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#183 Wir leben jetzt

Jetzt ist dein Moment. Nicht morgen. Nicht in zwei Jahren! Und schon gar nicht gestern! Lebe genau in diesem Augenblick! Nimm ihn wahr und lass ihn vergehen. Dann nimm dir den nächsten Moment zu Herzen. Lebe so, dass du nicht zurückblicken musst.

Warum blicken wir überhaupt zurück? Oder nach vorne? Dafür gibt es mehrere Gründe: Der Erste ist, dass wir im Hier und Jetzt nicht glücklich sind. Dass wir uns nach mehr sehnen oder von besseren Zeiten träumen. Doch egal wie schwer es ist, sich das einzugestehen, dieser Augenblick, in dem du gerade lebst, ist Teil deiner Zukunft. Du wirst ihn niemals völlig hinter dir lassen. Er wird zwar vergehen, aber während er vergeht, wird er ein Teil von dir. Du kannst mit jedem Moment dein weiteres Leben beeinflussen. Also träume nicht von der glorreichen Zukunft, sondern gestalte sie mit. Sobald du das tust, erhöhen sich die Chancen, dass sie eines Tages eintreten wird, drastisch.

Der zweite Grund könnte sein, dass wir schon in der Vergangenheit immer nur an die Zukunft gedacht haben. Deshalb müssen wir in der Zukunft dann zurückdenken, um den Moment der Vergangenheit zu würdigen. Doch da ist es längst zu spät. Der Moment ist vergangen und zurückzudenken, lässt nur den nächsten Moment in der Sanduhr verrinnen. Die Uhr tickt und tickt und wir alle fließen mit ihr.

Viel zu oft sehe ich Menschen, die nur auf morgen warten. Die sich nicht trauen. Die hoffen, dass sich irgendwann alles von selbst gibt. Die sagen, irgendwann werde ich mich aufraffen. Wenn das und das eintritt. Dann wird alles gut werden. Viel zu oft sehe ich diesen Menschen auch in mir selbst. Wenn ich mich an diesem Punkt des Wartens erwische, dann weiß ich, es ist wieder soweit. Es ist Zeit für einen ordentlichen Tritt in den Allerwertesten. Denn vom Herumsitzen und Warten ist noch keiner glücklich geworden. Das denke ich zumindest. Jeder Augenblick ist wertvoll. Unser Leben ist kurz! Doch das scheint keiner zu wissen. Wir versenken unsere Nase lieber in unseren Smartphones und verbringen sie mit Unwichtigen, anstatt der Wahrheit ins Gesicht zu sehen. Was auch immer du dir wünschst, mach es und zwar jetzt!

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#182 Reisegadget: Schlafmaske und Ohrenstöpsel

Ein dem Pfefferspray ähnlicher Lebensretter können die Ohropax auf Reisen sein. Es gibt nichts Schlimmeres, als nach einem anstrengenden Tag voll Fahrradfahren, Tauchen, Fallschirmspringen oder Faulenzen am Abend vom Schlafen abgehalten zu werden. Mal sind es die lauten Nachbarn, mal befindet man sich in einem überfüllten Hostel oder zwei Katzen haben vor dem offenen Fenster eine kleine Auseinandersetzung. Ohrenstöpsel mit im Reise- oder auch Businessgepäck mitzuführen ist auf jeden Fall immer eine gute Idee.


Das zugehörige Gadget – die Schlafmaske – kann dann weiterhelfen, wenn man entweder einen schlechten Reiseplan hat oder die Ohrenstöpsel die armen Hörmuscheln doch enttäuscht haben. Gerade überfüllte Busse, Züge oder Flugzeuge sind prädestiniert dazu als Schlafplatz für zwischendurch genutzt zu werden. Die Schlafmaske hilft nicht nur das Licht den Augen fern zu halten, sondern sperrt auch gleich die ablenkende Außenwelt mit aus. Man muss sich zuweilen zwar erst ein wenig daran gewöhnen, die Augen für einen Powernap zu schließen, wenn um einem herum sprichwörtlich die Post abgeht. Wenn man jedoch diese Fähigkeit erst einmal erlernt hat, möchte man sie nicht mehr missen. Ich will mir nicht vorstellen, wie ich ansonsten durch manche Reise torkeln würde!


