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Lifestyle

#353 Glück ist relativ

Glück ist relativ… was bedeutet das? Naja das kommt darauf an. Vor allem darauf, wie du diese Aussage betrachtest. Aber fangen wir mal mit folgender Frage an: Was ist Glück für dich? Ist Glück, nachts am Strand zu spazieren oder mit einem fetten Auto durch die Gegend zu düsen. Liebst du es alleine ein leckeres Mahl zuzubereiten oder genießt du deiner Zeit am meisten im Kreis deiner Familie und Freunde.

Du siehst, Glück ist vielfältig. Jeder empfindet es etwas anders und unter unterschiedlichen Umständen. Glück ist also relativ. Denn es ist nicht für jeden das Gleiche.

Glück zu empfinden ist so leicht, wie es schwer ist. Eigentlich müssten wir doch jeden einzelnen Morgen mit einem freudestrahlenden Lächeln aus dem Bett hüpfen, schon allein deswegen weil wir leben. Doch wie viele von uns tun das denn nun wirklich? Vielleicht der eine unter einer Million. Alle anderen bevorzugen es missgünstig oder unzufrieden zu sein. Statt selber lächelnd aufzuwachen, neiden sie dem einem unter all den Millionen sein Glück. Darüber vergessen sie genau hinzusehen. Sie verlieren sich in Unsicherheit, Unzulänglichkeit und Unglückseligkeit. Dabei haben die meisten alles, was sie brauchen, direkt vor der Nase. Sie müssen es nur anpacken. Das Glück einfangen, das in den allermeisten Augenblicken zu finden ist.

Wir bereuen verpasste Chancen und vergessen dabei, dass in jedem Tag eine neue Chance zu finden ist. Das Glück scheint zu schwer zu fassen. Es entgleitet immer mehr. Dabei musst du bloß zugreifen. Also greif zu. Folge deinem Herzen ins Glück. Dein Herz weiß, wie Glück aussieht – auch wenn du es längst vergessen haben solltest. Fühle in dein Herz oder in deinen Bauch. Wo auch immer du eine winzige Portion Glück das letzte Mal gefühlt hast. Dort hallt das Glück immer noch nach – wartend darauf, dass du es wieder erkennst. An altes Glück lässt sich anknüpfen.

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Tanzen

#352 Wenn Tanz dem Lied eine neue Bedeutung verleiht

Fast jeder kennt es: Man hat ein Lieblingslied, das man viel zu oft hört und es sich dabei jedes Mal toll anfühlt, doch irgendwann hat man es einmal zu oft gehört und es verliert die Bedeutung. Ab diesem Zeitpunkt beginnt man es in der Playlist zu überspringen, bis man es schließlich komplett aus der Playlist entfernt. Meist kann nur Zeit das Lied wieder aufwerten, doch es gibt noch andere Möglichkeiten, einen neuen Bezug zu Liedern herzustellen.

Wenn man eine Choreografie auf einen Song erstellt und diesen auf einzelne Lyrics des Songs bezieht, schafft dies eine neue emotionale Bindung zum Lied und schon will man es wieder hören. Auch Lieder, die man noch nie mochte, können durch Choreografien plötzlich Bedeutung erhalten und sogar das neue Lieblingslied werden. Ein einzelner Satz im Lied, der vorher vielleicht untergegangen ist, kann plötzlich zur Grundlage eines Gefühls werden, das mit dem Tanz ausgedrückt werden soll und die Stimmung des ganzen Liedes beeinflussen, selbst wenn man nur etwas mit diesem Satz und nicht mit dem Rest des Liedes anfangen kann.

Folglich kannst man jedes beliebige Lied für eine Choreografie auswählen – der Tanz dazu wird es besonders machen und selbst wenn es dadurch nicht das neue Lieblingslied wird, wird man trotzdem ein Gefühl mit dem Lied verbinden.

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Tanzen

#351 Improvisation – die Musik fühlen

Wie schwer kann es schon sein, einfach drauf los zu tanzen? Tatsächlich ist dieser Gedanke nicht ganz falsch – im Grunde ist es überhaupt nicht schwer. Doch wenn man einen improvisierten Tanz auf hohem technischen und tänzerischen Niveau aufs Parkett legen will, wird das ganze schon schwieriger. Besonders wenn der Tänzer das Lied nicht kennt, ist es eine Herausforderung, sich dem Rhythmus und Besonderheiten wie Abweichungen vom Rhythmus anzupassen. Woher kann man schon wissen, welche Bewegung als nächstes passend wäre? Wenn man sich nicht richtig leiten lassen kann, dann sieht der Tanz schnell unbeholfen und der Tänzer verwirrt aus.

