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In Extrema denken – eine Methode zum Nachvollziehen und Diskutieren

Jeder hat irgendwelche Theorien zu irgendwelchen Themen. Die Frage ist, wie kann man dafür sorgen, dass Theorien zu Tatsachen werden oder sich zumindest einem solchen Zustand annähern?

Ich schrieb das letzte Mal, dass alles zwei Seiten hat und dass einem dies bewusst sein solle. Dennoch kann es sinnvoll sein, verschiedene Aspekte genau gegenteilig zu durchdenken und das im extremen Maß. Worte wie immer, nie, perfekt oder unmöglich werden im Alltag verwendet, jedoch können Sätze, die diese Worte enthalten, oft als falsch oder nicht ganz korrekt betitelt werden, indem man entsprechend extreme Gegenbeispiele als Beweis heranzieht. Dies mag zwar manchmal eher nervig als konstruktiv sein, jedoch ist es für viele Szenarien gut zu wissen, wo das Maximum und wo das Minimum liegt. Das Denken in Extrema macht nichts anderes, als sich genau das beispielhaft vor Augen zu führen. Sätze wie „alles ist scheiße“ können damit gut auseinandergenommen werden. Eine solche vergleichsweise große und extreme Aussage soll an einem Beispiel angewandt werden. Was müsste bei einem selbst gerade alles eintreten, damit jene Aussage korrekt wäre? Schnell wird man feststellen, dass ein Dach über dem Kopf, genug zu essen, wertvolle Freundschaften zu haben oder auch die Zeit, mit anderen diskutieren zu können, dafür sorgt, dass obige Aussage nicht korrekt ist. Je extremer man dem nachgeht, desto eher und mehr findet man. Daraus kann die Allgemeinaussage folgen, dass nie alles scheiße sein kann. Wer jetzt noch nicht genug hat, kann bei der jetzt neuen Theorie/Allgemeinaussage weitermachen und sich ein Extrembeispiel überlegen. Wie ist das, wenn man tot ist, ist dann alle scheiße? Oder befindet man sich dann in einem absoluten Punkt der Neutralität?

In diesem Sinne: Denkt in Extrema, denkt unterschiedlich, vielfältig und gegensätzlich und vor allem versucht, für alles offen zu sein. Denn nur so müsst ihr keine Angst haben, das mögliche Potenzial von irgendwelchen Gedankengängen zu übersehen.

Cogito ergo sum – Ich denke, also bin ich.

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Das Positive am Negativen und das Negative am Positiven

Jede Münze hat zwei Seiten, es ist ein zweischneidiges Schwert, jede Wurst hat zwei Enden… es gibt diverse Sprichwörter, die allesamt das Gleiche oder zumindest etwas sehr Ähnliches aussagen: Alles hat zwei Seiten – natürlich nur metaphorisch gemeint. Das mag zwar für die meisten kein neuer Input sein und infolgedessen zum Gähnen anregen. Jedoch unterscheiden sich die Menschen sehr stark darin, was sie mit diesem Wissen machen oder wie intensiv sie sich mit dieser Thematik auseinandersetzen.

Was meine ich damit?

Wenn sich jemand aktiv der Tatsache bewusst ist, dass es immer auch eine Gegenmeinung/einen anderen Pfad/eine andere Präferenz gibt, dann ermöglicht dies beispielsweise in Diskussionen – neutraler formuliert: Meinungsaustausch – mit einer komplett anderen, meiner bescheidenen Ansicht nach auch gesünderen, Mentalität teilzunehmen. Mehr Verständnis, weniger emotionale und unerwünschte Ausbrüche sowie eine gewisse innere Ruhe sind nur ein paar der Vorteile, wenn man nach obig genannten Gedankengang wirklich lebt.

Apropos Vorteile: Wenn man jenen Inhalt weiterdenkt, dann ergibt sich, dass alles Positive auch etwas Negatives hat und andersherum; besonders wenn es um Erfahrungen geht. Sicherlich ist das eine grenzwertige Aussage, denn schnell werden einigen Beispiele einfallen wie der Tod von Personen oder eine Pandemie wie Corona, die gegen die Kernaussage dieses Textes sprechen. Dem werde ich in erster Linie nicht widersprechen, es ist und bleibt ein negatives Erlebnis! – Jedoch muss es das nicht zu 100 Prozent sein. Sei es, dass man seinen Geist härtet, in Zukunft besser mit ähnlichen Situationen umgehen kann oder die Erfahrung neuer Gefühle macht. Es geht auch nicht darum, das Negative zu ignorieren oder gar zu verleugnen. Nein, es geht darum, sich selbst zu erlauben, nicht nur einen Teilausschnitt, sondern mehr vom ganzen Bild zu sehen. Probiert es aus, schaden kann es ja nicht, oder?

