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#233 Eat Pray Love – ein Vorbild?

Ich mag den Film Eat Pray Love tatsächlich ziemlich gerne! Mehrere Male habe ich ihn bereits geschaut und mich jedes Mal in fremde und bekannte Welten entführen lassen. Doch ist das Bild, das uns der Film vermittelt, wirklich ein reales Bild vom Reisen? Nein, das denke ich nicht!

Warum verzehrt der Film unsere Vorstellung vom Reisen? Ganz klar! Er verherrlicht und vereinfacht! Ist ja auch ein Film! Das liegt Filmen nun mal im Blut. Und was bleibt einem Regisseur auch anderes übrig? Schließlich hat er maximal 120 Minuten zur Verfügung, um eine Geschichte zu erzählen. Im Fall von Eat Pray Love ist das sogar eine sehr komplizierte Geschichte mit mehreren Teilen in verschiedensten Ländern.

Für alle, die den Film nicht kennen. Eat Pray Love handelt von einer Frau, die sich selbst sucht. Eigentlich scheint sie alles zu haben. Ehemann, einen guten Job und eine Zukunft. Doch sie scheint das nicht ausreichend zu erfüllen. Um ihre wahre Identität in sich zu finden, reist sie nach Italien, Indien und Bali. Jedes Land bereichert sie auf eine ganz eigene Art und Weise!

Meiner Meinung nach schildert die Geschichte die Selbstfindung auf Reisen viel zu problemlos. Es ist ja nun nicht so, dass man einfach nur einen Sprachführer kaufen muss und ein Flugticket. Alles andere fügt sich dann schon von selbst. Wohl kaum! In dieser Hinsicht ist der Film so weit von der Realität entfernt wie nur irgendwie möglich. Reisen ist auch mal schmerzhaft und keine bunte Märchenwelt, die uns einmal zuwinkt und sagt: Hey, hier geht es lang! Das ist der richtige Weg!

Was mir jedoch sehr gut gefallen hat, ist das Lebensgefühl, das im Film vermittelt wird. Gezeigt wird, dass man sich trauen muss und loslassen muss. Das wahre Glück lauert da, wo wir es nicht erwarten. Auch wenn der Film die Realität verherrlicht, heißt das nicht, dass die Botschaft nicht genau die ist, die wir alle brauchen. Leichtigkeit, Lebensfröhlichkeit, Genuss und Mut!

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Reisen

#232 Die größten Reiseträume

Manche Träume finden sich auf zigtausenden Bucket-Lists wieder! Damit meine ich die typischen Reiseträume, die viele Reisende teilen. Lass uns gemeinsam einen Blick auf die klassischen Reisevisionen werfen.

Viele sehnen sich beispielsweise danach, einmal im Leben die Nordlichter gesehen zu haben. Deshalb ist ein Urlaub im Norden zur Nordlichtersaison ein Ziel, das viele für sich festlegen. Verständlich! Schließlich sind die farbigen Schattierungen des Himmels wohl ganz offensichtlich ein wahres Spektakel.

Bleiben wir im Norden. Viele träumen vom ewigen Eis in der Arktis. Einmal durch die weiße Endlosigkeit zu stapfen scheint für eine große Zahl Reisender ein Highlight zu sein! Bisher zähle ich das nicht zu meinen persönlichen Must-Dos, aber spannend könnte es in jedem Fall werden!

Was ebenfalls eine Unzahl von Menschen begeistert ist ein Roadtrip durch Australien. Das Land lockt mit seiner unglaublichen Vielfalt, seiner Leichtigkeit und den vielen anderen Backpackern, mit denen man das Reiseabenteuer teilen kann. Einsame Strände, unzählige Inseln und eine paradiesische Roadtrip-Atmosphäre! Wie soll man das auch bitte übertreffen?

An unserer nächsten Reisevision wird es kritisch. Viele sehen sich auch nach einzigartigen Tierbegegnungen. Sei es mit Delfinen schwimmen zu gehen oder eine Safari – beispielsweise in Afrika. Bei derartigen Aktivitäten ist es wirklich wichtig, auf den Schutz der Tiere zu achten und nur die Einrichtungen zu besuchen, bei denen Tierschutz großgeschrieben wird. Von Delfinschwimmen würde ich sogar grundsätzlich abraten. Bei Safaris lege ich persönlich wert darauf, dass die Parks nicht überflutete werden und die Guides einen angemessenen Abstand zu den Tieren wahren.