Diese Hürde scheint unüberwindbar und das ist sie auch fast – dennoch sind beispielsweise die meisten Popsongs ähnlich aufgebaut. Die Strophen sind ruhig, in der Bridge wird meist das Tempo etc. gesteigert und der meist schnelle Refrain wiederholt sich mehrmals. Hat man den Refrain einmal gehört, kennt man also schon das halbe Lied. Wenn man sich nur auf die Musik konzentriert und sich und seine Bewegungen von dieser leiten lässt, kann man die folgenden Abschnitte in der Musik auch oft erahnen. Außerdem wird die Improvisation umso besser, umso mehr man sich auf die Musik einlässt. Bei Musik, die man schon kennt, kann man sich komplett fallen und von dieser leiten lassen. So entstehen atemberaubende Tänze!

Improvisation wird oft als Übung im Tanzunterricht genutzt, um das Gespür für die Musik und den eigenen Körper zu fördern. Die Musik ist dabei immer die leitende Kraft, auf die man sich immer verlassen kann und die den Tänzer durch die Improvisation leitet. Zum Tanzen lernen gehört auch immer das Improvisieren. Wer sich auf die Musik einlässt, kann großartige Ergebnisse erzielen.

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Lifestyle

#350 Wissen, was zählt

Du und zwar nur du entscheidest, was in deinem Leben wichtig ist. Diese Erkenntnis ist möglicherweise einfach, doch bei der Umsetzung hapert es gewaltig. Jedenfalls, was mich betrifft. Mir fällt es unendlich schwer, meine Wünsche und Vorstellungen so umzusetzen, dass ich damit zufrieden bin. Ich verstecke mich vielmehr davor.

Kompromisse sind gut, aber nicht immer richtig. Wenn es um deine Leben und deine Ziele geht, dann darfst du nur bedingt Kompromisse schließen. Doch welche Kompromisse wichtig und auch nötig sind, das erfährst du nur, wenn du dir ganz klar bewusst machst, was du wirklich willst und brauchst.

Geht es beispielsweise um Beziehungen, müssen wir früher oder später alle Kompromisse eingehen. In einer Partnerschaft sind unterschiedliche Meinungen und Bedürfnisse nichts Ungewöhnliches. Wer dann nicht in der Lage ist, sich auch einmal anzupassen oder unterzuordnen, der wir auf die Dauer niemals glücklich werden. Doch gleichzeitig gilt auch, dass man sich selbst treu bleiben und auch für die eigenen Interessen nachhaltig eintreten muss. Wo aber liegt hier die Grenze? Wer sagt dir, wann du für dich eintreten und wann du zurücktreten musst? Natürlich keiner außer dir selbst. Denn du solltest wissen, was dir so wichtig ist, dass kein Kompromiss der Welt in Frage kommt und wann du der Beziehung zur Liebe bereit bist zurückzustehen.

Es ist kompliziert, zwischen den eigenen und fremden Interessen abzuwägen. Doch diese Fähigkeit ist eine der wichtigsten, die es zu kultivieren gilt. In einem Lebensraum, in dem unser Glück von zwischenmenschlichen Beziehungen abhängig ist, sind wir darauf angewiesen. Deshalb zögere nicht und fange noch heute damit an. Wo kannst du starten? Natürlich bei dir selbst. Fang an dich zu verstehen und deine Wünsche einzuordnen. Was brauchst du und weshalb ist das so. Erst wenn du dich selbst verstehst, bist du in der Lage, entsprechend zu handeln.

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Tanzen

#349 Warum jeder tanzen kann

Tanzen ist eine hoch anspruchsvolle Sportart, bei welcher äußerst streng auf Kleinigkeiten geachtet werden kann. Bei Wettbewerben können schon kleine Fehler zum Aus führen und selbst eine perfekt ausgeführte Choreografie ist keine Garantie zu gewinnen. Aber neben der perfektionistischen Form des Tanzens, die man in Tanzschulen erlernt und in die man Zeit und Schweiß investiert, um besser zu werden, gibt es auch die freien Formen des Tanzens.