Auch wenn Ohrenstöpsel und Schlafmaske mächtige Reisekumpanen sind, sollte man sich primär darum bemühen, Situation zu vermeiden, in denen sie zu Hilfe eilen können. Auf Reisen habe ich gelernt, dass ich dazu neige, mir zu viele Aktivitäten pro Tag vorzunehmen und irgendwann kommt dann zwangsläufig der Moment, an dem man einfach nicht mehr so kann, wie man wollte. Natürlich kann man sich nicht vor zufälligen nächtlichen Störungen wappnen, aber man sollte auch seine Tagesplanung so anpassen, dass man im Zweifelsfall auch mit etwas weniger Schlaf auskommt.

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#181 Meine Lieblingsstrände

Meine momentane Nummer eins aller Strände ist der Playa de Las Catedrales in Spanien. Das Besondere an diesem Strand ist, dass er nur zu gewissen Tageszeiten zu besuchen ist. Die restlichen Stunden des Tages steht er unter Wasser. Erst wenn die Ebbe gekommen ist, füllt sich der Strand nach und nach mit all den neugierigen Schaulustigen. Das ist übrigens auch der einzige negative Punkt am Playa de Las Catedrales. Die unzähligen Strandbesucher. Den Strand mal eine Stunde für mich ganz allein zu haben, wäre mein Traum. Doch ich kann mir leider nicht vorstellen, dass er jemals so leer sein wird. Warum reisen tagtäglich so viele In- und Ausländer an, um den Playa de Las Catedrales zu bestaunen? Ganz einfach. Der Strand ist vielmehr als nur ein Strand. Er besteht aus einer unglaublichen Ansammlung aus beeindruckenden Felsansammlungen und Höhlen. Du kommst dort nicht hin, um zu schwimmen oder am Strand in der Sonne zu brutzeln, sondern um die einzigartige Felslandschaft zu bewundern.

Der Nilaveli Beach von Sri Lanka gehört auch auf die Liste meiner persönlichen Favoriten. Wichtig ist jedoch, welchen Teil vom Strand du besuchst. Der Nilaveli Beach ist endlos lang und vor allem der nördliche Teil hat es mir angetan. Im Süden, nahe Trincomalee, ist der Strand zwar auch wunderbar sandig, flach und von purer Schönheit, doch da stören die vielen Hotels und Unterkünfte das Bild. Weiter oben im Norden gibt es nur dich, den Strand und ganz viel Natur. Der perfekte Ort für einen ruhigen, relaxten Strandtag.

Meine Nummer drei ist der Playa Ancon in Kuba. Nahe des wunderschönen Trinidads liegt er auf einer eigenen kleinen Landzunge und überzeugt mit kristallklarem, türkisblauem Meer und weißem Traumsand. Wer früh genug da ist, ergattert mit Glück einen der typischen Karibik Sonnenschirmen inklusive Palmendach. Doch auch sonst bietet der Strand einige Schattenmöglichkeiten. Große Bäume und Sträucher runden das Bild der Umgebung wunderschön ab.

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#180 Reisegadget: Pfefferspray

Immer wieder hört man davon, wenn man auf Reisen ist oder man daheim mit Freunden seine Reiseerlebnisse austauscht. Jemand wurde auf einer Reise überfallen und ausgeraubt. Taschendiebstähle wie auf dem Fasching in Rio sind ja noch irgendwie in Ordnung. Natürlich ist es immer doof, wenn man beklaut wird, aber meistens sind es nicht so große Mengen, da man ja schon genügend oft dafür sensibilisiert wird. Besonders ärgerlich ist natürlich, wenn dabei die Kamera, das teure Smartphone oder gar Dokumente abhandenkommen. Nichtsdestotrotz ist es meiner Meinung nach deutlich schlimmer, ausgeraubt zu werden. Die Situation ist einfach deutlich unangenehmer und auch brenzliger.

