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#140 Reisegadget: Powerbank

Auf meiner letzten Kubareise habe ich mit meiner Familie von Trinidad aus eine Wanderung unternommen. Da der Zugang zum Nationalpark etwa zehn Euro pro Person gekostet hätte, habe ich mir auf Maps.me eine alternative Wanderung herausgesucht, die keinen Eintritt kostet. Das Problem dabei? Der Weg ist absolut unvorhersehbar. Wir wissen nicht, ob die geplante Rundwanderung so funktionieren wird und das der Weg ausgeschildert sein könnte, ist vollkommen ausgeschlossen. Zum Glück haben wir ein Handy mit GPS mit im Gepäck. Wir beginnen unsere Wanderung und langsam werde ich immer zuversichtlicher. Der Weg verläuft genauso wie er auf unserer Karte eingezeichnet ist. Über einen kleinen Trampelpfad geht es immer weiter in den kubanischen Dschungel hinein. Außer ein paar Geiern am Himmel sehen wir keine anderen Lebewesen. Der Weg selbst ist ein winziger Pfad. Immer wieder müssen wir auf Dornen aufpassen oder um einen umgestürzten Baum herumgehen. Zwei Stunden später haben wir ungefähr 60% des Weges hinter uns und da passiert es: Die Batterie des Telefons ist leer! Ein Glück, dass wir eine Powerbank dabei haben. Sonst würde es wohl noch spannender werden… Naja, die Powerbank ist zwar dabei, aber wir Idioten haben doch glatt das Ladekabel in der Unterkunft liegen lassen!

Auch wenn es diesmal nicht geklappt hat, dass die Powerbank uns vor einer solch unangenehmen Situation bewahren konnte, ist sie meiner Meinung nach Pflicht für Reisende. Den Weg haben wir übrigens glücklicherweise trotzdem noch zurückgefunden. Wir hatten noch ein Gerät mit der Karte, aber ohne GPS.

Dass eine Powerbank aber unerlässlich ist, sobald man sich von der Zivilisation entfernt, sollte klar sein. Es kann immer passieren, dass das Smartphone sich doch schneller entleert, als man erwartet hat. In solchen Fällen ist die Powerbank einfach super! Anderes Beispiel gefällig? Stell dir vor, du willst mit dem Flugzeug verreisen und hast deinen Boarding Pass auf dem Handy. Es erspart dir viel Stress, wenn du im Zweifelsfall eine Powerbank zur Verfügung hast, mit der du dein mobiles Telefon wieder aufladen kannst.

Eine interessante Überlegung ist im Übrigen auch eine Powerbank mit eingebauter Solarzelle. Auch wenn die Sonne diese Art von Powerbank normalerweise auch nur innerhalb von mehreren Tagen vollständig aufladen kann (vorausgesetzt die Sonne scheint überhaupt), ist sie eine gute Option für Abenteurer, die sich für eine längere Zeit abseits von Steckdosen bewegen wollen. Natürlich sollte man aber trotzdem so viel Strom wie nur möglich sparen!

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Campingurlaub Reisen

#138 Campinggerichte: Chicken Nuggets in der eigenen Fritteuse

Wenn man Wandern geht und davor ins Flugzeug steigen muss, können manche Dinge manchmal einfach nicht mit. Neben dem Campinggas kann man natürlich auch nicht so Dinge wie Öl mitnehmen. Leider gibt es normalerweise nur 1L Ölflaschen zu kaufen oder wenn man Glück hat, auch mal 500ml. Das Problem ist selbst den halben Liter Öl verbraucht man keineswegs auf einer Reise. Wenn auch du nicht zu den Menschen gehörst, die deshalb in ihrem 1L-Beutel für Flüssigkeiten einen kleinen Behälter Öl mit sich führen, dann ist das folgende Gericht eine super Möglichkeit, ein bisschen überflüssiges Öl sinnvoll einzusetzen.

Daheim haben wir keine Fritteuse, weswegen wir Pommes Frites oder Chicken Nuggets immer im Ofen machen. Auf einer unseren Reisen haben wir aber einfach unseren Campingkochtopf in eine Fritteuse umgewandelt. Wir haben den Topf etwa zu zwei Dritteln mit Öl befüllt und über dem Gaskocher schnell zum Kochen gebracht. Fertig ist die Do-It-Yourself Fritteuse. Bei uns gab es im Anschluss Chicken Nuggets mit Salat und etwas Brot direkt am Strand.

