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#180 Reisegadget: Pfefferspray

Immer wieder hört man davon, wenn man auf Reisen ist oder man daheim mit Freunden seine Reiseerlebnisse austauscht. Jemand wurde auf einer Reise überfallen und ausgeraubt. Taschendiebstähle wie auf dem Fasching in Rio sind ja noch irgendwie in Ordnung. Natürlich ist es immer doof, wenn man beklaut wird, aber meistens sind es nicht so große Mengen, da man ja schon genügend oft dafür sensibilisiert wird. Besonders ärgerlich ist natürlich, wenn dabei die Kamera, das teure Smartphone oder gar Dokumente abhandenkommen. Nichtsdestotrotz ist es meiner Meinung nach deutlich schlimmer, ausgeraubt zu werden. Die Situation ist einfach deutlich unangenehmer und auch brenzliger.

Zum Glück ist es mir selbst noch nie passiert. Das liegt denke ich aber auch an meinen bisherigen Reisezielen. So richtig kriminelle Gefilde waren da noch nicht dabei. Das liegt aber auch vor allem daran, dass ich nicht besonders scharf darauf bin, einmal ausgeraubt zu werden. Aus diesem Grund habe ich mir auch schon oft Gedanken über die Thematik gemacht und habe mir selbst fest vorgenommen, mich dann gegebenenfalls auf alle Fälle vorzubereiten. Ich habe mich erkundigt und würde mich mit Pfefferspray ausrüsten. Auch wenn meine Freundin und ich mit dem Auto unterwegs sind und viel Freistehen haben wir schon darüber nachgedacht, ob es nicht schlau wäre, Pfefferspray im Auto zu haben. Es kann ja doch immer irgendein Idiot vorbeikommen…

Das Hauptproblem an Pfefferspray ist allerdings die komplizierte Rechtslage. Eins schon einmal im Vorhinein. Der Gebrauch ist auf jeden Fall immer nur zur Selbstverteidigung erlaubt – also gegenüber Räubern wäre es in Ordnung. Gegenüber wilden oder gar tollwütigen Tieren im Zweifelsfall übrigens ebenso. Trotzdem ist es nicht so einfach mit dem Pfefferspray. In vielen Ländern ist es komplett verboten oder nur erlaubt, wenn man einen Waffenschein hat. Vor einer Reise müsste man sich also immer individuell erkundigen.

Auf der anderen Seite kann es auch eine Gefahr sein, wenn man sich wehrt. Gerade bei Räubern mit Schusswaffen würde ich das Spray niemals benutzen. Hier gilt ebenso der Grundsatz, dass das, was einem geraubt werden soll, niemals so wichtig sein wird wie das eigene Leben!

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#178 Reisegadget: schnell trocknendes Mikrofaserhandtuch

Auf Reisen habe ich eigentlich immer mein Mikrofaserhandtuch mit im Gepäck, dass ich als Jugendlicher mal von meiner Mutter bekommen habe. Ich muss auch wirklich zugeben, dass das eine super Idee meiner Mutter war! Das Handtuch ist in vielerlei Hinsicht echt spitze:
Da das Handtuch aus Mikrofaser sehr, sehr viel dünner verglichen mit herkömmlichen Handtüchern ist, ist das Gewicht deutlich geringer. Das ist natürlich super, vor allem wenn man mit dem Backpack unterwegs ist. Dort kann das Handtuch auch mit seinem geringen Volumen überzeugen. Ich schätze mal, dass ein normales Handtuch der gleichen Größe ungefähr das dreifache Volumen verbrauchen würde. Das ist natürlich ein enormer Unterschied, wenn man nur wenig Platz zum Packen hat. Das wichtigste Merkmal ist allerdings, dass das Mikrofaserhandtuch extrem schnell trocknet. Das ist einerseits durch die geringe Dicke, andererseits auch durch die verwendeten Mikrofasern bedingt. Auch das ist zum Beispiel bei einer Reise mit dem Backpack einfach klasse. Hätte ich das Handtuch nicht, würde ich mir ansonsten bei einem Unterkunftswechsel immer Sorgen machen, dass meine Sachen anfangen zu müffeln. Morgens nach dem Duschen hat ein Standardhandtuch einfach nicht genügend Zeit, um ausreichend zu trocknen, bevor man auschecken muss. Für die Kategorie Mensch, die schon abends duscht, ist dieser Punkt natürlich eh irrelevant.