Du siehst! Wir haben bereits eine Menge Reiseträume gesammelt. Es gibt noch so viele weitere. Seien es berühmte Millionenmetropolen, kulturelle Stätte oder Inseln im Pazifik. Wir alle erträumen uns so viel. Darauf, dass unsere Träume hoffentlich eines Tages wahr werden! Zumindest die, die unser Herzen wirklich begehrt!

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Lifestyle

#231 Gefühle – Wer mag die schon?

Die Gefühle anderer kann man häufig nur sehr schwer deuten. Wir alle haben gelernt, in der Gesellschaft Masken aufzuziehen – und nein, damit meine ich nicht die Coronazeit! Die Masken, die ich meine, sind viel unsichtbarer. Sie rauben uns nicht die Atemluft, aber dafür manchmal die Lebenslust. Wir alle zähmen unsere Gefühle oder unterdrücken sie, weil wir denken, dass wir sonst nicht akzeptiert werden. Viel zu oft haben wir gelernt, dass man sich anpassen muss und am besten nicht aus der Masse hervorsticht. Und die breite Masse hat nun mal keine besonders markanten Gefühle. Zumindest wirkt es so von außen betrachtet.

Meiner Meinung nach ist das aber keineswegs so. Wir alle haben massig Gefühle. Positive sowie negative. Und daran ist auch rein gar nichts Schlechtes. Gefühle gehören zu uns wie Fische ins Wasser. Schlecht ist nur, dass wir inzwischen den Bezug zu unseren Gefühlen soweit verloren haben, dass wir oft nicht einmal genau wissen, was wir selber fühlen. Wir stochern im Dunkeln und verdenken uns in unseren Gedanken. Und meist kommt dabei rein gar nichts Gutes heraus. Unterm Strich leiden wir alle unter Stress, Anspannung, ungesagten Wörtern und ungelebten Träumen? Und warum das Ganze? Weil irgendjemand mal beschlossen hat, dass das Zusammenleben leichter ist, wenn man nicht immer all die Jammereien unserer Mitmenschen auf das Brot geschmiert bekommen. Wir wollen scheinbar nicht wissen, dass jemand anders traurig ist, unsicher oder einfach gelangweilt. Wir wollen keine zu starken Meinungen oder Gefühlsausbrüche! Unser Konfrontationswille liegt bei unter null. Was dabei auch unter den Tisch fällt, ist die geteilte Freude, die strahlenden Augen im Umgang miteinander und die ehrliche Aufrichtigkeit. Wir sind eher funktionierende Marionetten als Menschen mit echten Gefühlsregungen!

Lasst uns die Mauern einreißen. Anstelle all dieser Gefühlsmasken sollten wir schleunigst mal wieder lernen, in uns hineinzuhorchen und das, was wir da hören, ganz offen zu kommunizieren. Dieses Leben ist zu kurz, um nicht zu fühlen! Wer fühlt, der will das teilen!

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Reisen

#230 Die Reisegeneration

Die Reisegeneration – wo sie anfängt und wie sie aufhört, das ist schwer zu sagen. Verreist ist die Menschheit schon vor Ewigkeiten. Sei es mit dem ersten Flugzeug, einem Heißluftballon oder per Fähre. Selbst mit dem Segelschiff wurden schon Länder erkundet, wie wir alle wissen. Die Weltbevölkerung hat schon lange bemerkt, dass einen spannende Abenteuer erwarten, wenn man die eignen vier Wände verlässt.

