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#243 Die Leere in uns bekämpfen

Manchmal schauen wir in uns hinein und da ist einfach rein gar nichts. Kein Gefühl, kein Ziel und kein Bestreben, für das es sich zu kämpfen lohnt. Das ist okay! Gefühle kommen und gehen und ab und zu geht eines, ohne dass ein neues kommt!

Diese Leere kann einem ganz schön Angst machen. Denn wir alle wollen fühlen. Gefühle geben uns das Empfinden am Leben zu sein. Denn Menschen definieren sich über sie. Aber Gefühle bedeuten auch mal schwach zu sein oder sich unsicher zu fühlen. Diese Emotionen sind von vielen Menschen verhasst. Daraus folgt, dass wir unsere Gefühle aus unserem Leben verdrängen. Nicht unbedingt mit Absicht, sondern eher automatisch. Denn um funktionieren zu können, müssen wir uns von aller Ablenkung freischaufeln. Unsere Gesellschaft verlangt praktisch als höchstes Gut von uns zu funktionieren. Gleichzeitig heißt das aber nicht, dass wir die Gefühle nicht wollen. Eigentlich wollen wir sie um jeden Preis. Doch wir wollen sie einfach und unkompliziert. Wir wollen fühlen und trotzdem funktionieren.

Wie soll das funktionieren? Fühlen und funktionieren? Die Leere überwinden? Nun, es gibt nur zwei Möglichkeiten. Jedenfalls kenne ich persönlich nur zwei. Die eine besteht darin, dass man Gefühle nur sporadisch zulässt. Nur in den Situationen, in denen man sich sicher fühlt. In Situationen, in denen wir funktionieren müssen, lassen wir unsere Gefühle außen vor und werden zu Robotern. Mich macht diese Lösung jedoch keineswegs glücklich. Denn wer lernt, seine Gefühle auszuschalten, der erlangt eine äußerst ungute Macht über seine Gefühle. Er neigt dazu, zu viel zu verdrängen und baut sein Kartenhaus auf dem Sand. Denn echte Stärke und Authentizität sieht anders aus.

Also schlage ich dir Möglichkeit Nummer zwei vor. Nimm jedes einzelne Gefühl wahr, wie es eben ist und wann auch immer es kommt. Lebe es, lass es dich mitreißen und lass dir ruhig auch mal Schwäche oder Unsicherheit anmerken. Das macht dich menschlich. Und du bist ein Mensch! Also verhalte dich auch so! Wenn du den Gefühlen zeigst, dass sie willkommen sind, wenn dein Bauch und dein Herz nicht mehr jedes aufkommende Gefühl mit Härte bekämpfen, dann bist du auch für die schönen Gefühle bereit. Das Leben geht auf und ab. Ein altbekanntes Sprichwort besagt, dass nur nach einem ab ein auf kommen kann. Genauso ist es mit unseren Gefühlen. Nur durch die komplette Gefühlsbandbreite hast du die Chance auf vollkommenes Glück!

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#242 Der Reiseführerschein – dazu sollte jeder verpflichtet werden!

Respekt auf Reisen für Natur & Umwelt! Eigentlich selbstverständlich! Oder etwa nicht? Viele Antierlebnisse auf unseren eigenen Reisen haben uns oft schmerzhaft die Augen geöffnet. Regeln und ethischen Normen sind für viele Menschen nichts, was es einzuhalten gilt. Das macht uns häufig wütend oder auch einfach traurig und angsterfüllt. Angst verspüren wir nämlich um unseren wunderbaren Planeten, die verletzliche Natur und die Einheimischen, die ein solch respektloses Verhalten nicht verdient haben.

Beispiele zu nennen, gäbe es unzählige. Doch wir belassen es bei den Basics. Es geht uns um ignorierte Warnschilder, Leute, die unbedacht Felder zertrampeln oder sich querfeldein durch den Regenwald schlagen unbeachtet aller ausgewiesenen Wege. Außerdem beobachten wir häufig rüpelhaftes Verhalten gegenüber der Bewohner unserer Reiseländer und die Mentalität des „Ich bin der King, also darf ich mir alles erlauben“-Urlaubers!

