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#153 Norden vs. Süden

Ich will in die Sonne und ans Meer! – Meer gibt es auch in Norden! – Ich meine richtiges Meer. Meer, in dem man ohne Neoprenanzug baden kann! – Ich will aber nicht schon wieder ins Warme!

Vielleicht seid ihr von der typischen Nord-Süd-Debatte betroffen. Wenn es an die Urlaubsplanung geht, dann scheiden sich manche Geister. Reiseziele sind mehr als Orte fernab der Heimat. An Urlaube und Reisen stellen betroffene hohe Erwartungen und Anforderungen. Die wenigsten sind völlig frei, wenn es darum geht, das passende Ziel auszuwählen. Fast jeder hat zumindest eine ungefähre Vorstellung von dem im Kopf, was eine Reise ihm bieten sollte.

Eine klassische Auseinandersetzung besteht darin, ob ihr die Kälte oder die Wärme bevorzugt. Einmal gibt es da den Sommerurlauber, dem es nie warm genug, sonnig genug und bunt genug sein kann. Hitze, Sommer, Sonne, Strand und gutes Essen! Damit ist derjenige glücklich und bedient. Dazu noch ein paar schöne Sehenswürdigkeiten und eine gemütliche Unterkunft.

Das Gegenteil zum Sommertourist ist der Nordliebhaber. Er liebt raue und kalte Gegenden und Herbststürme faszinieren ihn. Je ungeschliffener und wilder die Umgebung ist, desto wohler fühlt er sich. Er möchte weite Wanderungen unternehmen und in einfachen Hütten wohnen. Er möchte der Natur so nahe wie möglich sein und faszinierende Fotomotive entdecken. Am liebsten hält er sich in der idyllischen Einöde auf! Abenteuer kann es für ihn nicht genug geben!

Wie sollen diese zwei Reisetypen eine Übereinstimmung finden? Das wird sich höchstwahrscheinlich äußerst schwierig gestalten! Da bleibt wohl nur das Los oder eine faire Abmachung, dass man sich regelmäßig abwechselt!

Welcher Typ bist du? Norden oder Süden? Ich persönlich mag beides, bevorzuge aber klar den Süden! Ich liebe es, die Sonne auf der Haut zu spüren und das türkisfarbene Meer zu bewundern. Der Norden hingegen lockt mich mit Natur, in der man sich verlieren kann und rauen Gegenden, die das Herz berühren. Wie also sollte man sich da entscheiden! Ich will von allem etwas! Deshalb wechseln wir unsere Reiseziele immer wieder durch und suchen dauerhaft nach Orten, die uns neue und fremde Eindrücke bieten. Denn das ist für uns der Sinn am Reisen!

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Reisen

#152 Australischer Slang

Bei einer Reise durch den großen, weiten, sogenannten roten Kontinent trifft man an jeder Ecke auf Mitreisende. Aber zum Glück kommt man auch genauso oft mit den meist überaus netten Einheimischen ins Gespräch. Schnell merkt man aber, dass die Australier nicht das in der Schule erlernte British English oder American English sprechen. Die Australier haben einen ganz eigenen Dialekt und zu dieser eigenen Aussprache gehören auch ein paar Wendungen, die man erst bei einer Reise durch Australien kennenlernt.

Die Australier lieben Abkürzungen und ein Australier heißt deswegen nicht Australian sondern kurz Aussie. Auch andere gebräuchliche Ausdrücke werden schlichtweg abgekürzt: Chrissie für Christmas und barbie für barbecue – das liebt der Aussie ja sowieso. Den Kontinent kann man kurz Oz nennen und Brissie sowie Tassie sind keine Mehrschweinchennamen, sondern die Kurzformen von Brisbane und Tasmanien. Einen guten Tag wünscht man sich mit G’Day und wenn man wie so oft nach seinem Wohlergehen gefragt wird, vernimmt man ein Ha ye goin‘?

Es gibt aber auch komplett eigene Begrifflichkeiten. Wenn etwas wirklich epic ist, kann man es auch rad nennen. Ein anderes Beispiel ist das Wort frothing. Wenn man von etwas so richtig begeistert ist, ist man nicht nur keen on doing it, man ist sogar frothing! Und auch wenn man den Passanten auf der Straße gar nicht kennt, kann man ihn mit mate ansprechen. Damn, that’s rad! Isn’t it?