Noch ein paar Ratschläge, bevor du die Idee auf deiner nächsten Reise selbst umsetzt: Du solltest dir im Vorhinein überlegen, wo du das Öl entsorgen kannst. Es nicht erstens heiß und zweitens … naja Öl halt. Am besten ist es, wenn du das kalt gewordene Öl in einer Plastikflasche im Restmüll entsorgst. Dann noch ein Sicherheitshinweis. Das Öl wird auf dem Gaskocher ordentlich heiß und kann anfangen, durch die Gegend zu spritzen. Damit du dich nicht verbrennst, solltest du Abstand halten und probieren, das Öl nicht zu sehr zu erhitzen. Außerdem würde ich dir wirklich nur empfehlen, diese Art der Fritteuse zu benutzen, wenn du das Öl ansonsten wegschmeißen würdest und auch keinem anderen anvertrauen kannst. Für den regelmäßigen Gebrauch ist diese Methode meiner Meinung nach zu verschwenderisch!

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#136 Verschlafene kubanische Kleinstadt

Im kleinem Remedios im Norden der Provinz Villa Clara ist meistens nicht viel los. Die Stadt besteht vor allem aus einem imposanten Hauptplatz, an dem tagtäglich ein paar Busse mit Touristen halten. Diese durchstreifen in der Folge ein wenig das Stadtzentrum, kaufen ein paar Souvenirs ein und genehmigen sich einen kühlenden Mojito in einer der vielen Bars, die sich in den Kolonialbauten rings um den Platz mit der großen Hauptkirche befinden. Dass sonst nicht so viele Touristen kommen, merkt man an der unglaublich hohen Dichte an Souvenirständen. Ich habe wirklich in keiner anderen Stadt Kubas so viele solcher Stände gesehen. Kein Witz!

Auch wenn Remedios nicht direkt am Meer liegt, ist es definitiv mehr zu empfehlen als die nahe Küstenstadt Caibarién. Im Gegensatz zu dieser Stadt ist Remedios eine Richtung gute Adresse und auch definitiv ein, zwei Übernachtungen wert. Es gibt zwar nicht viel zu tun oder zu sehen, aber die Stimmung in der Kleinstadt ist wirklich entspannend. Wer noch eine Nacht länger bleibt, kann von Remedios aus perfekt die nahe gelegenen Inseln besuchen, die über einen durch das Meer gebauten Damm auch leicht mit dem Auto erreichbar sind. Gerade Cayo Santa Maria lockt mir perfekten Stränden!

Mit ein bisschen Glück ist während des Besuchs von Remedios gerade die Semana de la Musica im Gange. Während dieses Festes gibt es abends am zentralen Platz Aufführungen von lokalen Tanzgruppen und Sängern. Bei dem/der ein oder anderen kann es zwar auch mal zu regnen anfangen (es waren nur ein paar Tropfen), aber die Festwoche ist definitiv eine authentische und auch schöne Erfahrung. In Remedios gibt es ansonsten nur noch wenig zu sehen. Sehr interessant ist auch die lokale Tabakfabrik. Durch die geöffneten Fenster kann man den äußerst netten Arbeitern dabei zusehen, wie sie in mühevoller Handarbeit die berühmten kubanischen Zigarren herstellen.

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#134 Reisegadget: Mehrfachsteckdose

Damit man auf Reisen keine böse Überraschung erlebt und die elektronischen Geräte keinen Saft mehr haben, sollte man natürlich immer alle nötigen Ladekabel mit im Gepäck haben. Falls man im Reiseland andere Steckdosen benutzt, sollte der dazugehörige Adapter natürlich nicht fehlen. Wenn du auf der sicheren Seite sein willst, kannst du dir auch einfach einen Reiseadapter zulegen, der fast alle oder sogar sämtliche Steckdosen abdeckt.