Warum also unterziehen wir uns jahrelanger Ausbildungswege, um einen Beruf zu lernen, dürfen aber beispielsweise einfach mal so drauflos reisen? Äquivalent dazu, dass man Vernunft, adäquate Kompetenzen und spezieller Fähigkeiten sowie Fertigkeiten für sein berufliches Leben benötigt, braucht man auch ein auserwähltes für das vernünftige und faire Reisen. Leute ohne jegliches Wissen um ein angemessenes Betragen außerhalb der eignen vier Wände dürften nicht mehr so mir nichts dir nichts auf unsere Welt losgelassen werden. Damit ist natürlich nicht gemeint, dass ihnen das Reisen verboten werden sollte. Das steht nun mal auch gar nicht zur Debatte. Doch so eine kleine Einführung oder Unterweisen bezüglich Respekt und Toleranz würde unsere Welt ein Stückchen erhellen. Nein, das Hotelpersonal sind keine Unmenschen, die man nach Bedarf herunterputzen darf, nur weil ein winziges Staubkörnchen im Badezimmer von der Decke gerieselt ist. Wenn dein Essen im Restaurant nicht schmeckt, kannst du das auch freundlich sagen!

Die Regeln sind doch so einfach! Freundlichkeit, Ebenbürtigkeit, Offenherzigkeit, Hilfsbereitschaft und Ehrlichkeit. Damit könnten wir doch alle mal gemeinsam beginnen!

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#241 Gedankenreisen

Nah oder fern! Du darfst wählen! Deine Gedankenreise gehört nur dir! Wer sich oft nach fremden Ländern und spannenden Abenteuern sehnt, der kennt diese Art des Reisens gut. Während dein Körper im Hier und Jetzt verweilt, springt deine Seele, dein Kopf oder wie auch immer du es nennen magst an einen Ort, der manchmal Tausende Meilen von dir entfernt liegt.

Ich sitze hier und schreibe diesen Text, aber vor meinem inneren Auge sehe ich nicht meinen Laptop, sondern das rauschende Meer und meterhohe Palmen. Ich spüre erhitzten Sand zwischen den Zehen und aus dem nahen Strandlokal klingen leise die Schläge eines Pianospielers zu mir herüber. Endlich kann ich ausatmen und mir den Moment der Ruhe gönnen, den ich so sehr gebraucht habe. Tja, schön wär’s! Denn schon bin ich wieder zurück in der Realität, der Regen prasselt unerbittlich an die Scheibe und die einzige Hitze, die ich spüre, kommt vom Ladekabel meines Notebooks, das dabei ist heißzulaufen.

Zwar sind meiner Fantasie oft keine Grenzen gesetzt, doch zwischen Realität und Vorstellung zu unterscheiden ist ein Talent, das ich nun mal auch besitze. Wie schön wäre es manchmal einfach meine Rationalität abschalten zu können und mich der Vorstellung einer Traumreise vollständig hinzugeben. Wenn der Alltag mal wieder zu Grau wird und man sich wiederholt nach Abwechslung in Form von Stranderholung sehnt, wäre diese gedankenhafte Beam-Fähigkeit genau das, was ich brauchen würde!

Was mir und meiner Sehnsucht nach dem Reisen am meisten Abhilfe schafft sind meine zahlreichen Reisefotos. Wenn der Leidensdruck mal wieder überhandnimmt, verkrieche ich mich stundenlang in den farbenfrohen Erinnerungen an einzigartige vergangene Tage. Sooft ich die Fotos auch angucke, mir wird dabei seltenst langweilig. Es gibt immer etwas Neues zu entdecken und zu bestaunen.

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#240 Der Weg der Reise

Eine Reise ist nicht immer nur eine Reise. Reisen fordert uns heraus und leitet uns an, einen Fuß nach den anderen zu setzen. Vor einer Reise verspüre ich oft eine tiefe Unruhe oder Nervosität. Denn ich muss mich dazu überwinden, mich ins Unbekannte zu stürzen, wo mich keine altbekannten Netze auffangen oder mir Sicherheit geben. Wenn ich dann jedoch endlich im Flugzeug sitze, im Auto oder im Zug, spüre ich so richtig, wie sich der Frieden über mir ausbreitet und das Loslassen beginnt. Der bedeutendste Schritt ist nun getan. Alles, was nun auf mich zukommt, liegt in den Händen der Zukunft.