Tja, leider meinte ich ja auch, dass alles Positive etwas Negatives hat. Fairnesshalber muss ich diese Logik dann auch auf diesen Text anwenden: Der Nachteil von dieser „Methode“ ist, dass es Übung braucht – so viel bis die positiven Gedanken bei etwas Negativem automatisch kommen. Dafür benötigt es natürlich ein gewisses Maß an Bereitschaft, sich damit im Kopf oder gar mit Freunden auseinanderzusetzen. Ich behaupte, das ist es wert, aber natürlich gibt es Leute, die das anders sehen. Welche Ansicht hast du?

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Umgang mit Geld – Priorität beim Ausgeben

Geld macht einem das Leben oftmals einfacher. Daher ist es sehr unangenehm, wenn dieses fehlt. Daher möchte ich im Folgenden ein paar Anregungen geben, wie man besser kalkulieren kann, wie viel Geld man wofür braucht.

Das Anfertigen einer Tabelle oder Liste ist hierbei extrem hilfreich. Zuerst könnte man die monatlichen bzw. regelmäßigen Ausgaben notieren und addieren. Dazu gehören klassischerweise Miete, Nebenkosten, Benzinkosten, Nahrungsmittel oder Monatskarten (Bus, Bahn), aber auch Sachen wie Handy(vertrags)kosten, GEZ-Gebühr, Beitragsgebühren (Fitnessstudio, Mitgliedschaften o. Ä.), Abos (Netflix, Amazon etc.), eventuelle Ratenzahlungen oder Tierhaltungskosten.

Fast alles davon kann schon im Vorhinein mit klaren Zahlen aufgelistet werden. Bei den Themen, bei denen dies nicht möglich ist, bietet es sich an, eine 2. Tabelle zu führen, in der über einen möglichst langen Zeitraum sämtliche Kosten, die für diese Thematik anfallen, aufgelistet werden, damit man dann die Gesamtsumme durch die Anzahl der beobachteten Monate teilen kann, um so die Durchschnittsausgaben pro Monat relativ genau feststellen zu können. Nahrungsmittel und Tierhaltungskosten sind dafür gute Beispiele. Beispielsweise kann man sämtliche anfallende Kassenzettel im Supermarkt mitnehmen und daheim in die Tabelle eintragen, um so am Ende einen Überblick über die monatlichen Kosten zu bekommen. Für den Anfang würde ich pro Person mit circa 150 Euro im Monat rechnen. Dies kann je nach Hunger stark abweichen. Solange man sich jedoch nur selten in der Stadt oder bei Imbissbuden etwas kauft, sollten die 150 Euro ein angemessener Richtwert sein.

Zusätzlich gibt es besondere Kosten, die normalerweise nur selten anfallen, jedoch dann vergleichsweise hoch sind. Klassiker dafür sind der TÜV, Waschmaschine, andere Elektronikgeräte wie ein Handy oder ein PC und Reparaturkosten (Wohnung, Auto etc.). Diese sind der Grund, warum es sinnvoll ist, Rücklagen einzukalkulieren. Zwar sind diese sehr schwer im Vorhinein abzuschätzen, aber auch hier kann man sich informieren, wie lange entsprechende Geräte normalerweise halten. Diese Kosten kann man ebenfalls auf den Monat runterrechnen, je nachdem, wie man die Liste gerne führt.

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Erst Denken, dann ausgeben!

Der Umgang mit Geld gestaltet sich manchmal schwieriger als gedacht. Selbst wenn man über etwas mehr Geld verfügt, so ist es ein Leichtes, dieses schnell auszugeben. Vielen Menschen fällt es schwer, einen Überblick über das eigene Vermögen zu behalten und die „richtige“ Priorität beim Ausgeben des Geldes einzuhalten. Daher versuche ich im Folgenden dafür eine kleine Hilfestellung zu schreiben.

Es gibt die notwendigen Ausgaben, an welchen fast bis absolut nichts geändert werden kann: Darunter fallen Kosten wie Miete und Nahrung. Sowohl ein Dach über dem Kopf als auch genug Essen und Trinken ist ein absolutes Muss (zumindest für die meisten). Vor allem die Miete kann man sich oftmals nicht aussuchen, da in vielen Städten der Wohnungsmarkt eine Katastrophe darstellt und man in gewisser Weise über jede Wohnung, die man bekommt, froh sein muss.

Als zweites gibt es die situativ-praktischen Ausgaben: Darunter fallen Kosten für ein Auto (Versicherung, Sprit, Reparatur, TÜV), Monatstickets und Dinge, die sehr wichtig für die Wohnung sind (Töpfe, PC für Mails, Stuhl, Waschmaschine etc.). Es handelt sich hierum um Kostenpunkte, die zwar nicht immer absolut notwendig sind, aber auf welche schwer zu verzichten ist. Ein Auto kann je nach Arbeit auch zu den notwendigen Ausgaben zählen, aber eventuell auch zu den Luxusgütern. Das hängt damit zusammen, dass manche nur mit einem Auto zur Arbeit kommen können oder aber der Arbeitsweg mit öffentlichen Verkehrsmitteln eine Zumutung darstellen würde. Andere wiederum würden die Arbeit aber auch z. B. per Fahrrad in 30 Minuten erreichen können, sodass das Auto dann oftmals eher ein Luxusgut darstellt.