Damit ich auf meinen Reisen trotzdem nicht nur immer ein Gerät auf einmal laden kann, nehme ich normalerweise eine 3er-Mehrfachsteckdose mit. Auf einer normalen Reise mit meiner Freundin fällt viel an: GoPro, zwei Kameras, Ersatzakkus, zwei Handys, eine Powerbank für den Notfall, ein Diktiergerät (für unseren Blog) sowie eventuell ein Laptop oder Tablet. Eine Drohne haben wir leider noch nicht, aber die könnte auch noch auf der Liste stehen. Damit die Geräte immer genügend Strom haben, ist es einfach unglaublich wichtig, mehrere Ladekabel gleichzeitig anzuschließen. Ansonsten schafft man entweder nicht alles aufzuladen oder hat einen mega Stress! Gerade wenn man nur ab und zu Zugang zu einer Steckdose hat (Wanderreise, Roadtrip, …), wird die Mehrfachsteckdose umso wichtiger.

Damit du im Urlaub keine böse Überraschung erlebst, solltest du vor der Abreise auch noch einmal prüfen, dass der Anschluss der Steckdosenleiste in deinen Adapter für die Steckdose passt. Sonst passiert es dir wie uns und du hast deine Mehrfachsteckdose komplett umsonst mitgenommen. Wir hatten auf Sri Lanka damals wenigstens noch Glück im Unglück. Wir hatten keine deutsche Steckdosenleiste dabei und deswegen hat sie ohne Adapter in manche der Steckdosen gepasst!

Falls du übrigens mal deinen Adapter oder eine Mehrfachsteckdose vergessen hast, kannst du einfach mal im nächsten Hostel nachfragen, ob du in ihrer Fundkiste stöbern darfst. Nicht nur du lässt immer mal wieder Sachen unfreiwillig zurück 😉

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#132 Reisegadget: Musik-Player

Auf Reisen Musik zu hören ist für mich immer eine unglaublich schöne, entspannende Sache. Wenn ich mich einmal komplett ausruhen möchte und vom teils anstrengenden Reisealltag ein bisschen Abstand gewinnen möchte, kann Musik mich an einen anderen Ort transportieren und mich völlig entspannen. Meine intensivste Erfahrung diesbezüglich war auf Fraser Island in Australien. Als ich sechs Tage lang über die Insel wanderte, hörte ich nach ein paar Tagen abends im Zelt ein paar Stunden Musik. So intensiv berührt hat mich Musik seitdem nie wieder!

Insgesamt ist Musik auf Reisen aber immer eine prima Möglichkeit, um mal auszuspannen, sich zu regenerieren oder aber auch das Leben zu genießen. Ich empfehle dir deswegen auf jeden Fall ein Gerät mitzunehmen, auf dem du vor der Reise nochmal deine Lieblingstitel aufspielst. Falls du dann doch mal Heimweh bekommst, traurig bist oder einfach einen geilen Song für deinen Roadtrip durch das Niemandsland brauchst, hast du schon vorgesorgt! Auch wenn das Gerät heutzutage in den meisten Fällen das Smartphone sein wird, kannst du dir stattdessen überlegen, einen winzigen MP3-Player zu kaufen, der dann am besten mehrere Tage durchhält und schnell wieder lädt. Gerade wenn du abseits der normalen Wege unterwegs bist, leerst du so nicht so schnell die Batterie deines in solchen Situationen unglaublich wichtigen Kommunikationsmittel zur Außenwelt. Es kann ja doch immer einmal etwas Unvorhergesehenes passieren und dann willst du wirklich nicht in der Situation stecken, dass dein Handy keinen Saft mehr hat, weil du am Tag zuvor ein paar Stunden zu viel Musik gehört hast!

Wenn du nicht weißt, welche Songs du mitnehmen sollst, solltest du einfach mal ein paar verschiedene Genres ausprobieren. Vielleicht entdeckst du ja plötzlich einen ganz neuen Künstler, der dich mitnimmt? Gute Anlaufstationen finde ich die Radiosender auf iTunes, natürlich YouTube, ganz altmodisch die CDs in Büchereien oder frag schnell deine Freunde nach ihren Lieblingskünstlern! Damit du nicht Unmengen für deine Musik ausgeben musst, solltest du dich außerdem einmal mit dem Thema Privatkopie auseinandersetzen. Du wirst wahrscheinlich überrascht sein, wie leicht der legale Zugang zu kostenloser Musik ist! Kopfhörer nicht vergessen 😉

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#130 Französischer Charme in Kuba

Von all den anderen kubanischen Städten kann sich Cienfuegos herausheben, da es ursprünglich von französischen Siedlern gegründet wurde. So gibt es am Hauptplatz, dem Parque José Marti, auch den unvermeidlichen Triumphbogen. Die Stadt wird ähnlich zu Trinidad von Kolonialbauten geprägt und steht seit 2005 ebenfalls unter dem Schutz der UNESCO als Weltkulturerbe. Um den Hauptplatz herum befinden sich zahlreiche imposante Bauten einschließlich der Kathedrale von Cienfuegos. Die im Süden am Platz entlang führende Straße ist eine Fußgängerzone und führt in Richtung Osten auf die Hauptachse von Cienfuegos, den Prado, zu.