Was mir besonders am australischen Englisch gefallen hat, ist der lockere Umgang. Die australische Mentalität hat sich nämlich auch in der Umgangssprache niedergeschlagen. Wobei niedergeschlagen wohl ein wenig irreführendend ist. Es ist eher genau das Gegenteil der Fall. Der australische Slang lebt von einem ihm eigenen Charme und wenn man einen der vielen netten Australier als Gegenüber hat, transportiert er die Offenheit des Gegenübers auf eine ihm eigene, perfekte Art und Weise. Auch wenn man den australischen Slang nicht immer versteht, ich will ihn auf jeden Fall nicht missen wollen!

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Reisen

#151 Nutze deine Zeit

Wir alle wissen: Wir haben nur dieses eine Leben. Dieses Leben ist ein Geschenk und eine Aufgabe zugleich. Die Aufgabe, die das Leben uns schenkt, besteht darin, das Beste aus unserer Zeit herauszuholen. Wie wir das machen, bleibt jedem von uns selbst überlassen. Ich sage immer, ein guter Start ist es, mit dem anzufangen, was du dir wirklich ersehnst.

Da wir als Menschen häufig eine Verpflichtung an jedem Finger hängen haben, ist es nie einfach mal so eben weltbewegende Entscheidungen zu treffen und alles loszulassen. Reisen bedeutet jedoch oft, genau solche Entscheidungen treffen zu müssen. Warum bin ich hier schon wieder beim Thema Reisen gelandet? Nun ja, das ist deswegen, weil Reisen für mich eine der Aktivitäten ist, mit der ich meine Zeit am sinnvollsten genutzt empfinde. Für dich selbst kann das natürlich auch etwas völlig anderes sein. Doch Fakt ist und bleibt, dass die meisten Herzenswünsche auch Opfer oder zumindest Mut erfordern.

Wir alle ersehnen uns bestimmte Dinge oder Zustände und die wenigsten davon bekommen wir mal eben so gratis frei Haus geliefert. Viel öfters fordern uns die echten Wünsche, für die wir wirklich brennen, zum kämpfen auf. Kämpfen ist nun wirklich nicht der angenehmste oder bequemste Weg, sein Leben zu führen, doch häufig ist es der einzige Weg zu einem glücklichen Leben.

Als Gegenargument könnte man anbringen, dass die Zeit, in der wir kämpfen, durch all das Kämpfen auch auf eine gewisse Art und Weise verschwendet wird. Doch dem wage ich rigoros zu widersprechen. Nur wer für seine Herzensangelegenheiten kämpft, der hat die Chance, dass sich auf lange Sicht gesehen etwas ändert. Andernfalls bleibt uns nichts anderes übrig als sitzen zu bleiben, Däumchen zu drehen und zu hoffen, dass irgendwann alles von selber besser wird. Wie soll das gehen? Manchen steht tatsächlich dieses Glück zu, aber das ist meiner Erfahrung nach die Minderheit. Wer nicht selber aufsteht und seine vier Wände verlässt, um die Angelegenheit selber in die Hand zu nehmen, der lässt seine Zeit einfach durch die Sanduhr verrinnen.

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Campingurlaub Reisen

#150 Campinggerichte: Burger

Als wir in der Algarve uns aufmachten, um einen abgelegenen Strand zu suchen, überlegten wir uns, wie wir uns am Ziel am besten versorgen können. Unsere Wahl fiel schließlich auf einen Besuch beim Metzger und wir kauften etwas Hähnchen-Hackfleisch.

Ein paar Stunden später entdeckten wir endlich eine Staubpiste, die zu einem wunderschönen Strand hinunterführte. Das Besondere war aber, dass wir in der völligen Einöde nicht allein waren. Die ganze Bucht war voll mit VW-Bussen, die zu den unzähligen Surfern gehörten, die die Wellen vor der Küste ausnutzten. Auch wenn wir kein Surfboard dabei hatten, ließen wir uns die Bucht natürlich nicht entgehen!

Wir suchten uns einen etwas abgelegenen Platz, genossen das herrlich erfrischende Wasser und machten uns im Anschluss daran, unsere Burger zuzubereiten. Wir Idioten hatten leider nur kein Öl gekauft und auch keinen beschichteten Topf (oder Pfanne) mit im Gepäck. Zum Glück waren die Surfer ganz typisch super nett drauf und hielfen uns aus.

