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#163 Mut & Vertrauen – Deine besten Reisebegleiter

Wer reist, braucht Mut. Mut ist kein Gut, das man einfach mal aus der Hosentasche zaubert. Mut braucht das angemessene Gleichgewicht und Mut fordert Kraft!

Wie erlangst du Mut? Nun Mut entsteht, wenn du lernst, dir selbst zu vertrauen! In diesem Fall geht es dabei nicht in erster Linie um Selbstvertrauen, sondern um das Vertrauen, dass du deine Fähigkeiten richtig einschätzt. Es geht um Vertrauen in deine Länderkunde, dein Bauchgefühl und deine Vernunft. All das erlangst du jedoch nur, wenn du genügend Erfahrungen sammeln kannst und dich Stück für Stück an das richtige Maß an Vertrauen herantastest!

Auf dem Weg zum perfekten Vertrauen in dich selbst kann es passieren, dass du dich sehr nahe an gegebene Grenzen annäherst. Vielleicht wirst du sogar manches Mal eine wichtige Grenze überschreiten. Das birgt Gefahren und lässt dich auch mitunter scheitern. Deshalb ist es von unwahrscheinlicher Wichtigkeit, sich deinen Grenzen auf eine vorsichtige Art und Weise zu nähern. Dafür musst du eine Menge Ruhe und Ausgeglichenheit in dir tragen. Wer sich selbst sucht, der braucht dazu Geduld. Den richtigen Weg zu finden, das ist keine einfache Sache. Also sieh zu, dass du deine Grenzen richtig einschätzt und die entscheidenden nicht überschreitest. Bei der Suche nach sich selbst sollte man sich nicht in Gefahren begeben, die sich vermeiden lassen! Dass auf einer Reise gewisse Gefahren existieren, dessen sollte man sich dennoch bewusst sein. Deshalb gilt es vernünftig und bedacht abzuwägen, welche davon du in Kauf nehmen kannst und welche keinesfalls.

Wer Erfahrungen sammeln konnte und sich ein gewisses Gleichgewicht aufgebaut hat, der ist bereit, mit Mut durch diese Welt zu gehen. Trotzdem darf man nie vergessen, dass auch ein erfahrener Reisender sich zu täuschen vermag. Vorsicht gehört auf einer Reise auch zur Tagesordnung! Vergiss das niemals!

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#162 Reisegadget: Taschenmesser

Naja, was soll ich sagen? Eine Reise ohne Taschenmesser ist doch keine echte Reise?! Ok, ich weiß. Auch auf meinen Reisen ist es nicht immer mit dabei. Wenn wir nur mit Handgepäck im Flugzeug verreisen, kann es leider nicht mitkommen. Ansonsten befindet es sich aber wirklich auf jeder Reise mit im Gepäck.

Das Schreiben dieses Artikels kommt mir schon fast lächerlich vor, so selbstverständlich ist bei uns das Taschenmesser mit dabei… Ich denke, es ist am besten, die vielen, verschiedenen Einsatzmöglichkeiten vorzustellen und damit auch die letzten Zweifler zu überzeugen 😉
Wer gerne Lagerfeuer macht, kann damit Spieße sägen und schnitzen. Das Fleisch und die Beilagen kann man natürlich auch herrichten. Generell eignet es sich auch super für Brotzeiten oder als Unterstützung beim Kochen.

Kleine Reparaturen sind ab sofort kein Problem mehr: Beim Scheinwerferwechsel kann man super einfach die Stopfen lösen, die die Radkastenverkleidung an der Karosserie befestigen. Mit den Schraubenziehern kann man lockere Schrauben wieder festziehen (manche Schlösser in Unterkünften schließen, dann auch wieder richtig).
Die Schere kann aushelfen, wenn man mal eine Wunde versorgen muss. Pflaster, Mullbinden und Verbände können zugeschnitten werden. Der Korkenzieher oder der Flaschenöffner kann beim entspannten Beisammensitzen helfen – oder um dem Freund die Augen auszustechen, weil er der anderen Frau am Strand zu lang nachgeschaut hat. Keine persönliche Erfahrung! Was ich mit dem letzten Beispiel ausdrücken wollte: Nehmt das Ding mit. Ihr kommt in eine Situation in der ihr es gebrauchen könnt und nein, in Beziehungskrisen sollte ausnahmsweise nicht darauf zurückgegriffen werden 😉