Fast alles andere sind in gewisser Weise Luxusgüter. Sicherlich gibt es dabei große Unterschiede, je nachdem, wie wichtig einem die jeweiligen Güter sind. Ich möchte darauf hinaus, dass es für die meisten sinnvoll ist, sich zuerst um die Kosten der ersten beiden Punkte zu kümmern, bevor man Geld für den Rest ausgibt.

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Zeit ist Geld? – Die Wahrheit im Kern

„Zeit ist Geld“ – ein bekanntes und inzwischen über 250 Jahre altes Sprichwort von Benjamin Franklin. Die Frage ist, was ist mit dem Sprichwort gemeint und wie viel Wahrheit steckt darin? Mathematisch gesehen ist „Zeit = Geld“ keine Äquivalenzgleichung und man kann jene Wörter auch nicht in der Sprache füreinander einsetzen: Sie sind keine Synonyme. Viel eher spiegelt es meiner Ansicht nach die Wahrheit wieder, wenn man sagen würde, dass aus Zeit Geld resultiert oder zumindest resultieren kann.

Jenes Sprichwort war eigentlich auf die Arbeit bezogen. Auch heute arbeiten die meisten Deutschen nach einem Stundenlohn. Bezogen darauf lässt sich Zeit tatsächlich in die Währung Euro umrechnen. Infolgedessen entspricht nach dieser Logik eine Stunde Zeit circa zwölf Euro, wenn man vom Mindestlohn ausgeht. Wobei selbst diese Aussage kritikwürdig ist, schließlich sprechen wir hier von brutto. Das bedeutet, dass das Geld, welches dem Arbeitenden nach einer Stunde zur Verfügung steht (orientiert am Mindestlohn), geringer als die zwölf Euro ist. Wie viel geringer hängt jedoch von zu vielen Faktoren ab, die sich von Mensch zu Mensch unterscheiden (Teilzeit vs. Vollzeit, Art der Versicherung, weitere Einkünfte etc.).

Dennoch kann man diese Art der Abhängigkeit zwischen Zeit und Geld verwenden, um sich zu überlegen, ob gewisse andere Wege, Geld zu verdienen, es wert sind oder nicht. Als Beispiel kann man sich so „errechnen“, ob der zeitliche Aufwand, Sachen auf einem Flohmarkt zu verkaufen, es wert ist oder ob man nicht vielleicht mehr verdienen würde, wenn man seiner eigentlichen Arbeit nachgehen würde.

Am Ende muss man trotzdem unterscheiden. Mit Geld kann man vieles kaufen und es macht einem das Leben normalerweise einfacher, jedoch ist Zeit keine Ware, die man mit egal wie viel Geld kaufen kann. Deswegen ist Zeit immer wertvoller als Geld. Schließlich braucht es vor allem anderen Zeit, um leben zu können. Geld ist im Kontrast zur Zeit gänzlich irrelevant.

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Kann man sich nicht egoistisch verhalten? – Ein Denkexperiment

Nicht egoistisch handeln müsste doch sehr einfach sein, oder? Bevor ich darauf eingehe, braucht es jedoch eine genauere Erläuterung, was ich in diesem Rahmen unter egoistisch meine. Ich verbinde damit eigene Denkweisen bzw. eigene Handlungsweisen, die das Ziel haben oder zumindest absichtlich dafür sorgen (sollen), dass man einen Nutzen davon trägt bzw. einem selbst deswegen etwas für einen selbst Positives widerfährt.

Das würde bedeuten, wenn ich einem Fremden 100 Euro schenke, dann wäre dies keine egoistische Handlung, oder? Jedoch könnte man hinterfragen, warum jene Person die 100 Euro verschenkt hat. Vielleicht hatte man ja gerade das Bedürfnis dazu, ein „Dankeschön“ von jemandem gesagt zu bekommen oder jene Person möchte sich mithilfe dieser Schenkung einreden können, trotz negativer Handlungen eine „gute Person“ zu sein. Am Ende könnte man es wieder so auslegen, dass man die 100 Euro verschenkt hat, um sich selbst etwas Gutes damit zu tun. Dem zu widersprechen ist einfach, das Gegenteil zu beweisen jedoch unmöglich.

Wie kann ich sichergehen, dass jemand nicht aus Eigeninteresse handelt, obwohl die jeweilige Tat auf den ersten Blick gesehen, der ausführenden Person keinen Nutzen bringt? Meiner Ansicht nach gar nicht, zumindest kann man es nie komplett sagen. Viel wichtiger ist dann doch die Frage: Ob es denn überhaupt von Relevanz ist, dass man diesbezüglich sichergehen kann. In den meisten Fällen glaube ich, dass auch das eher unwichtig ist. Das wirklich Relevante besteht doch darin, dass man mit seinen eigenen Handlungen für sich sowie für andere positiven Erfahrungen schafft. Wenn eine Handlung also bei beiden Seiten zu einem Lächeln führt, dann ist das eine klare Win-Win Situation, zumindest so lange, wie es nicht gegen gewisse Prinzipien verstößt wie zum Beispiel das Anlügen einer anderen Person. Das ist jedoch ein Thema für ein anderes Mal.