Auch die Reise selbst ist ein steinerner Pfad. Ein fremdes Land bringt dich zu so vielen ungewohnten Situationen und Erfahrungen, dass du regelmäßig deine festgefahrenen Grenzen verschiebst und Vorhänge fallen lässt. Du lebst freier, ungezwungener und authentischer. Vorurteile verblassen und Ängste entpuppen sich als übertrieben. Jedenfalls ist das der Idealfall. Wenn eine Reise glückt, sind das die Einsichten, die ich für mich mitnehme. Nur wer bereit ist, sich selbst zu überwinden und einen Schritt weiterzugehen, hat das Herz offen genug für überdachte Ansichten und nötige Veränderungen. Bleiben wir immer fest, dann verschwenden wir eine Menge Energie damit, an dem festzuhalten, was längst der Vergangenheit angehört. Viele Hindernisse einer Reise bringen mich genau an solche Punkte, an denen ich mich entscheiden muss: Festhalten oder loslassen? Bleibe ich taub oder springe ich? Ich trage eine Menge Ängste mit mir herum, doch die Zeit vergeht. Deshalb bleibt mir nichts anders übrig, als auch die Ängste vergehen zu lassen.

Und schließlich steht noch etwas Letztes an. Das Zurückkehren. Wer reist, genießt häufiger auch das Glück, nach Hause kommen zu dürfen. Erst wenn man wieder dort ist, wo man seine Wurzeln hat, merkt man die Veränderungen, die sich in einem abgespielt haben, am deutlichsten. Nur im Auge des Altbekannten ist das Neugewonnene in der Lage, sich in seiner vollen Pracht zu entfalten.

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#239 Etwas Besonderes vornehmen

Glück sind die kleinen Dinge! Schon, oder? Aber definitiv nicht nur! Glück liegt natürlich auch im Großen und Besonderen! Da gibt es sogar besonderes Glückspotential. Das Besondere kommt aber nicht immer von selbst von dir. Du musst es dir selbst schaffen. An besonderen Tagen ist das nicht wirklich schwer. Geburtstage, Jahrestage oder Feiertage tragen das Besondere schließlich in sich. In deinem Everydaylife sieht das aber schon ganz andres aus: Die Oasen des Glücks kannst nur du höchstpersönlich in deinen Alltag hineinrufen.

Wie also kommst du an einem ganz gewöhnlichen Tag zu einem besonderen Gefühl? Ganz einfach: Nimm dir etwas Besonderes vor! Mach etwas, was du schon immer mal tun wolltest und wovon du denkst, dass es dich glücklich machen wird. Etwas, was du normalerweise nicht einfach so tun würdest. Doch alles, was du niemals einfach so tun würdest, solltest du auf der Stelle tun. Genau jetzt! Okay, wahrscheinlich wird alles auf einmal zu viel und zu chaotisch, aber schiebe deine Wünsche bitte nicht auf die lange Bank! Denn wer weiß, wie dein Morgen aussehen wird? Du lebst heute und deshalb sollten deine Träume ebenfalls heute leben. Dazu bist du gefragt! Stürm da raus und hau dein Leben um. Mit deiner Besonderheit!

Wieso kannst du nicht an einem Dienstag ins Kino gehen? Wiese sollte man nicht über das Wochenende ans Meer fahren? Warum nicht am Mittwochmorgen im See schwimmen gehen? Warum kann an einem Donnerstag keine laute Musik gehört werden? Warum ist ein Freitag nicht zum Träumen da? Jeder Tag ist deiner! Verwandle deine Tage in deine Art des Besonderen! Du wirst garantiert glücklicher, als du es bist, wenn du das Glück nur in der Ferne vorbeiziehen siehst. Hör auf zu warten, dass es sich bei dir niederlässt. Zwinge es lieber dazu, an deinem Leben teilzuhaben. Der Schmied deines Glücks bist nur du! Also triff Entscheidungen, die für dich Glück bedeuten! Und glaub mir, wenn du nach ihnen suchst, wirst du immer Gründe finden, die dagegen sprechen! Versprochen! Aber weißt du was: Die wenigsten Gründe machen das Glück unmöglich! Sie fordern das Glück, möglicherweise auf verzweigte Wege zu gehen, aber sie stehlen es nicht! Öffne dem Glück die Tür in dein Leben, indem du ihm den Weg zeigst!

