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#352 Wenn Tanz dem Lied eine neue Bedeutung verleiht

Fast jeder kennt es: Man hat ein Lieblingslied, das man viel zu oft hört und es sich dabei jedes Mal toll anfühlt, doch irgendwann hat man es einmal zu oft gehört und es verliert die Bedeutung. Ab diesem Zeitpunkt beginnt man es in der Playlist zu überspringen, bis man es schließlich komplett aus der Playlist entfernt. Meist kann nur Zeit das Lied wieder aufwerten, doch es gibt noch andere Möglichkeiten, einen neuen Bezug zu Liedern herzustellen.

Wenn man eine Choreografie auf einen Song erstellt und diesen auf einzelne Lyrics des Songs bezieht, schafft dies eine neue emotionale Bindung zum Lied und schon will man es wieder hören. Auch Lieder, die man noch nie mochte, können durch Choreografien plötzlich Bedeutung erhalten und sogar das neue Lieblingslied werden. Ein einzelner Satz im Lied, der vorher vielleicht untergegangen ist, kann plötzlich zur Grundlage eines Gefühls werden, das mit dem Tanz ausgedrückt werden soll und die Stimmung des ganzen Liedes beeinflussen, selbst wenn man nur etwas mit diesem Satz und nicht mit dem Rest des Liedes anfangen kann.

Folglich kannst man jedes beliebige Lied für eine Choreografie auswählen – der Tanz dazu wird es besonders machen und selbst wenn es dadurch nicht das neue Lieblingslied wird, wird man trotzdem ein Gefühl mit dem Lied verbinden.

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#351 Improvisation – die Musik fühlen

Wie schwer kann es schon sein, einfach drauf los zu tanzen? Tatsächlich ist dieser Gedanke nicht ganz falsch – im Grunde ist es überhaupt nicht schwer. Doch wenn man einen improvisierten Tanz auf hohem technischen und tänzerischen Niveau aufs Parkett legen will, wird das ganze schon schwieriger. Besonders wenn der Tänzer das Lied nicht kennt, ist es eine Herausforderung, sich dem Rhythmus und Besonderheiten wie Abweichungen vom Rhythmus anzupassen. Woher kann man schon wissen, welche Bewegung als nächstes passend wäre? Wenn man sich nicht richtig leiten lassen kann, dann sieht der Tanz schnell unbeholfen und der Tänzer verwirrt aus.

Diese Hürde scheint unüberwindbar und das ist sie auch fast – dennoch sind beispielsweise die meisten Popsongs ähnlich aufgebaut. Die Strophen sind ruhig, in der Bridge wird meist das Tempo etc. gesteigert und der meist schnelle Refrain wiederholt sich mehrmals. Hat man den Refrain einmal gehört, kennt man also schon das halbe Lied. Wenn man sich nur auf die Musik konzentriert und sich und seine Bewegungen von dieser leiten lässt, kann man die folgenden Abschnitte in der Musik auch oft erahnen. Außerdem wird die Improvisation umso besser, umso mehr man sich auf die Musik einlässt. Bei Musik, die man schon kennt, kann man sich komplett fallen und von dieser leiten lassen. So entstehen atemberaubende Tänze!

Improvisation wird oft als Übung im Tanzunterricht genutzt, um das Gespür für die Musik und den eigenen Körper zu fördern. Die Musik ist dabei immer die leitende Kraft, auf die man sich immer verlassen kann und die den Tänzer durch die Improvisation leitet. Zum Tanzen lernen gehört auch immer das Improvisieren. Wer sich auf die Musik einlässt, kann großartige Ergebnisse erzielen.

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#349 Warum jeder tanzen kann

Tanzen ist eine hoch anspruchsvolle Sportart, bei welcher äußerst streng auf Kleinigkeiten geachtet werden kann. Bei Wettbewerben können schon kleine Fehler zum Aus führen und selbst eine perfekt ausgeführte Choreografie ist keine Garantie zu gewinnen. Aber neben der perfektionistischen Form des Tanzens, die man in Tanzschulen erlernt und in die man Zeit und Schweiß investiert, um besser zu werden, gibt es auch die freien Formen des Tanzens.

