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Das Positive am Negativen und das Negative am Positiven

Jede Münze hat zwei Seiten, es ist ein zweischneidiges Schwert, jede Wurst hat zwei Enden… es gibt diverse Sprichwörter, die allesamt das Gleiche oder zumindest etwas sehr Ähnliches aussagen: Alles hat zwei Seiten – natürlich nur metaphorisch gemeint. Das mag zwar für die meisten kein neuer Input sein und infolgedessen zum Gähnen anregen. Jedoch unterscheiden sich die Menschen sehr stark darin, was sie mit diesem Wissen machen oder wie intensiv sie sich mit dieser Thematik auseinandersetzen.

Was meine ich damit?

Wenn sich jemand aktiv der Tatsache bewusst ist, dass es immer auch eine Gegenmeinung/einen anderen Pfad/eine andere Präferenz gibt, dann ermöglicht dies beispielsweise in Diskussionen – neutraler formuliert: Meinungsaustausch – mit einer komplett anderen, meiner bescheidenen Ansicht nach auch gesünderen, Mentalität teilzunehmen. Mehr Verständnis, weniger emotionale und unerwünschte Ausbrüche sowie eine gewisse innere Ruhe sind nur ein paar der Vorteile, wenn man nach obig genannten Gedankengang wirklich lebt.

Apropos Vorteile: Wenn man jenen Inhalt weiterdenkt, dann ergibt sich, dass alles Positive auch etwas Negatives hat und andersherum; besonders wenn es um Erfahrungen geht. Sicherlich ist das eine grenzwertige Aussage, denn schnell werden einigen Beispiele einfallen wie der Tod von Personen oder eine Pandemie wie Corona, die gegen die Kernaussage dieses Textes sprechen. Dem werde ich in erster Linie nicht widersprechen, es ist und bleibt ein negatives Erlebnis! – Jedoch muss es das nicht zu 100 Prozent sein. Sei es, dass man seinen Geist härtet, in Zukunft besser mit ähnlichen Situationen umgehen kann oder die Erfahrung neuer Gefühle macht. Es geht auch nicht darum, das Negative zu ignorieren oder gar zu verleugnen. Nein, es geht darum, sich selbst zu erlauben, nicht nur einen Teilausschnitt, sondern mehr vom ganzen Bild zu sehen. Probiert es aus, schaden kann es ja nicht, oder?

Tja, leider meinte ich ja auch, dass alles Positive etwas Negatives hat. Fairnesshalber muss ich diese Logik dann auch auf diesen Text anwenden: Der Nachteil von dieser „Methode“ ist, dass es Ãœbung braucht – so viel bis die positiven Gedanken bei etwas Negativem automatisch kommen. Dafür benötigt es natürlich ein gewisses Maß an Bereitschaft, sich damit im Kopf oder gar mit Freunden auseinanderzusetzen. Ich behaupte, das ist es wert, aber natürlich gibt es Leute, die das anders sehen. Welche Ansicht hast du?