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#238 Bist du angekommen?

Ich fürchte, bisher habe ich ihn noch nicht gefunden. Den Ort, an dem ich angekommen bin. Jedenfalls noch nicht in einem Maß, dass ich sagen würde, dort möchte ich für immer bleiben. Es gibt viele Orte, Städte, Inseln und Länder, die tief in meinem Herzen einen Platz haben. Einige davon werden diesen Platz vermutlich mein Leben lang behalten. Doch trotzdem sind meine Reisen bisher eher Pfade, denen ich folge, um weiterzugehen, als um anzukommen. Noch bin ich hibbelig und voller Neugierde.

Früher dachte ich immer, dass man sich irgendwo niederlässt und dort für immer glücklich sein wird. Durch diese normierte Idealvorstellung ist mir meine Reiselust gefunkt. Zuweilen wünschte ich mir, dass ich mich davon wieder befreien könnte. Es erscheint so einfach nicht mehr streben oder suchen zu müssen und einfach an dem Ort, an welchem man sich befindet, das Glück zu finden.

Auch wenn mich viele Orte sehr glücklich machen, meldet sich häufig in mir das Gefühl, dass das noch nicht alles gewesen sein kann. Meine Seele sucht ständig nach dem einen Ort. Dieser Ort, der das Heimatgefühl mit dem perfekten Traum der Idylle verbindet!

So wie mein Heimatland für immer Deutschland bleiben wird, ist auch die Stadt, in der ich geboren wurde, für mich auf ewig der Ort, der Zuhause im eigentlichen Sinne bedeutet. Das kann und wird sich niemals ändern. Im Angesicht dieses Ortes erblicke ich meine Veränderungen und erkenne auch das, was immer gleich bleibt. Dieses Zuhause erweitere ich mit der Zeit um weitere Herzensorte. Es ist ein schöner Gedanke, mehrere Zuhause rund um die Welt zu haben. Wenn ich eines davon verlasse, dann um in einem anderen anzukommen. Ein paar solcher Zuhause habe ich bereits gefunden.

Wie ist das für dich? Hast du ein Zuhause fernab von deinem Zuhause? Willst du dein Leben lang dort wohnen, wo du aufgewachsen bist oder zieht es dich fort? Mit welchen Wünschen begegnest du deiner Zukunft? Es gibt in diesen Fragen kein richtig und kein falsch! Hat es nie und wird es nie!

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#237 Feier die kleinen Momente

Wie oft heißt es, wir sollen die kleinen Momente feiern! Jeder Moment ist ein Moment, der zählt. Und deswegen müssen wir auch jeden einzelnen Moment genießen. Das ist aber gar nicht immer so einfach! Oder siehst du das anders?

Let’s go and get our life right! Das sollten wir uns alle jeden Morgen auf ein Neues sagen! Doch die kleinen Widrigkeiten des Lebens machen genau das so schwer. Wir straucheln, brechen manchmal ein und kämpfen und mühevoll wieder nach oben. Wir sehen das Licht weit am Ende des Tunnels. Häufig bleiben unsere Augen an diesem Licht haften. Umso dunkler es um uns herum ist, desto mehr fokussieren wir dieses Licht. Doch mal ehrlich gesprochen: Wer weiß schon, was dieses Licht wirklich für uns bereit hält? Und wie lange es dauern wird, bis wir dort ankommen? Das kann dir keiner sagen. Was ich dir aber sagen kann: Je fester und länger du ins Licht schaust, desto mehr verlierst du die Sehkraft für die kleinen, feinen Lichtscheine um dich herum. Jeder Tunnel hat dünnere Stellen und möglicherweise Türen, durch die winzige Lichtfunkeln ins Dunkle dringen. Diese dünnen Lichtstrahlen sind schwer zu sehen oder sogar fast unmöglich, wenn du nicht auf sie achtest. Dieses Licht kann nur für dich scheinen, wenn du ihm eine Chance gibst.