Ein Beispiel dafür ist das einfache Tanzen in einem Klub. Da reicht es schon ein bisschen, die Hüften zu bewegen und nicht ganz aus dem Takt zu kommen. Oft hört man zwar ein „Ich kann überhaupt nicht tanzen“ oder „Ich will nur tanzen, wenn ich getrunken habe“ aber dies hängt vom Selbstbewusstsein ab und nicht von den tänzerischen Fähigkeiten. Ein „Ich kann nicht Tanzen“ ist in den meisten Fällen ein „Ich traue mich nicht, aber will es natürlich nicht zugeben“. Jeder kann tanzen! Hierbei ist natürlich zwischen guten und weniger guten Tänzern zu unterscheiden, jedoch beherrscht jeder ein paar Grundlagen.

Auch Grundschritte der Standardtänze wie der langsame Walzer können von jedem Einzelnen auf die Schnelle erlernt werden. Das gleiche gilt für simple Volkstänze, die oft spaßeshalber auf Festen beigebracht werden. Bevor man bei so einer Gelegenheit nicht mitmacht und sich gelangweilt an den Rand stellt und zuschaut, sollte man bedenken: Auch wenn man sich nicht zum Tanzen geboren fühlt und glaubt, zwei linke Füße zu haben, sind einfache Tanzformen dennoch für jeden zugänglich. So etwas wie „Ich kann nicht tanzen“ gibt es nicht.

Um sich selbst davon zu überzeugen, kann man einfach mal zu Hause im eigenen Wohnzimmer das persönliche Lieblingslied voll aufdrehen und sich etwas dazu bewegen. Wenn man sich leicht beobachtet oder verurteilt fühlt, klappt das am Besten, wenn niemand zu Hause ist. Man merkt schnell, dass dies beinahe wie von selbst geht und außerdem guttut.

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#347 Warum Dehnbarkeit nicht über tänzerische Fähigkeiten entscheidet

Akrobatische Tanzaufführungen, bei denen der Tänzer in den Spagat springt oder ein Bein gekonnt zur Decke wirft, sind immer sehr beeindruckend und schön anzusehen. Um in der Lage zusein, diese Tricks auszuführen, ist viel Training nötig, das meist schon von klein an begonnen wird. Auch Späteinsteiger haben noch die Möglichkeit, dehnbar zu werden, doch umso später man beginnt, umso schwieriger und aufwendiger ist es, solche Tricks zu lernen. Da stellt sich die Frage: Kann man auch ohne Dehnbarkeit ein guter Tänzer werden?

Tänze, welche Dehnbarkeit erfordern, sind sicherlich atemberaubend und gehören zu den Choreografien, die sich auf einem der höchsten Schwierigkeitslevel befinden. Dennoch kann man sich auch auf andere Arten von Choreografien konzentrieren und in diesem Bereich ein ausgezeichneter Tänzer werden, weiche Bewegungen vollführen und ein großartiges Taktgefühl werden. Ein guter oder sogar großartiger Tänzer zu sein muss nicht heißen, alle Tanzrichtungen zu beherrschen, sondern man muss seine Fähigkeiten im gewählten Gebiet perfektionieren.

Ein Beispiel für Tänze, die keine Dehnbarkeit zur Perfektion erfordern, sind die Standardtänze. Ein Tanzpaar kann schon jahrelang Tanzkurse besuchen, geradezu über das Parkett fliegen und viele Wettbewerbe gewinnen, ohne akrobatisch talentiert zu sein. Selbst eine Jazzchoreografie kann wunderschön aussehen, ohne Bewegungen einzubauen für die Dehnbarkeit von Nöten wäre, solange die restlichen Bewegungen gut ausgeführt werden.

