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#223 Mit Länderklischees aufräumen?

Erstes Vorurteil: Die Spanier und ihre Tapas. Tapas gibt es überall und kein Spanier beginnt eine Mahlzeit ohne seine Tapas. Nun gut, ich habe ja nicht bei jedem einzelnen Spanier hausiert. Ich persönlich konnte es in einem ganzen Jahr Spanien sehr gut vermeiden, zu oft mit den besagten Tapas in Kontakt zu kommen. Ich bin allerdings auch nicht ihr allergrößter Fan. Gleichzeitig kann ich jedoch schon bestätigen, dass kaum eine Karte ohne das Angebot von Tapas auskommt und du, wenn du abends durch die Straßen Madrid spazierst, schon den einen oder anderen Teller vor zufrieden schnabulierenden Madrileños stehen siehst.

Weiter geht es mit den berühmten Baguettes unter dem Arm der Franzosen. Frankreich ist das Land des guten Essens. Das Land der Croissants, Crêpes und der Baguettes. Wenn man an Paris denkt, dann hat man die Einheimischen vor Augen, wie sie mit dem Baguette unter dem Arm durch die Stadt wandern. Leider muss ich aber sagen, dass ich während meines dreitägigen Paris-Aufenthaltes viel zu selten in den Genuss eines wandernden Baguettes gekommen bin. Das ist wohl mehr ein Mysterium als die Wahrheit.

Und hier folgt noch das letzte Klischee. Dieses Mal geht es auf die Kosten des europäischen Stiefels: Alle Italiener sind Machos und flirtverrückt? Stimmt das? Nun gut, das kommt stark darauf an, welche Italiener du meinst! Italien ist ein großes und vielfältiges Land. Man darf keineswegs den Norden mit dem kompletten Süden in einen Topf werfen. Sagen wir es mal so: Auf die meisten Italiener, die ich in Südtirol oder in der Toskana kennengelernt habe, passt das Macho-Bild genauso wenig, wie es auf mich als Frau passen würde. Dem einen oder anderen Römer hingegen darf man den Macho-Vorwurf durchaus begründet gegen den Kopf werfen.

Was haben wir also gelernt? Klischees und Vorurteile stimmen so gut wie nie mit absolutem Wahrheitsanspruch. Sie sind zwar auch nicht immer vollkommen von der Hand zu weisen, aber man muss sie zumindest vor dem richtigen Hintergrund betrachten.

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#222 Warum jeder Roadtripper ein Hobbyschrauber sein sollte

Seit einigen Jahren schon spiele ich immer wieder mit dem Gedanken, einfach mal ein halbes Jahr in einer Autowerkstatt ein Praktikum zu machen. Ich bin handwerklich sehr interessiert und die letzten Jahre haben mir immer wieder aufgezeigt, dass gerade das Wissen um das eigene Auto in vielen Situationen enorm hilfreich ist.

In den letzten Jahren habe ich deswegen auch immer mehr probiert, alle anfallenden Reparaturen am Auto selbst durchzuführen. Dazu ging es in eine sogenannte „Selbsthilfewerkstatt“. Es handelt sich dabei um eine professionelle Kraftfahrzeugwerkstatt, die sich aber von den anderen mit einem Detail abhebt. Auch ambitionierte Selbstschrauber dürfen die Hebebühnen und das Werkzeug vor Ort benutzen. Klar, eine kleine Gebühr wird dafür schon fällig. Damit die selbst durchgeführten Reparaturen kein Sicherheitsrisiko bedeuten, kann man den Meister vor Ort immer nach Hilfe fragen oder seine Arbeit noch einmal überprüfen lassen. Neben einer deutlichen Geldersparnis hat das Ganze aber noch einen zweiten riesigen Vorteil. Man lernt sein Fahrzeug kennen. Man weiß plötzlich viel mehr und kann auftretende Geräusche und Symptome viel leichter deuten.