Ein Beispiel dafür ist das einfache Tanzen in einem Klub. Da reicht es schon ein bisschen, die Hüften zu bewegen und nicht ganz aus dem Takt zu kommen. Oft hört man zwar ein „Ich kann überhaupt nicht tanzen“ oder „Ich will nur tanzen, wenn ich getrunken habe“ aber dies hängt vom Selbstbewusstsein ab und nicht von den tänzerischen Fähigkeiten. Ein „Ich kann nicht Tanzen“ ist in den meisten Fällen ein „Ich traue mich nicht, aber will es natürlich nicht zugeben“. Jeder kann tanzen! Hierbei ist natürlich zwischen guten und weniger guten Tänzern zu unterscheiden, jedoch beherrscht jeder ein paar Grundlagen.

Auch Grundschritte der Standardtänze wie der langsame Walzer können von jedem Einzelnen auf die Schnelle erlernt werden. Das gleiche gilt für simple Volkstänze, die oft spaßeshalber auf Festen beigebracht werden. Bevor man bei so einer Gelegenheit nicht mitmacht und sich gelangweilt an den Rand stellt und zuschaut, sollte man bedenken: Auch wenn man sich nicht zum Tanzen geboren fühlt und glaubt, zwei linke Füße zu haben, sind einfache Tanzformen dennoch für jeden zugänglich. So etwas wie „Ich kann nicht tanzen“ gibt es nicht.

Um sich selbst davon zu überzeugen, kann man einfach mal zu Hause im eigenen Wohnzimmer das persönliche Lieblingslied voll aufdrehen und sich etwas dazu bewegen. Wenn man sich leicht beobachtet oder verurteilt fühlt, klappt das am Besten, wenn niemand zu Hause ist. Man merkt schnell, dass dies beinahe wie von selbst geht und außerdem guttut.

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Reisen

#348 Spanien im Winter

Spanien ist das absolute Sommerreiseziel. Erst wenn die Sonne ordentlich vom Himmel brutzelt, füllen sich die spanischen Hotels und mit ihnen die Strände. Doch ehrlich gesagt konnten wir das noch nie so ganz nachvollziehen. Spanien ist nicht nur im Sommer schön. Auch im Winter, wenn dir frische Winde um die Nase wehen, lässt sich der Südwesten Europas wunderbar entdecken.

2017 zogen wir für ein Jahr nach Madrid. In diesem Jahr haben wir so ziemlich alles in unserer Heimat auf Zeit mitgenommen, was machbar war. Im Oktober besuchten wir die Nordküste, im November flogen wir nach Mallorca, den Winter über bereisten wir die Ostküste, einschließlich Valenica und als schließlich der Frühling um die Ecke lugte, gingen wir auf unsere große Andalusien-Tour.

Unsere Erfahrungen damit, Spanien außerhalb der Saison zu bereisen, fielen äußerst positiv aus. Wir genossen es, dass nur wenige andere Urlauber unterwegs waren und freuten uns über einsame Strände sowie Sehenswürdigkeiten. Ich glaube, den kompletten Nordküstentrip über sind wir maximal fünf anderen Deutschen begegnet. Zu dieser Jahreszeit fällst du dort oben auf wie ein bunter Hund. Den Blick, den man uns gewidmet hat, als wir vor acht Uhr in einem Restaurant zu Abendessen wollten, den vergessen wir sicher niemals. Wir saßen dort bestimmt eineinhalb Stunden, bis die ersten anderen Gäste eintrudelten. Als wir längst aufgegessen hatten, warfen die restlichen Gäste ihren ersten Blick auf die Karte.

Was haben wir sonst über das Reisen in Spanien im Winter gelernt? Nun zum einen, dass es dort auch im Winter äußerst wenig regnet. In Madrid hatten wir zwar den kompletten Januar über Regen zu beklagen, aber das war es dann auch schon wieder. Anderswo haben wir kaum Regen erlebt. Dafür gab es ein Wetterphänomen, das uns noch heute begeistert. Es war wohl Anfang März, als wir mit dem Auto von Madrid Richtung Ostküste unterwegs waren. Auf einmal und aus heiterem Himmel sahen wir dicke, weiße Flocken vor unserem Fenster durch die Luft wirbeln. Es schneite. Im Frühling, mitten in Spanien. Unglaublich. Wir stiegen aus und schossen unvergessliche Bilder von blühenden Mandelbäumen, die unter einer weißen Schneehülle hervor blitzten. So schnell wie der Schnee gekommen war, verzog er sich allerdings auch wieder. Und ca. eine Stunde später standen wir an der sonnigen Ostküste und überlegten uns, ob es schon warm genug für ein kurzes Bad im Meer sei.