Wenn du jetzt glaubst, dass bei diesen tollen Eigenschaften der Preis unglaublich hoch sein muss, hast du dich zum Glück getäuscht. Ausreichend gute Mikrofaserhandtücher gibt es zum Beispiel beim Decathlon für unter zehn Euro. Online gibt es natürlich auch jede Menge verschiedener Angebote.

Der einzige negative Aspekt an den Mikrofaserhandtüchern ist meiner Meinung nach, dass das Abtrocknen nicht so angenehm ist. Ich kann es nicht einmal genau benennen, was es ist. Ein 0815-Handtuch fühlt sich aber einfach besser auf der Haut an. Nichtsdestotrotz möchte ich mein Mikrofaserhandtuch auf Reisen nicht mehr missen.

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#176 Private Apotheke auf Reisen

Im Ausland kann es schnell mal passieren, dass der Magen rebelliert. Normalerweise hält dieser Umstand glücklicherweise nur ein paar Stunden bis Tage an. Für den Notfall habe ich aber trotzdem immer ein Medikament dabei, das auch den unruhigsten Magen wieder besänftigen kann. Ein länger anhaltender Nährstoff- und Wasserverlust ist durchaus nicht zu unterschätzen!

Damit man in solchen Fällen nicht sofort zum Arzt rennen muss, nehme ich auf Reisen immer eine Reiseapotheke mit. Ich habe Medikamente für gängige, leichte Erkrankungen dabei. Darunter fallen abhängig vom Reiseziel und der Reiselänge Halsschmerzbonbons, Medikamente gegen Fieber und Husten, zwei verschiedene, am besten fiebersenkende Schmerzmittel (auf keinen Fall Aspirin bei Gefahr von Dengue-Fieber), die anfangs erwähnten Magen-Darm-Medikamente und mein Notfallset gegen Wespenstiche. Auf die reagiere ich nämlich allergisch. Das Gute an diesem Set ist, dass ich auch immer eine Notfallladung Antiseptikum und Adrenalin im Gepäck habe. Benutzen will ich den Adrenalinstift, den ich mir in den Oberschenkel rammen müsste, aber doch lieber nicht. Für kleinere Blessuren habe ich auch ein Notfall Verbandset mit dabei.

Beachten muss man bei der Reise eigentlich nur, dass die meisten Medikamente nicht zu hohen Temperaturen ausgesetzt werden sollten. Notfalls muss man sie ab und an auch mal erneuern. Die zweite wichtige Besonderheit beim Reisen mit Medikamenten sind die Einfuhrbestimmungen der Reisedestinationen. Wenn auch die meisten Länder eine Reiseapotheke ohne Einschränkungen zulassen, kann es auch immer wieder vorkommen, dass ein bei uns völlig frei erhältliches Medikament in einem anderen Land verboten ist. Fälle von festgesetzten Reisenden sind mir zum Beispiel von Georgien und den Vereinigten Arabischen Emiraten bekannt. Um auf Nummer sicher zu gehen, lasse ich mir von meiner Hausärztin immer ein Reiserezept ausstellen, das die Mitnahme von bestimmten Medikamenten mit Mengenangabe und Anwendungsgebrauch erklärt. Damit gehe ich dann bei der Einreise zum Zoll und hole mir ein paar komische Blicke ab. Normalerweise interessiert die Liste keinen. Bei der Anreise am Flughafen Dubai wurde aber zum Beispiel jedes einzelne Medikament auf verbotene Inhalte hin überprüft.

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#174 Verbandsmaterial für den Notfall

Da auf Reisen immer etwas passieren kann und ich ja sowieso gerne ein bisschen abenteuerlustig bin, habe ich in meinem Backpack immer ein medizinisches Notfallset dabei. Ich rede gerade nicht von der Reiseapotheke, es geht um eine kleine 1L-Plastiktüte mit Zippverschluss in der sich all die Sachen befinden, die man benötigt, um kleine bis mittlere Verletzungen zu verbinden.