Gerade auf Reisen ist dieses Wissen meiner Meinung nach fast unersetzlich. Wieso fast? Naja, man kann es schon ersetzen – das kostet dann gegebenenfalls aber ziemlich viel Kohle! Gerade Touristen werden gerne in der ausländischen Werkstatt übers Ohr gehauen. Stammkunde wird man ja wohl eh nicht und wenn man dem Klienten dann noch alles verkaufen kann, weil der eh nur Bahnhof von seinem Fahrzeug versteht? Den Zulieferer-Auspuff, der dann plötzlich teurer als das Originalteil ist, lass ich mir jedenfalls nicht nochmal verbauen!

Ein Erlebnis, das mir diesbezüglich sehr im Kopf geblieben ist, trat im letzten Jahr auf unserer Balkanrundreise auf. Ich bin auf jeden Fall heilfroh, dass ich mir die Mühe gemacht habe, möglichst viel über unseren Honda Jazz und über Autos im Allgemeinen zu erlernen. Jetzt fühle ich mich auf Reisen immer besser vorbereitet und weiß, dass auch unser Honda vollends bereit für das nächste Abenteuer ist!

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#221 Langzeitreisen ja oder nein?

Es gibt ja immer die und die. Menschen sind nun mal verschieden. Doch gerade bei der Frage, ob lange Reise sinnvoll und gewollt sind, scheiden sich die Geister. Ich bin ja der klare Typ Pro-Langzeitreise. Trotzdem will ich versuchen, ganz nüchtern die Vor- und Nachteile abzuwägen.

Was spricht gegen eine Langzeitreise? Nun zunächst mal siehst du für eine sehr lange Zeit einen großen Teil deiner Familie, Freunden und Bekannten nicht. Du schläfst eine Ewigkeit nicht in deinem eignen Bett und musst auf alle Annehmlichkeiten deiner Heimat verzichten. Das alles ist zudem noch mit einem hohen organisatorischen Aufwand verbunden. Vor allem für diejenigen, die in einem festen Job stecken. Da ist das nicht mal so eben gemacht. Wer also nicht gerne monatelang von zu Hause weg ist oder wer zu Heimweh neigt, der ist auf einer Langzeitreise nicht wirklich gut aufgehoben. Genauso wie all diejenigen, die auf Beständigkeit und permanenten Luxus setzen. Eine Langzeitreise bedeutet nämlich im Normalfall viele Ortswechsel und neue Perspektiven. Das ist nicht etwas für jedermann. Muss es ja auch nicht. Wir Menschen sind verschieden und das ist auch gut so. Würde jeder von uns auf verrückte Expeditionen ziehen, dann wären sie bald gar nicht mehr verrückt, sondern Alltag.

Nun aber zu der anderen Seite. Wer sollte unbedingt eine Langzeitreise machen? Auf jeden Fall alle die, die nach jeder Reise sagen: „Warum ist es schon wieder vorbei? Ich würde am liebsten noch viel länger bleiben.“ Und das dann auch wirklich so meinen. Lange Zeit auf Reisen kann man nur sein, wenn man bereit ist, seinen Alltag für eine Weile abzustreifen und unbeachtet liegen zu lassen. Sich voll auf das hier und jetzt zu konzentrieren und all die neuen Eindrücke aus vollstem Herzen zu genießen. Lange Reisen geben dir die Möglichkeit, dich langsam fortzubewegen, viel mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu reisen und auch mal einfach zu bleiben, wenn es dir gefällt. Du kannst einen Ort ganz und gar kennenlernen und musst nichts auslassen. Du reist mit Zeit und Ruhe.

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#220 Urlaub im Ferienhaus

Auch wenn ich es liebe, beim Reisen immer auf Achse zu sein, genieße ich auch manchmal einfach die Seele baumeln zu lassen und an einem Ort zu verweilen. Wie auch die meisten anderen empfinde auch ich einen Urlaub in einer Ferienwohnung als ein super Erlebnis.