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Der Sinn von Sprache

Früher wurde ich am Essenstisch regelmäßig von meinen Eltern korrigiert, wenn ich den Dativ anstelle des Genitivs verwendet habe oder aber der Ansicht war, dass etwas Sinn macht und nicht ergibt. Nervtötend war das Adjektiv, das mir damals eingefallen ist. Inzwischen muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich mich ebenfalls immer wieder dabei erwische, wie bei anderen das Verhalten meiner Eltern nachahme – zumindest mein Kopf schreit manchmal auf, wenn jemand von „dem Einzigsten“ spricht und nicht von „dem Einzigen“. Tja, der Apfel fällt normalerweise nicht weit vom Stamm.

Eine Frage hat mich diesbezüglich dann allerdings geplagt: Wie wichtig ist es, dass Sprache grammatikalisch nahezu perfekt bzw. korrekt verwendet wird? Braucht es wirklich den Genitiv oder wozu ist die Sprache eigentlich da?

Meiner Ansicht nach besteht der Sinn von Sprache im Kommunizieren miteinander – Das Austauschen von Informationen jeglicher Art auf eine vergleichsweise genaue Art, zumindest wenn man es mit anderen Kommunikationsmitteln wie Gestik und Mimik vergleicht. Es braucht doch keinen Genitiv, um genau zu verstehen, was die andere Person einem sagen möchte! Und selbst wenn jemand zu mir sagt, dass der Freund das Letzteste ist, dann schmunzel ich und weiß, dass der Freund was gemacht, was der anderen Person nicht gefällt. So viel Interpretationsvermögen traue ich jedem zu.

Wofür also ist es gut, sich grammatikalisch korrekt zu artikulieren? Es hinterlässt bei manchen Menschen einen gebildeten Eindruck und ist in bestimmten Berufen bzw. Umständen etwas, das erwünscht oder gar verlangt wird; auch wenn meiner Ansicht nach der Grund dafür in der Regel eher altmodisch ist. Ein weiterer Grund dafür wäre vielleicht, dass Menschen zuerst gute Basisfähigkeiten brauchen, um sicherzugehen, dass sie jeder verstehen kann. Lange Rede kurzer Sinn: Sich so zu artikulieren, dass das Gegenüber den Inhalt gut vermittelt bekommt, ist das Relevante an der Sprache, alles andere ist Luxus. Wobei das sicherlich einige Leute, die Bewerbungen durchlesen müssen, nicht genauso sehen.

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Der legendäre erste Eindruck – Warum er suboptimal, aber dennoch wichtig ist!

Die Aufregung bei einem Bewerbungsgespräch, welche sich nach einiger Zeit des Arbeitens bei der jeweiligen Firma wieder legt, ist vollkommen normal. Aber wieso ist man dann anfangs überhaupt so stark aufgeregt?

Ein Grund dafür ist, dass sich sehr viel darum dreht, ob man einen guten ersten Eindruck bei anderen hinterlässt oder nicht – sei es bei der Jobwahl, der Partnerwahl oder auch Gleichaltrigen etc. So wie andere Menschen sich in den ersten paar Sekunden schon einiges an Meinung über einen bilden, so macht man das vermutlich auch selbst. Das Problem dabei ist, dass oftmals einzelne z. B. beobachtete Eigenschaften mit anderen Eigenschaften kombiniert werden und so andere Menschen vermutlich Eigenschaften zugeschrieben bekommen, über welche sie gar nicht verfügen. Beispielsweise hat man einen langhaarigen Verwandten, der gerne Metal hört, was man selbst jedoch als schrecklichen Musikgeschmack empfindet. Jetzt begegnet man einem fremden, ebenfalls langhaarigen Kerl und geht aufgrund des Verwandten und der äußerlichen Zusammenhänge davon aus, dass jener Fremde ebenfalls Metal-Fan ist und versucht deswegen Gespräche mit ihm über seinen Musikgeschmack zu vermeiden. Dies ist ein vergleichsweise harmloses Beispiel, was dennoch gut darstellt, warum es wichtig ist oder zumindest sein kann, sich die Problematik des ersten Eindrucks und der Verschiebung von Eigenschaften anderer regelmäßig ins Gedächtnis zu rufen.

Das bedeutet natürlich nicht, dass man versuchen soll, sich keine ersten Eindrücke mehr von anderen zu machen. Es ist auch wichtig, erste Einschätzungen über Personen und die Situationen aufgrund der eigenen Erfahrungen zu machen, jedoch empfiehlt es sich dabei, sich nie zu fest auf die eigene Erfahrung zu berufen. Offenheit mit einem gesunden Maß an Vorsicht erscheint mir hier als die goldene Mitte.