Zum Glück ist es mir selbst noch nie passiert. Das liegt denke ich aber auch an meinen bisherigen Reisezielen. So richtig kriminelle Gefilde waren da noch nicht dabei. Das liegt aber auch vor allem daran, dass ich nicht besonders scharf darauf bin, einmal ausgeraubt zu werden. Aus diesem Grund habe ich mir auch schon oft Gedanken über die Thematik gemacht und habe mir selbst fest vorgenommen, mich dann gegebenenfalls auf alle Fälle vorzubereiten. Ich habe mich erkundigt und würde mich mit Pfefferspray ausrüsten. Auch wenn meine Freundin und ich mit dem Auto unterwegs sind und viel Freistehen haben wir schon darüber nachgedacht, ob es nicht schlau wäre, Pfefferspray im Auto zu haben. Es kann ja doch immer irgendein Idiot vorbeikommen…

Das Hauptproblem an Pfefferspray ist allerdings die komplizierte Rechtslage. Eins schon einmal im Vorhinein. Der Gebrauch ist auf jeden Fall immer nur zur Selbstverteidigung erlaubt – also gegenüber Räubern wäre es in Ordnung. Gegenüber wilden oder gar tollwütigen Tieren im Zweifelsfall übrigens ebenso. Trotzdem ist es nicht so einfach mit dem Pfefferspray. In vielen Ländern ist es komplett verboten oder nur erlaubt, wenn man einen Waffenschein hat. Vor einer Reise müsste man sich also immer individuell erkundigen.

Auf der anderen Seite kann es auch eine Gefahr sein, wenn man sich wehrt. Gerade bei Räubern mit Schusswaffen würde ich das Spray niemals benutzen. Hier gilt ebenso der Grundsatz, dass das, was einem geraubt werden soll, niemals so wichtig sein wird wie das eigene Leben!

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#179 Mit Delfinen schwimmen – Ein No Go

Warum solltest du niemals mit Delfinen in einem Delfinarium oder einem Delfinzentrum irgendwo im Urlaub schwimmen? Na ganz klar! Die Delfine sind dort nicht freiwillig! Und noch dazu werden sie häufig unter unwürdigen Umständen gehalten! So etwas zu unterstützen, sagt aus, dass du es okay findest, was passiert! Und diesen Anschein darf man auf keinen Fall erwecken!

Wer jetzt sagt, mir ist das aber egal, der ist ein klassischer Reise-Egoist! Aber so was von klassisch! Denn ihm ist nur sein eigenes Glück wichtig und er setzt sein Glück über das der anderen. In diesem Fall über das Glück von unschuldigen Tieren. Oder willst du etwa in einem kleinen Käfig den ganzen Tag im Kreis laufen und für befremdliche Schaulustige dann und wann ein Kunststück aufführen oder von ihnen auf deinen Kreisen begleitet werden? Ich bin mir ziemlich sicher, dass deine Antwort kurz und bündig „Nein“ lautet! Wer will das bitte schon? Wer ist gerne das Zirkusobjekt hinter der Glasscheibe, dem der freie Wille entzogen wurde! Da ist es auch egal, wie gut man dich versorgt oder behandelt! Du bist deiner Freiheit beraubt und das macht nichts wieder gut!

Aus diesen und noch vielen weiteren Gründen bitte ich dich die Freiheit der Delfine zu schützen, indem du nicht an solchen Attraktionen teilnimmst.

Wovon ich persönlich schon immer geträumt habe, ist in freier Wildbahn mit Delfinen zu schwimmen. Doch auch da sage ich mir, dass das unter den erzwungenen Umständen moralisch nicht korrekt sein kann. Man hört nicht umsonst viel zu oft davon, dass Tiere vom Boot aus angefüttert werden, damit sie regelmäßig erscheinen. Auch das ist ein riesiger Einschnitt in die Freiheit der Tiere. Also nimm auch solche Angebote auf das Kritischste unter die Lupe. Wenn es um Geld geht, lassen manche Menschen die Rechte der Tiere gerne mal unter den Tisch fallen. Das ist falscher als falsch! Und das wird es auch immer bleiben!