Der Ferienhausurlaub, der mir am meisten im Gedächtnis geblieben ist, führte mich nach Dänemark. Zusammen mit meiner Familie und einem meiner besten Freunde ging es in ein Ferienhaus direkt am Fjord. Typisch meine Familie war es komplett spontan. Die Entscheidung, wohin es geht, wird bei uns doch recht häufig ziemlich lang rausgezögert. Dieses Mal fiel sie genau einen Tag bevor die Reise anfing. Das Tollste war, dass selbst mein Kindergartenfreund so spontan noch mitkonnte. Nach der endlos lang erscheinenden Autofahrt von Bayern auf die skandinavische Insel begann eine unglaublich entspannende Woche. Die Tage verbrachten wir vor allem in aller Ruhe am Fjord, faulenzten oder spielten Kubb – auch bekannt als Wikingerschach. Hauptziel Nummer eins? Einfach mal nichts vorhaben und das Leben genießen!

Urlaub in der Ferienwohnung bedeutet für mich, dass man sich vor allem an dem Ort der Ferienwohnung aufhält und sich intensiv mit der nahen Umgebung und sich selbst auseinandersetzt. Es wird definitiv kein Sightseeing-Urlaub und auch keine Erlebnisreise. Man könnte es schon eher mit einer Wellnessreise gleichsetzen. Zwar weniger mit Wellness, aber mit genauso viel Entspannung und Runterkommen.
Auch wenn ich genau das so sehr an einer Ferienwohnung schätze, ist das auch der Grund, warum ich sie dann doch eher selten anmiete. Das Beste am Urlaub ist für mich persönlich immer noch, dass man die Möglichkeit hat, Neues und Unbekanntes zu entdecken. Aber ich gebe auf jeden Fall zu, dass es auch nicht schaden kann, eine dieser Möglichkeiten mit einer extra Portion Ruhe einzutauschen.

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#219 Lebensmittelvergiftung im Ausland

Nein, das ist kein Thema, welches man gerne bespricht! Vor allem nicht ausführlich! Aber hiermit bekenne ich mich offen dazu. Ja, ich habe mir bereits eine Lebensmittelvergiftung im Ausland zugezogen. Und das war wirklich keine spaßige Erfahrung. Seitdem achte ich noch mal mehr auf die Hygieneetikette und die Abkochregeln, wenn ich mein Heimatland verlasse.

Es war ein schöner lauer Abend. Wir hatten uns ein leckeres Gericht in einem schnuckeligen Restaurant an der französischen Südküste genehmigt. Da die Speisen an sich schon ordentlich ins Geld gingen, beschlossen wir, auf ein Getränk zu verzichten. Zugegeben, das kommt nicht besonders gut an und ist auch nicht gerade ein Zeichen von vornehmen Verhalten. Doch zwei jungen Studenten kann man so etwas doch mal nachsehen. Oder etwa nicht? Nun ja, der Kellner konnte das offensichtlich nicht! Mit mauligem Gesicht nahm er unsere Bestellung auf und knallte uns Minuten später eine kleine Kanne voller Leitungswasser auf den Tisch. Dieses Wasser hätten wir besser nicht trinken sollen. Jedenfalls steht es bei uns hoch im Verdacht, für den weiteren Verlauf verantwortlich zu sein. Eigentlich hätten wir es sowieso besser wissen müssen. Leitungswasser trinkt man im Ausland grundsätzlich nicht! Es sei denn man ist in einer Region, wo man die Wasserqualität sehr gut einschätzen kann.

Nun ja, mitgefangen mitgehangen. Der nächste Tag brach an und damit auch eine der unangenehmsten Autofahrten. Kaum waren wir ein paar Kilometer gefahren, rumorte der Bauch etwas lauter als gewohnt!

Über Details will hier keiner sprechen, aber dieses Beispiel soll euch nur zeigen, wie schnell so etwas passieren kann. Also achtet darauf, was ihr esst, wo eure Speisen herkommen und ob sie so riechen wie sie sollten! Nicht allen Risiken kann man vorbeugen, aber mit etwas Umsicht vermeidet man zumindest die größeren Patzer!

