wie lange dauert die Reise? Wohin geht der Flug? Ehrlich gesagt. Kein Plan! Aber – und das ist ein großes ABER: Der Plan ist besiegelt und nimmt langsam aber sicher Realität an! Dieses Mal soll es wesentlich länger dauern – 10 Wochen Australien kann ja jeder. Diesmal sollen es um die sechs Monate werden! Irgendwann im Sommer (bzw. dortigen Winter) soll es losgehen. Und sofort fängt das große Träumen an…

Ich checke bereits Preise, google nach den besten Geheimtipps und fange mit der Routenplanung an. Ich kann es überhaupt nicht mehr erwarten. Die ganzen Bilder und Eindrücke denen ich ausgesetzt bin, machen es nicht gerade besser. Schon bei meiner ersten Reise durch Australien war ich einfach begeistert. Damals war ich allerdings in der Mobilität stark eingeschränkt: Mit dem australischen Busunternehmen Greyhound erkundigte ich die Ostküste und war ansonsten nur zu Fuß unterwegs – okay, der Segeltörn zu den Whitsunday Islands mal ausgenommen. Dieses Mal ist aber endlich auch der Rest dran und dafür will ich mir definitiv den Luxus eines Allradantriebs leisten, damit auch die entlegensten Winkel nicht vor mir sicher sind.

Mit dem Four Wheel Drive quer durch das australische Outback. Gibt es etwas Besseres?! Ich bin zwar bereits heute ein begeisterter Offroad-Fahrer, aber leider muss ich mich bisher auf einen stinknormalen 2Wheel Drive beschränken. Damit ist zwar auch schon eine Menge drinnen, aber wenn man mal im Land der Offroadpisten ist, will man dann doch das echte Erlebnis genießen! Was ich aber auch merke: Die Suche nach dem richtigen fahrbaren Untersatz wird eine echte Herausforderung. Ich kenne mich bisher einfach nicht zu gut auf dem Themengebiet aus und weiß noch nicht genau, welches Auto für meine Ansprüche nicht ausreicht. Aber eins ist sicher. Die Tage zu meinem ersten, eigenen Forwheeler sind angezählt!

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#358 Wie Australien zu seinen Namen kam

Vielen ist der rote Kontinent bekannt, die meisten sind von ihm begeistert aber nur manche haben auch das Glück das riesige Land Down Under zu besuchen. Das Australien nicht gleichzusetzen mit Down Under ist, habe ich allerdings auch erst im Zuge der Recherche zu diesem Artikel erfahren. Wer auf Reisen durch das Land ist, wird nicht sofort darauf kommen, warum man Australien Down Under nennt – und eben nicht nur Australien – sondern auch die umliegenden Inseln im Südpazifik. Abgeleitet wird Down Under davon, dass die Staaten komplett unterhalb, sprich „down under“, des Äquators liegen. So einfach ist es eigentlich.

Nun aber zurück zu Australien. Auch der Begriff Australien ist nicht so selbstverständlich, wie man meine könnte. Der politisch korrekte Name Australiens ist nämlich „Commonwealth of Australia“ und schließt nicht nur die Landmasse Australiens, sondern auch den vorgelagerten Inselbundesstaat Tasmanien im Süden und australische Inseln, die zu keinem Bundesstaat gehören – den sogenannten Australischen Außengebieten – mit ein.

Sprechen wir hingegen von Kontinenten, kommt eine auf den ersten Gedanken lächerliche Frage auf: „Zu welchem Kontinent gehört Australien?“ Die Antwort mag überraschen – je nachdem wie man es sieht! Zur australischen Kontinentalplatte gehören auch die umliegenden Inseln Tasmanien und Neuguinea. Zusammen bilden sie plattentektonisch gesehen den Kontinent Australien. Häufig werden aber auch Neuseeland und die pazifischen Inselstaaten zu Australien hinzugezählt. In diesem Fall wird der Name allerdings meistens auf Australien und Ozeanien erweitert – manchmal sagt man aber auch nur Australien oder seltener Ozeanien.

Etymologisch betrachtet, stammt der Begriff Australien im Übrigen von dem lateinischen Begriff „terra australis inkognito“ – dem unbekannten südlichen Land. Nach seiner Entdeckung wurde daraus „terra australis“ und nach der ersten Umrundung durch den Entdecker Matthew Flinders setzte sich dessen Bezeichnung „Australia“ weltweit durch.