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Warum zuerst das Zückerli und dann die Peitsche

Zuerst sollte erwähnt werden, dass die Überschrift metaphorisch gemeint ist! Im Alltag fällt mir regelmäßig auf, wie Menschen sofort zu einer lauten und fordernden Stimme (= Peitsche) greifen, wenn sie eine Bitte erfüllt haben wollen. Ich möchte erklären, warum es sinnvoller ist, zuerst die freundliche Weise zu versuchen.

Jede Aktion hat auch eine Reaktion, in welcher Weise sich diese auch äußern mag. Jedoch fühlt sich nahezu, wenn nicht sogar absolut jeder, unwohl, wenn man angeschrien wird, etwas Bestimmtes zu tun. Eine Art Abwehrhaltung, Trotz, Unzufriedenheit oder Ähnliches ist die Konsequenz. Nicht allzu selten wird zurückgeschrien. Dies ist suboptimal, wenn man als Ziel hatte, dass die jeweilige Person der jeweiligen Bitte nachgeht. Stattdessen kostet es Zeit, Energie und Nerven mit der anderen Person zu streiten. Hat der Streit oder das Schreien erst einmal ein bisschen an Fahrt aufgenommen, lässt es sich nicht mehr einfach so pausieren oder rückgängig machen. Die Emotionen der Menschen sind nicht wie ein Ruderboot, wo man jederzeit wenden kann.

Was jedoch sehr wohl geht, ist es zuerst freundlich um etwas zu bitten. Was alles dabei zu beachten ist, habe ich bereits bei einem anderen Text erwähnt. Überraschend viele Leute erfüllen einem die Wünsche, wenn man nur freundlich darum bittet. Natürlich hat das Grenzen. Nur weil ich jemanden Fremden freundlich nach einer Million Euro frage, sagt dieser trotzdem nicht ja. Jedoch würde dies auch nicht bei Geschrei und Drohungen funktionieren, zumindest nicht ohne schwerwiegende Konsequenzen. Jedoch – und bitte versteht dies nicht als Aussage, dass die Peitsche immer nach dem Zückerli folgen muss – kann man nach dem freundlichen Weg noch immer einen anderen Ton wählen. Bei dieser Reihenfolge muss man keine Sorge haben, etwas zu verpassen oder nicht zu nutzen. Nur andersherum besteht das Problem. In diesem Sinne: Wandert stets freundlich durch die Gegend, es bringt euch selbst auch mehr.

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Sich selbst sehen – die Problematik des Vergleichens

Jeder hat seine Stärken und Schwächen – ein klassischer und ausgelutschter Satz. Dennoch ist er wahr. Das Interessante jedoch ist, dass selbst wenn mehrere Leute die Stärken und Schwächen einer Person benennen müssten, sich gewisse Unterschiede ergeben. Dies lässt sich besonders stark beobachten, wenn man selbst seine eigene Stärken und Schwächen nennen muss. Das liegt vor allem an zwei zentralen Punkten:

1. Ab wann eine Leistung/Eigenschaft/Verhalten oder Ähnliches als „gut“ oder „schlecht“ und vor allem in welchem Maße als solches betitelt wird, hängt davon ab, was die jeweiligen Menschen als normal ansehen und bisher erlebt haben. Zu diesem Aspekt habe ich bereits etwas geschrieben, daher möchte ich mehr auf den daraus resultierenden zweiten zentralen Punkt eingehen:

2. Womit bzw. mit wem vergleicht man sich? Wann immer man eine Wertung für etwas abgibt, ist automatisch ein Vergleich dabei. Beispielsweise bezieht sich das Schulnotensystem auf die angedachte Leistung für das jeweilige Alter. So ist es eine eher leichte Sache als Volljähriger eine 1 in einem Deutschaufsatz zu schreiben als andersherum. Je nachdem was oder wer als Vergleich herangenommen wird, bekommt der zu vergleichende Aspekt eine gänzlich andere Wertung. Nehmen wir weiterhin das Beispiel Schule zur Veranschaulichung: Wer sich stets mit den Klassenbesten vergleichen wird und nicht dazu gehört, wird sich selbst als schlecht betiteln, obwohl die Leitung trotzdem viel besser als der Durchschnitt sein kann. Das Vergleichen mit anderen kann in beide Richtungen Probleme erzeugen. Extrem gedacht: Entweder ist man gänzlich von sich selbst überzeugt in einem so hohen Maße, dass es andere abschreckt und schlichtweg das viel zu positive Bild von einem selbst zu suboptimalen Anmaßungen führt. Genauso kann es aber auch sein, dass man durch den Vergleich mit „zu hohen Zielen“ in eine Depression oder Ähnliches verfällt. Die Goldene Mitte zu finden, ist da gar nicht so leicht. Jedoch kann man sich obiges Wissen stets vor Augen führen und wenn man mit einem Vergleich anfängt, stets auch die andere Seite mit einbeziehen. Oder aber du machst bewusst von der Problematik Gebrauch, um andere Übel (Gedankengänge) zu beseitigen und beispielsweise durch einen für dich selbst positiv bedingten Vergleich zu mehr Selbstvertrauen zu gelangen.