Abschließend noch eine kleine Anmerkung zum Kochen: Ananas geht übrigens auch super, obwohl das Messer ja viel zu kurz ist. Immer im Kreis schneiden, sodass die Scheibe nur noch in der Mitte an der Ananas fest ist. Dann eine kleine Raute um den Strunk schneiden und die Scheibe halbieren. Voilà: Mundgerechte Stücke, die man einfach abessen kann.

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#161 Die Debatte der Nachhaltigkeit auf Reisen

Wie können wir nachhaltig leben und trotzdem reisen? Diese Frage wird in den letzten Jahren immer lauter! Kritiker sprechen sich gegen Fernreisen aus und Flüge sind ja sowieso etwas verpöntes – zumindest in gewissen Kreisen. Ich kann verstehen, wenn all das Debattieren und Beschimpfen dir mitunter auf die Nerven geht. Manchmal bewirkt ein dauerhaftes mit dem Finger auf etwas/jemanden zeigen nur, dass man nichts mehr davon hören möchte! Oder man sogar noch sturer an seinem Verhalten hängen bleibt. Im Fall der Umwelt ist das natürlich keine Option, aber trotzdem entwickelt sich ein gewisser Trend in zwei Blöcke aus Gruppen. Die eine Gruppe sagt Umweltschutz geht über alles, während die anderen sich die Finger in die Ohren stecken und lalalala singen! Zwischen den zwei Gruppen taumeln viele Unentschlossene hin und her, die nicht wirklich wissen, was sie von der ganzen Debatte halten sollen und wo sie sich selber einordnen! Ich persönlich fühle mich dieser desorientierten Zwischengruppe sehr zugehörig.

Ja, die Umwelt ist mir wichtig! Ich möchte sie schützen und für die Nachwelt erhalten. Doch ehrlich gesagt weiß ich nicht genau, wie wir das bewerkstelligen können. Es gibt so viele Kampagnen und Verhaltensregeln. Einige davon halte ich für selbstverständlich. Ich lasse beispielsweise meinen Müll nicht liegen und trenne ihn zu Hause auch. Ich fahre auf Reisen häufig mit öffentlichen Verkehrsmitteln und vermeide – wenn es geht – Flüge innerhalb Europas! Wenn sich mir die Chance bietet, kaufe ich gerne Produkte der Region. Bei der Unterkunftswahl bevorzuge ich sowieso schon lange die kleinen Ferienwohnungen vor großen Hotelketten. Doch irgendwo ziehe ich auch meine persönliche Grenze. Wenn ich dann eben doch mal in ein Flugzeug steige, dann tue ich das ohne schlechtes Gewissen! Klar hilft ein kleiner Schritt dabei etwas Großes zu bewegen. Natürlich muss man irgendwo anfangen und irgendwer muss der erste sein. Doch umdenken müssen wir an so vielen anderen Stellen noch viel mehr! Man darf nicht mit dem Finger nur auf das eine zeigen, was eben gerade am gelegensten kommt! In der Sache Umweltschutz braucht unsere Welt noch so viel mehr Offenheit und Fairness.

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#160 Mit dem Auto bis zur Sahara

Viele schauen uns ungläubig an, wenn wir ihnen erzählen, dass wir Marokko mit dem eigenen Wagen besucht haben. Für uns war es aber wie selbstverständlich, als wir während unseres ERASMUS Studiums in Madrid bemerkten, dass wir zwei ganze Wochen frei haben. Nach einem kurzen Gespräch mit den nötigen Professoren und wir konnten sogar eine weitere Woche dranhängen – ob das auch in Deutschland geklappt hätte?