Anstelle von Hühnchen kannst du natürlich auch Schwein, Rind oder sonst etwas nehmen. Es soll ja auch sogar vegetarische Burger geben… Eine etwas besondere Würzung, auf die wir beide stehen, ist die folgende: Schneide eine halbe Zwiebel und gib etwas Pfeffer, Chili, Kreuzkümmel, Kurkuma auf etwa 400g Fleisch. Auch wenn gerade das Kurkuma den Burger endgültig nicht mehr normal schmecken lässt, finden meine Freundin und ich den Geschmack echt super. Wenn du willst, kannst du ja das nächste Mal unsere Kreation ausprobieren.

Die Zubereitung von Burgern auf dem Campingkocher ist im Allgemeinen auf jeden Fall überhaupt kein Problem. Nach dem Kneten und Würzen musst du sie eigentlich nur mit etwas Öl ein paar Minuten anbraten. Fertig ist der Proteinschub. Wenn du dann noch eine Aussicht wie die unsere hast, ist der Genuss perfekt.

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Reisegagdets Reisen

#149 Offline Karten

Du planst einen Roadtrip? Du bist als Backpacker unterwegs? Oder einfach nur im Urlaub und willst auch mal auf eigene Faust losziehen? Dann sind Offline-Karte deine unschlagbaren Begleiter.

Warum sollte jeder in seiner Reisevorbereitung auch die Offline-Karten für das entsprechende Urlaubsgebiet herunterladen? Na ganz einfach! Auf Internet und Empfang kann man sich nicht einfach mal eben so und immerzu verlassen. Selbst in den hochentwickeltsten Ländern gibt es keine flächendeckende Mobilfunk-Anbindung. Ein Beispiel aus der jüngsten Vergangenheit: Ich konnte es selbst kaum glauben!

Nur wenige Dutzend Kilometer von meiner Heimatstadt entfernt habe ich eine Freundin von mir besucht, die aufs Land gezogen ist. Sie wohnt neuerdings in einem kleinen fünfhundert Seelen Dorf ohne eigenen Supermarkt oder Bäcker. Als ich dort angekommen war, konnte ich ihre Hausnummer einfach nicht entdecken. Also wollte ich ihr eine kurze Nachricht schicken, in der ich sie danach frage. Tjaaa, nichts war’s! Die Nachricht lies sich einfach nicht versenden. Verwirrt versuchte ich es also per Anruf. Doch auch das blieb erfolglos. Es tutete lediglich ein einziges Mal und dann ertönte ein freundliches „Der angerufene Teilnehmer ist leider nicht erreichbar blablabla“! Kapiert hatte ich es zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht.

Glücklicherweise hat sie mich schließlich durch ihr Küchenfenster erspäht. Erst als sie mir wenige Minuten später ihr WLAN anbot mit der Erklärung, dass sie hier draußen kaum über Handyempfang verfügen, wurde mir alles klar.

Das Beispiel zeigt ziemlich authentisch, wie es dann wohl mit dem Mobilfunknetz irgendwo in irgendeinem Gebirge auf dem Balkan ausschaut. Wenn ihr euch zu Hause nicht darauf verlassen könnt, solltet ihr es in einem fremden Land schon gar nicht. Wie immer gilt das logischerweise nicht pauschal. Aber auch wie immer: Vorsicht ist besser als Nachsicht. Die eine oder andere einsame Straße im Hinterland irgendeines Kaffes am Ende der Welt hätte uns sonst bestimmt längst verschluckt. Deshalb sorgt vor und ladet euch rechtzeitig alle nötigen Karten vor. Besonders gute Adressen dafür sind unserer Meinung nach Google Maps oder MapsMe. Vergesst dabei nicht, dass die Karten auch regelmäßig aktualisiert werden müssen!

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Reisen

#148 Nachhaltiger Tourismus am Riff

Bei einer Reise durch Australien darf ein Besuch am Great Barrier Reef auf keinen Fall fehlen. Damit das Riff dabei nicht noch mehr Schaden nimmt, sollte man sich vor einem Schnorchel- oder Tauchausflug gezielt fragen, wie man sich vor Ort am besten verhalten sollte.
Zuallererst muss man sich vor Augen führen, dass jedes Riff extrem empfindlich auf Veränderungen reagiert. Jedwede Art von Verschmutzung ist eine Gefahr für das sensible Ökosystem. Müll muss in jedem Fall mitgenommen werden (auch biologisch abbaubarer) und auf Sonnencreme sollte verzichtet werden. Es ist in jedem Fall besser, einen Neoprenanzug zu leihen. Die Korallen sollten nicht berührt werden. Bei jedem Kontakt werden sie beschädigt und zudem sind sie teilweise extrem scharf. Auch beim Tauchen sollte man immer darauf achten, dass die Ausrüstung nicht über die Korallen schleifen.