Im Endeffekt geht es beim Tanzen nicht darum, schwierige Übungen zu beherrschen, sondern darum, dass man Musik und Bewegungen aufeinander abstimmen und im Takt bleiben kann. Flüssige und schön ausgeführte Bewegungen sind wichtiger als der Spagat. Häufig sieht der Zuschauer auch lieber Tänze, die ihn berühren, als Tänze, die einen hohen Schwierigkeitsgrad haben. Im Endeffekt gilt es nur, das, was man kann, gut in Szene zu setzen.

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#346 Modern Dance und klassischer Tanz im Vergleich

Inwiefern weicht Modern Dance vom klassischen Tanz ab? Ist Modern Dance leichter? Wo liegen die genauen Unterschiede und Gemeinsamkeiten? Diese Fragen stellt man sich wohl besonders, wenn man mit dem Tanzen beginnen möchte, sich aber nicht für eine Richtung entscheiden kann.

Von klassischem Tanz bzw. vom Ballett träumen Kinder oft schon von jungen Jahren an. Nicht selten heißt es: „Mama, wenn ich groß bin, werde ich Ballerina!“ Leichter gesagt als getan, doch Ballett ist schon immer eine sehr bewundernswerte Tanzform, da sie komplizierte Kombinationen, Sprünge und mehrfache Pirouetten beinhaltet. Ballett fordert den Körper und bringt ihn an seine Grenzen. Das Ergebnis ist aber meist sehr schön anzusehen. Gerne werden Geschichten wie „Der Nussknacker“ auf der Bühne aufgeführt. Klassischer Tanz ist im Allgemeinen etwas anspruchsvoller für den Körper und für das große Publikum bestimmt. Deshalb ist Ballett auch nichts für Menschen, die nicht gerne im Rampenlicht stehen, da dieser Stil – Ausnahmen bestätigen die Regel – meist für größere Aufführungen gedacht ist.

Ein kleines bisschen ruhiger geht es beim Modern Dance zu. Tänze wie diese sind nicht nur für die Bühne gedacht, obwohl dies aber auch keinesfalls auszuschließen ist. Anzunehmen, dass Modern Dance keine große Herausforderung ist, wäre ein Fehler. Wahr ist aber, dass man dabei weniger an körperliche Grenzen stößt als beim Ballett und weniger Sprünge etc. beherrschen muss. Für Späteinsteiger ist beispielsweise Modern Dance leichter zu lernen, ganz besonders weil einige Elemente des Balletts schob im frühen Kindesalter gelernt werden müssen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass beide Stile anspruchsvoll sind, doch bis zum erfolgreichen Balletttänzer etwas mehr Hürden zu überwinden sind, während man Modern Dance auch noch als Späteinsteiger lernen kann.

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#345 Aufwärmen ist das A und O

Tanzen ist eine Sportart, welche sehr viele plötzliche Richtungswechsel und unterschiedliche Bewegungshandlungen beinhaltet. Des Weiteren treten durch Sprünge und Überdehnungen punktuelle Spitzenbelastungen auf beinahe alle Gelenke auf. Um den aktiven und passiven Bewegungsapparat bestmöglich vor Verschleiß zu schützen, sollte man niemals auf das gründliche Aufwärmen verzichten.

Wenn die Muskeln vorher nicht genug aufgewärmt wurden, kann dies zu einer Verkürzung des Gesamtmuskels führen, wodurch der Bewegungsradius eingeschränkt wird. Da Tanzen weite Bewegungen erfordert, stellt dies ein deutliches Hindernis für eine sauber ausgeführte Choreografie dar. Außerdem können Richtungswechsel mit nicht aufgewärmter Muskulatur weniger schnell und akkurat aufgeführt werden als mit aufgewärmter Muskulatur.