Neben den einfachen Sachen wie normalen Pflastern, Blasenpflastern (auch für Verbrennungen) und ein bisschen Tape nehme ich auch immer ein bisschen erweitertes Verbandszeug mit. So habe ich stets mehrere Mullbinden, zwei starke Verbände, Desinfektionsmittel und eine Rettungsdecke mit im Gepäck. Eine winzig kleine Tube mit Sonnencreme hat auch noch etwas Platz gefunden.

Das Verbandszeug nehme ich vor allem deswegen mit, da ich auch gerne Wandern gehe und abseits der Touristenpfade unterwegs bin. Durch meine Schulsanitäterausbildung habe ich auch ein wenig Erfahrung in der Behandlung von Verletzungen. Die Mullbinden könnte ich im Fall der Fälle auch zur Stabilisation eines offenen Bruches nehmen oder zu einem Druckverband umfunktionieren. Die Rettungsdecke schützt vor dem Auskühlen, wenn man ein paar Stunden auf Hilfe warten müsste.

Ein weiterer großer Vorteil eines solchen Notfallsets ist der, dass man nicht sofort bei jeder kleinen Verletzung auf einen Besuch beim Arzt angewiesen ist. Die Wunddesinfektion kann ich selber übernehmen und auch bei den medizinischen Artikeln muss ich nicht auf die hoffentlich vorhandene Sterilität im ausländischen Medizinsektor vertrauen.

Bis zum heutigen Tag ist mir zum Glück noch nie etwas Ernsthaftes passiert. Klar, ich hatte mal die eine oder andere kleinere Verletzung oder musste Wunden desinfizieren. Als mich in Australien zum Beispiel ein paar hinterhältige Blutegel anfielen, war ich auf jeden Fall ziemlich froh um das Desinfektionsmittel. Auch wenn nicht abschließend geklärt ist, ob und welche Krankheiten diese kleinen Biester übertragen. Die größte Gefahr droht vonseiten der offenen Wunden. Alles in allem fühlt es sich aber deutlich besser an, auch für schlimmere Fälle gewappnet gewesen und auch in Zukunft bereit zu sein.

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Campingurlaub Reisen

#172 Campinggerichte: Nudelsuppe

Wenn es auf dem Gaskocher mal so richtig schnell und einfach gehen soll, empfehle ich dir eine einfache Nudelsuppe. Wenn du ganz faul bist, kannst du dir einfach eine asiatische Instant-Suppe aus dem Supermarkt holen. Das Angebot ist ja wirklich riesig und man kriegt sie fast überall. In diesem Fall musst du wirklich nur noch ein bisschen Wasser aufkochen und dann entweder das kleine Päckchen in den Topf leeren oder das Wasser in den Fertig-Becher schütten. Nach ein bis zwei Minuten Wartezeit heißt es dann schon: Voilà, fertig ist das chemische Instantessen. Falls du dich jetzt verurteilt, fühlst keine Sorge. Wir haben das auch schon ein paar Mal so gemacht.

Die bessere Variante ist es aber, sich die Nudelsuppe wenigstens selber zu machen. Das Wasser muss man natürlich auch bei dieser Variation aufkochen. Dazu gibst du am besten einen Brühwürfel. Hühnchensuppe mag ich persönlich sehr gerne. Alternativ würde ich zu einem Gemüsebrühwürfel raten. Wenn du ganz fleißig bist und die Umstände es erlauben, kannst du natürlich auch den Suppen-Geschmack selbst herstellen. Wir haben aber wirklich in den seltensten Fällen Zugriff auf so viel unterschiedliches Gemüse, wenn wir mit dem Campingkocher unterwegs sind. Ins kochende Wasser musst du anschließend nur ein paar kleine, dünne Nudeln oder spezielle Suppennudeln geben und etwas köcheln lassen. Fertig ist die leckere Suppe.