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#178 Reisegadget: schnell trocknendes Mikrofaserhandtuch

Auf Reisen habe ich eigentlich immer mein Mikrofaserhandtuch mit im Gepäck, dass ich als Jugendlicher mal von meiner Mutter bekommen habe. Ich muss auch wirklich zugeben, dass das eine super Idee meiner Mutter war! Das Handtuch ist in vielerlei Hinsicht echt spitze:
Da das Handtuch aus Mikrofaser sehr, sehr viel dünner verglichen mit herkömmlichen Handtüchern ist, ist das Gewicht deutlich geringer. Das ist natürlich super, vor allem wenn man mit dem Backpack unterwegs ist. Dort kann das Handtuch auch mit seinem geringen Volumen überzeugen. Ich schätze mal, dass ein normales Handtuch der gleichen Größe ungefähr das dreifache Volumen verbrauchen würde. Das ist natürlich ein enormer Unterschied, wenn man nur wenig Platz zum Packen hat. Das wichtigste Merkmal ist allerdings, dass das Mikrofaserhandtuch extrem schnell trocknet. Das ist einerseits durch die geringe Dicke, andererseits auch durch die verwendeten Mikrofasern bedingt. Auch das ist zum Beispiel bei einer Reise mit dem Backpack einfach klasse. Hätte ich das Handtuch nicht, würde ich mir ansonsten bei einem Unterkunftswechsel immer Sorgen machen, dass meine Sachen anfangen zu müffeln. Morgens nach dem Duschen hat ein Standardhandtuch einfach nicht genügend Zeit, um ausreichend zu trocknen, bevor man auschecken muss. Für die Kategorie Mensch, die schon abends duscht, ist dieser Punkt natürlich eh irrelevant.

Wenn du jetzt glaubst, dass bei diesen tollen Eigenschaften der Preis unglaublich hoch sein muss, hast du dich zum Glück getäuscht. Ausreichend gute Mikrofaserhandtücher gibt es zum Beispiel beim Decathlon für unter zehn Euro. Online gibt es natürlich auch jede Menge verschiedener Angebote.

Der einzige negative Aspekt an den Mikrofaserhandtüchern ist meiner Meinung nach, dass das Abtrocknen nicht so angenehm ist. Ich kann es nicht einmal genau benennen, was es ist. Ein 0815-Handtuch fühlt sich aber einfach besser auf der Haut an. Nichtsdestotrotz möchte ich mein Mikrofaserhandtuch auf Reisen nicht mehr missen.

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#177 Mit Kinder reisen – Ängste eines Kinderlosen

Ich habe bisher keine Kinder. Doch wie viele andere Reisebegeisterte habe auch ich schon mal darüber nachgedacht, wie das mit dem Reisen sich wohl entwickeln wird, wenn man später irgendwann mal Kinder im Gepäck hat. Meine schlimmsten Ängste habe ich für dich aufgelistet.

Eine große Sorge meinerseits ist, dass ich nicht mehr so weit wegreisen kann. Das wird auch aller Wahrscheinlichkeit nach in gewisser Hinsicht Wahrheit werden. Es gibt viele Länder, die sind nicht für Kinder geeignet. Krankheiten wie Dengue Fieber bringen Kinder unnötig in Gefahr. Aus diesem Grund würde ich mit meinen Kindern niemals in ein Land reisen, welches ein hohes Risiko für Dengue Fieber birgt. Das gebietet meiner Meinung nach die Verantwortung eines Elternteils für seine Kinder. Weit wegreisen kann ich jedoch weiterhin. Länder wie Neuseeland, USA oder Kanada sollten auch mit Kindern im Gepäck keine Schwierigkeit darstellen.

Des Weiteren schätze ich, dass ich insgesamt noch übertriebener auf Sicherheit und Hygiene achten werden, wenn ich erst die Verantwortung für ein kleines Menschenleben trage. Schließlich würde man sich niemals verzeihen, wenn man aus eigener Unvernunft heraus einen schwerwiegenden Fehler begeht.

Außerdem befürchte ich, dass ich meine Roadtrips nicht mehr wirklich durchziehen kann. Mit einem schreienden Kleinkind auf dem Rücksitz bereitet es wenig Freude, tagelang durch die Natur zu fahren. Ohne eine gute Beschäftigungsmöglichkeit für die Kleinen wird es schwierig werden, ihnen die Freude einer solchen Reise nahe zu bringen. Außerdem würde unser Honda auf die Dauer einfach zu klein für mehrere Personen werden. Der bietet ja schon für uns zwei etwas wenig Platz.