Außerdem können Knochen- und Gelenksysteme im Verlauf der Zeit Abnutzungserscheinungen aufweisen. So werden Gelenkknorpel auf Dauer abgerieben. Da sich die meisten Knorpel beim Aufwärmen mit Wasser vollsaugen und somit besser Stöße abgefedert werden können, können mit Aufwärmen solche Schäden verhindert und Verletzungen des passiven Bewegungsapparates vermieden werden.

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#343 Tanz als Ausgleich zum Alltag

Arbeit, Schule, Rechnungen oder Aufgaben im Haushalt – das ist unser aller Alltag. Und auch wenn man es nicht gerne zugibt, es gibt immer irgendeinen Stressfaktor. Ob es der morgendliche Weg zur Arbeit ist, der mal wieder ewig dauert, weil man im Stau steht oder doch der Stress mit dem Chef – irgendetwas gibt es fast immer. Es können auch Kleinigkeiten sein, die man gar nicht bemerkt. Doch man kann nicht immer komplett ausgeglichen sein. Das muss nicht schlimm sein, man muss nur den richtigen Ausgleich finden. Tanzen ist hier – so wie auch andere Sportarten – eine gute Möglichkeit, den Alltagsstress abzubauen.

Tanzen eignet sich sogar besonders gut, weil hier der ganze Körper beansprucht wird. Eine gute Choreografie ist ähnlich wie ein Ganzkörper-Work-out, das zusätzlich nicht zu überfordernd ist und auch nach einem anstrengenden Arbeits- oder Schultag noch ausgeführt werden kann.

Außerdem benötigt Tanzen volle Konzentration auf den Körper und seine Bewegungen. Sonst auf nichts! Dies ist der perfekte Moment, sich wenigstens einmal am Tag ausschließlich auf sich selbst zu konzentrieren und alles um sich herum zu vergessen. In einer Tanzstunde gibt es keine anstehenden Termine, über die man schon den ganzen Tag nachdenkt. In dieser Stunde gibt es nur die Choreografie und die Musik. Der Kopf, der sonst zum Grübeln und Planen neigen könnte, ist nun völlig ausgelastet. Die Konzentration, die Tanzen erfordert, mag zwar auch anstrengend sein, dennoch auf eine Weise, die nicht stressig ist, sondern auf eine Weise, die lediglich ablenkt. Kombiniert man Ablenkung mit der Bewegung des ganzen Körpers, hat man das perfekte Mittel gegen Stress gefunden.

Deswegen hier meine Empfehlung: Tanzen hilft! Man sollte sich – selbst wenn man gerade keinen Tanzunterricht oder Ähnliches besucht – ab und zu mal Zeit nehmen und einfach für sich selbst Tanzen. Dabei kann auch ein einfaches Tutorial auf Youtube helfen. Tanzen geht immer und hilft immer, sich zu entspannen!

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#341 Warum sich Tanzen wie Fliegen anfühlt

Sieht man einen großartigen Tänzer, dessen Bewegungen schwerelos wirken und er durch den Raum zu schweben scheint, zieht man oftmals den Vergleich zum Fliegen. Es wird auch oft behauptet, dass sich Tanzen tatsächlich wie Fliegen anfühlt. Auch wenn dies mehr eine Redewendung als ein ernsthafter Vergleich ist, gibt es doch einige Gründe, weshalb Tanzen das Gefühl von Schwerelosigkeit auslösen kann.

Ein Beispiel dafür sind die Sprünge: Ein Spagatsprung erfordert beispielsweise genug Kraft und Höhe, um die Beine komplett nach außen wegzustrecken. Für diesen Sprung muss man sich lange genug in der Luft befinden. Auch das freie Rad hat eine lange Flugphase und funktioniert nur, wenn man sich mit genug Kraft vom Boden wegstößt. Bei diesem Sprung befindet sich der Tänzer für den Bruchteil einer Sekunde schließlich mit dem Kopf direkt über dem Boden. Da diese Sprünge hohe körperliche Leistung verlangen, ist auch das Gefühl dabei ein besonderes. Ein kleines bisschen Gefahr, ein kleines bisschen Kribbeln im Bauch, ein kleines bisschen Faszination – so muss sich auch Fliegen anfühlen.