Von Madrid aus ging es für uns in Richtung Algeciras. Die spanische Hafenstadt liegt genau neben Gibraltar. Von dort aus ging es mit der nächsten Autofähre vorbei am Felsen von Gibraltar hinüber auf den afrikanischen Kontinent. Vorerst blieben wir aber noch in der EU. Wir legten nämlich in der spanischen Exklave Ceuta an. Wie wir erwartet hatten, war das auch gar keine schlechte Idee. So konnten wir uns ein bisschen schon an Afrika gewöhnen, bevor wir uns am nächsten Tag auf den Weg zur marokkanischen Grenze machten. Direkt nach dem Grenzübertritt erworben wir noch spontan eine Versicherungspolice, da wir leider erst auf der Fährfahrt bemerkt hatten, dass unsere grüne Versicherungskarte zwar in Nordmazedonien (MK), aber nicht in Marokko (MA) gilt. Das hatten wir doch glatt übersehen!

Die Fahrt durch Marokko verlief dann aber komplett problemlos. Die Straßenbedingungen sind natürlich nicht mehr ganz europäisch, aber daran haben wir uns schnell gewöhnt. Während unserer zwei Wochen in Marokko haben wir zwar bei Weitem nicht alles sehen können, aber wir sind mit unserem Honda immerhin bis an die Wüste herangekommen. In die Wüste ging es dann aber doch mit einem echten Fourwheel-Drive.

Neben der Sahara – was im Übrigen ein großartiges Erlebnis war – haben wir noch die Hauptstadt Marrakesch und die Städte Ouarzazate, Rabat, Meknès und Tanger besucht. Auf dem Weg haben wir natürlich auch immer wieder gehalten und so viel mitgenommen, wie es nur ging. Ein echter Roadtrip halt!

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#159 Nebenwirkungen vom Reisen

Dieses dumpfe Gefühl in der Magengrube kennt jeder. Zumindest fast jeder! Es lässt sich schwer beschreiben und doch wird gleich jeder wissen, wovon wir reden: In deinem Bauch rumort es, dir ist leicht schwindelig und du fühlst dich irgendwie wie gerädert. Deine Haut ist blass und deine Stimmung im Keller. Leere macht sich in dir breit und die Wände um dich herum wachsen immer enger zusammen.

Nein, keine Angst, diese Symptome deuten nicht unbedingt darauf hin, dass du dir etwas eingefangen hast. Es wäre natürlich auch möglich, dass du etwas falsches gegessen hast. Und dir ein paar ungemütliche Stunden bevorstehen. Oder aber du hast etwas völlig anderes. Du leidest möglicherweise an einem zertifizierten Reisegebrechen. Viele Ärzte haben sich bereits den Kopf darüber zerbrochen und Psychologen sind daran verzweifelt: Wir sprechen von etwas unaufhaltbaren, leicht entflammbaren. Der Reisekrankheit. Auch genannt Fernweh!

Fernweh entsteht mit dem ersten Blick auf die endlose Weite des tiefblauen Meeres. Oder mit dem ersten Berggipfel, den du erklommen hast. Vielleicht reicht sogar ein einziges Foto vor deinen Augen, von einem fernen Ort, der deine Reiselust anstachelt. Einmal erweckt, wirst du diesem Gefühl nie wieder entkommen können. Denn hat dich das Fernweh erst einmal in seinen Bann gelockt, wird es dich nie wieder aus seinen Fängen entlassen.

Die Diagnose Fernweh ist leicht gestellt, doch die Folgen gehen ins Geld, stellen Freundschaften auf die Probe und lassen dich über dich selbst hinauswachsen. Fernweh treibt dich dazu, Flüge zu buchen, Reisen zu planen und dich Hals über Kopf in neue Länder zu verlieben. Wer von dieser ganz speziellen Reisekrankheit geplagt ist, kann kaum zwei Tage hinter sich bringen, ohne die Worte Reisen, Abenteuer oder Ausland in den Mund zu nehmen. Wer einmal vom Keim des Fernwehs befallen ist, der wird nie wieder der Mensch sein, der er davor war.