Wer mit Flossen unterwegs ist, muss auch darauf achten, keine Sedimente oder Sand aufzuwirbeln. Das Abstellen mit den Flossen auf den Korallen ist sowieso ein absolutes No-Go! Denkt immer daran, dass die Beschädigung oder das Entfernen von Korallen in fast allen Ländern eine Straftat darstellt – im strengen Australien sowieso!

Neben den empfindlichen Korallen sind natürlich auch die anderen Lebewesen zu schützen. Nie sollte man die Tiere berühren oder bedrängen. Denkt immer auch daran, dass man sich bestimmten Tieren auch überhaupt nicht annähern sollte.

Auch wenn es ziemlich viele Regeln zu beachten gibt. Der Besuch, der wird sich garantiert lohnen. Noch nie zuvor habe ich eine so farbenfrohe Unterwasserwelt gesehen. Überall waren leuchtende Korallen und Fische zu sehen. Das eine Mal hat sich sogar eine Meeresschildkröte in mein Blickfeld bewegt. Zum Glück hat sie sich durch mich nicht gestört gefühlt und so konnte ich sie über zehn Minuten verfolgen. Das war wirklich ein ganz besonderes Erlebnis. Ganz am Ende hat sich dann auch noch ein Rochen dazugesellt. Das war dann schon ein bisschen nervenaufreibender!

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Reisegagdets Reisen

#147 Park4night

Heute geht der Ruf an alle Camper-Freunde da draußen! Ein einsamer Stellplatz auf irgendeiner Klippe oder direkt am Strand ist doch der Traum von so einigen Roadtrippern. Oder bevorzugst du eine Übernachtung mitten im Gebirge, damit du morgen früh gleich mit deiner Wanderung starten kannst? Egal, wie deine Traumvorstellung ausschaut, ich habe einen coolen Tipp für dich, falls du ihn noch nicht kennst. Dieser Tipp lautet Park4Night. Aber dafür muss ich erst mal ein wenig ausholen.

Vor gut zwei Jahren befanden wir uns um Ostern herum, auf einem ausgedehnten Roadtrip entlang der spanischen Küste. Das mit dem Wildcampen in Spanien ist ja immer noch ein Diskussionsthema. Ganz legal und gern gesehen ist es nicht, aber eigentlich macht es doch jeder! So kam es, dass wir eines Abends unser Autolein an einem wunderbaren Strand parkten und uns für die Nacht einrichteten. Direkt neben uns parkte ein Wohnmobil und es war klar, dass sie ebenfalls für die Nacht dort stehen bleiben würden. Nachdem wir den Sonnenuntergang am Wasser genossen haben, schlenderten wir zum Parkplatz zurück. Genau da ging die Tür von unseren heutigen Nachbarn auf.

Ein Blick auf unser Auto genügte und das Interesse war geweckt. „Wie, ihr schlaft da drinnen?“ Haha, die überraschten Blicke kennen wir zu gut! Unser Auto ist nicht gerade der typische Camper! Es ist um einiges kleiner und sehr viel unauffälliger. Schnell sind wir ins Gespräch gekommen und als der Wohnmobil-Nachbar von unseren Plänen hörte, hakte er nach: „Wo übernachtet ihr denn so und wie macht ihr das mit dem Wildcampen? Kennt ihr eigentlich Park4Night? Die App nutzen wir dauerhaft!“ Unwissend schüttelten wir den Kopf und sofort bekamen wir eine ausführliche Einweisung. Seit diesem Tag sind wir absolute Fans dieser App geworden. Kaum eine Reise mit dem Auto vergeht, ohne dass wir Park4Night nutzen.