Doch für dieses umwerfende Gefühl sind gar nicht zwingend Sprünge nötig. Wenn man eine Choreografie so gut beherrscht, dass sich die Füße von selbst zu bewegen scheinen, fühlt man sich oft so frei und schwerelos, dass man glaubt, gleich abzuheben. Da bei den meisten Tanzformen auch kein Aufstampfen mit den Füßen, sondern ein sanftes Aufsetzen des Fußes erfordert ist, ist die Verbindung zum Boden ein anderes Gefühl als beim normalen Gehen.

Schlussendlich ist hier nur die Rede von einem Gefühl, dass von jedem auch anders wahrgenommen werden kann. Tanzen ist Interpretationssache und wird erst spannend, wenn jeder seine eigene Interpretation entwickeln kann. Ein Tänzer, der das Gefühl hat zu fliegen, ist aber mit Sicherheit auf dem Weg, ein guter und ausdrucksstarker Tänzer zu werden.

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#339 Jazz Dance – so bekommt man ein Gefühl dafür

Jazz erfordert ein grundlegendes Rhythmusgefühl, da diese Tanzform ganz besonders auf der Musik basiert. Die Choreografie sieht umso besser aus, desto mehr man die Musik fühlt und die Bewegungen mit dieser verschmelzen. Manchmal kann es auch hilfreich sein, während des Tanzens die Augen zu schließen vorausgesetzt, man hat genug Platz. Die Gebundenheit an die Musik kommt daher, dass Jazz Dance – eine Form des zeitgenössischen Tanzes – früher hauptsächlich auf Jazzmusik getanzt wurde. Jazzmusik hat meist einen sehr ausdrucksstarken Rhythmus, auf den der Tanz genau passen musste. Heute wird häufiger moderne Popmusik verwendet, doch die Musik spielt trotzdem noch die entscheidende Rolle.

Des Weiteren ist diese Tanzform sehr bodengebunden. Das bedeutet: Viel Fußarbeit und viele Bewegungen im Liegen oder Sitzen. Jazz erfordert einen anderen Einsatz des Körpers als beispielsweise Ballett. Die Bewegungen am Boden können für Anfänger zu Beginn schwierig und unbequem sein, doch mit der Zeit gewöhnt sich der Körper bei regelmäßigem Üben an den Boden.

Bei Jazz hat der Tänzer außerdem mehr Freiheit zur Eigeninterpretation und Abwandlung des Tanzes als bei anderen Tanzstilen. Auch wenn eine Choreografie ganz besonders in der Gruppe natürlich einheitlich aufgeführt werden sollte, kommt es nicht auf jeden Millimeter an. Jeder Tänzer hat die Möglichkeit, den Umfang einer Bewegung so auf sich anzupassen, sodass diese gut aussieht und er die Emotion des Tanzes authentisch ausdrücken kann. Umso verbundener der Tänzer mit der Musik ist und umso mehr er sein eigenes Ding durchzieht, umso emotionaler wirkt eine Vorführung. Hinzu kommen noch die Gesichtsausdrücke des Tänzers und ob sie zur Stimmung des Tanzes passen. Man sollte ihm nie die Konzentration und Anstrengung, sondern nur seine Gefühle im Bezug auf die Geschichte, die er erzählen will, ansehen. Leichter gesagt als getan, doch mit genug Übung ist es sehr wohl möglich, ein Gefühl für Jazz Dance zu bekommen.