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Tanzen

#347 Warum Dehnbarkeit nicht über tänzerische Fähigkeiten entscheidet

Akrobatische Tanzaufführungen, bei denen der Tänzer in den Spagat springt oder ein Bein gekonnt zur Decke wirft, sind immer sehr beeindruckend und schön anzusehen. Um in der Lage zusein, diese Tricks auszuführen, ist viel Training nötig, das meist schon von klein an begonnen wird. Auch Späteinsteiger haben noch die Möglichkeit, dehnbar zu werden, doch umso später man beginnt, umso schwieriger und aufwendiger ist es, solche Tricks zu lernen. Da stellt sich die Frage: Kann man auch ohne Dehnbarkeit ein guter Tänzer werden?

Tänze, welche Dehnbarkeit erfordern, sind sicherlich atemberaubend und gehören zu den Choreografien, die sich auf einem der höchsten Schwierigkeitslevel befinden. Dennoch kann man sich auch auf andere Arten von Choreografien konzentrieren und in diesem Bereich ein ausgezeichneter Tänzer werden, weiche Bewegungen vollführen und ein großartiges Taktgefühl werden. Ein guter oder sogar großartiger Tänzer zu sein muss nicht heißen, alle Tanzrichtungen zu beherrschen, sondern man muss seine Fähigkeiten im gewählten Gebiet perfektionieren.

Ein Beispiel für Tänze, die keine Dehnbarkeit zur Perfektion erfordern, sind die Standardtänze. Ein Tanzpaar kann schon jahrelang Tanzkurse besuchen, geradezu über das Parkett fliegen und viele Wettbewerbe gewinnen, ohne akrobatisch talentiert zu sein. Selbst eine Jazzchoreografie kann wunderschön aussehen, ohne Bewegungen einzubauen für die Dehnbarkeit von Nöten wäre, solange die restlichen Bewegungen gut ausgeführt werden.

Im Endeffekt geht es beim Tanzen nicht darum, schwierige Übungen zu beherrschen, sondern darum, dass man Musik und Bewegungen aufeinander abstimmen und im Takt bleiben kann. Flüssige und schön ausgeführte Bewegungen sind wichtiger als der Spagat. Häufig sieht der Zuschauer auch lieber Tänze, die ihn berühren, als Tänze, die einen hohen Schwierigkeitsgrad haben. Im Endeffekt gilt es nur, das, was man kann, gut in Szene zu setzen.

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Tanzen

#346 Modern Dance und klassischer Tanz im Vergleich

Inwiefern weicht Modern Dance vom klassischen Tanz ab? Ist Modern Dance leichter? Wo liegen die genauen Unterschiede und Gemeinsamkeiten? Diese Fragen stellt man sich wohl besonders, wenn man mit dem Tanzen beginnen möchte, sich aber nicht für eine Richtung entscheiden kann.

Von klassischem Tanz bzw. vom Ballett träumen Kinder oft schon von jungen Jahren an. Nicht selten heißt es: „Mama, wenn ich groß bin, werde ich Ballerina!“ Leichter gesagt als getan, doch Ballett ist schon immer eine sehr bewundernswerte Tanzform, da sie komplizierte Kombinationen, Sprünge und mehrfache Pirouetten beinhaltet. Ballett fordert den Körper und bringt ihn an seine Grenzen. Das Ergebnis ist aber meist sehr schön anzusehen. Gerne werden Geschichten wie „Der Nussknacker“ auf der Bühne aufgeführt. Klassischer Tanz ist im Allgemeinen etwas anspruchsvoller für den Körper und für das große Publikum bestimmt. Deshalb ist Ballett auch nichts für Menschen, die nicht gerne im Rampenlicht stehen, da dieser Stil – Ausnahmen bestätigen die Regel – meist für größere Aufführungen gedacht ist.

Ein kleines bisschen ruhiger geht es beim Modern Dance zu. Tänze wie diese sind nicht nur für die Bühne gedacht, obwohl dies aber auch keinesfalls auszuschließen ist. Anzunehmen, dass Modern Dance keine große Herausforderung ist, wäre ein Fehler. Wahr ist aber, dass man dabei weniger an körperliche Grenzen stößt als beim Ballett und weniger Sprünge etc. beherrschen muss. Für Späteinsteiger ist beispielsweise Modern Dance leichter zu lernen, ganz besonders weil einige Elemente des Balletts schob im frühen Kindesalter gelernt werden müssen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass beide Stile anspruchsvoll sind, doch bis zum erfolgreichen Balletttänzer etwas mehr Hürden zu überwinden sind, während man Modern Dance auch noch als Späteinsteiger lernen kann.