Der Prado durchzieht Cienfuegos von Norden nach Süden und mündet dann in die zwei Kilometer lange Uferpromenade, den Malecón. Entlang des Prados erheben sich immer wieder eindrucksvolle Gebäude. Der Malecón führt auf die südliche Halbinsel von Cienfuegos mit ihren vielen Villen. Neben dem Yachtclub und verschiedenen anderen imposanten Bauwerken ist vor allem der Palacio de Valle am Ende des Malecóns einen Besuch wert. Der in einem maurischen Stil errichtete Palast ist der Alhambra aus Granada, Spanien nachempfunden. Gerade ein Besuch zum Sonnenuntergang lohnt sich. Auf der Dachterrasse befindet sich eine Bar mit annehmbaren Preisen.

Von der südlichsten Spitze, dem Punta Gorda, aus, bietet sich ein wunderbarer Blick zurück auf Cienfuegos und die große Bucht an der Cienfuegos errichtet wurde. Der Eingang zur Bucht wird von dem Castello Jagua bewacht, dass man per Fähre besuchen kann. Ein kleines Stückchen weiter östlich liegt der Heimatstrand Cienfuegos, der Playa Rancho Luna und lädt zu einem Sonnenbad ein. Bei ruhigem Seegang kann man gut an dem der Küste vorgelagerten Riff schnorcheln. Zum Schwimmen ist der Strand meiner Meinung nach aber eher weniger geeignet. Wer schon genug Meer hatte, kann im nahen Nationalpark auch eine Bootstour machen und Flamingos beobachten oder den größten Botanischen Garten Kubas besuchen. Der berühmteste Wasserfall Kubas, der Salto El Nicho, ist von Cienfuegos auch gut in einem Tagesausflug erreichbar.

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#128 Kubanisches Juwel im Kolonialstil

Die meisten Kuba-Urlauber haben vor ihrer meistens nur von Havanna gehört, der Hauptstadt des Karibikstaates. Die Stadt, die nach Havanna am zweithäufigsten besucht wird, ist Trinidad. Die gut 50.000 Einwohner starke Stadt liegt in der Provinz Sancti Spiritus unweit des Karibischen Meeres. Dass es so viele Touristen hierher zieht, ist absolut kein Wunder. Seit 1988 gehört das Stadtzentrum mit seinen vielen Kolonialbauten zum UNESCO-Weltkulturerbe. Das Stadtbild wird dominiert von den bunten Häuserfassaden und dem Kopfsteinpflaster. Bei einem entspannten Fußmarsch rund um die Plaza Mayor – den zentralen Platz – kann man so gut wie alle Sehenswürdigkeiten Trinidads bestaunen. Das Zentrum ist ausgesprochen ruhig, da es für den allgemeinen Verkehr gesperrt ist.

Wer dieses Juwel Kubas besucht, hat auch eine große Auswahl an Aktivitäten ringsum. Im Westen erheben sich die Berge der Sierra del Escambray. Gerade ein Ausflug in den Nationalpark Topes de Collantes mit seinen schönen Wasserfällen und Wanderungen bietet sich an. Im Osten erstreckt sich eine lang gezogene Halbinsel in das blaue Wasser der Karibik. Am kilometerlangen Playa Ancon kann man sich vom Sightseeing mal so richtig entspannen und ins warme Wasser eintauchen. Östlich von Trinidad liegt das Valle de los Ingenios, was übersetzt so viel bedeutet wie Tal der Zuckermühlen. In diesem Tal entstand zu Kolonialzeiten der Reichtum Trinidads und noch heute kann man dort die Überreste der Zuckerplantagen besichtigen.