Wollen wir diese Metapher einmal auf dein Leben übertragen: Wir alle haben klare Ziele, Träume und Vorstellungen vor Augen! Meistens halten uns diese über Wasser, wenn alles um uns herum droht im Chaos zu versinken. Häufig sind wir so sehr damit beschäftigt, uns an unseren Wünschen festzuhalten, dass wir nicht mehr im Hier und Jetzt leben. Wir träumen immer nur von besseren Tagen, ohne zu wissen, wann sie kommen werden und wie genau sie aussehen. Dabei übersehen wir die kleinen Dinge in unserem Leben, die uns glücklich machen könnten. Das Leben spielt sich im hier und jetzt ab. Nicht in unseren Träumen oder in unserer Zukunft. Fast jeder Tag trägt auch einen schönen Moment in sich. Manchmal ist es unmöglich, ihn zu sehen, doch meistens muss dazu nur mit offenen Augen durch das Leben gehen!

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#236 Deutschlandreisen – Nichts für mich?

Diese verrückten Weltentdecker der modernen Reisegeneration. Die waren schon in Bangkok, Dubai und Amerika! Doch von ihrem Heimatland haben sie noch so gut wie nichts gesehen! Eine Schande! Diese und ähnliche Schmähreden hört man als Fernreisender bei mancher Gelegenheit. Was jedoch soll man darauf erwidern, außer: Ja, so ist es eben! Na und? So sehe zumindest ich das!

Gut, mein Interesse an Deutschland hält sich bisher eben in Grenzen. Mich zieht es weit weg! Ich möchte Orte sehen, die mir völlig fremd sind und mir die Welt zeigen, wie ich sie nicht kenne! Du willst mir wohl kaum erzählen, dass eine Reise nach Berlin oder Nürnberg die gleiche Wirkung zeigt. Das zu behaupten wäre absolute Heuchelei! All diejenigen, die immer so darauf pochen, dass Deutschland auch schön ist und es auch wert ist, erkundet zu werden, haben damit ja trotzdem überhaupt nicht unrecht. Ich mag Deutschland auch. Ich fahre gerne nach Hamburg, ich liebe es, durch Bamberg zu schlendern und war schon in den unterschiedlichsten deutschen Mittelgebirgsregionen wandern. Auch wenn es um meine Skiurlaube geht, kann ich mit Deutschland problemlos vorliebnehmen. Insofern genügend Schnee liegt. Nur ersetzt das alles eben nicht meine Sehnsucht nach fernen Ländern. Also hört bitte alle auf, mit dem mahnenden Zeigefinger zu sprechen. Wer eben lieber weiter wegreist, der soll das auch bitte tun dürfen! Ohne schlechtes Gewissen! Auf unseren ökologischen Fußabdruck achten sollten wir alle. Doch das nur auf Fernreisen zu beziehen ist etwas zu weit hergeholt. Außerdem kann man auch auf ökologischere Art und Weise in die Ferne ziehen. Mit einer Menge Zeit und öffentlichen Verkehrsmitteln gelangt man heutzutage auch schon überallhin, wo man will! Dass nicht jeder diese Zeit hat, sollte wohl klar sein! Wer jedoch die Möglichkeiten hat, der kann ja einfach mal darüber nachdenken!

Ich selber bin noch lange nicht soweit, dass mir eine Reise in den bayrischen Wald ausreicht. Mein Fernweh zieht mich ganz woanders hin! Das ist aber keine Absage an die Schönheit meiner Heimat, sondern eine Zusage an meinen Planeten.

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#235 Unfreundlichkeit – Eine Krankheit der Gesellschaft

Viel zu oft begegnet man im Alltag unfreundlichen Menschen. Gesten der Ungeduld sind keine Seltenheit. Chefs lassen ihren Unmut an Mitarbeitern aus, warten zu müssen bringt die schlechtesten Seiten des Menschen hervor und sowieso wird jeder verurteilt, der uns gerade nicht in den Kram passen. Wo immer Menschen aufeinandertreffen, ist ein böser Gedanke oder ein böses Wort nicht allzu fern.

Warum behandeln wir unsere Mitmenschen nicht einfach als das, was sie sind: eben MIT-MENSCHEN. Menschen, die einfach nur Menschen sind und mit dir gemeinsam existieren. Lass sie existieren. Lass sie sie selbst sein und gib ihnen dabei das Gefühl, dass du an ihrer Seite bist. Dazu müsst ihr euch weder kennen noch mögen. Doch wenn wir uns diese Welt teilen, dann sollten wir einfach Seite an Seite stehen. Unfreundlichkeiten verhindern das und geben uns allen das Gefühl, Einzelkämpfer zu sein!