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#218 Lieber öfter als zu selten

Es gibt ein paar Orte auf der Welt die für mich immer weiter in Richtung zweiter Heimat entwickeln oder schon längst diesen Status erreicht haben. Die zehn Monate in Madrid werden mich die Hauptstadt Spaniens wohl nie wieder vergessen lassen. Kaltern an der Weinstraße ist mein Wander-, Mountainbike- und Naturparadies.

München gehört aber auch auf die Liste. Zwar habe ich dort noch nicht so viel Zeit verbracht, aber dafür habe ich diesen Ort am öftesten besucht in meinem Leben. Mal ging es an die umliegenden Seen, mal habe ich Verwandte in der Nähe besucht oder war auf dem Weg nach Kaltern. Meistens wenn es in die Nähe von München geht, gehört ein Besuch in der Landeshauptstadt dazu. Mal wieder beim Lieblingsasiaten vorbeischneien oder an der Münchner Freiheit Münchens besten Döner genießen. Dazu noch den Großstadtflair aufsaugen und durch noch unbekannte Straßen irren.

Das schöne im Gegensatz zu Madrid und Kaltern ist, dass ich noch lange nicht alles gesehen habe. Ok, ok… In Madrid kenne ich natürlich auch noch nicht alles und sogar in Kaltern habe ich letztens ein paar neue Ecken kennengelernt. Aber in München bin ich immer nur für eine ganz kurze Zeit. Meistens nur einen Tag und ich glaube noch nie länger als eine Woche. Dadurch sieht man natürlich viel weniger auf einmal und kann jedes Mal etwas neues Entdecken!

Die bekanntesten Ecken habe ich aber natürlich schon alle durch. Die Allianzarena sieht man sowieso immer, wenn man aus dem Norden nach München reinfährt. Ein näherer Besuch muss für mich auch nicht sein. Der Olympiapark und das alte Stadium ist ein Klassiker und immer wieder auf der Tagesagenda. Ein bisschen frische Luft kann in der Großstadt eh nie schaden! Marienplatz, Alter Peter, Frauenkirche, Hofbräuhaus, Viktualienmarkt, Stachus sowie Odeonsplatz, Englischer Garten und das Deutsche Museum sind auch schon abgehakt. Was mir von den Highlights auf jeden Fall noch fehlt, ist die Attraktion, die jährlich Tausende Touristen anzieht. Als gebürtiger Bayer habe ich tatsächlich noch nie das Oktoberfest besucht!

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#217 Leicht packen – Die Kunst eines Backpackers

Wer mit leichtem Gepäck reist, der hat mehr Spaß! Zumindest sagt man das so und ich bin mir absolut sicher, dass es auf jeden zutrifft, der mit seinem Gepäck mehr bewältigen muss als die Strecke vom Flughafen ins Hotel.

Wenn ich unterwegs bin, trage ich mein Gepäck öfters weite Strecken. Und ich bin mit absoluter Sicherheit nicht der strikteste Backpacker, den diese Welt je gesehen hat. Ich bin eher so vom Backpacker Typ Gemütlichkeit. Das heißt, dass ich auch gerne mal einen Roller oder ein Auto miete, statt immer nur mit den Öffentlichen zu fahren oder von Ort zu Ort zu laufen. Doch auch schon bei dieser gemütlichen Art zu Backpacken, hat man das Gepäck immer als Anhängsel dabei. Jeder Unterkunftswechsel macht einem zu schaffen, wenn die Kiloanzahl auf dem Rücken nicht stimmt. Hinzu kommt, dass es in meinen Reiseländern oft sehr warm ist, meine Unterkünfte nicht selten etwas ab vom Schuss liegen und ich auch gerne mal zelte. Vor allem im Zelt kann man nur einen gewissen Teil seiner Sachen bedenkenlos zurücklassen. Den Rest trägt man tagsüber mit sich herum.