Wen eher das Nachtleben reizt, wird in Trinidad aber auch mit Sicherheit nicht enttäuscht. Nachts wird die Innenstadt von Salsamusik, Geschwätz und Gelächter erfüllt. Am Plaza Mayor wird jeden Abend Livemusik gespielt. Die verschiedenen Bars ringsum verkaufen günstige alkoholische Getränke. Wer noch länger in die Nacht hineinfeiern möchte, kann der außergewöhnlichsten Disco Kubas einen Besuch abstatten. Die Diskothek Ayala befindet sich inmitten einer großen Tropfsteinhöhle und wird abends nicht nur von Touristen, sondern auch von vielen Einheimischen besucht, die sich in Tanz-Wettbewerben messen.

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#126 Reisegadget: Backpack

Was braucht man auf jedem Fall als Rucksacktourist? Einen Rucksack beziehungsweise einen Backpack! Damit man nicht während der Reise unangenehm überrascht wird, sollte man sich im Vorhinein überlegen, welche Bedürfnisse man an den Rucksack hat.

Das wichtigste Maß beim Kauf ist definitiv die Größe. Es geht dabei aber nicht nur um das Gewicht. Der Backpack muss einem auch passen. Falls der Backpack zu groß ist, wird der recht klein dimensionierte 40L Rucksack schnell so schwer wie einer mit 70L. Das zweitwichtigste Maß ist natürlich die Kapazität. Brauche ich nur einen Mini-Rucksack, weil ich auf alle Annehmlichkeiten verzichte, nur in Unterkünften schlafe und generell lieber so leicht wie möglich unterwegs sein möchte? Oder bin ich eher der Typ Reisender, der lieber drei Paar Schuhe, zehn T-Shirts, ein paar Pullis und verschiedene Hosen mit hat? Oder geht es einfach darum, dass der Backpack groß genug sein muss, dass man auch mal ein bis zwei Wochen ohne Einkaufsmöglichkeit durch die Wildnis streifen kann?

Was ich in jedem Fall empfehlen kann, ist, den Backpack noch daheim ein wenig zu testen. Packe ihn mal so voll wie du planst unterwegs zu sein. Denke auch daran, dass Wasser und Essen noch zum Gewicht am Flughafen dazu kommen. Wie lange schaffst du mit dem vollen Backpack zu laufen? Passt das zu deinen Reiseplänen?

Wie komme ich während der Reise an meine verschiedenen Dinge? Muss ich jedes Mal den kompletten Backpack ausräumen oder gibt es zum Hauptfach zum Beispiel zwei Zugänge? Gibt es genügend kleinere Taschen, damit ich meinen Backpack auch übersichtlich packen kann? Es gibt eigentlich fast nichts Nervenderes als den kompletten Backpack auseinanderzulegen, weil man zum Beispiel sein Taschenmesser nicht findet.
Ein Feature, das ich übrigens an keinem Backpack vermissen möchte, ist eine Regenhülle. Falls man doch mal in einen heftigen Regenschauer kommt, ist ansonsten der ganze Backpack durchnässt und alles fängt an zu müffeln.

Die Auswahl an Rucksäcken ist riesig und es gibt viele Unterschiede. Das Wichtigste ist, darauf zu achten, einen Backpack entsprechend seines Reisestils zu kaufen.

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#124 Campinggerichte: Hühnchen-Wraps

Ein Klassiker auf unseren Reisen mit dem Campingkocher sind Hühnchen-Wraps. Das Tolle ist, dass das Essen auch unglaublich leicht auf einem Kocher zubereitet werden kann, schnell geht und nicht wirklich viel gekauft werden muss.

Eine Standardpackung mit sechs Wraps, ein halber Salat-Kopf, eine Paprika und ungefähr 250g Hühnchen reicht für uns beide auf jeden Fall. Eventuell rollen wir danach sogar ein wenig durch die Gegend…
Beginnen solltest du mit dem zubereiten der Beilage. Das bedeutet, der Salat (Eisbergsalat ist unser Favorit) gehört gewaschen und zerkleinert, die Paprika – rot und gelb mögen wir lieber als die grünen – wird in kleine Stückchen geschnitten. Sobald die Beilagen fertig vorbereitet sind, muss das Hähnchen klein geschnitten werden. Ich würde dir empfehlen, es so klein wie nur irgendwie möglich zu schneiden. Ich finde den Geschmack dann am allerbesten.