Was ist, wenn meinen Kindern das Reisen überhaupt keine Freude bereitet? Wenn sie lieber zuhause vor dem Computer sitzen oder mit ihren Freunden unterwegs sind, anstatt mit mir die Welt zu erkunden? Dann habe ich wohl ein Problem: Ungestillte Fernweh!

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#176 Private Apotheke auf Reisen

Im Ausland kann es schnell mal passieren, dass der Magen rebelliert. Normalerweise hält dieser Umstand glücklicherweise nur ein paar Stunden bis Tage an. Für den Notfall habe ich aber trotzdem immer ein Medikament dabei, das auch den unruhigsten Magen wieder besänftigen kann. Ein länger anhaltender Nährstoff- und Wasserverlust ist durchaus nicht zu unterschätzen!

Damit man in solchen Fällen nicht sofort zum Arzt rennen muss, nehme ich auf Reisen immer eine Reiseapotheke mit. Ich habe Medikamente für gängige, leichte Erkrankungen dabei. Darunter fallen abhängig vom Reiseziel und der Reiselänge Halsschmerzbonbons, Medikamente gegen Fieber und Husten, zwei verschiedene, am besten fiebersenkende Schmerzmittel (auf keinen Fall Aspirin bei Gefahr von Dengue-Fieber), die anfangs erwähnten Magen-Darm-Medikamente und mein Notfallset gegen Wespenstiche. Auf die reagiere ich nämlich allergisch. Das Gute an diesem Set ist, dass ich auch immer eine Notfallladung Antiseptikum und Adrenalin im Gepäck habe. Benutzen will ich den Adrenalinstift, den ich mir in den Oberschenkel rammen müsste, aber doch lieber nicht. Für kleinere Blessuren habe ich auch ein Notfall Verbandset mit dabei.

Beachten muss man bei der Reise eigentlich nur, dass die meisten Medikamente nicht zu hohen Temperaturen ausgesetzt werden sollten. Notfalls muss man sie ab und an auch mal erneuern. Die zweite wichtige Besonderheit beim Reisen mit Medikamenten sind die Einfuhrbestimmungen der Reisedestinationen. Wenn auch die meisten Länder eine Reiseapotheke ohne Einschränkungen zulassen, kann es auch immer wieder vorkommen, dass ein bei uns völlig frei erhältliches Medikament in einem anderen Land verboten ist. Fälle von festgesetzten Reisenden sind mir zum Beispiel von Georgien und den Vereinigten Arabischen Emiraten bekannt. Um auf Nummer sicher zu gehen, lasse ich mir von meiner Hausärztin immer ein Reiserezept ausstellen, das die Mitnahme von bestimmten Medikamenten mit Mengenangabe und Anwendungsgebrauch erklärt. Damit gehe ich dann bei der Einreise zum Zoll und hole mir ein paar komische Blicke ab. Normalerweise interessiert die Liste keinen. Bei der Anreise am Flughafen Dubai wurde aber zum Beispiel jedes einzelne Medikament auf verbotene Inhalte hin überprüft.

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#175 Mit wenig Geld um die Welt

Reisen kostet Geld. True story! Aber wer wirklich reisen möchte, der kommt auch mit wenig Geld um die Welt. Hört man auf jeden Fall. Außerdem wurden zahlreiche Bücher darüber geschrieben.

Je nachdem, was für einen selber wenig Geld ist, sollte man sich überlegen, ob eine Reise unter diesen Umständen funktionieren könnte. Was bedeutet Reisen denn überhaupt für dich? Falls eine Reise dir nur dann Freude bringt, wenn du sie in einem hübschen Hotelzimmer mit Strandblick verbringst und jeden Abend im schicksten Restaurant der Stadt speist, dann entschuldige ich mich für meine Behauptung. Für dich wird es keine Möglichkeit geben, deine Vorstellung vom Reisen günstig umzusetzen.