Seit einigen Jahre jedoch scheint das Ganze etwas überhandgenommen zu haben. Wir, die liebe Reisegeneration des 21. Jahrhunderts, feiern das Reisen auf eine Art, die zuvor fremd war. Ist das gut oder schlecht? Diese Frage kommt mir manchmal! Ich würde sie dann am liebsten schleunigst aus meinem Gedankenkarussell schubsen, denn ich bin mir im Klaren darüber, dass mir nicht alle möglichen Antworten darauf gefallen. Schließlich darf man keineswegs behaupten, dass die Reisegeneration der Welt das bietet, was sie nur besser und stärker macht. Gleichzeitig hat unser Reisewahn negative Aspekte und vor allem schwächt sie unsere Umwelt.

Welche Argumente sehen sich überhaupt gegenüber? Für das Reisen spricht, dass sich die Weltbevölkerung einander annähert und die Reicheren ihr Geld auch in ärmere Regionen tragen. Hier kommen wir schon zum ersten großen ABER! Klar kommt mehr Geld in ärmere Länder, aber die große Frage ist, ob das Geld wirklich da ankommt, wo es gebraucht wird! Wohl kaum! Eher werden auch in den ärmeren Ländern unserer Welt die sozialen Scheren genährt! Geld kann tatsächlich auch Schaden anrichten und Länder spalten. Diejenigen, die vom Tourismus profitieren, werden davon auch noch abhängig. Auch wenn es gut ist, wenn wir die lokale Bevölkerung mit unseren Reisen unterstützen, muss das auf die richtige Art und Weise erfolgen. Soweit sind wir alle aber noch lange nicht! Dazu fehlen uns die Ressourcen! Reisegeneration hin oder her, wir haben noch einen weiten Weg vor uns zum fairen und nachhaltigen Tourismus.

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Lifestyle

#229 Inspiration finden

In fast jedem Augenblick deines Lebens ist Inspiration zu finden! Auch wenn man es manchmal nicht sieht, steckt in so gut wie allen Momenten Potenzial. Ein paar spezielle Momente mal beiseitegelassen. Es gibt in jedem Leben Erlebnisse, die so grauenvoll sind, dass man in ihnen einfach kein Potenzial sehen mag und auch nicht kann! Das ist erschreckend furchtbar, aber es ist eben einfach so. Das muss man wohl akzeptieren. Doch in allen anderen Augenblicken gilt: Augen auf und der Inspiration entgegengehen.

Worin zeigt sich Inspiration? Nun, das ist für jeden unterschiedlich. Es kommt schließlich ganz darauf an, wozu wir die Inspiration brauchen. Doch uns alle vereint, dass wir immer nach einem möglichst schönen und erfüllten Leben streben. Was inspiriert uns zu genau diesem Leben? Nun, das ist wohl zunächst einmal jede Erfahrung, die uns aus dem Kreislauf unseres Alltags befreit. Ich denke dabei an einen Spaziergang im Sonnenaufgang, eine durchfahrene Nacht ans Meer, eine besondere Geste eines lieben Menschen oder Ähnliches. Es gibt aber auch noch so viele noch kleinere Dinge, die uns Inspiration schenken können. Sieh dir beispielsweise den Himmel mal ganz genau an, betrachte die Form der Wolken, schau den Autos beim Dahinflitzen zu oder gönn dir ein richtig leckeres Essen. All diese Erfahrungen geben dir Kraft und Frische. Genau das, was du brauchst, um neue Lebensinspiration aufkommen zu lassen. Also lebe dein Leben und es wird dich zu noch mehr Leben inspirieren.

Wir alle fühlen uns ab und zu ausgebrannt und uninspiriert. Auch das ist völlig normal. Inspiration lässt sich eben nicht erzwingen. Der beste Weg zurück ist oft, sich eine kleine Pause zu gönnen. Manchmal darf man auch einfach mal etwas Uninspiriertes machen, um zurück auf die Beine zu kommen. Warum nicht einfach ein paar Stunden vor dem Fernseher sitzen, bis die Energie für dein Leben zurückkommt? Ab und zu ist das eben das Einzige und Richtige!

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#228 Die verrückten Weltreisende

Regelmäßig werden wir als verrückte Reisesüchtige belächelt. Haha, morgen bist du ja sowieso schon wieder in Spanien, Australien oder warum nicht gleich auf Weltreise. Nun gut, wenn du es schon sagst, denke ich mir dann manchmal, dann mache ich das eben! Dass es sowieso schon lange feststeht, muss ich ja keinem verraten!