Das Anbraten erledige ich immer mit ein wenig Öl, etwas Salz und viel Pfeffer. Wenn ich es ein wenig orientalischer möchte, gebe ich auch Curry, Chili und oder Kurkuma hinzu. Das Fleisch brate ich immer sehr scharf (das heißt mit viel Gas) und dafür recht kurz an. Da die Stücke klein geschnitten sind, wird das Fleisch einerseits trotzdem durch und bleibt andererseits sehr zart. Sobald das Fleisch fertig ist (3-5 min), nehme ich den Topfdeckel und erwärme jeweils etwa 30 Sekunden beide Seiten des Wraps. Dann ist die erste Portion schon fertig.

Das Essen ist ein bisschen stressiger als andere, da man immer wieder an den Gaskocher muss, damit die Wraps immer schön warm und weich sind. Dafür ist es aber ansonsten super unkompliziert und vor allem lecker. Vegetarische Variationen gibt es natürlich auch und letztendlich entscheidest immer du selbst, was auf deinen Wrap kommt. Am besten schmeckt es meiner Meinung nach übrigens an einem entspannten Nachmittag mit schönem Sonnenschein und mit Blick aufs weite Meer!

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#122 Meine persönliche heiße Liebe

Kaum werden die Tage länger und das Wetter besser, werden die beliebtesten Cafés der Stadt besetzt. Es wird geschnackt, gelacht und getrunken. Da ich persönlich mit Kaffee überhaupt nichts anfangen kann, gehöre ich schon seit Langem der Tee-Fraktion an. Wenn die Flüssigkeit zu sehr in Richtung Kaffee-Färbung übergeht, kann es höchstens noch eine komplett kaffeefreie, heiße Schokolade sein. Von denen bin ich nämlich ein bekennender Fan!

Deswegen soll es sich jetzt um mein persönliches schwarzes Gold drehen. Um meine beiden besten heißen Schokoladen, die ich in meinem Leben bisher genießen durfte. Es war ausnahmsweise mal nicht diese dünnflüssige Brühe, die man meisten vorgesetzt bekommt. Jahrelang schwärmte ich deswegen von diesem ersten wahren Genuss – einer heißen Schokolade in Litauen. Die Tasse war nicht nur wahnsinnig groß, sondern gefüllt mit echter, geschmolzener Schokolade. Ok, ein ganz bisschen Milch muss wohl auch noch reingemischt geworden sein. Aber wirklich nur ein bisschen! Die Schokolade war wirklich dermaßen lecker und perfekt temperiert, dass ich sie jahrelang nicht mehr aus meinem Gedächtnis bekommen habe. Nämlich bei jeder weiteren – deswegen noch enttäuschenderen – Tasse heißer Schokolade.

Klar, nicht jede Tasse war komplett schlecht. Es gab einige, die durchaus wohlschmeckend waren, aber eben nicht ansatzweise so gut wie die in Litauen. Dieser Umstand änderte sich erst während meines Auslandssemesters in Madrid. Ich war zusammen mit meiner Freundin in der Chocolatería San Ginés. Die Spezialität vor Ort? Churros! Das frittierte Spritzgebäck ist das Leibgericht der Spanier und wird hier immer mit einer Tasse hausgemachter dunkler Schokolade zum Tunken serviert. Für uns war die Kombination aber schon ziemlich süß, weswegen über die Hälfte der Schokolade übrig blieb. Als uns ein Kellner ansprach, ob er die Tasse mit Milch aufrühren solle, habe ich natürlich sofort ja gesagt und daraufhin die zweite meiner bisher besten, heißen Schokoladen genossen!

Von den Churros und der hauseigenen Schokolade sind übrigens nicht nur wir überzeugt. Der Laden hat rund um die Uhr geöffnet, jeden Tag im Jahr, und zieht neben den vielen Spaniern und Touristen auch große Persönlichkeiten an. Die Wände hängen voll von berühmten Persönlichkeiten: Tina Turner und Facebook-Gründer Mark Zuckerberg sind zu sehen und auch so manches Staatsoberhaupt soll schon bewirtet worden sein. Wen es nach Madrid verschlägt, sollte diese Örtlichkeit auf jeden Fall nicht verpassen!