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#158 Faszination Welt

Weltkarten haben mich immer schon fasziniert. In meiner Jugend habe ich probiert, mir so viele Ländernamen wie nur möglich zu merken und die passenden Hauptstädte am besten gleich mit dazu. Da fällt mir ein: Auch ein paar Hauptstädte der bekannteren Länder sind ein bisschen verzwickt. Lust auf einen kleinen Test?
Was ist die Hauptstadt von …
… Australien
… den USA
… Island
… der Schweiz
… Argentinien

Die Auflösung lautet in richtiger Reihenfolge: Canberra, Washington D.C., Reykjavik, Bern und Buenos Aires. Wenn ich heute aber einen Blick auf die Weltkarte werfe, schießen mir andere Dinge durch den Kopf: „Mensch, die Welt ist einfach viel zu groß, um alles in einem Leben sehen zu können.“ oder „Es sieht ja gar nicht so weit aus. Vielleicht können wir auch das Land noch mit einem Roadtrip erkunden“. Die liebste Frage ist aber immer die, welches Land ich als Nächstes bereisen könnte. Was ist derzeit sicher? Wo verhindern derzeit keine Hurrikans, Monsum-Regenfälle oder Mückenplagen das Reisen?

Zwischen dem Schreibtisch von mir und meiner Freundin hängt seit beinahe zwei Jahren eine Weltkarte. Eine, bei der man all die Länder freikratzt, in denen man schon war. Irgendwie sind wir aber immer noch nicht dazu gekommen, all die Länder freizulegen. Bis jetzt sind es nur Spanien, Portugal, Georgien, Marokko, Kuba und Sri Lanka. Wir haben also durchaus noch Arbeit vor uns. Mal sehen, ob erst die nächste Reise oder das überfällige Freikratzen auf dem Programm stehen. Ich hab da so ein Gefühl…

Damit wir nicht komplett in Rückstand geraten, haben wir uns aber auf eine Abmachung geeinigt. Wir kratzen nur die Länder frei, in denen wir beide schon zusammen waren. Australien und manch anderer Staat müssen also noch ein bisschen auf einen zweiten Besuch von mir und den ersten von meiner Freundin warten. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf ein baldiges Wiedersehen!

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#157 Nichts vergessen?

Stress und Hektik erwarten uns vor jeder einzelnen Reise! Wir sind nicht unbedingt die Menschen, die man als gut organisiert bezeichnen würde! Das führt zum Beispiel dazu, dass wir frühsten am Abend vor einer Reise mit dem Packen beginnen. Und noch dringend abspülen oder den Müll nach unten bringen müssen, obwohl in fünfzehn Minuten der Bus zum Flughafen abfährt! Solche Situationen sind bei uns keine Seltenheit! Trotzdem haben wir fast noch nie etwas wichtiges vergessen! Das wundert dich? Kann ich verstehen, aber wir haben da so unsere Methoden!

Letztlich basiert unser komplettes Reisesystem auf ein paar gut funktionierenden Tricks. Als erstes haben wir uns angewöhnt, alle notwendigen Reiseutensilien an einem Ort mitten im Zimmer zu sammeln! So offen, dass man buchstäblich darüber stolpert! Wie will man etwas vergessen, dass einem einen blauen Fleck verpasst hat?

Zusätzlich schreiben wir uns jede Menge Listen und platzieren diese direkt vor der Wohnungstür! Wenn wir also loswollen, bleibt uns nichts anderes übrig, als diese zu bemerken und einen letzten abgleichenden Blick darauf zu werfen! Ich sage euch mit diesen kleinen Tricks läuft die Reisevorbereitung selbst in den chaotischsten Haushalten wie am Schnürchen!

Was ich euch auch noch empfehlen kann, aber selber bisher viel zu wenig beherzige! Stellt euch kleine Reminder auf euren Smartphones! Einen, der euch drei Stunden bevor ihr losmüsst, erinnert und dann noch welche, die die voranschreitende Zeit erkennen lassen! Am besten enthält jeder Reminder den passenden Titel an Aufgaben, die zu diesen Zeitpunkt erledigt werden müssen! Wenn der Wecker zum Abspülen das dritte Mal auf Snooze geschaltet wird, sollte sich zumindest annähernd ein schlechtes Gewissen breitmachen!