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Normal, Gesellschaft und müssen – Große Worte, wenig Ahnung!

Aussagen wie „Das ist doch nicht normal“, „aber jeder macht das so“ und „du musst das (so) machen“ gehören für viele zu ihrem Alltag. Jene Aussagen bringen Probleme, Missverständnisse aber gerade deswegen auch Potenzial zur positiven Eigennutzung mit sich. „Was ist denn heute noch normal?“ ist eine Standardaussage/-frage, die man nicht selten zu hören bekommt. Meistens ist sie rhetorisch gemeint und es ist die Aussage, dass entweder alles oder nichts normal ist, darin versteckt. Das ist genauso falsch, wie es richtig ist, paradoxerweise. Denn alles KANN normal sein bzw. etwas, das für die einen normal ist, ist es für die anderen nicht. Was normal ist, hängt davon ab, von wo man kommt, welche Kultur man kennt und verinnerlicht hat, welches Umfeld man hat und hatte etc. – kurz gesagt, welche Erfahrungen jemand gemacht hat und wie diese verarbeitet wurden. So ist es für die einen normal, mittags warm zu essen und für die anderen abends. Ein vergleichsweise wahrlich kleiner Unterschied. Alleine die kulturellen Unterschiede rund um die Thematik, was normal ist zu essen, zeigt, dass es kein allgemeingültiges normal gibt. Ein weiteres Problem mit dem Wort normal ist, dass es keine klare Grenze gibt, wann etwas normal ist und wann nicht. Wie viel Prozent der Deutschen müssen ein Verhalten aufweisen, damit es als normal für Deutsche gilt? Wobei man hier noch unterschieden muss zwischen normal und Norm. Norm ist meiner Ansicht nach ein sachlicher Begriff im Gegensatz zu normal. Wenn etwas eine Norm ist, dann gehe ich davon aus, dass die Mehrheit oder zumindest ein nennenswerter Prozentsatz der jeweils gemeinten Gruppe das jeweilige Verhalten an den Tag legt. Ob es dann auch als normal von den gleichen Leuten angesehen wird, ist dabei zwar oft der Fall, aber lange nicht immer. Jeder definiert den Inhalt des Wortes normal für sich selbst individuell. Je mehr Überschneidungen oder gar Parallelen, desto eher werden sich Menschen verstehen und weniger streiten, denn was man als normal ansieht, bestimmt auch die eigenen Wertvorstellungen in hohem Maße. Den Nutzen, den mal also daraus ziehen kann, wenn jemand mit Begriffen wie normal um sich wirft, ist die Aufnahme der Informationen, die jemand damit über sich selbst preisgibt. Dir wird damit indirekt erzählt, was jemand wieso für wie wichtig hält. Nachfragen, wie dies zustande kommt, kann zu interessanten Unterhaltungen führen und manchmal – nur durchs (Nach-)Fragen – lernen sich die jeweiligen Menschen selber besser kennen. Win-Win.

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Wie man die eigene Meinung äußern sollte