Jetzt aber genug gequatscht, sprechen wir mal Tacheles. Park4Night ist eine tolle App vor allem für alle, die nicht nur auf Campingplätzen oder Stellplätzen übernachten wollen, sondern gerne auch mal ab vom Schuss stehen. Auf der interaktiven Benutzeroberfläche kann jeder User Stellplätze einstellen, bewerten und darüber informieren. Gibst du dann deinen Standort ein oder checkst die Kartenansicht, werden dir alle Stellplätze in deiner Nähe angezeigt. Zusätzlich erfährst du, wie viel zu bezahlen musst, ob Sanitäranlagen zur Verfügung stehen und findest gewöhnlich ein paar Schnappschüsse der Location vor. Natürlich kann man sich nicht zu hundert Prozent auf jede Information verlassen, wir standen auch schon mal vor einer vergammelten Autowaschanlage oder Ähnlichem. Aber im Großteil der Fälle erwartete uns eine tolle Erfahrung und eine kostengünstige Übernachtungsmöglichkeit.

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Campingurlaub Reisen

#146 Reisegadget: USB- & AUX-Anschluss im Auto

Wer plant, einen ausgedehnten Roadtrip mit dem Auto zu unternehmen, sollte sich unbedingt darum kümmern, auch einen USB- und einen AUX-Anschluss im Auto zu installieren. Auch wenn es viele Autos gibt, die die beiden Anschlüsse serienmäßig verbaut haben, sollte man sich zumindest über deren Existenz vergewissern. Unser Honda Jazz hatte beispielsweise keinen von beiden.

USB-Anschlüsse kann man am einfachsten Nachrüsten. Man kann sich einen Doppel-USB-Adapter für den Zigarettenanzünder kaufen, der dann mit den 12V des Autos betrieben wird. Das ist zum Beispiel eine super Möglichkeit zu verhindern, dass das Navi abschmiert. Zum Laden des Handys oder auch der Kamera können sie auch herhalten. Da das Laden per Auto-USB aber nicht das schnellste ist, sollte man versuchen, permanent Geräte zu laden, damit man nicht in die Situation kommt, dass plötzlich von mehreren wichtigen Geräten der Akku leer ist. Um die Ladung der Autobatterie müsst ihr euch dabei übrigens keine Sorgen machen. Die Batterie entleert sich nur, wenn ihr Geräte anschließt, während nur die Zündung, aber nicht der Motor an ist.

Beim AUX-Anschluss wird es ein wenig schwieriger. Beim Honda Jazz gibt es den AUX-Anschluss als Extra, weswegen das serienmäßige Radio immer AUX-fähig ist. Bei unserem ist der AUX-Eingang einfach nicht angeschlossen. Für die Nachrüstung muss man einen Teil der Armaturenverkleidung abbauen. An der Rückseite des Radios gibt es dann sechs Pins, bei denen man drei für den Anschluss des AUX-Kabels nutzt und zwei überbrückt. Der sechste Pin bleibt frei. Auch wenn das Nachrüsten beim Jazz relativ leicht möglich ist, kann es auch sein, dass du dein Radio tauschen musst. Dann ist es aber vielleicht leichter, einfach einen tragbaren Lautsprecher mit ins Auto zu nehmen, den man über USB laden kann. Der Sound ist zwar dann nicht so gut, aber wenigstens kann man seine eigene Musik hören.

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Reisen

#145 Reise Illusion

Ist reisen eine Illusion? Etwas, wovon wir nur in unseren Träumen denken, dass es uns glücklich macht? Reisen wir nur dem positiven Lebensgefühl hinterher, das uns die lieben sozialen Medien vermitteln? Ich persönlich würde ja immer laut und deutlich schreien: NEIN! Doch man muss ehrlich sein und sich die Sache mal aus einem näheren Blickwinkel vornehmen! Nur dann wissen wir, ob wir wirklich aus den richtigen Gründen reisen.

Ich glaube, jede Reise, die uns zu einem Ort führt, den wir schon oft auf Bildern im Internet gesehen haben, birgt die Gefahr, dass wir uns vorher eine Illusion von diesem Ort gemacht haben. Wir hoffen, dass wir genauso glücklich befreit und lässig aussehen wie all die Reisegurus auf ihren gestellten Bildern. Dass die meisten Bilder unfassbar gestellt sind, vergisst man nämlich viel zu oft beim Betrachten. Also neigt man viel zu oft dazu, das Gesehene für bare Münze zu nehmen. Und wo soll das dann bitte hinführen? Dazu, dass wir etwas hinterher eifern, das es nicht mal gibt. Nicht mal für den Menschen, der es promotet? Das ist schon traurig!