Viele haben wenig Verständnis für das Verlangen ständig neue Länder zu erkunden. Vielen reichen ein zwei Urlaube im Jahr völlig aus. Es soll sogar Menschen geben, die wollen überhaupt nie verreisen! Für so jemanden ist es dann wohl wirklich schwer nachvollziehbar, dass ich es kaum erwarten kann wieder wochenlang aus dem Rucksack zu leben.

Mich hat es noch nie gestört, dass viele meine Träume nicht nachvollziehen können. Mir geht es ja mit den ihren häufig ähnlich. Macht ja nichts! Ich wünsche mir nur, dass ich so akzeptiert werde wie ich eben bin. Mit meinen eigenen Vorstellungen vom Leben. Wenn diese Vorstellung beinhaltet, dass ich öfters mal in der Fremde abtauche, dann erhoffe ich mir von den Menschen, die mir am Herzen liegen, dass sie sich für mich freuen und mich bei meiner Rückkehr mit offenen Armen empfangen. Denn dann komme ich auch gerne nach Hause!

In der modernen Leistungsgesellschaft ist es Standard, dass wir nach dem Schulabschluss vielleicht mal für ein halbes Jahr nach Australien abtauchen, uns danach aber mit zielstrebiger Ernsthaftigkeit unserer Ausbildung widmen. Die Flusen, die mir aber im Kopf herumgehen, von langen Reisen und Selbstfindungstrips passen nicht wirklich ins Bild. Nicht erst einmal habe ich einen schrägen Blick von der Seite geerntet, wenn ich verkündet habe nach meinem Studium erstmal die Welt unsicher machen zu müssen anstatt brav meine Karriere zu starten. Mainstream lag mir ehrlich gesagt noch nie. Andersherum habe ich häufig meine Augenbrauen nicht unter Kontrolle halten können, wenn mir jemand berichtet hat, dass er zwar eigentlich großen Bock auf ein ERASMUS+ Semester gehabt hätte, aber es lieber gelassen hat, da die Zeit drängt und man ja bald mal mit dem arbeiten anfangen müsste. Also bitte, die meisten von uns beginnen ihr Studium spätestens mit 19 und wir arbeiten doch sowieso noch ein ganzes Leben lang. Da ist so ein Auslandsaufenthalt, der sogar gefördert wird, doch eine der besten Chancen, die sich uns davor bieten kann! Hiermit rufe ich dich auf deine Träume nicht zurückzustellen und die der anderen anzuerkennen!

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#227 Krankheiten auf Reisen – Die Naivität der Menschheit

Corona hat es uns gezeigt. Wir sind alle nicht darauf vorbereitet, dass uns eine schlimme Krankheit im Ausland erwischt. Viele von uns fürchten sich davor, in einem fremden Land ins Krankenhaus zu müssen und gar sich einer ernsteren medizinischen Prozedur unterziehen zu lassen. Was natürlich verständlich ist!

In einer derartigen Epidemie-Situation kommt es zu massenhaften Stornierungen, Reiserückkehrer hoffen verzweifelt auf einen Flug zurück nach Deutschland und viele verharren im Ausland planlos, wie es nun weitergehen soll. Einige Reisekrankenversicherungen erlöschen, die Betroffenen sitzen da – ohne gültigen Krankheitsschutz – und müssten im Fall der Fälle ihre Behandlungskosten selber tragen.

Doch warum ist das vielen nur in derartigen Ausnahmesituationen bewusst? Ein gutes Beispiel ist die Tollwut-Impfung! Leider gibt es Unmengen Reisender, die diese Impfung nicht machen lassen und dann aber irgendwo in Südostasien das Bedürfnis verspüren, mit einem Straßenhund zu kuscheln. Ja, die Hunde können äußerst putzig und anhänglich sein und natürlich verdienen sie eine ausgiebige Streicheleinheit. Aber verdammt, das kann so dermaßen ins Auge gehen. Tollwut ist absolut kein Spaß und endet – neuerdings fast – immer tödlich. Dazu braucht es nicht mal unbedingt einen Biss, sondern ein wenig Speichel auf einer winzigen Wunde reicht aus, um dich zu infizieren. Und dann ist so was von Schluss mit lustig! Manch einer meint wohl, „Ach, ich seh das einem Tier doch an, ob es krank ist oder nicht.“ Nein! Das tut man nicht! Jedenfalls nicht zwingend. Nicht jedes an Tollwut leidende Tier rennt mit Schaum vor dem Mund durch die Gegend!