Ein geplantes Chaos ist besser als ein ungeplantes Chaos! Das ist meine Devise und das Geheimnis, mit dem ich noch jedes Mal mein Flugzeug oder meinen Zug bekommen habe! Bis auf eine einzige Ausnahme – aber das ist eine andere Geschichte!

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#156 Sonnenstürme

Wenn man vor lauter Sternen den Himmel nicht mehr sehen kann und dann noch die Luft zu flackern anfängt, können nur ein paar wenige Sachen dafür verantwortlich sein. Entweder man hat zu tief ins Glas geschaut, man hat sich ein paar unangenehme Freunde gemacht oder man befindet sich in der Nähe des Polarkreises. Von den vorgestellten Optionen ist wohl die letzte die zu bevorzugende. Die Nordlichter einmal in live zu sehen – das ist doch der Traum von jedermann!

Die Nordlichter entstehen, wenn kleine Partikel aus dem Weltraum in unsere Atmosphäre eindringen und verglühen. Die Quelle dieser Partikel ist unsere Sonne. Bei sogenannten Sonnenstürmen werden Partikel in die Weiten des Weltraums geschleudert. Da das Magnetfeld der Erde von den beiden Polen ausgeht, ist das Phänomen der Nordlichter in der Nähe der Polkappen am ausgeprägtesten – die Partikel verglühen in geringerer Höhe. Je weiter man sich von ihnen entfernt, desto schwächer werden die leuchtenden Farben am Himmel. Aber nicht nur die Orte sind relativ abgelegen, auch die Temperaturen sind meist nicht angenehm. Was muss nämlich noch erfüllt sein, dass man die glühenden Teilchen bestmöglich sieht? Es muss dunkel sein und das geht natürlich am besten im Winter. Vor allem da die Sommer am Pol ziemlich hell sind und so gut wie gar nicht die Sonne untergeht. Im Winter ist es aber saukalt – keine gute Jahreszeit, um Länder zu bereisen.

Das Problem an den Nordlichtern ist also vor allem, dass man, um sie zu sehen, gezielt eine eigene Reise in die Kälte unternehmen muss. Ob in Richtung Norden oder Süden ist übrigens egal. Man muss nur nah genug an den Nord- beziehungsweise Südpol kommen. Oder einfach ein bisschen mehr Glück haben. Manchmal sieht man das Himmelsspektakel sogar noch in mitteleuropäischen Gefilden. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte also eine Reise auf sich nehmen. Nicht nur die Sonnenstürme (die Quelle der Weltraumpartikel), sondern auch das Wetter und die Lichtverschmutzung müssen schließlich stimmen. Bei einem zweiwöchigen Aufenthalt im hohen Norden sollte aber zumindest eine Sichtung garantiert sein.

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#155 Nizza – Die Stadt in einem Tag

Von Frankreich habe ich bisher noch viel zu wenig gesehen. Ich war zwar schon in Paris, in den französischen Pyrenäen und an der Côte d’Azur. Aber da gibt es immer noch eine Menge weitere Highlights zu entdecken.

Auf unserer vorletzten kleinen Frankreich-Rundreise verschlug es uns dann endlich mal nach Nizza. Leider blieb uns nur ein einzelner Tag und eine Nacht, um die riesige Stadt zu erkunden, da wir im Anschluss gezwungen waren, die Heimreise anzutreten. Was haben wir an diesem einen Tag so erlebt? Das erzähle ich dir gerne!

Direkt nach der Ankunft begaben wir uns auf die Suche nach einer günstigen Unterkunft. Gar nicht so einfach in Nizza. Letztendlich fanden wir ein hübsches kleines Zimmer für 50€ pro Nacht etwas westlich des Zentrums gelegen. Richtig günstig kann man das zwar nicht nennen, aber wer zur Saison zentrumsnah unterkommen möchte, ohne dabei ins Hostel zu gehen, hat unserer Erfahrung nach kaum eine andere Wahl.