Wenn ich das nun so aus der Nähe betrachte, wie ich es wollte, muss ich mir auch selber Folgendes eingestehen: Ich habe sowohl schon falsche Ideale verfolgt, als diese auch selber verbreitet. Viel zu oft habe ich stundenlang an einem Ort verharrt, nur um das perfekte Foto in der perfekten Pose zu schießen. Das Foto hinterher auf einem Social Media Kanal mit dem passenden Spruch und dem passenden Hashtag reichen und schon glaubt jemand dasselbe fühlen zu müssen, was er auf meinem Bild zu sehen vermag. Das kann nicht gut sein, weder für mich noch für jemand anderen. Ich versuche inzwischen meine Bilder immer noch schön zu gestalten, aber nicht mehr mit dem Perfektionsanspruch, den ich einst an sie gestellt habe.

Auf der anderen Seite habe ich schon oft einen Strand im Internet gesehen und ihn hinterher – in der Realität – mit enttäuschten Augen betrachtet. Dazu reichten schon fehlende Sonnenstrahlen. Unfassbar unfair eigentlich. Was kann der Strand dafür, dass das Internet strahlenden Sonnenschein verspricht und damit jeden Besucher auf eine falsche Fährte lockt. Lasst uns den Plätzen eine Chance geben. Lasst uns einfach hinfahren. Ohne uns vorher eine verfälschte Illusion zu machen!

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Campingurlaub Reisen

#144 Campinggerichte: Pfannkuchen

Auf unserer Azorenreise mussten wir einmal das Inselhüpfen mit dem Flugzeug erledigen, weil die Fähre noch in Griechenland feststeckte und der Fahrplan nicht wie geplant durchgeführt werden konnte. Bei unserer Landung entschieden wir uns ganz spontan noch einen fahrbaren Untersatz anzumieten. Ein kleiner Tipp am Rande: Online war es deutlich günstiger und die einzigen Nachteile bei der Online-Buchung direkt vor dem Stand der Mietwagenfirma sind, dass erstens die Bestätigungsmail erst einmal ankommen muss, damit man seinen Wagen in Empfang nehmen kann und zweitens, dass normalerweise eine Buchung mindestens zwei Stunden in der Zukunft beginnen kann. Zum Glück waren die Angestellten kulant und nachdem wir die Bestätigungsmail auf dem Handy und in ihrem System hatten, konnten wir das Auto sofort mitnehmen. So kulant wie die Angestellten auch waren, so unpünktlich waren sie dann aber bei der vereinbarten Rückgabezeit. Da der Flughafen auf Pico so winzig ist, sind die Stände der Mietwagenfirmen nicht rund um die Uhr besetzt. Die Mitarbeiter schauen nur vorbei, wenn die nächste Maschine landet. Was macht man also während der Wartezeit? Wie wär’s mit kochen?!

Zugegeben, die Idee hätten wir so vielleicht auch nicht am Flughafen in Frankfurt am Main umgesetzt, aber auf den winzigen Azoreninseln war es kein Problem. Ok, ein paar Leute haben dann doch ein bisschen verdutzt geguckt, aber wirklich niemand hatte ein Problem damit. Wir haben es uns also an der Seite des Flughafens im Schatten bequem gemacht und mit dem Kochen angefangen. Heute sollten es Pfannkuchen werden.

Pfannkuchen sind auf dem Gaskocher zum Glück ziemlich leicht umzusetzen. Ein Gaskocher und Topf mit Deckel genügen im Prinzip. Misch dir deinen Teig im Topf und bereite die Pfannkuchen mit etwas Öl im Topfdeckel zu. Essen kannst du die Pfannkuchen dann einfach mit den Händen. So schmeckt es doch sowieso am besten 😉

Die Rezeptur der Pfannkuchen hängt bei uns immer davon ab, was wir gerade über haben. Mehl, Milch und ein bis drei Eier schmecken unserer Meinung nach am besten. Statt Milch kann man aber zum Beispiel auch nur Wasser nehmen. Falls man nur Milch und Mehl hat, geht das notfalls auch. Damit der Teig ein bisschen Geschmack bekommt, kannst du auch eine kleine Prise Salz hinzufügen und wenn du den Teig vor der Zubereitung ein bisschen stehen lässt, wird er auch nochmal besser.