Wie also packen wir leicht? Nun ja, lass alles unnötige Zuhause! Wasche deine Klamotten unterwegs und gönne dir keinen Luxus! So jedenfalls besagt es die Theorie. Was du letztendlich daraus machst, bleibt dir überlassen. Manche Hardcore-Wanderer packen genau ein paar Schuhe, eine Hose, drei T-Shirts und drei Unterhosen ein. Was schmutzig wird, wird über Nacht gewaschen und gut ist!

Ich für meinen Teil habe jedoch das Bedürfnis, etwas mehr Abwechslung in meine Garderobe zu bringen. Auch wenn ich dafür schwerer schleppen muss. Jedes Mal ärgere ich mich über mich selbst, aber anders geht es für mich einfach nicht. Ich möchte auch schöne Bilder von mir machen und dazu reichen drei T-Shirts für mich einfach nicht aus! Geschmacksache! Und eine Sache der Reiseart!

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#216 Kuriosum München

Wenn mich jemand fragen würde, welche Großstadt in Deutschland für mich die Wichtigste ist, würde ich nicht mit „Berlin“ antworten. Ich denke dann immer sofort an München! Ich weiß auch nicht genau, woran es liegt. In Berlin war ich im Gegensatz zu München erst ein einziges Mal. In München kann ich darüber nicht einmal eine genaue Aussage treffen. Ich schätze mal knapp fünfzig Mal.
München liegt nicht nur näher an meinem Zuhause, die Stadt – beziehungsweise das Umland – ist auch die Heimat von einem großen Teil meiner Verwandtschaft. München ist die Landeshauptstadt und das Bundesland ist doch noch einmal näher als das Heimatland. Wenn ich in den Urlaub fahre, geht es auch meistens gen Süden und seltener nach Norden. An meinen ersten Besuch in München kann ich mich nicht einmal erinnern, weil ich noch so jung war. Das erste Mal in unserer Hauptstadt war ich dagegen erst mit 22 Jahren. Die Alpen reizen mich mehr als die Ostsee.

Es gibt so viele Gründe, warum München für mich persönlich die wichtigere der beiden Städte ist. Ich bin aber auch ein ehrlicher Fan von München. Ich bin zwar nicht fußballverrückt und auch die zuweilen arroganten Münchner überzeugen mich nicht. Die Stadt selbst ist für mich aber immer eine tolle Erfahrung. Ich hab sogar ein paar Stammlokale! Dazu kommen noch ein paar Freunde, die in München aufgeschlagen sind und schon ist jeder Besuch ein einmaliges, absolut schönes Erlebnis.

Ein fairer Vergleich, welche der beiden Städte aber schöner / lebenswerter / fröhlicher kann ich aber definitiv nicht liefern. Ich muss wohl noch ein paar Mal in unserer Hauptstadt vorbeischauen! Mein erster Besuch war mit seinen drei Tagen auch viel zu kurz. Es war zwar auch nur ein spontaner Entschluss, weil der Flieger ab Berlin genauso viel gekostet hat wie ab Frankfurt..

Ich bin auf jeden Fall schon einmal gespannt darauf mich noch einmal näher mit den Eigenheiten der Berliner – damit sind hier mal ausnahmsweise nicht die Krapfen gemeint – und ihrer quirligen Stadt zu beschäftigen!

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#215 Mainstream ist out!

Ich hatte es bereits einmal erwähnt: Mainstream ist so gar nicht mein Ding. Ich bin nicht gut darin, mich anzupassen oder den Erwartungen anderer zu entsprechen. Umso mehr ich es versuche, desto unglücklicher werde ich darüber. Ich muss lernen, mich loszureißen, die Fesseln abzulegen und meiner eignen Stimme zu lauschen.