Angenommen man selbst ist der Ansicht, dass die eigene Ansicht unabdingbar für die Ansicht der anderen bezüglich eines speziellen Themas ist, so sollte man sich vor der konkreten Äußerung gut überlegen, wie man jene eigene Ansicht äußern möchte. Denn auch wenn der Inhalt der gleiche ist, so wird die Art der Meinungsdarstellung einen erheblichen Einfluss darauf haben, wie andere darauf reagieren. Oftmals ist sogar die Art der Darstellung wichtiger als der eigentliche Inhalt. Um zu wissen, wie man seine eigene Meinung äußern sollte, muss man sich zuerst die Frage stellen, was man mit seiner Äußerung bezwecken will. Geht es um den reinen Informationsgehalt, soll die Äußerung einen Wunsch bzw. Aufforderung beinhalten oder möchte man das Gegenüber zu bestimmten Aussagen verleiten? Sehr schnell, wenn man die eigene Art der Formulierung überdenkt, kann es zu anderen Folgen kommen. Jemand fühlt sich angegriffen oder beleidigt, fasst das Gesprochene als eine Aufforderung zu etwas auf, was man gar nicht bezweckt hat etc. Um Entsprechendes zu vermeiden, ist es relevant zu wissen, welche Faktoren darauf Einfluss haben, wie andere dein Gesprochenes aufnehmen bzw. interpretieren. Lautstärke, Tonhöhe, Sprechgeschwindigkeit, Aussprache, Formulierung, Mimik, Gestik, Zeitpunkt, Umfeld und Zustand des Gegenübers sind dabei die wichtigsten Aspekte. Alle der genannten Punkte sind schnell an einem Beispiel erklärt. Angenommen man möchte jemanden davon überzeugen, dass Laugenbrötchen besser sind als Laugenstangen, zumindest der eigenen Meinung nach, dann wird es grundlegend zu mehr Erfolg führen, wenn meine seine Ansicht in einem normalen Tempo und auf freundliche Art und Weise formuliert. Wenn die Tonhöhe sich von der Norm für einen selbst zu sehr unterscheidet, man also in einer wesentlich höheren Tonlage spricht als sonst ohne ersichtlichen und vorher genannten Grund (medizinische Faktoren), dann wird das Gesagte lächerlich klingen und die eigene Meinung wird nicht erst genommen. In dem Augenblick, wo man sehr laut, stark oder schnell spricht, wird das Gesagte das Gegenüber eher abschrecken. Dies führt dazu, dass das Gesagte weniger gerne und schnell aufgenommen wird. Ein Lächeln sowie eine offene (körperliche) Haltung ist an dieser Stelle empfehlenswert, da dies in Kombination mit einer freundlichen und nicht misszuverstehenden Formulierung dafür sorgen wird, dass das Gegenüber nicht in eine Art Abwehrhaltung gehen wird. Außerdem gibt es für jeglichen Inhalt, den man einer anderen Person vermitteln möchte, einen eher guten und einen eher schlechten Zeitpunkt. Dabei spielt auch das Umfeld in dem jeweiligen Augenblick sowie die Grundsituation, in der sich das Gegenüber befindet, eine wichtige Rolle. Beispielsweise bietet sich für ernsthafte Diskussionen ruhigere bzw. nicht belebte Orte an. Außerdem ist es wenig ratsam, mit jemandem ernste Gespräche zu führen, wenn jenes Gegenüber wegen einer anderen Sache sehr aufgebracht ist. Genauso kann es sein, dass jemand wegen frischer und unangenehmer Erfahrungen der jeweiligen Thematik gegenüber sehr emotional geladen ist.

Unwahrscheinlich viel zu beachten, das stimmt. Alles davon zu jeder Zeit kann man gar nicht beachten, aber es führt bereits zu sehr großen Ergebnissen, wenn man sich obige Aspekte ab und zu ins Gedächtnis ruft und sich dafür sensibilisiert.

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Plappern oder lieber die Klappe halten?

Anderen die Meinung geigen; eine Formulierung, die vermutlich jedem ein Begriff ist. Nur, wie sinnvoll ist das überhaupt? In fast jeder größeren Gruppe wird man zum einen sehr diskussionsfreudige Menschen treffen, die zu nahezu jedem Thema ihre Ansicht loswerden (wollen) und zum anderen findet man dort Menschen, die sich selbst bei Nachfrage zur eigenen Meinung zu einem speziellen Thema kaum bis gar nicht äußern. Dies kann unterschiedliche Gründe haben. Schüchternheit, ungewohnte Situation, Unwissenheit zu einem speziellem Thema, Desinteresse etc. Beide Parteien haben ihre Gründe für ihr Verhalten. Nur welches Verhalten ist jetzt besser? So was lässt sich zwar niemals pauschal beantworten, aber man kann vor dem Preisgeben der eigenen Ansicht zu einem speziellen Thema überlegen, wie sinnvoll jenes Verhalten ist. Dabei sind eine Menge Faktoren abzuwägen.

1. Wird überhaupt ein Meinungsaustausch erwünscht? Handelt es sich um einen Gedankenaustausch in einer offenen Runde oder möchte jemand einfach nur eine Geschichte erzählen und dabei nicht unterbrochen werden. Der Rahmen ist dabei entscheidend.

2. Was für Folgen wird das Äußern der eigenen Meinung vermutlich haben? Führt das Äußern der eigen Ansicht zu einem wertvollen und interessanten Gedankenaustausch oder aber ist eine Art Streitgespräch die wahrscheinliche Konsequenz?

3. Interessieren die anderen sich für das, was du diesbezüglich zu sagen hast oder für jene Thematik bzw. trägt dein Input zu einem entsprechend erwünschten Gespräch bei? Oder wird das Gespräch dadurch ins Stocken geraten?

4. Wie wichtig ist es dir selbst, dass andere deine eigene Meinung kennen? Musst du dir vielleicht bei einer bestimmten Thematik treu bleiben, indem du dich dazu äußerst oder gibt es vielleicht noch andere Möglichkeiten?

5. Hast du das nötige Wissen, um mitzureden oder aber wäre es vielleicht sinnvoller, bei der Meinung eines anderen zuerst nachzufragen/zusammenzufassen/umzuformulieren/weitere Informationen einzuholen, um dann eine vermutlich qualitativ hochwertigere und somit meist positiver aufgefasste Meinung zu äußern?

Letztlich muss es jeder für sich selbst bestimmen, jedoch gilt grundsätzlich: Wer austeilt, muss auch einstecken können. Bei Diskussionen bedeutet das, wer von anderen erwartet, dass sie offen für die eigene Ansichten sind, sollte auch offen sein für die Meinung von anderen. Der kategorische Imperativ von Kant in unprofessioneller Kurzversion.