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Tanzen

#345 Aufwärmen ist das A und O

Tanzen ist eine Sportart, welche sehr viele plötzliche Richtungswechsel und unterschiedliche Bewegungshandlungen beinhaltet. Des Weiteren treten durch Sprünge und Überdehnungen punktuelle Spitzenbelastungen auf beinahe alle Gelenke auf. Um den aktiven und passiven Bewegungsapparat bestmöglich vor Verschleiß zu schützen, sollte man niemals auf das gründliche Aufwärmen verzichten.

Wenn die Muskeln vorher nicht genug aufgewärmt wurden, kann dies zu einer Verkürzung des Gesamtmuskels führen, wodurch der Bewegungsradius eingeschränkt wird. Da Tanzen weite Bewegungen erfordert, stellt dies ein deutliches Hindernis für eine sauber ausgeführte Choreografie dar. Außerdem können Richtungswechsel mit nicht aufgewärmter Muskulatur weniger schnell und akkurat aufgeführt werden als mit aufgewärmter Muskulatur.

Außerdem können Knochen- und Gelenksysteme im Verlauf der Zeit Abnutzungserscheinungen aufweisen. So werden Gelenkknorpel auf Dauer abgerieben. Da sich die meisten Knorpel beim Aufwärmen mit Wasser vollsaugen und somit besser Stöße abgefedert werden können, können mit Aufwärmen solche Schäden verhindert und Verletzungen des passiven Bewegungsapparates vermieden werden.

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Reisen

#344 Sprachen auf Reisen

Wer viel und gerne reist, der muss ein Sprachtalent sein? Nun ja, nicht zwingend, aber zumindest Englisch solltest du fließend sprechen.

Mallorca ist das klassische Beispiel einer Insel, die sich dem Tourismus mit Haut und Haar angepasst hat. Zumindest auf sprachlicher Ebene. In Mallorca findest du kaum jemanden, der nicht zumindest ein paar Brocken Deutsch versteht. Egal wo du dich auf der Insel aufhältst, du wirst mit größter Sicherheit unterbrochen, sobald dir das erste Hola über die Lippen gekommen ist. Auf Deutsch erklärt man dir den Weg, weißt dich in deine Unterkunft ein oder beantwortet dir deine Fragen über das Wetter. Für uns eine völlig neue und ehrlich gesagt auch etwas unangenehme Erfahrung.

Ähnliche Erlebnisse hatten wir auch letztes Jahr auf Korfu. Nur dass dort die Deutsche Sprache zum Glück noch nicht allzu übermächtig ist. Jedenfalls im Vergleich zu Mallorca.

Vielleicht fragst du dich nun, was uns daran stört, dass man auch außerhalb unseres Heimatlandes unsere Sprache spricht. Ist doch nichts dabei und außerdem ganz bequem. So muss man zumindest nicht unbedingt eine fremde Sprache erlernen, bevor man in den Urlaub fährt.

Besonders schlimm ist es natürlich wirklich nicht. Was uns jedoch stört, ist der Fakt, dass wir in einem fremden Land eigentlich eine fremde Sprache sprechen WOLLEN. Wir wollen lernen und uns weiterentwickeln. Schließlich sind wir der Meinung, dass ein Gast sich im Großen und Ganzen anpassen muss und nicht der Gastgeber. Also ist es unserer Meinung nach ein Zeichen von Respekt, sich zu bemühen und wenigstens die wichtigsten Vokabeln eines Reiselandes zu beherrschen.

Doch ein Reiseziel wie Mallorca zeigt ziemlich deutlich, dass eben genau das vielen Urlaubern mehr als „wurscht“ ist. Jedenfalls ist das unsere Interpretation der Lage. Wieso sonst sollten die Inselbewohner bis heute jeden deutschen Touristen in seiner heimischen Sprache empfangen. Für uns ist das unterm Strich ein Mangel an Anpassungsfähigkeit auf der Seite der Touristen. Schaden würde es jedenfalls nicht, sich vor der nächsten Reise wenigstens bruchstückweise mit einer Sprache zu beschäftigen, die im Zielland verstanden wird.