Dieses Beispiel ist nur eins von vielen! Wer von euch hat gewusst, dass SARS und MERS seit Jahren in Asien grassieren? Wer hätte sich deswegen von Dromedaren ferngehalten? Nein, wir verstehen die Zusammenhänge oft erst dann, wenn sie uns im Alltag einholen. Auf Reisen scheinen für uns andere Regeln zu gelten! Das ist naiv und gefährlich und muss sich schleunigst ändern! Also informiert euch und geht mit Weitsicht in die Welt hinaus! Immer!

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#226 Die wandernde Hängematte – ein wahrgewordener Traum?

Viele Hängematten haben schon die ganze Welt gesehen. Denn Hängematten sind einzigartige Reisebegleiter! In meinen Träumen war meine Hängematte bereits überall.

Einmal haben wir sie zwischen zwei Bäumen im schönsten Naturpark Spaniens direkt am Meer aufgespannt. Die ganze Nacht saßen wir da, haben den Wellen gelauscht, eine Menge gelacht und kein Auge zugetan, bevor die Sonne wieder durch die Wolken hervorgebrochen ist.

Dann war ich mit meiner Hängematte schon hoch oben in den Alpen. Tagelang bin ich gelaufen. Um mich herum Stille, Vogelgezwitscher und die schönste Naturidylle. Mein Essen habe ich mir über dem Gaskocher zubereitet und die Sonnenuntergänge waren die besten, die ich jemals gesehen habe. Immer, wenn es dunkel wurde, suchte ich mir einen Platz, um mich in meiner Hängematte schlafen zu legen. Ich habe noch nie besser und erholter geschlafen!

Außerdem hat mich meine Hängematte auch schon auf eine einsame Insel im Pazifik begleitet. Während ich mir eine kleine Hütte direkt am Wasser gemietet habe, diente mir die Hängematte tagsüber dazu, die Seele baumeln zu lassen, spannende Geschichten aufzuschreiben und meinen Gedanken nachzuhängen.

Was glaubst du, welche Geschichten davon sind wahr und welche bisher nur ein Traum? Ein Traum muss ja nicht zwingend nur ein Traum bleiben. Träume helfen uns herauszufinden, was wir uns wirklich wünschen. Und für das, was wir uns wirklich wünschen, sollten wir unser Bestes tun. Nur so besteht die Chance, dass wir eines Tages das erreichen, was wir uns erträumen. Viele werden nie verstehen, warum ich so sehr an meinen Träumen festhalte und Vertrauen darin lege, dass ein Teil von ihnen vielleicht irgendwann wahr wird. Ich aber denke, dass ich, solange ich träume, mich lebendig fühle! Ich nehme mein Leben selber in die Hand und glaube daran, dass ich zu einem bestimmten Grad selbst beeinflussen kann, wo ich irgendwann einmal landen werde! Wir Menschen haben so wenig selber wirklich zu entscheiden. So oft trifft uns das Schicksal oder wie auch immer man es nennen mag. Doch unsere Träume gehören nur uns. Lass dich niemals davon abhalten zu träumen!

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#225 Länder sammeln – Please don’t

Ziehen wir mal wieder ein Dilemma der Modernität aus unserer Schatzkiste. Die Jagd der Länder. Es wirkt fast so, als gäbe es eine Trophäe, wenn wir schnellstmöglich alle Länder der Welt abklappern würden. Leute, diese Einstellung ist grundlegend falsch! Sammelt Stempel, sammelt Länder, aber bitte, bitte, bitte tut das aus den richtigen Gründen.