Wo fängt Unfreundlichkeit an? Es kann ein verurteilender Blick sein, eine unterlassene Hilfeleistung, böses Getuschel hinten rum, eine vernichtende Beschimpfung oder einfach nur ein mieser Gedanke! Menschen merken schnell, wie jemand zu ihnen eingestellt ist.

Warum ist Unfreundlichkeit überhaupt so ein großer Teil in unserer Realität geworden? Waren Menschen schon immer so ungehobelt im Umgang miteinander? Ich fürchte ja! Früher liefen die meisten Fehden nur auf versteckteren Wegen ab. Heute ist unsere Gesellschaft in jeder Hinsicht offener. Man muss sich weniger zurückhalten. Das bedeutet aber auch, dass Unfreundlichkeiten immer stärker an die Oberfläche treten. Darüber muss man sich dennoch wundern! Wenn wir offener und authentischer werden, dann sollte das der Unfreundlichkeit eigentlich den Wind aus den Segeln nehmen! Unfreundlichkeiten tarnen oft unsere echten Gefühle! Wer verletzt ist, Sorgen hat oder einfach nur im Stress ist, der neigt oft dazu, das unter unfreundlichem Gehabe zu tarnen. Warum wandeln wir Unfreundlichkeit nicht stattdessen in Ehrlichkeit um? Statt den Kassierer anzublaffen, warum alles solange dauert, wäre es doch auch eine Möglichkeit, einfach das zu sagen, was wirklich dahintersteckt: Zum Beispiel könnte man dem Supermarktmitarbeiter oder dem Menschen hinter einem an der Kasse einfach mal erzählen, wie beschissen der Tag bisher gelaufen ist! Ein unvorstellbarer Gedanke! Aber was hätten wir eigentlich zu verlieren? Wäre die Chance, dass wir etwas gewinnen, nicht viel größer? Wir bekommen neue Ansichten zu unserem Problem, geraten in Austausch mit anderen Leuten und werden möglicherweise sogar aufgebaut!

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#234 Die traumhaften Azoren

Wer hat schon mal etwas von den Azoren gehört? Ich hoffe doch die meisten von euch. Aber ich muss ehrlich zugeben, dass ich selber nicht genau wusste, was es mit dieser unbekannten Inselgruppe so wirklich auf sich hat.

Erst nachdem ich vor ein paar Jahren auf der Suche nach einem besonderen Reiseziel fernab der typischen Pfade war, sind die Azoren auf mein Radar geraten. Etwas Googlearbeit reichte aus, um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen. Die Azoren sind eine neunköpfige Inselgruppe, die inmitten des Atlantiks zu Hause ist. Bist du also mit dem Flugzeug auf dem Weg nach Amerika und wagst auf der Mitte der Strecke einen klitzekleinen Fallschirmsprung, landest du mit etwas Glück nicht im Wasser, sondern auf festem Land.

Die Inselkette gehört zu Portugal und bietet rund 250.000 Bewohnern ein Zuhause. Im letzten Jahrzehnt sind die hübschen Flecken im Ozean auch für den Tourismus immer interessanter geworden. Das ist auch keineswegs verwunderlich. Alle Inseln sind vulkanischen Ursprungs und voller Naturwunder. Dich erwarten verwunschene Kraterseen, meterhohe Wasserfälle und einsiedlerhafte Idylle.

Wie und wann bereist du die Azoren am besten? Nun, die Azoren eignen sich fast ganzjährig für einen Besuch. Dank der gemäßigten Klimazone ist es fast immer durchschnittlich warm. Nur die Regenwahrscheinlichkeit nimmt in den Sommermonaten ab. Dafür nimmt aber die Touristenwahrscheinlichkeit zwischen Juli und September erschreckend zu. Wer die Inseln also lieber für sich haben möchte, der weicht am besten auf Mai oder Juni aus.

Anreisen musst du mit dem Flugzeug, aber zwischen den Inseln hast du die Wahl. Es verkehren sowohl Flugzeuge als auch Fähren – zumindest im Sommer. Im Winterhalbjahr fahren die Fähren nur die Inseln des Dreiecks an. Das sind Pico, Faial und São Jorge. Eine Azorenreise will also gut geplant sein. Doch jede Mühe lohnt sich!