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Reisen

#25 Wüstenerfahrungen

Unsere Marokko-Wüstentour war wahrhaftig eine besondere Erfahrung. Zuvor war ich noch niemals in der Wüste gewesen und als es endlich soweit war, konnte ich es kaum erwarten. Endlose Sandberge, der goldene Sonnenuntergang in der Wüste und dazwischen all die schnuckeligen Vierbeiner, welche sich Dromedare nennen. Besser könnte es doch gar nicht laufen.

Von Spanien aus waren wir per Fähre inklusive eigenes Auto nach Marokko gelangt. So kam auch ziemlich schnell der Gedanke auf: Hey, wie cool wäre es bitte mit dem lieben Honda direkt bis zu den Dünen zu fahren. Um mal ehrlich zu sein, war unsere Reisegemeinschaft an diesem Punkt äußerst gespalten. Der eine fand die Idee einfach nur klasse und die andere stand der Sache von Beginn an skeptisch gegenüber. Mister „Wir schaffen das schon“ lies diese Vorstellung bis knapp vor dem Tor der Wüste nicht los. Als wir uns schließlich jedoch in Zagora mit den freundlichen Anwohnern unterhielten, wurde bald klar für die letzten Kilometer zu den großen Dünen von Erg Chegaga werden wir um einen Four-Wheel-Drive inklusive Guide nicht herum kommen. Weder wollten wir nämlich in der Wüste verloren gehen oder mit unserem schmucken Kleinwagen im Sand stecken bleiben. Beides hätte ohne erfahrenen Touri-Führer und den geeigneten Wagen eine neunzigprozentige Eintrittswahrscheinlichkeit gehabt.

Also zahlten wir ein paar Euro – in dem Fall Dirham – mehr als geplant, packten unsere Siebensachen und freuten uns auf einen Tag sowie eine Nacht in der Wüste. Nachdem wir die Straße verlassen hatten und der letzte Ort hinter uns lag, ging das Abenteuer los. Wir preschten über den Sand, ruckelten durch kleine Täler und besuchten eine grüne Oase. Das wirkliche Highlight und die Wüste, die ich mir immer erträumt hatte, erwartete uns aber erst da, wo wir übernachten sollten. An den gigantischen Dünen von Erg Chegaga. Vor der sinkenden Sonne lagen sie da wie ein wahr gewordener Traum und an den ausgiebigen Spaziergang in den letzten Sonnenstrahlen des Tages erinnern mich Abertausende Bilder. Die Wüste hat mich fasziniert mit ihrer Weite, ihrer einzigartigen Stille und dem unfassbaren, unvergleichlichen Ambiente.