Anschließend zog es uns ohne Umwege ans Meer. Direkt vor der kilometerlangen Meerpromenade – mit ihren traumhaften grünen, haushohen Palmen – befindet sich auch der stadteigene Strand. Ich muss ehrlich sagen, dass der Strand mich nicht so richtig überzeugen konnte. Häufig ist es grob kiesig und das Ambiente mit der stark befahrenen Straße im Rücken ist auch etwas gewöhnungsbedürftig. Na ja, ich bin ja auch eher Fan von Stränden irgendwo im nirgendwo, die ich ganz für mich alleine habe.

Abends machten wir uns in der Unterkunft frisch und begaben uns auf die Suche nach einem bezahlbaren Restaurant in der Altstadt. Der Flair in den gut beleuchteten Gässchen bei Nacht ist ein wahrlich bezaubernder.

Zu guter Letzt nutzten wir den verbleibenden Morgen noch, um ein paar der berühmten Shopping-Zentren auszutesten. Da wird fast jeder etwas Passendes für sich finden. PS auch die kleinen Boutiquen sind nicht zu verachten.

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#154 Eiszeit oder nur Winter in Finnland?

Wenn es im tiefen Winter in den hohen Norden verschlägt, den erwartet meisten eine eisige Kälte. Ob die Winterjacke ausreicht, ist eher zu bezweifeln. Man sollte, wenn vorhanden, gleich an die Skiunterwäsche denken und natürlich auch einen Schal, eine Mütze und ein Paar Handschuhe mit einpacken. Jetzt ratet mal, was ich bei meinem letzten Besuch in Finnland vergessen hatte? Naja, so ziemlich alles von dem, was ich eben aufgezählt habe. Zum Glück war es allerdings schon März und mein Kumpel, der ein ERASMUS Semester in Finnland verbrachte, hatte noch ein paar Sachen für mich über.

Nach meiner Landung in Helsinki erkundigte ich die Hauptstadt Finnlands aber noch in eher dürftig geeigneter Bekleidung. Die sieben Stunden Aufenthalt, bis mein Bus nach Seinäjoki abfuhr, hab ich nur mit zwei Zwischenstopps in zum Glück gut gewärmten Gaststätten überstanden. Die 350 Kilometer im zweistöckigen Bus waren dagegen ein echter Genuss. Ich hatte Glück und ergatterte mir im oberen Geschoss einen Sitz ganz vorne. Für gerade Mal neun Euro Fahrpreise gab es neben der tollen Aussicht auch noch kostenloses WLAN.
In Seinäjoki angekommen, holte mich zu meiner Freude wie vereinbart mein bisweilen etwas verpeilter Freund ab und führte mich ein wenig durch seine sechsmonatige Wahlheimat. Am nächsten Tag ging das Abenteuer aber schon weiter. Mit dem Mietwagen wollten wir in Richtung Polarkreis. Das Fahren auf den finnischen Straßen war dann wirklich ein Erlebnis. Eine gut befahrene Straße hatte auch mal gar keinen Schnee auf der Fahrbahn. Wenn es nur ein bisschen ruhiger wurde, sah man aber schon einen weißen Streifen zwischen den Rädern des einen Kilometer entfernt (vielleicht etwas übertrieben) fahrenden Vordermannes. Sobald die Fahrbahndecke überhaupt nicht mehr sichtbar war, wusste man, dass es sich nur um eine regional genutzte Straße handeln konnte und spätestens dann war ich über die Spikes, die unsere Autoreifen hatten, richtig glücklich.

Noch ein Tipp: Das Navigationsgerät sollte immer auf „schnellster Weg“ und nicht „kürzester Weg“ eingestellt sein. Sonst passiert es nämlich ziemlich schnell, dass die Schneedecke um ein paar oder ganz viele Zentimeter steigt, nur noch ab und an Schneemobilspuren auf der vor einem Monat geräumten Straße zu entdecken sind und man beim nächsten Schneehügel aufsetzt. Nein, uns ist das nicht passiert…
Der Roadtrip ans Tor zu Lappland war auf jeden Fall ein voller Erfolg. Solche Zwischenfälle sind doch so wie das Salz in der Suppe. Ohne wäre es langweilig! Der einzige Mängel? Der Roadtrip war viel zu kurz. Ich muss auf jeden Fall nochmal kommen und dann ist auch Lappland nicht mehr vor mir sicher!