Zunächst mal: Was sind die falschen Gründe zum Ländersammeln? Logischerweise jede Form von Aufmerksamkeitsgeiz. Ja, wir Menschen lieben es, im Mittelpunkt zu stehen und viele sehnen sich nach Rampenlicht. Alles okay und kein Problem. Doch auf die Kosten unseres Planeten und unserer Mitmenschlichkeit darf das nicht passieren. Wenn du deinen Reisepass voller Stempel sehen willst, ist es wichtig, auch daran zu denken, dass Reisen auch etwas zurückgeben sollte und nicht nur ein Wettlauf mit anderen Reisenden ist. Reisen ist kein InstaWalk, bei dem wir unsere Follower mit an möglichst viele verschiedene Orte nehmen. Reisen sollte man um des Reisens willen. Hast du das verlernt, dann brauchst du eine Reisepause. Denn dann ist es dringend nötig, mal wieder umzudenken.

Zahllose Vorbilder präsentieren uns ihr perfektes Leben ontheroad. Schon mal daran gedacht, dass dieses Dasein auch sehr belastend und sehr viel weniger gewinnbringend ist, als es präsentiert wird. Daran gibt es absolut nichts Nachahmungswürdiges. Ich hoffe, dass ich jedes Land, das ich besuchen werde, aus den richtigen Gründen besuche.

Richtige Gründe zum Ländersammeln sind, dass wir möglichst viele verschiedene Orte für uns selbst gesehen haben wollen. Ein jeder Ort gibt uns etwas Neues und hilft uns, im Leben weiterzukommen. Wenn du reist, um die Vielfalt der Welt kennenzulernen, ist das zum Beispiel ebenfalls ein guter Grund. Wenn dich all die Länder und Plätze wirklich von Herzen interessieren. Wenn du möglichst umweltfreundlich reist und von den Reisen noch lange zehrst. Ob du dabei nun Bilder für die sozialen Netzwerke machst oder eben nicht!

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#224 Du warst nicht in einem Land, wenn …

Wann hast du ein fremdes Land so richtig kennengelernt? Ab wann kannst du dir erlauben, dich als Experte für ein Land zu bezeichnen? Nun ja, so gut wie niemals! Ich will ehrlich zugeben, dass ich mich nicht einmal als Expertin für mein eigenes Heimatland ausgeben könnte. Ich kenne zwar einzelne Regionen sehr gut, aber einjedes Land ist von einer derartigen Vielfalt gesegnet, dass es schwierig wird, jede Pulsader gefühlt zu haben. Trotzdem ist es möglich, einen grundsätzlichen Überblick über ein besuchtes Land zu gewinnen. Dazu habe ich ein paar Ideen für dich gesammelt.

Als Allererstes ist das Essen zu testen. Essen kennzeichnet so viele Länder und Regionen auf eine äußerst authentischen Weise. Gekostet haben solltest du logischerweise die Landesspezialität. Dabei darfst du es aber nicht belasten. Um eine Küche so richtig gut kennenzulernen, musst du auch etwas völlig Landesuntypisches probieren. Nur so habe ich herausgefunden, dass die Spanier ihre chinesische Küche größtenteils der Landesart zu Kochen unterworfen haben. Im Außergewöhnlichen lässt sich das Allgemeine am besten feststellen. So sagt man doch!

Was noch? Na ja, willst du ein Land wirklich kennenlernen, dann bleibt dir nichts anders übrig als dahinzugehen, wo das Land nicht für die Besucher aufpoliert worden ist. Reise an Orte, die auf Google kaum Einträge haben oder hole dir Tipps von der lokalen Bevölkerung. Die Wanderung zu einem Wasserfall, der schon zwanzigtausend Nennungen auf Instagram hat, wird dich deinem Reiseland nicht unbedingt am authentischsten näher bringen.

Und drittens: Lass dir Zeit! Um zu erleben, wie ein Land wirklich tickt, ist Zeit deine beste Reisebegleitung. Wer genügend Ruhe hat, endlos durch Städte zu streifen, sich mit den Einheimischen unterhalten kann und in den Restaurants ab vom Schuss auf die interessantesten Geschichten trifft, der hat etwas zu erzählen, wenn er wieder zu Hause ist! Denn er war wirklich da!