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Toleranz ist wie Gleichgültigkeit, nur mit Beibehaltung der eigenen Meinung

Ich erlaube mir an dieser Stelle, eine gewagte Theorie aufzustellen: Je toleranter jemand ist, desto glücklicher ist jene Person im Schnitt bzw. desto glücklicher kann jene Person sein – im Gegensatz zu jenen, die es nicht sind. An dieser Stelle unterscheide ich zwischen tolerant sein und etwas tolerieren. Hierzu ein Beispiel zur Veranschaulichung. Man selbst wird auf der Straße von einem anderen Menschen an der Schulter angerempelt, wobei man daran selbst keine Schuld trägt. Egal ob man tolerant ist oder es tolerieren würde, beide Mal würde man einfach weitergehen. Der Unterschied ist im Inneren von einem Selbst. Wenn man das Anrempeln toleriert, so geht man weiter, aber es kann gut sein, dass man innerlich dabei ist, die andere Person anzubrüllen. Wenn man tolerant ist, so zumindest nach meinem Verständnis, geht man weiter, verbindet aber keine oder kaum negative Gedanken mit dem Erlebnis. Anstatt sich über die Person innerlich aufzuregen, ist einem das Anrempeln vergleichsweise gleichgültig. Man wundert sich oder fragt sich, warum es zu dem Zusammenstoß gekommen ist. Der Punkt ist, dass man das Anrempeln trotzdem nicht in Ordnung finden darf. Die Frage ist, welchen Einfluss hat das auf den Alltag. So kann ein verpasster Bus manchen Menschen den kompletten Tag zunichtemachen. Dieser Ärger bekommt üblicherweise das Umfeld mit bzw. es hat einen – üblicherweise negativen – Einfluss auf das eigene Umfeld. Was ist aber, wenn man den Bus verpasst, sich überlegt, wie man dies das nächste Mal vermeiden kann und dann die Zeit bis zum nächsten Bus anderweitig nutzt. Das passiert selten, was schade ist. Wer also toleranter ist, der spaziert mit mehr Zufriedenheit durchs Leben und wird auch von seinem Umfeld positiver aufgefasst, was das eigene Umfeld wiederum positiver gestaltet. Eine Win-Win-Situation. Die eigene Meinung verliert man dadurch nicht.

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Der Mensch ist ein Gewohnheitstier

Im Alltag ist regelmäßig die Rede von der „Macht der Gewohnheit“. Was ist damit gemeint, wieso sollte dich das interessieren und wie kann man diese „Macht“ für sich nutzen?

Viele – wenn nicht sogar der Großteil aller – Menschen haben im Alltag extrem viele Gewohnheitselemente. Schon beim Thema Essen fällt dies stark auf. Die ähnlichen Uhrzeiten zu denen man isst, die Anzahl der Mahlzeiten, was man isst, der Ort und die Art und Weise wo/wie man isst. Aber auch das Vokabular, die Arbeit, Gesten, Mimik und vieles andere gehört dazu. Nur selten und wenige fallen aus der eigenen Gewohnheit heraus und grüßen plötzlich anders, machen ab sofort immer einen Mittagsschlaf oder wechseln das Radio langfristig. Die Macht der Gewohnheit ist also eine Art „Kraft“ bzw. die Tatsache, dass Menschen wesentlich stärker dazu neigen, das, was sie bisher gemacht haben, so wie sie es bisher gemacht haben, weiter zu machen. Das Ändern des bisherigen Verhaltens und Denkens passiert kaum bzw. nur sehr langsam.

Wieso ist das gut zu wissen? Weil man sich dafür sensibilisieren kann! Man kann sein Augenmerk darauf richten und sich fragen, ob die Begründung, dass man etwas schon immer/lange so gemacht hat, ausreicht, um es weiter so zu machen. Wenn man zu sehr in eine automatische Schiene in so vielen Aspekten des Lebens verfällt, dann läuft man dabei Gefahr, bessere bzw. effizientere, spaßigere, profitablere Lösungen zu übersehen. Man kann immer im gleichen Supermarkt einkaufen gehen, weil man es so gewohnt ist, dabei kann es aber gut sein, dass einige Produkte im Supermarkt gegenüber günstiger oder frischer sind.

Es gibt jedoch auch die gegensätzliche Richtung, wie man die Macht der Gewohnheit nutzen kann. Wenn man etwas nicht gerne mag oder nicht kann, kann man dies leicht im Alltag einbauen und nach einiger Zeit wird es oftmals nicht mehr so schlimm sein oder gar leichter fallen. Natürlich hat diese „Methode“ Limits, aber die sind höher, als einige denken. Gute Einsatzgebiete hierfür sind Sport, Freizeitbeschäftigungen und Essen. Aber auch das Denken und Verhalten gegenüber anderen lässt sich damit gut kombinieren, auch wenn dies schwieriger ist, weil es mehr Aufmerksamkeit benötigt.