Dann gibt es da auch das komplette Gegenbeispiel. Menschen, die sich völlig losgelöst von allen Annehmlichkeiten und Sicherheiten auf den Weg machen. Ihnen reicht ein Schlafsack und ein Gaskocher. Sie übernachten mal via Couchsurfing und mal rollen sie ihren Schlafsack einfach dort aus, wo sie am Ende eines Tages ankommen. Das kann am Strand sein oder mitten im Grünen. Fortbewegen tun sie sich zu Fuß, per Anhalter oder Ähnlichem. Ich muss zugeben, dass mir diese Reiseart auch etwas zu abenteuerlich ist. Ich bin zwar sicher nicht der Luxushotel-Typ, aber ich habe zumindest gerne ein Zeltdach über mir und wenn möglich auch gerne einen offiziellen Campingplatz. Getrampt bin ich noch niemals und kann es mir auch in Zukunft nicht wirklich vorstellen. Das heißt aber trotzdem nicht, dass meine Reisen ein Vermögen kosten.

Am meisten sparst du, wenn du im Vorhinein genau planst, wie viel Geld dir zur Verfügung steht und wie viel Budget du für deinen persönlichen Reisestil einplanen musst. Dann schaust du zunächst nach den Preisen der Unterkünfte und der Fortbewegungsmittel. Wenn die in deinen Budgetplan passen, dann bleibt nur noch das Essen. Wer so billig wie möglich essen möchte, der reist entweder in ein Land mit niedrigen Lebenshaltungskosten oder koch eben einfach selbst.

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#174 Verbandsmaterial für den Notfall

Da auf Reisen immer etwas passieren kann und ich ja sowieso gerne ein bisschen abenteuerlustig bin, habe ich in meinem Backpack immer ein medizinisches Notfallset dabei. Ich rede gerade nicht von der Reiseapotheke, es geht um eine kleine 1L-Plastiktüte mit Zippverschluss in der sich all die Sachen befinden, die man benötigt, um kleine bis mittlere Verletzungen zu verbinden.

Neben den einfachen Sachen wie normalen Pflastern, Blasenpflastern (auch für Verbrennungen) und ein bisschen Tape nehme ich auch immer ein bisschen erweitertes Verbandszeug mit. So habe ich stets mehrere Mullbinden, zwei starke Verbände, Desinfektionsmittel und eine Rettungsdecke mit im Gepäck. Eine winzig kleine Tube mit Sonnencreme hat auch noch etwas Platz gefunden.

Das Verbandszeug nehme ich vor allem deswegen mit, da ich auch gerne Wandern gehe und abseits der Touristenpfade unterwegs bin. Durch meine Schulsanitäterausbildung habe ich auch ein wenig Erfahrung in der Behandlung von Verletzungen. Die Mullbinden könnte ich im Fall der Fälle auch zur Stabilisation eines offenen Bruches nehmen oder zu einem Druckverband umfunktionieren. Die Rettungsdecke schützt vor dem Auskühlen, wenn man ein paar Stunden auf Hilfe warten müsste.

Ein weiterer großer Vorteil eines solchen Notfallsets ist der, dass man nicht sofort bei jeder kleinen Verletzung auf einen Besuch beim Arzt angewiesen ist. Die Wunddesinfektion kann ich selber übernehmen und auch bei den medizinischen Artikeln muss ich nicht auf die hoffentlich vorhandene Sterilität im ausländischen Medizinsektor vertrauen.

Bis zum heutigen Tag ist mir zum Glück noch nie etwas Ernsthaftes passiert. Klar, ich hatte mal die eine oder andere kleinere Verletzung oder musste Wunden desinfizieren. Als mich in Australien zum Beispiel ein paar hinterhältige Blutegel anfielen, war ich auf jeden Fall ziemlich froh um das Desinfektionsmittel. Auch wenn nicht abschließend geklärt ist, ob und welche Krankheiten diese kleinen Biester übertragen. Die größte Gefahr droht vonseiten der offenen Wunden. Alles in allem fühlt es sich aber deutlich besser an, auch für schlimmere Fälle gewappnet gewesen und auch in Zukunft bereit zu sein.