Diese Welt bietet Muster, Vorstellungen und eine Menge Regeln sowie Normen, die uns in einem umfassenden Maß daran hindern, wir selbst zu sein. Nicht falsch verstehen, dass es Gesetze gibt oder Regeln für gutes Benehmen halte ich sogar für außerordentlich wichtig. Doch alles, was gezielt in unsere Privatsphäre oder Persönlichkeit einschneidet, lehne ich aus tiefsten Herzen ab. Jeder von uns ist doch genauso toll, wie er eben ist. Viel zu oft schreibt uns gesellschaftlicher Druck jedoch vor, welche Person wir anstelle von uns selbst sein sollen. Das ist traurig und führt zu einer Menge ungelöster Probleme sowie Missverständnisse. Deshalb sage ich dir: Lass dich nicht beeinflussen! Glaube an dich! Halte an deiner Art zu leben fest! Da betrifft deine Wünsche, deine Gesinnung, aber auch deine Art zu reisen.

Als ich mit dem Reisen begonnen habe, bin ich auch dort lange den Pfaden gefolgt, die andere für mich breitgetreten haben. Schon allen deshalb, weil ich nichts anderes kannte. Doch irgendwann habe ich gemerkt, dass da noch mehr sein muss. Dazu braucht es häufig einen Stupser von außen oder eine prägende Erfahrung. In meinem Fall weiß ich gar nicht mehr genau, was den Ausschlag gegeben hat, aber so oder so ich bin dankbar dafür, heute meine eigenen Pfade zu schlagen. Wer neue Wege geht, die ihn zu sich selbst führen, der findet zu dem Menschen zurück, der er im Innersten ist. Vielleicht ist es auch gerade das, was ich am Reisen so liebe. Ich habe das Gefühl, dass ich dabei am meisten ich selbst und am wenigsten ferngesteuert bin. Fremde Ideale bleiben dabei zurück!

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#214 Surfen lernen in Agnes Water

In das winzige Städtchen Agnes Water kommt man am besten, um das Surfen zu erlenen. In der lokalen Surfschule Reef 2 Beach kostet die dreistündige Surflektion gerade einmal 17 AUD – sprich nur vier Euro pro Stunde! Der Gruppenunterricht findet am Hauptstrand von Agnes Water statt. Am Anfang lernt man die Grundlagen erst einmal am Strand, danach geht es ab in die Wellen. Die Surflehrer kümmern sich gut um einen, wenn man Hilfe braucht und am Ende schafft es eigentlich jeder, die leichten Wellen ganz zu Ende zu reiten. Durch meine Skateboarderfahrung viel es mir wirklich unglaublich leicht, weswegen ich mir am nächsten Tag gleich noch ein Board für die Hälfte des Tages ausgeliehen habe. Das kostete dann zwar 20 AUD, aber dafür konnte ich an eine Stelle mit ein paar mehr Wellen gehen.

Der zweite Surftag war durch die größeren Wellen wirklich deutlich schwieriger als der erste. Mich hat es unglaublich oft vom Surfbrett geschmissen. Das Aufstehen klappte ja meistens noch, aber irgendwann ging das Gleichgewicht flöten und ich landete im kalten Nass. Wenn es dann aber doch mal bis zum Ende der Welle geklappt hat, war ich umso stolzer.

Wer noch nie gesurft ist, sollte die Chance, die sich ihm in Agnes Water bietet, unbedingt nutzen. Nirgendwo anders in Australien bekommt man einen so günstigen Surfkurs! Online kann man Kurs im Übrigen noch günstiger ergattern. Bis auf 14 Dollar kann der Preis sinken. Manchmal ist der Kurs online aber auch teurer als direkt vor Ort!

Der Ort selbst ist für ein paar Tage auch schön anzusehen und man kann einen kleinen Ausflug zur nah gelegenen Town of 1770 unternehmen. Im Jahre 1770 – ja, der Name ist kein Zufall – ging dort der Kapitän James Cook das erste Mal in Queensland an Land. Die Straße von Agnes Water zur Town of 1770 heißt deswegen auch Captain Cook Drive.