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#338 Wie man eine Choreografie entwickelt

Da hat man ein schönes Lied gefunden und sieht sich im Kopf dazu übers Parkett wirbeln, doch weiß nicht, wie genau man eine genaue Choreografie erstellt. Dabei gibt es nämlich mehr zu beachten, als man denken würde. Es gibt einige Punkte, die eingehalten werden sollten, wenn man mit dem Endergebnis zufrieden sein will. Abhängig davon, um welche Tanzrichtung es sich handelt, gibt es verschiedene Aspekte zu berücksichtigen, dennoch gibt es auch einige Aspekte, die auf die meisten Stile zutreffen.

Erstens sollte man den Rhythmus des Liedes mit den Bewegungen abstimmen. An markanten Stellen des Liedes sollten markante Tricks eingebaut werden. Umso besser man sich im Takt bewegt, umso fesselnder und flüssiger wirkt die Choreografie. Außerdem sollte man sich einen guten Start und ein gutes Ende für den Tanz ausdenken. Beginnt das Lied langsam oder schnell? Endet es abrupt oder klingt es langsam aus? Anhand solcher Kriterien kann man seine Bewegungen ausrichten. Eine schöne Idee wäre beispielsweise in der gleichen Position zu enden, in der man gestartet hat, möglicherweise in der Hocke oder auf dem Boden liegend.

Um eine Choreografie abwechslungsreicher zu gestalten, sollte man bestenfalls öfters zwischen Bewegungen am Boden, im Stehen und im Sprung wechseln. So deckt man alle wichtigen Ebenen ab und nutzt den Raum optimal. Man könnte beispielsweise sich beispielsweise von einer liegenden Position in die Hocke befördern und schließlich aufspringen.

Außerdem kommt es immer gut an, wenn die Choreografie eine Geschichte erzählt. So besteht die höchste Wahrscheinlichkeit, den Zuschauer zu Tränen zu rühren oder zum Lachen zu bringen. Obendrauf bekommt das Ganze noch eine persönliche Note. Und dies ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Choreografie.

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#337 Ballett – jede Bewegung muss stimmen

Ballett ist eine Tanzform, die Perfektion verlangt. Kleinste Bewegungen, die für den Zuschauer einfach aussehen mögen, fordern Körperspannung bis in die Fingerspitzen. Auch jeder Fuß muss richtig gesetzt werden und kleine Fehler im Bewegungsablauf können das Gesamtbild zerstören. Eine einzige Ballettstunde verlangt Höchstleistung des ganzen Körpers und volle Konzentration. Vollkommene Perfektion ist selbst für die erfahrensten Tänzer nicht möglich. Doch wie kommt man der Perfektion möglichst nahe?

Darauf kann es nur eine Antwort geben: Üben! Nur jahrelanges Training, meist schon von Beginn des Kindesalters an, erlauben Tänzern nach einer nahezu perfekten Vorführung zu streben. Ballett lernt man nicht von heute auf morgen, der Körper muss sich erst an diese Bewegungsformen gewöhnen und wichtige Muskeln müssen trainiert werden.

Professionelle Tänzer stehen von klein auf täglich stundenlang an der Ballettstange. Dabei stehen nicht nur Choreografien und Work-outs auf dem Programm, auch die Liebe zum Detail zählt. Beispielsweise müssen einzelne Handbewegungen lange geprobt werden, bis der Tänzer sie verinnerlicht hat und ohne Spiegel ausführen kann.

Da trotz harter Arbeit niemand alles perfekt beherrschen kann, sollte man Geduld und Ausdauer an den Tag legen und nicht verzweifeln, wenn man dies wieder feststellt. Hier ist eine Mischung aus Genauigkeit und der Akzeptanz von kleineren Fehlern gefragt. Sonst kann schnell Frustration folgen und die Lust am Tanzen vergehen.

Im Endeffekt ist aber genau dies das Faszinierende an Ballett. Man ist so nahe an der Perfektion, dass die Bewegungen atemberaubend schön anzusehen sind, aber hat dennoch immer die Möglichkeit, noch ein bisschen besser zu werden. Wenn es irgendwann keine Luft mehr nach oben gäbe, wäre es ja auch langweilig.