Was an dem Gericht super ist, ist, dass es wenig Aufwand braucht, nur ganz kurz dauert und man gut gestärkt daraus hervor geht. Neben den Kohlenhydraten in den Nudeln verhelfen dir vor allem die Flüssigkeit und die Elektrolyte wieder zu neuer Energie. Da die Anzahl der Zutaten sehr überschaulich sind, wenig wiegen und auch wenig Platz verbrauchen, ist eine Nudelsuppe deswegen ein ideales Essen auf einer Mehrtageswanderung. Verdammt, jetzt habe ich schon wieder Hunger…

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#170 Ein ganzes Jahr Reisen – das Sabbatical stellt sich vor

Die eine 40 Stunden Woche jagt die nächste. Der Urlaub für dieses Jahr ist leider schon wieder aufgebraucht und es sind noch etliche Monate bis Silvester? In dieser Situation steckt man als Arbeitnehmer immer wieder und liest daheim am wohl erkämpften Wochenende auf den ganzen Blogs von Leuten, die nicht nur ein, zwei oder drei Wochen unterwegs sind. Im besten Fall ist es gleich das ganze Jahr. Um das auch mit einem normalen Job hinzubekommen, ist es aber keinesfalls nötig, gleich den Job hinzuschmeißen und den nächsten Flug zu nehmen. Es ist auch nicht nötig, zum digitalen Nomaden umzuschulen. Man kann auch mit seinem Chef über ein Sabbatical reden.

Die Idee des Sabbaticals kommt ursprünglich aus den Vereinigten Staaten. Es ging dabei um ein Forschungs- oder Freisemester während des Studiums. Heute steht der Begriff eher für ein freies Jahr, während dem man seine Träume verwirklichen kann.

Damit diese Träume Wirklichkeit werden können, ist es unabdingbar, mit dem Arbeitgeber über seine Pläne zu sprechen. Wie kann der Plan in die Realität umgesetzt werden? Können zum Beispiel über ein oder mehrere Jahre Überstunden angesammelt werden und nach dem freien Jahr die restlichen abgebaut werden? Wie sieht es mit dem Gehalt aus? Bleibt das Einkommen über die Gesamtzeit konstant oder weicht es im Sabbatical ab? Kann das Gehalt im Vorjahr gesenkt werden, sodass im Sabbatical-Jahr die gleiche Summe weiter ausgezahlt werden kann?

Natürlich ist ein Sabbatical nicht mit jedem Job vereinbar und auch der Chef muss mitspielen. Für Selbstständige sieht das Ganze sogar noch schwieriger aus. Ohne eine exzellente Vertretung ist es höchstwahrscheinlich unmöglich, das Geschäft für eine so lange Zeit beiseitezulegen. Für wen der Wunsch nach einem Jahr oder auch nach ein paar Monaten absoluter Freiheit in Erfüllung geht, sollte sich deswegen wirklich glücklich schätzen. Die Welt hält so viele Abenteuer bereit!

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Reisen Reisevielfalt

#168 Mit dem Fahrrad nach … Ja, wohin eigentlich?

In einem Lied der Wise Guys kommt auch der folgende Abschnitt vor:
„Mach doch einfach mal ne Fahrradtour, am besten bis nach Singapur“.

Die Idee ist doch ehrlich gesagt klasse. Auch wenn wir bisher meisten mit dem Auto unterwegs sind und uns auf ausgedehnten Roadtrips pudelwohl fühlen, könnte ich mir so eine Fahrradreise doch auf jeden Fall vorstellen. Klar, beim ersten Mal sollte vielleicht nicht gleich so ein weit entferntes Ziel gewählt werden, aber wenn man mal ein paar Touren hinter sich hat… Wieso denn nicht?

Bei diesem Thema fällt mir immer sofort eine Begegnung in Albanien ein. Wir hatten am späten Abend gerade die Grenze von Nordmazedonien überquert und waren bei der Suche nach einem existierenden Campingplatz kläglich gescheitert. Auch wenn auf Google Maps insgesamt fünf Optionen angezeigt wurden – an keinem der Orte gab es einen Campingplatz. Uns blieb also nur übrig, zur nächsten Stadt zu fahren und dort nach einer Unterkunft zu suchen. Wir hatten Glück und fanden bald ein Hostel, bei dem wir zu unserer Freude sogar einfach im Hof stehend im Auto übernachten durften. Zu einem günstigeren Preis versteht sich. Dafür gönnten wir uns am Morgen dann mal den Luxus, dass wir unser Frühstück nicht selber zubereiten mussten. Beim Frühstücken lernten wir sie dann kennen.

Die aus fünf Personen bestehende Reisegruppe kam ebenso aus Deutschland, war aber im Gegensatz zu uns mit dem Fahrrad unterwegs. Wir fragten sie ein wenig aus und da erzählten sie uns von ihrem Reiseziel. Es war zwar nicht Singapur, aber genauso weit entfernt: Kapstadt! Wir waren natürlich total verblüfft. Mit dem Fahrrad Afrika durchqueren? Das hört sich ziemlich spannend, um nicht zu sagen furchteinflößend an! Die Radlergruppe zeigte sich aber guter Stimmung. Sie hatten ja alle ein ganzes Jahr Zeit. Manche hatten ein Sabbatical eingelegt, die anderen hatten ihren Job an den Nagel gehängt oder gerade ihr Studium abgeschlossen. Die Entscheidung nach Kapstadt zu fahren, fiel ihnen übrigens ganz spontan auf dem Weg nach Griechenland ein. Ich hoffe auf jeden Fall sehr, dass sie ihr Ziel – auch wenn es sich noch einmal geändert haben sollte – heil erreicht haben!

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#166 Das perfekte Ziel für die Flitterwochen

Wenn man an Hochzeitsreisen denkt, schwebt den meisten Paaren eine Reise auf die Malediven, ein Luxushotel an einem karibischen Traumstrand oder sonst eine Reise gepaart mit azurblauen Meer und weißgelbem, ganz feinem Sandstrand. Auch wenn ich dem Charme dieser Reisen ein wenig nachvollziehen kann, bin ich mir in den letzten Jahren immer unsicherer geworden, ob ich auf diese Art verbrachte Flitterwochen nicht ganz grausig finden würde. Ich habe immer mehr die Erfahrung gemacht, dass die teuren Hotels dann doch nicht so toll sind, wie die Werbung und der hohe Preis es vermuten lassen.

In der Zwischenzeit höre ich auch immer wieder von vielen anderen, für mich viel spannender klingenden Alternativen. Ein Paar verschlägt es auf eine abenteuerliche Safarifahrt durch Afrika, das nächste steckt den Haufen Geld lieber in eine rudimentäre Fahrt in die Antarktis. Andere gehen es komplett anders an. Es muss doch nicht immer so ausgefallen sein. Man kann doch auch für ein paar Wochen über die Azoren wandern oder mit der Fähre von einer zu der anderen griechischen Insel hüpfen. Das hört sich doch auch alles nach einer tollen Hochzeitsreise an! Aber ist es dann überhaupt noch besonders, wenn sich die Reise im Wesentlichen nicht mehr von den anderen abenteuergefüllten Reisen unterscheidet?

Was ich auf jeden Fall gelernt habe, ist, dass man immer seinen eigenen Weg gehen muss. Es ist komplett egal, was gang und gäbe ist. Was die anderen machen, machen nun mal die anderen. Wer den schönsten Urlaub seines Lebens erleben will oder in unserem Fall vielleicht auch den entspannendsten muss tief in sich hinein horchen und dann entscheiden. Wohin es meine Freundin und mich eines Tages treiben wird, steht bis jetzt noch in den Sternen. Aber schon jetzt weiß ich, dass ich zumindest die richtige Frau für die perfekten Flitterwochen längst gefunden habe.

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#164 Campinggerichte: Griechischer Bauernsalat

Wenn du deinen Campingkocher mal in Frieden lassen möchtest und etwas Grünzeug vernichten möchtest, musst du nicht anstelle des Campinggases den nächsten Wald anzünden. Du könntest dir auch einen Salat zubereiten. Zugegebenermaßen habe ich früher Salat so überhaupt nicht leiden können. Auch heute bin ich wohl noch nicht ganz normal. Ich mag Salat nur ohne Dressing! Verrückt oder?! Der erste Urlaub, in dem Salat dementsprechend wirklich gerne gegessen habe, war die Reise in die Türkei. Als ich dann letztes Jahr in Griechenland auch die Erfahrung machte, dass die Salate meistens ohne Dressing serviert werden, habe ich mir den typisch griechischen Salat genauer angeschaut.

Beim typisch griechischen Salat handelt es sich um einen Bauernsalat. Für eine Portion, von der ich anständig satt werde, brauche ich 100g Fetakäse, 150g schwarze Oliven, 2 Tomaten, eine halbe rote Paprika und einen halben Eisbergsalatkopf. Optional, um es etwas originaler zu gestalten, kannst du auch etwas Gurke und eine kleine rote Zwiebel mit in den Salat geben. Falls du auf ein Dressing bestehst, kannst du neben dem Oregano, der auf den Fetakäse gehört, auch ein bisschen Olivenöl und eine Prise Salz hinzufügen. Ich selbst verzichte darauf aber lieber.
Was mir am griechischen Bauernsalat besonders gefällt, ist seine Abwechslung. Jeder Bissen schmeckt wieder ein bisschen anders und alle Zutaten schmecken mir auch im Einzelnen. Der perfekte Salat für mich sozusagen. Seit dem Besuch im wunderschönen Griechenland verdrücke ich auf jeden Fall ein bis zwei solcher Salate pro Woche! Falls du diesen Salat noch nie gegessen hast, solltest du ihn also auch unbedingt einmal ausprobieren. Ich persönlich habe mich auf jeden Fall in ihn verliebt!

Noch eine kleine Randnotiz: Wenn du denkst, du kennst den Salat bestimmt schon vom Griechischen Restaurant in Deutschland, dann hast du dich geschnitten! Bei uns servieren sie leider immer einen Krautsalat, der in den meisten Fällen auch ein Dressing beinhaltet. In Griechenland ist mir dieser Salat tatsächlich so nie unter die Augen gekommen.

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#162 Reisegadget: Taschenmesser

Naja, was soll ich sagen? Eine Reise ohne Taschenmesser ist doch keine echte Reise?! Ok, ich weiß. Auch auf meinen Reisen ist es nicht immer mit dabei. Wenn wir nur mit Handgepäck im Flugzeug verreisen, kann es leider nicht mitkommen. Ansonsten befindet es sich aber wirklich auf jeder Reise mit im Gepäck.

Das Schreiben dieses Artikels kommt mir schon fast lächerlich vor, so selbstverständlich ist bei uns das Taschenmesser mit dabei… Ich denke, es ist am besten, die vielen, verschiedenen Einsatzmöglichkeiten vorzustellen und damit auch die letzten Zweifler zu überzeugen 😉
Wer gerne Lagerfeuer macht, kann damit Spieße sägen und schnitzen. Das Fleisch und die Beilagen kann man natürlich auch herrichten. Generell eignet es sich auch super für Brotzeiten oder als Unterstützung beim Kochen.

Kleine Reparaturen sind ab sofort kein Problem mehr: Beim Scheinwerferwechsel kann man super einfach die Stopfen lösen, die die Radkastenverkleidung an der Karosserie befestigen. Mit den Schraubenziehern kann man lockere Schrauben wieder festziehen (manche Schlösser in Unterkünften schließen, dann auch wieder richtig).
Die Schere kann aushelfen, wenn man mal eine Wunde versorgen muss. Pflaster, Mullbinden und Verbände können zugeschnitten werden. Der Korkenzieher oder der Flaschenöffner kann beim entspannten Beisammensitzen helfen – oder um dem Freund die Augen auszustechen, weil er der anderen Frau am Strand zu lang nachgeschaut hat. Keine persönliche Erfahrung! Was ich mit dem letzten Beispiel ausdrücken wollte: Nehmt das Ding mit. Ihr kommt in eine Situation in der ihr es gebrauchen könnt und nein, in Beziehungskrisen sollte ausnahmsweise nicht darauf zurückgegriffen werden 😉

Abschließend noch eine kleine Anmerkung zum Kochen: Ananas geht übrigens auch super, obwohl das Messer ja viel zu kurz ist. Immer im Kreis schneiden, sodass die Scheibe nur noch in der Mitte an der Ananas fest ist. Dann eine kleine Raute um den Strunk schneiden und die Scheibe halbieren. Voilà: Mundgerechte Stücke, die man einfach abessen kann.